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Good old days

OneshotLiebesgeschichte / P12 / Het
Calum Hood OC (Own Character)
30.08.2020
30.08.2020
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She wasn’t for everyone, but she was for me - Atticus


“Ich bin wieder da!“ rief ich in die ungewöhnlich Stille und dunkle Wohnung, ehe ich meine Füße von den schlimmsten High Heels, die die Erde je gesehen haben muss, befreite. Keine Antwort. Als Duke darauf hin um die Ecke gesprintet kam um mich fröhlich zu begrüßen stieg meine Verwirrung. Wenn Calum nicht mit dem Hund draußen war, wo war er dann? Hatte er nicht heute morgen noch groß verkündet heute nach den anstrengenden Meetings gestern für ihre neue Tour nur auf der Couch rum zu liegen? Das war garantiert heute gewesen! Ich hatte ihn noch neidisch mit meinem Kissen abgeworfen, während ich mich für meine wichtigen Meetings heute fertig gemacht hatte. Komisch. Vielleicht war er nur kurz ein paar Snacks aus dem Supermarkt holen oder so und würde gleich wieder kommen? Ich beschloss, dass es sowas sein musste, ehe ich ins Schlafzimmer verschwand, meinen Blazer zurück auf dem Bügel hängte und Bluse und Jeans gegen eins von seinen weißen Shirts und meine alte, verwaschene Sport LK Jogginghose tauschte.

Man kann sich also vorstellen, dass ich eher schreckhaft reagierte, als ich im Dunkeln in die Küche tapste um mir einen Tee zu machen und dann rechts von mir ein Schnaufen hörte, dass definitiv nicht von Duke kam. Mein hysterisches Schlagen auf den Lichtschalter zog schließlich die Aufmerksamkeit meines Freundes von dem leuchtenden Bildschirm vor ihm. “Du bist ja schon wieder da!“ stellte er überrascht fest “Ging alles schneller als gedacht? “ Ich sah ihn ungläubig an und dann auf die Uhr, es war genau so spät wie immer wenn ich nach Hause kam “Was hast du den ganzen Tag gemacht? “ konnte ich meine Neugier und meinen Unglauben nicht im Zaum halten und versuchte an ihm vorbei zu spähen. Was hatte seine Aufmerksamkeit so beansprucht, dass er weder die Zeit mitbekommen noch mich rufen gehört hatte? Aber ich sah nur sein Email Postfach. “Doch noch Sachen zu klären für die Tour? “ fragte ich etwas traurig, wo ich mich heute doch auf einen entspannten Abend vorm Fernseher gefreut hatte. “Ganz im Gegenteil! ich habe mein altes Email Passwort wieder gefunden” Das war in der Tat ein kleines Wunder. Seitdem wir beiden uns kannten musste Calum ungefähr zehn Email Adressen durchlaufen haben und die Passwörter immer wieder verloren. Das er noch Zugriff auf irgendeins seiner Social Media Konten oder sein Bankkonto hatte war ein Wunder. Der Junge konnte sich kein einziges Passwort merken. “Und jetzt rate mal welches! “ Ich versuchte wieder unauffällig an ihm vorbei zu spähen, aber dieses mal durchschaute er es und versperrte mir die Sicht. “Keine Ahnung, dass auf dem ihr eure ersten Fanmails bekommen habt? “ Das würde erklären warum er so aufgekratzt wirkte, gerade die Bandanfänge und die Reaktion auf seine ersten selbst geschriebenen Lieder waren für Calum immer noch etwas unfassbares. “Nein, dass über das wir uns kennengelernt haben” er grinste. Oh Gott, die Möglichkeit hatte ich komplett verdrängt.

Wir hatten uns kennengelernt, als sie ihre Aufnahmen für ‘Sounds good, feels good’ begannen (das damals noch nicht so hieß) und ich in meinem versuch die Karriereleiter in der Musikbranche hochzuklettern dafür zuständig war jeden Abend, alle Aufnahmen sicherzustellen und ähnliches, sodass nichts verloren gehen, aber auch eben nichts geklaut werden kann. Es hatte Tage gedauert, bis ich wirklich merkte und verstand, dass alles bei ihnen etwas anders lief als in den Studios, die ich davor und danach abklapperte, aber dann konnte ich nicht anders, als mich jeden Tag darauf zu freuen endlich bei ihnen auf meiner Liste anzukommen. Bei ihnen wurde ich wahrgenommen und war nicht nur jemand der nach ihrem Feierabend vorbei kam und herum wuselte, fast wie eine Putzfrau. Calum machte es sich zur Aufgabe sich hartnäckig jeden Tag nach meinem Tag zu erkundigen und auch wenn ich mich am Anfang nicht überwinden konnte mehr als eine Standard Antwort zu geben, schließlich war er irgendwo immer noch höher gestellt als ich, wer wusste was er an meine Chefs weiter sagen würde, wurde er mir immer sympatischer. Das er gut aussah konnte ich natürlich auch nicht ignorieren. Und dann bekam ich die Grippe und während ich zuhause leidend die Tage damit verbrachte entweder auf der Couch oder im Bett herum zu Husten schaffte er es an die einzige Kommunikationsmöglichkeit zu kommen die ich der Firma hinterlegt hatte, meine Email Adresse und so fing alles an.

“Ich habe gerade eine besonders gute von dir gefunden! “ Warum hatte ich bei seinem Grinsen das Gefühl er meinte das nicht wirklich erst? “Weißt du noch als wir auf Tour waren und ich dann aus Atlanta zurück geflogen bin für deinen Geburtstag? “ Oh nein, die Geschichte würde ich ihn nicht breit treten lassen! “Wolltest du nicht Essen bestellt haben, wenn ich nach Hause komme? “ versuchte ich das Thema zu wechseln, aber war noch nicht bereit “Verleugnest du etwa unsere gute, alte Zeit?” Ich verleugne gar nichts. Ich ignoriere dich nur, wenn du über die Teile der Zeit sprichst, die gelöscht werden sollten. “ Wie die Tatsache, dass ich abgefüllt von meinen Freundinnen, weil wir dachten er kommt trotz seines Versprechens nicht, ihm völlig betrunken in die Arme fiel, als er nach Flugverspätung und allem endlich da war und dann anfing zu erzählen, wie toll ich ihn fand. Gut, wer weiß ob wir ohne das jemals von dem platonischen Level zum Daten gekommen wären, aber trotzdem. Sein Gelächter über die ganze Geschichte ignorierte ich ebenso gekonnt, schließlich hätte ich andersherum nicht weniger gelacht. “Also Pizza oder chinesisch?” “Wie wäre es mit Indisch” machte er ein kleines Friedensangebot. Er wusste schließlich, dass ich indisch liebte, so wie er Pizza. “Definitiv Indisch” “Okay ich ruf an, sich schon mal einen Film raus.” erklärte er und schloss endlich den Laptop. Jetzt blieb nur zu hoffen, dass er das Password bald wieder vergaß.
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