Ein Tag

KurzgeschichteSci-Fi, Tragödie / P12
05.09.2020
16.09.2020
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Anny Tag
Ich wollte was verändern.
Ich wollte uns ändern.
Ich wollte mich ändern.
Die Unzufriedenheit der vielen und meiner. Nehmen und zerstören.
Ich bagann zu Rebellieren.
Plakate zu machen, zu lehren was falsch mit uns ist. Vorzuhalten was uns unzufrieden macht.
Viele bagannen mir zu folgen.
Halfen mir.
Wollten uns ebenfalls ändern.
Aus mir wurde nicht mehr Anny Tag.
Aus mir wurde Der Tag. Der Tag welcher wiederkommt und uns allen hilft.
Ein Tag für jene welche kommen werden.
Ich konnte was verändern.
Ich konnte uns ändern.
Ich veränderte mich.
Und ich konnte immer weiter machen.

____

Es war Schluss mit der versteckerei. Man sollte endlich mein Gesicht sehen. Zeigen wer hinter dem Tag steckt.
Doch noch war es nicht soweit.
Erst bräuchte eich mehr Helfer.
Mehr Helfer in hohen Positionen.
Mehr Helfer bei den Obers.
Dafür bräuchte ich Zeit. Zeit und Macht.

Ich beauftragte viele Leute. Immer unter einem anderen Namen.
Meine erste wichtige Aktion um Macht zu bekommen waren die Universitäten einzubinden. Es gab viele junge Menschen dort. Viele junge Menschen welche nicht das Studierten was sie sich wünschten. Viele Professoren welche eigentlich was anderes machen wollten.
Ich muss es wissen. War ebenfalls Professorin an einer Universität.
Ich brauchte Dokumente. Dokumente um möglicherweise Leute zu bestechen. Ihnen auf harte Weise zu zeigen was mit uns nicht richtig ist.
Also beauftragte ich meine Helfer.

Es gab nie viele welche sich weigerten gewisse Aufgaben zu machen. Doch gab es jene Leute.
Ich ließ sie mehr beobachten. Versuchte herauszufidnen ob sie mit den Obers zusammenarbeiten. Ob sie Ein Tag verraten.

Ich war nicht dumm genug zu glauben das es keine Spione gibt.
Ich hoffte jedoch sie waren naiv genug um zu glauben das sie keine hätten.
Das sie alles unter Kontrolle hätten.
So wie alles.

Vieles versuchte ich schnell zu machen.
Je schneller ich an mein Ziel komme, desto schneller würden wir nicht mehr leiden.
Das hatten wir schon viel zu lange. Und ich war es leid.

Meine zweite Waffe folgte gleich auf der ersten.
Ich musste Schulen auf meine Seite bringen. Lehrer welche ihren Lehrstoff unauffällig ändern ließen. Für Ein Tag.
Kinder lernten schnell, merken aber auch schnell wenn sich etwas verändert.
Es war riskant, doch vom großen Nutzen.

Danach musste ich untertauchen. Erst mal die Steine Rollen lassen bevor ich den nächsten werfe.
Es stinkt mir. Ich wollte weiter machen. Doch war es nötig um unauffällig größer zu werden. Um im Dunkeln Macht aufzubauen welche ich mir zunutze machen könnte.
Alles für meinen Erfolg.
Dies meinte ich auch so.

Ein alter Freund von mir kümmerte sich um die oberflächlichen Sachen. Ich war ihm dankbar. Alles hätte ich nicht alleine geschafft. Er war treu und unterschützte mich in allen was ich machte, auch wenn wir uns nicht oft sahen. Manchmal hatte ich das Gefühl nur ihm trauen zu können, schüttelte den Gedanken jedoch immer schnell ab. Ich konnte vielen trauen, doch konnte ich auch nur mir trauen.
Selbst die Leute welche dir am nächsten stehen können dich über die Schulter werfen.
Zumindestens in meiner Situation.

Glaubte ich.

Ich hatte viele Informationen erhalten vom Regierungsgebeude. Alles was mir half einen Aufstand zu planen. Bevor ich dies jedoch in die Tat umwenden konnte, musste ich meine dritte Waffe laden.
Meine Helfer bei den Obers mussten provokant sein, innere Unruhe erzwingen, dass am Aufstanstag die wahre Seite der Obers zu sehen ist.
Für alle.
Es musste sich in die Gehirne der Leute einbrennen, ihnen Angst einjagen, damit wir für unsere Freiheit weiter kämpfen konnten. Für unsere Freiheit.
Das ist alles was ich wollte.
Schon immer wollte.

In der Arbeit verloren bekam ich nichts mehr mit. Alles was wichtig war, war es diesen Tag so schnell heranzuführen wie möglich. So viele Helfer dort zu versammeln, ohne das die Obers es merkten.
Vielleicht war es Wunsch denken oder einfach nur meine Unklarheit welche mich damals benebelte. Natürlich wussten sie es. Sie wussten das sich etwas aufbraute. Nur nicht wann. Nicht wo. Nicht wie. Nicht wie.

Mein Vorteil. Mein eigener kleiner Vorteil welcher ich Ihnen einen Schritt voraus war. Meine kleine, eigene, fünfte Waffe welche ich vor der sechsten zündete. Und nur ganz allein ich, wusste wie sie gezündet wurde.

Ich war zwei Seiten einer Münze.
Man sah mich als eine Heldin, welche für die Welt kämpfte. Welche jungen Menschen Hoffnung bringt und eine neue Ordnung schaffen würde.
Zum anderen war ich eine Schwerverbrecherin für diese Gründe. Eine Verbrecherrin ohne Gesicht und dies hätte auch so bleiben sollen.
Ich bereitete alles im dunklen vor und kontrollierte sie auch dort. So würde Ein Tag immer exestieren. Wenn ich nicht geschnappt werden würde, würde ich auch immer weiter machen.
Doch hasste ich dieses Wort: würde.
Eins musste ich mir eingestehen. Pläne liefen nie so wie man sie plante.
Ich hätte auf das vorbereitet sein sollen was mir blühte. Was mir immer Angst machte.

Am Tag des Aufstandes saß ich vor einen der riesigen Fenster welche vor dem Regierungsgebeude blickte. Eine wunderschöne Aussicht auf ein hässliches, altes Gebäude aus dem 20 Jahrhundert.
Es sah noch nicht aus als ob etwas bestimmendes passiert ist.
Die Leute spazierten fröhlich durch den Platz. Machten Fotos von den Gebäuden welche nur noch so selten zu sehen sind. Umringt von der neusten Technik und Futuristischen Hochhäusern.
Irgendwann würden diese alten Gebäude nur noch Ruinen sein, auf welche neue Hochhäuser aufsteigen werden. Noch moderner, noch besser als die jetzigen.
Und ich könnte dies verschnellern. Ich konnte die Fehler der Vergangenheit schneller vernichten.

Der erste Schritt war bereits im gange.
Die sechste, bis vor dem Tag, die größte Waffe die ich geplant hatte.

Der Platz wurde immer voller. Mehr und mehr Helfer versammelten sich, fingen an auf das Regierungsgebeude zu stürmen.
Es wurden immer mehr und mehr.
Die Straße war nur noch eine Decke auf Köpfen. Die Geräusche wie Gesang in meinen Ohren.

Viele Polizisten kamen. Versuchten die Helfer zurück zu drängen. Bedienten sich ebenso der Gewalt wie wir es taten.
Ich hatte damit gewonnen.
Ich hatte gezeigt das die Friedenshüter doch nicht so friedlich waren. Auf Leute einschlug weil sie für etwas Protestieren, dabei nicht darauf achtete ob es normale Zivilisten oder meine Helfer waren.

Die Medien würden sich darauf stürzen.

Es bereitete mir ein grinsen auf die Lippen.

Mein erster großer Gewinn.

Lange sah ich es mir nicht mehr an.
Ich hatte mein Ziel erreicht und musste die nächsten Waffen planen.
Dies war erst der Anfang und ich würde es auch nicht verlangsamen.

Hätte ich mal einen Schritt mehr nachgedacht.

Ich verschanzt mich wieder.
Musste nachdenken was ich als nächstes machen würde. Es hätte etwas sein müssen, mit was niemand gerechnet hätte. Etwas großartiges. Etwas besseres als meine letzte Waffe.
Es hätte klappen müssen.

Bevor ich jedoch anfangen konnte einige Helfer einzuweihen, wurde mein Plan zunichte gemacht.

An einem ruhigen Abend, ich machte mal etwas für meine Schüler, hörte ich meine Tür krachen. Gestampft war zu hören und ich konnte kaum reagieren da war ich schon umrundet von Leuten in Uniformen.
Geschockt.
Verwirrt.
Ich versuchte nicht mal irgendwas zu sagen. Ich wollte auch nicht hören was sie zu sagen hatten.
Ich ließ mich einfach mitnehmen.
Der einzige Gedanke der mir immer wieder in den Sinn kam: Wer war es der mich verraten hatte. Wer war es der die neue Gerechtigkeit stören, zerreißen wollte.
Ich fand es nicht heraus. Niemand sagte es mir. Es machte mich wütend.

Ich wurde in ein Abhörraum geführt. Mir die Hände an den Tisch gebunden. Mich warten lassen über Stunden.
Alles was ich jedoch tat war zu warten, brachte kein Laut von mir und überlegte wer mich verraten haben könnte. Es brachte mich beinahe um den Verstand aber was konnte ich schon tun in der Situation in der ich war.
Als endlich jemand kam, wurde mir erstmal etwas zu essen und zu trinken angeboten. Der Mann sprach noch nicht mit mir. Analysierte mich mit seinen Blicken.
Irgendwann fing er an zu sprechen, mir fragen zu stellen auf welche ich nur kurz und kaltherzig antwortete. Fragen über Ein Tag, fragen über den Aufstand, fragen über Der Tag. Mich. Als ob sie nicht bereits wüssten das ich Der Tag bin. Vielleicht waren es auch nur Vermutungen welche sie hatten. Wussten nicht ob ich wirklich das Genie hinter der Rebellion war. Sie behielten mich jedoch weiterhin dort. Für Tage.
ich hatte mein Zeitbewusstsein verloren, wusste nicht ob sie mich wirklich schliefen ließen wenn es nachts war oder wann immer es ihnen passte. Ich ließ es mit mir machen. War naiv genug um zu denken das sie mich gehen ließen wenn ich ihnen keine Zeichen geben würden das ich wirklich Der Tag war. Immerzu war ich entweder in der Zelle oder im Abhörraum. Fragen welche ich schon oft beantwortet hatte. Alles verlief langsamer für mich. Wie in Zeitlupe, wie ein Tag welcher sich immer und immer wieder gleich wiederholte. Für einige Zeit glaubte ich mich wirklich in einer Zeitschleife zu befinden.

An einem Tag war es anders. Ich wurde aufgeweckt, mir jedoch kein Essen vorgesetzt. Sofort wurde ich in den Abhörraum geführt wo schon der Mann saß welcher sonst immer nach mir kam.
Er erklärte mir nichts. Schmieß mir nur eine Akte vor die Nase welche ich mir nach langem zögern durchlaß.
Meine Vermutungen am Anfang wurden bestätigt. Sie wussten das ich Der Tag bin, bräuchten nur mehr Beweise, ein Geständnis von mir. Ich wusste nur nicht wann ich dieses abgegeben hatte, wann ich zu diesem Mann sagte das ich der Tag war.
Ich sagte nichts dazu. Ließ mich einfach von Polizisten abführen lassen.
Ich wusste wo sie mich hinführten und ich wusste das ich von selber nicht daraus kommen würde.
Ich konnte alleine nicht daraus kommen.
Ein Gedanke der mich kurz einnahm, während ich in ein Polizeiauto gepresst wurde:

Hatte ich meinen Feind doch unterschätzt?
Habe ich irgendwo einen Fehler gemacht?
Würde jemand meine siebte Waffe noch zünden?
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