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You are so beautiful

von Shally
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Paul Landers Richard Kruspe
01.09.2020
21.10.2020
5
48.706
4
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06.09.2020 10.891
 
Hallöchen meine Freunde,
dieses Kapitel widme ich meiner RamFam, da ihr euch so sehr darauf gefreut habt ^^
Ich hoffe es gefällt euch und auch allen anderen Lesern!

LG Shally

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29.07.2019

Moskau war eine beeindruckende Stadt. Es war immer alles voller Menschen, Touristen strömten durch die Straßen, immer auf der Suche nach neuen Fotomotiven und Mitbringseln für Zuhause und es gab an jeder Straßenecke etwas Neues zu sehen.

Was Richard allerdings noch beeindruckender fand, waren Pauls Augen, die ihn in diesem Moment besorgt und unsicher ansahen. Er versuchte nun schon seit einer geschlagenen halben Stunde Paul davon zu überzeugen, dass sie heute Abend nicht festgenommen werden würden, wenn sie sich auf der Bühne küssten. Es war zwar Pauls Idee gewesen ein Statement gegen Homophobie zu setzen, aber jetzt hatte er irgendwie doch Bangel bekommen und vor einer halben Stunde hatte er etwas panisch an Richards Tür geklopft.

„Paul, ich habe dir jetzt schon drei Mal gesagt, dass niemand uns heute ins Gefängnis verfrachten wird. Wir haben uns jetzt schon fast auf jedem Konzert dieser Tour auf der Bühne geküsst, die wissen genau, dass wir das auch heute machen werden. Vor allem eben, weil wir hier sind. Klar werden wir morgen in jeder Zeitung hier zu sehen sein, aber das war dir doch sonst auch immer egal.“ Richard strich leicht über Pauls Wange, er hatte inzwischen gemerkt, dass das half, um Paul etwas zu beruhigen. Es schien den Kleineren generell zu beruhigen, wenn Richard ihn nur irgendwie berührte.

Paul seufzte nun leise und lehnte seinen Kopf gegen Richards Hand. „Ich weiß, ich weiß… Ich hab‘ trotzdem ein bisschen Schiss… Was wenn irgendwelche Idioten dir weh tun oder die Polizei dich mir wegnimmt?“ Richard konnte nun nur leicht lächeln. Paul war schon immer etwas anhänglich gewesen, aber das hier war sogar ihm neu. Nicht, dass es ihn stören würde… Es gefiel ihm, wenn Paul mal wieder ein bisschen zutraulich wurde. „Niemand wird mich dir wegnehmen Paulchen. Ich werde die ganze Zeit an deiner Seite sein, ich verspreche es dir.“ Der Leadgitarrist drückte einen sanften Kuss auf Pauls Wange. „Ich liebe dich Kleiner. Auch Russlands homophobe Gesetze können an dieser Tatsache nichts ändern.“, raunte er dann in das Ohr des Älteren und knabberte kurz frech an dessen Ohrläppchen. Paul entfuhr unwillkürlich ein leises Seufzen und Richard merkte wie der Kleinere sich etwas anspannte. Er mochte es Paul mit sowas ein bisschen zu ärgern, immerhin hatten sie immernoch nicht miteinander geschlafen, denn Reesh merkte, dass Paul dafür aus irgendeinem Grund noch nicht bereit war. Aber er würde warten. Er hatte so lange auf Paul gewartet, da machten ihm diese paar Tage oder Wochen nun auch nichts mehr aus. Hauptsache er konnte überhaupt in der Nähe seines Freundes sein und ihn küssen so oft er wollte.

Den anderen in der Band hatten sie inzwischen auch mitgeteilt, dass sie nun ein Paar waren. Wie erwartet, waren die Reaktionen etwas gemischt ausgefallen. Till hatte seine beiden Gitarristen erst ausdruckslos gemustert, bevor er genickt und gesagt hatte, dass er das schon hatte kommen sehen. Schneider hat nur gegrinst wie ein Blöder, schließlich hatte er sie vor einigen Wochen in Barcelona knutschend hinter der Halle gefunden, Olli hatte sie beide kurz freundschaftlich umarmt und ihnen seinen Zuspruch versprochen und Flake war erstmal etwas überfordert gewesen, bevor er sich ebenfalls für die beiden gefreut hatte. Alles in allem hatte ihre Beziehung für die Band keine großartigen Auswirkungen gehabt und allein deswegen war Richard mehr als erleichtert. Es war seine größte Angst gewesen, dass es seinetwegen wieder Krach gegeben hätte und sich die Band deswegen am Ende vielleicht sogar aufgelöst hätte. Aber es war alles gut gegangen und die beiden Gitarristen versuchten ihr Glück miteinander.

Paul machte Richard generell jeden Tag etwas glücklicher, allein dadurch das er existierte und nun sein Partner war. Richard hätte in Leben nicht gedacht, mit 53 nochmal so verliebt zu sein wie ein verdammter Teenager, doch Paul hatte es geschafft, dass er sich wirklich teilweise aufführte wie ein Liebestrunkener Jugendlicher. Und bis jetzt machte ihm das auch absolut nichts aus. Er genoss jede Sekunde, die er mit Paul verbringen konnte und er versuchte ihm jeden tag zu zeigen, wie sehr er ihn liebte. Und das ging durchaus auch ohne Sex, auch wenn Richard dennoch mit jedem Tag ein klein wenig unruhiger wurde, was das betraf. Er war immerhin auch nur ein Mann mit Bedürfnissen und er lebte nun schon fast vier Monate ohne Sex. Eigentlich unvorstellbar für einen Richard Zven Kruspe, aber er würde auch weiterhin geduldig bleiben. Er würde Paul niemals dazu zwingen mit ihm zu schlafen, dass hatte er sich von Anfang an geschworen und er würde sich auch daran halten. Es würde ihm auch niemals in den Sinn kommen Paul zu betrügen. Es schüttelte ihn schon allein bei dem Gedanken einen anderen Mann oder eine andere Frau als Paul zu berühren oder auch nur mit sexuellen Hintergedanken anzusehen. Er würde niemals-

„Erde an Richard! Hallo!“ Paul wedelte wie verrückt mit seinen Händen vor Richards Gesicht herum und der Leadgitarrist schreckte zusammen. „Gott verdammt, Paul! Du sollst mich nicht immer so erschrecken!“ Doch Paul grinste nur. „Du warst mal wieder irgendwo, nur nicht hier bei mir und das hat mich nach zehn Minuten dann doch etwas gestört, mein Lieber.“ Richard blinzelte kurz verwirrt und rieb sich dann über sein Gesicht. „Sorry, ich bin irgendwie mit meinen Gedanken abgedriftet.“ Reesh sah wieder zu Paul, welcher das sofort ausnutze und seine Lippen auf die von Richard legte. Reesh seufzte zufrieden auf und zog Paul etwas näher zu sich, doch zu seinem Verdruss löste sich der Rhythmusgitarrist viel zu schnell wieder von ihm. „Willst du mir erzählen was in deinem Kopf so vor sich geht? Es würde mich nämlich brennend interessieren wer oder was dich davon abhält mich weiter zu küssen.“ Paul fuhr mit seinen Fingern durch Richards ungeordnete Haare und dieser war erstmal froh, dass Paul sich scheinbar wieder beruhigt hatte und erstmal nicht mehr daran dachte, dass sie heute Abend seiner Meinung nach im Gefängnis sitzen würden.

„Im Moment hast du aufgehört mich zu küssen, also beschwer dich nicht.“, lachte Richard und zwinkerte dem empörten Paul frech zu. „Ich habe nur über dich nachgedacht mein Lieber. Keine Angst, niemand sonst ist in meinem Kopf. Nur du ganz allein.“, sagte Richard dann noch versöhnlich und küsste leicht Pauls Wange und er hörte wie Paul zufrieden brummte. „Gut so. Und willst du mir auch sagen, warum du über mich nachdenkst, obwohl ich doch direkt neben dir sitze?“, hakte der Kleinere dann neugierig nach, während er sein Gesicht in Richards Halsbeuge vergrub und die Augen schloss. Er hatte sich inzwischen eng an die Seite seines Partners gekuschelt und Richard war damit sehr zufrieden.

„Nun, ich habe nur daran gedacht, wie glücklich du mich machst Paulchen. Und ich habe daran gedacht, dass ich dir niemals weh tun werde. Ganz egal was kommen mag, ich werde an deiner Seite sein und wir werden es gemeinsam durchstehen.“, sagte dann Richard dann leise und schlang währenddessen einen Arm um die Hüfte seines Freundes. „Wir benehmen uns wie verknallte Teenager.“, brummte der Jüngere dann noch leise, während er Pauls Stirn und Wange küsste. „Das sagst du jeden Tag mindestens ein Mal und bis jetzt hat sich an unserem Verhalten nichts geändert.“, gab Paul nur amüsiert zurück und sah zu Richard hoch. Richard zog eine Braue hoch und musterte Paul leicht. „Weißt du, worüber ich noch nachgedacht habe?“ Paul zog ein fragendes Gesicht und allein seine Mimik dabei brachte Reesh zum Schmunzeln. Paul war manchmal wirklich einfach nur süß und daran konnte niemand jemals etwas ändern. „Ich habe auch darüber nachgedacht, was ich mit dir machen würde, wenn wir beide… etwas mehr Zeit für uns hätten…“ Seine Stimme wurde zum Ende hin ein wenig kratzig und er neigte seinen Kopf etwas, damit er federleichte Küsse auf Pauls Hals verteilen konnte. Richard konnte es nicht lassen und verpasste Paul einfach einen kleinen Knutschfleck am Hals, was Paul zum Stöhnen brachte. „Richard… Bitte…“, flüsterte er dann, auch wenn er seinen Kopf extra für Richard zur Seite geneigt hatte, damit sein Partner besser an seinen Hals kam. Richard zog sich nun etwas zurück und seufzte kurz. „Tut mir leid, ich weiß du bist noch nicht soweit… Ich… Du machst mich nur wahnsinnig, Kleiner.“

Paul sah Richard nun wieder an und legte dabei scheinbar unbewusst eine Hand auf die Stelle, wo nun der Knutschfleck auf seinem Hals prangte. „Ich habe noch nie mit einem Mann geschlafen.“, sagte er dann einfach aus dem Nichts und Richard sah den Kleineren etwas perplex an. Paul hatte noch nie mit einem Mann geschlafen? Na gut… eigentlich hatte er nichts anderes erwartet und das erklärte wohl auch, warum Paul sich noch so unsicher war, wenn es um das Thema Sex mit Richard ging.

„Das ist nicht schlimm Paule. Es gibt ersten für alles ein erstes Mal und zweitens… Habe ich mir sagen lassen, dass ich ziemlich gut bin in dem was ich tue.“ Am Ende grinste Richard etwas selbstgefällig und Paul wurde rot. Rot stand Herrn Landers außerordentlich gut, zumindest wenn es nach Richard ging. Richard küsste Paul nun kurz und zu seiner Erleichterung erwiderte der Kleinere den Kuss auch. „Ich werde dich trotzdem niemals dazu zwingen mit mir zu schlafen Kleiner. Dafür liebe ich dich zu sehr.“, raunte Reesh dann sanft und strich über Pauls Wange. Der Rhythmusgitarrist seufzte nun leise und lehnte seinen Kopf etwas gegen Richards Hand. „Es ist nicht so, dass ich es nicht will, denn Gott verdammt, ich will dich! Aber ich… Ach keine Ahnung… Was wenn ich dir nicht gut genug bin?“ Paul sah nun unsicher zu Richard hoch und dieser konnte nicht glauben was er da gerade gehört hatte. Dachte Paul ernsthaft er sei nicht gut genug für ihn? Dachte Paul Heiko Landers wirklich, er sei nicht ausreichend genug für ihn?! Richard konnte es nicht fassen und wahrscheinlich sah er auch genauso aus, denn Pauls Blick wurde immer unsicherer. „Reesh…?“, sprach der Kleinere Richard dann vorsichtig an. „Du hälst jetzt mal deine Klappe und hörst mir ganz genau zu.“, sagte Richard nun streng, bevor er aufstand und Paul auf der Bettkante zurückließ. Paul sah nun etwas verloren aus, blieb aber gehorsam, wo er war und sah zu Richard hoch.

„Du wirst dir gefälligst merken, was ich dir jetzt sage. Und ich werde es jetzt auch einfach geradeheraus sagen. Ich. Liebe. Dich. Und weißt du was das bedeutet? Das es mir egal ob du schonmal mit einem Mann geschlafen hast oder nicht. Es ist mir egal ob du nun gut bist oder nicht, auch wenn ich mir sicher bin, dass du sehr gut sein wirst, aber das ist nicht wichtig. Ich will dir einfach nur nahe sein und dir zeigen, wie sehr ich dich liebe und das am liebsten in jeder möglichen Sekunde. Außerdem sind wir beiden schon sehr lange erwachsen und ich denke du brauchst keine Angst vor dem Sex haben. Schon gar nicht vor dem Sex mit mir. Ich würde dir nie weh tun und das weißt du ganz genau.“ Richard hockte sich nun vor Paul auf den Boden und nahm dessen Hände in seine. Er hoffte so sehr, dass diese Ansprache jetzt auch in Pauls Hirn angelangt und abgespeichert war. „Vertraust du mir Paulchen?“, fragte er den Älteren dann leise. Paul nickte sofort und entzog Richard seine Hände, allerdings nur, um sie ihm an die Wangen zu legen und leicht mit den Daumen darüber zu streichen. „Niemandem könnte ich mehr vertrauen als dir. Du bist wahrscheinlich die Liebe meines Lebens und es ist eigentlich traurig, dass ich das erst mit 54 sagen kann. Aber besser spät als nie, nicht wahr?“, Paul grinste verlegen und Richard seufzte zufrieden, als er in der nächsten Sekunde von Paul geküsst wurde. Fuck, wie er Pauls Küsse liebte… Und als Paul den Kuss nach einigen Sekunden immer noch nicht löste, stand Richard langsam wieder auf, dabei aber immer darauf achtend seinen besten Freund weiter zu küssen. Er drückte Paul schließlich langsam und mit Vorsicht nach hinten auf das Bett, um sich anschließend halb auf ihn zu legen und ihn somit daran zu hindern, jetzt wieder aufzustehen und das Ganze zu unterbrechen.

Paul unter ihm stöhnte leise auf, als er Richards Bein an seinem Schritt spürte und Richard sah das als Zeichen den Kuss noch weiter zu vertiefen. Seine Zunge stieß sanft an Pauls Lippen und dieser öffnete bereitwillig seinen Mund, um Reesh mit seiner eigenen Zunge entgegen zu kommen. Sie fochten einen kleinen Kampf, welchen Richard nach einiger Zeit gewann. Er löste sich schließlich von Pauls weichen Lippen, allerdings nur um damit fortzufahren dessen Wange und Hals zu küssen. Richards Gedanken rasten, er wollte das hier auf keinen Fall versauen, er musst es unvergesslich machen. Für Paul und auch für sich selbst. Er wollte Paul zeigen, was wahres Verlangen und pure Lust war. Er wollte ihm zeigen, was es hieß geliebt zu werden und er würde sich dafür sehr viel Zeit nehmen.

Paul legte seinen Kopf nun etwas zur Seite und schloss genießerisch die Augen, während Richard sanft seinen Hals bearbeitete. Der Kleinere genoss Richards Behandlung sichtlich und das gefiel dem Leadgitarristen außerordentlich gut. Er wollte gerade damit anfangen Pauls Hemd aufzuknöpfen, als es lautstark an seiner Tür klopfte und er innehielt. Paul stöhnte sofort frustriert auf. „Wer auch immer das ist, er oder sie wird jeden Moment sterben.“, knurrte Richard sofort genervt, doch noch stand er nicht auf. Vielleicht würde die Person ja wieder gehen, wenn niemand zur Tür kam… Doch Fehlanzeige. Nur wenige Sekunden später klopfte es erneut, diesmal länger. „Richard! Mach die Tür auf, ich weiß das du da drin bist!“, ertönte im nächsten Moment Schneiders Stimme und Paul und Richard stöhnten unisono frustriert auf.

„Verpiss dich, Schneider! Ich bin beschäftigt!“, rief Reesh nun genervt zur Tür und rollte sich nun doch von seinem Partner herunter, wobei er Pauls enttäuschten Blick nicht bemerkte. Er stand auf und stapfte nun wirklich wütend zur Tür, um diese schwungvoll aufzureißen. „Was willst du!?“, schnauzte er Schneider dann sofort an und dieser hob abwehrend die Hände. „Entspann dich mal, ich wollte wissen wo-‘‘, in diesem Moment fiel sein Blick in das Innere von Richards Zimmer, auf den genervten und etwas peinlich berührten Paul auf Richards Bett und schließlich auf Richards zerzauste Haare und etwas geschwollene Lippen, „-Paul ist… Ich hab‘ euch doch nicht etwa gestört?“ Schneider begann nun anzüglich zu grinsen und wackelte vielsagend mit den Augenbrauen. „Halt die Klappe oder ich verpasse dir eine.“, knurrte Richard nur entnervt. „Naja… Eigentlich sollte ich euch nur mitteilen, dass wir uns in zehn Minuten in der Lobby treffen, um zum Stadion zu fahren. Viel Spaß euch noch und seid nicht zu laut, die Wände hier sind sehr dünn!“ Und bevor Richard noch etwas sagen konnte, war Schneider auch schon wieder den Gang entlang verschwunden. Richard spannte sich an und schmiss dann die Tür zu.

„Fuck!“, stieß er dann einfach aus, während er sich die Haare raufte. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein! Ausgerechnet jetzt! Unpassender ging es einfach nicht, am liebsten wollte er Schneider jetzt mal so richtig eine reinhauen. Zudem war er nun auch wütend auf sich selbst, weil er erst damit angefangen hatte, obwohl er wusste, dass sie eigentlich bald los mussten. Es konnte ja keiner ahnen, dass schon wieder so viel Zeit vergangen war. Der Leadgitarrist atmete nun tief durch, bevor er zu Paul auf seinem Bett sah. Der Kleinere saß etwas verloren auf der Bettkante und suchte unsicher Richards Blick. Richard ging nun langsam wieder zu Paul und setzte sich neben ihn. „Tut mir leid Kleiner. Wir holen das nach.“, sagte er dann leise und rieb sich über sein Gesicht.

„Ist schon gut Reesh… Es war wohl eh nicht der passende Augenblick…“ Paul lächelte verlegen und küsste kurz Richards Wange, was diesen dazu brachte zu dem Rhythmusgitarristen zu schauen. „Wahrscheinlich hast du recht. Aber nachholen werden wir es trotzdem, das verspreche ich dir.“, brummte Richard dann sanft und küsste Paul nochmal leicht. Wahrscheinlich war es sogar besser, dass Schneider sie gerade unterbrochen hatte. Schlimmer wäre es gewesen, wenn er sie mitten beim Sex unterbrochen hätte. Das wäre nicht nur peinlich gewesen, sondern hätte auch bewirkt, dass Richard Schneider wirklich eine gescheuert hätte.

„Ich hoffe du hälst dieses Versprechen, denn jetzt hast du mich auf Ideen gebracht.“ Paul wurde zu seinem Verdruss etwas rot, doch er sah nicht weg, sondern ließ seinen Blick weiter auf Richard ruhen, welcher nun ein wenig grinste. „Ach tatsächlich? Auf was für Ideen habe ich dich denn gebracht?“, fragte er dann frech und beugte sich langsam näher zu Paul, welcher nun schluckte. „Ich… Richard, du böser Mann! Du machst mich ganz wuschig, verdammt.“ Der Leadgitarrist fing nun an zu lachen und zog Paul einfach in seine Arme. Richard wusste ganz genau warum er seinen besten Freund liebte.

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29.07.2019, 23:00 Uhr

„Verdammte scheiße, ich kann mein Handy nicht finden!“, fluchte Paul laut, als die sechs Jungs gerade in den Bus stiegen, der sie zurück zum Hotel bringen sollte. Richard zog eine Braue hoch, während Till genervt aufstöhnte. Auch Flake und Oliver sahen nicht sonderlich begeistert aus, sie wollten alle zurück ins Hotel, nachdem sie gerade fast zweieinhalb Stunden vor 80 000 Menschen auf der Bühne gestanden hatten. „Du hattest es doch gerade noch in der Hand?“, fragte Richard, während er seinen Rucksack auf einen der Sitze schmiss.

„Danke, das weiß ich auch.“, knurrte Paul genervt und durchsuchte erneut seine Taschen und seinen Rucksack. „Ich gehe nochmal rein und suche das Scheiß Teil. Ihr könnt auch schon fahren, ich nehme dann ein Taxi.“ Damit stapfte Herr Landers genervt wieder aus dem Bus in Richtung des Stadions und die anderen sahen alle sofort zu Richard. Dieser machte gerade Anstalten sich auf seinen Platz fallen zu lassen, um dann die anderen zu überreden noch zu warten, doch nun hielt er inne. „Was?“ Schneider zog nur amüsiert eine Braue hoch und verschränkte seine Arme und nun verstand Richard. „For gods sake, ich gehe ja schon. Fahrt ihr nur schön ins Hotel, wir kommen nach. Danke für euer Verständnis.“, knurrte Richard dann und schnappte sich seinen Rucksack, bevor er den Bus ebenfalls wieder verließ und seinem Freund hinterher joggte. Die anderen konnten ihn manchmal echt aufregen. Die fünf Minuten hätten sie nun auch noch warten können, aber nein, die alten Herren wollten brav ins Hotel und ins Bettchen. Richard konnte darüber nur die Augen verdrehen.

„Paul! Warte!“, rief er dann zu seinem liebsten Gitarristen, welcher nun schon kurz vor ihm lief und die Halle gerade betreten wollte. Nun jedoch drehte er sich genervt um. „Was denn noch?“, fragte er dann etwas patzig und Richard zog eine Braue hoch, während er nun bei Paul zum Stehen kam. „Du beruhigst dich jetzt erstmal.“, brumme Richard dann und zog Paul an sich, um ihn zu küssen. Dieser erwiderte den Kuss erstmal nicht und dann nur sehr zögern, da er scheinbar etwas überfordert war.

„Wofür war der denn?“, fragte Paul dann etwas verwirrt, doch im nächsten Moment hörten sie hinter sich den Bus losfahren und Paul löste sich sofort wieder komplett von Reesh. „Ey! Jetzt sind diese Idioten einfach ohne dich gefahren!“, beschwerte er sich dann, doch Richard verdrehte nur seine Augen. „Ich bin ja auch extra hier, du Blödmann. Die haben mich förmlich rausgeschmissen, noch bevor ich die Chance hatte überhaupt erst zu versuchen sie davon zu überzeugen noch auf dich zu warten. Also bin ich jetzt hier und werde wie ein Gentleman auf dich warten, während du dein Handy holst. Und jetzt schwing deinen hübschen Arsch dort rein, ich rauche noch eine. Und beeil dich, ich will duschen und dann dort weitermachen, wo wir vorhin aufgehört haben.“ Richard gab dem perplexen Paul noch einen Klapps auf den Hintern, bevor er ihn förmlich nach drinnen schob. „Ich liebe dich auch!“, rief der Kleinere ihm noch zu, was Reesh zum Grinsen brachte, bevor der Rhythmusgitarrist nach drinnen verschwand und Richard sich draußen an die Wand lehnte, um wie angekündigt noch eine zu rauchen. Er schloss seine Augen und hing eine ganze Weile nur seinen Gedanken nach. Das Konzert war ganz ausgezeichnet verlaufen und bis jetzt hatte sie auch noch niemand wegen des Kusses angegriffen, also war alles perfekt. Er wollte jetzt nur noch mit Paul allein sein und diesen Abend mit weniger jugendfreien Dingen verbringen.

Irgendwann steckte er sich noch eine zweite Kippe an uns ging schließlich ein paar Schritte. Wo blieb Paul denn nur? Sein Handy konnte doch nur in seiner Umkleide sein und die Umkleiden von ihnen waren gar nicht so weit von diesem Eingang hier entfernt. Naja, er würde schon gleich wieder kommen…

Weitere zehn Minuten später wurde es Richard langsam zu dumm draußen nur herum zu stehen und er begann sich langsam auch Sorgen um Paul zu machen. Sein Handy konnte doch nicht verschwunden sein… Er zog also die Tür zur Halle auf und der Gang vor ihm war erstmal leer, er konnte nur aus der Ferne noch Stimmen von der Crew hören. Er ging also erstmal zu Pauls Umkleide, um dort nach seinem Freund zu sehen, doch zu seiner Verwunderung brannte in dem Raum nicht mal Licht. Seltsam… Doch erstmal dachte er sich nichts dabei, vielleicht Paul sein Handy ja irgendwo anders hingelegt und dort vergessen. Der Gitarrist suchte also noch die anderen Umkleiden ab, doch nach jeder weiteren leeren Umkleide, wurde er langsam nervös. Wo verdammt war Paul!?

Zu seiner Erleichterung traf er schließlich auf ihren Manager Tom, welcher ziemlich verwirrt war Richard noch zu sehen. „Was machst du denn noch hier? Ist euer Bus nicht vor 20 Minuten gefahren?“ Richard nickte. „Die anderen sind schon gefahren, aber Paul hat sein Handy vergessen und wollte es noch suchen, aber er ist nirgendwo und so langsam mache ich mir Sorgen. Ich hab‘ schon alle Umkleiden abgesucht, aber da ist er nicht und hier rumrennen hab ich ihn such nicht gesehen.“ Tom runzelte sofort seine Stirn. „Ich hätte doch gemerkt, wenn er nochmal hier gewesen wäre… Warte kurz…“ Er drückte einen kleinen Knopf an seinem Headset, bevor er weitersprach. „Ey Leute, hat irgendjemand von euch Herrn Landers hier rumrennen sehen?“ Es folgten einige Sekunden angespannte Stille, die Richard vorkamen wie eine Ewigkeit, bevor Tom leicht den Kopf schüttelte. „Niemand hat ihn gesehen.“ Richard fluchte sofort laut auf. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein! „Fuck, alter sag deinen Leuten, die sollen allesamt nach ihm suchen und zwar sofort!“ „Richard, entspann dich, er-‘‘ „Ich sagte SOFORT!“

Richard raufte sich verzweifelt die Haare, so eine verdammte Scheiße, wo war Paul!? Er lief nun einfach in irgendeine Richtung los, um Paul selbst weiter zu suchen und er bekam gerade noch mit, wie Tom seinen Mitarbeitern sagte, sie sollten alles stehen und liegen lassen und sich auf die Suche nach dem Rhythmusgitarristen machen. Allein die Tatsache, dass nun sehr viele Menschen nach seinem Partner suchten, beruhigte Richard ein wenig. Zwar nicht besonders viel, aber immerhin ein bisschen.

Es vergingen nochmal mindestens zwanzig Minuten, die Richard vorkamen wie zehn Stunden, in denen er jeden Zentimeter absuchte und er wurde mit jeder Sekunde panischer. Irgendwann wurde seine Sicht unklar und er war kurz verwirrt, bis er merkte, dass er weinte. Heiße Tränen liefen über seine Wangen und er musste mit erschrecken feststellen, dass er aus Verzweiflung weinte, weil er seinen Freund nicht finden konnte. Er war noch nie zuvor in so einer Situation wie jetzt gewesen und er war völlig überfordert und panisch und er hatte Angst er würde jeden Moment in richtige Panik verfallen und hyperventilieren. Seine Gedanken rasten und er versuchte krampfhaft noch an irgendeinen Raum zu denken, den er noch nicht abgesucht hatte, während er weiter durch die Gänge rannte. Warum musste dieses scheiß Stadion auch so fucking riesig sein!? Hier fand sich doch niemand zurecht!

Er lief gerade gehetzt durch einen weiteren Gang, als er in der Ferne Stimmen laut werden hörte. Er blieb sofort wie angewurzelt stehen und versuchte herauszufinden von woher die Stimmen kamen. Als er jedoch ein lautes „ER IST HIER!“ von irgendjemandem hörte, setzte sein gesamter Verstand aus und er sprintete sofort los. Sie hatten Paul! Sie hatten Paul! Sie hatten Paul! Das war alles woran er gerade denken konnte und als er um die nächste Ecke rannte, konnte er am Ende dieses Ganges eine Menschentraube sehen. Er Rannte sofort noch schneller. „AUS DEM WEG!“, schrie er nur und als die ihm unbekannten Leute merkten wer er war, machten sie sofort Platz. Was Richard allerdings noch mehr Angst einjagte, waren die erschrockenen und verstörten Blicke der Menschen. Was war hier bitte los!?

Nur wenige Sekunden später verstand er warum die Leute ihn so ansahen. Er blieb wie erstarrt stehen, als er die Situation vor sich erfasste. Paul lag seltsam zusammengekrümmt auf dem Boden, unter seinem Kopf hatte sich eine Blutlache ausgebreitet und um ihn herum hockten drei Leute, scheinbar irgendwelche Aushilfssanitäter, die versuchten ihn zu stabilisieren. Irgendjemand redete davon, dass der Notarzt in zwei Minuten hier sein müsste. Richard hatte vergessen, wie man atmete. Nein. Das konnte nicht wahr sein. Das dort war nicht sein Paul. Der Mann mit der Platzwunde, dem tiefen Kratzer in seinem Gesicht, mit dem blauen Auge, mit dem zerrissenen Oberteil, den vielen Schürfwunden und blauen Flecken, war nicht sein Paul. Das konnte einfach nicht wahr sein. Er spürte wie erst seine Hände und dann seine Beine anfingen zu zittern, weitere heißen Tränen rannen über seine Wangen, während er neben seinem Paulchen zu Boden sank. Es war ihm egal wie viele Menschen, den sonst so taffen und arrogant aussehenden Richard nun in dieser Verfassung sahen. Wenn es um Paul ging, ging ihm wirklich alles am Arsch vorbei.

„Paul… Bitte…“, war alles was er hervorbrachte. Er hatte das Gefühl er würde gerade sterben, sein Herz wurde in diesem Moment in tausend Teile zerrissen. „Mein kleiner, süßer Paul…“ Er rutschte so nah wie möglich an den Älteren heran und nahm zitternd dessen Hand in seine eigene. Richard spürte einen schwachen Puls an Pauls Handgelenk und allein dieses schwache Lebenszeichen gab ihm ein winziges Fünkchen Hoffnung. Er presste einen nassen Kuss auf Pauls Hand und schluchzte dann auf, die Menschen um ihn herum bemerkte er schon gar nicht mehr. „Wehe du lässt mich im Stich.“, krächzte er dann mit trockener Stimme, seine Kehle fühlte sich an wie zugeschnürt und er bekam kaum noch Luft vom Weinen. „Ich liebe dich doch… Bitte…“

„-Richard!“ Der Angesprochene zuckte zusammen und sah ruckartig auf. „Richard, du musst zur Seite gehen, die Notärzte sind hier und sie müssen sich um Paul kümmern.“ Was war los? Richard sah sich kurz orientierungslos um, er war so auf Paul fokussiert gewesen, er hatte gar nicht mitbekommen, dass irgendwelche Notärzte angekommen waren. Sein Blick fiel schließlich auf die vier Sanitäter hinter Tom, welcher ihn gerade angesprochen hatte, und endlich schaffte er es, wenigstens ein kleines bisschen zur Seite zu rücken. „Ihr müsst ihm helfen, bitte!“, krächzte er dann noch. Die Sanitäter setzten sich sofort wieder in Bewegung und begannen Paul zu stabilisieren und alles mögliche andere zu machen, von dem Richard keine Ahnung hatte. Der Gitarrist sank nun an der Wand des Ganges in sich zusammen und starrte nur auf den bewusstlosen Paul, der gerade auf einer Trage festgemacht wurde. Tom hockte sich vor den Leadgitarristen. „Richard.“ Keine Reaktion. „Richard, sieh mich an.“ Wieder keine Reaktion. „Richard! Sieh mich an!“, rief Tom nun lauter und endlich sah der Gitarrist zu ihm. Der Schmerz in Richards Augen ließ den Manager kurz zurückzucken. „Sie bringen Paul jetzt ins Krankenhaus. Sie fragen ob du mitfahren willst, ansonsten… musst du bis morgen warten.“ Auf der Stelle kam wieder Leben in Richard. Sie wollten ihn wegbringen? Paul würde nirgendwo ohne ihn hinfahren! Er richtete sich sofort auf, musste sich allerdings kurz an der Wand abstützen, da ihm schwarz vor Augen wurde. Einer der Sanitäter wartete noch auf Richard. „Geht es Ihnen gut? Brauchen Sie irgendwas?“, fragte er dann in gebrochenem Englisch und sah Richard etwas kritisch und besorgt an. „Wo ist Paul?“ Mehr wollte Richard nicht wissen, alles was er wollte, war Paul sehen und bei ihm sein. Er würde Paul für keine einzige Sekunde in seinem Leben mehr aus den Augen lassen. Niemals wieder durfte er Paul allein lassen, das hier war alles seine verdammte Schuld! Hätte er Paul doch nur nicht allein hier gehen lassen! Nur weil er verfickt nochmal rauchen wollte! Richards Hass auf sich selbst stieg gerade ins Unermessliche, doch er ließ es sich nicht anmerken und rannte dem Sanitäter nur zu dem Rettungswagen hinterher.

Die nächste halbe Stunde flog wie im Rausch an Richard vorbei, er bekam nur nebenbei mit, wie sie in einem Krankenhaus ankamen und Paul sofort nach drinnen verfrachtet wurde, während er selbst von irgendjemandem in einen Wartebereich geschoben wurde. Er starrte einfach nur vor sich auf den Boden und weinte stumme Tränen, weil er Paul nicht beschützt hatte. Allein seinetwegen schwebte Paul nun in Lebensgefahr. Allein seinetwegen musste Paul nun unglaubliche Qualen und Schmerzen durchstehen. Und allein seinetwegen würde Paul ihn nun wahrscheinlich hassen. Er saß inzwischen auf einem der halbwegs bequemen Stühle und stützte seine Ellbogen auf seine Knie, während er sich die Haare raufte. Das war alles seine Schuld…

///

Eine Stunde später standen auf einmal Till, Flake, Olli und Schneider vor Richard und fragten ihn entsetzt was geschehen war. Tom hatte sie scheinbar über den Vorfall informiert und daraufhin mussten sie sich wohl direkt auf den Weg hierher gemacht haben.  Richard erzählte ihnen nur stumpf was er gesehen und gehört hatte und sah dann wieder zu Boden. Er hatte die ganze Scheiße vor einer halben Stunde auch schon der Polizei erklären müssen und jetzt wollte er einfach nur noch in Ruhe gelassen werden. Seine Gedanken rasten noch immer, sein Kopf war voll mit hässlichen Selbstvorwürfen und er versank fast im Selbstmitleid, doch gerade jetzt konnte ihm absolut nichts und niemand aus diesem Loch heraushelfen. Der einzige, der das immer geschafft hatte, war Paul und der wurde gerade seinetwegen operiert. Zumindest hatte irgendein Arzt ihm vorhin in schlechtem Englisch erklärt, dass sie Paul unverzüglich operieren mussten. Seitdem hatte Richard nichts mehr von seinem Partner gehört und er hatte das Gefühl jede Sekunde ein wenig mehr zu sterben.

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Es vergingen weitere vier Stunden, es war bereits fünf Uhr morgens und außer Till und natürlich Richard, schliefen die anderen drei alle auf den Krankenhausstühlen im Wartebereich. Sie waren die einzigen die sich zu dieser Zeit hier aufhielten und deswegen kam es Richard ohrenbetäubend laut vor, als der Arzt von vor einigen Stunden auf einmal durch eine Tür herein kam. Er sprang sofort auf und lief dem Arzt entgegen. „Wie geht es Paul!?“, fragte er sofort und sein Herz begann bereits jetzt zu rasen. Was wenn Paul es nicht geschafft hatte? Aus dem Blick des Arztes konnte er rein gar nichts lesen, weshalb er wieder panisch wurde. Warum mussten Ärzte immer so unglaublich streng aussehen!? Konnten die nicht mal irgendeine Regung in ihren verfluchten Gesichtern zeigen!?

„Er ist stabil und liegt zurzeit im Aufwachraum. Seine Schädelfraktur war zum Glück nicht sonderlich schwer, er wird diesbezüglich keine Folgeschäden mit sich tragen. Die Schnittwunden in seinem Gesicht, im Oberkörperbereich und am Oberschenkel werden ebenfalls wieder gut verheilen. Eine der drei gebrochenen Rippen hat uns etwas Schwierigkeiten bereitet, aber er sollte auch das gut überstehen.“ Richard atmete sofort erleichtert auf und ihm fiel wahrscheinlich ein ganzes Gebirge vom Herzen. Er war stabil… Paul war stabil und er würde es überstehen… Er rieb sich über sein Gesicht und taumelte ein paar Schritte rückwärts, seine Beine gaben gleich wieder unter ihm nach. Bevor er jedoch fallen konnte, packten ihn zwei starke Hände und schoben ihn zum nächsten Stuhl. Till. Der Sänger ging nun zu dem wartenden Arzt und fragte ihn noch, wann sie zu Paul könnten, bevor der Arzt die fünf Bandmitglieder wieder allein ließ.

Richard weinte inzwischen wieder, diesmal allerdings vor Erleichterung. Paul hatte es wirklich geschafft… Er hatte die Operation gut überstanden und er würde hoffentlich bald wieder ganz gesund werden… „Richard, wir können zu Paul.“, sagte Till vor ihm nun leise. „Reiß dich etwas zusammen und hilf mir die anderen zu wecken, die wollen ihn sicher auch sehen.“ Richard sah nun aus roten und wahrscheinlich ziemlich geschwollenen Augen zu Till hoch, bevor er leicht nickte und es schaffte sich aufzurappeln, um vorsichtig Flake zu wecken, welcher als nächster neben ihm saß und in einer ziemlich unbequem aussehenden Position schlief. Der Keyboarder wachte zum Glück schnell auf, weshalb Reesh sich noch um Olli kümmerte, während Till versuchte Schneider wach zu bekommen.

Richard lief nun unruhig auf und ab, während er darauf wartete, dass die anderen alle richtig wach wurden, damit sie endlich zu Paul gehen konnten. Der Arzt hatte ihnen noch die für Paul zuständige Krankenschwester geschickt, damit die sie zu ihm bringen konnte und eben diese Krankenschwester betrat nun den Wartebereich. „Ich bringe Sie zu Herrn Landers. Wenn Sie mir bitte folgen möchten?“ Sie sprach wenigstens fließend Englisch und war freundlich. Die fünf Musiker folgten der Dame sofort, Richard lief natürlich als erster direkt hinter der jungen Frau her, er wollte unbedingt zu Paul und einfach in seiner Nähe sein, um sich selbst davon zu überzeugen, dass sein Freund wirklich noch am Leben war.

Sie fuhren einige Stockwerke nach oben und gingen schließlich noch zwei lange Gänge entlang, bevor sie endlich ankamen. Die Krankenschwester teilte ihnen noch mit, dass sie leise sein sollten und nicht zu lange bleiben sollten, da Paul Ruhe brauchte, bevor sie die Band in Pauls Zimmer ließ.

Richard betrat sofort das Zimmer, allerdings bleib er gleich wieder geschockt stehen, als er Paul sah. Der Kopf des Rhytmusgitarristen war vollständig in dicken Verband eingewickelt, seine rechte Gesichtshälfte war komplett blau und geschwollen und ein langer Schnitt zog ich über die gesamte Wange. Pauls Oberkörper war ebenfalls komplett eingewickelt, doch man konnte am Rand des Verbandes erkennen, wie rot und geschwollen alles war. Pauls Hände waren ebenfalls bandgiert und auf seinen Armen zeichneten sich einige Blutergüsse ab. Ab der Hüfte war Paul zugedeckt, nur sein linkes Bein schaute unter der Decke hervor, sein Fuß war hochgelegt wurden und sein Oberschenkel wurde ebenfalls von einem dicken Verband verziert.

Völlig geschockt starrte Richard seinen Freund an, Paul sah wesentlich schlimmer aus, als er es erwartet hätte und diese Erkenntnis zog ihm förmlich den Boden unter den Füßen weg. Er schnappte panisch nach Luft und taumelte nach hinten, wo er gegen Schneider stieß. Dieser war wohl ebenso geschockt von Pauls Anblick, doch er fasste dennoch geistesgegenwärtig nach Richard, um diesen festzuhalten. Flake war schließlich der erste, der ganz zu seinem langjährigen Freund ging und die anderen taten es ihm schließlich gleich. Nur Richard nicht.

Richard standen schon wieder die Tränen in den Augen und er wusste nicht was er tun sollte. Seine Liebe lag dort auf diesem Krankenbett, völlig ramponiert und eingewickelt in Verbände und es war seine verfickte Schuld! Paul würde ihn hassen, er würde Reesh nie wieder sehen wollen und der Leadgitarrist konnte das verstehen. Er würde sich selbst auch nicht verzeihen. Er hätte verflucht nochmal besser auf Paul aufpassen sollen, aber nein! Er hatte ja vor diesem scheiß Stadion hocken müssen! Er schwor sich in diesem Moment, dass er die Monster, die Paul das angetan hatten, finden und eigenhändig umbringen würde, ganz egal welche Konsequenzen das haben mochte. Diese Wichser sollten dafür bezahlen was sie ihm und vor allem Paul angetan hatten und sie verdienten es nicht weiter zu leben, während Paul wegen ihnen beinahe gestorben wäre.

Richard sank irgendwann an der Wand hinter ihm herab und weinte einfach mit geschlossenen Augen weiter. Er konnte Paul nicht länger ansehen. Er konnte seinen verletzten Freund nicht länger ansehen… Er hasst sich so sehr dafür, aber Paul würde wohl auch nicht wollen, dass Richard ihn jetzt ansah. Wahrscheinlich war es sogar besser, wenn er jetzt ging, damit er Paul nicht stören würde, wenn er aufwachte. Ja, das war wohl wirklich das Beste. Er hatte hier nicht länger etwas zu suchen. Er wusste nun das es Paul trotz der Umstände gut ging und dass die anderen bei ihm waren, also konnte er sich nun zurückziehen. Er wollte Paul nicht mit seiner Anwesenheit belasten, wenn er aufwachen würde.

///

„Richard wo verflucht bist du!?“ „Reesh, alter geh‘ an dein scheiß Handy! Paul ist wach und das erste was er gefragt hat ist, wo zum Fick du bist!“ „Kruspe, schwing deinen Arsch wieder in dieses Krankenhaus, bevor ich es selbst tun muss! Und glaub mir, das wollen wir beide nicht!“

Richard saß in irgendeinem Park auf irgendeiner Bank und hörte sich am späten Vormittag die Nachrichten seiner Bandkollegen auf seiner Mailbox an. Paul war wach… Er war wach und er hatte nach ihm gefragt… Warum? Was wollte er von ihm? Richard konnte nicht glauben, dass Paul ihn jetzt wirklich sehen wollte. Sein Handy klingelte erneut, es war Till und diesmal zögerte er nur kurz, bevor er ran ging.

„Richard!?“ Der Gitarrist schluckte, als er Tills wütende Stimme hörte. „Ja?“ „Ich reiß dir den Arsch auf, wenn du nicht sofort wieder in dieses Krankenhaus kommst! Was fällt dir eigentlich ein!? Erst heulst du hier stundenlang rum und dann lässt du Paul einfach sitzen wie ein feiges Arschloch!“ Richard wurde nun ebenfalls wütend, als er die Worte des Sängers hörte. Was erlaubte er sich über ihn zu urteilen?! „Alter, halt die Fresse! Schonmal dran gedacht, dass Paul mich vielleicht gar nicht sehen will!? Sicher will er mir nur mitteilen, dass es vorbei ist und das er mich hasst und darauf kann ich jetzt verzichten! Die ganze Scheiße ist nur meine verdammte Schuld, also zwing mich nicht jetzt zu Paul zu gehen!“, schrie er den Sänger dann beinahe an und es war ihm egal wie viele Leute ihn jetzt ansahen, weil er hier so laut war. Die konnten ihn eh nicht verstehen, also was juckte es ihn.

„Ich habe noch nie in meinem Leben so einen Bullshit gehört. Jetzt schwing deinen Arsch hierher, bevor ich richtig laut werde!“ Und damit hatte Till aufgelegt und Richard fluchte laut. „Verdammte Scheiße!“ Was sollte er denn jetzt bitte machen!? Er konnte in seiner derzeitigen Verfassung unmöglich vor Paul treten, wenn dann musste er sich erstmal wieder beruhigen. Er begann zunächst mal damit sich die wahrscheinlich dreißigste Zigarette an diesem Tag anzuzünden und sich dann mit geschlossenen Augen auf der Bank zurück zu lehnen. Natürlich wollte er Paul sehen… Er wollte bei ihm sein und ihm helfen und mit ihm reden… Aber er konnte sich nicht vorstellen, dass Paul ihn ebenfalls sehen wollte. Richard hatte Angst, dass Paul ihm sagen würde das er ihn hasste und das es vorbei war. Richard hatte Angst vor dieser Endgültigkeit, die ihn vielleicht erwartete. Er wollte nicht schon wieder allein sein. Nicht nachdem er gerade seine große Liebe gefunden hatte. Denn über den Verlust von Paul würde er wahrscheinlich niemals in seinem restlichen Leben hinwegkommen.

Er brauchte noch eine weitere halbe Stunde, ehe er sich wieder einigermaßen gefasst hatte. Er würde jetzt zu Paul gehen. Entweder der Kleinere würde ihm verzeihen oder es war vorbei, etwas anderes gab es nicht. Richard stand also auf und rief sich dann ein Taxi, er konnte nicht mehr so weit laufen, dafür war er einfach zu fertig. Er hatte seit fast 30 Stunden nicht geschlafen und das war in seinem Alter auch nicht mehr die allerbeste Idee.

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Eine halbe Stunde später stand er vor Pauls Zimmer und atmete zittrig durch. Die anderen waren wahrscheinlich alle da drin, er konnte leise Stimmen durch die Tür hören, und würden ihn gleich mit verachtenden Blicken empfangen. Nach einem weiteren Mal durchatmen klopfte der Gitarrist leise an die Tür und sofort verstummten alle Stimmen aus dem Zimmer. Richard schluckte und öffnete dann vorsichtig die Tür. Wie zu erwarten war, waren alle aus der Band in dem Zimmer und sahen ihn kritisch an, bis auf Paul, der starrte an die Decke und regte sich nicht.

„Na sieh mal einer an, wer sich auch mal her bequemt hat.“, kam es sofort knurrend von Till, welcher Richard am bösesten ansah. Richard schluckte, sagte aber nichts und schloss nur leise die Tür hinter sich, bevor er etwas verloren im Raum stand und nicht wusste was er jetzt tun sollte. Er wollte beim besten Willen nicht vor den anderen mit Paul reden, so tief würde nicht mal er sinken.

Scheinbar konnte Flake nun Gedanken lesen, denn er stand als erster auf und räusperte sich kurz. „Wir gehen dann mal...“, meinte er dann etwas verlegen und Olli und Schneider standen zum Glück ebenfalls sofort auf, um zur Tür zu gehen. „Wehe du versaust das.“, knurrte Schneider Richard im Vorbeigehen noch zu, bevor er auch schon draußen war. Till stand als letzter auf und blieb vor seinem Leadgitarristen stehen. „Ich reiß‘ dir den Arsch auf, wenn du jetzt den Schwanz einziehst.“ Nett. Doch Richard nickte nur und trat dann etwas zur Seite, damit Till vorbei konnte. Zehn Sekunden später war er mit Paul allein im Raum und es herrschte angespannte Stille. Fuck.

„Wie geht es dir?“, fragte Richard Paul irgendwann leise, während er langsam etwas näher zu dessen Bett ging. Erschrocken musste er feststellen, dass Paul Tränen in den Augen hatte. Er weinte doch nicht etwa wegen ihm?? Paul sah nun langsam und scheinbar mit Schmerzen, denn er verzog das Gesicht, zu Richard. „Wo warst du?“, fragte er dann leise, anstatt Reesh eine Antwort zu geben und es brach dem Leadgitarristen das Herz seinen Paul so zu sehen. Er war so ein verdammter Vollidiot…

„Ich… Es tut mir leid…“, Richards Stimme brach und er konnte nicht mehr sagen, er trat nur ganz an Pauls Bett heran, der Blick des Älteren lag dabei die ganze Zeit auf ihm. Jetzt konnte Richard auch das zerschundene Gesicht von Paul besser betrachten und er musste schlucken. Paul war immer noch wunderschön, ganz egal wie viele Kratzer und blaue Flecken er nun haben mochte. „Warum warst du nicht hier als ich aufgewacht bin? Ich… Ich dachte sie hätten dir auch etwas angetan, aber stattdessen muss Till mir sagen, dass du weggerannt bist… Warum Richard? Warum rennst du schon wieder vor mir weg?“ Richard fing nun ebenfalls fast wieder an zu weinen, als er sah wie eine Träne über Pauls Wange lief. Richard hob kurz eine Hand, er wollte die Träne aus Pauls Gesicht streichen, doch dann überlegte er sich anders. Es war wohl keine gute Idee den Älteren jetzt anzufassen. Er verstand nicht, wie Paul ihn überhaupt ansehen und seinen Anblick ertragen konnte…

„Ich dachte du würdest mich hassen. Ich dachte du würdest mich nie wieder ansehen wollen, nachdem was wegen mir mit dir passiert ist… Ich war derjenige der dir gesagt hat, es würde alles gut gehen und dass das Konzert und der Abend perfekt laufen würden und allein meinetwegen wurdest du nun so zugerichtet. Ich habe nicht auf dich aufgepasst und jetzt liegst du hier und kannst dich kaum bewegen…“ Er sah wie Paul leicht das Gesicht verzog. „Ja, ich hasse dich.“, fing er dann an und Richards Herz setzte nun für einige Takte aus. Er hatte es gewusst, er- „Doch nicht, weil das hier passiert ist und ich nun so aussehe. Sondern weil du mich allein gelassen hast, als ich dich am meisten gebraucht habe.“ Nun bekam Richard große Augen. Hatte er das gerade richtig verstanden? Paul hasste ihn gar nicht? Also nicht so, wie er es erwartet hatte. Denn das was Paul gerade gesagt hatte, konnte er wieder hinbiegen oder zumindest könnte er alles Mögliche dafür tun, damit Paul ihm das wieder verzieh.

„Paul… Ich… Es tut mir leid… Ich wollte dich nicht allein lassen, ich hatte nur einfach so sehr Angst vor deiner Reaktion, wenn du mich sehen würdest…“, begann Richard dann vorsichtig und knetete nervös seine Hände. Er fühlte sich gerade wieder wie ein 16-jähriger… „Ich dachte du würdest mich verachten, weil ich nicht bei dir war, als du… verletzt wurdest…“ Erst jetzt fiel Richard auf, dass er ja noch gar nicht wusste, was überhaupt genau mit Paul passiert war. „Was ist eigentlich genau passiert?“, fragte er dann unsicher und nun änderte sich auch der Ausdruck auf Pauls Gesicht, denn er schluckte und wandte seinen Blick von Reesh ab, was dem Jüngeren überhaupt nicht gefiel. „Bitte… Sieh‘ mich an…“, wisperte er also nur leise und setzte sich dann nach kurzem Zögern auf die Bettkante von Paul. Dieser sah wieder zu Richard und diesmal war es ein gequälter Blick. Richard hatte das Gefühl sein Herz würde bei diesem Blick erneut in tausend Teile zerbrechen.

„Irgendwelche Fans haben sich wohl nach dem Konzert in den Backstagebereich geschlichen und gehofft entweder auf dich oder auf mich zu treffen.“ Pauls Blick wurde etwas leer, scheinbar lief die ganze Situation vor seinem inneren Auge nochmal ab. „Sie haben mich gepackt und mir irgendwelche homophoben Schimpfwörter an den Kopf geworfen, während sie mich irgendwohin geschleppt haben. Ich wollte schreien, aber einer hat ein Messer rausgeholt und mir gedroht mich gleich abzustechen, also hab‘ ich die Klappe gehalten. Keine Ahnung, warum die überhaupt ein Messer hatten. Naja, jedenfalls haben die mich gegen eine Wand geschmissen und angefangen mich zu verprügeln und zu treten und sowas. Der mit dem Messer fand es scheinbar lustig damit herumzufuchteln und dabei hat er mein Gesicht und meine Brust erwischt. Irgendwann bin ich wohl vor Schmerzen in Ohnmacht gefallen und hier wieder aufgewacht… Keine Ahnung wer oder was diese Typen dazu gebracht hat abzuhauen und mich am Leben zu lassen. Ich dachte echt die töten mich in diesem scheiß Stadion.“ Damit endete Pauls Erzählung und Richard konnte ihn nur geschockt ansehen. Das waren Fans gewesen? Wahrscheinlich waren es keine Fans von Homosexuellen Handlungen, wenn sie dazu bereit waren jemanden aus der Band beinahe umzubringen, nur wegen ein paar Küssen… Der Leadgitarrist schwor sich in dieser Sekunde, dass das hier sein letzter Aufenthalt in Moskau gewesen wäre. Niemals wieder in seinem Leben würde er diese verfluchte Stadt betreten, nachdem er wieder Zuhause war. Und er würde dafür sorgen, dass es Paul auch nicht tat.

„Es tut mir leid Paul… So sehr… Ich hätte das nicht zulassen dürfen, ich-‘‘ „Richard, sei still!“ Paul verzog wieder vor Schmerzen das Gesicht, als er kurz so laut wurde, doch wenigstens hielt Reesh nun die Klappe. „Es ist nicht deine Schuld, du konntest nicht wissen, dass irgendwelche Verrückten mir auflauern würden.“ Der Leadgitarrist senkte beschämt den Blick. Er gab sich dennoch die Schuld an den Geschehnissen. Wäre er mit Paul mitgegangen, wäre das vielleicht alles gar nicht passiert.

„Reesh, bitte… Hör‘ auf dir sinnlose Vorwürfe zu machen… Ich brauche dich. Ich brauche den zuversichtlichen Richard, den der sich in den letzten zwei Monaten für keine Sekunde von mir getrennt hat, weil er mich liebt und für mich da sein wollte.“, sagte Paul nun leise und Richard sah seinen Freund ungläubig an. „Denkst du etwa, dass ich dich nicht mehr liebe?“, fragte er also völlig geschockt. Er verstand nicht so ganz, wie Paul jetzt auf diese Idee kam. Paul sah wieder zur Seite, weg von Richard. „Sieh‘ mich doch an. Ich liege hier und kann nicht mich nicht bewegen, keine Ahnung wie lange ich nicht spielen oder auftreten kann und dazu kommen die ganzen Narben die von der Scheiße hier auf meinem Körper bleiben werden…“ Richard konnte nur fassungslos den Kopf schütteln. Er hatte sich wohl verhört. Dachte Paul jetzt wirklich, Richard würde ihn nicht mehr schön finden? Oder das Richard ihn jetzt verurteilen würde, weil sie wohl erstmal die Tour abbrechen müssten?

„Ich habe noch nie solchen Schwachsinn aus deinem Mund gehört, Paule. Wirklich noch niemals hast du solchen Bullshit von dir gegeben. Denkst du wirklich ich würde dich von mir stoßen, wegen ein paar Narben und ein paar Wochen Pause? Paul, ich liebe dich und da ist es mir scheißegal wie du aussiehst. Für mich wirst du immer wunderschön sein, also hör auf solchen Scheiß zu reden.“, knurrte Richard dann und er meinte jedes Wort todernst. Paul sah nun etwas unsicher zu seinem Gitarristenkollegen nach oben, auch wenn er wieder schmerzerfüllt das Gesicht verzog. „Meinst du das ernst?“, fragte er dann nach und Richard schnaubte. „Todernst.“, gab der Jüngere also nur zurück, bevor er seufzte und vorsichtig Pauls rechte Hand in seine nahm und diese an seine Lippen führte. Er küsste leicht Pauls Fingerspitzen, da der Rest der Hand ebenfalls in Verband eingepackt war. „Ich liebe dich Paul und daran wird sich niemals etwas ändern. Ich werde von jetzt an keine Sekunde mehr von deiner Seite weichen und ich hoffe du kannst mir irgendwann vergeben.“

„Ich kann dir nicht lange böse sein, das weißt du.“, war alles was Paul sagte, seine Finger zuckten leicht in Richards Hand, so als wöllte er Richard berühren. Der Jüngere lächelte schwach und rutschte etwas näher zu Pauls Oberkörper, damit dieser seine Finger an Richards Wange legen konnte. „Danke, mein Kleiner.“, brachte der Leadgitarrist dann noch hervor und er konnte sehen wie auch Pauls Mundwinkel sich leicht anhoben. „Wenn ich jetzt einschlafe, bist du dann noch da, wenn ich wieder aufwache?“, fragte der Kleinere dann leise, er sah inzwischen ziemlich fertig aus und Reesh konnte ihm ansehen, dass er jede Sekunde einschlafen würde. „Ich werde hier sein. Die ganze Zeit. Ruh dich jetzt aus.“ Richard lächelte etwas traurig und anhand von Pauls Atmung merkte er, dass der Kleinere innerhalb von Sekunden eingeschlafen war.

Richard musterte seinen Freund noch ein wenig. Jetzt war Pauls Gesicht völlig entspannt und der Leadgitarrist konnte nicht anders, als sich nach vorne zu beugen und einen kleinen Kuss auf Pauls Mundwinkel zu hauchen. „Ich liebe dich Paulchen.“, wisperte er dann noch, bevor er vorsichtig aufstand und dann das Zimmer leise verließ. Er schloss lautlos die Tür hinter sich und atmete dann erstmal tief durch. Er war gerade einfach nur erleichtert, dass Paul ihm verzieh und das vorerst erstmal alles zwischen ihnen geklärt war. Er hätte es nicht überstanden, wenn Paul jetzt mit ihm Schluss gemacht hätte… Er lehnte sich erschöpft gegen die Wand und schloss für einige Sekunden die Augen. Mit einem Mal fiel alle Anspannung von ihm ab und eine bleierne Müdigkeit überkam ihn. Er hatte viel zu lange nicht geschlafen oder etwas gegessen oder getrunken. Er könnte auf der Stelle umfallen und für die nächsten 48 Stunden einfach nur schlafen.

Allerdings machte ihm Schneider einen Strich durch die Rechnung. „Sag mir bitte, dass ihr euch wieder vertragen habt.“ Richard zuckte zusammen und sah zu Schneider. „Alter, erschrick mich nochmal so und ich klatsch dir eine.“ Der Gitarrist rieb sich müde über sein Gesicht und ließ den Kopf hängen. „Aber ja, wir haben alles geklärt, er schläft jetzt und ich brauche dringend einen Kaffee.“ Richard hörte Schneider neben sich schnauben. „Du brauchst eine Dusche und ein Bett und das schnell. Wie wär’s, du fährst ins Hotel, machst dich frisch und schläfst erstmal so lange du willst und ich sage den anderen das alles wieder im Lot ist.“, schlug der Drummer dann vor, doch Richard schüttelte sofort den Kopf. „Ich werde Paul nicht mehr allein lassen, das habe ich ihm versprochen. Ich brauche einfach nur… Einen Kaffee…“ Schneider schüttelte fassungslos den Kopf. „Alter, ist das dein Ernst? Ein Kaffee wird dir jetzt auch nicht weiterhelfen. Wenn du willst, kannst du auch einfach nur ins Hotel duschen fahren und dann hier schlafen, Hauptsache du schläfst überhaupt. Wir könne auch das freie Bett in Pauls Zimmer an seins ran schieben, dann könnt ihr da zusammen pennen, wenn du willst, mir egal. Solange du hier nicht gleich wegkippst… Du siehst nämlich echt scheiße aus.“ Richard brummte leise. „Vielen Dank auch, sehr einfühlsam von dir. Aber gut, ich fahre schnell duschen und ein paar Sachen aus dem Hotel holen. Wäre cool, wenn ihr das Bett an das von Paul ran schieben könntet.“ Richard wurde bei seinem letzten Satz etwas verlegen und vermied es zu dem nun grinsenden Schneider zu sehen. „Wird erledigt. Und jetzt verschwinde.“ Richard verdrehte seine Augen, stieß sich aber von der Wand ab und machte sich dann auf den Weg ins Hotel.

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Anderthalb Stunden später betrat Richard erneut Pauls Zimmer, diesmal allerdings frisch geduscht und mit einer geschulterten Sporttasche. Olli saß in Pauls Zimmer und las etwas, allerdings sah er auf, als Richard eintrat. „Wo sind die anderen?“, fragte Richard leise, während er zu dem Bassisten ging und die Tasche auf den kleinen Tisch in dem Zimmer stellte. „Spazieren und was essen glaube ich. Ich wollte hier auf dich warten. Schneider hat uns erzählt, dass du und Paul euch wieder vertragen habt.“ Der letzte Satz klang ein bisschen wie eine Frage, weshalb Richard nickte, während er zu Paul an das Bett trat und seinen schlafenden Freund musterte. „Ich kann nicht ohne ihn sein.“, sagte er dann nur leise, bevor er sich zu Paul beugte und erneut dessen Mundwinkel küsste. „Ich bin wieder da Paulchen.“, hauchte er dann leise.

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Zwei Monate später

„Du siehst schon fast wieder aus wie früher.“, brummte Richard sanft, während er vorsichtig eine Narbensalbe auf die dünne Narbe in Pauls Gesicht strich. Paul war vor sieben Wochen von dem Krankenhaus in Moskau in ein Krankenhaus nach Berlin verlegt wurden, nachdem man gesagt hatte, dass er ausreichend stabil war und das es aus Kommunikationsgründen besser wäre, wenn er in einem deutschen Krankenhaus weiter behandelt werden würde. Seit einer Woche war er nun wieder Zuhause oder besser gesagt hatte er sich vor einer Woche in Richards Wohnung einquartiert. Der Kleinere hatte keine Ambitionen gezeigt sich wieder in seine eigene Wohnung zu begeben, weshalb er nur einmal dort gewesen war, um einige Sachen zusammen zu packen, die er brauchen würde. Richard hatte das mit einem kleinen Lächeln einfach hingenommen und dazu nichts gesagt. Die beiden Gitarristen hatten viel geredet in den letzten Wochen, denn Richard war wie er es versprochen hatte so wenig wie möglich von Pauls Seite gewichen und nun waren sie wieder so unzertrennlich wie zuvor. Reesh hatte sich in den ganzen Wochen bei jeder Gelegenheit darum gekümmert, Pauls Wunden zu versorgen und den Heilungsprozess somit zu verschnellern so gut es ging.

„Schön zu wissen, dass ich dir also bald wieder gefallen werde.“, grinste Paul frech, was Richard dazu brachte die Augen zu verdrehen. „Erstens, halt still und zweitens, sei still. Du weißt genau das du mir immer gefällst. Deine Narben machen dich nur noch attraktiver als du es eh schon bist. Die Männer und Frauen werden dich anstarren, weil du so gut aussiehst. Ich würde sogar behaupten besser als vorher.“ Paul lachte nur und stand von der Bettkante auf, auf welcher er gesessen hatte, als Richard fertig war, um sich im Schrankspiegel zu betrachten. Die Schnittwunden an seinem ganzen Körper waren alle gut verheilt, die Knochenbrüche ebenfalls und von den Blutergüssen waren ebenfalls nur noch schwache Schimmer zu sehen.

Richard räumte die Salbe wieder weg und trat dann von hinten an Paul heran, seine Hände schob er auf dessen nackte Taille, denn Paul hatte gerade nur eine Boxershorts an. Seinen Kopf legte Reesh auf der Schulter des Rhytmusgitarristen ab, damit er sich und Paul ebenfalls im Spiegel betrachten konnte. „Wir sehen gut aus, findest du nicht?“, fragte er dann mit einem leichten Grinsen auf den Lippen, was Paul damit quittierte, dass er sich enger an Reesh presste und seine Hände auf die von Richard auf seiner Taille legte. „Für zwei schwule Gitarristen sehen wir tatsächlich ziemlich gut aus.“, gab er dann ebenfalls grinsend zurück. Richard begann nun leichte Küsse auf Pauls Schulter und seinem Hals zu verteilen und Paul schloss genießerisch seine Augen, während er zufrieden brummte. Richard wusste genau, dass der Kleinere es liebte, wenn er das tat, also verwöhnt er ihn so oft es ging mit Küssen und anderen Zärtlichkeiten.

Nach einer Weile allerdings löste Reesh seine Lippen von Pauls Haut, was dieser sofort mit leisem Protest beantwortete. „Hey, hab‘ ich gesagt, dass du aufhören sollst?“ Richard schmunzelte und drehte Paul sanft in seinen Armen um. „Wer hat gesagt, dass ich jetzt aufhöre?“ Und bevor Paul darauf etwas erwidern konnte, lagen Richards Lippen auf seinen und er seufzte zufrieden auf. Die Hände des Leadgitarristen gingen nun auf Wanderschaft zu Pauls Hintern und begannen schließlich diesen leicht zu kneten, was Paul ein angetanes Seufzen entlockte. Der Kleinere vergrub seine Hände in Richards Haaren und er zog den Leadgitarristen immer wieder in tiefe und leidenschaftliche Küsse. Richard war froh, dass Paul inzwischen auf diese Weise auf ihn einging, denn nach sechs Monaten ohne Sex, war er langsam etwas ungeduldig geworden. Er hatte sich nur einmal zwischendurch einen runtergeholt, als Paul eines Abends auf einmal völlig nackt in seinem Hotelzimmer auf seinem Bett gelegen hatte und ihn schelmisch angegrinst hatte. Zum Sex war es dann aber doch nicht gekommen.

Doch jetzt konzentrierte sich Richard erstmal wieder auf das hier und jetzt, denn Paul rieb sich nun leicht an seiner Hüfte und das machte den Jüngeren wahnsinnig. Er stöhnte leise gegen Pauls Lippen, während er ihn gleichzeitig in immer längere und leidenschaftlichere Küsse verwickelte. Sein Verstand war vernebelt von Pauls süßem Geschmack und dessen Hüfte an seiner. Der Jüngere schob Paul nun langsam zu seinem großen Bett und Paul ließ sich nur zu gerne in die weichen Laken drücken. „Du hast zu viel an.“, raunte er dann leise in Richards Ohr, denn im Gegensatz zu ihm, war Richard vollständig bekleidet. Richard grinste kurz und saugte leicht an Pauls Hals. „Dann ändere das doch.“, knurrte er dann tief und Paul ließ sich das nicht zweimal sagen. Er zog Reesh sofort sein Shirt über den Kopf und Richard entfuhr ein zufriedenes Seufzen, als der Kleinere damit begann mit seinen Händen seine nun nackte Brust zu streicheln, während sie wieder damit beschäftigt waren sich innig zu küssen.

Irgendwann rutschte Richard langsam etwas nach unten, damit er nun Pauls Brust mit Küssen übersäen konnte. Der Kleinere stöhnte zufrieden auf und schloss wieder seine Augen. Richard begann nun sanft mit seiner Zunge und seine Zähnen Pauls Brustwarzen zu verwöhnen, was den Kleineren dazu brachte leise Richards Namen zu stöhnen. „Bitte… Reesh…“, wimmerte er leise und erregt und beugte sich dem Leadgitarristen noch weiter entgegen. Dieser schmunzelte zufrieden und machte damit noch etwas weiter, bevor er mit seinen Küssen tiefer wanderte. Auf seinem Weg über Pauls Bauch, leckte er ab und zu über die weiche Haut seines Partners und tauchte mit seiner Zunge in die Kuhle seines Bauchnabels ein, was Paul erneut ein Stöhnen entlockte.

Als Richard allerdings an Pauls Boxershorts ankam, hielt er kurz inne und sah zu Paul hoch. „Willst du das wirklich Paule? Denn wenn ich einmal anfange, werde ich nicht aufhören, bis du schreiend unter mir kommst.“ Er sah, wie sich Pauls Pupillen leicht weiteten, bei dem was er sagte und wie Paul sich kurz über die Lippen leckte. „Mach weiter.“, raunte er dann nur mit kratziger Stimme und das war alles was Richard hören wollte. Er machte sich sofort daran Paul die Boxershorts von den Beinen zu ziehen und diese achtlos zur Seite zu werfen. Pauls Männlichkeit war schon fast komplett hart, was Richard zum Knurren brachte. „Und dabei habe ich dich noch nicht mal richtig angefasst…“ Paul wurde rot, sagte aber nichts, doch im nächsten Moment riss er seine Augen auf, denn Richard hatte seine Erektion einfach in seinen Mund genommen und begann nun langsam seinen Kopf zu bewegen. Paul stöhnte laut auf und krallte seine Finger in die Bettdecke. Richard nahm nun noch seine Hände dazu und begann Pauls Männlichkeit zusätzlich zu massieren. Pauls Stöhnen war wie Musik in seinen Ohren, weshalb er es so oft wie möglich hören wollte und glücklicherweise schien es Paul zu gefallen was er hier gerade tat, denn er stöhnte schon wieder erregt auf.

Er verwöhnte Paul noch so lange mit seinen Lippen, seinen Zähnen, seiner Zunge und seinen Händen weiter, bis er steinhart war und nur noch Wimmern konnte vor Erregung. Richards Erregung drückte inzwischen auch schon unangenehm gegen seine Hose, denn Pauls Stöhnen brachte auch ihn an seine Grenzen. Er zog sich also schnell Hose und Boxershorts aus, bevor er wieder zu Paul nach oben rutschte und ihn erneut innig küsste. Paul seufzte sofort zufrieden auf und erwiderte den Kuss liebevoll, seine Hände vergrub er sofort wieder in Richards Haaren. Richard griff nebenbei in das oberste Fach des Schränkchens neben seinem Bett und fischte eine Tube Gleitgel und ein Kondom heraus, er würde vorerst keinen ungeschützten Sex mit Paul haben, das war bei ihm schonmal beinahe in die Hose gegangen.

Paul spreizte nun bereitwillig und ohne Richards Zutun seine Beine, damit sich sein Partner bequem dazwischen legen konnte. Sie beide stöhnten auf, als ihre harten Erektionen sich aneinander rieben. Richard schob eine Hand zwischen sie beide, er wollte Paul auf keinen Fall unvorbereitet nehmen, auch wenn Paul scheinbar schon mehr als bereit war sich gleich von ihm nehmen zu lassen.

Paul wimmerte kurz auf, als er Richards Finger an seinem Eingang spürte, sein Körper spannte sich automatisch etwas an. „Entspann dich Paulchen…“, raunte Reesh leise, während er an Pauls Ohrläppchen saugte und dann vorsichtig mit einem Finger in Paul eindrang. Dieser stöhnte sofort auf, doch diesmal klang es etwas schmerzerfüllt. Richard ließ Paul einige Sekunden Zeit, bevor er begann seinen Finger in Paul zu bewegen und schon nach kurzer Zeit einen zweiten Finger dazu zu nehmen. Paul stöhnte sofort lauter auf und biss Richard kurz hart in die Schulter, was diesen ebenfalls zum Stöhnen brachte. Wenn Paul ihn nochmal biss, würde Richard wohl ohne weiteres Zutun einfach kommen, er musste sich ja jetzt schon zusammen reißen nicht einfach in Paul einzudringen und ihn hart zu nehmen.

Richard bewegte nun seine beiden Finger in Paul und dehnte ihn nun auch etwas, was den Älteren wieder zum Wimmern brachte. „Richard… Fuck, bitte… Ich will dich…“, stöhnte Paul leise, gleichzeitig zog er Richards Gesicht wieder zu seinem, damit er den Leadgitarristen wieder küssen konnte. Reesh erwiderte die Küsse nur zu gern und schob noch einen dritten Finger in Paul, er wollte nichts überstürzen oder Paul später weh tun…

Paul wand sich inzwischen vor Erregung unter ihm. „Gott verdammt, Richard! Nimm mich endlich! Bitte, ich halte es nicht mehr aus!“, flehte der Rhytmusgitarrist seinen Partner dann einfach an und Richard knurrte tief. Der Leadgitarrist griff nun nach dem Kondom und dem Gleitgel und verteilte etwas davon auf seiner Erektion und an Pauls Eingang, nachdem er das Kondom an Ort und Stelle gebracht hatte, bevor er sich in Position brachte und Paul nochmal in einen sanften Kuss verwickelte. Im nächsten Moment stöhnten sie beide gleichzeitig auf, als Richard sich langsam in Pauls unglaubliche Enge schob. Richard kam beinahe um vor Erregung, als er spürte wie eng Paul war, fuck… Er gab dem Kleineren einige Sekunden Zeit, um sich eine seine Größe zu gewöhnen, bevor er sich tiefer in ihn schob und schließlich begann sich langsam zu bewegen.

Pauls Finger krallten sich inzwischen tief in Richards Schultern und er hatte seine Beine um Reeshs Hüfte geschlungen und er stöhnte jedes Mal auf, wenn Richard sich wieder tief in ihm versenkte. Der Jüngere hatte seine Hände neben Pauls Kopf abgestützt und keuchte gegen dessen Lippen, während er immer schneller in ihn stieß. Pauls Enge machte ihn halb wahnsinnig und wenn er nicht aufpasste würde er sofort kommen. Er hatte einfach viel zu lange keinen Sex mehr gehabt und nun durfte er Paul nehmen… Gott, wie viele seiner geheimen Sexträume mit Paul gingen gerade in Erfüllung, einfach nur dadurch, dass Paul sich ihm hingab…

Richard stieß nun immer schneller und tiefer in Paul und dieser schrie beinahe auf, als Reesh diesen einen Punkt in ihm traf, der ihn Sterne sehen ließ. Der Jüngere nahm das als Bestätigung, dass er sich noch schneller bewegen durfte und genau das tat er dann auch. Stöhnend versuchte er immer wieder diesen Punkt in Paul zu treffen, während er selbst versuchte nicht schon zu kommen. Um es noch auf die Spitze zu trieben, umfasste Richard nun noch Pauls harte Erektion und begann seine Hand im gleichen Rhythmus wie seine Hüfte zu bewegen. Der Kleinere stöhnte laut Richards Namen und dann kam er plötzlich einfach heftig in Richards Hand und erneut mit dessen Name auf den Lippen.

Richard keuchte laut auf, als Paul sich um ihn herum zusammenzog und es dauerte nun keine zwei Sekunden, da kam er ebenfalls heftig und mit einem lauten Stöhnen. Er sackte fast sofort kraftlos auf Paul zusammen und versuchte erstmal wieder zu Atem zu kommen, Paul tat es ihm gleich. „Fuck… das war unglaublich… Wir hätten das schon viel eher tun sollen…“, hauchte Paul dann noch etwas atemlos, wäre er fahrig Richards Rücken streichelte und dessen Schläfe küsste. Richard zog sich nun langsam aus Paul zurück und beseitige schnell das Kondom, bevor er sich neben den Kleineren auf das Bett fallen ließ. „Ich muss sagen… Das war absolut geil… Kurz… Aber wirklich geil…“, brachte er dann hervor, bevor er zu Paul sah und grinste. Paul erwiderte seinen Blick und grinste ebenfalls. Nun war er es, der sich halb auf Richard rollte und der Größere legte sofort seine Arme um ihn. „Wir sollten das unbedingt wiederholen, findest du nicht?“, raunte Paul dann frech, während er immer wieder kleine Küsse auf Richards Lippen setzte. Der Leadgitarrist grinste, es schien Paul ja wirklich gefallen zu haben, wenn er schon davon sprach das ganze zu wiederholen. Richards Hände lagen schon wieder auf Pauls Hintern und kneteten diesen leicht, während er antwortete. „Ach und wie stellst du dir diese Wiederholung vor?“ Paul küsste leicht den Hals seines Partners, bevor er sich aufsetzte. „Also ich werde jetzt duschen gehen und ich habe mir sagen lassen, dass man in der Dusche sehr gut Sex haben kann.“ „Ich werde alles tun was du von mir verlangst.“, knurrte Richard daraufhin nur noch angetan.
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