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Gefährten

von Rar22
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18
Cobra Lucy Heartfilia
02.09.2020
28.10.2020
17
33.257
9
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Dieses Kapitel
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23.09.2020 2.056
 
Lautlos seufzte Cobra und starrte an die Decke, sie machte es ihm nicht gerade einfach, überhaupt nicht einfach.
Aber, sie musste ja drauf bestehen das er mit ihr im selben Bett schlief.
Langsam drehte er den Kopf zu ihr.
Es war wirklich nur noch ein klitzekleiner Spalt zwischen ihnen.
Aber sie hatte ja drauf bestanden das sie tauschten und er das sie im Bett schlief.
„Dann schlafen wir einfach beide im Bett und ich akzeptiere kein Nein!“, hatte sie einfach gesagt.
Er hatte nichts anderes gekonnt als sie perplex anzustarren.
Mehrfach hatte er sie gefragt ob das ihr ernst war.
Doch sie hatte jedes mal gesagt das er im Bett bei ihr schlafen sollte.
Am Abend hatte er sich einfach aufs Sofa legen wollen, doch sie hatte ihn nur böse angestarrt und er war ins Schlafzimmer rüber gegangen.
Natürlich hatte er bemerkt das sie immer noch Angst hatte.
Sie hatte sich nicht ganz so wohl gefühlt als er sich neben sie gelegt hatte, aber sie hatte ihm wieder nur gesagt das er ja nicht aufs Sofa gehen sollte, sobald sie eingeschlafen war.
Woher sie wusste das er das vorhatte, wusste er allerdings nicht.
Lautlos seufzte er noch einmal, er hatte das starke Bedürfnis sie in den Arm zu nehmen, an sich zu drücken und ihren Geruch in sich aufzunehmen.
Er fuhr sich mit den Händen übers Gesicht, wusste sie eigentlich was sie ihm damit antat?
Es war furchtbar schwer einfach so neben ihr zu liegen und dann nichts zu versuchen.
Niemals würde er sich jetzt an sie binden, aber sie im Arm halten...
Nachdenklich sah er sie wieder an, sie schlief wirklich tief und fest, sie würde es gar nicht merken wenn er sie wirklich in den Arm nahm.
Und am Morgen könnte er einfach sagen es sei im Schlaf passiert.
Vorsichtig drehte er sich auf die Seite, rutsche noch ein wenig näher an sie heran und legte einen Arm um ihren Körper.
Sind Frauen Körper immer so schmal? Fragte er sich in Gedanken.
Er hatte noch nie eine Frau einfach so gehalten.
Das hieß nicht das er noch nie Sex hatte, das hatte er, aber er hatte nie mit einer Frau gekuschelt.
Was ist aus mir nur geworden, ich Kuschel schon mit jemanden. Ging es ihm wieder durch den Kopf.
Die anderen würden ihn auslachen, wenn sie ihn so sehen könnten.
Kurz stockten seine Gedanken, die anderen… sie waren, wenn man es genau nahm sowas wie seine Familie.
Eigentlich hatte er geplant Lucy an sich zu binden, Fairy Tail beizutreten und sie von innen heraus zu zerschlagen.
Doch all das war in Vergessenheit geraten, sobald er angefangen hatte Lucy zu beobachten.
Und jetzt wollte er einfach nur noch seine Gefährtin bei sich und für immer mit ihr zusammen sein.
Er strich ihr vorsichtig eine Strähne aus dem Gesicht und seufzte zum dritten mal in kurzer Zeit lautlos.
Diese Blondine in seinem Armen hatte ihn ohne das sie es wusste zu einem Weichei gemacht.
Aber er musste zugeben, es störte ihn überhaupt nicht.
Nur langsam schloss er die Augen.
Ihr Geruch nebelte ihn ein und beruhigte ihn gleichzeitig.
Fast sofort, nachdem seine Augen geschlossen waren, schlief er ein.

Lucy wurde am nächsten Morgen wach und sah perplex in Cobras Gesicht.
Er schlief noch, war aber plötzlich viel näher als am Abend.
Sie spürte seinen Arm um ihren Körper und schluckte schwer.
Er war warm und irgendwie roch er angenehm.
Außerdem sah sein Gesicht so entspannt aus, seit sie hier waren, hatte sie sein Gesicht noch nie so entspannt gesehen.
Er hatte immer einen harten Zug, aber nun wo er schlief.
Lucy konnte irgendwie nicht anders, sie hob vorsichtig ihre Hand und strich sanft mit den Fingern über sein Gesicht.
Sie erstarrte in der Bewegung als er plötzlich die Augen öffnete und sie ansah.
Sofort zog sie ihre Hand weg, oder sie wollte es  doch er hielt sie schnell fest.
Er sagte nichts und auch Lucy konnte nichts sagen.
Schwer schluckte sie und wollte einfach aufstehen, aber er hielt sie immer noch fest und ließ sie so nicht aus dem Bett.
„Das war angenehm.“, flüsterte er plötzlich und sie sah ihn verwundert an.
Sie spürte die Hitze die sich wieder einmal auf ihrem Gesicht bemerkbar machte und schluckte schwer.
„Ich… also…“, stammelte sie leise und er zog leicht an ihrem Arm so das sie wieder ins Bett fiel und neben ihm lag.
Er lies ihre Hand los und legte wieder einen Arm um sie.
„Du darfst das so oft machen wie du willst.“, murmelte er und dieses mal glaubte sie auch einen roten Schimmer auf seinem Gesicht zu sehen.
Sie schlug sich die Hände vors Gesicht.
„Du… Du sahst… naja, einfach… so… so entspannt aus…“, stammelte sie wieder und sofort wurden ihre Hände vom Gesicht weggezogen.
„Ja, das ist wohl das erste mal, seit langem, das ich entspannt geschlafen habe…“, flüsterte er und sie sah ihn kurz erstaunt und dann traurig an.
Er hob ihr Kinn ein wenig an als sie nach unten sah .
„Mach dir keine Gedanken darüber, ich hab meinen Weg damals selber gewählt.“, flüsterte er und langsam nickte sie.
Er hatte ihr ja alles erzählt, von Himmelsturm und wie er mit den anderen zu Brain kam.
Von dem harten Training dem sie von ihm unterzogen worden und allem.
„Es ist trotzdem schrecklich.“, murmelte sie und Cobra sah sie nachdenklich an.
„Mag sein, aber es ist nicht zu ändern.“, flüsterte er und sie nickte langsam.
„Würdest du es jetzt ändern wollen?“, fragte sie leise und sah ihn nachdenklich an.
Kurz runzelte er die Stirn, schüttelte dann aber den Kopf.
„Wenn das alles nicht passiert wäre, wer weiß ob ich dich jemals gefunden hätte.“, sagte er leise und Lucy sah ihn aus großen Augen an.
„Aber wahrscheinlich wäre ich dann auch kein Dragon-Slayer und… naja vielleicht wärst du dann für jemand anderen die Gefährtin.“, murmelte er und sah sie nun entschuldigend an.
Lucy sah ihn einfach nur an, er dachte das sie dann vielleicht für Natsu die Gefährtin geworden wäre.
Sie sah kurz an die Decke und seufzte.
„Ich wäre wohl niemals die Gefährtin für Natsu.“, murmelte sie und sah wieder zu ihm.
Er hob nur fragend die Augenbraue und als sie nicht weiter sprach fragte er sie direkt wieso sie das dachte.
„Für ihn wäre es wohl immer Lisanna, die beiden hatten sich schon als Kinder versprochen zu heiraten… sie haben wohl die romantischste Vergangenheit von allen…“, murmelte sie.
Cobra hörte noch den Schmerz in ihrer Stimme, natürlich liebte sie Natsu noch, sowas änderte sich nicht innerhalb einer Woche, aber trotzdem versuchte sie ihm eine Chance zu geben.
Und er war wirklich dankbar dafür.
„Eine Vergangenheit hat nichts zu sagen, es hätte trotzdem anders laufen können…, aber…. Naja ehrlich gesagt bin ich froh das du meine Gefährtin bist.“, sagte er leise und sofort sah Lucy ihn erstaunt an.
„Wieso?“, fragte sie leise und Cobra sah sie lange einfach nur an.
„Weil du liebevoll und gütig bist, du gibst mir eine Chance, obwohl so viel schlimmes zwischen uns passiert ist.“, flüsterte er und sie öffnete leicht den Mund.
Sie sah kurz zur Seite doch er brachte sie einfach dazu ihn wieder anzusehen.
Sie sah ihn aus großen Augen an, als er ihr wieder näher kam und dann auch schon seine Lippen wieder auf ihren lagen.
Lucy schloss die Augen und erwiderte den Kuss leicht.
Cobra hielt sie wieder im Arm und strich sanft über ihren Rücken.
Lucys Hände legte sich auf seine Brust und in dem Moment ging ein unglaubliches kribbeln durch ihren Körper.
Sein Hand legte sich auf ihr Steißbein und sofort zuckte sie zusammen und löste sich von ihm.
Kurz sah er sie perplex an.
„Entschuldigung.“, flüsterte er und sie nickte langsam.
„Schon… schon gut… ich hab mich nur erschrocken.“, hauchte sie und er nickte.
Sie blieben noch einen Moment so liegen, bevor sie aufstanden und Lucy ins Bad ging.

„Darf ich dich was fragen?“, fragte Cobra am Abend bevor sie sich wieder ins Bett legen wollten.
Lucy sah ihn an und nickte.
„Wurdest… wurdest du mal, naja… verge…“, fing er an und stoppte als Lucy schnell den Kopf schüttelte.
„Nein! Wie kommst du denn auf die Idee?“, fragte sie ihn sofort.
Cobra sah sie an und nickte langsam.
„Es schien als hättest du panische Angst, naja also vorm Sex, deswegen dachte ich vielleicht.“, murmelte er und sah sie entschuldigend an.
„Ich hab keine Angst vor Sex, es… naja… als… ich… ich hab noch nie…“, flüsterte sie und er sah sie verstehend an.
Allerdings fing sein Herz auch an zu rasen, seine Gefährtin war noch Jungfrau, etwas das ihn fast wahnsinnig machte.
Er würde der erste sein mit dem sie schlafen würde.
Der erste und gleichzeitig auch der letzte.
„Ich mein… selbst meinen ersten Kuss hatte ich mit dir…“, hauchte sie und sofort zuckte er zusammen und sah sie erschrocken an.
„Was?!“, fragte er perplex.
Langsam nickte die blonde und sah zur Seite.
Er wollte noch was sagen als sie jedoch meinte, das sie ins Bett gehen sollten.
Cobra nickte nur und schlug die Decke zurück.
Zusammen setzten sie sich ins Bett.
Eine ganze weile saßen sie so nebeneinander, bis Cobra einfach ihre Hand nahm und sie ansah.
„Entschuldigung.“, murmelte er und Lucy sah ihn verwirrt an.
„Das ich dich einfach geküsst habe.“, flüsterte er und Lucy nickte langsam.
„Schon… schon okay.“, hauchte sie leise.
Cobra schüttelte den Kopf und murmelte das es nicht okay war, das er sie nicht einfach hätte küssen dürfen ohne sie zu fragen ob sie das wollte.
Lucy wollte etwas sagen doch er murmelte nur das sie nicht sagen sollte es wäre okay, immerhin hatte er ihr den ersten Kuss gestohlen und dieser etwas besonderes sein sollte.
Lucy lächelte leicht und nahm sein Gesicht in ihre Hände, damit er aufhörte zu reden.
„Irgendwie war er ja besonders, wenn auch auf andere Weise, ich sollte mich entschuldigen.“, meinte sie und sofort fragte er sie leise wofür sie sich entschuldigen sollte.
„Was, was ich an dem Abend gesagt habe… das war gemein.“, hauchte sie und Cobra sah sie kurz verwundert an.
„Ich kann verstehen wieso du es gesagt hast, es ist schon okay, du warst wütend.“, murmelte er und Lucy schüttelte den Kopf.
„Ich hatte trotzdem kein Recht dazu so etwas gemeines zu sagen.“, flüsterte sie und er seufzte leise.
Leise wiederholte er das es schon in Ordnung war und sie ja irgendwie recht gehabt hatte, er hatte nicht wirklich eine Ahnung davon was liebe war.
Er glaubte einfach nur dass das was er für sie empfand liebe war.
Kurz sah sie ihn nachdenklich an und fragte wieso er es zu ihr gesagt hatte, wenn er sagte er wüsste es nicht.
Er sah sie einen Moment lang an, er wollte nicht das sie glaubte er würde es nicht ernst mit ihr meinen.
Denn das tat er.
„Ehrlich gesagt weiß ich es nicht, es kam einfach aus meinem Mund, als hätte jemand anderes durch mich gesprochen.“, murmelte er und sie sah ihn nachdenklich an.
Langsam nickte sie und setzte sich wieder ordentlich hin.
Er sah sie ein wenig ängstlich an, er hatte angst das sie ihm nun nicht mehr glauben würde.
„Lucy?“, fragte er leise als sie nichts sagte und leise lachte.
Sie sah zu ihm und lächelte leicht, sofort sah er sie erstaunt an.
„Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, wie du das sagen konntest und wann du dich in mich verliebt haben solltest. Ich hab es einfach nicht verstanden.“, sagte sie leise und er nickte langsam.
„Ich hab wirklich nicht drüber nachgedacht als ich dir diese Nachricht geschrieben habe.“, flüsterte er und Lucy sah ihn einfach nur an.
Ganz leise murmelte sie das es sie wirklich überfordert hatte, als er dort aufgetaucht war, aber sie auch verstehen konnte das er sie so dorthin bestellt hatte.
Sie fragte ihn wieso er sie aber nach Acalypha bestellt hatte und nicht einfach in den Park von Magnolia, wenn er sowieso dort war.
Cobra lehnte sich ans Bett Ende und sah zur Tür.
„Ich wollte nicht das uns jemand entdeckt.“, fragte er.
Lucy lächelte leicht und murmelte das es wohl auch besser so gewesen war, immerhin hätten die meisten ihn zuerst angegriffen.
Cobra nickte und meinte das Erza und Gray ihn ja auch erst zurück ins Gefängnis bringen wollten und ihn erst durch Natsu und Wendy wieder gehen lassen hatten.
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