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Eifersucht - Eine Leidenschaft die mit Eifer sucht was Leiden schafft

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome OC (Own Character)
07.09.2020
18.01.2021
21
94.501
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07.09.2020 4.630
 
Die Eifersucht ist immer so stark, wie das eigene schwache Selbstwertgefühl

- Manfred Poisel -



1.Kapitel: Einsamer Alltag





Die Erde bebte unter den Füßen der Dorfbewohner. Die Miroku und InuYasha in ihr Dorf riefen, das weit ab von der Ebene von Musashi lag. Doch sie schickten einen von ihnen, den ganzen Weg, um dort Hilfe zu erbitten. Hörten sie doch, dass es in diesem Gebiet ein Dorf gab, in dem ein fähiger Hōshi lebte, der mit einem Han'yō zusammen reiste und die Menschen in Not halfen.

„Dieses Drecksvieh!“
Mühsam stützte sich InuYasha auf Tessaiga ab, nachdem er mit dessen Klinge an der festen Außenhaut des Yōkai abprallte und von diesem dann in eine der Hütten geschleudert wurde.
In einem weiteren Versuch, denselben Angriff noch einmal anzuwenden, sprang er auf den riesigen Tausendfüßler zu, der das Dorf und dessen gesamte Umgebung seit Längerem terrorisierte. Bei dem es sich um einen Tausendfüßler von zwanzig Metern Länge handelte.
An dessen Exoskelett Tessaiga auch beim zweiten Mal scheiterte und der Tausendfüßler den Han'yō mit einem Schlag seines Körpers, mehrere Meter über eines der Felder schlittern lies, bis dieser liegen blieb.
„Ich glaube, der ist sogar für dich zu groß.“ Miroku sah verhalten zu ihm, kratzte sich dabei an der Wange.
„Sag mal, willst du mich jetzt beleidigen, oder was?!“ InuYasha stand auf, klopfte sich die Erde von seinen Sachen.
„Dein Schwert kommt einfach nicht durch seine Haut.“
„Das merk ich auch. Hast du sonst noch ne'n geistreichen Tipp? Deine Sutras halfen ja bis jetzt auch nicht wirklich viel.“
Miroku seufze und sah kurz zu seiner rechten Hand. „An Tagen wie diesen fehlt mir mein Kazaana.“
„Du Depp, diese Tausendfüßler sind giftig. Und bei so einem Riesenvieh, will ich nicht derjenige sein, der deiner schwangeren Witwe erklären muss, warum sie drei Kinder allein aufziehen darf.“

InuYasha's Ohren zuckten kurz.
„Weg.“ Er packte sich Miroku und wich dem kaum enden zu wollenden Körper des riesigen Tausendfüßlers aus, ehe er den Hōshi wieder absetzte.
Dem dabei etwas einfiel, als der Han'yō schon wieder los spurtete, um es noch einmal zu versuchen. Diesmal von unten, den Bauch des Yōkai im Visier.
„InuYasha, das ist ein Ōmukade!“
„Und das soll mir genau was sagen?!“ wollte der Silberhaarige wissen, während er dem Yōkai mehrmals ausweichen musste.
„Spucke!“
„Könntest du vielleicht mal etwas genauer werden?!“ Er musste mit Tessaiga eines der riesigen Beine parieren, die schon größer waren als er selbst.
„Diese Yōkai sind anfällig für menschlichen Speichel!“
„Willst du mich jetzt eigentlich verarschen?!“ Mit einigen Sprüngen brachte er Abstand zwischen sich und das Rieseninsekt.
„Wenn du mich auf Tessaiga spucken-“ Sofort war eine leuchtend rote Beule auf Miroku's Kopf zu sehen, nachdem er von seinem Begleiter einen Faustschlag auf diesen bekam.
„Ich glaub, du hast ne'n ordentlichen Knall?! Ich lass dich doch nicht auf mein Schwert spucken!“
„Und wie gedenkst du dann, das Riesenvieh zu erledigen?“
Das Beben des Bodens nahm zu. So sehr, dass die Hütten des Dorfes in sich zusammen fielen. Dass Miroku und InuYasha, die Dorfbewohner, alle zu Boden fielen, weil sie sich nicht auf ihren Beinen halten konnten.
InuYasha brachte Tessaiga in Position, als der riesige Ōmukade auf das Dorf zuhielt.
„Das wirst du gleich sehen.“ Er erhob sein Schwert. „Kaze no Kizu!“

Als der riesige Yōkai bemerkte, was da auf ihn zukam, versuchte er noch, dem auszuweichen und riss seinen gewaltigen Körper zur Seite. Der durch seine schiere Länge aber auch zu schwerfällig war und die Attacke des Han'yō ihn so seitlich schwer traf. Seinen Körper dennoch in mehrere, riesige Stücke riss. Sich die hellen, gelben Ausläufer der Attacke, durch seinen Körper fraßen.
„So, du sagtest eben was?“ drehte er sich zu seinem besten Freund um und grinste breit, während es riesige Stücke Tausendfüßler auf das Dorf und dessen Felder regnete.
„InuYasha, Achtung!“
Der Han'yō drehte sich sofort um und sah, dass der Kopf des riesigen Yōkai und ein Teil seines Körpers, den er nicht traf und der nun direkt auf das Dorf zuhielt, durch die Luft schwebte.
Genau auf ein junges Mädchen zu, das gerade vom Boden aufstand, nachdem wieder alles ruhig war. Und das sich, wohl vor Schreck, nicht bewegte und erstarrte.
„Oh nein, so nicht.“ Sofort zog der Han'yō sein Schwert, zog an dem übergroßen Kopf vorbei, an dem noch ein Stück Körper hing und stellte sich vor das Mädchen, die Klinge Tessaiga's dabei quer hoch haltend.
Der Ōmukade konnte in der Luft weder bremsen noch ausweichen. Befand sich so auf direktem Kollisionskurs und wurde so direkt durch die Klinge des dämonischen Schwertes in zwei Teile gespalten.
Welche sogleich zu Boden fielen.
„Das ist ja genauso, wie damals mit dieser nervigen Tausendfuß. Die wollte auch ewig nicht aufgeben. Aber man kriegt sie doch immer an ihren weichen Köpfen.“ InuYasha drehte sich zu dem Mädchen hinter ihm. Grinste dabei breit und hielt Tessaiga über seine Schultern.
Von hinten strahlte ihn die Frühlingssonne an.
„Alles in Ordnung, Kleine?“

„Wir sind Euch ja so dankbar, werter Hōshi.“ bedankte sich der Dorfälteste, hinter dem sich auch sämtliche Dorfbewohner versammelten, um ihre beiden Helfer zu verabschieden.
„War doch nicht der Rede wert, dieser kleine läppische Regenwurm.“ winkte Miroku ab, machte einen auf bescheiden, aber grinste dabei sichtlich stolz.
„Keh.“ kam es nur kurz von InuYasha, der mit verschränkten Armen, die in den Ärmeln seines Suikans steckten, an einem der beiden Karren lehnte, die sie von den Dorfbewohnern bekamen.
Auf einem befanden sich einige Ballen Reis und ein paar wenige, auch nicht gerade hochwertige, aber brauchbare Stoffbahnen. Vor diesen waren auch zwei Pferde gespannt. Auf dem anderen, und den durfte InuYasha ziehen, an diesem lehnte er auch, lagen einige Teile des riesigen Ōmukade.
„Es tut mir nur schrecklich leid für euch liebe Leute, dass euer Dorf dabei solch einen Schaden nahm.“
Der Hōshi und die Dorfbewohner sahen sich um.
„Schon gut, mein Junge. Das können wir wieder aufbauen. Aber Ihr rettetet unser aller Leben. Dafür sind wir Euch ungemein dankbar und werden Euch in unsere Gebete einschließen.“
Ungeduldig wie es in seiner Natur lag, tippte InuYasha immer wieder mit seinem Finger auf seinen anderen Arm.
„Komm jetzt endlich, Miroku.“

„Jetzt muss ich wieder vier Tage lang aufpassen, dass du heil nach Hause kommst.“ InuYasha war schon sichtlich nicht begeistert, einen der Karren zu ziehen.
„Bin ich ein Kind, oder was?“
„Nein, aber ihr bekommt bald euer drittes. Wenn es nicht sogar schon da ist, wenn wir zurück sind. Bei Sango kann es ja nicht mehr lange dauern.“
„Wenn es nicht wieder Zwillinge werden.“
„Dann bin ich ja so was von weg. Noch mal zwei solche Nervensägen, die mir den ganzen Tag an die Ohren wollen, ertrag ich einfach nicht.“
„Als ob du nicht auch ein wenig an unseren Mädchen hängen würdest.“ Miroku grinste.
„Du meinst wohl, dass sie immer an mir hängen?“
„Sie werden dich sehr vermisst haben, wenn wir wieder zurück sind.“
InuYasha knurrte kurz, funkelte den Hōshi finster an. „Wo wir gerade dabei sind.“ Er sah über seine Schulter zu der Wagenladung Körperteile, die er zog. „Warum noch mal mussten wir das ganze Zeug mitnehmen?“
„Damit Sango und Kohaku neue Ausrüstung und Waffen daraus machen können.“
„Vielleicht hast du ja vergessen, dass deine Frau hochschwanger ist und jeden Tag euer Kind bekommen kann. Und dein Schwager oft auf Reisen. Wann soll Sango die Zeit dafür finden?“
„Du weißt doch, dass sie nie lange still sitzen kann und Haushalt allein, sie nicht glücklich macht.“ InuYasha sah das Glück, das seinem besten Freund deutlich sichtbar im Gesicht abzulesen war.
Ein kurzer Stich durchzog sein Herz.
„Und wieso muss ich den ganzen Kram schleppen? Ich bin doch nicht dein Packesel.“
„Nein, aber um einiges stärker als ich.“
„Ach, und deswegen bin ich jetzt neuerdings das Lasttier, oder wie?“
„Wer prahlt denn immer groß damit rum, dass sein Körper anders ist, als unserer? Da musst du halt mit so was leben.“ Miroku grinste über sein ganzes Gesicht.
Am liebsten würde der Han'yō ihm im Moment eine runter hauen.
„Und wie war das vorhin bitte mit dem läppischen Regenwurm?“ Er hob eine Augenbraue, als er zu Miroku sah.
Dem bei seinem Blick kurz ein kalter Schauer über seinen Rücken lief.
„Ach, war er das denn nicht?“
„Echt mal, Miroku, du kannst mich mal. Nächstes Mal überlass ich dir das nächste Vieh und du kannst zusehen, wie du allein zurecht kommst.“

„Willkommen zurück, InuYasha-sama.“ Wie jedes Mal, kam Rin gleich zu ihnen, wenn sie von einer längeren Reise ins Dorf zurückkehrten. Ihre großen braunen Augen strahlten ihn an. Seit einigen Monaten trug die nun Elfjährige einen lilafarbenen Yukata mit gelben Schmetterlingen. Sesshōmaru brachte ihr alle paar Monate einen neuen. Sie wuchs in letzter Zeit sehr schnell.
„Inu!“ kam es unisono von den Zwillingstöchtern seiner beiden besten Freunde.
„Oh nein, bleibt mir ja vom Leib, ihr kleinen Nervensägen.“ Er hielt sie gleich auf Abstand. Rechts und links hängten sie sich an seine Ärmel und zerrten daran herum. Gaben ihm so zu verstehen, dass sie von ihm hoch genommen werden wollten.
„Lasst euren Onkel in Ruhe.“ ermahnte ihre Mutter sie liebevoll. Nicht, dass sie jemals wirklich auf irgendeinen ihrer Elternteile hören würden.
Erst recht nicht, seit Sango ihnen nicht mehr gleich hinterher springen konnte.
„Wie ich sehe, hast du immer noch nicht geworfen.“ Seine Arme in seinen Ärmeln steckend, musterte er die hochschwangere Taijiya.
„So charmant wie eh und je.“
„Du solltest sie wirklich nicht reizen, InuYasha.“ riet ihm Miroku, als er einen der Reisballen ablud. Bekam dafür auch gleich den bösen Blick seiner Frau. Der fast schon dieselbe Wirkung hatte, wie das Osuwari bei InuYasha.
„Ich lass ihn das mal durchgehen.“ Sango sah ihn mit einem Blick an, der von ihr nett gemeint war, das wusste er. Aber ihm drehte sich davon der Magen um. „Wir kennen doch alle die Ursache seiner Launen.“
Sich ertappt fühlend, zuckten seine Ohren kurz. Verschränkte er seine Arme noch mehr, knurrte seine beste Freundin kurz an.
Die jedoch wusste, dies nicht persönlich zu nehmen. Er war nicht sauer auf sie.
„Ihr habt aber ziemlich viel mitgebracht.“ fiel ihr nun die Ladung des zweiten Wagens ins Auge.
„War ja auch ein Riesenvieh.“
„Von denen dein Mann das das nächste Mal selber eins erledigen kann.“
„Standest du mal wieder nur daneben?“ Sango sah ihren Mann vielsagend an.
Der sie ansah, als könne er kein Wässerchen trüben.
Sango besah sich die einzelnen Teile. „Damit lässt sich gut arbeiten. Sobald ich mich wieder besser bewegen kann.“
„Ist Kohaku noch nicht wieder zurück?“
Sie schüttelte mit ihrem Kopf. „Und Shippō ist noch bei seiner Schule. Er hat doch gerade sein Examen, wie Kagome-cha-“
„Ich bin dann mal weg.“
Der Han'yō wollte sich gerade aus dem Staub machen, entzog den Zwillingen deswegen seine Ärmel. Denen er gegenüber unerbittlich war und sie die ganze Zeit über ignorierte.
Sodass sie nun zu ihrem Vater gingen, der immer noch alles ablud, und an dessen Robe zu zupfen begannen.
„Pa.“
Pa.“
„Ich kann jetzt nicht mit euch spielen. Ich muss das hier noch fertig machen.“
InuYasha, der eigentlich sofort hatte gehen wollen, sah, wie sein bester Freund hin und her gerissen zwischen seinen Töchtern und den Karren mit den Teilen des Yōkai, den sie vor die Werkstatt stellten, abzuladen war.
Nun sah Miroku ihn auch bittend an.
„InuYasha, ist es in Ordnung für dich, wenn du dich um die Sachen kümmerst?“ Er sah zwischen seinem besten Freund und den beiden beladenen Karren hin und her. „Ich denke nicht, dass die beiden so schnell aufhören werden.“
„Ihr lasst euch von den beiden echt zu viel auf der Nase rum tanzen.“ Er verschränkte seine Arme in seinen Ärmeln.
Weswegen sich Sango wohl genötigt sah, Miroku beim abladen zu helfen.
„Lass gut sein, Sango, ich mach das schon.“ übernahm er dann doch diese Aufgabe.
„Arigatō, InuYasha.“ Die Taijiya lächelte ihn warmherzig an.
„Schon gut.“
„Willst du dafür vielleicht zum Abendessen zu uns kommen?“
„Keinen Bock.“
„Möchtet Ihr dann vielleicht heute Abend bei Kaede-sama und mir zu Abend essen, InuYasha-sama?“ versuchte es Rin.
„Ich würd dir nur alles weg essen.“
„Ihr könntet Jinenji und mir aber auch mit den Kräutern helfen.“
„Von so was hab ich doch keine Ahnung.“ Er zuckte mit seinen Schultern, sah das kleine Mädchen nicht an.
„Schon gut, Rin.“ Sie sah zu Sango, die ein trauriges Lächeln auf ihren Lippen hatte.
„Dann lass uns die beiden mal füttern.“ meinte Miroku schließlich zu seiner Frau. „Ihr beide habt ja sicherlich auch schon Hunger.“ Er sah auf ihren Bauch. „Und wenn der Dickkopf nicht will, will er halt nicht.“ über seine Schulter sah Miroku noch mal zu seinem besten Freund.
„Ey, ich komm schon klar. Jetzt geht schon.“
Seine Freunde leisteten dem Folge und gingen zu ihrem Haus. „Du solltest auch zu Kaede gehen.“ Er sah Rin nicht an, während er die beiden Karren ablud. „Für dich ist auch schon Mittagszeit.“
Auch Rin lernte schnell, wann es besser war, den Han'yō in Ruhe zu lassen und nickte deswegen nur kurz, ehe sie sich auf den Weg zur alten Miko machte.
InuYasha sah seinem besten Freund, der seinen Arm um die Schulter seiner Frau legte und die ihren Kopf an ihn lehnte, noch kurz nach. Ihre beiden Töchter liefen um ihre Eltern herum.
Von diesem Bild wandte InuYasha seinen Blick gleich wieder ab und nachdem er alles in der Werkstatt unterbrachte, verschwand er Richtung Wald…

Als er wieder ins Dorf zurückkehrte, roch er das Essen, was im Hause seiner Freunde gekocht und verzehrt wurde. Zu dem sie ihn einluden.
Nicht, dass er nicht gerne mit ihnen zusammen war.
Aber sie waren nun verheiratet, hatten eine Familie, erwarteten ihr drittes Kind. Selbst wenn sie wollten, hatten sie doch allerlei mit ihrem Haushalt und den beiden Mädchen zu tun. Bald auch mit einem weiteren Kind. Neben Miroku's Arbeit, blieb da nicht so viel Zeit, die er mit ihnen verbringen konnte und ihnen auch nicht zur Last fallen wollte. Er wusste ja, wie er seit 3 Jahren drauf war. Und Sango brauchte den Stress momentan nicht.
Sein Blick ging weiter zu der kleinen Wiese, auf der einige Kräuter wuchsen, die Kaede oft für Medizin benötigte.
Und auf der Rin und Jinenji saßen. Von dem das kleine Menschenmädchen viel lernte. Von dem anderen Han'yō, der mittlerweile unter ihnen lebte und Kaede, die ihr alles wichtige beibrachte.
Die alte Miko, war, wie er wusste, in der nächsten, kleineren Stadt. Für eine Geburt. Sie lies Rin dann immer hier. Damit zumindest noch jemand hier war, sollte einer der Dorfbewohner medizinische Hilfe benötigen.
InuYasha's Blick ging automatisch gen Himmel.
Kohaku reiste gerade mit Kirara durch die Lande. Arbeitete bereits in seinem Alter von vierzehn Jahren, als Taijiya. Und das nicht mal unerfolgreich.
Und Shippō, dieser kleine Quälgeist, entschloss sich, kurz, nachdem sich alle damit arrangierten, Kagome nie mehr wieder zu sehen, regelmäßig dieses Gasthaus zu besuchen. Was eigentlich eine Schule für Kitsune war. Der Kleine war gar nicht mal schlecht. Er lernte in den letzten 3 Jahren viel und wurde stärker, machte schnelle Fortschritte. Aber dafür war er ebenso oft weg wie Kohaku.
Seine Freunde, die er nur dank Kagome in seinem Leben fand, sein Rudel, lebten ihr eigenes Leben oder waren in die verschiedensten Landesteile versprengt.
Die Dorfbewohner um ihn herum lebten ihr einfaches Leben weiter. Bestellten ihre Felder und bekamen Kinder. Zogen die, die sie schon hatten, groß. Einige starben bereits, des Alters wegen. Er roch das Essen, was in den einzelnen Haushalten zubereitet wurde.
Er sah die Kinder vor sich spielen, die hier lebten. Die Männer, die auf den Feldern arbeiteten. Und die Frauen, die den Haushalt schmissen, sich unterhielten, sich mit den Kindern halfen.
Für alle lief die Zeit einfach weiter. Außer für ihn.
Trotz dessen, dass er deren Voranschreiten daran festmachte, dass Rin und Kohaku wuchsen, ebenso die Mädchen seiner Freunde älter wurden, schien seine Zeit wie eingefroren zu sein.
Er stand hier, inmitten des Dorfes, und kaum jemand nahm von ihm Notiz.

„Wisst Ihr, wo InuYasha sich befindet, Kaede-sama?“ fragte Miroku die alte Miko am nächsten Morgen.
„Nein, aber er sollte bald zurück sein. Ich habe einen neuen Auftrag für euch zwei.“
„Dann kann ich mir schon denken, wo er ist. Habt Dank, Kaede-sama.“ Der Hōshi verabschiedete sich und begab sich auf die Spur seines Freundes.
Welchem er recht schnell auf die Schliche kam, wo dieser sich aufhielt.
Sobald man den Wald betrat, der sich rund um das Dorf erstreckte, hallte in diesem das unüberhörbare Geräusch von Bäumen wieder, die mit, nicht zu verbergender, Aggressivität von einem großen Schwert in mehrere Stücke zerschlagen wurden.
„Ich hoffe nur, du weißt dich zu beherrschen und nicht noch dein Kaze no Kizu einzusetzen. Sodass noch was vom Wald übrig bleibt.“
„So fällt für euch und die alte Hexe doch wenigstens noch etwas Feuerholz ab.“
„Aber wenn du mit deinen Gefühlen nicht zurecht kommst, bleibt uns allen bald nichts mehr vom Wald übrig.“
„Was willst du?“ stöhnte der Han'yō genervt und steckte sein Schwert wieder ein.
„Kaede-sama hat einen Auftrag für uns. Kommst du dann?“
„Sollten wir vorher nicht noch das Feuerholz ins Dorf schaffen?“ Miroku sah sich um. Der Han'yō schlug mindestens zehn Bäume nieder. Die nun in Stücken verschiedenster Größe, um sie herum verstreut lagen. „Hier.“
Aus dem Nichts warf er ihm einige davon zu, die der Hōshi gerade zu fangen im Stande war.
„Was sollte das jetzt? Und warum soll ich den Hauptteil davon schleppen?“
„Sieh es so, dass wir dann quitt sind. Wegen gestern. Heute darfst du mal schleppen.“ Mit verschränkten Armen ging der Han'yō an ihm vorbei, zurück Richtung Dorf.
„Deine Laune ist mal wieder echt unerträglich.“ Dennoch folgte er ihm, mit dem Holz schwer bepackt. „Du kannst sie nicht immer an uns auslassen. Schubs von mir aus ein paar Yōkai rum und verdresch die. Du bist nicht der Einzige, der sie vermisst, InuYasha.“
Angesprochener blieb stehen und anhand seiner Hand, die sich zur Faust ballte, wusste Miroku, dass er sich zu weit aus dem Fenster lehnte.
„Dann dürfte es dich ja freuen, zu hören, dass ich gestern Nacht eine Entscheidung traf.“
Ohne diese Entscheidung näher auszuführen, setzte sich InuYasha in Bewegung, ohne Miroku anzusehen.

Als sie im Dorf eintrafen, lief ihnen auch gleich eine lächelnde Sango über den Weg, die ihre Töchter an ihren Händen hielt.
„Ohayō, InuYasha.“ Auch wenn sie ihm ansah, welch miese Laune ihr Freund hatte, hoffte sie, diese mit ihrer guten Laune und Freundlichkeit, ein wenig heben zu können.
„Hier habt ihr Feuerholz.“ verwies er knurrig auf den schwer beladenen Miroku neben sich.
„InuYasha, wenn du reden-“ Ihre Töchter begannen unruhig zu werden, sodass Sango Schwierigkeiten hatte, sie festzuhalten, in ihrem momentanen Zustand. „Hey, Mädchen.“
„Wir gehen dann mal zur alten Hexe.“ meinte der Han'yō nur und Sango sah ihm nach, als er ging.
„Kaede-sama, wir haben neues Feuerholz für Euch.“ Nach einem kurzen Klopfen am Türrahmen, betrat Miroku die Hütte der alten Miko, gefolgt von InuYasha, der die Holzstücke einfach so fallen lies.
„InuYasha tobte sich wohl mal wieder aus.“ Sie sah zu InuYasha, der diesem Blick von ihr auch gleich auswich.
„Willst du nicht vielleicht schon mal vorgehen, Miroku?“ fragte er dann seinen besten Freund, sah ihn dabei aber nicht an. „Ich komm dann gleich nach.“
Der Hōshi verstand sofort, nickte ihm zu und verbeugte sich kurz zur Verabschiedung vor der alten Miko, ehe er ihre Hütte verließ.
„Kaede, können wir heute Abend vielleicht mal re-“
„Kaede-sama.“ wurde er da auch gleich von einer aufgeregten Rin unterbrochen, die in die Hütte platzte.
„Was ist denn, meine Kleine?“
„Einer der Dorfbewohner benötigt Eure Hilfe.“
„Sag ihm, ich komme gleich.“ Sie wollte sich wieder an InuYasha wenden.
„Es ist aber dringend. Eine tiefe Fleischwunde. Passierte bei der Arbeit auf dem Feld.“
„Gut, ich komme sofort. Nimm schon mal alles mit, was wir brauchen.“ Rin nickte, sammelte alles zusammen. „InuYasha, wir-“
„Schon gut, ich muss zu Miroku.“ Damit verschwand der Han'yō auch schon aus ihrer Hütte.
Vorher brachte er aber auch noch ein Teil des Holzes zu Jinenji's Hütte, der ebenfalls, wenn auch etwas am Rand des Dorfes, hier mit ihnen lebte.
„Ich hab hier neues Holz für dich, Großer.“ Die beiden Han'yō verband mittlerweile eine gute Freundschaft.
Doch die Hütte seines Freundes fand InuYasha leer vor. Lediglich eine Notiz unterrichtete ihn über den Grund von Jinenji's Abwesenheit.

Begleite einige der Männer bei ihrer täglichen Patrouille im Wald und sammle dabei auch gleich Kräuter.

Aufgeregt sprang Rin auf ihren Füßen hin und her, die ganz angespannt war und es eilig hatte. Immerhin drängte sie auch die Zeit. Sie musste Kaede schnell zurück ins Dorf holen. Welche, nachdem sie den verletzten Dorfbewohner behandelte, kurz zu den Männern in den Wald musste, die täglich auf Patrouille waren, um Yōkai im Umland des Dorfes ausfindig zu machen und zu eliminieren. Einer von ihnen war verletzt.
Nun wurde Rin zu ihr geschickt, um sie ins Dorf zurück zu holen und lief ihr entgegen, als sie gerade auf dem Rückweg war.

„Kaede-sama, beeilt Euch!“ Sie nahm die alte Miko, bei der sie wohnte, an die Hand und zog sie mit sich eine Treppe herunter, die ins Erdreich eines Abhangs gebaut wurde und Richtung Dorf führte.
„Nicht so schnell.“ bat sie das Mädchen. Hatte keine Lust, selbst noch behandelt werden zu müssen.
„Aber es wird doch gleich zur Welt kommen.“
„Wo ist sein Vater?“
„Noch nicht wieder zurück.“
„Na ja, es ist ja schon das dritte Mal.“
//Genau, es sind bereits 3 Jahre...//
Der Weg der beiden führte sie am Brunnen vorbei, der von einigen Pflanzen bewachsen war.

Währenddessen befanden sich Miroku und InuYasha noch in der nächsten Stadt, von deren Anwesen, was besessen sein sollte, Kaede ihnen erzählte. Die zwar größer als das Dorf, aber kleiner als die nächst weiter gelegene Stadt war.
„Also dann, ihr guten Leute dieses Anwesens…“ was besessen sein und das Miroku reinigen sollte. „...ich werde nun den Yōkai austreiben.“
„Ein Sack Reis pro Amulett?“ war der Hausherr verwundert.
„Das ist aber ziemlich teuer, meint Ihr nicht?“ fragte ihn einer seiner Angestellten.
Miroku klebte drei davon auf die Tür.
„Drei Amulette?!“ war dementsprechend die Reaktion eines der Angestellten.
Welche jedoch auch gleich ihre Wirkung entfalteten und zu leuchten begannen, den Yōkai aus dem Gebäude heraus trieben.
Der wie ein weißer Wolf mit langen Krallen und roten Augen aussah.
„Hier kommt er, InuYasha.“ Miroku hielt sein Shakujō locker in einem seiner Arme und sah zu seinem Begleiter.
Der ziemlich abgelenkt von irgendwas und in Gedanken zu sein schien. Den Blick, den er dabei hatte, kannte Miroku nur zu gut von seinem Freund.
„Hä? Okay.“ lenkte der Han'yō seine Aufmerksamkeit auf den Yōkai, der ihm entgegen kam und schwang sein Schwert, das er mit einer Hand über seiner Schulter trug. „Tessaiga!“
Mit einem Schlag war der Kopf des Yōkai ab und er begann sich aufzulösen.

„Man, du nimmst die Leute ja wirklich schamlos aus.“ verurteilte er auf dem Rückweg zum Dorf mal wieder das Verhalten seines Freundes.
Wieder einmal durfte er alles schleppen. Ein Ballen unter seinem linken Arm, die andern beiden auf seiner rechten Schulter.
„Miroku, du bist ein Gierschlund.“
„Ich nehme mir, was ich kriegen kann.“ verteidigte sich dieser. „Ich habe ja schließlich auch meine Ausgaben.“
„Mal nebenbei, müsste euer Kind nicht langsam mal kommen?“
Was auch schon, nicht weit weg von ihnen, im Dorf bereits der Fall war. Dampf stieg aus der Luke im Dach. Zeigte so an, dass heißes Wasser in diesem Haus benötigt wurde.
„Hier ist es. Du warst großartig, Sango.“ Kaede wusch das Neugeborene, das dabei lauthals schrie und seine kräftigen Lungen bewies. „Du brachtest einen gesunden Jungen zur Welt.“
„Er sieht gut aus.“ Rin wickelte ihn in ein weißes Tuch. Im Dorf assistierte sie der alten Miko bereits bei Geburten.
Der Junge hatte hellbraunes Haar.
In diesem Moment öffnete sich die hölzerne Schiebetür des Hauses und Miroku stand in deren Rahmen. „Ist unser Kind schon da?“
Er sah zu seiner Frau, die auf ihrem Futon lag und wie seine beiden Töchter sich neugierig ihren kleinen Bruder ansahen, den sie in ihren Armen hielt.
„Hai.“
„Komm, nimm ihn doch mal hoch.“

Am Abend, als es schon spät und der Himmel in ein tiefes Dunkelblau getaucht war, das von zahlreichen Sternen übersät wurde, stand InuYasha an einem höher gelegenen Abhang. Den er bei einem seiner Streifzüge in den zurückliegenden Jahren entdeckte. Der sich am Rand des Waldes befand, der das Dorf umgab. Und von dem aus, man eine freie und tolle Sicht zum Sternenhimmel hatte.
Seine Arme steckten in seinen Ärmeln und der kalte Wind lies seine Kleidung und Haare wehen. Doch er als Han'yō, spürte die Kälte der Frühlingsnacht kaum. Nicht so, wie Menschen sie spüren würden. Wie sie sie spüren würde.
„Ich frage mich, wie es Kagome-chan geht.“ fragte sich Sango dies laut, als sie auf ihrem Nachtlager lag. Ihre Kinder neben ihr. Und Miroku an ihrer Seite.
„Ich mich auch. Es ist schon 3 Jahre her.“


Beide erinnerten sich an den Tag, den dritten in Folge, den sie auf ihre Freunde warteten. An der Stelle, an der einst der Brunnen stand und die immer noch kahl war. Wie auch der Rest des Dorfbodens. Nachdem Naraku die Brocken, die aus seinem Shōki bestanden, auf dieses fallen lies. Und die durch Kagome's Pfeile und das Licht, das von ihnen ausging, gereinigt wurden.
Zusammen mit Shippō saßen sie an dieser Stelle und warteten auf ein Lebenszeichen ihrer Freunde.
Als plötzlich ein helles Licht vor ihnen erschien. Eine Lichtsäule, in der der Brunnen wieder auftauchte. Aus dem InuYasha sprang.


„3 Tage, nachdem wir Naraku besiegten und der Knochenfresserbrunnen verschwand, erschien er in einem Lichtstrahl wieder und InuYasha kam allein zurück.“


Sie alle drei sprangen erst erschrocken auf. Dann freuten sie sich bereits, ihre beiden Freunde wieder zu sehen. Bis sie InuYasha's Gesichtsausdruck sahen, der alleine aus dem Brunnen heraus kam.
„Kagome ist in Sicherheit.“
Das war alles, was sie von ihrem gemeinsamen Freund hörten, als dieser, sichtlich mit der Situation überfordert, sich für mehrere Tage tief in die umliegenden Wälder zurück zog.


„Sicher kehrte sie in ihre Zeit zurück.“ vermutete Sango.
„Er redet ja nicht viel darüber.“ Miroku deckte seine Töchter wieder zu, nachdem sich eine von ihnen umdrehte. Dabei ihre Schwester im Schlaf umarmte, sich beide aber aufdeckte. „Er erwähnte es nur einmal. Dass dort andere sind, die Kagome-sama brauchen und lieben.“
„Ich frage mich, ob er einsam ist.“ Diese Vorstellung machte die Taijiya traurig. Auch wenn sie immer ihr Möglichstes taten, den Han'yō in ihr aller Leben einzubinden, damit er dies nicht war. Sich nicht so fühlen musste.
Aber sie führten nun mal auch ihr eigenes Leben. Mit ihren Kindern und ihrem Haushalt. Jeder hatte seine Aufgabe im Dorf. Daher tat es Sango leid für ihn, dass sie nicht immer die Zeit für ihn aufbringen konnten, wie er es verdiente und wohl auch brauchte.
Auch wenn er dies immer wieder bestritt und das auch deutlich machte, immer wieder kund tat und sich dann von ihnen zurück zog. Von allen aus dem Dorf und dem Leben, das in diesem herrschte.
Sie wussten aber, dass sie ihm nur begrenzt helfen konnten. Dass sie nicht die Richtigen waren, sein verwundetes Herz zu heilen.

Nachdenklich und völlig ruhig, sah InuYasha immer noch zum Himmel hoch. An dem über ihm die Sterne funkelten.
Schon seit einigen Tagen rang er mit einer Entscheidung, die er traf. Und die er seinen Freunden bald mitteilen wollte. Sobald sein Rudel wieder vollständig wäre.
Eine Sternschnuppe zog am Himmel vorbei...




InuYasha ist also wirklich nicht der Einzige, der Kagome's Rückkehr sehnsüchtig erwartet.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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