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36 Fragen

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Jane Rizzoli Maura Isles
06.09.2020
28.11.2020
17
15.548
14
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
27.10.2020 1.241
 
Als ich das Kapitel gerade Probe gelesen habe ist mir aufgefallen, dass es doch sehr kitschig ist^^
Hoffe das stört keinen xD Viel Spaß!!

***

Frage 21: Jane

„Wie würdest Du die Rolle, die Liebe und Zuneigung in Deinem Leben spielen, einschätzen?“

„Nicht sehr groß,“ sagt Maura: „Aber ich wünschte mir, dass sie viel größer wäre.“

Ich lächle sie an, ich glaube ich weiß was sie meint. Schweigend mache ich einen Bissen von meinem Brötchen und antworte dann ebenfalls: „Ich bin ein sehr liebevoller, herzlicher Mensch der kein Gegenstück hat. Ich wäre froh wenn du mein Gegenstück sein könntest.“

Habe ich sie gerade gefragt ob sie eine Beziehung mit mir will? Oder hat sie das eh nicht verstanden? Was ist nur los mit mir… seit wann bin ich so romantisch geworden?

Maura muss grinsen, greift nach meiner Hand, unsere Finger verschränken sich schon automatisch miteinander.

„Ich wäre gerne dein Gegenstück,“ sagt Maura.


Frage 22: Maura

„Das ist eine Aufgabe an beide: Sagt euch abwechselnd, welche positiven Charakterzüge Euer Gegenüber hat. Jeder soll dabei 5 nennen.“

Jane schaut mich an, lächelt und sagt dann: „Du bist intelligent.“

Ich antworte: „Du bist ehrgeizig.“

Jane: „Du bist kultiviert.“

Maura: „Du bist bodenständig.“

Jane: „Du bist warmherzig.“

Maura: „Du bist ein Familienmensch.“

Jane: „Du bist besonders.“

Maura: „Du bist einzigartig.“

Jane: „Du bist einfach toll Maura.“

„Du auch Jane, du bist auch toll. Ich bin so froh dich kennengelernt zu haben.“

Jane räuspert sich, sie löst sich von meiner Hand und steht auf, wendet sich von mir ab. Ich folge ihr, stehe ebenfalls auf und mache einen Schritt auf sie zu: „Was ist los Jane?“

Sie atmet tief ein: „Ich habe mich noch nie von einem Menschen so angezogen gefühlt wie von dir Maura. Ich kann es mir nicht erklären. Du bist perfekt. Es scheint so als ob das Schicksal gewollt hätte, dass wir beide zusammen kommen. Und ich will dich nie wieder verlieren. Nicht nur als Freundin. Ich will dich in meinem Leben haben, als meine Partnerin. Und das ist mir gerade alles zu viel. Es ist so romantisch, so gefühlvoll, dass bin ich nicht. Das war ich nicht, jetzt kann ich es mir schon vorstellen. Eine Beziehung, eine Beziehung mit dir,“ sprudelt es aus Jane heraus.

Ich mache einen Schritt um sie herum und stehe nun nur einige Zentimeter vor ihr und flüstere: „Oh Jane, mir geht es genauso. Ich bin normalerweise kein sehr offener Mensch, doch dir habe ich innerhalb kürzester Zeit alle möglichen Dinge anvertraut. Weil ich dir vertraue.“

Ich umarme sie und sie erwidert die Umarmung sofort. Wir liegen uns einige Minuten lang in den Armen, ich fühle mich bei ihr so wohl.

„Was hältst du davon wenn wir die Hauptspeise essen?“, fragt sie nach der Umarmung.

Ich nicke und setze mich wieder hin.

Jane serviert zwei Teller mit einer einfachen Tomaten-Gemüse-Sauce über Spaghetti.

„Ich wusste nicht ob du Fleisch isst, deswegen gibt es keines.“

„Oh wow, danke Jane, dass du überhaupt an diese Möglichkeit denkst! Aber ich esse Fleisch, wenn auch nicht oft, manchmal für mehrere Monate nicht. Danke.“

Ich strahle sie an, sie grinst zurück und dann genießen wir das Essen.


Frage 23: Jane

„Wie nah stehst Du Deiner Familie und wie herzlich geht Ihr miteinander um? Hast Du das Gefühl, Deine Kindheit war glücklicher als die der meisten?“

Nach dem ich die Frage vorgelesen habe sage ich: „Ich glaube wir können diese Frage überspringen. Wir haben sie beide schon zur Genüge beantwortet.

Ich nicke nur und ziehe die nächste Karte.


Frage 24: Maura
„Wie ist die Beziehung zwischen Dir und Deiner Mutter?“

„Es kommt mir so vor als ob sich alles nur wieder wiederholen würde, dir auch oder?“ fragt Jane.

Ich nicke: „Ja, aber ich möchte trotzdem etwas dazu sagen. Die Beziehung zwischen meiner Mutter und mir war immer kühl, ist sie noch. Doch das ist okay, ich wäre nicht glücklich gewesen mit einer Mutter die sich in alles einmischt und mir Ratschläge in allen meinen Lebenslagen gibt. Natürlich wäre es hin und wieder schön gewesen eine gute Mutter-Tochter-Beziehung zu haben. Aber es ist okay so.“

„Du hast meine Mutter beschrieben,“ sagt Jane lachend.

„Was meinst du?“

„Naja, meine Mutter hat sich in alles eingemischt, sie gibt mir jetzt noch Ratschläge. Sie hat als wir das Essen vorhin geholt haben aus dem Fenster geschaut und war enttäuscht weil es nur eine Freundin ist - ihre Worte, nicht meine - und kein Mann.“

„Glaubst du, sie ist mit dieser Sache zwischen uns nicht einverstanden?“

„Ich bin zwar religiös aufgewachsen, doch meine Mutter wäre dumm wenn sie dich nicht genauso lieben würde wie ich dich.“

„Liebe hm?“

Jane wird knallrot: „Ähm ich meine...“

„Schon gut. Ich vergesse es.“

„Nein Maura! Vergiss es nicht.“

„Okay.“


Frage 25: Jane

„Jeder von Euch macht 3 wahre “Wir”-Aussagen. Zum Beispiel: Wir sind beide in diesen Raum und fühlen uns… “, lese ich vor.

„Okay dann mal los,“ sagt Maura. Sie grübelt kurz und sagt dann: „Wir beide haben am Anfang nicht an den Erfolg des Experiments geglaubt.“

„Wir beide essen italienisches Essen.“ sage ich, mir fällt nichts besseres ein.

„Wir beide hätten gerne mehr Wein.“ sagt Maura und deutet auf unsere Gläser, sie hat Recht, ich schenke uns beiden nach.

„Wir beide hätten jetzt gerne Nachspeise.“ sage ich. Maura lächelt, sie wusste anscheinend nicht, dass es auch Dessert gibt. Deswegen stehe ich auf und hole uns Tiramisu aus dem Kühlschrank. Sie lächelt mich an als ich mich wieder zu ihr setze. Ich greife sofort wieder nach ihrer Hand.

Mauras Blick wird ernst, sie schaut mir in die Augen und beißt sich dann leicht auf die Lippe, anscheinend eine nervöse Angelegenheit: „Wir beide würden die andere jetzt gerne küssen.“

Wow. Das habe ich nicht erwartet, sie will mich küssen! Warte, ich will sie auch küssen. Ich nicke langsam und lehne mich dann nach vorne, sie kommt mir auch etwas entgegen. Zuerst berühren sich unsere Nasenspitzen, unweigerlich muss ich grinsen, Maura ebenfalls. Ich lege meine Hand an ihre Wange und ziehe ihren Kopf noch näher an meinen. Unsere Lippen treffen sich und auch wenn es nur ein einfacher, unschuldiger Kuss ist, fühlt es sich so an als ob tausende Feuerwerke um uns herum explodieren. Ihre Lippen fühlen sich so gut an, so weich. Ich könnte sie für immer küssen.

Doch irgendwann müssen wir Luft holen.

Wir lösen uns voneinander, blicken uns in die Augen und ich sage langsam: „Wir beide haben den Kuss genossen.“

Maura lächelt und nickt. Ich tue es ihr gleich. So ein intimer Moment, auch wenn es nur ein kurzer Kuss war. Es fühlt sich so an als ob ich jetzt für immer mit ihr verbunden bin. Nicht mehr nur noch emotional sondern auch körperlich, und ich liebe dieses Gefühl.

„Wir könnten uns auf die Couch setzen?“, fragt Maura.

Ich nicke. Stehe langsam auf, ziehe sie mit mir, in einer Hand trage ich unser Dessert, an der anderen Hand halte ich Maura. Sie trägt unsere Weingläser mit ihrer freien Hand zum Couchtisch.

Wir setzen uns hin, ganz nah beieinander und beginnen das Tiramisu aus der gemeinsamen Schüssel zu löffeln. Hin und wieder füttere ich sie und sie mich. Es ist wie in einem romantischem Film, Kerzenlicht, Wein, Dessert, …

Einfach perfekt.

Nach dem wir aufgegessen haben, steht Maura kurz auf und holt die restlichen Fragen. Dann zieht sie ihre Füße auf die Couch, ich tue es ihr gleich und wir kuscheln uns aneinander, als hätten wir das schon hunderte Male gemacht.
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