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Eifersucht - Eine Leidenschaft die mit Eifer sucht was Leiden schafft

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome OC (Own Character)
07.09.2020
18.01.2021
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94.501
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21.09.2020 3.990
 
3.Kapitel: Zurück in der Vergangenheit





Der nächste Tag begann mit einem Sonnenaufgang über der Ebene von Musashi.
Wie an fast jedem Tag in den vergangenen 3 Jahren.
Doch dieser Tagesanbruch war anders. Für einige der Einwohner der Ebene, markierte er den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.
Einer dieser Einwohner hielt den Grund für seinen Beginn eines neuen Lebensabschnitts fest in seinen Armen.
Eingewickelt in seinen Suikan, damit sie sich in der Kälte der Nacht nicht erkältete. Fest in seinen Armen, damit sie ihm nicht vom Ast des Goshinboku fiel, auf dem sie die Nacht verbrachten. Lag sie zwischen seinen Beinen und ihr Kopf an seiner Brust.
Seiner auf ihrem.

Es fühlte sich richtig gut und wie das einzig Richtige, für Kagome an. Diese Entscheidung getroffen zu haben. Jetzt konnte sie ihr Leben noch mal von vorne anfangen. Bei den Menschen, die ihre zweite Familie für sie waren.
Dem Mann, den sie liebte.
Kurz fuhr sie sich noch einmal mit ihren Fingern, die dabei leicht zitterten, über ihre Lippen.
Ehe sie aus der Hütte Kaede's heraus trat. Gekleidet in den Chihaya einer Miko, die sie ab heute auch war.
Und sie sah in die erstaunten und glücklichen strahlenden Gesichter ihrer Freunde.
Bis auf InuYasha's Gesicht.

Dem Han'yō gefiel es überhaupt nicht, als sie in dem Chihaya die Hütte der alten Miko verließ. Und dabei auch noch breit lächelte. Auch wenn das ihre Augen zum strahlen brachte.
Der Anblick lies ihn kurz schlucken und die Luft anhalten.
Er wollte sie nicht vergleichen und das käme ihm auch direkt nie in den Sinn. Aber unbewusst tat er es sofort, als er sie sah. Es war wie ein Déjà-vu, als sie raus kam. Für den Bruchteil einer Sekunde.
InuYasha ballte eine Hand zur Faust, ohne, dass er es mitbekam.
Er fürchtete, die Vergangenheit würde sich grausam wiederholen. Und er durfte nicht auch noch Kagome verlieren. Das würde er nicht überleben. Er durfte nicht noch einmal...die Frau verlieren, die ihm wichtiger war, als sein Leben.
„InuYasha?“ riss sie ihn aus seinen Gedanken, stand direkt vor ihm. Sie sah ihn fragend an, aus ihren großen strahlenden Augen. Mit einem Lächeln, auf ihren rosigen Lippen. Eine Strähne ihres Haares, das wie dunkles Wasser, in Wellen, über ihre Schultern zu fließen schien, fiel ihr nach vorne.
„Hm?“ hakte er nur kurz nach.
„Kaede-oba-chan und Rin-chan wollen, zusammen mit Jinenji, zu seinen Kräutern gehen und mir die ersten Dinge beibringen. Ich wollte wissen, ob du mitkommen möchtest.“
„Er betonte oft genug, wie schrecklich langweilig er das findet, Kago-“
„Keh.“ unterbrach er die alte Miko. „Was sollte ich denn sonst besseres mit meiner Zeit anzufangen wissen, als auf dich aufzupassen?“
Die junge Miko seufzte nur kurz, sah ihn vielsagend an, während sie dabei mit ihrem Kopf schüttelte.
Bevor er ihr zu den Kräuterfeldern des Dorfes folgte.

Wo sie, zusammen mit Rin, unter Kaede's und Jinenji's Anleitungen, die Kräuter pflückte, die sie als nächstes zu Salben weiter verarbeiten würden.
InuYasha saß dabei die ganze Zeit über auf dem Zaun, der die kleinen Felder umgab.
Shippō war bei Sango und Miroku. Beschäftigte die Mädchen etwas. Damit ihre Eltern mit dem Haushalt mal hinterher kamen.
Die ganze Zeit über, lag InuYasha's Blick auf Kagome. Waren seine Sinne wachsam und tasten die nähere Umgebung ab.
Immer wieder sah sie zwischendurch zu ihm, lächelte dabei.
Sie war glücklich.
Und umso mehr Zeit verging, desto mehr Blicke spürte er in seinem Rücken. Die jedoch nicht ihm galten, sondern der jungen Frau auf dem Feld.
Die Dorfbewohner kamen. Um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, dass Kagome nun hier war, um zu bleiben.
„Kagome-sama ist tatsächlich zurück.“
„Sie lernt jetzt bei Kaede-sama.“
„Dann wird sie ihre Nachfolge antreten.“
„Wir können uns ja so glücklich schätzen, Kagome-sama wieder bei uns zu wissen.“

Doch InuYasha behagte das Gemurmel und Geflüster, das nicht so leise war, wie die Menschen vielleicht dachten, nicht. Sie setzten all ihre Hoffnungen auf Kagome. Vertrauten ihren Kräften ihr Leben und ihre Sicherheit an. Begannen bereits jetzt, sie ähnlich zu verehren, wie damals Kikyō. Und er wusste, wie das endete.
Davor wollte er sie beschützen.
Von einem kurzen Blick über seine Schulter, wanderte dieser wieder zu der jungen Frau auf dem Feld.
Er würde nicht zulassen, dass ihr etwas passieren würde.
„Gomene.“ riss sie ihn nach einer Weile aus seinen Gedanken. „Dass du hier so lange auf mich warten musstest.“
„War doch recht interessant.“ Seine Arme schob er noch tiefer in seine Ärmel und sah mit einem Blick zur Seite.
„Sei doch wenigstens so ehrlich und sag, dass es dich kein bisschen interessierte und du keinen Moment zuhörtest. Du musst hier nicht die ganze Zeit rum sitzen, wenn du nicht willst und dich langweilen.“
„Kagome.“ Er lies sich vom dünnen Bambuszaun runter gleiten. Er wollte nach einer ihrer Hände greifen und ihr etwas sagen. Bis ihm die Dorfbewohner in seinem Rücken, die sich vor dem Feld sammelten, wieder ins Bewusstsein kamen. „Was glaubst du, hab ich denn sonst mit meiner Zeit hier anzufangen, hm? Miroku und ich haben heute mal nichts zu tun. Er ist zu Hause bei seiner Familie.“
„Schon verstanden.“ meinte sie nur kurz.
InuYasha sah zu Kaede und Rin. „Die Zwei warten schon auf dich. Du solltest jetzt lernen, wie du die Pflanzen verarbeiten kannst.“ wies er sie darauf hin.
Kagome nickte und folgte der alten Miko und dem jungen Mädchen.
Und der Han'yō folgte ihnen.

In diesem Moment hörten sie alle die Glocke, die jedes Mal schlug, wenn sich Yōkai dem Dorf näherten.
Sofort schreckten alle auf und Kagome sah, wie ein jahrelanger koordinierter und durch Routine eingeübter Ablauf zwischen ihren Freunden begann.
„Rin, Shippō, bitte passt auf unsere Kinder auf.“ Sango drückte Shippō ihren Sohn in die Hände, lief dann los, um ihren Hiraikotsu zu holen.
Während Kaede sofort nach Pfeil und Bogen griff. InuYasha hatte seine Hand sofort an Tessaiga's Griff und Miroku hielt sein Shakujō bereit. Beide Männer liefen sofort zum Rand des Dorfes.
„Hier, Kagome.“ Kaede hielt ihr ihren Bogen hin, den sie damals im Mausoleum Azusa bekam.
„Ihr habt ihn noch.“ Sie sah auf das rote Holz in ihren Händen. Kaede reichte ihr auch einen Köcher voller Pfeile. „Sango und Miroku fanden ihn am Grund des Brunnens liegen, nachdem InuYasha ohne dich aus diesem heraus kam.“
„Kaede-oba-chan, warte-“ Kagome streckte noch ihren Arm nach der älteren Miko aus, die da schon bei den anderen war.
Sofort folgte sie ihr.
Wo sie all die Yōkai sah, die das Dorf angreifen wollten. Und die wie die niederen Yōkai aussahen, die Naraku damals immer losließ. Wahrscheinlich streiften diese jetzt umher, nachdem der Han'yō weg war und seine Aura nicht mehr alle Yōkai in ihre Löcher zurückdrängte, aus denen diese jetzt krochen.
´´Hiraikotsu!`` hörte sie Sango rufen, deren Waffe auch gleich durch die Heerschar an Yōkai am Himmel mähte.
Miroku warf einige seiner Sutras nach etlichen der Yōkai und vernichtete andere mit seinem Shakujō.
Während InuYasha ein Kaze no Kizu Richtung Himmel losließ, der sich verdunkelte, als die Yōkai von diesem auf das Dorf zukamen.
Kagome sah auch, dass, neben Sango, Miroku und Kaede, die sich um die Yōkai am Boden und im Dorf kümmerten, einige bewaffnete Dorfbewohner sich an der Verteidigung ihres Heimatortes beteiligten. Und dass sie viele Waffen dabei hatten, mit denen sie umzugehen wussten und dass sie auch Anweisungen von Sango befolgten. Außerdem trugen sie teilweise auch Teile von Rüstungen, die der Taijiya sehr ähnlich sahen.
Kagome legte sofort einen Pfeil auf und spannte die Sehne, schoss den Pfeil auch ab.
Doch sowohl InuYasha, als auch Kaede, fiel sofort auf, wie schwach das rosafarbene Licht war, das diesen umgab. Dass er viel eher nur leicht funkelte und von wenigen rosafarbenen Sternen umgeben war. Zwar blieb er auch im Kopf eines der Yōkai stecken, läuterte diesen aber nicht, sondern verursachte nur eine ziemlich große Wunde.
Wodurch er auf die Miko aufmerksam wurde und auf sie zuhielt.
InuYasha wollte sofort zu ihr, musste jedoch den Angriff eines Yōkai parieren. Genauso wie Kaede einige Pfeile auf etliche Yōkai schoss.
„Kagome!“ rief er ihr noch zu.

Sie entging dem Angriff des Yōkai, in dem sie mit ihrem Bogen, der nur eine schwache Barriere errichte, nach diesem schlug und ihn so, auch wenn die Barriere schwach war, von sich abbringen konnte. Dadurch fiel sie jedoch hin.
Und wäre in der nächsten Sekunde fast von hinten von einem Yōkai angegriffen worden, hätte Miroku ihn nicht durch eine Sutra geläutert.
„Arigatō, Miroku-sama.“
Er reichte ihr seine Hand, half ihr beim aufstehen und wehrte auch schon in der nächsten Sekunde einen weiteren Yōkai mit seinem Shakujō ab.
Da bemerkte Kagome einen Yōkai, der auf Kaede's Hütte zuhielt. Vermutlich witterte er die Kinder im Inneren.
Sofort trennte sie sich von ihren Freunden, legte währenddessen einen Pfeil auf. Als sie ihn einholte, schoss sie auf den Yōkai. Doch ihr schwacher Pfeil fügte ihm nur eine kleine Verletzung zu, lenkte dafür seine Aufmerksamkeit auf sie.
„Jinenji?!“ rief sie nach dem Han'yō. „Beschütz bitte die Hütte!“ bat sie ihn und der sanfte Riese stellte sich sofort vor die Hütte der alten Miko.
Kagome nutzte diese Chance sofort, um Richtung Wald zu laufen, damit er ihr folgte. Weg von der Hütte mit den Kindern ihrer Freunde. Raus aus dem Dorf und weg von dessen Bewohnern.
Genauso wie damals, an ihrem ersten Tag, lief sie an den Reisfeldern vorbei, Richtung Wald.
„Kagome!?“ Mit einem Schwerthieb köpfte InuYasha einen der Yōkai, der ihn angreifen wollte. „Miroku!“ rief er ihm zu und dieser verstand sofort. Nahm die Position des Han'yō ein, auf der dieser kämpfte.
InuYasha hastete ihr sofort hinterher. Nicht wegen der Anstrengung des Kampfes, brannten seine Lungen. Oder weil er ihr jetzt hinterher musste. Auch sein Herz raste. Weil Kagome sich mal wieder in Gefahr brachte. Nur kurze Zeit, nachdem sie wieder zurück war, er sie wieder hatte.
//Warum musst du gleich wieder so etwas dummes tun?!//
Und dann setzte sein Herz kurz aus, als er sah, wie der Yōkai sie angriff. Sie deswegen stolperte, hinfiel, sich einen Augenblick lang nicht wehren konnte. Den der Yōkai nutzen wollte, um sie anzugreifen.
Mit einem Hieb Tessaiga's, gelang es ihm, dies gerade noch zu verhindern.
„Kagome!“

In diesem Moment klarte auch der Himmel wieder auf. Weil die Yōkai so plötzlich verschwanden, wie sie kamen.
Die Dorfbewohner sichteten die Lage.
Einige Hütten waren zerstört, manche verletzt, aber niemand tot. Überall lagen Stücke von Yōkai in deren Blutlachen, die in den Boden sickerten.
Sango lief sofort zu Kaede's Hütte, wollte nach ihren Kindern sehen. Während die alte Miko und Miroku zu InuYasha und Kagome liefen.
Die gerade aufstand und sich den Dreck von ihren Sachen klopfte.
„Kagome, was war denn eben mit dir los?“
„Was ist mit Euren Kräften, Kagome-sama?“
Sie begann an ihrem Hakama zu nesteln und biss sich nervös auf ihre Unterlippe, wich den neugierigen Blicken der beiden aus.
„Das wollte ich euch ja gestern Abend noch kurz erzählen. In den letzten 3 Jahren, da-“
„Kagome!“ kam es aufgebracht von InuYasha. Weder klang er besorgt, noch sah er danach aus. Er war wütend. „Was fiel dir überhaupt ein, wieder zurück zu kommen?!“

„Sagt uns, Kagome-sama, warum sind Eure Kräfte so viel schwächer als damals?“ wollte Miroku von seiner Freundin wissen.
Gleich nach dem Angriff der Yōkai kamen sie alle zu Kaede.
Alle, bis auf InuYasha.
„Ich kann nicht genau erklären, woran es liegt. Aber ich denke, es hat mit meinem Leben zu tun, dass ich die letzten 3 Jahre führte.“ Bei den Erinnerungen an den Moment, in dem sie realisierte, InuYasha und die anderen, vielleicht nie wieder zu sehen und die ersten Tage danach, spürte sie wieder diese Schmerzen in ihrer Seele.
„Ihr seht so nachdenklich aus, Kaede-sama.“ bemerkte Miroku und alle sahen zu der alten Miko. Die nachdenklich in die kleine Flamme vor sich sah.
„Ich denke, ich weiß, was die Ursache für Kagome's geringe Kraft ist.“
„Und was, Kaede-sama?“ fragte Rin neugierig, wie sie war.
„Schon damals, als ihr mir von dem Vorfall mit Kanna und ihrem Spiegel erzähltet, stellte ich die Theorie auf, dass Kagome's Kräfte untrennbar mit ihrer Seele verbunden sind. Deswegen konnte sie damals auch um diese kämpfen, als Urasue sie auf meine Schwester übertragen wollte. Kagome hat eine unglaublich große Seele, die damals Kanna's Spiegel zu sprengen drohte und von der sie auch immer etwas in ihre Pfeile legt. Deswegen sind ihre Pfeile umso stärker, umso stärker oder aufgebrachter ihre Seele ist.“
„Und weil Kagome-chan's Seele, durch die Trennung von uns allen, so verletzt war…“
„Deswegen bin ich also so schwach.“ Sie sah auf eine ihrer Hände, die in ihrem Schoß lagen.
Kaede nickte nur kurz. „Aber das heißt auch, dass deine Seele zu alter Stärke wird zurückfinden können.“
„Aber nicht, wenn sich InuYasha weiterhin wie ein Idiot benimmt.“ kam es von Shippō, der schon wie der Han'yō, im Schneidersitz und mit verschränkten Armen, neben Kagome saß. „Ich meine, echt, was denkt der Kerl sich eigentlich?“


„InuYasha?“
Vollkommen unverständlich und ungläubig, sah Kagome ihn an.
„Hey, InuYasha, was soll das?“ wollte nun auch Miroku wissen. Der kein bisschen freundlich klang. Der aber auch verwundert war. Da er seinem besten Freund all die Jahre über ansah, wie sehr er litt.
„Was ist los mit dir, mein Junge?“
Doch weder dem Hōshi, noch Kaede, gab er eine Antwort. Sah Kagome weiterhin grimmig an, knurrte sie sogar leicht an.
„Wenn du so schwach bist, bist du uns keine Hilfe. Da hättest du auch gleich weg bleiben können!“
„InuYasha!“ kam es mahnend von Kaede.
„Es reicht, InuYasha.“ Miroku packte ihn an der Schulter.
„Lass mich los.“ Er entriss sich dem Griff seines besten Freundes, sah noch einmal kurz zu Kagome und verschwand dann Richtung Wald.
Sie sah ihm einfach nach.
„Nimm dir das nicht so zu Herzen, Kind. InuYasha-“
„Ich weiß.“ Sie nickte nur. „Er kann immer noch nicht so recht mit seinen Gefühlen umgehen.“
„Und davon müssen im Moment sicher einige in ihm toben.“
„Das erlaubt ihm nicht, so mit Euch umzugehen, Kagome-sama. Nach all den Jahren, dachte ich eigentlich immer, würde er ganz anders reagieren.“
Kagome schüttelte nur lächelnd mit ihrem Kopf. „Schon gut, Miroku-sama. Ich weiß ja, wie er ist. Was er meint.“
Trotzdem konnte sie nicht leugnen, dass es ihr wehtat, dass er so zu ihr war. So mit ihr umsprang. So mit ihr sprach. Sie konnte nicht leugnen, dass seine Worte sie mitten ins Herz trafen…


„Kagome?“ fragend sah der kleine Kitsune zu ihr hoch, als sie aufstand.
„Willst du wirklich zu ihm, Kagome-chan?“
„Er wird jetzt bestimmt noch nicht mit Euch reden wollen, Kagome-sama.“
Am Türrahmen blieb sie kurz stehen, hatte schon die Bambusmatte in der Hand, sah über ihre Schulter zu ihren Freunden.
„Ich weiß.“ Sie nickte. „Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht mit ihm reden will. Oder viel mehr, mal mit ihm reden sollte. Ich hab noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen. Er braucht nicht denken, dass er mit so etwas bei mir durchkommt.“
Mit einem Lächeln auf ihren Lippen verschwand sie durch die Tür und ging Richtung Wald.
Ihre Freunde sahen ihr hinterher.
Sango seufzte kurz. „Das wird für ihn nicht ohne Schmerzen ausgehen.“
„Die hat er aber auch verdient.“ meinte Shippō nur.
„Kagome-sama wird keinesfalls nachsichtig mit ihm sein.“
„Er sollte Kagome's Gemüt wirklich nicht überreizen und sie zu sehr verletzen.“ lenkte Kaede die Aufmerksamkeit der anderen auf sich. „Ich bin mir momentan nicht mal sicher, was ich tun kann, oder was genau nötig ist, um Kagome's Seele wieder so weit zu heilen, dass ihre Kräfte zu ihrer alten Form zurückfinden. Einfach nur wieder bei uns zu sein, schätze ich, wird dafür nicht ausreichen. Viel wird davon abhängen, wie sich dieser sture Junge ihr gegenüber verhält. Dabei denke ich, dass Kagome eindeutig noch größere Kräfte in sich trägt, als Kikyō-onee-sama.“
Sango und die anderen sahen die ältere Miko überrascht und erstaunt an...

InuYasha währenddessen, stand auf der Lichtung vor dem Brunnen, über den er sich mit verschränkten Armen in seinen Ärmeln, beugte und hinein sah.
´´Tu mir bitte den Gefallen und fall nicht rein.``
Sofort drehte er sich nach Kagome's Stimme um. Die zwischen den Bäumen auf ihn zukam.
„Ich hab keine Lust, dass ich hier und du dann bei meiner Familie bist.“
Das Lächeln in ihrem Gesicht, unter ihren braunen strahlenden Augen, lies sein Herz kurz stolpern. Doch das wollte er sich keinesfalls anmerken lassen und wandte seinen Blick von ihr ab.
„Hast du eigentlich ne'n totalen Knall, allein in den Wald zu gehen? Und unbewaffnet hier aufzutauchen? Wobei das auch nicht viel bringen würde, so schwach wie du gerade bist.“
„Osuwari!“
Schon landete er laut knallend auf dem Waldboden. Von dem er sich sofort wieder aufrichtete.
Und sein Körper sich augenblicklich versteifte, als er ihre Arme spürte, die sich um seine Körpermitte legten. Ihr Körper, der sich warm an seinen drückte. Und ihren Kopf, der sich an seine Brust lehnte, als sie sich an ihn schmiegte.
„Hör auf, InuYasha. Glaub nicht, dass ich darauf reinfalle. Ich kenn dich, das solltest du doch mittlerweile wissen. Du kannst noch so harsch zu mir sein. Ich glaube dir nicht, dass du das alles ehrlich meinst, was du sagst.“ Ihre Umarmung wurde fester. „Ich hab dich auch vermisst.“
In diesem Moment ging ein Ruck durch seinen Körper. Wie eine Schockwelle, die sich von seinem Herzen ausbreitete und ihm kurz die Luft zum atmen nahm. Diese aus seinen Lungen zu pressen schien.
„Und ich weiß, du machst dir nur Sorgen um mich. Weil ich momentan so schwach bin. Aber Kaede-oba-chan weiß vielleicht, woran es liegt. Was ich auch vermute. Ich werd wieder so wie früher, wenn du mich nur lange genug bei dir sein lässt, InuYasha.“
Wieder ging ein Ruck durch ihn.
„Und so lange wir zusammen sind, InuYasha, kann mir doch nichts passieren. Weil du bei mir bist und auf mich aufpasst. So wie damals.“


>>Und so lange wir zusammen sind...<<


Als ihre Worte in seinem Kopf widerhallten, ruckte dieser nach oben und es war, als würde sich ein Schalter in diesem umlegen.
„Kagome…“ Seine Stimme, sein Tonfall, jagten ihr eine angenehme Gänsehaut über ihren Körper. „Du bist so ein Dummkopf, hier aufzutauchen, wenn du so...angreifbar bist. Und so eine dumme Gans, wenn du so etwas tust, wie vorhin. Wie kamst du auf die schwachsinnige Idee, dich zum Ziel des Yōkai zu machen?“ Seine Umarmung wurde fester.
„Als ob ich zulassen könnte, dass Sango-chan's und Miroku-sama's Kindern etwas passieren würde. Du solltest mich doch kennen.“
Sie spürte sein Nicken.
„Und es ist genauso dumm, unbewaffnet und angreifbar, wie du gerade bist, hierher zu kommen.“ Sie lösten sich leicht voneinander und sahen in die Augen des anderen.
„Ich bin jetzt wieder hier, InuYasha.“ Das unterstrich sie mit einem Nicken. „Bei dir. Und ich werde nicht mehr weg gehen. Ich kann jetzt für immer bei dir bleiben. Wenn du mich an deiner Seite haben willst. Lass uns da weiter machen wo wir letztes Mal getrennt wurden. Ich will nie wieder von dir getrennt sein.“
Es war ein Impuls, der plötzlich aus dem Nichts in ihm aufkam. Aber er musste es einfach tun.
Seine Arme um ihre Körpermitte geschlungen,drückte er sie an sich, während ihre Lippen aufeinander lagen…

„Magst du mir erzählen, wie dein Leben so die letzten 3 Jahre war?“ Sie strich eine Strähne hinter ihr Ohr zurück, als sie nebeneinander her gingen, auf dem Rückweg ins Dorf waren.
„So viel gibt's da nicht zu erzählen.“ wich er ihr aus. Seine Arme steckten in seinen Ärmeln.
„Gut, dann sag es mir nicht.“ Sie würde ihm die Zeit und den Raum lassen, die er brauchte, um aus sich raus zu kommen. „Sagst du mir dann wenigstens, warum die Dorfbewohner auf einmal so gut ausgerüstet sind und kämpfen?“
„Das war Sango's und Kohaku's Idee. Entgegen ihrem ursprünglichen Willen, wieder in ihr Dorf zurückzukehren, blieben die beiden hier. Und meinten, es wäre gut für das Dorf, wenn sie ihr Wissen hier einbringen würden. Also begannen Miroku und ich, und auch Kohaku, Teile von Yōkai von unseren Aufträgen mit zu bringen, damit sie daraus Rüstungen und Waffen machen können. Hauptsächlich ist Sango für die Produktion zuständig, weil Kohaku ständig unterwegs ist. Aber mit ihrem Bauch konnte sie sich nicht so gut bewegen und sollte auch nicht schwer tragen. Und jetzt hat sie viel mit den Kindern zu tun. Aber sie braucht noch andere Aufgaben, neben Haushalt und Mutter zu sein, du kennst sie ja.“
Kagome nickte nur und hakte sich dann bei ihm unter. Was er zuließ. Es fühlte sich unglaublich gut für ihn an, sie so nah bei sich zu haben.
„Was meinst du eigentlich mit Aufträgen? Und wohin ist Kohaku-kun immer unterwegs?“
„Miroku und ich machen das, was wir früher zusammen machten. Auf Wunsch Yōkai austreiben oder vernichten. Und Kohaku macht das Gleiche, nur noch weiter weg. Dafür begleitet Kirara ihn. Tōtōsai fertigt jetzt seine Waffen. Teilweise auch aus den Teilen der Yōkai, die wir hin und wieder mitbringen. Letztes Mal waren es viele Teile eines Ōmukade. Aus seinem Panzer wird Sango gute Rüstungen machen können.“
Gern würde er noch mehr Zeit mit ihr verbringen. Sie bei sich haben. Aber sie kamen bereits im Dorf an.
In dem schon ihre gemeinsamen Freunde warteten. Aber auch neugierige Dorfbewohner. Weshalb er sich von Kagome löste.
„Habt ihr euch wieder vertragen?“ skeptisch, mit gehobener Augenbraue, sah Sango zu ihren beiden Freunden.
„Haben wir uns denn jemals gestritten?“ Mit einem Lächeln und einem weichen liebevollen Blick, sah Kagome neben sich, zu InuYasha.
„Ihr musste nur mal der Kopf zurecht gerückt werden, weil sie immer so dumm und unvernünftig handelt.“
An den Blicken seiner Freunde sah er schon, dass das nicht seine best durchdachte Wortwahl war. Als Kagome zudem einen Schritt Abstand zwischen sie brachte, bestätigte dies seine Vermutung.
Die Hände vor ihrem Schoß übereinander gelegt, die Augen entschieden geschlossen, holte sie noch einmal tief Luft.
„Osuwari.“
Das ganze Dorf hatte etwas davon, dass sie den Han'yō zu Boden schickte.
„Also ich muss zugeben…“ Sango sah ihn mit einem breiten Grinsen an, schadenfroh. „...dass mir das, die letzten Jahre, wirklich irgendwie fehlte.“
„Mir auch.“
„Jetzt, wo Kagome wieder zurück ist, wird es sicher wieder richtig lustig.“ Shippō wollte sich ein Lachen verkneifen, prustete deswegen schon fast.
„Komm nur her, du kleiner Giftzwerg.“ InuYasha war sofort wieder auf den Beinen und wollte sich seinen kleinen Freund vornehmen. Als dieser vor ihm weglief und er ihm hinterher.
Ihre Freunde folgten ihnen mit ihren Augen und alle schienen davon amüsiert. Es schien wieder so wie früher zu sein...

In den dunklen Tiefen der Wälder und einiger Höhlen, die sich dort befanden, leuchteten unzählige Augen aus dieser Dunkelheit hervor. Welche Horden von Yōkai gehörten. Wie denen, die soeben das Dorf angriffen.
Sie alle sammelten sich in der Enge ihrer Behausungen und des umliegenden Gebietes.
„Dieses Dorf.“
„Seine Bewohner sind so widerspenstig.“
„Die Taijiya brachten ihnen vieles bei.“
„Damit machen sie es uns nur schwerer.“
„Und was ist das für ein Licht, das inmitten dieses Dorfes scheint?“
„Solch ein Licht gab es schon einmal. Vor einiger Zeit.“
„Beim letzten Mal vernichtete es das Shikon no Tama.“
„Dann verschwand es.“
„Nun ist es wieder da.“
„Schon damals stellte es eine große Gefahr für unsere Existenz dar.“
„Aber es scheint jetzt schwächer zu sein.“
„Wir sollten unsere Chance nutzen, so lange wir noch die Möglichkeit haben.“
„Bevor es wieder zu alter Stärke findet und uns vernichten kann.“




So sieht wohl ab jetzt Kagome's Alltag aus. Der ja wieder im Dorf einzukehren scheint.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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