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Eifersucht - Eine Leidenschaft die mit Eifer sucht was Leiden schafft

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome OC (Own Character)
07.09.2020
18.01.2021
21
94.501
6
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1 Review
 
05.10.2020 4.253
 
5.Kapitel: Erneuter Angriff





Auch der nächste Tag begann ruhig.
Nach ihrer täglichen Runde im Fluss, ging Kagome zu Kaede und Rin. Das kleine Mädchen und sie sollten heute wieder einiges von Jinenji lernen.
Dessen Hütte am Dorfrand, direkt an seinem Kräuterfeld stand. Und das von einem Zaun umgeben war. Auf dem InuYasha saß und den beiden Frauen, sowie dem Mädchen und dem Han'yō, bei ihrer Arbeit zusah. Wie Kaede ihren beiden Schülerinnen etwas über die angebauten Kräuter beibrachte.

„Jetzt mal ehrlich, InuYasha.“ Er ging neben ihr her, während sie die Wäsche, die auch bei Kaede, Rin und ihr anfiel, zum Fluss brachte.
„Hm?“
„Wird es dir nicht langsam wirklich langweilig, mir immer am Rockzipfel zu hängen?“
„Du trägst keinen Rock mehr.“ Und darüber war er gar nicht mal so unglücklich. Immerhin war er nicht der einzige Mann im Dorf.
„Du weißt was ich meine.“ Sie sah zu ihm. „Miroku-sama kann deine Hilfe sicher gut gebrauchen. Und dir fehlt es doch bestimmt, dich mit ein paar Yōkai zu prügeln.“ Dabei schmunzelte sie kurz.
„So aufregend, wie du dir das vorstellst, war es all die Jahre nun auch wieder nicht. Ehrlich gesagt, war es auch recht nervig, immer Miroku's Mädchen für alles zu sein. Das waren alles so läppische Schwächlinge, mit denen wir uns rum prügeln mussten. Nichts wirklich aufregendes. Tessaiga und ich sind richtig unterfordert.“
„Du Ärmster.“ neckte sie ihn. „Aber es ist keine Unterforderung für dich, mir den ganzen Tag am Rock- An meinem Hakamazipfel zu hängen?“ korrigierte sie sich scherzend, kicherte dabei etwas amüsiert. „Und mir dabei zuzusehen, wie ich etwas von Kaede-oba-chan und Jinenji lerne? Die Dorfbewohner verarzte? Oder Sango-chan mit ihren Kindern helfe?“
„Ich bin froh, dass die Bälger jetzt einen Narren an dir gefressen haben. Dann lassen sie wenigstens meine Ohren in Ruhe.“
Sie stupste ihn kurz mit ihrem Ellenbogen in die Seite.
„Als ob du die beiden nicht trotzdem, wenigstens ein bisschen, in dein Herz geschlossen hättest.“

Am Flussufer ließ sie sich auch gleich nieder und holte ein Wäschestück nach dem anderen aus dem Holzbottich, den InuYasha ihr hierher trug. Gleich, nachdem sie aus der Sichtweite der Dorfbewohner waren.
Er setzte sich neben sie auf einen der Felsen, die das Flussufer säumten.
„Ohayō gōzaimasu, Kagome-sama.“ grüßten sie einige der Frauen aus dem Dorf freundlich und respektvoll, als sie sich zu ihr gesellten.
„Ohayō.“ erwiderte sie freundlich.
InuYasha nahm gleich wieder eine defensivere Körperhaltung ein. Zog seine Beine an, von denen er eines eben noch hängen lies, und saß nun im Schneidersitz, seine Arme enger vor seinem Oberkörper verschränkt.
„Wenn wir es wagen dürfen, es Euch so direkt zu sagen, Kagome-sama.“ sprach eine der Frauen sie an. „Wir sind wirklich froh, dass Ihr in unser Dorf zurückkehrtet.“
„Ich bin auch wirklich froh, wieder hier zu sein.“ Wie schon die letzten Tage, konnte sie nicht aufhören zu lächeln. Sie war einfach nur wirklich glücklich, wieder hier sein zu können und hier zu leben.
„Kaede-sama sprach immer nur von Euch, wenn das Thema ihrer Nachfolge zur Sprache kam.“ Das überraschte sie nun doch. Davon sagte ihr ihre Mentorin bis jetzt nichts.
„Sie erwähnte immer nur Euch, Kagome-sama. Dass einzig Ihr in der Lage wärt, mit Euren Kräften, das Dorf angemessen zu schützen. Dass wir dann wieder so sicher wären, wie einst mit Kikyō-sama.“
InuYasha horchte auf, als die ältere Frau dies erwähnte. Was er heute zum ersten Mal hörte. Wovon Kaede ihm nie erzählte. Und was seine Laune nicht gerade hob.
„I-Ich fühl mich wirklich geschmeichelt.“ sichtlich verlegen, hob Kagome ihre Hände abwehrend. Ihr war der ganze Rummel um ihre Person, hier in der Sengoku, zu viel. „Aber ich denke, ihr überschätzt mich alle.“
„Wie könnten wir das?“
„Angesichts Eurer Kräfte, deren wir doch Zeuge wurden.“
„Es war Euer Pfeil, der das Shikon no Tama besiegte und reinigte.“
„Genau wie unsere Böden.“
„Ohne Euch hätten wir unser Dorf aufgeben müssen.“
Kagome seufzte nur. Es hatte wohl keinen Sinn, zu versuchen, ihnen ihre Begeisterung für sie auszureden.
„Und trotz Eurer Kräfte, seid Ihr ein so bescheidener Mensch.“
„Unsere Kinder sind ganz vernarrt in Euch, Kagome-sama.“
„Ihr kommt doch aus einer ganz anderen Zeit. Ihr könnt ihnen sicherlich vieles beibringen.“

„Wissen sie denn nicht, dass es auch meine Schuld war, dass das Shikon no Tama überhaupt hier auftauchte?“ Sie wollte ja eigentlich die frisch gewaschene Wäsche zurück zu Kaede bringen.
Doch InuYasha nahm sie ihr sofort ab.
Irgendwie hatte sie auch den Eindruck, er wollte den Holzbottich nur tragen, damit er was in den Händen hatte, damit er niemanden schlagen konnte. Sie spürte, wie aufgewühlt sein Yōki war.
„Wenn hier jemand schuld hat, Kagome, dann dieses dämliche Drecksstück von Juwel selber. Dass es wieder auftauchte.“
Er knurrte schon fast mehr, als normal zu sprechen.
„InuYasha, was ist los? Was regt dich so auf?
„Nichts was mit dir zu tun hat. Zumindest nicht direkt. Aber ich hab noch ein Hühnchen mit der alten Hexe zu rupfen.“ Er selbst spürte die Vibration, die sein Knurren in seinem Brustkorb auslöste.
„InuYasha, warte!“ rief sie ihm noch hinterher, als sein Tempo sich plötzlich beschleunigte. Und sie versuchte, mit ihm Schritt zu halten und zu ihm aufzuschließen.
„Alte Hexe-“ Er beendete den Satz nicht, knurrte stattdessen unzufrieden, als er in Kaede's Hütte stand und merkte, dass deren Besitzerin abwesend war.
Den Bottich, in dem er die Wäsche transportierte, stellte er gerade ab, als Kagome zu ihm stieß.
„Hey, was hast du auf einmal? Warum bist du so sauer?“
„Ganz einfach.“ blaffte er nun Kagome ungewollt an. „Weil diese kleine eingetrocknete Schachtel-“ Seine Ohren zuckten kurz, danach seine Nase.
„InuYasha?“ Doch schon in dieser Sekunde spürte sie es auch.
Die Auren mehrerer Yōkai. Die sich schnell und in großer Zahl dem Dorf näherten.
Sie wollte ihm schon aus der Hütte folgen, als er sie ausbremste.
„Du bleibst hier!“ war seine klare und deutliche Anweisung, ehe er nach draußen verschwand.

Wo sich der Himmel über dem Dorf bereits verdunkelte und zahlreiche Yōkai von diesem Richtung Dorf stürzten.
Es wurde nicht einmal die Glocke geläutet. Das war überflüssig.
Die Dorfbewohner machten sich sofort zur Verteidigung bereit.
Und InuYasha zog Tessaiga.
Sango und Miroku kamen herbei. Ihre Kinder im Schlepptau.
„Seid ihr bescheuert, eure Blagen mitzubringen?“
„Wir können sie ja schlecht zu Hause lassen!“ ging Sango ihn an.
„Wir müssen alle Alten und Kinder des Dorfes in Sicherheit bringen.“ regte Miroku an.
„Überlasst das uns.“ Mit einem Bogen in der Hand, einem Köcher auf dem Rücken und einem entschlossenen, tapferen Blick, sah Rin zu den Erwachsenen. Sie stand zwischen Shippō und Jinenji.
„Shippō, Jinenji, ihr passt auf Rin und die Kinder auf.“ erteilte InuYasha seinen beiden Freunden auch gleich diese Aufgabe und sah dann zu Rin. „Ich habe keine Lust, dass Sesshōmaru seine schlechte Laune an mir auslässt, wenn dir was passiert. Also halt dich gefälligst zurück!“
Rin nickte einfach und half dem großen Han'yō und dem kleinen Yōkai dabei, die Alten und Kinder des Dorfes zusammen zu trommeln, um sie in Sicherheit zu bringen.
Wobei Shippō die beiden Zwillinge begleitete und Rin den kleinen Hisui trug.
Sie alle liefen in Richtung einer Art größerer Scheune, die sie die letzten Jahre am Rande des Dorfes bauten. In der sich dessen Bewohner vor Yōkai in Sicherheit bringen konnten...

Miroku und Sango, die noch nicht wieder in ihre Rüstung passte, positionierten sich direkt vor den Yōkai, die den Bewohnern hinterher wollten, um ihnen so ihren Weg zu versperren.
Die Taijiya warf ihren riesigen Bumerang, mit dem sie auch einige der Yōkai unschädlich machte.
Während ihr Mann mehrere Sutras warf. Oder Yōkai, die näher an sie heran kamen, mit seinem Shakujō, auszuschalten wusste.
„Bist du auch schon da, alte Hexe?“ murrte InuYasha, als sich Kaede an seine Seite stellte und ihre Pfeile auf die Yōkai schoss. „Ich hab nachher noch ein Hühnchen mit zu rupfen.“
„Jetzt sollten wir uns vielleicht erst mal auf die hier konzentrieren.“ sprach sie von den Yōkai, von denen sie einige läuterte.
„Wieso tauchen hier auf einmal so viele auf?“ InuYasha knurrte, während er einige mit Tessaiga's Klinge direkt enthauptete, die ihm zu nahe kamen.
„Und so kurz aufeinander.“ merkte Kaede an. Die mit ihrem Bogen kurz einen Yōkai zurückschlug.
„Normalerweise haben die noch ne' ganze Weile die Schnauze voll, wenn wir ihnen eine Breitseite verpassten.“ Immer wieder schlug er weiteren Yōkai ihre Köpfe ab oder schlitzte sie gleich der Länge nach auf.
Als ihn ein kurzer Schrei Miroku's auf seinen besten Freund aufmerksam machte, der durch einen Angriff zu Boden ging und dabei von dem Yōkai gestreift und dadurch verletzt wurde.
„Miroku!“ Sango konnte ihm nicht helfen, kämpfte gerade selber gegen einige Yōkai.
„Ich kümmer mich hier schon um alles, InuYasha.“ Kaede schoss einen weiteren Pfeil.
Der Han'yō nickte nur kurz und kam dann seinen beiden Freunden zu Hilfe. Da auch Sango zunehmend allein gegen mehrere Yōkai gleichzeitig kämpfen musste.

„Miroku! Sango!“
Einen Yōkai, der sich über den am Boden liegenden Hōshi her machen wollte, zerteilte InuYasha schnell mit seinem Schwert, um seinem besten Freund dann aufzuhelfen.
Der dann auch gleich einen Yōkai, der ihn von hinten anfallen wollte, mit seinem Shakujō, das er ihm von unten durch den Schädel bohrte, tötete.
InuYasha sprang währenddessen Sango zur Seite. Die durch die Reste ihrer Schwangerschaft, noch nicht so flink war, wie noch vor 3 Jahren. Einem Yōkai konnte sie nur gerade so ausweichen.
Den InuYasha dafür kurzerhand mit seinem Sankon Tessō erledigte.
„Arigatō, InuYasha.“ Ihre Atmung war flach und schnell.
„Bedanken kannst du dich, wenn der Mist hier vorbei ist.“
„Aber du hast recht.“ Miroku stellte sich an die Seite seiner Frau und des Han'yō, die nun alle von Yōkai umzingelt wurden.
„Es ist schon seltsam, dass sie auf einmal wieder so früh angreifen. Und dann gleich so viele.“
„Keh.“ InuYasha schulterte sein großes Schwert. „Diese wurmstichigen Feiglinge griffen doch noch nie einzeln an.“ brachte es wieder in Position, als er auf die Yōkai zuging und grinste breit und siegessicher. „Jetzt, wo Naraku weg ist, denken sie, dass sie jetzt die Menschen terrorisieren können, wie es ihnen in den Kram passt.“
„Aber das ist jetzt schon 3 Jahre her.“ Miroku nahm eine Sutra aus dem Mund, um sie auf einen der Yōkai zu werfen.
„Und so lange war es hier doch ziemlich ruhig.“ Mit einem gekonnten Hieb durch ihren Hiraikotsu, schlug Sango einem der Yōkai den Kopf ab.
„Was lies sie jetzt munter werden?“ Miroku hielt sich sein Shakujō in defensiver Haltung vor seinen Körper.
„Ist das gerade irgendwie wichtig? Wichtig ist, dass wir die so schnell wie möglich erledigen.“
„Dir ist aber schon klar, dass du dein Kaze no Kizu hier im Dorf nicht verwenden kannst?“
„Wenn du nicht das halbe Dorf in Schutt und Asche legen willst.“
„Ist mir auch klar!“ knurrte der Han'yō. Das passte ihm überhaupt nicht. Damit wären sie diese niederen Yōkai schon längst los.

„Gebt uns einfach die Miko.“ kam es da plötzlich von einem der Yōkai.
InuYasha sah den Yōkai, der ihm gegenüber über dem Boden schwebte, fragend an und hob skeptisch seine Augenbrauen.
„Dann lassen wir euer mickriges Dorf auch in Ruhe.“ ergänzte ein anderer.
„Und was wollt ihr mit der alten Schachtel?“ wollte InuYasha wissen. „Hey, Kaede!“ rief er nach der alten Miko.
„Was ist?!“ Mit einer Barriere, die ihren Bogen umgab, stieß sie einen der Yōkai zurück und läuterte ihn auch dabei.
„Hast du denen irgendwas getan?! Die sind hinter dir her!“
„Nicht, dass ich wüsste, InuYasha!“
„Sei kein Narr, Han'yō.“
„Wir wollen die Andere.“
Sofort wurden InuYasha und seine Freunde hellhörig.
„Welche andere Miko?“ fragte er und hob Tessaiga, knurrte. Auch wenn er die Antwort schon ahnte.
„Die, deren Licht vor kurzem erschien.“
„Welches dem Shikon no Tama ähnlich ist.“
„Die es mit in diese Zeit brachte.“
„Und deren Kräfte stark genug sind, es einst zu vernichten.“
„Gebt uns die Shikon Miko.“
„Das könnt ihr gleich vergessen!“

Sofort stürzte sich der Han'yō auf die zahlreichen Yōkai vor ihm und schlug sich mit Tessaiga's Klinge durch deren schiere Anzahl.
Dabei übersah er jedoch einen in seinem Rücken.
Welchen auch Sango und Miroku nicht mehr aufhalten konnten, da sie selbst gegen Yōkai kämpfen mussten.
„InuYasha, Vorsicht!“ wollten sie ihn noch warnen, da verbiss sich schon einer der Yōkai in dessen Schulter.
„Ah, du Drecksvieh!“ Er versuchte, sich den Klauen des Yōkai, die begannen, sich um ihn zu schließen, zu entreißen und wollte ihm einen Faustschlag verpassen. Dem der Yōkai auswich, als er vom Han'yō abließ. Aus dessen Wunde dunkle Rauchschwaden aufstiegen und er kurz auf die Knie sank.
//Dreck, Shōki!//
„Grins du nur, elendes Mistvieh.“ Er wollte sich sofort revanchieren, konnte jedoch Tessaiga nicht anheben.
„Mein Gift lähmt deinen Arm, Han'yō.“
„Ich sagte ja, ihr wurmstichigen Feiglinge könnt einfach nicht fair kämpfen. Habt immer irgendwelche billigen Tricks auf Lager.“
Der Yōkai wollte ihn direkt angreifen, als er, kurz, bevor er dicht an InuYasha dran war, plötzlich in einem hellen, rosafarbenen Licht erstrahlte und sich in zahlreiche kleine Sterne auflöste, die zu Boden fielen.
Mit geweiteten Augen sah er zu Kagome, die ihren Bogen noch erhoben hielt und lächelte. Ehe sie zu ihm kam.
„Kagome-chan.“ Mit einem Hieb ihres Bumerangs, trennte Sango den Kopf eines Yōkai ab, der daraufhin zu Boden fiel.
„Kagome-sama.“ Miroku drückte eine Sutra auf die Stirn eines Yōkai, der sich daraufhin auflöste.
„Was machst du hier, Dummkopf?“ Kagome lies sich vor ihm nieder, besah sich seine Verletzung. „Ich sagte, du sollst in der Hütte bleiben, Kagome.“
„Und seit wann hör ich auf dich?“ Sie legte ihre Hand sacht auf seine Wunde. Kurz verzog er sein Gesicht. „Deswegen passiert dir dann wieder so etwas.“
„Kagome-“ überrascht sah er zu ihrer Hand, die über seiner Schulter lag. Unter der ein blaues Licht erschien, in dem kleine Sterne funkelten. Und mit dem sie das Shōki in seiner Wunde reinigte.
Er bekam wieder ein Gefühl in seinem Arm.
„Und du verziehst dich sofort wieder.“
„Vergiss es, InuYasha.“ Sie stand auf. „Das ist jetzt auch mein Zuhause. Und ich werde es beschützen.“ verteidigte sie ihren Standpunkt, ehe sich ein Lächeln auf ihren Lippen bildete. „So, wie ich auch mal auf dich aufpassen muss.“
„Kagome…“ Auch InuYasha stand auf. Seine Ohren zuckten und er stieß sie zur Seite. „Weg.“ Er fasste mit seinen Fingern in seine Wunde und schleuderte rote Klingen auf die Yōkai, die sie beide angriffen. „Hijin Kessō.“ Anschließend Tessaiga in beiden Händen haltend, knurrte er die Yōkai an. „Ihr kriegt sie nicht!“
//InuYasha….//

Der Han'yō sprang mitten in die Masse an Yōkai hinein. Denen er, einem nach dem anderen, die Köpfe abtrennte, ihre Körper durchschnitt, dabei von Yōkai zu Yōkai sprang.
Kagome's Griff um ihren Bogen wurde stärker und sie stand wieder vom Boden auf. Sie griff sich einen Pfeil aus ihrem Köcher, den sie auflegte und die Sehne spannte.
Als einer der Yōkai, InuYasha von seinem Rücken schmiss, als dieser ihm Tessaiga in seinen Körper rammen wollte und der Han'yō fiel, Tessaiga dabei defensiv vor sich hielt, um den Yōkai abzuwehren, der ihn angreifen wollte, war es Kagome's Pfeil, der einen langen und hellen Schweif hinter sich herzog und im Kopf des Yōkai stecken blieb. Ihn so läuterte, er sich in kleine Sterne auflöste.
„Ich sagte, du sollst dich raus halten!“ rief er ihr zu, ehe er auf einem der Felder landete.
„Und du weißt, dass ich nie auf dich höre.“ begann sie, mit ihm zu diskutieren. Als sie auch schon den nächsten Pfeil spannen musste, um einen der Dorfbewohner, der verletzt am Boden lag, vor dem Angriff eines Yōkai zu bewahren.
Zu dem sie auch gleich lief, um sich seine Wunden anzusehen.
„Kagome-sama's Kräfte scheinen wieder stärker zu werden.“ äußerte Miroku seine Überlegung.
„Hai.“ Sango nickte. „Ihr Pfeil eben leuchtete schon wesentlich stärker.“
//Verdammt, Kagome//
InuYasha's Griff um den Tessaiga's wurde stärker und er presste seine Kiefer aufeinander. Diese Yōkai waren hinter ihr her. Wieso musste sie sich noch zur Zielscheibe machen?
„Habt Dank, Kagome-sama.“ bedankte sich der Dorfbewohner bei ihr.
„Du musst mir nicht danken.“
„Sehr wohl, Ihr rettetet-“ Er brach ab, als er gleich eine ganze Gruppe Yōkai sah, die aus dem Himmel in ihre Richtung stürzte und die sie im Rücken hatte. „Hinter Euch, Kagome-sama.“
„Kagome!“ InuYasha wollte sofort zu ihr.
Wurde dann jedoch von einem der vielen Yōkai auf seinem Weg zu ihr gestoppt, der ihm diesen blockierte.
„Geh mir gefälligst aus dem Weg, überdimensionierter Regenwurm!“ Er wollte ihm seinen Kopf abschlagen. Doch der Yōkai wich aus, versuchte, sich um den Han'yō zu wickeln. „Flossen weg!“ Den er mit seinem Sankon Tessō jedoch sofort in Stücke riss.
Und als er sich zu Kagome drehte, kurz seinen linken Ärmel vor sein Gesicht halten musste, weil ihn das rosafarbene Licht, das von ihrem Pfeil ausging, blendete.
Die junge Miko schoss einen Pfeil auf die Yōkai, die auf sie zuhielten. Wobei ihr Pfeil so kraftvoll war, dass er, nachdem er den vordersten Yōkai traf, eine kugelförmige Barriere aufbaute, die auch die anderen Yōkai, die ihm im Schwarm folgten, läuterte.
„Ihr seid wahrlich unglaublich, Kagome-sama.“ war der junge Mann, den sie so auch beschützte, von ihr beeindruckt.
„Es ist meine Aufgabe, dieses Dorf zu beschützen. Die Menschen, die hier leben. Die mir viel bedeuten.“ Dabei sah sie mit einem warmherzigen Lächeln zu InuYasha. Der ihrem Blick sofort auswich.

„Du kannst nicht überall gleichzeitig sein, Shikon Miko.“ kam es von einem der Yōkai und sie horchte auf.
Sofort lenkte sich ihre Aufmerksamkeit auf eine Gruppe Yōkai, die sich aus der großen Ansammlung vor ihr löste und direkt auf das Gebäude am Dorfrand zuhielt. In dem sich alle Alten und Kinder aufhielten.
Und auch, wenn Jinenji und Shippō sich vor diesem schon in Position brachten, würden sie allein nie gegen diese Anzahl an Gegnern bestehen können.
„Die Kinder!“ fasste Miroku das Ziel der Dämonen kurz zusammen.
Sowohl er, als auch seine Frau, waren momentan zu sehr in Kämpfe eingebunden, um dorthin eilen zu können.
„Kagome, nein!“ InuYasha, der gerade bei ihr ankam, wollte sie noch festhalten, als sie sofort loslief. Versuchte, sie festzuhalten. Doch sie war zu schnell. Ihre Hand entglitt seiner und schon in der nächsten Sekunde umzingelten ihn mehrere Yōkai.
Während Kagome weiter direkt auf das Gebäude zulief.
Vor dem der große Han'yō und der kleine Kitsune versuchten, dieses zu verteidigen.
Doch einige der Yōkai waren groß und lang, wickelten sich um das hölzerne Gebäude und zerdrückten es kurzerhand. Sofort begannen die Kinder aufzuschreien oder zu weinen.
„Kommt zu mir!“ rief sie ihnen noch zu, als sie alle ängstlich auseinander in alle möglichen Richtungen liefen.
„Lauft zu Kagome-sama!“ wiesen die Älteren und auch Rin sie an. Die mit Hisui auf ihrem Arm hinter den Kindern hinterher lief.
Auch Sango's und Miroku's Zwillinge waren unter den Kindern. Sie sahen Kagome und liefen direkt auf sie zu.
Während in diesem Moment die Yōkai auf sie zuhielten.
„Seiko! Moeko!“ rief ihre Mutter panisch nach ihnen.
Als Kagome sich auf die Knie fallen lies, um sie in ihre Arme zu schließen.
„Keine Sorge, euch passiert nichts.“
Sie sah zu den Yōkai, die auf sie und die Kinder zuhielten. Ihr Blick war entschlossen. Und aus einem instinktiven Reflex heraus, wie damals bei Lady Tausendfuß, streckte sie den Yōkai ihren Arm entgegen.
//Ich werde diese Kinder beschützen!//
Doch anders als damals, ging von ihrer Hand diesmal kein helles Licht aus. Sondern bildete sich eine große kreisrunde, in hellem rosafarbenen Licht, leuchtende Fläche unter ihr und den Kindern und Alten.
In deren gesamtem Umfang, eine eigenartige Ruhe zu herrschen schien. War doch keinerlei Geräusch der Kämpfe zu hören. Und nicht nur Kagome's Haare und Kleidung schienen zu wehen, obwohl keinerlei Wind ging. Auch die Haare und Kleidung der Kinder und älteren Dorfbewohner.
Aus Reflex schloss Kagome ihre Augen, als die Yōkai angriffen. Nun öffnete sie sie langsam und fühlte, wie ihr gesamtes Reiryoku, durch ihren Körper strömte. Es fühlte sich warm und vertraut an. Und sie fühlte sich leicht, als würde sie schweben.
Und die sämtliche Yōkai, die sie angreifen wollten, schienen an einer unsichtbaren Wand gestoppt zu werden. Bei deren Berührung sie sofort geläutert wurden und sich auflösten.
Das Licht, das währenddessen von dieser Fläche ausging, blendete nicht nur InuYasha und ihre Freunde, sondern auch die Dorfbewohner. Und auch die Yōkai, die sich daraufhin sofort zurückzuziehen schienen.
So plötzlich, wie sie am Himmel auftauchten, ebenso schnell verschwanden sie auch wieder und ließen einen hellen, blauen und klaren Himmel über dem Dorf zurück.
In diesem Moment verschwand auch die kreisrunde, leuchtende Fläche um Kagome und die Kinder. Hörten ihre Haare und Kleidung auf zu wehen.

Überrascht sahen nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch Kaede, InuYasha, Sango und Miroku zu ihr.
Rin sah sie aus großen Augen erstaunt an.
„Ihr seid so stark, Kagome-sama.“
Mit einem Lächeln auf ihren Lippen, sah sie über ihre Schulter zu dem Mädchen, das den Sohn ihrer gemeinsamen Freunde auf ihren Armen trug.
„Und du bist sehr tapfer, Rin-chan.“ Sie sah auf die beiden Mädchen in ihren Armen, wollte sie mit demselben Lächeln beruhigen. „Ich bin froh, dass es euch gut geht, Seiko-chan, Moeko-chan.“
//Kagome?//
InuYasha sah mehr als erstaunt zu der jungen Frau. Von der er zwar schon in der Vergangenheit öfters mitbekam, welch starke Kräfte sie abzurufen fähig war, wenn es darauf ankam. Aber noch nie zuvor...wurde das Potenzial dieser, so deutlich, wie gerade eben.
„Was war das?“
„Ein Bannkreis?“
Auch Kaede sah erstaunt zu ihrer Schülerin. „Ich weiß nur, dass ich dringend mit ihr an ihren Kräften weiter arbeiten muss.“
Die Dorfbewohner sammelten sich um den Han'yō, dessen Freunde und die Miko. Sahen alle erstaunt zu Kagome.
„Seiko! Moeko!“
„Hisui!“ Die Taijiya und der Hōshi liefen sofort zu ihren Kindern.
Ihre Töchter kamen ihnen entgegen, als Kagome sie losließ, damit sie zu ihren Eltern konnten.
„Kagome!“ Auch InuYasha wollte zu ihr.
„InuYasha.“ Sie stand auf, hatte ein Lächeln auf ihren Lippen und ging auf ihn zu. „Ich muss mich um deine Wunde-“ Als ihr plötzlich die Beine wegbrachen, sie sich vollkommen kraftlos fühlte und nach vorne fallend, in sich zusammensackte, dabei ihr Bewusstsein zu verlieren schien und auf den staubigen Erdboden des Dorfes fiel.
„Kagome!!“ InuYasha war sofort bei ihr, legte seine Arme um sie und hielt sie fest, drückte sie an sich. „Kagome!“ Er schüttelte sie leicht.
Sango und Miroku, aber auch Rin und Shippō, Kaede, Jinenji und die Dorfbewohner sahen erschrocken zu der leblosen Miko, die in den Armen des Han'yō lag.
„Kagome, lass den Scheiß! Mach deine Augen auf, Kagome!“ Sein Herz raste. Er hatte das Gefühl, nicht atmen zu können. Angst erfasste ihn.
Sie war unglaublich blass und ihre Atmung flach, ihr Herzschlag langsam. Vereinzelte Strähnen klebten an ihren Schläfen.
„Kagome, wach endlich auf!“ Seine Ohren registrierten nur einen schwachen Pulsschlag an ihrem Hals. Er drückte sie fester an sich. „Bitte, Kagome, wach auf.“ Diese Situation kam ihm so schrecklich bekannt vor. Schon einmal...hielt er eine sterbende Frau in seinen Armen. Welche ihm unglaublich wichtig war. Seine Krallen bohrten sich in den weißen Stoff ihrer Ärmel und er begann, mit seinen Zähnen zu mahlen. „Bist du jetzt zufrieden, alte Hexe?!“ Er knurrte schon fast, als er über seine Schulter zu Kaede sah.
Die Dorfbewohner gingen sofort alle einen Schritt auf Abstand.
„Du musstest ihr ja unbedingt diesen Schwachsinn von deiner Nachfolge einreden. Du brachtest sie damit in Gefahr, deinen Platz als Miko einzunehmen!“
„InuYasha.“ Auch wenn er ihr gegenüber so aggressiv war, blieb sie ruhig und sah auf Kagome in seinen Armen.
Sein Blick lag wieder auf Kagome, wobei sein Pony einen Schatten über seine Augen legte. „Sie hätte da bleiben sollen.“
Ihre gemeinsamen Freunde horchten auf.
„Sie hätte in ihrer Zeit bleiben sollen. Da war es sicher für sie.“ unbewusst drückte er sie noch etwas mehr an sich.
//Wenn ich auch noch Kagome verliere….//
Ihr lächelndes Gesicht, mit dem sie ihn vorhin noch ansah, erschien vor seinem inneren Auge.
„InuYasha.“ trat Kaede vorsichtig an den Han'yō heran. Sie spürte sein aufgebrachtes Yōki, bemerkte seine aggressive, angespannte Körperhaltung. „Es geht ihr gut. Sie ist nur erschöpft und braucht Ruhe. Sie muss sich nur ausruhen und wird bald wieder wach sein. Sie setzte nur zu viel ihrer Kräfte auf einmal frei. Deswegen sagte ich auch, dass ich mit ihr an diesen arbeiten muss und wie sie sie einsetzen kann. Sie wird noch viel stärker werden, als sie es jetzt schon ist. Das eben, war nur ein Bruchteil ihrer Kraft, die noch in ihr liegt. Kagome wird einmal eine unglaublich mächtige Miko sein. Stärker, als es Kikyō-onee-sama ihrer Zeit war.“
Der Han'yō öffnete langsam seine Augen, die er schloss, während er Kagome fest an sich drückte. Aus Angst, sie verlieren zu können und hob sie auf seine Arme.
Er spürte kurz, wie sie ihren Kopf bewegte, ihr Gesicht an seiner Brust vergrub und legte seinen auf ihren. Sog ihren Geruch tief dabei ein.
„Und genau diese Kräfte machen sie auch zum Ziel. Genauso wie damals Kikyō eine Gefahr für die Yōkai darstellte, die sie allesamt tot sehen wollten. Ich werde ihr deswegen nicht von der Seite weichen.“
//Ich werde dich nicht….wie Kikyō sterben lassen//




Kagome scheint wirklich viel Potenzial zu haben. Das sie immer dafür einsetzen wird, ihr Zuhause zu beschützen.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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