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Erwachsenwerden ist nicht einfach

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Het
Isabella Garcia-Shapiro Phineas Flynn
02.09.2020
22.03.2021
7
10.546
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02.09.2020 1.095
 
"Hey Phineas, was machst du gerade? Also vor der Mathestunde?“

Phineas drehte sich zu dem schwarzhaarigen Mädchen um. Sie stand mit ihrem rosafarbenen Rucksack und mit einer hellblauen Jeans mit weißem T-Shirt vor ihm.
Er kratzte sich verlegen den Hinterkopf.

„Hey Isabella. Also ich wollte mich noch etwas auf die Mathearbeit vorbereiten. Finde zwar Wahrscheinlichkeitsrechnung ziemlich einfach, aber bei Frau Brown weiß man ja nie. Die baut immer so schwere Textaufgaben rein und...“, doch er stoppte sich selber beim Reden. Er plapperte immer so schnell.
„Also ich bin ganz schön nervös deswegen. Ich verstehe dieses Thema einfach nicht. Hast du vielleicht Ferb gesehen? Der wollte es mir nochmal versuchen zu erklären.“

„Ne, er wollte noch schnell seinen Taschenrechner von Zuhause holen. Er ist gerade mit dem Auto losgefahren. Muss es wohl vergessen haben...“

Doch bevor er weitersprechen konnte, kam ein großer, leicht muskulöser braunhaariger Junge auf die beiden zugelaufen. Er trug eine schwarz-weiße Footballjacke und legte sofort einen Arm um Isabella.
„Hey meine Süße? Auch hier?“, sagte der ungefähr der 10 cm größere Junge. Isabella verdrehte genervt die Augen und entzog sich dem Arm des Teenagers.
„Matt. Seit wann kommst du den wieder zur Schule? Und das auch genau dann, wenn wir eine Mathearbeit schreiben?“
Warum musste der Junge immer zu den Unpassendsten Momenten auftauchen, dachte sich die junge Frau.

„Damit ich dich sehen kann. Mathe ist schließlich unser einziges Fach zusammen.“, sein Blick wanderte zu Phineas, welcher nicht gerade freundlich den Sportler anschaute.
„Hängst du immer noch mit dem Streber ab? Verzieh dich Nerd. Jetzt rede ich mit der Schönheit hier.“

Bevor Phineas reagieren konnte, stellte sich Isabella neben ihn und verschränkte die Arme ineinander.
„Wer hat denn gesagt, dass ich überhaupt mir dir reden will? Lass gefälligst meine Freunde in Ruhe und suche dir andere Menschen, die du beleidigen kannst.“

„Du bist auch wirklich die Einzige, die meinem Charme wiedersteht. Und das macht dich noch heißer.“, Matt zwinkerte verführerisch und ging zu seinen anderen Sportlerfreunden und klatsche mit ihnen ab. Als ob er irgendwas gewonnen hätten.

Phineas sah dem Sportler böse hinterher. So sollte niemand jemanden behandeln. Besonders nicht Isabella. Am liebsten hätte Phineas ihm eine Faust in den Magen geram...
Was dachte er denn da?
„Also Phineas. Kannst du mir vielleicht noch etwas erklären?“, fragte Isabella, als wäre nicht passiert.
Phineas lächelte das Mädchen neben sich an, aber so richtig konnte er sich auch nicht konzentrieren.
Er war doch nicht etwa... Nein! Das konnte doch nicht sein. Wieso sollte er überhaupt?  So ein Gefühl hatte er noch nie empfunden.
Auch in der Klausur schrieb Phineas bei jeder Aufgabe nur das Nötigste hin. Er schaute größtenteils aus dem Fenster. Er hatte einfach keine Lust mehr...

Und als er und Ferb nach Hause fuhren, redete er auch kaum ein Wort.
Ferb sah seinen Stiefbruder verwirrt an.

„Hallo Phineas ? Bist du noch da?“
„Oh sorry Ferb. Irgendwie kann ich mich gar nicht konzentrieren. Ich hab auch glaube total die Klausur verkackt!“, schrie der rothaarige plötzlich.
Ferb sah Phineas überrascht an. So hatte er ihn noch nie gesehen. Also klar vor ein paar Sommern war er das ein oder andere Mal sauer geworden. Phineas konnte ganz schön beängstigend wirken. So hatte er mal ihre Schwester Candace auf ein Dreirad bekommen, aber irgendwie klang er jetzt mehr verwirrt als wirklich wütend.
„Ah Ferb, kennst du das, wenn du irgendetwas fühlst, es aber nicht in Worte fassen kannst? Ich fühle mich so wütend und gleichzeitig so entmutigt. Als könnte ich der Person vor mir einen Schlag ins Gesicht verpassen! AHHH! Dieser scheiß Matt. Behandelt alle als wären sie unwürdig nur in seiner Nähe zu sein. Weißt du, was er heute gesagt hat. Er hat Isabella seine Süße genannt?! Einfach so! Sie will doch nichts von diesem Idioten! Warum lässt er sie nicht einfach in Ruhe.“

Jetzt verstand Ferb. Am liebsten hätte er es seinem Bruder erklärt, aber dieser war gerade so in Rage wie noch nie zuvor. Er hatte es auch schon mal durchgemacht. Ferb hatte Vanessa mal mit so einem Typen gesehen. Er war älter als Ferb und machte ihr die ganze Zeit schöne Augen. Vanessa war da noch vor ein paar Monaten mit ihm zusammen gewesen und er wollte sie zurück gewinnen. Laberte was über ein gutes Team und irgendwas über Geheimagenten. Seltsames Zeug. Vanessa sagte nur, dass sie eine schöne Zeit mit ihm hatte, aber jetzt nun mal keine Gefühle mehr da waren, aber dass sie gerne weiterhin Freunde bleiben können.
Ferb war damals so sauer gewesen und wäre fast zu dem Mann gelaufen und hätte ihm erstmal eine Predigt gehalten. Mindestens einen Vierzeiler.

Auch Isabella war auf den Straßen von Danville unterwegs. Sie fuhr zu dem Restaurant ihrer Mom, um ihr dort unter die Arme zu greifen. Sie arbeitete da nach der Schule ab und zu, um sich was dazu zu verdienen. Der Laden war noch relativ neu, nicht mal ein Jahr alt und es lief zwar alles gut, aber ihre Mom war abends doch ziemlich müde und hatte kaum noch Zeit.
Es war nicht mehr lange bis zu den Sommerferien und sie musste sich auch noch in den Arbeitsplan eintragen. Sie wollte mindestens in den ersten drei Wochen ein paar Tage arbeiten. Sie wusste, dass ihr dann weniger Zeit mit ihren Freunden blieb, aber...
Sie würde so oder so von jemand bestimmten nicht beachtet werden. Und sie war es langsam leid, ihm bei seinen Abenteuern hinterher zu rennen. Auch wenn er unglaublich süß aussah, wenn er die Blaupausen anschaute.

Er hatte sich in den paar Jahren nicht so stark verändert. Er war größer geworden, mindestens einen Kopf mehr als sie jetzt, und das wars eigentlich schon. Er war genauso schlau und cool wie früher, als sie noch Kinder waren. Isabella schaute betrübt, als sie schließlich vor dem Restaurant parkte. Die Mädchen aus ihrem Jahrgang hatten das auch erkannt. Sie kannte mindestens 4 Frauen, die total von Phineas und Ferb schwärmten. Da Ferb mit Vanessa zusammen war, blieb ja nur noch Phineas. Und irgendwann würde Phineas ein Mädchen treffen, was ihm gefällt und dann war sie weg vom Fenster. Nur die verdammte beste Freundin!
Wütend schlug Isabella die Autotür zu und ging in den Laden.

** Hey :) Ich weiß nicht, ob ein paar Leute hier diese FF lesen, aber falls doch, freut es mich, dass ihr hier seid :) Ich probiere hier eine etwas erwachsenere Form aus, aber ich werde natürlich alles vorher ankündigen, falls eim paar keine Sachen über FSK 12 lesen wollen. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr mir Ideen oder eure Meinung generell schreibt.
LG Kia**
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