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Wie man ein Monster zähmt

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Albus Dumbledore Draco Malfoy Godric Gryffindor Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Salazar Slytherin
02.09.2020
08.04.2021
13
61.320
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08.04.2021 3.732
 
13. Kapitel: Schwäche

Draco sah zu Harry und versuchte einen Blick von seinem Gefährten zu erhaschen, wie er es jeden morgen versuchte seit sie wieder in Hogwarts waren, aber wie immer hoffte er vergebens. Seit einer Woche waren sie jetzt wieder in Hogwarts und Harry tat so, als ob alles wie immer wäre und dabei war gar nichts wie immer. Gut der Alltag der Schule hatte sie wieder im Griff, der Unterricht lief wie immer und übernahm ihren Alltag. Aber seit dem sie wieder hier waren, redeten sie kein Wort mehr miteinander, Harry ging ihm regelrecht aus dem Weg und das war schon eine Kunst. Wenn man bedachte das sie sich ein Zimmer teilten und sich dennoch nur im Unterricht, oder bei den Mahlzeiten sahen. Ansonsten schaffte Harry es dafür zu sorgen, das sie nicht mal eine Sekunde alleine zusammen waren. Und egal wie sehr Draco versucht hatte, dieses Verhalten zu verstehen, aber er konnte es beim besten Willen nicht. Er hatte sogar schon Blaise gefragt, aber auch sein bester Freund verstand es nicht und konnte ihm keinen Rat in dieser Angelegenheit geben, mal ganz davon abgesehen das sie beide immer versuchten, dieses Thema nicht aufkommen zu lassen. Er wusste auch nicht warum, er wollte darüber mit niemanden reden, außer mit Harry... aber der wollte nicht mit ihm reden, er wollte ihn ja eigentlich nicht mal sehen oder in seiner Nähe sein... er verstand einfach nicht, warum sein Gefährte ihn so hasste.
Draco seufzte und sah von seinen Hausaufgaben für Kräuterkunde auf, wie immer konnte er sich kaum konzentrieren, da seine Gedanken wie immer bei seinem Gefährten waren. Er musste bald eine Lösung finden, so konnte es nicht weiter gehen, das hatte nichts mit Gefährten zu tun. Außerdem machte er sich sorgen um Harry, er war ja immer schon verschlossen und hatte sich von seinen Mitschülern zurückgezogen, aber jetzt war es noch schlimmer als vorher. Man sah Harry nur noch zum Unterricht, oder für wenige Augenblicke im Gemeinschaftsraum, ansonsten war er immer wie vom Erdboden verschwunden und keiner wusste wo er war. Was ja nicht nur ihm aufgefallen war, sondern auch einigen anderen seiner Mitschüler und Mitschülerinnen, die Harry immer noch sabbernd nach gafften, was ihn tierisch ärgerte.. Harry war sein Gefährte! Da war ihm gerade auch egal das es niemand wusste, oder das sie auch noch nicht so richtige Gefährten waren. Das würde noch kommen, sie gehörten zusammen und da hatte niemand seinen Gefährten so verlangend anzusehen.
Genervt warf Draco seine Schreibfeder aufs Pergament, es machte keinen Sinn weiter an den Hausaufgaben zu sitzen, er konnte sich sowieso nicht konzentrieren. So stand er auf und ging in den Gemeinschaftsraum, er hatte sich extra in sein Zimmer verkrochen, weil er seine Ruhe haben wollte, aber das hatte es ja nicht wirklich gebracht.
Heute war Freitag und super gutes Wetter und die meisten seiner Kameraden waren draußen, nur ein paar aus dem zweiten und dritten Jahr dümpelten noch hier drinnen herum, doch die beachtete Draco gar nicht und ging an ihnen vorbei. Auch er wollte ein wenig an die frische Luft, den Kopf etwas frei bekommen und vielleicht schaffte er es auch mal an etwas anderes zu denken, als nur an seinen wunderschönen Gefährten. Auch wenn er das bezweifelte, denn allen in ihm sehnte sich nach Harry und das so sehr das es weh tat.
Die Gänge von Hogwarts waren wie leergefegt und gerade als Draco in der Eingangshalle ankam, sah er aus dem Augenwinkel wie jemand schnell auf ihn zu kam und ehe er sich versehen konnte, stand der Schulleiter vor ihm und sah ihn freundlich über seine Halbmondbrille an. Draco erwiderte den Blick aber innerlich ging er auf Almbereitschaft, er wusste genau was Dumbledore für ein Mistkerl war. Sein Vater hatte ihm einiges über den Mann erzählt und der Rest war ja offensichtlich und außerdem war er der Feind seines Gefährten.. das sagte schon alles. Aber dennoch bemühte Draco sich freundlich den Blick des Schulleiters zu erwidern und gleichzeitig seinen Geist zu leeren und den Rest zu verschließen. Er wollte dem Mann keine Angriffsfläche geben und keinen Grund, Harry oder seine Familie in irgendeiner Weise zu verdächtigen.
„Mr. Malfoy was für ein Zufall Sie hier zu treffen, ich hoffe die freien waren angenehm und Sie haben sich schon ein wenig wieder hier in Hogwarts eingelebt?“ sprach Dumbledore mit bemüht freundlicher Stimme und bei Draco stellten sich die Nackenhaare auf. Er empfand die Stimme dieses Mannes als äußerst unangenehm und wurde jetzt am liebsten wegrennen. Auch sein Inneres Wesen fühlte sich unwohl und es war schwer die Seite in ihm jetzt zu kontrollieren. „Guten Tag Professor Dumbledore, danke der Nachfrage. Meine Ferien waren sehr angenehm und ich fühle mich wohl in Hogwarts und daher fällt es mir nicht schwer wieder den Alltag hier zu genießen und den Unterricht in gewohnter Bestleistung wieder aufzunehmen.“ antwortete er und bemühte sich neutral dabei zu klingen.
Dumbledore nickte nur und trat noch etwas dichter an ihn heran und Draco musste sich zwingen, nicht ein paar Schritte nach hinten zu gehen. „Das freut mich zu hören Mr. Malfoy, ich wollte mich schon länger mit Ihnen unterhalten, hätten Sie vielleicht eine Minute für mich, ich denke es gibt ein paar Angelegenheiten, die wir bereden sollten und das am besten unter vier Augen und in einem angespannteren Rahmen, als hier in der Halle.“ Verdammt Draco wusste nicht was er sagen sollte, er wusste nur das es eine ganz dumme Idee war, jetzt mit dem alten Sack mitzugehen und er musste sich schnell etwas einfallen lassen, um aus der Nummer wieder heraus zu kommen. „Professor Dumbledore ich fühle mich geehrte aber leider kann ich jetzt nicht ich..“ „Ich denke was auch immer Sie vor haben Mr. Malfoy, das kann ein wenig auf Sie warten, im Gegenteil zu mir. Bitte folgen Sie mir.“ Unterbrach ihn der Schulleiter und die Wärme war aus dessen Stimme komplett verschwunden und seine Tonlage erlaubte keine wieder rede. Und so folge Draco dem Leiter der Schule in Richtung seinem Büro und versuchte fieberhaft zu überlegen, wie er jetzt noch aus der Nummer rauskommen könnte.

Harry saß wie schon die letzten Tag in der Kammer des Schreckens und bearbeite die nächsten Schritte gegen Dumbledore. Er hatte sich die ganze Woche in Arbeit gestürzt und war ein großes Stück voran gekommen. Der alte Mann verlor immer mehr den Boden unter den Füßen und jetzt am Wochenende, würden die Zeitungen die wahre Geschichte von Albus Dumbledore drucken und dann würde man ja mal sehen, wie die Menschen dann noch über ihren strahlenden Helden dachten. Wenn diese Hürde erst einmal geschafft war, dann konnte er langsam in den Endspurt gehen und diese lächerliche Farce hier mit seinem Schüler Dasein beenden. Und eigentlich sollte ihm dieser Gedanke mehr als gefallen, er hasste es hier in dieser Aufmachung zu sein, er empfand es als äußerst anstrengend einen auf lieben netten kleinen Schüler zu machen und dabei noch diese ganzen Plagen um sich herum zu ertragen. Doch er freute sich eben nicht, denn unter diesen ganzen Plagen war auch sein Gefährte und das war der nächste Grund, warum er sich hier unten in der Kammer des Schreckens versteckte, nur in Gesellschaft des Haustieres seines Vaters.
Draco geisterte immer in seinen Gedanken, er konnte nicht einmal einen normalen Gedanken fassen, ohne das sein kleiner Gefährte dabei war und das war eine Katastrophe. Denn egal was er machte und was er vorhatte, er bedachte immer seinen Blondi dabei, das egal was er machte, er immer in Sicherheit war. So was anstrengendes und nerviges und einer der Gründe warum er versuchte möglichst weit weg von ihm zu sein, denn so konnte er wenigstens mal an etwas anderes denken. Das diese Gefährtensache so beeinflussend war, hatte er sich gar nicht so vorstellen können. Wenn er mit der Arbeit fertig war, was meistens immer mitten in der Nacht war und er dann in ihr gemeinsames Zimmer zurückkehrte, saß er die ganze Nacht neben dessen Bett und sah ihm beim schlafen zu. Er wusste wie dumm und albern es war, aber er konnte einfach nicht anders, er musste ihm irgendwie nahe sein und nur so war es möglich.. alles andere verbat er sich, das würde alles nur noch komplizierter machen, als das es nicht sowieso schon war.
Wenn er sich beeilte mit seinem Job hier, dann würde Dumbledore Ende diesen Jahres Geschichte sein und somit wäre dann auch seine Zeit hier beendet, er würde dann gehen und Draco zurücklassen und je weniger Kontakt sie miteinander hatten, je einfach würde das für sein Blondi werden ihn gehen zu lassen. Auch wenn er ihm wirklich schwer fiel sein Minimalfoy so wenig zu sehen, bei Merlin er hatte noch nie einen Mann so sehr gewollt, wie diesen kleinen blonden Engel und er hasste sich dafür, das er so schwach war und es auch noch zugab, aber er hatte wirklich etwas für den Kleinen über...
Harry legte die Pergamente beiseite und lehnte sich in seinem Stuhl nach hinten und besah sich sein Werk auf dem Schreibtisch. Er konnte zufrieden sein, es lief alles nach Plan, er hatte sogar den Bericht für seine Eltern fertig. Den konnte er heute noch losschicken und er hatte sich besonders Mühe gegeben, das sein Vater ja auch jede Einzelheit erfuhr. Das ein zigste worum er sich jetzt noch kümmern musste, war sein liebster Tränkemeister. Er hatte dessen Verrat nicht vergessen und er wusste das dieser miese Schleimer seinem Vater immer noch artig alles berichtete und das machte ihn beinahe rasend vor Wut. Nur leider konnte er nicht wie er wollte, er brauchte diesen Giftmischer noch eine Weile, aber wenn dem nicht mehr so war.. Oh er würde bevor er hier verschwinden würde, noch mit ihm spielen und das so lange bis der Mann an seinem eigenen Eingeweiden ersticken würde. Die Reste würde er dann seinem Vater schenken, dann hatte er auch etwas davon, nicht das er sich vernachlässigt fühlen würde, immerhin hatte er das Schicksal des Tränkemeisters dann zu verantworten.
Der Gedanke heiterte Harry ein wenig auf und er beschloss es für heute gut sein zu lassen, mit der Arbeit. Er musste dringend mal an die frische Luft und sollte sich auch mal seinen Mitschülern zeigen. Es war sowieso schon auffällig, das er nie da war und um wenigstens ein wenig den Schein weiterhin zu waren, sollte er sich dann ja doch mal blicken lassen, außer zum Unterricht und zu den Mahlzeiten. So trat Harry aus dem Versteck seines Vaters in der offiziellen Kammer des Schreckens, wieder in die Hauptkammer wo mitten im Raum der große Basilisk lag und döste. Doch kaum hatte das Tier bemerkt, das er dem Raum betreten hatte, hob es seinen Blick und sah zu ihm, Harry schmunzelte. Er mochte die große Schlange und so tat er langsam zu dem beeindruckenden Tier und legte seine Hand auf dessen schuppigen Kopf. Die Schlange genoss die Berührung sichtlich und zischte zufrieden und legte ihren Kopf wieder auf den Boden. „Bissss morgen meine Sssschöne.“ flüsterte Harry auf Pasel zu dem Tier und trat an ihr vorbei und ging zum Ausgang.
Harry trat im zweiten Stock aus der Mädchen Toilette und achtete wie immer darauf, das ihn niemand bemerkte, aber kaum war er in den Korridor abgebogen, hörte er eine leise Stimme, die ihn mit Lord zu sich rief. Kurz sah er sich verwirrt um, bis sein Blick auf eines der Gemälde fiel und er eilig ein paar Schritte auf dieses zu lief. „Was“ fragte er kalt, er hatte wirklich wenig Lust, das seine Tarnung wegen einem bescheuerten Gekritzel auf einer Leinwand aufflog. „Mylord entschuldigt bitte, aber euer Gefährte ist gerade auf dem Weg, mit dem Schulleiter in dessen Büro..“ Weiter hörte Harry gar nicht zu, er drehte sich auf der Stelle um und rannte durch die leeren Flure des Schlosses.
Sein erster Impuls war zu diesem alten widerlichen Sack zu stürmen und ihm den Hals mit seinen Fängen zu zerfetzten. Doch zum einen wusste er nicht mit Sicherheit, warum Dumbledore Draco zu sich holte, eigentlich konnte er nicht wissen das sie Gefährten waren und zum anderen, würde er damit die Arbeit von Monaten zu Nichte machen und seine Identität wohl oder übel preisgeben. Also musste er das anders regeln und so rannte in die Kerker zu Severus Snape. In dem Moment war ihm egal, ob ihn jemand sehen wurde oder nicht, er musste diesen nichtsnutzigen Tränkemeister Beine machen.
Ohne anzuklopfen stürmte er in dessen Büro und sah sofort einer Zauberstabspitze entgegen, die allerdings sofort verschwand, als der Mann erkannte wer da in sein Büro gestürmt war. Snape ließ sich sofort auf die Knie fallen, aber dafür hatten sie jetzt auch keine zeit. Harry packte den Mann am Kragen und zog ihn hoch, er kochte vor Wut und die Sorge um seinen kleinen Minimalfoy machte es gerade nur noch schlimmer. „Snape! Dumbledore hat Draco, seh zu, das du ihn da rausholst und zwar jetzt!“ Befahl er und schleuderte den Mann in Richtung Tür und Snape hatte wenigstens genügend Grips um einfach zu gehorchen und eilte sofort aus seinem Büro.
Harry blieb noch einen Moment im Büro stehen und versuchte sich wieder Unterkontrolle zu bekommen und der schaffte es auch mit Mühe und Not. Das er dabei das Büro des Giftmischers in Schutt und Asche zerlegte, war ihm egal, er sah zu das er den Raum verließ und ging in sein und Draco Zimmer, um auf deinen kleinen Gefährten zu warten. Er musste sich selber überzeugen, das der Alte ihm kein Haar gekrümmt hatte, ansonsten konnte er für nichts mehr garantieren und dann war ihm die Arbeit der letzten Wochen und der Plan seiner Eltern auch scheißegal, niemand vergriff sich an dem was ihm gehörte!

Dumbledore sah zufrieden auf den jungen Malfoyspross, oh er sah wie der junge Mann versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Aber es gelang ihm nicht besonders gut, der junge Mann war nervös und das nicht zu knapp. Und das bestätigte seine Vermutung nur noch, das dieser kleine nachwuchs Todesser, etwas für den lieben Harry Potter über hatte. Er hatte die Blicke des Blonden beim Essen immer wieder gesehen und so sah er jetzt auch seine Chance ein wenig mehr über Harry Potter zu erfahren. Denn leider musste er zugeben, das dieser junge Mann ihm ein Rätsel war und er noch keinen Weg zu ihn gefunden hatte. Dabei wäre es jetzt so wichtig, das er und der kleine Held endlich zusammen zu sehen wären. Die Öffentlichkeit war gerade etwas schwer bei Laune zu halten und sie brauchten ein deutliches Zeichen und genau das würde Harry Potter sein, er brauchte jetzt den Jungen um seine Position zu stärken. Und wenn das bedeutete diesen kleinen nachwuchs Todesser ein klein wenig zu manipulieren und etwas mit seinem Geist zu spielen, dann war das wirklich nur ein kleines Opfer, was kaum der Rede wert war. Dieser Junge hatte sowieso keine Zukunft in seiner Welt, also hatte dessen Leben keine Relevanz für das größere Wohl.
„Mr. Malfoy da Ihre Zeit anscheint begrenzt ist, denke ich komme ich gleich zur Sache.“ begann er und sah zufrieden dabei zu, wie der junge Malfoy ein wenig zusammen zuckte. Dumbledore beugte sich nach vorne und schob seinem Gast eine schale mit Karamell Bonbons zu, so als kleine nette Geste zum Schein. Allerdings erwartete er gar nicht das der Junge dies annehmen würde, dazu war er viel zu verspannt, was ja nicht ganz zu unrecht war. „Professor Dumbledore, ich weiß wirklich nicht was Sie von mir wollen und ich würde..“ begann der Junge, aber Dumbledore ließ ihn gar nicht erst ausreden, soweit kam das noch! Das er sich von so etwas unbedeutenden, wie diesem Jungen etwas sagen oder vorschreiben ließ. „Sie werden erst gehen, wenn ich mit Ihnen fertig bin.“ rutschte es ihm etwas schärfer heraus als er gewollt hatte und der junge Mann verspannte sich noch mehr und sah sich jetzt hilfesuchend um. Als ob ihm das etwas nützen würde.
„Mr. Malfoy wie ich beobachten konnte, haben Sie und ihr Mitschüler Mr. Potter, eine gewisse Zuneigung zu einander entwickelt.“ Begann der Schulleiter und sofort hatte er die Aufmerksamkeit den Slytherin Schülers, was ihn nur in seiner Vermutung bestätigte. „Entschuldigen Sie Professor Dumbledore, aber ich denke, da haben Sie etwas missverstanden, Harry und ich gehen nur zusammen in den selben Jahrgang und..“ „Ich denke ich weiß was ich sehe Mr. Malfoy und ich sehe, das Sie für Mr. Potter etwas empfinden und ich missbillige dieses Verhalten ja auch nicht. Es gibt doch nichts schöneres, als die Liebe und erst recht nicht, wenn sie so jung und frisch ist, wie in ihrem alter.“ „Aber..“ „Wenn ich rede haben Sie den Mund zu halten Mr. Malfoy!“ befahl er barsch und der Junge zuckte erneut zusammen und verkrampfte seine Hände im Stoff seiner Hose. „Selbst wenn diese Liebe noch einseitig ist Mr. Malfoy, ich denke wir beiden können uns gegenseitig helfen und daher..“ Doch weiter kam Dumbledore nicht, denn im dem Moment klopfte es an der Tür und noch bevor er *Herein* sagen konnte, stürmte sein Tränkemeister herein.
Nur mit mühe konnte Dumbledore sein Verärgerung über dessen überraschenden und barschen Besuch verbergen. Doch er schluckte seinen ärger herunter und sah seinen Tränkemeister freundlich und offen an. Der Mann allerdings sah erst einmal auf seinen Schüler, bevor er seinen Blick, wie immer mit undefinierbarer Miene erwiderte. Aus dem Mann wurde auch nach all den Jahren nicht schlau und leider war er sich immer noch nicht sicher, ob Severus Snape wirklich auf seiner Seite stand.. oder nicht. Allerdings war der Mann nützlich und daher sah er über diesen kleinen Manko an diesem Menschen hinweg. „Severus! Was verschafft mir die Ehre deines Besuches?“ fragte er freundlich und deutete ihn an sich zu ihnen zu setzten. Aber der Tränkemeister schüttelte nur den Kopf und sah zu dem Jungen aus seinem Haus. „Verzeih Albus mein grobes eintreten, aber ich habe wichtige Information, die nicht warten können und die nicht für Ohren eines Schülers bestimmt sind.“ schnarrte der Mann und Dumbledore ärgerte sich zwar über seine verpasste Chance, mit dem kleinen Malfoy sich noch etwas genauer zu unterhalten, aber das was Snape ihm zu sagen hatte schien deutlich wichtiger zu sein. Außerdem konnte er sich den Schüler auch in den nächsten Tagen noch einmal zu sich holen. „Verstehe Severus.. Mr. Malfoy bitte entschuldigen Sie uns, aber dies hier kann nicht warten, wir werden bei nächster Gelegenheit noch einmal unser heutiges Gespräch aufgreifen. Ich bitte Sie jetzt zu gehen und schließen Sie hinter sich bitte die Tür.“ Das ließ sich der Junge nicht zweimal sagen und sprang auf und war mit wenigen Schritten aus seinem Büro verschwunden und Snape nahm dessen Platz ihm gegenüber ein.

Draco hörte sein Herz so laut pochen, das es alle Geräusche um sich herum zu verschlucken schien. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte mal so eine Panik hatte, wie gerade im Büro des Direktors. Und er konnte sein Glück noch gar nicht fassen, bei Merlin, Severus hatte ihm gerade den Allerwertesten gerettet. Er hätte nicht gewusst, wie er aus der Nummer wieder heraus kommen sollte. Und es war ihm unbegreiflich, wie es überhaupt so weit kommen konnte, war es wirklich so offensichtlich das er auf Harry stand? Oder das da vielleicht ein wenig mehr zwischen ihnen war? Er hatte eigentlich gedacht, das er es nie so gezeigt hätte. Da waren andere Mädchen und Jungen wesentlich offensiver als er und er hatte vielleicht das eine oder andere mal zu seinem Gefährten gesehen, aber mehr hatte er sich nicht erlaubt, aber das schien schon gereicht zu haben. Verdammt so etwas durfte ihn nicht noch einmal passieren, durch seine Unvorsichtigkeit, hätte er beinahe seinen Gefährten verraten und das hätte er und auch Harry ihm nie verziehen.
Draco hatte sich während seiner Gedanken ganz automatisch in Richtung Kerker bewegt und jetzt stand er vor dem Gemeinschaftsraum und jetzt fiel erst auf, das er am ganzen Körper zitterte. Schnell sprach er das Passwort und eilte durch den Raum in sein Zimmer, er wollte nicht das irgendwer ihn in diesem aufgelösten Zustand sah. Er hatte immer noch einen Ruf und eine Fassade aufrecht zu halten und da konnte er sich so ein Gehabe nicht erlauben. Ohne auf jemanden zu achten, hastete er durch den Raum und in sein Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu und noch bevor er Zeit hatte Luft zu holen, spürte er wie jemand ihn packte und in nächsten Moment befand er sich in einer festen Umarmung.
Jeder normale Mensch würde jetzt wohl Panik bekommen, aber er nicht.. er wusste sofort das es Harry war und ganz automatisch erwiderte er die Umarmung und ließ sich fallen. Er wusste nicht warum, aber er begann zu heulen und konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten, doch Harry hielt ihn. Der ganze Stress der letzten Woche, der letzten stunden, das alles war gerade zu viel für ihn und er verlor für den Moment die Fassung.
Wie lange sie da so standen wusste Draco nicht, aber er könnte ewig so mit seinem Gefährten da stehen. Aber leider spürte er wie Harry sich verspannte und er ihn von sich wegdrückte, doch er ließ ihn nicht gänzlich los. Er hielt ihn an den Schultern fest und musterte ihn jetzt von oben bis unten, mit seinen wunderschönen grünen Augen. „Hat er dich verletzt?“ fragte Harry ihn mit ungewohnt rauer und leiser Stimme, die Draco so noch nie von Gefährten gehört hatte. „Nein.. er hat nur mit mir geredet..“ antwortete Draco genauso leise und Harry nickte kurz sah ihn dann aber weiter urverwandt an und zwischen ihnen herrschte eine komische Stimmung, die Zeit schien für einen Moment stehen zu bleiben. Ihre Gesichter kamen sich dichter und Draco hielt die Luft an, ihre Lippen waren nur noch wenige Zentimeter von einander entfernt. Dracos Herz klopfte so laut, das Harry es eigentlich hören musste, aber das war ihm egal, er wollte diesen ersten richtigen Kuss und gerade wollte er auch nichts anderes mehr.
„Ich werde dafür sorgen , das so etwas nicht wieder passiert, ich kann mir so eine Schwäche nicht erlauben.“ katapultierte ihn Harrys kalte Stimme wieder in die Realität und Draco sah zu Harry, der zwar immer noch so dicht vor ihm stand, aber dieses Knistern zwischen ihnen war verschwunden und Harry sah ihn jetzt kalt an und trat einige von ihm zurück. „Du wirst erst einmal diesen Raum nicht verlassen Draco,“ befahl Harry knapp und ehe Draco sich versehen konnte, war sein Gefährte aus dem Raum verschwunden und ließ ihn einfach so stehen.
 
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