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Jeanny, quit livin' on dreams [Based on 'Jeanny' by Falco]

GeschichteDrama, Thriller / P16 / Het
06.09.2020
30.08.2021
9
10.546
5
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
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06.09.2020 972
 
Anmerkungen:

-> Die Geschichte basiert auf dem Lied 'Jeanny' von Falco!
-> Einige Szenen könnten auch dann bekannt vorkommen, da diese auch so ähnlich im Video passieren!
-> ©SeraphinaThrone, 2020
-> Cover
-> Charakters

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》 You're lost in the night, don't wanna struggle and fight 《


14 Jahre zuvor

Lachend rennt ein kleines 5-jähriges Mädchen mit blonden Haaren auf die Leiter zu, bevor sie diese hinaufklettert.
„Du fängst mich nicht!", schreit sie ihrer besten Freundin zu.
Diese, welche dunkelbraune Haare hat, bleibt kurz stehen und hält sich die Seite.
„Du bist gemein!", schnauft sie außer Atem, bevor sie ihrer besten Freundin folgt.
Das blonde Mädchen lacht weiterhin und rutscht die Rutsche hinunter, wobei sie sich nach hinten dreht und grinsend ihrer besten Freundin Elena zuwinkt. Dabei übersieht sie das Ende der Rutsche, weswegen sie erschrocken aufkreischt, da sie sich kurzzeitig in der Luft befindet. Obwohl sie noch so jung ist, macht sie sich schon auf die Schmerzen bereit, welche auf sie zukommen werden, wenn sie den Boden berührt. Doch das passiert nicht.
Denn plötzlich legen sich Hände um ihre zierliche Taille, heben sie hoch und stellen sie auf den sicheren Boden. Ein paar Tränen laufen dem kleinen Mädchen über die Wangen, als sie langsam nach oben sieht.

Ein Mann, welcher seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen hat. Sie erkennt nur schwach dunkle Augen, welche bedrohlich wirken.
„Na, na, so ein hübsches Kind muss doch nicht weinen."
Die Stimme ist tief und kalt, weswegen das junge Mädchen eine Gänsehaut bekommt und vergisst, weiter zu weinen.
„Wie heißt du?", fragt der Mann weiter, jedoch schüttelt das Mädchen ihren Kopf.
Ihre Mutter hatte ihr streng verboten, jemand Fremdem ihren Namen zu verraten.

„Jeanny!"
Sie zuckt zusammen und dreht sich zu ihrer besten Freundin Elena um, welche auf sie zu gerannt kommt.
„Wir sollten gehen."
Das blonde Mädchen nickt schnell und rennt mit ihrer Freundin davon. Der Mann sieht beiden hinterher, jedoch ruht sein Blick nur auf einem der Mädchen.
„Jeanny..."

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3 Jahre zuvor

„Oh Gott, Elena! Wieso tust du das?! Wieso hast du dich auf ihn eingelassen? Er ist ein Mistkerl! Das solltest du wissen!"
Eine junge blonde Frau wirft kopfschüttelnd ihren leeren Kaffeebecher in den Mülleimer und fährt sich anschließend durch ihre langen Haare. Gerade telefoniert sie mit ihrer besten Freundin seit Kindheitstagen, welche ihr gerade schmerzlich erzählt, dass sie von einem Typen verarscht wurde.
„Ich weiß es nicht. Es tut aber so weh", schluchzt Elena ins Telefon, während sie weiter durch die dunklen Straßen von Boston läuft.

„Ich komm vorbei, Süße. Ich hole uns noch schnell einen Eimer Eis und dann sehen wir uns Filme an, in Ordnung?"
Lächelnd, als ihre Freundin den Vorschlag annimmt, legt sie auf und verstaut ihr Handy in ihrer Handtasche, als jemand ihr den Weg versperrt. Blinzelnd sieht sie auf.

Es steht ein Mann vor ihr, welcher so dunkle Augen wie die Nacht besitzt. Aus irgendeinem Grund bekommt sie eine Gänsehaut am ganzen Körper.

Schwer schluckt sie, als der Mann anfängt zu reden.
„Endlich, endlich ist es so weit."
Leicht fängt die junge Frau an zu zittern, als sie irgendwie das Gefühl bekommt, die Stimme zu erkennen. Jedoch kommt sie nicht wirklich darauf, woher.
Der Mann grinst zufrieden, als er plötzlich mit beiden Händen ihre Arme umklammert und sie grob an sich zieht.
„Endlich, endlich bist du bei mir", flüstert er ihr in ihr Ohr.
Doch er hat nicht daran gedacht, dass die blonde Frau anfängt zu schreien. Schnell zerrt er sie hinter sich her. Er muss sie haben. Jetzt. Und keine Sekunde später.
So fixiert auf sie, bemerkt er nicht, wie er immer gröber wird, sie nun an den Haaren gepackt hat und ihr den Mund zuhält. Er hält vor einem Van, welchen er öffnet und die Frau hineinwerfen will, als eine Stimme ihn davon abhält.
„Boston Police, Hände hoch!"
Nein! Ich brauche sie.

Dennoch lässt er sein Entführungsopfer sofort los und rennt um sein Leben. Weg von ihr. Von seinem Mädchen.
Als er sich in seinem Lager in Sicherheit gebracht hat, schaltet er den Fernseher ein, wo gerade die Nachrichten laufen. Es wird darüber berichtet, was er gerade machen wollte. Die junge Frau wird eingeblendet, wie sie zitternd bei einem Krankenwagen sitzt und von einem Sanitäter getröstet wird. Er atmet tief durch und legt seine Hand auf den Bildschirm des Fernsehers. „Jeanny..."

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1 Monat zuvor

Ein dunkel gekleideter Mann steht am Fenster eines Motels. Der Regen prasselt im gleichmäßigen Rhythmus und Lautstärke gegen die Scheibe. Der Blick des Mannes ist starr auf die Straße gerichtet, eine Hand presst er fest gegen die Fensterscheibe, als hätte er Angst, dass diese sich aus dem Rahmen löst. Aber er wartet nur.

Auf etwas Bestimmtes.
Auf jemanden.
Auf sein kleines Mädchen.

Schon vor drei Jahren wollte er sie zu sich holen. Sie gehört zu ihm und nicht zu ihrem idiotischen beschützerischem Bullenfreund, der sie damals vor ihm „gerettet" hatte. Er flüchtete, was ihm das Herz brach. Er musste sie einfach zurücklassen, sein kleines Mädchen.

Er hat es sich nie verziehen, doch jetzt will er es nochmal versuchen. Nur diesmal hat er einen besseren Plan. In einem Monat ist es so weit. Dann hat er endlich sein kleines Mädchen. Da, wo sie hingehört, seit er sie im Alter von zarten Fünf Jahren gesehen hatte. . Nämlich bei ihm. Ein Lächeln bildet sich auf seinem Gesicht, als er eine blonde Frau entdeckt, welche durch die Straßen eilt. Ihre Haare kleben in ihrem Gesicht, da sie keinen Regenschirm dabeihat. Und er weiß genau, dass sie sich dafür verflucht, keinen mitgenommen zu haben. Er lehnt seine Stirn sehnsüchtig gegen die kalte Fensterscheibe, seufzt auf und sieht der Frau so lange nach, bis er sie nicht mehr sehen kann.
„Jeanny..."
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