Klavierstunde

OneshotRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Newt Thomas
02.09.2020
02.09.2020
1
730
3
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
02.09.2020 730
 
Klavierstunde - Newtmas

Pov Thomas:
Ich stand vor Newts Haustür, den Schlüssel in der Hand. Es war bereits dunkel geworden. Ich konnte Newts Klavier bis nach draußen hören. Es klang so wunderschön, ich hätte stundenlang zuhören können. Ich schloss die Wohnung auf und betrat sie. Zielstrebig machte ich mich auf den Weg zu seinem Klavier, um ihn zu überraschen. Da saß er, den Rücken zu mir gedreht, konzentriert war sein Blick auf die Tasten gerichtet. Seine Hände flogen nur so über die Tastatur und spielten eine wunderschöne Melodie. Er brauchte nicht einmal Noten, er konnte alle seine Stücke auswendig. Langsam schlich ich mich an ihn heran. Ich setzte mich hinter ihn auf den Klavierhocker, legte meinen Kopf auf seine Schulter und schlang meine Arme um seinen Bauch. Er hörte nicht auf zu spielen bis das Stück zu Ende war dann stand er auf und setzte sich auf meinen Schoß. Er kuschelte sich an mich und ich wollte ihn nie wieder loslassen. Er drückte mir einen sanften Kuss auf die Lippen. „Kannst du mir das beibringen?“, fragte ich bettelnd.

Pov Newt:
Ich stand auf. „Also Tommy, erstmal musst du dich richtig hinsetzen“, er gehorchte und setzte sich ordentlich ans Klavier. Ich holte mir einen Stuhl und setzte mich neben ihn. Ich hatte beschlossen, ihm „Für Elise“ beizubringen. Es war nicht leicht für den Anfang aber ich war mir sicher, dass er das schaffen könnte. Ich griff nach seinen Fingern und platzierte sie auf den richtigen Tasten. Ich führte ihm einmal vor, wie es klingen sollte und Tommy’s Versuch war gar nicht schlecht. Wir übten weiter. Ich übernahm die linke Hand, die Begleitung. Für Tommy war beides gleichzeitig zu schwer, also half ich ihm. Wir übten bis tief in die Nacht, meine Nachbarn waren nicht da, also konnte sich niemand über die nächtliche Ruhestörung beschweren. Es war schon zu spät, um Tommy nach Hause fahren zu lassen, also beschlossen wir, dass er bei mir schlief. Ich gab ihm einen von meinen Pyjamas, wir machten uns fertig und lagen schließlich in Decken gewickelt in meinem Bett. „Schlaf gut, Tommy“, flüsterte ich und küsste ihn. „Gute Nacht“, flüsterte er ebenso leise zurück. Es war nicht das erste Mal, dass Tommy in meinem Bett schlief. Mittlerweile wusste er, dass ich mich zum Schlafen immer wegdrehte, genau wie dieses Mal. Ich drehte mich auf die Seite, Tommy legte seinen Arm um mich. Er war eigentlich immer das große Löffelchen gewesen, was aber weder ihn noch mich störte. Ich war wirklich müde, weshalb ich schnell einschlief.

Pov Thomas:
Ich lauschte Newts gleichmäßigem Atem. Er war wesentlich schneller eingeschlafen als sonst. Ich gab ihm noch einen Kuss auf seinen blonden Schopf und schlief bald auch ein.

Pov Newt:
Am nächsten Morgen wurde ich von den Tönen meines Klaviers geweckt. Ich streckte mich und lauschte der Melodie. Es hörte sich nicht schlecht an, er hatte Talent. Plötzlich kam mir eine Idee. Schnell zog ich mich an und schlich mich zum Klavier. Er saß auf dem Klavierhocker und versuchte das umzusetzen, was ich ihm gestern beigebracht hatte. Jetzt hatten wir wohl die Rollen getauscht, diesmal setzte ich mich hinter ihn und begann Küsse an seinem Hals zu verteilen. Er verkrampfte sich und ein schrecklich lauter und unpassender Ton war zu hören. „Was war das denn, Tommy?“, kommentierte ich die Situation. Ich lehnte mich zur Seite, um ihm in die Augen sehen zu können. „Mache ich dich etwa nervös, Tommy?“. Der Angesprochene lächelte nur und drehte sich zu mir um, um mich leidenschaftlich zu küssen. Genau wie gestern setzte ich mich auf Tommy’s Schoß, meine Beine baumelten links und rechts an seinem Oberkörper vorbei vom Hocker. Mein Kopf lag auf seiner Schulter, meine Hände ebenfalls. „Ich liebe dich Tommy“, „Ich dich auch, Newt“. Ich spürte, wie mein Kinn mit zwei Fingern angehoben wurde. Tommy legte seine weichen Lippen auf meine. Ein Feuerwerk explodierte in mir. Dieser Moment war perfekt, ich wünschte mir, er würde niemals enden, doch leider mussten wir uns irgendwann aus Sauerstoffmangel voneinander lösen. Ich legte meinen Kopf zurück auf seine Schulter und schlief tatsächlich ein. Ich wachte in meinem Bett auf, ordentlich zugedeckt mit einigen Decken. Er musste mich ins Bett getragen haben. Erst jetzt bemerkte ich, dass er neben mir lag, seinen Arm auf meinen Bauch gelegt. Ich rutschte näher an ihn heran. Dieser Tag war perfekt, genauso wie jeder einzelne mit ihm, meinem Tommy.