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Gefährliches Wiedersehen

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Daniel Schirmer Dirk Matthies Hannes Krabbe Harry Möller Lukas Petersen Piet Wellbrook
31.08.2020
25.10.2020
11
9.675
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31.08.2020 919
 
Widmung an: Farina Flebbe

An einem Mittwoch gegen mittag befand sich Jessy Jahnke seit knapp einer Viertelstunde bei Frau Küppers im Büro. Sie bekam von ihr mal wieder eine Standpauke, weil sie zu schnell durch eine Radarstation fuhr, als sie mit Lukas auf Streife war. Ein Einsatz oder Sonderrechte lagen nicht vor. Frau Küppers hatte es nämlich überhaupt nicht gern, wenn man im Dienst ohne triftigen Grund zu schnell unterwegs war und das wusste auch jeder. "Meine Güte. Ich war aus Versehen 20km/h zu schnell. Das kann doch jedem mal passieren!" regte Jessy sich auf. Sie saß vor Küppers' Schreibtisch auf dem Stuhl und verschränkte beleidigt die Arme. Die Revierleiterin lief im Raum hin und her. "Da geb' ich Ihnen Recht, Frau Jahnke. Aber Sie waren immerhin dienstlich unterwegs! Dazu kommt noch, dass es innerorts war! Wissen Sie, was das für Sie bedeutet, außer dem Bußgeld und dem Punkt in Flensburg? INNENDIENST! EINE WOCHE!", betonte Frau Küppers klar und deutlich. Sie wusste ganz genau, dass Jessy Innendienst hasste. "Wie bitte?!" "Sie haben mich schon verstanden. Seien Sie froh, dass es kein Fahrverbot gibt." "Ist ja schon gut." Jessy gab sich geschlagen. "Gut. Sie können Herrn Krabbe unterstützen und Herr Schirmer wird Herrn Petersen in dieser Zeit zur Seite stehen. Richten Sie es ihnen bitte aus. Auf Wiedersehen." Jessy entfernte sich aus dem Büro und lief zu den anderen. Dort ist vor gut 20 Minuten ein Einsatz reingekommen. Harry und Piet waren schon vor Ort und benötigten Hilfe. Es gab eine Auseinandersetzung in "Blohms Park". "Und, was sagt die Chefin?", wurde sie sofort von Lukas gefragt, der an seinem Tisch saß und mit einem Kugelschreiber spielte. "Ich wurde grade zu einer Woche "Hausarrest" verdonnert!" Jessy war mehr als schlecht gelaunt. "Oh, das tut mir aber sehr Leid.", tat Daniel mitleidig. Hannes saß ihm gegenüber und tippte etwas am PC ein. Jeder im Revier wusste, dass Jessy ihre Freiheiten liebte. Grimmig lief sie zu Daniel und zeigte auf seinen Platz. "Das ist jetzt erstmal mein Platz und du darfst meinen übernehmen, Schirmchen." Daniel grinste. "Na, dann. Auf geht's zum Einsatz, Lukas. Harry und Piet unterstützen." "Viel Spaß, Jessy.", ärgerte Lukas sie und stand auf. Jessy streckte ihm die Zunge raus und das vorübergehende Duo machte sich umgehend auf den Weg. Die Polizistin setzte sich. "Ich bin mir sicher, dass es dir bei mir gefallen wird.", meinte Hannes voller Zuversicht zu ihr. "Dann gib' dir mal Mühe, Mr. Krabs. Was liegt an?", fragte Jessy, als ihr ein riesiger Stapel Akten auf den Tisch geknallt wurde.
Jessy und Hannes erschraken sich. Niemand von ihnen hat sie kommen sehen, geschweige denn gehört. "Was ist das denn jetzt?", maulte die junge Polizistin. Frau Küppers stand neben ihr und zeigte auf den Stapel. "Wie Sie sehen, sind das Akten. Und die müssen mal wieder sortiert werden. Sie haben ja eine Woche Zeit.", kam es sarkastisch von ihr. "Was?" "Das haben Sie sich selbst zuzuschreiben, Frau Jahnke." Die Chefin machte kehrt und rief ihr auf dem Weg noch zu: "Ach und noch was, Frau Jahnke! Wenn der Stapel fertig ist, melden Sie sich bitte bei mir! Das ist nämlich nur ein Bruchteil davon!" Sie lief die Treppe empor und verzog sich wieder in ihre eigenen vier Wände. Jessy äffte ihr kurz nach, glitt mit dem Zeigefinger über den Stapel und verzog angewidert das Gesicht. "Das sieht und merkt man." Es hatte sich wohl doch ein bisschen Staub darauf angesammelt. "Hilfst du mir dabei?", quengelte Jessy und sah hilfesuchend zu Hannes. "Klar doch." "Danke. Aber wir dürfen uns nicht erwischen lassen." "Keine Sorge. Ich pass' schon auf.", zwinkerte er ihr zu. Die zwei widmeten sich der Aktenarbeit. Inzwischen kamen Lukas und Daniel bei Harry und Piet im Park an. Sie sahen, wie sich drei Männer, alle ca 25 Jahre, stritten und ihre Kollegen versuchten, sie zu trennen. Die Polizisten stiegen aus und eilten ihnen zu Hilfe. "So, jetzt ist aber Schluss hier! Auseinander jetzt!", brüllte Lukas und ging mit seinem Kollegen dazwischen. Zu ihrem Erstaunen gingen sie sofort auseinander. "Na endlich.", sagte Harry erleichtert und sah zu Piet. "Alles klar bei euch?," fragte Lukas und blickte sie abwechselnd an. "Alles gut, Danke.", antwortete sie kopfnickend. "So, für euch geht's jetzt erstmal zu uns auf's Revier! Dort werden wir alles weitere klären!", bestimmte Piet, schnappte sich einen der Männer und lief mit ihm, während dieser versuchte sich aus seinem Griff zu befreien, Richtung Dienstwagen. Piets Griff war allerdings stärker und so gelang es ihm schlussendlich nicht. Lukas und Daniel nahmen sich den Rest vor und verfrachteten sie in den 14/2. Sie blieben Gott sei Dank ruhig. Harry lief ihren Kollegen hinterher. "Wir fahren schonmal vor. Zeugin ist die Frau Heilemann. Sie wartet da vorne auf der Bank." "Ok Harry, wir kümmern uns um alles andere und kommen dann nach.", sagte Lukas zu ihr. "Gut. Bis später." Die Zivilfahnderin lief zu Piet, der bei dem Mann auf der Rücksitzbank saß. Er ließ sich von ihm schonmal die Personalien geben. Harry stieg ein und fuhr kurz danach auch schon los.
 
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