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Schmetterlinge im Bauch

von NekooChan
GeschichteAllgemein / P12
Azumane Asahi Michimiya Yui OC (Own Character) Sawamura Daichi Sugawara Koushi
02.09.2020
25.01.2021
7
7.698
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02.09.2020 1.020
 
•     Prolog
Müde starrte Aki aus dem Fenster des Autos und musterte die vorbeirasende Umgebung. Ihre dunkelgrünen Seelenspiegel, spiegelten sich etwas in dem Fenster sodass selbst sie ihren wenig begeisterten Blick sehen konnte. Aber egal an was sie dachte oder was sie machte, ihre Laune wurde nicht besser.
„Wir sind gleich da, Fräulein Dubois.“ Erhob plötzlich der Fahrer des Autos die Stimme.
Durch den Rückspiegel warf er der gerade mal 16-jährigen einen kurzen Blick mit seinen braunen Augen zu ehe er sich wieder auf die Straße konzentrierte.
„Mir ist es bewusst, dass ihr euren Vater schon lange nicht mehr gesehen habt…“ fing er dann weiter an zu reden.
„Oh. Tut mir leid euch unterbrechen zu müssen, aber euch unterliegt bei dieser Aussage ein Fehler, Luca. Ich habe diesen angeblichen Vater noch nie gesehen. Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass er meine Mutter während ihrer Schwangerschaft zurückgelassen hat!“ erwiderte Aki mit einem aufgesetzten Lächeln.
Ihre Wut konnte man dennoch nur zu gut heraushören. Vor wenigen Tagen war sie noch bei ihrer derzeit kranken Mutter in Frankreich und lebte dort relativ glücklich. Erst als ihre Mutter Aki von einem Brief ihres Vaters berichtete, verschlechterte sich ihre Laune. Ihre ganze Kindheit lang hatte weder sie noch irgendwer anderes der an ihrer Erziehung beteiligt war was von ihm gehört und plötzlich schrieb er, dass er seine Tochter sehen möchte. In Miyagi. In Japan.
Im Gegensatz zu Aki schien ihre Mutter begeistert von diesem Brief zu sein und schickte sie mit dem nächst Besten Flieger los. Sicherheitshalber gab sie ihr allerdings Luca, den selbsternannten Haus Butler, mit welcher in einer kleinen Wohnung in der Nähe leben würde und sich bei Problemen um Aki kümmern würde.
„Hier soll euer Haus sein…“ murmelte Luca, der Fahrer, auf einmal wieder.
Überrascht setzte sich Aki aufrecht hin und starrte durch die Fenster. Bis auf ein kleines und ihrer Meinung nach baufälligem Hause welches eindeutig aus dem Osten kam, stand weit und breit nichts. Hinzu kam noch das sich dieser Ort mitten am Berg befand.
„Nicht dein Ernst…“ brachte Aki geistesverlassen heraus und man konnte ihre Seele durch den offenen Mund fliegen sehen.
„Diese Adresse hat Euer Vater angegeben. Soll ich ihn anrufen um zu fragen ob es stimmt?“ fragte Luca und zuckte bereits sein Handy aus der Tasche.
Schnell saugte sie ihre Seele wieder auf und nickte hastig. Kein Mensch würde hier in so einer Einöde am Berg überleben! Keiner!
Sofort stieg ihre Hoffnung auf einen normalen Ort mit genügend Supermärkte und funktionierendem Internet.
„Ja Hallo? Hier ist Luca. Ich soll Sie fragen, ob die Adresse die Sie mir geschickt haben stimmt…“ kurze Pause trat ein. „Ja. Verstanden. Dankeschön!“ beendete Luca dann das Gespräch und legte auf. „Wir sind da.“
Verdutzt sah Aki Luca an.
An seinem Ausdruck erkannte man, dass dieser Mann momentan nicht log. Er sah ebenfalls etwas stutzig aus was den Ort hier betraf. Immerhin lebte er sonst bei Aki zu Hause in einer großen Villa in Frankreich wo ein Zimmer vielleicht schon so groß war, wie das Haus wo ihr Vater lebte.
Dennoch schnallte er sich ab, stieg aus und öffnete Aki die Tür.
Etwas zögerlich stieg sie dann ebenfalls aus und streckte sich nach der langen Autofahrt dann erstmal. Tief atmete sie die frische Luft ein und blickte sich die Gegend etwas genauer an.
„Kommen Sie. Ich trage Ihr Gepäck.“ Sprach Luca kurz angebunden und machte eine einladende Bewegung zu dem Haus hin.
Mit steifen Bewegungen schritt Aki robotermäßig auf das Gebäude zu wo bereits ein Mann an der Tür stand.
Er war etwas kleiner als erwartet, hatte ein schmales Gesicht und rötlich- orangene Haare. Mit braunen Augen musterte er Aki kurz ehe er ein fröhliches Lächeln aufsetzte und mit ausgebreiteten Armen auf sie zu ging.
Noch bevor Aki irgendwie auf diese Begrüßung reagieren konnte, schritt Luca schon ein und stellte sich vor sie.
„Tut mir leid es Ihnen sagen zu müssen. Aber das junge Fräulein ist ziemlich erschöpft von der langen Reise und würde sich gerne etwas ausruhen.“ Sagte er mit einer bestimmenden Stimme und einem ernsten Ausdruck in den Augen bei dem ihr Vater erschrocken zusammenzuckte.
„Ich sehe… Sie müssen Luca sein… Danke für das herbringen meiner Tochter. Ich kann ihnen alles weitere zeigen dann können sie sich ausruhen!“ sprach nun Akis angeblicher Vater und versuchte Luca von dem Gelände zu schieben.
„Wenn Sie erlauben möchte ich mir mit eigenen Augen sicher gehen wo Fräulein Dubois ab sofort leben wird!“ geschickt schaffte es Luca sich von ihrem Vater zu befreien und stellte sich nun hinter Aki wobei er seine Hände auf ihre Schultern legte.
Ergeben seufzte ihr Vater und ging dann zu der Haustüre. Diese öffnete er und deutete ihnen mit einem „Dann kommt einmal.“ Ihm zu folgen. Mit einem raschen Blickwechsel folgten ihm Aki und Luca dann auch schon und betraten das Haus. Von innen sah es nicht ganz so schlimm aus wie vermutet. Dennoch würde etwas Renovierung hier ebenfalls nicht schaden.
„Alsooo… ähm… bei uns in Japan ist es eigentlich so, dass man die Schuhe hier auszieht bevor man das Haus wirklich betritt…“ erklärte Akis Vater plötzlich und schlüpfte aus seinen Schuhen heraus.
Synchron machten Luca und Aki es ihm gleich und folgten ihm dann weiter in den Vorraum, in die Küche und durch den Rest des Hauses.
Als sie mit der Rundführung fertig waren, saßen Aki, Luca und Akis Vater noch kurz auf einem alten, roten Sofa im Wohnzimmer. Von innen war das Haus größer als es schien und nach einer Zeit bemerkte man auch, dass es ziemlich ordentlich war.
„Ich sehe… Aki wird es hier besser haben als erwartet…“ sprach Luca ehrlich an den Vater gewandt.
Dieser sah ihn mit überraschten Augen an. Anscheinend hatte er nicht vermutet, dass man sein Haus im Vorhinein als schlecht abgestempelt hätte und mit großen Vorurteilen hierhergefahren ist.
„Nur was Frau Dubois noch sehr am Herzen lag, ist die Bildung des jungen Fräuleins.“ Sprach er nun weiter.
„Ahhh. Darüber brauchen Sie sich keine Sorgen machen.“ Antwortete Akis Vater stolz. „Was das angeht habe ich mir bereits mehrere Schulen herausgesucht die zu den Besseren hier gehören!“
 
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