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Unverhoffte Liebe? 2

OneshotRomanze / P12
Feitan
03.09.2020
03.09.2020
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Ein eiskalter Schauer läuft dir über den Rücke, als du das Gefühl hast, dass dich jemand beobachtet, aber du denkst nicht daran, dich umzudrehen.

»Ist der Chef immer noch mit Machi, Pakunoda und Kortopi unterwegs?«, hörst du Nobunaga fragen.

»Scheint wohl so, oder siehst du sie hier irgendwo?«, antwortet Phinks ihm.

»Sag mal, (D/N)? Wie geht es deinem Rücken? Es ist doch gerade mal etwas über eine Woche her, oder nicht?«, will Franklin von dir wissen.

Langsam drehst du dich zu deinen Kameraden um, wobei dir auffällt, dass Feitans Blick auf dich gerichtet ist.

Es ist gerade mal etwas über eine Woche her, dass das mit Chrollo und Feitan vorgefallen ist.

Der kleinere von beiden hatte dir seine Liebe indirekt gestanden, oder vielleicht hat er das auch nur gesagt, um dich abzulenken. Immerhin warst du verletzt gewesen und er meinte, dass er es dir erst verraten würde, wenn er selber einmal verletzt ist.

Feitan hatte sich aber um dich gekümmert und das passte nicht zu seiner Art. Es widerspricht sich mit seinem Verhalten, was er sonst am Tage legt.

»Er schmerzt noch ziemlich, aber ich habe Schmerztabletten. Also, geht das schon«, sagst du an Franklin gerichtet und wendest somit deinen Blick von Feitan ab.

»Machi hat gesagt, bevor sie ging, dass du dich mit deinen Rücken nicht überanstrengen sollst, weil sonst alles wieder auf geht.«

»Danke für die Erinnerungen, Franklin. Aber ich überanstrenge mich nicht«, bedankst du dich bei ihm und kehrst den dreien wieder den Rücken zu.

»Wo willst du denn jetzt hin, (N/N)? Der Chef hat gesagt, dass wir hier auf ihn warten sollen, bis er mit den anderen zurück kommt«, meldet sich Nobunaga zu Wort.

»Weiß ich. Ich zieh mich auch nur in meinem Zimmer zurück. Wir sehen uns später«, sagst du und gehst los, ohne dich nochmal umzudrehen.

Du kannst immer noch Feitans Blick auf deinem Rücken spüren, aber du sagst nichts dazu, weil du nicht weißt, was du von dem ganzen halten sollst.

Klar, hat er gesagt, dass er dich liebt, aber ohne zu bestätigen, ob er es wirklich ernst meint und jetzt musst du darauf warten, dass er sich mal verletzt, um eine Antwort zu erhalten? So ein Schwachsinn.

Der Schwarzhaarige sieht dich jedes mal an, sobald ihr in ein und demselben Zimmer seid.

Dein Bauchgefühl sagt dir eindeutig, dass der Grauäugige nur darauf wartet, endlich diese Sache zwischen euch zu klären, aber warum tut er es nicht einfach, ohne es hinaus zu zögern?

Vielleicht hatte er einfach bloß ein bisschen Spaß daran, dich auf die Folter zu spannen, oder er wollte dir dadurch noch mehr Zeit geben, den Chef zu vergessen.

•••

Achtlos wirfst du dein Oberteil auf den Boden und stellst dich mit deinem nackten Rücken vor den Spiegel, bevor du einen Blick über deine Schulter wirfst.

Deine (A/F) Augen weiten sich, als du siehst, dass sich der Verband rot verfärbt hat.

Franklin hatte dich noch gewarnt, dass du dich nicht überanstrengen sollst, damit das nicht passiert und zu deinem Pech ist Machi nicht da, um sich um deine Verletzung zu kümmern.

»Scheiße!«, fluchst du und starrst den roten Fleck an, wodurch dir entgeht, dass sich jemand von hinten an dich heran schleicht, bis du ein schwarzen Haarschopf erkennst.

»Du bist eine Idiotin. Franklin hatte dir doch gesagt, was Machi dir geraten hat«, gibt der Grauäugige von sich.

Sofort drehst du dich zu Feitan um, der dich genervt ansieht. »Ich bin eine Idiotin? Ich habe nichts gemacht! Und was willst du hier?«, giftest du Feitan an, was eigentlich nicht deine Absicht war, aber es nervt dich, dass der Schwarzhaarige so ein Spielchen mit dir spielt.

Automatisch verengst er seine grauen Augen und macht noch einen Schritt auf dich zu. Du hingehen denkst nicht im Traum daran, zurückzuweichen.

»Leg dich mit deinem Bauch auf dein Bett, damit ich mich um deinen Rücken kümmern kann.« Feitan dreht sich um und verlässt wieder dein Zimmer, was du Stirnrunzelnd beobachtet hast.

Er will sich um deinen Rücken kümmern?

Ehrlich gesagt bist du nicht scharf darauf, dass er nochmal deinen Rücken behandelt. Aber vielleicht ist es ja diesmal anders, weil du keine Glasscherben in deinen Rücken stecken hast.

»Du liegst ja immer noch nicht auf dem Bett.«  Reißt dich die Stimme von Feitan aus deinen Gedanken heraus und du siehst in die Richtung der Tür.

Feitan stiert dich böse an und schließt  die Tür, bevor er auf dein Bett zuläuft und die Utensilien, die er mitgebracht hat, auf deinem Bett ablegt, bevor er seinen Blick auf dich richtet.

»Worauf wartest du noch? Komm endlich her und leg dich hin«, befiehlt er dir, aber du machst nicht die Anstalt seinen Befehl nachzukommen.

»(D/N). Ich warne dich! Wenn ich dich kommen holen muss, wird es nicht so schmerzfrei für dich«, warnt er dich.

»Ich kann auch jemand anderes fragen, ob er sich darum kümmert. Shizuku, oder Nobunaga würden das sic-«, willst du sagen, aber du unterbrichst dich selber, als du siehst, dass er schon ein warnenden Schritt auf dich zu macht.

»Ist ja gut. Ich komme ja!«, grummelst du und setzt dich in Bewegung. Schnell läufst du auf dein Bett zu und legst dich auf deinen Bauch, damit Feitan nicht die Gelegenheit bekommt, dir nochmal zu sagen, dass du dich auf deinen Bauch legen sollst.

»Dir ist schon klar, dass ich mich erst hinsetzen hätte sollen, damit du den Verband abmachen kannst? Oder wie willst du an meinem Rücken heran kommen, Feitan?«, erklärst du ihm, aber hörst im nächsten Moment etwas reißen.

»Die Option wäre vielleicht besser gewesen für den Verband, aber du wolltest noch nicht mal meinen Befehl Folge leisten. Also, habe ich mich einfach ganz einfach anders entschieden«, meint er und spürst, wie der Verband von deinen Rücken genommen wird.

Nebenbei berühren dich deine kalten Finger an deinem erhitzen Rücken, aber du sagst nichts dazu, weil du keine Lust hast, dass er seine Worte noch wahr machen wird, dass du keine schmerzfreie Behandlung erhalten wirst.

»Ich verstehe dich manchmal nicht.«

»Hm? Geht es wieder darum, was zwischen uns vorgefallen ist? Ich sagte doch, dass ich mich dazu äußere, wenn ich ver-«, fängt Feitan an zu reden, aber du unterbrichst ihn einfach.

»Wenn du verletzt bist. Jaja, ich weiß, aber findest du es fair, dass ich solange darauf warten soll? Immerhin verletzt dich nichts so leicht und darum ist es Folter, auf seine eigene Art und Weise«, beendest du seinen Satz und versuchst deinen Oberkörper anzuheben, aber du wirst gleich wieder auf dir Matratze gedrückt.

»Und sowas kommt ausgerechnet von dir. Bleib liegen, sonst kann ich deinen Rücken nicht behandeln«, gibt er kühl von sich.

»Was willst du damit sagen?«, willst du wissen und drehst deinen Kopf zur Seite, damit du ihn ansehen kannst.

»Mh, denk nach. Was habe ich dir gesagt?«, erwidert er und verteilt eine kühle Salbe auf deinen Rücken.

»Dass du mich liebst, aber...ich hatte nur Augen für den Chef, der meine Liebe nicht erwidert hat. Du bist schon länger in mich verliebt, oder?«, schlussfolgerst du.

Jetzt macht es 'Klick' in deinem Kopf. Auch, wenn Feitan es nicht aussprach, wollte er dir ganz sicher damit sagen, dass er verletzt war, dass du deine Liebe den Chef schenken wolltest und nicht ihn.

»Setz dich auf, damit ich dir den neuen Verband umlegen kann.«

»Feitan!«, beschwerst du dich bei ihm, aber setzt dich auf, wodurch der kaputte Verband von deinen Brüsten rutscht und du bist innerlich froh, dass Feitan hinter dir ist, wodurch er nicht die Chance hat, einen Blick auf deine Brüste zu erhaschen.

»Ich kann das auch alleine. Du kannst gehen«, sagst du und hoffst innerlich, dass er tut, was du ihm gesagt hast.

»Warum soll ich auf einmal gehen? Ich bin gleich fertig. Also, gedulde dich noch ein wenig«, will der Schwarzhaarige von dir wissen.

»Naja, weil… Ich nicht will, dass du me-«, fängst du an zu stottern, aber du wirst unterbrochen, als deine Zimmertür aufgerissen wird.

Schneller als du überhaupt reagieren hättest können, hat Feitan seine Arme um deine Brüste gelegt und verhindert so, dass der Eindringlich überhaupt ein Blick auf deine Brüste erhaschen kann.

»Feitan! Du glaubst nicht, was passiert is- Oho, was sehe ich denn da? Habt ihr etwas miteinander?«, will Nobunaga wissen.

»Verschwinde, Nobunaga!«, knurrt Feitan und drückt deinen Oberkörper näher an seinen, wodurch du vor Schmerzen aufkeuchen musst.

»Aber!«, widerspricht er Feitan.

»Nobunaga! Geh raus! Wir sind hier beschäftigt!«, beschwerst du dich und beißt dir auf die Unterlippe, weil dein Rücken langsam anfängt zu Schmerzen.

»Ich sehe schon, dass ihr beschäftigt seid. Vergesst aber nicht zu verhüten«, lacht der Schwarzhaarige und ihr hört wie sich seine Schritte wird er entfernen, bevor er die Tür schließt.

»Ich bring ihn um!«, grummelst du und wirfst einen Blick über deine Schulter, damit du Feitan ansehen kannst.

»Dann musst du dich hinten anstellen.«

»Feitan? Würdest du vielleicht meine Brüste loslassen?«, fragst du und kannst nicht verhindern, dass du rot anläufst.

»Natürlich, das war bloß ein Reflex, weil du gerade ihm schutzlos ausgeliefert warst.« Feitan nimmt seine Hände von deinen Brüsten und kurz danach merkst du, wie er dir den neuen Verband anlegt.

Als der Schwarzhaarige fertig ist, drehst du dich zu ihm um und siehst ihn in seine grauen Augen.

»Ich weiß es jetzt und auch, wenn das mit Chrollo noch nicht so lange her ist, fühl ich mich zu dir hingezogen. Ich mag dich. Wirklich sehr und ich würde es gerne mit dir versuchen Feitan, sofern du es auch noch willst«, sagst du.

»Du hast recht. Ich wollte dir vorhin einen Tipp geben und was die Sache mit meinem Vorschlag betrifft, wenn ich verletzt bin, werde ich dir alles sagen. Nun ja, ich wollte dich zum Nachdenken anregen und dir so Zeit zu verschaffen von den Chef loszukommen«, erklärt er dir.

»Du bist echt ein gewieftes Schlitzohr, Feitan. Ich finde es süß, dass du das getan hast. Also, wollen wir es ganz langsam angehen lassen?«, fragst du lächelnd und rutscht noch ein kleines Stückchen näher an ihn heran.

»Ja«, antwortet er dir und stiehlt dir im nächsten Moment ein kleine Kuss, der  dein Herz schneller schlagen lässt.
 
 
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