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New Inmates again?!

GeschichteAllgemein / P16 Slash
Charakterliste: Jyugo Liang Nico OC (Own Charakter) Rock Uno
03.09.2020
03.09.2020
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1.680
 
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~Seitarou~


Heute sollte ich für Chefwärter Sugoroku einen Insassen aus dem Gefängnis in Paris – auch bekannt als die Stadt der Liebe – im wunderschönen Frankreich abholen. Jemand Neues, der in die Zelle 13 kommen soll. Dabei habe ich langsam angefangen mich mit den vier chaotischen Insassen aus der besagten Zelle zu verstehen. Jedenfalls kam ich schon bald am Präsidium des Hauptgebäudes an. Zum Glück besaß das Gefängnis einen Helikopterlandeplatz auf dem Dach. Erst nachdem besagte Flugmaschine zum völligen Stillstand kam, stieg ich aus und begrüßte sogleich die Gefängniswärter und den Chefwärter des parisischen Präsidiums. Als Nächstes besorgte ich die dazugehörigen Dokumente unseres neuen Zuwachses. Diese sah ich mir allerdings nicht sofort an. Daraufhin brachte man mich zur Überlieferungszelle des Gebäudes. Mir fiel dann auf, dass die Wärter hier nicht so freundlich mit den Insassen umgingen wie Chefwärter Sugoroku oder meine Wenigkeit. Dieser Wärter vor mir schlug laut gegen die Gitterstäbe der Zelle, wodurch die Personen darin richtig aufschraken. Der Wärter rief darauf nach einer Nummer 316. Bei seinem Tonfall hätte ich nun wirklich alles erwartet, weshalb ich ein klein wenig nervös wurde. Was ich allerdings niemals erwartet hätte war, dass plötzlich eine kleine junge Nekodame auf uns zukam. Erst dachte ich, dass dies nur ein Scherz sein konnte, weshalb ich die Dokumente überprüfte. Da sah ich das Kriminalfoto der Insassin. Ich war überrascht darüber, dass so ein junges Mädchen im Gefängnis saß. Im Moment war die kleine Dame barfüßig und trug ein sehr schmutziges graues Kleid. Ich vermutete mal, dass es davor sogar weiß war. Waren das Blutflecken, die ich zwischen dem Dreck sah?

Der Wärter gab ihr Bescheid, dass ich sie ins Hochsicherheitsgefängnis Nanba bringen werde. Das Mädchen nickte nur. Man ließ sie darauf aus ihrer Zelle. Mir gefiel allerdings gar nicht, wie der Wärter die kleine Dame festhielt. „Wir haben Nummer 316 Japanisch und Englisch beigebracht. Sie lernt schnell und versteht mittlerweile alles, allerdings spricht sie noch recht brüchig“, gab er mir Bescheid. Er hatte einen recht starken französischen Akzent, aber ich gab ihm nicht die Schuld geben können. Schließlich befand ich mich eben im Land Frankreich. Ich erklärte dann in der Landessprache, dass es kein Problem wäre und ich mich auch auf Französisch verständigen konnte und bedankte mich für seine Mitarbeit. Endlich wurde mir die neue Insassin übergeben und man ließ sie los. Wenn ich die neuen Dokumente erledigt habe, werde ich sie auf jeden Fall zum Arzt im Nanba Gefängnis bringen.
Freundlich lächelte ich das Mädchen an. Sie sah mich erst gleichzeitig leer und ängstlich an, doch dieser Blick änderte sich in einen Überraschten. Scheinbar hatte sie noch niemand in ihrem Leben ein aufrichtiges Lächeln geschenkt. Ich erledigte darauf noch den nötigen Papierkram für den Transfer, eher ich sie zum Helikopter begleitete. Sie schien noch nie einen gesehen zu haben, da sich ihr Blick erneut änderte. Diesmal war es ein neugieriger Blick. Innerhalb der Flugmaschine half ich dem kleinen Mädchen im Sitz Platz zu nehmen und sie anzuschnallen. Daraufhin tat ich dasselbe. Gleich danach las ich mir ihre Dokumente durch. Zugeben musste ich, ich war erstaunt. Für ein 16-jähriges Mädchen hatte sie ganz schön viel angerichtet. Der Diebstahl an Juwelen aus ganz Frankreich und sogar Spanien im Wert von umgerechnet 27 Milliarden Yen. Bis auf ihren letzten Beutezug konnte Nichts von der Beute ausfindig gemacht werden.

Während ich die Dokumente las, startete der Helikopter und hob langsam ab, um und zu dem Nanba Gefängnis zu fliegen. Dabei merkte ich, wie die Insassin neben mir plötzlich ganz steif wurde, was mich dazu brachte zu ihr hinzusehen. Sie hatte sich förmlich in den Sitz gekrallt, während ihre weiß bis platinblonden Katzenohren tief und eng an ihrem Kopf hingen. Man sah förmlich, wie sehr sie sich im Moment fürchtete. Sie tat mir leid…
Ich legte ihr dann einfach meine Hand auf ihre, strich dabei mit meinen Daumen beruhigend über ihrem Handrücken. Dabei sah sie mich an und ich lächelte. Gab ihr Bescheid, dass sie sich nicht fürchten bräuchte und ich für sie da war. Ich versprach auch, dass nichts passieren wird. Schenkte ihr einen versicherten Blick im Gesicht. Langsam, aber sicher konnte ich sie wieder beruhigen, worauf ich dann die Dokument weiterlas. Allerdings ließ ich ihre Hand nicht los. Nur für den Fall, falls sie sich doch erneut fürchten sollte.
Wenn ich so recht überlege, konnte ich nur hoffen, dass sie sich nicht vor Chefwärter Sugoroku fürchten wird. Besser ich sag ihr Bescheid, dass ich sie nach dem Arztbesuch an den Chefwärter übergeben muss. Was ich auch gleich tat. Wie erwartet, sah sie alles andere als begeistert aus. Ich versicherte ihr gleich darauf, dass sie keine Angst vor dem Chefwärter haben bräuchte. Sagte ihr einfach, dass sie sich einfach einen Gorilla vorstellen bräuchte. Sieht gefährlich aus, ist aber ganz zahm. Sie fand es so lustig, dass sie kurz auf kicherte. Das brachte mir ein Lächeln ins Gesicht. Solche kleinen Dinge an Kinder machten mich immer glücklich.
Der Flug verding danach recht gut. Der Pilot hatte im Passagierabteil Musik spielen lassen, worauf ich die kleine Dame leise, aber freudig singen hörte. Die neue Insassin hatte wirklich eine schöne Stimme, auch wenn sie kaum mit mir sprach. Mit den Dokumenten war ich auch bereits fertig und der Helikopter setzte zum Landeflug an, als das Mädchen das Lied zu Ende sang. Was mich allerdings stutzig machte war, dass in den Dokumenten nirgendwo der Name des Mädchens vorgegeben ist. Wenn sie erwähnt wurde, dann nur mit ‚Nummer 316‘ oder ‚das Subjekt‘. Das war nichts als schlampige Arbeit. Eigene Dokumente werden hier im Nanba Gefängnis selbstverständlich hergestellt. Wenigstens war der krimineller Hintergrund der neuen Insassin korrekt. Diesen hatte sie selbst bestätigt.

Nachdem der Helikopter erneut zum völligen Stillstand kam, stand ich auf und halt der kleinen Katzendame aus ihrem Sessel. Ich stieg darauf als Erstes aus und half ihr aus der Maschine. Unser Weg führte schon einmal zum Trackt 13 des Hochsicherheitsgefängnis Nanba. Erst suchte ich unserem neuen Zuwachs passende Kleidung heraus. Davon gab es jeweils für jeden Insassen drei Paar, damit sie nicht täglich dieselbe Kleidung tragen mussten. Ich zeigte der jungen Nekodame die Umkleidekabinen und gab ihr schon einmal ein Paar der Kleidung mit. Den Rest der Kleidung packte ich für sie in eine eigene kleine Tasche. Darin befanden sich noch Badeutensilien und Zahnpflege Produkte. Nach einer Zeit hörte ich, wie das kleine Mädchen weinende Laute von sich gibt, also fragte ich ob alles in Ordnung wäre. Sie öffnete die Tür zur Kabine einen Spalt lang, sodass ich nur ihren hilfesuchenden Blick sah. Darauf fragte sie mich, ob ich ihr helfen könnte. Mit einem Lächeln nickte ich, weshalb sie die Tür nun ganz öffnete. Alles saß perfekt an ihr. Bis auf das Kleid, welches sie alleine nicht am Rücken schließen konnte. Schnell, aber auch vorsichtig schloss ich hinten ihren Reißverschluss und sie betrachtete sich darauf im Spiegel. Die Farbe Weiß stand ihr aber auch ausgezeichnet.
Ich hängte ihr noch ihre neue Nummer am Brustbereich des Kleids, eher wir zu den Fotos übergingen. Mir gefiel allerdings nicht besonders, wie steif unsere neue Nummer 08 da stand, also sagte ich ihr, dass sie ruhig auch posieren konnte, wie es ihr im Moment für richtig hielt. Das Resultat war ein wirklich sehr schönes Foto. Für Chefwärter Sugoroku fertigte ich gleich einen Steckbrief von Nummer 08 an. Kurz danach brachte ich sie zum Gefängnisarzt. Er führte eine Grunduntersuchung an Nummer 08 durch. Schon tauchte Chefwärter Sugoroku an meiner Seite auf. „Ist das der neue Insasse?“, fragte er mich überrascht. „Ja. Es hatte sich herausgestellt, dass unser Zuwachs diese kleine Nekodame ist“, antwortete ich ihm mit einem etwas verlegtem Lächeln. „Verstehe. Ich gebe ihr dann die Tasche und bringe sie in Zelle 13. Die Aufseherin wollte unbedingt, dass sie in diese Zelle kommt“, berichtete mir der Chefwärter und ich konnte erkennen, wie ihm zum wiederholten Mal eine Stressvene auf der Stirn bildete. Ich nickte ihm zu und salutierte, eher ich meiner eigenen Arbeit nachging. Zum Glück hatte ich bei ihrem neuen Dokument Nummer 08 um ihren Namen gefragt.

~Hajime~


Nachdem Dr. Otogi die Grunduntersuchung der neuen Insassin fertig, kam diese zu mir rüber. Allerdings sah sie sich nervös um. Scheinbar war sie auf der Suche nach Seitarou. Schnell las ich ihre ID Nummer an ihrem neuen Dokument ab, eher ich sie ansah. „Folge mir Nummer 08. Seitarou ist seine Arbeit nachgegangen. Ich habe ihn fortgeschickt. Ich bin Chefwärter Hajime Sugoroku“, sagte ich ihr ernst. Es schien ihrer Nervosität jedoch nicht zu helfen. Allerdings hatte ich dafür jetzt keine Zeit. Mein Körper setzte sich also schon einmal in Bewegung. Nur aus dem Augenwinkel heraus, beobachtete ich, wie mir Nummer 08 zur Zelle 13 folgte. Lange dauerte es auch nicht, eher wir dort ankamen. „Warte hier“, befahl ich ihr ruhig und sie blieb abrupt stehen. Ihr gesamter Körper war steif. Leise seufzte ich, eher ich ihr sanft über den Kopf strich. Es sollte ihr zeigen, dass ihr in diesem Gebäude niemand etwas Böses will. Kurz darauf öffnete ich die Zellentür. „Hey ihr Punks! Ihr bekommt heute Zuwachs!“, sagte ich laut. Alle Anwesenden beschwerten sich natürlich, aber das ignorierte ich erst einmal. Mit einer Kopfbewegung bat ich Nummer 08 darum die Zelle zu betreten. Ihre Ohren hingen leicht runter, als sie recht schüchtern die Zelle betrat. „Das hier ist Nummer 08. Seid gefälligst nett zu ihr. Sie hat schon genug durchmachen müssen“, sagte ich, eher ich die Tür hinter ihr schloss. Ich wartete noch ein wenig an der Seite ab, um sicher zu gehen, dass auch nichts passierte. „Ein Mädchen?!“, hörte ich als Erstes. „EINE NEKO!!!“, konnte man Nummer 25 danach hören. „U-um….“ Das war Nummer 08. Ihre Stimme hörte ich zum ersten Mal. Die vier Idioten stellten sich ihr gleich darauf vor, sagten ihr auch, dass sie nicht schüchtern sein bräuchte. Anschließend fragte Nummer 11, wie Nummer 08 hieß. Eine lange Weile war Stille. Vermutlich dachte sie erst nach, was sie alle überhaupt zu ihr sagten. „C-… Célia..“, antwortete Nummer 08 anschließend. Ein leichtes Lächeln kam auf meine Lippen und ich kehrte ins Büro zurück. Dabei sah ich mir das Dokument an, dass Seitarou angefertigt hatte.
 
 
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