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Someone Will Remember Us

GeschichteAngst, Liebesgeschichte / P18 Slash
Montgomery de la Cruz
06.09.2020
22.11.2020
30
99.640
2
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.10.2020 2.767
 
Guten Abend, ihr Lieben!



Und schon ist wieder Mittwoch und das heißt, es wird Zeit für ein neues Kapitel. :-)

Ich bin gespannt, wie es euch gefällt, es wird noch ein bisschen mysteriöser… Kapitel 14 gibt es dann schon am Freitag.

An dieser Stelle bedanke ich mich sehr für alle bisherigen Reviews, Favoriteneinträge und Empfehlungen. Danke, danke, danke. :-)

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen und einen schönen Abend.

Liebe Grüße

eure Anja

__________________________________


Kapitel 13: Nicht richtig zusammen


Aber ist es wirklich so widerlich?

Das kann es gar nicht sein. Nicht, wenn es sich so gut anfühlt.

„Ich muss in ein paar Minuten bei Charlie sein“, murmele ich gegen seine Lippen.

„Mhm“, macht er und küsst mich wieder. Ich kann mich auf seiner Zunge schmecken und es sollte mich nicht anturnen, aber das tut es. „Oder… du könntest bleiben.“

Er hat mir schon einmal einen geblasen und seitdem nicht aufgehört, mich zu küssen. Er hört nicht auf, seine Hüften gegen meine zu reiben und ich bin schon wieder hart. Ich trage kein Shirt, aber meine Hosen habe ich immer noch an, weshalb ich hoffe, dass mein hart werdender Schwanz nicht so stark zu erkennen ist.

Ich könnte bleiben. Scheiße, ich würde gerne bleiben. Kann ich aber nicht.

Charlie ist wütend auf mich. Er ist mir nicht aus dem Weg gegangen und hat es auch nicht erneut zur Sprache gebracht, aber er verhält sich nicht wie er selbst. Er bestraft mich und ich verstehe es. Ich sollte mich entschuldigen.

Also werde ich auf diese beschissene Halloweenparty gehen.

„Oder“, sage ich zwischen zwei Küssen, „du könntest… mit mir gehen? Vielleicht?“

Ich kann aufhören, über das nachzudenken, was Charlie zu mir gesagt hat. Winston hat kein Problem damit, dass die anderen wissen, dass er schwul ist. Aber ich zwinge ihn dazu, sich für mich zu verstecken. Ich will ihn nicht dazu drängen, wieder zur Phase der Heimlichtuerei überzugehen oder so einen Scheiß. Wie Charlie gesagt hat, niemand ist so geduldig.

Er hört auf, mich zu küssen und hält über meinen Lippen schwebend inne. „Fragst du mich, ob ich mit dir ausgehe?“

Das könnte ich. Ich könnte ihn mit zu Charlie nach Hause nehmen und er würde mich nicht verurteilen. Er würde die Dinge nicht seltsam oder unangenehm machen. Es wäre so leicht; und es würde meine Freundschaft mit Charlie reparieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Winn meiner nicht überdrüssig wird. Es klingt einfach zu leicht.

Es ist Bryce‘ Party. Er wird mich mit Winston sehen und Bescheid wissen. Und keiner von uns wäre sicher.

„Nicht… richtig zusammen“, sage ich, aber Winston hört nicht auf, zu grinsen. „Aber ich könnte dort… vielleicht mit dir reden?“

„Mach dir keine Gedanken“, meint er und beugt sich runter, um mich wieder zu küssen. „Ich werde das schon nicht vor allen anderen machen.“

Vielleicht liegt Charlie falsch, ein schwuler Kerl kann nicht für alle sprechen. Winston scheint es nichts auszumachen, herumzuschleichen.

Ich beiße in seine Unterlippe und er keucht auf, als ich versuche, mit meiner Zunge seinen Mund zu erobern. Er lässt mich allerdings nicht und zieht sich zurück.

Mit seinen Händen auf meinen Schultern setzt er sich langsam auf und ich tue es ihm gleich. Jetzt sitze ich auf seinem Bett, meine Hand drückt in seinen unteren Rücken und er sitzt fast genau auf meiner Erektion. Verdammt.

„Jesus.“ Er lacht leise und reibt seine Nase gegen meine. „Warum bist du schon wieder so hart?“

Er hat es geschafft, sich einen runterzuholen, während er mir einen geblasen hat und er schien zufrieden zu sein. Bis jetzt. Ich kann spüren, wie sein Schwanz an meinem Oberschenkel langsam hart wird. Es fällt mir schwer zu atmen in dem Wissen, wie nah mir dieses Ding ist.

„Rate mal“, sage ich und er grinst und lehnt sich vor, um mich erneut zu küssen. Diesmal lässt er fast sofort zu, dass ich seinen Mund mit meiner Zunge erkunde.

Nein, das ist definitiv nicht widerlich.

Meine Hände arbeiten sich zum Saum seines Shirts vor und ich beginne, es hochzuziehen, aber er zieht sich aus meiner Reichweite zurück. „Ich will nicht“, sagt er rasch und in meinem Bauch breitet sich ein merkwürdiges Gefühl aus.

Er will nicht vögeln? Das ist ja ganz was Neues.

Offensichtlich ist es mir egal, aber die Art. Es ist nur die Art, wie er auf meine Berührung reagiert hat.

„Was ist los?“, will ich wissen und meine Augenbrauen ziehen sich zusammen.

Er lacht nervös. „Nichts.“

Er legt seine Hand seitlich an mein Gesicht und versucht, mich wieder in einen Kuss zu verwickeln, aber ich drehe den Kopf weg.

„Es ist nur…“, sagt er und blickt nach unten, seine Haare kitzeln meine Nase. „Ich will nicht.“

„… okay?“, entgegne ich und langsam sieht er zu mir auf. „Darf ich dich wenigstens berühren?“

Ich versuche, meine Hand wieder an sein Shirt zu heben und spüre, dass sich sein gesamter Körper versteift. Scheiße.

Ich weiß nicht, was ich machen soll, und lasse schnell meine Hand fallen.

Habe ich etwas falsch gemacht?

„Richtig“, sage ich und schaffe es, unter ihm wegzurutschen. Ich kann fühlen, dass mein Schwanz langsam weich wird.

Er hat verfickt nochmal angewidert ausgesehen, als ich versucht habe, ihn zu berühren. Und ich habe keine Ahnung, warum.

Ich stehe von seinem Bett auf und beuge mich herunter, um mein Shirt vom Boden aufzuheben. Für ihn ist es in Ordnung, mich zu berühren, aber ich darf ihn nicht anfassen?

„Monty…“, setzt er an, aber ich streife bereits mein Shirt über und will ihn nicht ansehen. Der Blick, den er mir zugeworfen hat, hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt.

„Es ist okay“, sage ich und ziehe am Saum meines T-Shirts, um es zu glätten. „Ich finde allein raus.“

Ich will ihn nicht, dass er sich noch unbehaglicher fühlt, als er es wegen mir ohnehin schon tut.

„Du musst nicht gehen“, meint er und ich höre das Knarren des Bettes, als er aufsteht. „Ich könnte dir immer noch einen blasen.“

Denkt er, dass ich nur deswegen verärgert bin? Weil ich nicht auf meine Kosten komme? Ich habe ihn gefragt, ob ich ihn anfassen darf und er verhält sich, als wäre das das Verstörendste, das er sich vorstellen kann.

Ich kann den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen, ich werde verschwinden.

Ich seufze und reibe mit den Händen über mein Gesicht. „Ich muss los… mich mit Charlie treffen.“

Er versucht nicht, mich aufzuhalten, während ich mich auf den Weg zur Tür mache.

Sobald ich bei ihr stehe, wage ich es, einen letzten Blick auf ihn zu werfen. Ich kann ihn nicht wirklich lesen, er tut so, als wäre nichts passiert.

„Ich sehe dich auf der Party?“, fragt er unsicher und versucht, mich anzulächeln.

„Mhm“, mache ich und gehe durch die Tür.

Was zum Teufel soll ich jetzt machen?

***


Charlie öffnet die Tür und ich muss einen Schritt zurücktreten.

„Was zur Hölle hast du auf dem Kopf?“

Ich versuche nur, einen Witz zu machen, aber dann erinnere ich mich, dass wir zurzeit keine richtigen Freunde sind und es wird unangenehm.

Er lässt die Tür offen stehen und ich gehe hinein. Ich folge ihm ins Wohnzimmer, wo er das Teufelshörner-Stirnband abnimmt und es auf die Couch wirft.

Er setzt sich auf den Sessel und vermeidet Blickkontakt mit mir, während ich unbeholfen im Türrahmen stehe.

Ich seufze und gehe langsam hinüber zur Couch. Ich hebe das Stirnband auf und sacke damit in den Händen auf der Couch zusammen.

Jetzt schaut Charlie mich an und ich zögere und ziehe dann das Stirnband über meinen Kopf. Ich trage nichts Halloween-mäßiges, daher vermute ich, wird das als mein Kostüm herhalten müssen. Es passt zu meinem grauen Shirt und der schwarzen Jeans.

Charlie gibt sein Bestes, einen unbewegten Gesichtsausdruck beizubehalten, dann breitet sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus.

„Wie sehe ich aus?“, erkundige ich mich und schnaube.

„Großartig“, sagt er und lacht leise.

Peinliches Schweigen folgt und ich sehe nach unten in meinen Schoß.

Ich bin sicher, dass Charlie mir helfen könnte, herauszufinden, was mit Winston los ist. Ich meine, sie sind beide schwul…

„Ich, ähm…“, setze ich an und nun blickt Charlie mit einem ernsten Gesichtsausdruck zu mir hoch. „Es tut mir leid wegen… du weißt schon. Das alles.“

Das ist das, was einer Entschuldigung am nächsten kommt und was er bekommen wird.

Ich sehe von meinem Schoß auf und stelle fest, dass Charlie breit grinst. Dann nickt er, als wäre er stolz auf mich.

„Entschuldigung angenommen“, meint er und seufzt. „Und mir tut es auch leid. Wegen dem Mist, den ich am Dienstag gesagt habe.“

„Es ist alles in Ordnung“, sage ich, vielleicht war es genau das, was ich gebraucht habe.

Kommen wir nun zum zweiten Teil…

„Und was du gesagt hast“, fahre ich fort. Ich muss eine Pause einlegen, um Luft zu holen. „Dass ich mit dir reden kann, sollte ich… irgendwelche Ratschläge brauchen?“

Charlie hebt eine Augenbraue – er ist sichtlich überrascht – und nickt schnell. Er erhebt sich leicht und setzt sich richtig auf den Sessel. „Ja. Ja, natürlich. Was immer du brauchst.“

„Ich…“, und dann seufze ich auf, weil es so real wirken wird, sobald ich „er“ sage – als könnte ich mich nicht mehr verstellen. „Du denkst nicht, dass es seltsam ist? Ich und… ein anderer Kerl?“

Er sieht aus, als wäre er kurz davor zu lachen, aber er tut es nicht und dafür bin ich ihm dankbar. Ich kann es gerade wirklich nicht gebrauchen, dass er über mich lacht.

„Monty, ich bin schwul“, erklärt Charlie und ich hasse es, dass es für ihn so leicht ist. „Also nein, die Möglichkeit, dass du mit einem Kerl zusammen sein könntest, lässt mich nicht ausflippen.“

Kurz erzähle ich ihm vom letzten Sommer, dass ich mich mit Winston getroffen, ihn krankenhausreif geschlagen und mich anschließend entschuldigt habe. Ich muss nicht den ganzen Sommer zusammenfassen, damit er weiß, dass wir dessen Großteil zusammen verbracht haben.

„Das geht seit dem Sommer so und ich erfahre es erst jetzt?“, will er wissen und klingt ehrlich aufgebracht. „Du weißt, dass ich dich niemals verurteilen würden.“

„Ich… zuerst war es nichts“, sage ich und spiele mit den Teufelshörnern auf meinem Kopf. „Und mir war nicht so danach, den Leuten zu erzählen, dass ich einen Kerl gefickt und es genossen habe.“

Ich gehe nicht ins Detail, aber ich erzähle ihm, dass wir uns eine Weile – nachdem ich ihn zum ersten Mal in der Schule gesehen habe – so zusammengerafft haben, dass es funktioniert. Jetzt kommen wir zu dem schwierigeren Teil.

Was heute passiert ist.

Ich muss es erklären und dabei so viele Einzelheiten mit einbinden, wie ich kann, ohne es unangenehm zu machen, weil ich will, dass Charlie mir richtige Ratschläge gibt. Aber als ich fertig bin, hat Charlie keine Ahnung, was er sagen soll.

„Ich…“, meint er und kratzt sich unbeholfen an der Augenbraue. „Vielleicht ist er wegen seiner Brust verunsichert?“

Ich hebe eine Augenbraue, als könnte das überhaupt möglich sein. Er ist vorher nie zu schüchtern gewesen, um sein Shirt auszuziehen – nicht vor mir.

Charlie zuckt mit den Schultern. „Ich weiß wirklich nicht, was ich dir sagen soll… Es klingt nur so, als solltet ihr darüber reden, weißt du?“

Und ich stelle fest, dass das unvermeidlich ist, aber ich habe gehofft, dass Charlie mir sagen könnte, was los ist. Auf diese Weise könnte ich mich auf das Gespräch mit Winn vorbereiten.

Ich hätte einfach nie damit gerechnet, dass er sich so verhalten könnte.

„Wie heißt er?“, fragt Charlie mich nun, um die peinliche Stille zu durchbrechen, weil ich weiß, dass er sich vermutlich bereits denken kann. Es ist schließlich nur ein neuer Kerl von der Hillcrest auf unsere Schule gewechselt.

Ich zögere, aber was habe ich schon zu verlieren? Charlie weiß, dass ich einen Typen ficke. Es wird nichts ändern, wenn er seinen Namen kennt. „Winston.“

Charlie nickt und lächelt. „Und du magst ihn?“

Ich beiße mir auf die Lippe. Mag ich Winston? Ich würde mir wegen dem ganzen Scheiß keine Sorgen machen, wenn ich es nicht täte.

Aber trotzdem, zuzugeben, dass man Gefühle für einen anderen Kerl hat, ist etwas anderes, als einfach nur Gefühle zu haben.

Ich zucke mit den Achseln und Charlie drängt mich nicht weiter.

***


Ich darf nicht trinken.

Scott sagt gerade heraus zu mir, dass er uns nicht zurück zu Charlie nach Hause fahren wird. Charlie erzählt mir, dass er nicht wieder das Risiko eingehen wird, im Gefängnis zu landen, also muss ich nüchtern bleiben.

Die Party macht keinen so großen Spaß, wenn man nüchtern ist. Ich stehe herum und warte darauf, dass Winn auftaucht, aber er ist nirgendwo zu sehen. Ich habe wirklich gedacht, dass er zu den Typen gehört, die früh auf einer Party auftauchen.

Ich lehne mich gegen den Türrahmen und Leute fluchen und murmeln leise Dinge vor sich hin, während sie versuchen, sich an mir vorbeizuschieben. Ich rühre jedoch keinen Muskel. Ich stehe, wo auch immer ich verflucht nochmal stehen will.

Ich behalte Charlie im Auge. Ich habe nur einmal gesehen, wie er besoffen geworden ist und es hat nicht schön geendet. Der Junge kann den Alkohol einfach nicht unten behalten.

Ich mache mir nicht einmal die Mühe, mich nach Scott umzusehen. Ein paar Minuten, nachdem wir angekommen sind, ist er in der Menge verschwunden und ich kann mir nur vorstellen, wie betrunken er gerade ist.

Es wird viel Spaß machen, mich später damit zu befassen.

Diego spielt wieder sein dummes Spiel. Ich sehe, wie die Leute, die um den Tisch herum stehen, miteinander flüstern und dann trinken. Es sieht aus, als wäre gerade Charlie an der Reihe.

Aber er trinkt nicht, zuckt mit den Achseln, als wäre es ihm völlig schnuppe, und Diego beginnt, ihn aufzuziehen.

Ich lächle, Charlie interessiert es wirklich nicht, was die anderen über ihn zu sagen haben. Ich könnte das ein oder andere von ihm lernen.

Aber dann ist mein Lächeln verschwunden, weil ich ihn erblicke.

Und er kommt auf mich zu, mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht.

„Monty, schön, dich zu sehen, Mann“, sagt Bryce. Er hebt eine Hand, als warte er darauf, dass ich seine schüttle, aber ich habe meine Arme vor der Brust verschränkt.

Langsam lässt er seine Hand wieder sinken und seufzt, als wäre er enttäuscht. „Also, was geht mit diesem Winston?“

Ich starre ihn an. „Was?“

Bryce‘ Augenbrauen ziehen sich zusammen. „Winston Williams? Wird er über den Sommer auspacken oder hast du es geregelt?“

Oh richtig. Das habe ich komplett vergessen.

Also hat er all meine Nachrichten gelesen. Er hat gewusst, was los war und hat mir trotzdem nicht geantwortet.

„Nö, alles gut, Mann“, sage ich und versuche, so ruhig wie möglich zu klingen. Hoffentlich hat er nicht bemerkt, wie ich bei der Erwähnung von Winstons Namen zusammengezuckt bin.

„Bist du sicher?“, fragt er nach und mustert mich von oben bis unten. Er weiß von nichts, oder?

Ich nicke und er bleibt dort stehen, wartet darauf, dass ich ihn vielleicht in ein Gespräch verwickele. Von dem, was ich gehört habe, macht er sich nicht so gut an der Hillcrest.

„Ich vermisse es, mit dir abzuhängen, Mann“, sagt er und versucht, mich anzulächeln.

Ich hebe eine Augenbraue und schnaube. Jetzt auf einmal macht es ihm nichts mehr aus, mit mir befreundet zu sein?

So sehr ich es hasse, es zuzugeben, Bryce war nie ein echter Freund. Ich dachte, er wäre einer gewesen. Er hat mich immer vor Schwierigkeiten bewahrt und mir bei irgendwelchem Football- und Baseball-Mist geholfen. Aber er hat sich nie die Mühe gemacht, nach meiner Familie zu fragen, nach meinem Dad und den Blutergüssen auf meinem Gesicht.

Er hat gewusst, was bei mir zuhause abgeht. Er hat den gebrochenen Arm gesehen, den mein Dad mir verpasst hat, und es hat ihn einen Scheiß interessiert. Zur Hölle, er hat es sogar gegen mich verwendet. Freunde machen so eine Scheiße nicht.

Und dann sind da Scott und Charlie, die beide versuchen, mir bei Dingen zu helfen, die sich nicht nur um Highschool-Sport drehen.

Bryce hat nie gefragt. Daher bin ich nicht daran gewöhnt gewesen, als Scott anfangen hat, sich nach mir zu erkundigen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich so lange brauche, um ihm von dem Scheiß bei mir zuhause zu erzählen.

„Wenn du mal abhängen willst oder –“

„Sorry“, sage ich, entferne mich von der Tür und lasse meine Arme an meine Seiten fallen. Charlie hebt seinen Becher hoch und trinkt endlich. „Ich muss sichergehen, dass meine Freunde nicht zu sehr mitgerissen werden.“

Er starrt mir hinterher, als ich auf ihn zugehe. Ich weise ihn zurück? Das ist mal ganz was Neues.

„Aber nett, dich zu sehen“, sage ich obendrein und gebe ihm einen Klaps auf die Schulter, während ich an ihm vorbeilaufe.

Ich brauche ihn nicht. Nicht mehr.
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