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Eifersucht - Eine Leidenschaft die mit Eifer sucht was Leiden schafft

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome OC (Own Character)
07.09.2020
18.01.2021
21
94.501
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14.09.2020 3.712
 
2.Kapitel: Sehnsüchtige Rückkehr





Es war schon Abend an diesem Tag. Nachdem InuYasha und Miroku aus der kleinen Stadt zurückkamen, wollte sich Kaede Zeit für den Han'yō nehmen, damit er mit ihr reden konnte. Ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden, für das sie lange benötigte, um es aufzubauen.
Der orangefarbene Himmel des Sonnenuntergangs lag über dem Dorf.
Und sie musste eh noch einige Kräuter sammeln. Sodass sie InuYasha fragte, ob er nicht mit ihr kommen wolle. Um diese Zeit hielten sich dort nicht viele Dorfbewohner auf und sie konnten ungestört reden. Auch wenn es meist eine Weile dauerte, bis er über seinen Schatten sprang und sich ihr öffnete, seine Gedanken teilte, die ihm durch den Kopf gingen und er dann aus dem Nichts anfing zu reden.

„Nachdem ich Kagome in ihre Zeit zurückbrachte, war ich erleichtert, aber…“ Er saß mit dem Rücken zu ihr, während sie Kräuter sammelte. Saß im Schneidersitz und stützte seinen Kopf auf seine rechte Hand.
„Aber du kehrtest trotzdem in diese Zeit zurück.“
„Hai, sieht so aus. Ihre ganze Familie weinte.“ Eine Erinnerung, die ihn ebenfalls nie loslassen würde. Er verschränkte seine Arme und richtete seinen Blick mehr gen Himmel. „Da begriff ich, dass ich nicht der Einzige bin, für den Kagome wichtig ist.“
„InuYasha, seit wann bist du so verständnisvoll?“
´´Ich weiß es!`` Der Han'yō versteifte sich und die alte Miko sah sich überrascht um.
„Oh, Shippō.“ Dieser erschien in seiner Form als rosafarbener Ballon über den Köpfen der beiden. „Du nahmst am Kitsune-Examen teil, nicht wahr?“
Der kleine Yōkai nahm seine eigentliche Gestalt wieder an und hielt einen rechteckigen Zettel in seiner Hand, grinste stolz.
„Ich bestand.“ verkündete er stolz. Senior, 7.Platz stand auf seinem Zettel. Er sprang InuYasha auf seinen Kopf. „InuYasha, du gehst alle 3 Tage zum Brunnen, nicht wahr?“
Grimmig und wütend darüber, dass der Kitsune sein Geheimnis verriet, zog er seine Augenbrauen zusammen. Ein leichter rosa Schatten legte sich auf seine Wangen.
„Alle 3 Tage? Du bist ganz schön hartnäckig.“ war Kaede überrascht.
´´Was für ein schönes Wetter...`` war noch aus weiter Entfernung vom Kitsune zu hören, nachdem InuYasha ihn Richtung Himmel trat.
//Und trotzdem können sie einander nicht wiedersehen//
Kaede verfiel in traurige Gedanken und Erinnerungen. Auch sie vermisste das junge Mädchen. Hoffte sie doch auch einst, Kagome könne einmal ihre Nachfolge antreten.
//Kagome erschien mit dem Shikon no Tama und verschwand mit ihm wieder//
Sie erinnerte sich.


Wie Lady Tausendfuß sie an diesem Abend angriff und Kagome durch die Luft flog. Dabei das Juwel aus ihrem Körper gerissen wurde.
Und wie ihr Pfeil schließlich das schwarze Juwel durchbohrte und reinigte. Dass sie anschließend in der Meidō verschwand und InuYasha sie nur um wenige Millimeter verpasste.


Während dieser noch auf der kleinen Wiese stand, auf der etliche von Jinenji's Kräuter wuchsen, gen Himmel sah und der abendliche Wind seine Haare und Kleidung wehen lies, machte sie sich auf den Heimweg. Wollte ihm auch etwas Raum und Zeit für sich geben.
//Kagome kam in diese Welt, um das Juwel zu vernichten//
Ein Paar aus dem Dorf grüßte sie mit einer leichten Verneigung ihres Kopfes, als sie an ihr vorbei gingen.
//Vielleicht ist ihre Aufgabe damit erfüllt//
Sie sah sich noch einmal zu InuYasha um, der einfach nur in seinen Gedanken verhaftet zu sein schien.
Niemand von ihnen wusste so recht, oder konnte sich auch nur vorstellen, an was er in solchen Momenten wohl dachte. Was ihn beschäftigte. Keiner seiner Freunde konnte ihn dann richtig einschätzen.
Keiner von ihnen verstand ihn so gut wie….

„Inu! Inu!“ sangen die beiden Mädchen, während sie auf seinen Schultern saßen, an seinen Ohren zupften.
Mit verschränkten Armen in seinen Ärmeln, saß er auf einem Stein neben einem Baum, an dem eine Leine hing, auf die Miroku und Sango ihre frisch gewaschene Wäsche aufhingen. Shippō saß neben ihm auf einem zweiten Stein.
Er war sichtlich genervt von den beiden Kleinen.
„Du bist wie ihr Spielzeug.“ bemerkte Shippō, für ihn, überflüssiger Weise.
„Unternimm gefälligst was gegen die beiden.“ forderte er seinen besten Freund auf.
„Nicht an den Ohren zerren!“ ermahnte Miroku seine Töchter. Als ob die auf ihn hören würden.
„Gomene, InuYasha.“ entschuldigte sich Sango noch.
Dieser riss seinen Kopf plötzlich hoch. Entriss seine Ohren so auch den Griffen der beiden Mädchen, die er an ihrem Rücken packte, als er plötzlich aufstand.
„Hier, macht den Fuchs kalt.“ Er warf sie Shippō einfach zu. Doch das schien sie nicht zu stören.
Sie zupften sofort an dessen Sachen herum.
„Was soll das schon wieder?!“ rief er seinem älteren Freund noch hinterher, als dieser Richtung Wald rannte.
„Shippō!“
„Kalt machen.“ freuten sich die beiden.
Ihre Eltern sahen ihrem gemeinsamen Freund verdutzt und irritiert hinterher.

Der Han'yō glaubte erst an eine weitere Sinnestäuschung. Noch eine falsche Erinnerung. Doch er war sich recht schnell sicher. Alles in seinem Körper spannte sich an. Sein Herz schlug schneller und sein Puls raste. Das Blut in seinen Ohren begann zu rauschen und ihm wurde ganz warm und anders.
//Diesen Geruch vergesse ich nie!//
Es musste wahr sein! Seine Sinne täuschten ihn nie!
InuYasha verschwand zwischen den Bäumen. Rannte auf den Brunnen zu, der sich auf der Lichtung hinter diesen befand.
Vor diesem er, wie angewurzelt und fassungslos, stehen blieb und hinein sah. Dann hielt er einfach seine Hand rein.
Und seine Welt schien kurz still zu stehen, als er sie tatsächlich fühlte!
Ihre weiche und warme Haut an seiner.
Aus einem inneren Impuls voller Sehnsucht heraus, zog er sie zu sich.

Ein Moment, der ihm wie in Zeitlupe vorkam. An dessen Ende er aber auch ihre andere Hand spürte. Die auf seiner Schulter lag. Sein Griff um ihre Hand, an der sie aus dem Brunnen zog, wurde fester.
Sie konnten einander in die Augen sehen.
Ihre glänzten und er sah kleine Tränen in ihnen.
Für einen Augenblick schien einfach die Zeit um sie beide herum still zu stehen.
„InuYasha, gomene.“ Er hörte ihre Stimme. Es kam ihm vor, als vergingen seit dem letzten Mal 500 Jahre. „Ich lies dich warten.“
„Kago…“ Es fiel ihm nichts ein, was er sagen konnte. Obwohl er diese Situation, die letzten 3 Jahre, so unzählige Male oft in seinem Kopf durchspielte. In welchem gerade einfach nur ein riesiges Vakuum herrschte.
Alles in ihm raste und stand gleichzeitig still.
Er lies sie vom Rand des Brunnens runter steigen, hielt sie aber gleichzeitig fest. Nie wieder würde er sie loslassen!
„Baka!“ war alles, was sein Kopf erst mal hervorbrachte, während er sie in seine Arme schloss, sie an sich drückte. Und spüren konnte, wie sie sich an seine Brust schmiegte. Wie er sie spüren konnte. Ihre Nähe. Ihre Wärme. „Was machtest du nur die ganze Zeit?“
Sein Herz, und alles, was bis eben noch in ihm raste, es beruhigte sich langsam, allmählich wieder. Das Blut in seinen Ohren hörte langsam auf zu rauschen. Sein Körper entspannte sich wieder. Ab dem Moment, in dem sie ihn berührte.
Ihr Haar befand sich direkt unter seiner Nase.
Tief sog er ihren Geruch ein.
Er fühlte sich innerlich, als würde ein ganzes Bergmassiv von seinen Schultern und seinem Herzen fallen.
´´Kagome!``

Die Stimme des kleinen Kitsune durchbrach die Stille, die bis eben herrschte. Durchbrach diesen Moment zwischen ihnen.
Shippō saß auf Miroku's Schulter, der seine beiden Töchter auf seinen Händen trug, die sich an seinem Gewand festhielten. Er war ebenso erstaunt wie Sango.
Die neben ihrem Mann stand. Ihren, ein paar Tage alten, Sohn auf ihrem Rücken.
„Kagome-chan!“ Auch die Taijiya schien aus allen Wolken zu fallen.
„Es ist so lange her, Kagome-sama.“
InuYasha lies sie nicht los, hielt sie weiter an ihren Armen fest, löste aber ihre innige Umarmung.
„Miroku-sama! Sango-chan! Shippō-chan!“
„Hey!“ rief ihr der kleine Kitsune freudig zu.
Der sich genauso freute, wie das befreundete Paar, das unglaublich froh und glücklich war, ihre gemeinsame Freundin wieder zu sehen.
Während ihre beiden Töchter die junge Frau, die sie nicht kannten, neugierig ansahen.
//Ich bin zurück//

Kagome lief sofort auf ihre Freunde zu. Auch wenn sie InuYasha dafür loslies, lag sein Blick dennoch jede Sekunde auf ihr. Er folgte ihr. Wollte neben ihr stehen. An ihrer Seite.
Doch sie stoppte, als sie die beiden Mädchen auf Miroku's Händen und das Neugeborene auf Sango's Rücken sah. Ihre Augen weiteten sich, die zu glänzen begannen und ein Lächeln zog sich über ihr ganzes Gesicht. Miroku lies die beiden Mädchen runter.
Welche die junge Frau vor sich, die sie nicht kannten, neugierig ansahen.
„Ihr… Ihr habt Kinder.“ stellte Kagome fest und sah zu ihren beiden Freunden, die glücklich waren.
„Du warst ja lange nicht hier, Kagome-chan.“ Diese nickte nur und hockte sich zu den beiden Kleinen ins Gras, um mit ihnen auf Augenhöhe zu sein. „Das sind Seiko und Moeko.“ stellte die Taijiya ihre beiden Töchter, im rosafarbenen und im grünen Yukata vor.
„Ich freue mich, euch kennen zu lernen, Seiko-chan, Moeko-chan.“ Zunächst noch vorsichtig, hob Kagome ihre Hand, um den beiden über ihr dunkelbraunes Haar zu streichen und sah dann zu Sango hoch. „Sie sehen genauso aus wie du, Sango-chan.“
Sie sah, wie der Blick ihrer Freundin nun auch zu ihrem Sohn ging, den sie auf ihrem Rücken trug.
„Das ist unser Jüngster. Erst ein paar Tage alt.“ Kagome stand auf, um sich auch das Baby der kleinen Familie anzusehen. „Hisui.“
„Schön, dich kennen zu lernen, Hisui-chan.“ sprach sie zu dem schlafenden Baby.
Die ganze Zeit über, sah InuYasha zu Kagome. Musterte sie.
Man sah ihr an, dass 3 Jahre vergingen. Gewachsen war sie nicht mehr. Aber ihr Körper schien nicht mehr der eines jungen Schulmädchens, sondern der einer jungen erwachsenen Frau. Ihre Haare schienen nun noch etwas länger zu sein. Aber was ihm sofort auffiel und ihm Sorgen bereitete, war, dass er spürte, dass ihr Reiryoku nicht mehr dieselbe Kraft wie damals zu haben schien. Dass ihre Aura, die es ausstrahlte...nicht mehr so hell zu leuchten schien.
Miroku stellte sich neben ihn, sah mit einem breiten Lächeln zu den beiden Frauen und seinen Kindern.
„Es ist wirklich erstaunlich, Kagome-sama, nach so langer Zeit, wieder bei uns zu haben.“
InuYasha nickte nur.
Miroku sah zu ihm, sah seinen Blick, der auf Kagome lag. „Sollen wir euch für eine Weile allein lassen?“
InuYasha wusste darauf keine Antwort. Er hatte sie wieder. Wollte sie so vieles fragen, so vieles von ihr wissen. Er wollte sie bei sich haben, jetzt, wo sie wieder bei ihm war. Aber er wusste, dass es auch hier Menschen gab, denen sie ebenfalls wichtig war.
„Kagome.“ Sofort horchte sie auf, als sie ihren Namen von ihm hörte. Ihr Herz stolperte kurz und schlug dann schneller. Als sie sich zu ihm drehte, ihn aus ihren glänzenden Augen ansah und dabei lächelte, blieb sein Herz kurz stehen. „Du solltest dich im Dorf blicken lassen.“
Die gemeinsamen Freunde waren überrascht, dass er die Zeit, die er jetzt mit ihr haben konnte, den anderen im Dorf überließ.
Ihre Augen wurden größer und schienen noch mehr mit der Frühlingssonne um die Wette zu strahlen, als er das sagte.

Die Augen der Dorfbewohner weiteten sich erstaunt und sie sammelten sich schnell alle am Dorfeingang, als sie die junge Frau in ihren modernen Kleidern sahen, die in Begleitung des Han'yō, der Taijiya und dem Hōshi, aus dem Wald kam.
Auf ihrer Schulter saß Shippō, mit dem sie sich unterhielt.
„Du gehst wirklich zur Schule, Shippō-chan?“ Sie kicherte dabei.
„Und er ist wirklich gut.“ Shippō wurde ganz rot und kratzte sich verlegen in seinem kupferfarbenen Haar, als Sango seine Leistungen kommentierte.
„Der Kleine machte die letzten Jahre, ziemlich schnelle und gute Fortschritte. Er wird bestimmt mal ein großer Yōkai.“ pflichtete Miroku seiner Frau bei.
Kagome fand es süß, wie rot der Kleine wurde.
Als eine aufgeregte und sie erstaunt ansehende Rin, vor ihr auftauchte. In ihrem Rücken die ebenso verblüfften Dorfbewohner.
„Kagome-sama…“ Rin schien es kaum glauben zu können, sie wieder hier zu sehen. „Ihr seid zurück.“ freute sich aber sichtlich darüber und umarmte Kagome auch gleich stürmisch.
„Ich freu mich auch, dich wieder zu sehen, Rin-chan.“ Sie erwiderte die Umarmung des Mädchens. „Ist Sesshōmaru in der Nähe?“ fragte sie ihre Freunde.
Bekam die Antwort jedoch von Rin selbst. Die mit ihrem Kopf schüttelte. „Sesshōmaru-sama lies mich hier im Dorf. Weil ich hier eine Weile leben soll. Ich wohne und lerne jetzt bei Kaede-sama.“
„In meiner Abwesenheit änderte sich wohl wirklich viel.“
Ein Schatten, der sich über sie legte, sollte dies auch gleich unterstreichen.
„Jinenji?“
„Du bist zurück, Kagome.“ stellte der Han'yō fest. Sie nickte nur.
„Jinenji wohnt jetzt auch hier bei uns.“ erklärte ihr Rin. Fragend sah die ältere Schwarzhaarige der beiden, zu dem großen Han'yō.
„Meine Mutter starb, kurz, nachdem du wieder in deine Zeit geschickt wurdest und ich darf hier leben.“
„Das tut mir leid für dich, Jinenji.“
´´Kagome?!``

Kaum, dass sie das Dorf betrat, wurde einer der Dorfbewohner zu Kaede geschickt, um sie über deren Ankunft zu informieren.
Ungläubig darüber, die junge Frau vor sich zu sehen, sah die alte Miko sie fassungslos aus ihrem Auge an. Langsamen Schrittes, als könnte Kagome eine Fata Morgana sein, ging sie auf sie zu. Nahm ihre Hände in ihre.
„Kind, du bist wieder da?“ Man hörte ihr gleichzeitig Freude und Unglaube an. Dass sie nicht fassen konnte, sie wieder zu sehen. „Wie? Wieso jetzt? Nach all der Zeit?“
Kagome lächelte, kämpfte dabei gegen die Tränen ihrer Wiedersehensfreude. Deswegen wurden ihre Wange auch langsam etwas rot und ihre Augen glänzten.
„Ich weiß auch nicht, Kaede-oba-chan. Ich bin nur so froh, wieder hier zu sein.“ Sie umarmte die alte Miko, die dies sofort erwiderte.
„Ist es nicht vollkommen egal, wieso sie wieder hier ist?“ kam es knurrend von InuYasha, dessen Arme verschränkt in seinen Ärmeln steckten. Und der sie zwar grimmig ansehen wollte, seine Freunde aber an seinem Blick sahen, dass seine momentanen Gefühle dies nicht zuließen.
Ein sanftes Lächeln legte sich auf Kaede's Lippen. Sie sah von ihm zu Kagome. „Du hast wohl recht, mein Junge. Es kann uns erst mal egal sein. Wir sind einfach nur alle froh, dass wir sie wieder haben.“
Kagome war umgeben von Sango und Miroku, ihren Kindern, Shippō und Rin, Kaede und Jinenji. InuYasha stand direkt neben ihr. Um sie alle herum, sammelten sich die neugierigen Dorfbewohner.

Deren Blicke, die die ganze Zeit über auf Kagome lagen, während sie ihren Freunden zu Kaede's Hütte folgte, dieser auffielen.
„Hab ich irgendwas komisches an mir?“ fragte Kagome irritiert, als sie alle die Hütte der alten Miko betraten und sah an sich selbst runter.
„Nein.“ Kaede schüttelte lächelnd mit ihrem Kopf, setzte Wasser für Tee auf und setzte sich an dann selbst. Sie alle setzten sich um die Feuerstelle in ihrer Hütte.
„Die Dorfbewohner sind Euch nur unbeschreiblich dankbar, Kagome-sama.“ verwirrt sah diese Miroku an. „Naraku's Brocken aus Shōki, vergifteten damals den Boden des Dorfes, als er sie auf dieses niederregnen lies. Doch Euer Pfeil, der das Juwel besiegte und Euer Reiryoku, das von diesem ausging, läuterten diese Brocken und ließen sie verschwinden und reinigten so auch den Boden.“
„Seitdem fallen unsere Ernten auch sehr viel üppiger aus, als es zuvor jemals der Fall gewesen wäre, Kind.“ Kaede reichte ihr einen Becher Tee, den sie dankend annahm. Rin saß neben der alten Miko.
Kagome saß zwischen Miroku und Sango, die ihren Sohn auf ihrem Rücken trug. Die beiden Mädchen versuchten an InuYasha's Ohren heran zu kommen, der in einer Ecke der Hütte saß. Die Arme verschränkt.
Während Shippō neben Rin saß.
„Die Dorfbewohner bekamen damals alles hautnah mit, Kagome. Genau wie alles, was in dem Jahr zuvor passierte. Niemand aus dem Dorf vergaß jemals, was dein Pfeil, deine Kräfte, für das Dorf bedeuteten.“
Nur InuYasha schien Kagome's kurzes Zusammenzucken aufzufallen.
„Jeder kennt die Geschichten über Euch.“ Rin war ganz aufgekratzt. „Die Dorfbewohner lieben und verehren Euch. Und sie wären gewiss genauso froh wie Kaede-sama, wenn Ihr ihre Nachfolge antreten würdet.“
Nun zuckte InuYasha kurz zusammen.
„Rin ist ein kluges und aufgewecktes Mädchen. Sie lernt viel von Jinenji und von mir, wenn es um Kräuter und Behandlungen geht. Aber sie besitzt kein Reiryoku, keine spirituellen Kräfte. Ich kann sie nicht zu meiner Nachfolgerin ausbilden.“ hoffnungsvoll sah Kaede die junge Frau, die ihr gegenüber saß, an.
Deren Finger sich in ihren hellblauen Rock krallten. Sie wich dem Blick der alten Miko kurz aus und biss sich dabei auf ihre Unterlippe.
„Ich brauche ja eine Aufgabe, wenn ich hier leben will. Und ich würde mich wirklich freuen, deine Nachfolgerin zu werden, Kaede-oba-chan. Aber du solltest etwa-“
„Bitte, Kagome-sama, erzählt uns, wie Euer Leben die letzten Jahre war.“ fiel ihr Rin ins Wort.
„Hai, Kagome-chan.“ Sango lächelte. „Wie ging es dir die letzten Jahre?“
„Nachdem Ihr nun alles wisst, was bei uns so im Großen und Ganzen passierte, wollen wir auch wissen, wie Euer Leben so verlief.“
Kagome nickte und begann zu erzählen.
Von ihren ersten Tagen, nachdem der Brunnen verschlossen blieb. Ihrer Schulzeit. Dem Leben ihrer Freunde und wie dieses irgendwie an ihr vorbei zu ziehen schien. Dass ihr Bruder größer wurde und nun auch schon die Mittelschule besuchte. Dass ihre Freundinnen jetzt ihr Studium begannen und erklärte ihren Freunden, was das war.
Dabei verging so viel Zeit, dass ihr bald auffiel, dass es draußen schon dunkel wurde.
Und sie bemerkte auch, dass, umso mehr Zeit verging, InuYasha die ganze Zeit über nur still in der Ecke saß. Sich nicht in die Gespräche einbrachte.

Also stand sie plötzlich auf, streckte sich kurz.
„Wisst ihr was, ich sitze hier schon so lange, so langsam hab ich kein Gefühl mehr in meinen Beinen. Ich sollte sie mir ein bisschen vertreten gehen.“ Mit diesen Worten verließ sie die Hütte der alten Miko auch sogleich.
Erst waren ihre Freunde auch noch verwundert, über den so plötzlichen Abgang ihrer Freundin, bis Sango schon in der nächsten Sekunde dahinter kam.
„Wir sollten dann auch mal los. Es ist spät und die Kinder schon müde.“ Sie erhob sich ebenfalls, sah vielsagend zu Miroku.
„Sango hat recht.“ stand er nun ebenfalls auf, schnappte sich seine Töchter, die schon fast schliefen. Und folgte seiner Frau schließlich nach draußen.
InuYasha wartete noch einige Momente. Bis er anhand ihrer Gerüche wusste, dass seine Freunde sich nicht hinter der dritt nächsten Hütte versteckten, bis er aufstand.
„Hier drin ist es mir langsam echt zu stickig.“ Kaede schmunzelte nur. „Ich brauch etwas frische Luft.“ Mit einem Satz war er verschwunden.
„Kagome-sama kennt InuYasha-sama wirklich gut.“ merkte Rin sofort an, als der Han'yō aus der Tür war.
Kaede nickte nur. „Sie sind einander etwas ganz Besonderes.“ Sie rührte in dem Topf vor sich. „Möchtest du noch etwas Eintopf?“
„Gern, Kaede-sama.“

InuYasha folgte ihrer Spur. Diesem einen Geruch, den er nie vergessen würde. Und fand sie unter dem Goshinboku. Wie sie auf dessen Wurzeln saß und zu dessen Baumkrone sie hoch sah.
Über der der Vollmond stand, dessen Licht durch das Blattwerk fiel und nicht nur die Lichtung erhellte, sondern auch Strahlen von Licht durch die Blätter scheinen lies.
In denen Kagome saß und auch gleich zu ihm sah, mit einem Lächeln, als sie seine Anwesenheit bemerkte.
Für eine Sekunde schienen sein Herz und die Zeit stehen zu bleiben. Für einige Augenblicke herrschte Schweigen zwischen ihnen.
„Wieso bist du so eine dumme Gans und gehst ganz allein in den Wald, wenn es dunkel ist?“ Er ballte eine Hand zur Faust und kam auf sie zu. „Außerdem ist es abends kalt und du erkältest dich bloß wieder.“ Er blieb direkt vor ihr stehen.
„Ich freu mich auch, dass ich wieder hier bin, wirklich.“ Das zarte Mondlicht lies ihre helle Haut noch weißer erscheinen. Betonte so den Kontrast zu ihren dunklen Haaren, die dieselbe Farbe wie der Nachthimmel über ihr hatten. Und ihre Augen schienen mit denen Sternen an diesem, um die Wette zu funkeln.
Kagome lies sich direkt an seine Brust sinken. „Ich freu mich so, wieder bei dir zu sein, InuYasha.“
Schon legte er seine Arme um sie, sah sie zu ihm hoch.
„Es ist so lange her, InuYasha.“
Sie spürte, wie er sie enger an sich drückte und erwiderte diese Umarmung.
„Kagome…“ Eine Gänsehaut überzog ihren Körper. Aber nicht, weil ihr kalt war. Sie spürte sein Kinn auf ihrem Kopf. „Wirst du...jetzt für immer hier bleiben?“ Seine Umarmung intensivierte sich noch ein Stück. „Bei mir?“
Als er ihr Nicken an seiner Brust spürte, weiteten sich seine Augen ein wenig.
„Ich werde nie wieder von hier weg gehen, InuYasha. Ich werde dich nie mehr allein lassen.“
Und schon in der nächsten Sekunde lagen seine Lippen plötzlich auf ihren.
Für einen Moment war sie ganz perplex, ehe sie den Kuss erwiderte. Der sich nicht anders anfühlte, als damals im Juwel.
//InuYasha...//

Kurz schlossen sie ihre Augen, bis sich ihr Kuss zu vertiefen begann.
Seine Hände wanderten tiefer, seine Arme legten sich um ihre Taille und drückten sie an sich.
Ihr Kuss wurde inniger.
Und er spürte, wie sich ihre Finger in seinen Suikan krallten.
Nur die beginnende Luftnot, lies sie sich trennen.
„InuYasha…“ Ihr Herz raste, ihr war warm.
Er musste sich eingestehen, dass rote Wangen sie immer noch ein wenig hübscher aussehen ließen, als sie es sowieso schon war. Über letzten Jahre noch mehr wurde.
Seine Stirn lehnte er gegen ihre. „Kagome, ich… Damals im Juwel…“
„Ist weiß, InuYasha. Und jetzt bin ich hier. Ich werde jetzt für immer bei dir bleiben.“ Sie lächelte, umfasste eine seiner Hände, was er erwiderte.
„Kagome….“ Er legte seine Hände an die Rückseite ihrer Taille, zog sie ein Stück näher zu sich. Seine Nase vergrub er in ihrem Haar. „...bleibst du….heute Abend bei mir?“
Fragend sah sie ihn kurz an. Das Mondlicht lies sie seine goldenen Augen sehen, die sie bittend ansahen. Und sie sah in diesen, dass die zurückliegenden 3 Jahre, nicht ohne Leid an ihm vorbei zu gehen schienen.
„Ich bleibe jeden Abend bei dir, wenn du das willst, InuYasha.“




Kagome ist jetzt also zurück in der Vergangenheit. Dann kann sie ja nächste Woche ihr Leben in dieser beginnen. Mal sehen, wie das dann so starten wird.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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