Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Gefährten

von Rar22
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18
Cobra Lucy Heartfilia
02.09.2020
28.10.2020
17
33.257
9
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.09.2020 1.945
 
Lucy lag in dem Bett und starrte an die Decke.
Die Situation in der sie sich gerade befand war einfach nur merkwürdig.
Cobra lag im anderen Zimmer auf dem Sofa.
Und sie, sie konnte einfach nicht schlafen, sie hatte irgendwie Angst das er sie doch einfach an sich Band.
Langsam setzte sie sich wieder auf und zog die Beine an.
Das alles war doch zu verrückt.
Leise seufzte sie und umarmte ihre Knie, sie konnte einfach nicht beruhigt schlafen.
Außerdem war ihr kalt, sie waren unter der Erde und es war generell nicht besonders warm.
Sie zog die Decke noch ein wenig weiter hoch und seufzte ein weiteres mal.
Kurz fragte sie sich wie lange die anderen sie wohl in diesem Raum mit Cobra ließen.
Doch wohl nicht bis der Rat ihn wieder mit nahm, oder?
Und wie kam Erza eigentlich darauf Natsu da bei zu helfen?
Wusste sie etwa auch die ganze Zeit über all das bescheid?
Sie legte ihren Kopf auf die Knie ab und schloss die Augen.
Ob Cobra wohl schon schlief? Wie viel Zeit war eigentlich vergangen seit sie hier unten waren.
Am liebsten würde sie einfach wieder nach Hause und alles um sich herum vergessen.
Vergessen das sie Natsu gesagt hatte das sie in ihn verliebt war, das er und die anderen Dragon-Slayer Gefährtinnen hatten und das ausgerechnet sie die Gefährtin für einen Kriminellen sein musste.
Wieso hatte nicht einfach Angel oder sonst wer seine Gefährtin sein können, wieso musste sie es sein?
Leise seufzte die noch einmal und setzte sich wieder hin.
Ihr Kopf war so voll mit allem was in den letzten 24 Stunden passiert war, das sie ganz sicher nicht schlafen könnte.
Und nun war sie auch noch für was wusste sie schon wie lange mit Cobra hier eingesperrt.
Sie hatte nicht mal Klamotten zum wechseln dabei.
Hatten sie überhaupt was zu essen?
Wenn sie wirklich 2 Wochen mit ihm hier eingesperrt bleiben sollte, brauchten sie doch auf jeden Fall was zu essen.

Am nächsten morgen, Lucy hoffte zumindest das es schon morgen war lief sie leise aus dem Schlafzimmer.
Sie hatte tatsächlich die ganze Nacht kein Auge zu gemacht.
Sie sah Cobra der noch auf dem Sofa lag und schlief und dann vorsichtig durch den Raum.
Vielleicht gab es ja einen anderen Weg hinaus.
Allerdings gab es nur eine andere Tür und die führte wie sie feststellen musste in ein Badezimmer.
Leise ging die hinein und schloss die Tür, zu ihrem Unglück konnte man die Tür nicht abschließen.
Aber da sie ja wusste wie gut Cobra hören konnte,  dachte sie sich einfach das er mitbekommen würde, wenn sie im Bad war.
Sie entschied sich, einfach erst einmal duschen zu gehen.
Es gab auch eine klitzekleine Badewanne, aber wirklich nur eine in der man mit angezogen Knien sitzen konnte.
Kurz überlegte sie ob sie darin ihre Sachen waschen konnte, zumindest ihre Unterwäsche musste sie zwischendurch mal waschen, wenn sie schon nichts anderes da hatte.
Sie zog sich erst einmal aus und sah in den kleinen Schrank um sich dort Handtücher raus zu nehmen.
Diese legte sie in die Nähe der Dusche und dann machte sie das Wasser auch schon an.
Es dauerte nicht lange bis es warm genug war und sie unter das Wasser stieg.
Cobra wachte nur 20 Minuten später auf, er war immer noch ziemlich müde.
Er hatte die halbe Nacht damit verbracht Lucys Gedanken zu zuhören.
Ein paar mal wollte er rüber gehen und versuchen ihr zu sagen das sie keine Angst zu haben brauchte, aber er wusste nicht genau ob es ihr nicht nur noch mehr Angst gemacht hätte, wenn er einfach so in das Zimmer gekommen wäre.
Irgendwann war er dann eingeschlafen.
Er gähnte leise und entschloss sich als aller erstes ins Bad zu gehen.
Ohne überhaupt auf die Geräusche in dem Zimmer zu achten, öffnete er die Tür und blieb sofort stehen, als er Lucy sah die sich gerade in ein Handtuch ein wickelte.
Einen Moment lang blieb er verwirrt stehen und sah einem Wassertropfen dabei zu wie er über ihr Schlüsselbein, weiter runter bis zu ihrem Busen rann.
Erst dann kam er wieder zu sich, schüttelte schnell den Kopf, nuschelte eine Entschuldigung und verlies schnell das Bad wieder.
Er knallte die Tür hinter sich ein wenig zu und lehnte sich dran.
Mit den Händen fuhr er sich übers Gesicht und durch seine Haare.
Sein Herz pochte wie wild und ohne das er es wollte, würde er am liebsten wieder darein gehen und sie auf der Stelle an sich binden.
Tief atmete er durch und ging von der Tür weg als er hörte das Lucy raus kam.
Sie sah ihn nicht an und lief einfach nur wieder zurück in das Zimmer.
Cobra sah ihr kurz nach und seufzte leise, sie hatte jetzt also nur noch mehr Angst vor ihm.
Ihre Gedanken waren ein heilloses durcheinander und er hörte wie sie darüber nachdachte ob er doch was versuchen wollte.
Er sah zu ihrer Tür und seufzte ein weiteres mal.
Langsam ging er zur Tür und klopfte.
Er hörte wie sie sich tierisch erschreckte und nur ganz leise herein sagte.
Vorsicht betrat er das Zimmer und sah wie sie am anderen Ende des Raumes an der Wand stand.
„Ich wollte mich entschuldigen, ich… Ich hab nicht mitbekommen das du im Bad warst.“, murmelte er.
Sie sah zur Seite und nur langsam wieder zu ihm.
„Ich dachte du hörst alles.“, murmelte sie leise und er nickte.
„Das tu ich auch eigentlich, aber naja ich war eben erst aufgewacht und war einfach noch müde und hab nicht drauf geachtet.“, murmelte er.
Lucy nickte langsam und atmete tief durch.
„Okay. Das… naja… versteh ich... irgendwie...“, flüsterte sie und erst jetzt sah Cobra sie genauer an.
Sie wirkte müde und hatte wirklich schlimme Augenringe.
„Hast du überhaupt geschlafen?“, fragte er leise und sie schüttelte den Kopf.
Lautlos seufzte er.
„Du brauchst wirklich keine Angst haben Lucy, ich werde dich nicht mit Gewalt an mich binden, oder dir anderweitig weh tun.“, sagte er ernst und Lucy sah ihn einfach nur an.
Tief atmete sie durch und nickte langsam.
Cobra ging einen Schritt auf sie zu und sofort stieß sie gegen die Wand als sie versuchte einen Schritt zurück zu machen.
Lautlos seufzte er noch einmal und ging dann trotzdem wieder einen Schritt auf sie zu, solange bis er vor ihr stand.
Sofort hörte er wie ihr Herz raste und sah wie sie anfing zu zittern.
Er konnte jedoch nicht anders als ihr eine Strähne aus dem Gesicht zu streichen.
Erstaunt sah sie ihn an und schluckte.
Plötzlich nahm sie einfach seine Hand und drückte sie wieder nach unten.
Es sah aus als wollte sie was sagen, doch dann knurrte auf einmal ihr Magen und sie blinzelte kurz.
Cobra sah wie sie leicht rot anlief und schmunzelte.
„Ich kann uns was zum Frühstück machen und nein ich werde es nicht vergiften.“, sagte er und langsam nickte sie.

Sie saßen am Esstisch und schwiegen sich während des Essens an.
Keiner der beiden wusste über was sie reden sollten.
Obwohl Lucy es schon interessierte wieso die anderen ihm halfen.
Cobra gab ein leises Geräusch von sich, so das Lucy ihn ansah.
Wieder lief sie rot an, immer vergas sie das Cobra ja auch ihre Gedanken hören konnte.
Der Dragon-Slayer seufzte leise.
„Am Anfang wollte mir nur Natsu helfen.“, murmelte er leise.
„Aber Erza war darin doch eingeweiht oder?“, fragte sie leise.
Er nickte und fuhr sich einfach durch die Haare.
„Naja, erst wollte sie mich nicht in deine Nähe lassen.“, murmelte er.
Lucy sah ihn nachdenklich an und fragte ihn wieso sie ihm schlussendlich doch geholfen hatte.
„Ich weiß nicht genau, sie kamen nächsten Tag einfach auf mich zu und erzählten mir von diesem Plan.“, meinte er.
Lucy nickte langsam und seufzte.
„Wie lange wollen sie uns hier lassen?“, fragte sie leise und sah auf den Teller.
„Bis der Rat mich wieder abholt.“, murmelte er leise und sah sie kurz entschuldigend an, als sie ihn schockiert ansah.
„Was erhofft ihr euch davon? Das ich mich in dich verliebe?“, fragte sie mit einer Mischung aus schock und Trauer.
„Nicht unbedingt…“, murmelte er und sah zur Seite.
Lucy sah ihn aus großen Augen an, sie wollten nur das sie zustimmte das er sich an sie Band.
Sie schluckte schwer und umarmte sich plötzlich selber.
Ihr ganzer Körper zitterte.
Sofort sah er sie verwirrt an, sie schüttelte einfach den Kopf.
„Ich… ich kann das nicht… ich kann nicht mit dir schlafen…“, hauchte sie und war den Tränen nah.
„Du musst auch nicht mit mir schlafen…“, flüsterte er und sie sah ihn verweint an.
„Aber… aber du sagtest doch…“, fing sie leise schluchzend an.
„Nur wenn, also während der Bindung…“, meinte er und sie nickte.
„Aber, wenn wir das nicht machen… dann gehst du ins Gefängnis zurück.“, flüsterte sie.
Langsam nickte er und sah sie einfach nur an, natürlich würde er sich gerne an sie binden, aber nicht wenn sie es nicht wollte.
Sie hatte angst vor ihm und solange sie angst vor ihm hatte würde er nicht auf die Idee kommen sich an sie zu binden.
Vorsichtig stand er auf und ging zu ihr.
Sofort sah sie ihn aus großen Augen an.
Er wusste nicht wieso aber er hockte sich einfach vor sie, sah sie an und nahm eine ihrer Hände in seine.
Lucy sah ihn verwirrt an und er atmete einmal tief durch.
„Es ist mir egal, wenn ich ins Gefängnis zurück muss, ich will nur das du mir glaubs und irgendwann keine Angst mehr vor mir hast.“, sagte er und sah sie ernst dabei an.
Mit leicht geöffnetem Mund sah sie ihn an und nickte langsam.
„Also… bleibst du die zwei Wochen mit mir hier?“, fragte er leise und sah sie bittend an.
Verwirrt sah sie ihn an und fragte ihn ob sie das nicht sowieso müsste.
Er schüttelte den Kopf und murmelte das am Abend jemand Kleidung für sie bringen würde und sie die Chance hätte wieder nach Hause zu gehen.
Einen Moment lang sah sie ihn nachdenklich an und dann zur Seite.
Sie hatte sich vorgenommen alles was passiert war zu vergessen, aber konnte sie das wirklich noch?
Wahrscheinlich könnte sie es niemals wieder vergessen.
Sie sah ihn wieder an und holte tief Luft.
„Ohne das irgendwas passieren muss?“, fragte sie leise und er nickte.
„Es muss nichts passieren! Du hast überhaupt keine Verpflichtungen, ich will nur das wir uns kennenlernen.“, sagte er leise und sie nickte.
„In Ordnung.“, flüsterte sie und sah wie er leicht lächelte.
Kurz musste sie auch lächeln und sah dann zur Seite.
„Danke Lucy, wirklich.“, murmelte er und drückte leicht ihre Hand.
Sie nickte nur und murmelte das sie mal weiter essen sollten.
Cobra stimmte ihr zu und stand langsam wieder auf, er lächelte immer noch leicht, zumindest gab sie ihm die Chance ihn kennenzulernen.
Und er konnte sie auch endlich kennenlernen.
Denn sie hatte ja recht, er kannte sie nicht wirklich.
Das einzige was er über sie wusste, war das sie Lucy hieß, Mitglied von Fairy Tail und Stellarmagierin war. Und seine Gefährtin.
„Wie bist du eigentlich Stellarmagierin geworden?“, fragte er nur leise und sie sah ihn kurz perplex an.
„Meine Mutter war Stellarmagierin.“, murmelte sie und er nickte verstehend, runzelte dann aber kurz die Stirn und sah sie fragend an.
„War?“, fragte er und sie nickte langsam.
„Sie ist gestorben als ich noch klein war.“, sagte sie leise und sah auf ihren Teller.
„Und dein Vater?“, fragte er und sie seufzte leise.
„Er war bis ich von zu Hause abgehauen bin nie wirklich anwesend in meinem Leben.“, flüsterte sie und leise fragte er sie wie sie das genau meinte.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast