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Wenn die Zeit stillsteht [Soulmate]

von Sira-la
OneshotDrama, Liebesgeschichte / P12
Hester Shaw Tom Natsworthy
01.09.2020
01.09.2020
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Ein weiterer Soulmate-OneShot, diesmal zu Prompt 6: „Dein Tattoo zählt aufwärts und bleibt in dem Moment stehen, in dem du deinen Seelenverwandten triffst berührst.“
Auch die Idee zu diesem OneShot hatte ich, bevor ich den Film ein zweites Mal sehen konnte, aber da ich wusste, dass er innerhalb einer bereits vorhandenen Szene spielen soll, musste ich warten, bis er endlich im Stream verfügbar war. Die Filmempfehlung, die ich schon im OTP-OneShot ausgesprochen habe, wiederhole ich hier gerne nochmal ^^
Viel Spaß beim Lesen
Sira

Wenn die Zeit stillsteht
„Warte!“, rief er ihr hinterher. Sein Blick huschte unruhig über die Umgebung. Er hatte London noch nie zuvor verlassen und vor allem war er noch nie zuvor völlig alleine gewesen. „Bleib stehen!“ Sie drehte sich nicht einmal um, stapfte einfach weiter durch die gigantische Spurrinne, die London hinterlassen hatte.
Tom seufzte leise und folgte ihr. Was anderes blieb ihm ja auch kaum übrig. Wie lange er wohl bewusstlos gewesen war? Wenn er das wusste, könnte er sich bestimmt ungefähr ausrechnen, wie weit London schon gekommen war. Wie weit er gehen musste, um nach Hause zurückkehren zu können. Im Gehen begann er, seinen Ärmel hochzukrempeln, um auf sein Tattoo zu sehen.
Er hatte es sich angewöhnt, seinen Countdown als Zeitmesser zu betrachten. Das war einfacher, als auf seine Armbanduhr zu vertrauen, die er sowieso immer verlegte. Irgendwann musste er sich natürlich angewöhnen, die Uhr mitzutragen. Dann, wenn sein Countdown stoppte. Aber das würde dieser erst tun, wenn Tom seinen Seelenverwandten das erste Mal berührte. Und das … Tom erstarrte. „Warte!“, rief er erneut.
Diesmal blieb sie tatsächlich stehen. „Was!?“, fauchte sie ihn an.
„Mein …“ Tom schluckte. „Mein Tattoo zählt nicht mehr.“ Er wusste, er hatte heute genau zwei Frauen berührt. Katherine und Hester. Und er wusste, dass sein Countdown nicht wegen Katherine gestoppt hatte, denn er hatte auf dem Weg nach unten nochmal nach der Zeit gesehen. Was hieß …
„Und was hat das mit mir zu tun?“ Hester war etwas näher gekommen. „Du hast halt irgendeinen von den Salzhakenern angerempelt, als du Idiot mir gefolgt bist.“
„So funktioniert das nicht“, meinte Tom leicht verzweifelt. „Außerdem sind die mir alle ausgewichen.“
Hester runzelte die Stirn. Dann krempelte sie – quälend langsam, wie Tom fand – ihren Ärmel nach oben. „Meins zählt auch nicht mehr“, verkündete sie nach einem kurzen Moment, schob ihren Ärmel wieder nach unten und wandte sich um.
„Das ist alles, was du dazu zu sagen hast?“ Tom konnte es nicht fassen. Die ganze Situation kam ihm so unwirklich vor. Dieser Tag sollte ein Grund zum Feiern sein. Die Oberschicht veranstaltete riesige Feste, wenn jemand seinen Seelenverwandten fand. Und Hester tat es einfach so ab?
Sie blieb erneut stehen und drehte sich wieder zu ihm. „Was soll ich denn dazu sagen? Schön, ich hab dich gefunden. Du hast mir trotzdem meine einzige Chance versaut, den Mörder meiner Mutter zu töten!“
Tom konnte beinahe die Messerklinge erneut an seiner Kehle spüren, so wütend sah sie ihn an.
„Und jetzt bin ich hier mitten in den Outbacks und hab dich am Hals. Was dieses dumme Tattoo sagt, ist mir scheißegal. Ich bring dich zur nächsten Traction City und dann kannst du mir gestohlen bleiben.“ Mit diesen Worten wandte sie sich erneut einfach von ihm ab und marschierte wieder los.
Tom zog seinen Ärmel nach unten. Ihm blieb wirklich nichts anderes übrig, als ihr zu folgen. Aber wie er jemals in einer Stadt ohne sie zurückbleiben sollte, das wusste er nicht.
Wie sollte er jemals seine Seelenverwandte aufgeben können?
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