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Gefährten

von Rar22
GeschichteDrama, Romanze / P18
Cobra Lucy Heartfilia
02.09.2020
28.10.2020
17
33.257
8
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02.09.2020 2.082
 
„Triff mich morgen im Park in Acalypha um 19 Uhr.“, das war die Nachricht die, vor einem Tag an Lucys Tür hing.
Keine Unterschrift oder ein Hinweis von wem die Nachricht sein könnte.
Lucy hatte vorsichtig in der Gilde nachgehorcht, ob jemand wusste von wem diese sein könnte.
Aber niemand wusste etwas von einer Nachricht an ihrer Tür.
Leise seufzte sie als sie in Acalypha ankam, vielleicht war es nicht unbedingt eine besonders gute Idee alleine dort hin zu gehen.
Sie hätte wenigstens Natsu mit nehmen wollen, aber er hatte wohl keine Zeit an dem Abend, sagte er zumindest.
Irgendwie hatte die deswegen die Hoffnung das er es war der ihr die Nachricht geschrieben hatte.
Das er ihr sagen wollte das er sich in sie verliebt hatte, so wie sie sich auch in ihn verliebt hatte.
Ein leichter Schauer fuhr durch ihren Körper als sie daran dachte und irgendwie musste sie grinsen.
Sie verstand nur nicht wieso er sie dafür in Acalypha treffen wollte.
Er könnte auch wie so oft bei ihr einbrechen und es ihr dann sagen.
Leise seufzte sie, vielleicht war es doch nicht Natsu, aber sie wusste wirklich nicht wer sie sonst dort treffen wollte.
Und wieso war sie nur alleine gegangen, wieso war sie überhaupt gegangen?
Noch einmal seufzte sie leise und betrat den Park.
Vorsichtig sah sie sich um, konnte aber noch niemanden erkennen.
Langsam ging sie ein paar Schritte und sah wieder umher.
Sie ging bis sie vor dem Springbrunnen stand und sah sich wieder um.
Ein weiteres mal seufzte sie, es war niemand da, der Park war menschenleere.
Sie hätte wissen müssen das man sie nur verarscht hat.
Wahrscheinlich war das nur wieder ein blöder Streich von Natsu.
Gleich würde er herauskommen und sie auslachen.
„Du bist wirklich gekommen.“, hörte sie dann jedoch, als sie sich gerade entschlossen hatte wieder zu gehen.
Erschrocken drehte sie sich um und riss die Augen auf.
„Cobra…“, hauchte sie leise und stolperte einen Schritt zurück.
Sofort beschimpfte sie sich in Gedanken.
Sie hätte wissen müssen das sie nicht alleine hätte kommen dürfen, das sie erst gar nicht dort hätte auftauchen sollen.
Als er einen Schritt auf sie zu ging stolperte weiter nach hinten, trat auf einen Stein, verlor das Gleichgewicht und landete beinahe auf ihrem Hintern.
Jedoch hielt Cobra sie am Handgelenk fest und zog sie wieder in eine stehende Position.
Ihr Herz raste wie wild, ihre Hände zitterten, alleine hatte sie doch keine Chance gegen ihn.
Und wahrscheinlich warteten irgendwo die anderen Oración Seis Mitglieder.
„Kein anderer ist hier…“, murmelte er und sie sah ihn ängstlich an.
„Was willst du von mir? Eure bescheuerte unendliche Uhr ist doch zerstört!“, sagte sie und wollte wieder einen Schritt von ihm weg machen, nachdem er einen auf sie zugemacht hatte.
„Mit dir reden…“, murmelte er und sah sie nicht direkt an.
Lucy lachte einmal auf und wollte einfach davon gegen.
Doch er hielt sie an der Schulter fest, so das sie ihn sofort wieder erschrocken ansah.
„Blondie! Bitte ich muss mit dir über etwas wichtiges reden.“, sagte er leise.
Lucy sah ihn aus zusammen gekniffenen Augen an, wischte seine Hand von ihrer Schulter und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Und über was?! Wie du mich am besten umbringen kannst?“, fragte sie zischend.

Cobra sah zur Seite und schloss erschöpft die Augen.
Wieso musste es gerade sie sein?
Wieso musste sie seine Gefährtin sein? Jeder andere, aber doch nicht die Blondie Fee.
Aber nein, er hatte es während dem letzten Kampf mit Fairy Tail nur zu deutlich gespürt, auch wenn er es sich nicht anmerken lassen hatte, beziehungsweise noch nicht wusste was plötzlich mit ihm los gewesen war.
Aber am liebsten hätte er sie beschützt, hätte sie von dort weggebracht und hätte sich mit irgendwo bist zum Ende ihres Lebens versteckt.
Aber das hatte er nicht, er hatte es nicht wahr haben wollen, das er plötzlich solche Gefühle für sie hatte.
Und dann waren sie ins Gefängnis gekommen.
Und nun hatte er die Chance bekommen frei zu kommen, aber nur wenn er Blondie als seine Gefährtin kennzeichnete und Fairy Tail beitrat.
Er hatte 3 Monate dafür, viel zu wenig, selbst wenn sie ihn nicht hassen würde und sie keine Feinde gewesen wären.
Und 2 ½ Monate hatte er schon verplempert, alleine damit auf dem Dach des Hauses gegenüber ihrer Wohnung zu sitzen und sie zu beobachten.
Er hatte einfach nie gewusst wie er sie hatte ansprechen sollen.
Er konnte doch schlecht einfach zu ihr gehen und sagen, hey du bist meine Gefährtin und ich will dich für immer an mich binden, man kann es nie wieder rückgängig machen und nun komm her und sei gefälligst glücklich darüber.
Das ging doch nicht.
Er hatte einfach wieder zum Rat gehen wollen und sich einsperren lassen, bis Natsu plötzlich vor ihm stand und ihn fragte wieso er Lucy seit Wochen beobachtete.
Cobra hatte ihn nur perplex angesehen, er hatte trotz seines feinen Gehörs nicht gemerkt das Natsu ihn die ganze Zeit bemerkt hatte.
Der pinkhaarige wusste alleine dadurch das Cobra ihn nicht bemerkt hatte sofort wieso er Lucy beobachtete.
„Dein Ernst?! Sie ist deine Gefährtin?“, hatte er schockiert gefragt.
Cobra hatte nur geseufzt und genickt.
Natsu hatte sich neben ihn aufs Dach gesetzt und zu Lucys Wohnung rüber gesehen.
Sie hatte an dem Abend Besuch von Levy, Cana, Mira und Lisanna.
Die Frauen waren alle ziemlich betrunken, naja alle bis auf Cana.
Natsu hatte ihn gefragt seit wann er aus dem Gefängnis war und ohne wirklich drüber nachzudenken hatte Cobra ihm von der Abmachung mit dem Rat erzählt.
Der andere Dragon-Slayer hatte nur geseufzt und gesagt das er ihm helfen würde.
Cobra weiß noch wie entsetzt er seinen ehemaligen Feind angesehen hatte.
„Wieso solltest du mir helfen?“, hatte er Natsu gefragt und dieser hatte nur erneut geseufzt.
„Das heißt nicht das ich dich leiden kann oder irgendwas, aber es ist nun mal Tatsache das Drachen ihre Gefährtinnen bis zum tot beschützen und ohne diese niemals wirklich glücklich werden können.“, hatte er gesagt und Cobra hatte genickt.
„Und was ist nun?“, hörte er und kam wieder ins hier und jetzt.
Lucy sah ihn einfach nur an, sie hatte immer noch ihre Arme vor der Brust verschränkt.
Er schluckte schwer und sagte dann etwas, von dem er nicht einmal wusste wieso er es sagte.
„Ich liebe dich.“
Wieso war das aus seinem Mund gekommen, er hatte doch nicht einmal eine Ahnung was liebe war, oder wie sich liebe anfühlt.
Er schluckte schwer als er ihren geschockten Gesichtsausdruck sah.
Ihr Herz raste förmlich und beinahe bekam er Angst das es ihr einfach aus der Brust sprang.
„W-was?!“, rief sie entsetzt und er fuhr sich durch die Haare.
Er konnte es nicht zurück nehmen, er wollte, aber irgendwie ging es nicht.
Als hätte etwas ihm die Stimmbänder durchtrennt.
„Ich liebe dich.“, kam nur wieder aus seinem Mund.
Sofort sah er zur Seite und fuhr sich durch die Haare.
Wieso sagte er das?! Wieso konnte er nicht mehr darüber bestimme  was aus seinem Mund kam.
Er hörte sie freudlos auflachen und sah sie den Kopf schütteln.
„Sehr witzig…, wenn das alles war geh ich wieder nach Hause!“, fauchte sie leise und drehte sich um.
Cobra sah ihr einen Moment hinterher und schluckte.
Er durfte sie jetzt nicht gehen lassen, es war fast seine letzte Chance sie als seine Gefährtin an sich zu binden und nicht mehr ins Gefängnis zu müssen.
Schnell setzte er sich in Bewegung und griff ihr Handgelenk.

Erschrocken sah sie ihn an als er sie zurück zog und sie an seiner Brust landete.
„Was soll das?! Lass mich…“, fing sie wütend an, wurde jedoch von seinen Lippen auf ihren unterbrochen.
Sofort riss sie die Augen auf legte ihre Hände auf seine Brust um ihn von sich zu drücken.
Sie sah ihn nur entsetzt an, er hatte sie gerade wirklich geküsst.
Er hatte ihr einfach ihren aller ersten Kuss gestohlen.
„Blondie…“, fing er leise an, doch sie gab ihm nur eine Ohrfeige.
Lucy sah ihn an und biss sich auf die Unterlippe, Tränen sammelten sich in ihren Augen.
Ihre Hand schmerzte von der Ohrfeige, aber das war nur nebensächlich.
„Ich liebe dich aber nicht! Und das werde ich auch niemals! Niemals könnte ich jemanden wie dich lieben!“, fauchte sie.
Sie sah wie er sie nur ansah und glaubte fast so etwas wie einen traurigen Schimmer in seinen Augen zu sehen.
„Ich weiß nicht was das für ein Trick sein soll, aber dir hätte doch klar sein sollen das ich auf so etwas dummes nicht hereingefalle!“, sagte sie etwas ruhiger und wollte nun endgültig gehen.
„Das ist kein Trick… Hör mir bitte nur einen Moment zu Blondie.“, murmelte er und Lucy schnaufte.
„Wieso sollte ich?! Du kannst ja nicht mal meinen Namen sagen! Wahrscheinlich kennst du ihn nicht mal!“, rief sie wieder wütender und lief einfach davon.
„Lucy…“, sagte er nur als sie schon ein paar Meter weg war und sie stoppte noch einmal.
Kurz sah sie ihn an und schüttelte den Kopf.
„Ich werde dir niemals glauben, du bist ein Verbrecher, wer weiß wie viele Menschen du getötet hast, du wolltest mich töten. Wer sollte sich denn jemals in dich verlieben können? Ich glaube nicht mal das du überhaupt so etwas wie liebe fühlen kannst.“, sagte sie und klang irgendwie ziemlich monoton dabei.
Lucy drehte sich wieder um und ging ohne ihn noch einmal anzusehen davon.
Sie wusste nicht wieso sie sich plötzlich so furchtbar schlecht fühlte.
Vielleicht weil sie wusste das es gemein war was sie zu ihm gesagt hatte, er war ein Mensch genauso wie sie und er konnte sich sicher verlieben.
Aber sie konnte einfach nicht glauben das er sich in sie verliebt hatte.
Wie und wann hätte er das tun sollen?
Als sie sie das letzte mal beinahe umgebracht hatten? Als er im Gefängnis saß?
Er kannte sie doch nicht einmal, er kannte ihren Namen und wusste zu welcher Gilde sie gehörte, Wow, das war das was jeder über sie wusste.
Sie hatten keinerlei Beziehung zueinander außer die das sie Feinde waren.
Langsam schüttelte sie den Kopf als sie Acalypha wieder verlies.
Dieser Abend war einfach schrecklich, sie umarmte sich leicht selbst und wie von selbst fing sie wieder an zu weinen.
Er hatte ihre ihren ersten Kuss gestohlen.
Ihr erster Kuss den sie ganz sicher nicht ihm geben wollte, einen kriminellen, einem Verbrecher.
Sie schniefte leise und wischte sich die Tränen weg.
„Ich bin so blöd…, wieso wein ich deswegen…“, fragte sie sich leise selber und wischte sich noch einmal über die Augen.
Sie nahm sich einfach vor den Abend so schnell wie möglich zu vergessen.
Das war alles einfach gar nicht passiert, sie war nie nach Acalypha gegangen, sie hatte nie Cobra getroffen, er hatte sie nie geküsst, sie hatte nie ihren ersten Kuss an Cobra verloren.
Leise seufzte sie und ihre Finger fuhren kurz über ihre Lippen.
Seine Lippen waren so verdammt weich gewesen und irgendwie hatte sie plötzlich einen süßen Geschmack auf den Lippen.
Ob der wohl von Cobra kommt? Fragte sie sich in Gedanken und nahm schnell ihre Finger von den Lippen.
Sie wollte da doch gar nicht mehr dran denken.
Das alles war immerhin nie passiert.

Cobra sah der blonden nach als sie endgültig davon ging.
Er schluckte schwer und lies sich auf der Kante des Springbrunnen fallen.
Er hätte es wissen müssen, es hätte ihm von Anfang an klar sein sollen, dass Lucy ihn verachtete, das sie ihn regelrecht hasste.
Aber er konnte es ihr nicht verübeln, nach allem was sie ihr antun wollten.
Wie sollte sie ihm dann auch nur glauben das er sie liebte?
Und wieso hatte er das überhaupt gesagt? Er hatte ihr nur erklären wollen das sie seine Gefährtin war und das er sie an sich binden wollte.
Gut js am Anfang wollte er es wirklich nur weil er dann aus dem Gefängnis kommen würde.
Aber jetzt, wo er sie gesehen hatte, sie so nah bei ihm gewesen war, er ihre Lippen gekostet hatte, da wolle er sie als seine Gefährtin, weil sie es nun mal einfach war.
Weil er sie in seiner Nähe und in Sicherheit wissen wollte.
Weil er ohne sie niemals wirklich glücklich sein konnte und er sich niemals wirklich frei fühlen würde.
Er fuhr sich durch die Haare und stand auf, er musste ihr nach gehen, er musste zumindest dafür sorgen das sie sicher nach Hause kam.
Es war immerhin schon dunkel und wer wusste schon was für Gestalten nachts so rum liefen.
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