And everything will change

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
06.09.2020
21.09.2020
7
17.507
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16.09.2020 2.929
 
Ihr Lieben, hier geht es weiter. Die Kapitel sind ein bisschen kürzer als vielleicht von mir gewöhnt, aber die Geschichte wird wahrscheinlich nicht ganz soooo lang und dann haben wir einfach länger etwas davon. Danke für Eure lieben Kommentare.


2 Wochen später
Erschrocken fuhr Mikko aus dem Schlaf. Ein markerschütternder Schrei hatte ihn geweckt und ließ sein Herz heftig schlagen. Er sprang augenblicklich aus dem Bett und stürzte zur Zwischentür, die sein und Samus Hotelzimmer verband. „Samu!“, Mikko eilte zum Bett, in welchem sein Freund mit weit aufgerissenen Augen und schweratmend saß. Mikko setzte sich auf die Bettkante, knipste die Nachttischlampe an und nahm Samus Hand. „Hey, alles ist gut. Du hast geträumt. Sieh mich mal an.“ Samu schluckte, kurz kniff er die Augen zusammen und suchte dann den Blick seines Managers. „Ich…alles…gut..mir geht’s gut!“, stammelte er. „Hm, das sieht nicht so aus. Ich hole dir mal ein Glas Wasser.“ Mikko ging ins Bad und füllte ein Glas mit Wasser. „Hier, trink!“, reichte er dieses Samu und setzte sich wieder zu diesem aufs Bett. „Besser?“, vorsichtig nahm er Samu das Glas aus der zitternden Hand als es leer. Samu nickte. „Ja, sorry, dass ich dich geweckt habe. Geh wieder schlafen, ich komme klar. Ich geh kurz duschen und leg mich dann wieder hin.“, Samu versuchte sich an einem Lächeln. Kurz zögerte Mikko, stand dann jedoch auf. „Sag Bescheid, wenn etwas ist.“ „Mach ich! Gute Nacht und Sorry und nochmal.“, Samu verschwand im Bad und Mikko sah ihm seufzend nach.

Er ging zurück in sein Zimmer und legte sich wieder ins Bett. Natürlich war an Schlaf nicht zu denken. Er griff nach seinem Handy und sah auf die Uhrzeit, halb zwei, na prima. Morgen lag ein anstrengender Tag vor ihnen. Zusammen mit ihrem Schützling Robin waren sie in Berlin, um wichtige Verhandlungen mit der Plattenfirma zu führen, wo eben auch Samus Anwesenheit vonnöten war. Mikko seufzte wieder. Er machte sich große Sorgen um seinen Freund, dem es nicht gut ging. Als er aus dem Krankenhaus entlassen worden war oder nein, nachdem er sich selbst entlassen hatte, dachte Mikko, war er mit ihm zu seinem Hausarzt gefahren, der ebenfalls Ruhe, Schlaf, regelmäßiges Essen und viel Trinken angeordnet hatte. Des Weiteren hatte er Samu ein Kreislaufmittel und Blutdrucktabletten verschrieben, doch trotz allem ging es Samu nicht gut. Mikko wusste, dass er schlecht schlief, zu wenig aß und das sein Befinden eigentlich keine körperlichen Ursachen hatte. Erfolgreich war er jedem Gespräch mit Riku aus dem Weg gegangen, der seit zwei Wochen eine Reha in Tampere machte, zu der ihm die Ärzte nach dem Koma geraten hatten. Auch Riku litt, aber an Samu prallte alles ab und Mikko fürchtete, dass der nächste Zusammenbruch nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Ich verstehe es einfach nicht, dachte Mikko, wochenlang hatte Samu an Rikus Bett gesessen und jetzt ging er ihm aus dem Weg, ignorierte ihn komplett und verdrängte alles.
Im Zimmer nebenan hörte er die Dusche rauschen. Mikko schüttelte den Kopf. Er erkannte Samu nicht mehr wieder. Noch nie hatte er sich vor ihm so verschlossen. Kein Wort hatte er mit Mikko darüber gesprochen, was passiert war. Er machte einfach weiter als wäre nichts passiert und das, da war sich Mikko sicher, konnte nicht lange gut gehen. In 5 Wochen spätestens würde die Band wieder aufeinandertreffen, mehrere Promotermine und Veranstaltungen standen an, auf denen sie gemeinsam anwesend sein mussten. Wie sollte das gehen, wenn Samu und Riku bis dahin nicht miteinander gesprochen hatten. Riku würde in ein paar Tagen nach Hause kommen, körperlich hatte er sich gut erholt. Mikko hörte, wie Samu nebenan wieder ins Bett ging und fiel dann auch wieder in einen unruhigen Schlaf.

„Guten Morgen!“, Mikko ließ sich auf einen Stuhl fallen und lächelte Robin freundlich an, der bereits vor einer Schüssel Müsli saß. „Moi! Hast du nicht gut geschlafen?“, fragte der junge Sänger und musterte seinen Manager. Irgendwas stimmte nicht, das merkte er ganz deutlich, aber das lag eher an Samu. Robin spürte ganz genau, dass es diesem nicht gut ging, dass es ihn wahnsinnig anstrengte, seine Rolle perfekt zu spielen. Ob das immer noch an Rikus Unfall lag, aber diesem ging es besser, das wusste er von Mikko. Samu spulte hier sein Programm ab, sprach kaum etwas privates, verschwand nach den Terminen in seinem Hotelzimmer. Auch gestern waren Robin und Mikko allein zum Abendessen gegangen. Was war nur mit seinem Mentor los, der im Übrigen auch nicht gut aussah, müde, erschöpft und er strahlte eine abgrundtiefe Traurigkeit aus. Kurz überlegte Robin, ob er Mikko mal fragen sollte, aber er wusste auch nicht, ob ihm das zustand. Ehe er seine Entscheidung jedoch treffen konnte, bog Samu um die Ecke. „Moi!“, er plumpste auf den Stuhl neben Robin. „Guten Morgen, konntest du noch ein bisschen schlafen?“, Mikko sah Samu an. Samu nickte. „Ja, sorry nochmal.“ Mikko winkte ab. „Schon gut. Für einen schlechten Traum kann niemand etwas.“, er sah Samu prüfend an, der sich verlegen räusperte und dabei kurz Robin ansah, der jedoch unbeteiligt in seinem Müsli rührte. Eine halbe Stunde später und einem Disput zwischen Samu und Mikko über Samus Essverhalten, dessen Frühstück bestand nämlich nur aus Kaffee, machten sich die Drei auf zu Universal. Es würde ein langer Tag werden und morgen früh würde es zeitig zum Flughafen gehen.

In Tampere saß Riku ebenso am Frühstückstisch in seinem Zimmer, welches wirklich schön war, als es klopfte. „Ja?“, Riku sah zur Tür und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als Raul und Osmo hereinkamen. „Hey, was macht ihr denn hier?“, Riku strahlte. „Wir haben gedacht, wir schauen mal, wie es dir geht.“, Osmo schlug Riku auf die Schulter. „Gut, Ende nächster Woche kann ich nach Hause.“, antwortete Riku, doch dieses Mal erreichte das Lächeln seine Augen nicht. „Das Wetter ist toll, wollen wir ein Stück gehen bis in das kleine Café am See oder hast du Termine?“, fragte Raul. „Nein, das wäre schön. Ich ziehe mir gerade was anderes an.“, antwortete Riku.
Zwanzig Minuten später schlenderten die Drei schweigend am See entlang. Mittlerweile war es Anfang November, es war ein kalter Tag, aber die Sonne strahlte vom Himmel und die frische Luft tat gut. Plötzlich blieb Riku stehen. „Wie geht’s Samu?“, platzte er heraus. Raul und Osmo drehten sich zu ihm herum. „Du hast nichts von ihm gehört?“, fragte Osmo sanft. „Nein!“, Riku schluckte, „nicht ein einziges Mal, seit ich wieder wach bin. Ich habe tausendmal versucht ihn anzurufen, ihm unzählige Nachrichten geschrieben… er reagiert auf gar nichts. Ich verstehe es nicht! Er sitzt jeden Tag an meinem Bett und jetzt, wo wir miteinander reden könnten, da….da ignoriert er mich. Wir müssen das klären, so oder so! Wie soll das sonst weitergehen? Auch mit der Band? Und ich….ach verdammt…ich liebe ihn und er fehlt mir so schrecklich und ich mache mir Sorgen um ihn!“, Riku fuhr sich durch die Haare. Betroffen sahen sich Osmo und Raul an. „Komm wir setzen uns einen Moment auf die Bank da!“, Osmo schob Riku vor sich her und die Drei ließen sich auf die Bank fallen.
„Mikko ist gerade mit Samu und Robin in Berlin. Termine bei Universal und so weiter.“, Raul verstummte kurz, dann fuhr er jedoch fort, „wir machen uns auch Sorgen um Samu. Er kapselt sich total ab. Er hat kein Wort mehr über das, was passiert ist, gesprochen. Außer damals im Krankenhaus, wo er diesen Nervenzusammenbruch hatte, hat er kein Wort mehr darüber verloren und genaugenommen weiß nur ich, dass ihr…also…dass ihr miteinander geschlafen habt und wie gesagt, er hat nie wieder ein Wort darüber verloren, wenn du dich nicht geöffnet hättest, wüssten wir gar nichts.“ „Niemand kommt an ihn an ran im Moment.“, fuhr Osmo fort als Raul schwieg, „er macht seinen Job und sonst nichts. Er geht jedem Gespräch aus dem Weg, mit Mikko gerät er ständig aneinander, weil der ihn immer wieder anspricht und sich auch wahnsinnige Sorgen macht.“, kurz holte Osmo Luft, „es geht ihm nicht gut, Riku. Er isst nicht richtig und er scheint auch nicht gut zu schlafen, eigentlich warten wir alle nur auf den nächsten Zusammenbruch. Sanna und seine Mum prallen auch an ihm ab. Entweder schüttet er sich mit Arbeit zu oder er verbarrikadiert sich zu Hause.“ Kurz herrschte Ruhe. „Das ist alles meine Schuld.“, flüsterte Riku dann, „ich hätte ihn nicht verführen dürfen. Ich mache mir solche Vorwürfe. Es ist meine Schuld, dass er so durcheinander ist und völlig Kopf steht.“ „Das stimmt so nicht, Riku und das weißt du auch. So betrunken wart ihr nicht, dass Samu nicht mehr wusste, was er getan hat. Es war wunderschön hat er gesagt, aber es geht nicht, waren dann seine Worte. Er ist total zerrissen, Riku. Er sehnt sich genauso nach dir, aber er weiß nicht, was er tun soll. Aber anstatt er sich helfen lässt, zieht er sich zurück. Ich befürchte, wir können da nicht weiter zu sehen, wir werden ihn zwingen müssen, sich mit dem Geschehenen auseinander zu setzen und sobald du wieder zu Hause bist, müsst ihr miteinander reden und wenn wir ihn mit dir in einen Raum sperren.“, Osmo grinste und Riku musste ebenfalls lächeln. „Na ja, mehr als das er mir eine reinhaut, kann nicht passieren, oder?“ Osmo und Raul lachten, dann jedoch wurde Riku wieder ernst. „Passt auf ihn auf, ja?“ Raul seufzte. „Wir geben unser Bestes!“

Vier Wochen später stand Mikko in Samus Büro und sah diesen böse an. „Das kommt nicht in Frage, Samu!“, streng sah Mikko ihn an, „du wirst nicht den Geburtstag meiner Frau schwänzen! Morgen Abend 18 Uhr! Sie freut sich auf dich und sie wäre maßlos enttäuscht, wenn du nicht kommst!“ Genervt lehnte sich Samu in seinem Stuhl zurück und sah Mikko missmutig an, der mit verschränkten Armen vor seinem Schreibtisch stand. Er hatte keine Lust auf eine Feier, keine Lust auf die besorgten Blicke seiner Bandkollegen, überhaupt hatte er keine Lust auf Gesellschaft. „Riku wird nicht da sein!“, sagte Mikko da und Samu sah ihn misstrauisch an. Mikko hielt seinem Blick stand und verdrängte das schlechte Gefühl, denn das war eine glatte Lüge und angelogen hatte er Samu noch nie, doch nach weiteren vier Wochen, in denen alle Samu bei seiner Selbstzerstörung zugesehen hatten, sah Mikko keinen Ausweg mehr und es tat ihm mehr als leid, dass der Geburtstag seiner Frau nun dafür herhalten musste, aber letztlich war es sogar ihre Idee gewesen. „Na gut!“, murrte Samu da plötzlich, „aber lange bleibe ich nicht!“ Mikko atmete erleichtert auf. „Okay, dann sehen wir uns morgen!“. Er drehte sich herum und verließ Samus Büro und die Firma. Bevor er in sein Auto stieg, zog er sein Handy aus der Tasche und wählte eine Nummer. „Er kommt!“, sagte er sofort als abgenommen wurde.

„Und hast du schon Pläne für Weihnachten?“, Liisa strich Samu über die Wange, die zwei waren in der Küche. Sie musterte ihn und seufzte. Er sah furchtbar müde aus. „Heiligabend bin ich bei Mum und dann mal schauen.“, Samu zuckte mit den Schultern. „Am zweiten Weihnachtsfeiertag feiert die Band bei Sami dieses Jahr.“, Liisa reichte Samu ein Glas Wasser, denn er hatte schon genug getrunken und sie brauchten ihn noch bei Verstand. „Hm…ja, da kann ich nicht.“, Samu schüttelte den Kopf. „Samu…“, Liisa griff nach seiner Hand, die er ihr jedoch sofort wieder entzog. „Ich gehe mal wieder zu den anderen.“, er stellte das Glas auf den Tisch und schon war er weg. Liisa sah ihm nach und einmal mehr fragte sie sich, ob das so eine gute Idee gewesen war, ihn hierher zu locken und auch noch anzulügen. Sie war sich nicht mehr sicher, ob es gut gehen würde, wenn er nachher auf Riku treffen würde.

Nervös fuhr sich Riku durch die Haare und sein Herz schlug ihm bis zum Hals als er auf die Klingel drückte. Kurz schweifte sein Blick über das Haus der Saukkonens. Seit diesem Jahr war die Familie raus aus der Stadt aufs Land gezogen und hatten auch plötzlich einen Hund. Kurz musste Riku schmunzeln, wir werden wohl langsam alt, dachte er. Seine Nervosität stieg jedoch sofort wieder als sein Blick nun auf Samus roten BMW fiel. Er hatte Angst, Angst vor der endgültigen Zurückweisung durch den Mann, der die Liebe seines Lebens war. In diesem Moment ging die Tür auf. „Hey!“, Liisa zog ihn in ihre Arme, „komm rein, es ist viel zu kalt.“, sie strich ihm über den Rücken, „ganz ruhig, wir sind alle bei dir. Komm!“, sie zog ihn ins Haus und schob ihn in die Küche, wo Mikko an der Arbeitsplatte lehnte. „Moi! Wie geht’s dir? Packst du das?“, ein durchdringender Blick traf Riku. Der nickte. „Ja, heute klären wir das hier. So geht’s nicht mehr weiter!“ „Ganz genau!“, grimmig sah Mikko Richtung Wohnzimmer, „er wird heute mit dir sprechen und wenn ich ihn auf dem Stuhl festbinden muss. Ich hole ihn, wir schieben das jetzt nicht mehr vor uns her.“, damit verließ Mikko die Küche und Riku schluckte, sein Mund war staubtrocken.

„Was soll denn das, Mikko?“, ärgerlich drehte sich Samu zu seinem Freund herum, der ihn vor sich her in die Küche schob. „Geh einfach!“ knurrte Mikko als Samu plötzlich abrupt stehen blieb. Kurz blieb ihm die Luft weg als er in Rikus aufgerissene Augen sah. Sofort stürmten Bilder auf Samu ein und sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen, wie sehr vermisste er Riku und am liebsten hätte er sich jetzt sofort in seine Arme gestürzt, aber etwas in ihm blockierte und das seit Wochen. Liisa wechselte einen Blick mit Mikko ehe sie sich in Bewegung setzte. Bei Samu stoppte sie und nahm dessen Hand. Aus wässrigen Augen sah er sie an und sie konnte die Emotionen sehen, die in ihm tobten. „Wir wollten dich nicht belügen, aber du hast uns keine Wahl gelassen. Sprich mit ihm, du machst dich kaputt Samu und ihn mit. Wir sind im Wohnzimmer, wenn ihr uns braucht.“, damit verließ sie mit ihrem Mann die Küche.

Ewig starrten sich Riku und Samu stumm an. Er sieht furchtbar aus, dachte Riku. Er holte tief Luft und machte einen Schritt auf Samu zu. „Nicht, bitte bleib da stehen.“, Samu machte einen Schritt zurück und in Rikus Herz fuhr ein Stich. Riku hob beschwichtigend die Hände. „Okay, ich bleibe hier stehen, aber bitte sprich mit mir.“ „Was willst du?“, flüsterte Samu und in Riku keimte kurz Wut auf. „Was ich will? Samu, wir müssen dringend miteinander sprechen und du kannst davor nicht weglaufen. Warum tust du das? Du hast jeden Tag an meinem Bett gesessen, hast darauf gewartet, dass ich wach werde und jetzt? Warum?
Warum gibst du mir…uns keine Chance herauszufinden, was das zwischen uns ist?“ „Zwischen uns ist gar nichts! Gar nichts!!“, Samu wich noch weiter zurück, da Riku wieder weiter auf ihn zukam. „Samu!“, Riku gab seiner Stimme einen sanfteren Klang, „bitte, lass uns reden. Wir müssen doch klären, wie es weitergeht. Mit uns, unserer Freundschaft, die Band…“ „Ich kann nicht.“, Samu schüttelte den Kopf, er drehte sich herum. „Nein!!“, Riku stand plötzlich hinter ihm und griff nach seinem Oberarm, „du läufst jetzt nicht weg!“ Samu wand sich aus Rikus Griff und drehte sich abrupt herum. „Lass mich los! Ich…!“, ihre Blicke verhakten sich. Sie standen sich so nah gegenüber, dass sich ihre Nasen fast berührten. Samus Atem ging schwer, ein Kribbeln durchfuhr seinen Körper. Wie sehr vermisste er seinen Freund. Seine Gefühle fuhren Achterbahn und wie von selbst näherten sich ihre Gesichter noch mehr. Keiner konnte mehr sagen, von wem es ausgegangen war, aber plötzlich lagen ihre Lippen aufeinander und Stromstöße fuhren durch ihre Körper. „Nein!!“, plötzlich stieß Samu Riku weg und riss die Tür auf. Er stürzte in den Flur und zog seinen Autoschlüssel aus der Hosentasche.
„Hey, du kannst nicht mehr fahren!!“, Mikko stand plötzlich neben ihm und riss ihm den Schlüssel aus der Hand und fasste Samu an der Schulter, „bleib hier Samu!!“ Wütend und mit Tränen in den Augen sah Samu Mikko an. „Fick dich, Saukkonen!“, er riss sich los und war zur Tür raus. „Samu!!!!“, schrie Mikko ihm nach, „Scheiße verdammte!“, er drehte sich herum und sah in die geschockten Gesichter der Bandjungs. „Er hat keine Jacke an.“, Raul fuhr sich über die Glatze. „Sein Handy!“, Liisa hielt Samus Handy in der Hand, welches sie im Wohnzimmer auf dem Tisch gefunden hatte. „Wo will er denn jetzt hin? Er läuft doch ewig in die Stadt. Es ist arschkalt draußen.“, Osmo sah besorgt zu Mikko. „Dann wird er wohl gleich wieder vor der Tür stehen.“, Sami zuckte ratlos mit den Schultern. Riku sah schweigend aus dem Fenster, vereinzelte Schneeflocken fielen vom Himmel. „Dann warten wir und wenn er nicht bald wieder auftaucht, dann holen wir ihn zurück.“, Mikko schüttelte den Kopf. So ein Idiot, dachte er, was zur Hölle ging im Moment in Samus Kopf vor, was war sein verdammtes Problem.

Samu rannte kopflos in die Dunkelheit, die Straße runter, nur weg von diesem Haus. Sein Herz hämmerte schmerzhaft in seiner Brust, er sah nicht rechts und nicht links, er rannte einfach nur bis seine Lungen schmerzhaft um Gnade schrien. Er hatte den kleinen Ort schon hinter sich gelassen, die Straße war stockdunkel und er konnte nicht mehr sehen, wo er hintrat. Plötzlich stolperte er, kam ins Straucheln. Sein Knöchel knickte um und ein scharfer Schmerz fuhr durch seinen Fuß. Samu verlor den Halt, er stürzte und rutschte auf der mittlerweile glatten Straße aus und rollte den Abhang am Straßenrand runter, wo er an einem Ast hängenblieb. Ihm wurde schwarz vor Augen vor Schmerz und vor Schreck und dann war es dunkel.
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