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Someone Will Remember Us

GeschichteAngst, Liebesgeschichte / P18 Slash
Montgomery de la Cruz
06.09.2020
22.11.2020
30
99.640
2
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.10.2020 2.867
 
Guten Abend zusammen!



Heute halte ich mich mal kurz und bedanke mich nur noch einmal für eure Reviews und Favoriteneinträge. Ich freue mich immer sehr darüber! :-)

In diesem Kapitel kommt endlich ein Geheimnis ans Licht... Bin gespannt, was ihr davon haltet. Und es gibt nochmal einen sehr innigen Wonty-Moment, hehe. <3

Von der Fortsetzung von SWRU habe ich heute das fünfte Kapitel fertig übersetzt, sodass ich denke, dass ich diese direkt im Anschluss regelmäßig für euch hochladen kann.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und einen schönen Abend. Bis Freitag! :-)

Liebe Grüße

eure Anja


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Kapitel 16: Gewinne und Verluste


Es ist alles so gut gelaufen.

Es ist eine Woche her, dass Winston mir erzählt hat, was passiert ist, und jeden Tag scheint es ihm etwas besser zu gehen.

Wegen der Schule, Football und allem anderen kann ich ihn nicht jeden Tag treffen, aber ich schaffe es, ihm jeden Tag zu schreiben und nach ihm zu sehen.

Scott und Charlie wissen, dass sie in der Öffentlichkeit den Mund halten müssen – manchmal sogar, wenn wir privat etwas unternehmen. Aber wenn sie Winn in der Schule sehen, können sie sich kaum zusammenreißen und früher oder später wird einer von ihnen es in der Schule kommentieren.

Miss Lawrence hat meinen Aufsatz über das Buch geliebt. Sollte ich jemals jemanden brauchen, um meinen Notendurchschnitt zu verbessern, damit ich im Team bleiben kann, weiß ich, an wen ich mich wenden muss.

Wo wir vom Notendurchschnitt sprechen…

Er hat sich so sehr auf die Fotografie und all den Scheiß konzentriert, dass er bereits in fast der Hälfte seiner Fächer durchfällt. Ich habe nicht einmal gewusst, dass er so schlecht darin ist, regelmäßig seine Hausaufgaben zu erledigen.

Er hat verlegen ausgesehen, als ich seinen Notendurchschnitt erfahren habe, aber ich würde nicht anfangen, ihn zu verurteilen. Ich will nur helfen.

Ich sollte zu ihm kommen, um etwas mit ihm zu unternehmen, aber ich weigere mich, bis er all seine Hausaufgaben gemacht hat. Manchmal glaube ich, dass er sogar noch fauler ist als ich.

Er hat die Hälfte seiner Spanischhausaufgaben fertig, als er plötzlich erkennt, dass ich so gut darin bin, weil ich selber Spanisch spreche. Ich hätte niemals zustimmen sollen, ihm zu helfen.

Also ja, bis gerade ist das Lernen gut verlaufen.

„Nur einmal“, sagt er zu mir. „Sag nur einmal etwas und ich werde dich damit in Ruhe lassen. Ich werde es nicht wieder erwähnen.“

Wieder einmal sitzt mit gespreizten Beinen auf meinem Schoß auf dem Bett, aber ich behalte meine Hände an meinen Seiten. Ich will nicht, dass ihm unbehaglich wird.

„Ich werde nichts sagen“, sage ich ihm und lache, als er einen Schmollmund macht.

Ich könnte einfach nachgeben und etwas auf Spanisch sagen, aber wo bliebe da der Spaß? So langsam ist es sowieso langweilig geworden, ihm nur beim Schreiben zuzusehen.

„Nur einmal“, wiederholt er und bringt sein Gesicht näher an meins, sodass sich unsere Nasen fast berühren.

Er sieht so glücklich aus. Seit Langsam habe ich ihn nicht mehr so viel lächeln gesehen. Sein Haar ist ordentlich gemacht und ich finde, jemand sollte es durcheinanderbringen.

„Na schön, was soll ich sagen?“, seufze ich und er runzelt die Stirn.

„Nei-hein“, macht er. „Du musst dir etwas ausdenken. Und dann kann ich versuchen, es zu verstehen. Das zählt als Lernen, oder?“

Wir wissen beide, dass es nur eine Ausrede für ihn ist, mich zu küssen, ohne sich schuldig zu fühlen, weil er lernen sollte, aber das sage ich ihm nicht.

Ich seufze und kann an nichts denken, das ich ihm sagen könnte. Aber er wartet, seine Hand streichelt über meine Wange, und mir fällt eine Sache ein.

Besame“, sage ich und er sieht mich mit hochgezogener Augenbraue an.

„Was bedeutet das?“, will er wissen und er wirkt fasziniert.

Ich lächle und sage nichts. Stattdessen neige ich meinen Kopf nach oben und küsse ihn.

Ich hoffe wirklich, dass das für ihn in Ordnung ist und er sich nicht unbehaglich fühlt. Das tut er nicht.

Es ist nur ein kleiner Kuss, meine Lippen haben seine kaum berührt und unsere Nasen streichen aneinander. Aber er legt seine Hände an meinen Hinterkopf und drückt meinen Kopf nach vorne, als wollte er nicht, dass ich aufhöre, ihn zu küssen. Das will er vermutlich auch nicht.

Und ich habe keine Einwände.

Ich habe gewartet und ihn nicht zu irgendetwas gedrängt, aber so, wie er mich küsst, fühlt es sich an, als hätte er länger gewartet.

Er presst seine Stirn gegen meine und erwidert meinen Kuss. Sein Mund trifft auf meinen, als könnte er nicht genug von mir kriegen, und ich kenne das Gefühl.

Endlich nehme ich meinen ganzen Mut zusammen, um meine Hände zu seinem Körper wandern zu lassen, und ziehe ihn sogar noch näher an mich heran. Aber obwohl wir so eng aneinandergepresst sind, fühlt es sich immer noch so an, als würde ich ihn nicht nah genug halten.

Ich habe keine Ahnung, was er damit bezwecken will, aber dann ziehen seine Zähne an meiner Unterlippe und er schafft eine kleine Lücke zwischen unseren Lippen.

„Ich will dich“, flüstert er und seine Stimme ist so heiser. Er wartet jedoch nicht auf meine Antwort und küsst mich wieder – genauso energisch, wie zuvor.

Ich spüre, wie ein Kribbeln meinen Rücken hinunter und bis in meinen Unterleib wandert, und kann nicht klar denken.

Er macht es mir so schwer, klar zu denken.

Ich lege eine Hand auf seinen Rücken und drehe ihn langsam um, ohne unseren Kuss zu unterbrechen. Auf diese Weise ist er derjenige, der auf dem Bett liegt und ich bin über ihm.

Er sieht mich an, wie mich vorher noch nie jemand angesehen hat, als ich mich zurückziehe. Und dieser Blick reicht aus, um mir Angst zu machen.

Ich muss wegschauen.

Ich greife nach dem Saum seines Shirts und ziehe es ihm über den Kopf – irgendetwas, um ihn davon abzuhalten, mich anzusehen.

Ich will ihn einfach nur nackt bekommen, ihn ficken und ihn dann dazu bringen, seine Hausaufgaben fertig zu machen. Auf diese Weise bekommen wir beide, was wir wollen.

Aber er lässt mich nicht. Ich will ihn schnell und stürmisch küssen, aber er hält mein Gesicht mit seinen Händen still und küsst mich, als hätten wir alle Zeit der Welt. Er tut alles, um nicht seine Hausaufgaben erledigen zu müssen, schätze ich.

Ich merke, wie sich meine Atmung beschleunigt, als er anfängt, an meinem eigenen Shirt zu ziehen. Seine Hände fahren meine Rippen, meinen Rücken und meine Brust nach.

Ich kann schon spüren, wie sich meine Erektion gegen meine Jeans drückt und versucht, auszubrechen. Meine Augen wandern zu Winns Hosen.

Ich habe keine Ahnung, was ich tue, als meine Hände nach seinem Gürtel greifen. Er ist so dünn, dass er ein zusätzliches Loch in seinen Gürtel bohren musste.

Ich öffne seinen Gürtel. Sein Gesicht kann ich nicht sehen, aber seine Hände bewegen sich, um mir dabei zu helfen, Knopf und Reißverschluss zu öffnen.

Niemals hätte ich gedacht, dass ich das einmal tun würde. Ich dachte, es wäre ekelhafter – irgendwie krank. Aber ich bin nicht angewidert, als ich meine Hand um seinen Schwanz lege.

Wie schwer kann es sein, einem anderen Kerl einen runterzuholen? Bei mir selbst habe ich es so oft getan, ich bin sicher, dass ich es auch bei ihm machen kann.

Ich höre, wie sein Atem schneller geht, als ich meine Hand langsam auf und ab bewege. Es fühlt sich so fremd für mich an und ich bin nicht daran gewöhnt, aber ich weiß, dass er mich nicht beurteilen wird.

Ich lasse meinen Daumen über seine Eichel gleiten und er keucht auf und zieht mich wieder runter, damit ich ihn küsse, während meine Hand bleibt, wo sie ist.

Ich dachte, ich müsste so tun, als würde ich mir selber einen runterholen, um es zu schaffen, aber das muss ich gar nicht. Der Gedanke, ihm einen runterzuholen, lässt mich härter werden, als ich es bereits bin.

Ein paar Mal habe ich ihn schon dabei beobachtet, wie er sich einen runtergeholt hat, und jetzt bekomme ich die Möglichkeit, es selber zu tun.

Er küsst mich stürmischer und zieht an meinen Haaren, als ich meine Hand schneller bewege. Ich fange an, ihn ab und zu leicht zu drehen und zu drücken, und er keucht.

Scheiße, ich will ihn einfach nur kommen lassen.

Ich bin nicht einmal sicher, ob ich es richtig mache, aber dann nehme ich mir einen Moment, um in Winns Gesicht zu sehen. Er sieht aus, als würde er angestrengt versuchen, ein Stöhnen zu unterdrücken.

Ich will, dass er stöhnt. Ich will derjenige sein, der ihn zum Stöhnen bringt.

Ich dränge meine Zunge in seinen Mund und fahre jeden Zentimeter von ihm ab, als könnte ich nicht genug von ihm bekommen.

„Verdammt, Monty“, keucht er in meinen Mund und ich fühle, wie sein Schwanz in meiner Hand zuckt.

Ich ziehe mich zurück. Ich will sein Gesicht sehen, wenn ich ihn dazu bringe, die Kontrolle zu verlieren, wenn er genau in meine Hand abspritzt. Und auch, wenn er protestiert und versucht, mich zurück zu ihm zu ziehen, halte ich ihn mit einer Hand unten, während die andere weitermacht.

„Mon… Monty. Ich kom–“, sagt er und ich weiß Bescheid, weil ich sehen kann, wie sehr er versucht, sich zu beherrschen. Aber es bringt nichts, seine Pupillen weiten sich und er beißt sich auf die Lippe. Er stöhnt auf und kommt, direkt in meiner Hand. Ich bewege meine Hand ein wenig langsamer weiter, während die weiße Flüssigkeit rausschießt und überall auf meiner Hand landet, meine Knöchel mit weißen Striemen übersäht.

Er hat die Finger in das Bettlaken gekrallt, weil ich nicht zulasse, dass er mich anfasst oder sich bewegt, um mich anzufassen, und jetzt bereue ich es fast. Ich vermisse das Gefühl seiner Nägel, wie sie sich in meine Haut bohren, und es wäre schön gewesen, zu merken, was für eine Wirkung das auf ihn gehabt hat.

Oh naja, wir können es jederzeit wiederholen.

Endlich lasse ich von ihm ab und sehe auf meine Hand. Sie fühlt sich nicht einmal an, wie meine Hand. Meine Hand, die vom Sperma eines anderen Jungen bedeckt ist. Mein Vater würde einen Herzinfarkt kriegen, wenn er das wüsste.

Ich bin nicht sicher, was ich mit ihr machen soll. Irgendwie will ich es behalten, aber Winn starrt mich an und wartet. Also wische ich meine Hand am Bettlaken ab, so wie er es so oft getan hat, als ich ihm zugesehen habe. Er stöhnt auf, als wäre er genervt, weil er das Bettzeug erneut wechseln muss, aber er sagt nicht.

Und ich schaue auf seinen weicher werdenden Schwanz. Er darf nicht weich werden, ich will noch so viel mit ihm anstellen.

Er zieht mich zu einem weiteren Kuss nach unten und als seine Lippen über meine Unterlippe fahren, weiß ich, dass er mich noch viel mehr tun lassen wird.

***


Ich komme zurück nach Hause und gehe hinein, als hätte ich Winston nicht gerade erst rund zehnmal hintereinander gevögelt und ihm einen runtergeholt. Nun heißt es wieder, Schauspielern.

Mir ist bewusst, dass ich nach ihm rieche und ich meine nicht nur sein Parfüm.

„Ich frage dich noch ein letztes Mal!“ Ich höre ein Brüllen aus der Küche und nehme an, dass es sich nur um einen weiteren Streit zwischen Mom und Dad handelt, aber dann vernehme ich Estelas Stimme.

„Ich habe dir doch gesagt, ich–“

„Was zur Hölle ist das?“

Scheiße. Was ist diesmal passiert?

Warum muss er mir immer meine gute Laune verderben?

Sie haben sich alle in die kleine Küche gedrängt. Estela sitzt am Esstisch und Dad steht – gegen den Tisch gelehnt – über ihr. Meine Mom kauert – wie immer – in der Ecke und hat eine Hand über den Mund gelegt. Sie hat geweint.

„Was ist los?“, will ich wissen und mein Dad schnaubt.

„Deine Schwester ist eine Hure, das ist los“, meint er, ohne die Augen von Estela zu nehmen.

„Ich habe dir gesagt, dass es nicht–“, versucht Estela, ihm zu erklären, aber er hört ihr nicht zu.

Was sie hier tun, macht keinen Sinn und niemand erzählt mit, was vor sich geht.

Estela scheint der ruhigste und gefassteste Mensch in diesem Raum zu sein. „Was geht hier vor sich, ‘Stela?“

Sie starrt unseren Vater an und wirft dann einen Blick zu mir. Ich kann sehen, dass sie verängstigt ist. Was auch immer Dad ihr vorwirft, getan zu haben, es sieht so aus, als wäre sie schuldig.

„Mom hat –“, setzt Estela an, aber der Bastard schneidet ihr das Wort ab.

Er schlägt mit seiner Hand hart auf den Tisch, richtet sich gerade auf und dreht seinen Körper, um mich anzusehen. „Deine Mutter hat das unten im Mülleimer gefunden“, sagt er. Er greift zur Seite, hebt eine kleine Box oder etwas ähnliches hoch und hält sie mir vors Gesicht.

Mein Herz bleibt stehen. Es ist die Packung eines Schwangerschaftstests.

„Und deine Schwester behauptet–“

„Es ist meine.“

Die Worte kommen aus meinem Mund, ehe ich es mich versehe, und alle drei starren mich an, als wäre ich verrückt geworden.

Was?“, brüllt mein Dad und er sieht aus, als wäre er kurz davor, mich jeden Moment zu schlagen. Er denkt, ich würde ihn verarschen.

„Ich meine“, sage ich schnell, während ich zurückweiche für den Fall, dass er versucht, zum Schlag gegen mich auszuholen. „Ich habe ihn gekauft. Für meine Freundin. Natalie? Erinnerst du dich an Natalie, Mom? Ich habe sie mit auf den Homecoming-Ball genommen?“

Ich klammere mich an einem Strohhalm und füge verschiedene Lügen zu einer großen Lüge zusammen und irgendwie passen sie zusammen, als hätte es immer so kommen sollen.

Ich sehe, wie mein Dad sich entspannt, als meine Mom meine Geschichte mit einem kleinen Nicken bestätigt. Er muss wegschauen und stößt dann seinen Atem aus. „Also? Ist sie schwanger oder nicht?“

Seine Stimme ist nicht so grob und kritisierend, wie sie es bei Estela gewesen ist. Ich blicke nun zu ihr, wie sie am Tisch sitzt. Sie wirkt so verflucht erleichtert, aber ihr sollte bewusst sein, dass sie jede einzelne meiner verfickten Fragen beantworten wird, sobald wir hier raus sind.

Ein Schwangerschaftstest? Was zum Teufel hat sie sich dabei gedacht?

Ich schüttle den Kopf. „Ich... ich war gerade bei ihr.“ Damit festige ich mein Alibi und meine Geschichte gleichzeitig. „Sie ist nicht schwanger.“

Ich sehe, wie Erleichterung das Gesicht meines Dads überschwemmt und sogar meine Mom sieht aus, als würde sie gleich vor Freude weinen. Ich wünschte, ich könnte fühlen, was sie gerade empfinden.

Ich denke, mein Dad ist nur erleichtert, weil seine Tochter doch keine „Hure“ und sein Sohn nicht so schwul ist, wie er angenommen hat. Ja Dad, natürlich, ich ficke Mädchen.

Estela steht vom Tisch auf und niemand hält sie auf. Dad sieht ein bisschen verlegen aus, aber er wirkt nicht so, als würde er sich entschuldigen.

Estela drückt sich an mir vorbei und ich gehe ihr nach, ehe mein Dad die Möglichkeit bekommt, mich dazu zu zwingen, mich zu ihm zu setzen und ihm von meiner erfundenen Freundin zu erzählen.

„Estela!“ Sie rennt die Treppe hoch, bevor ich sie aufhalten kann, und ich muss ihr nachlaufen. „Estela!“

„Lass mich in Ruhe!“

Sie schafft es, rechtzeitig in ihr Schlafzimmer zu gelangen, aber ich kann auch laufen. Ich stelle meinen Fuß in ihre Türe, ehe sie sie schließen kann.

„Was zur Hölle?“, sage ich, als sie versucht, mich wegzuschubsen, indem sie die Tür zu machen will. „Du bist schwanger?“

Sie weiß, dass sie nachgeben muss, bevor einer von uns die Tür bricht. „Halt die Klappe!“, zischt sie mich an und blickt zur Treppe, als würde sie erwarten, dass Dad uns gefolgt wäre.

Ich dränge mich an ihr vorbei und bleibe in ihrem Zimmer stehen, während sie die Tür hinter sich schließt.

„Ich bin nicht schwanger“, sagt sie rasch. Immerhin eine Sache weniger, über die ich mir Gedanken machen muss.

„Aber du dachtest, dass du es wärst?“ Sie sieht weg und ich seufze. „Von wem?“

Ich weiß, es sollte mir keine Sorgen machen, aber das tut es, wenn sie nicht verhüten können. Das nächste Mal haben sie vielleicht kein Glück und ich will nicht, dass meine kleine Schwester eine Teenager-Mom wird.

„Ich sagte, mit wem?“, frage ich erneut und sie schnaubt. „Estela!“

Ich werde hingehen und selbst mit dem Mistkerl reden und sichergehen, dass er versteht, wie Kondome funktionieren. Scheiße, es ist merkwürdig, darüber nachzudenken. Ich werde Charlie und Scott holen und dann können wir –

„Scott. In Ordnung?“, meint sie leise und ich bin nicht sicher, ob ich sie richtig verstanden habe.

„Was?“, sage ich und lache fast. Ich lache. Weil die Vorstellung, dass mein bester Freund und meine kleine Schwester zusammen…

„Ja, dein bester Freund“, faucht sie mich an, aber ich glaube ihr immer noch nicht. Das kann sie nicht ernst meinen.

„Nein. Du lügst. Ich…“

Scott würde nicht. Er würde es einfach nicht. Nicht meine Schwester.

Aber dann beginnt alles, einen Sinn zu ergeben. Wie er herumgeschlichen ist, nie Zeit gehabt hat, um mit uns abzuhängen, und immer irgendwohin verschwunden ist, wenn Charlie und ich Training gehabt haben. Er kennt meinen Stundenplan, er hat immer gewusst, wo ich sein würde. Es ist leicht für ihn gewesen, sich ohne mein Wissen mit Estela zu treffen.

Er hat mich verdammt nochmal benutzt.

Ich habe ihm vertraut und er…

Er ist verfickt nochmal für mich gestorben.
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