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And than you meet someone and everything changes!

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
Inu-Yasha Kagome Miroku Sango
30.08.2020
25.11.2020
25
84.474
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30.08.2020 4.162
 
Guten Morgen alle miteinander!

So ich bin dann wieder da und mit dabei habe ich meine neue Geschichte!
Diesmal ist sie noch nicht fertig geschrieben, die ersten paar Kapitel hab ich schon, wie viele es aber noch werden kann ich euch jetzt noch nicht sagen.

Ich werde sie diesmal auch nicht fast täglich posten sondern einen wöchentlichen Rhythmus einhalten, so dass ich ab heute jeden Sonntag ein neues Kapitel online stellen werde, außer es kommt etwas dazwischen, aber dann werde ich euch jedes mal informieren!

So aber jetzt viel Spaß bei dem ersten Kapitel, ich bin gespannt was ihr dazu sagen werdet!

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Zwei mal an einem Tag



Eilig stolperte das schwarzhaarige Mädchen aus der Tür ihres Zuhauses, zog sich währenddessen noch schnell die Schuhe richtig an und seufzte auf als sie dabei fast stolperte.
Sie hatte verschlafen, dabei fing doch heute das letzte Jahr an ihrer Oberschule an, ihr schwarzes Haar, welches in der Sonne leicht bläulich schimmerte, stand noch etwas wirr von ihrem Kopf, ihre Augen noch müde und ein Gähnen entwich ihrer Kehle, so lief sie schnellen Schrittes über das große Schrein Gelände, um nicht noch zu spät zu kommen.
„Kagome mein Schatz, du hast deine Schulbrote vergessen!“ rief ihr eine jung gebliebene Frau mit kurzen, dunkel braunen, leicht lockigem Haar hinterher, die grade in der Tür erschien.
Sofort drehte sich das 17 jährige Mädchen wieder zu ihrer Mutter um und schenkte dieser ein noch müdes Lächeln, bevor sie schnell zu ihr zurück lief und ihre Brote dankend entgegen nahm.
Was würde sie nur ohne ihre Mutter machen?
Ohne sie würde das Mädchen auch noch immer in ihrem Bett liegen und hätte den ersten Schultag verschlafen und das alles nur, weil sie noch bis spät in die Nacht mit ihrem Laptop im Internet gesurft hatte.
„Danke Mama!“mit diesen Worten hauchte sie ihrer Mutter, die sie liebevoll anlächelte, einen Kuss auf die Wange und dann rannte sie in Richtung der großen Treppe, vorbei an ihrem Lieblingsbaum dem Goshinboku.
So schnell sie ihre Füße trugen, sprintete sie die vielen Stufen hinunter, dass sie durch ihre Müdigkeit nicht stolperte war auch alles.
Unten an der Treppe warteten auch schon ihre drei besten Freundinnen Yuka, Eri und Ayumi auf sie, die sie argwöhnisch beäugten.
„Na verschlafen Kagome?“ kam es lachend von Yuka.
Die Braunhaarige klopfte ihrer Freundin aufmunternd auf die Schulter, die sich grade ihre anthrazitfarbene Schuluniform glatt strich und sich, in der Hoffnung sie zu bändigen, durch ihr wildes Haar fuhr.
„Oh, ja, ich habe mich noch verdammt lange über das Jugendzentrum schlau gemacht, in dem ich mich heute für unser Praktikum vorstellen wollte!“ gestand die 17 Jährige gähnend, noch immer versuchte sie ihr Haar zu Recht zu machen, was ihr auch langsam gelang.
„Du willst also wirklich im Musashi Jugendzentrum, für schwer erziehbare und kriminelle Jugendliche dein Praktikum machen?“ kam es ungläubig von Eri, die Kagome mit großen Augen ansah, doch diese nickte nur überzeugt von ihrer Entscheidung.
„Das ist aber ziemlich gewagt von dir! Du weißt schon, dass die meisten da in unserem Alter sind, dass es da nicht nur Menschen gibt, sondern auch Yokais und vor allem, du weißt nicht was für Vorstrafen sie haben!“ kam es nun auch warnend von Ayumi, die mahnend den Zeigefinger erhob.
„Das weiß ich alles, aber genau das ist es was ich später einmal machen möchte. Ich möchte Kindern und Jugendlichen, die auf die schiefe Bahn geraten sind, helfen zurück zu finden, so wie es mein Vater getan hat und warum sollte ich dann nicht gleich mit einem Praktikum, in dieser Einrichtung anfangen? Und außerdem, ich habe kein Problem damit, mit Yokais zusammen zu arbeiten, sie gehören genauso zu unserer Gesellschaft wie du und ich!“ kam es euphorisch von der Schwarzhaarigen, war es doch ihr Traum, in die Fußstapfen ihres geliebten Vaters zu treten.
„Aber dein Vater starb…“ weiter kam Yuka, die sich auch wieder mit einbringen wollte, nicht, da Kagome ihr das Wort abschnitt, während sie bereits auf dem Weg zur Schule waren.
„Ja, auch das weiß ich, aber er hat seine Arbeit geliebt! Er war immer so glücklich und zufrieden, wenn er davon erzählen konnte, wenn wieder einer seiner Schützlinge ins Leben zurück gefunden hat und jetzt Ende der Diskussion!“ kam es nun leicht aufgebracht, von der 17 Jährigen, war das Thema um ihren Vater, doch nie ein Leichtes für sie.
Ihre drei Freundinnen nickten ihr nur bestätigend zu, wussten sie doch, dass Wiederrede bei ihr zwecklos war, sie hatte nun mal auch den Dickschädel ihres Vaters geerbt.
Zum Glück waren sie nun auch nicht mehr weit von der Schule entfernt und durch diese Unterhaltung war das schwarzhaarige Mädchen nun wieder hellwach, als sie um die nächste Kurve gingen, um am nächsten Fußgängerübergang über die Straße zu gehen.


Mit viel zu hoher Geschwindigkeit, jagte der 21 jährige Sportstudent mit seiner schwarz, roten Honda CB 400 Bol d´Or durch die Straßen Tokyos, hatte er doch mal wieder verschlafen, da er letzte Nacht noch Damenbesuch hatte.
Seine silbernen, langen Haare, die unterm Helm hervor guckten wehten im schnellen Fahrtwind hinter sich her, seine goldenen Augen waren auf die Straße gerichtet.
Er hatte keine Probleme mit der Geschwindigkeit, im Gegenteil, er liebte sie, nur lebte er sie in der Innenstadt normalerweise nicht aus, da hier zu viel Verkehr herrschte, doch seine Reflexe waren auch einwandfrei und so war auch dies kein Problem für ihn.
Vielleicht würde er es doch noch schaffen pünktlich zur ersten Vorlesung zu kommen.
Er fuhr grade um eine Kurve, legte sich in die Kurve, berührte sogar fast den Boden, als er im letzten Moment in die vor Schreck geweiteten haselnussbraunen Augen eines Mädchens sah, die mitten auf der Straße stand.
Im letzten Augenblick schaffte der 21 jährige es noch ihr auszuweichen und brachte seine Maschine mit quietschenden Reifen kurz neben ihr zum stehen, sofort sprang er vom Motorrad und riss sich den Helm vom Kopf, er wollte grade anfangen rum zu wettern, als ihm auffiel, dass sie auf einem Zebrastreifen standen, den er übersehen hatte.
„Sag mal was bist du denn für ein Idiot, fährst hier wie ein Geisteskranker durch die Straßen, ich hätte jetzt tot sein können!“ fuhr ihn das schwarzhaarige Mädchen wie eine Furie an, ihre braunen Augen funkelten ihn angriffslustig an und ihre kleine Nase plustere sich bedrohlich auf.
An sich sah das schon wirklich niedlich aus, wie dieses Mädchen vor ihm so aufgebracht war, was den Hanyou zum schmunzeln brachte.
„Ist doch noch mal alles gut gegangen Kleines, also keinen Grund hier so auszurasten!“ zuckte der Silberhaarige gelassen lächelnd mit den Schultern, wodurch seine Reißzähne leicht zum Vorschein kamen.
„Spinnst du? Alles gut gegangen? Du hättest mich fast übern Haufen gefahren und meinst dann dass es ja noch mal gut gegangen ist?“ wütend schritt sie auf ihn zu und funkelte ihn aufgebracht an, wieder zuckte er nur mit den Schultern.
„Du stehst doch noch hier, also ist doch alles gut gegangen!“ kam es gelassen über seine Lippen, langsam ging ihm dieses Mädchen auf die Nerven.
„Ich glaub du hast den Führerschein im Lotto gewonnen!“ gab diese nun etwas überfordert von sich, konnte sie mit seiner lockeren Einstellung nicht ganz umgehen, doch ihre Wut war zum greifen Nah, was auch er deutlich spürte, es aber nur belächelte.
Sie war doch nur ein kleines Mädchen.
„Na dann! Ich werde jetzt mit meinem gewonnen Führerschein weiter fahren! Pass auf wenn du das nächste mal über eine Straße läufst, Kleines!“ schmunzelte der 21 jährige, setzte sich seinen Helm wieder auf, tätschelte ihr gespielt fürsorglich den Kopf und dann sprang er wieder auf seine Maschine und fuhr einfach davon, bevor Kagome auch nur die Chance hatte noch etwas darauf zu erwidern.

`Was bildet dieses Typ sich eigentlich ein?´ fragte sich die Schwarzhaarige in Gedanken, die noch immer mitten auf der Straße stand und dem Hanyou fassungslos und perplex hinterher sah.
„Kagome, nun komm schon!“ holte Eri sie wieder zurück in die Realität und sofort setzte sie sich in Bewegung und verließ die Straße.
„Da hattest du aber Glück, dass er noch reagieren konnte!“ kam es nun erleichtert, von ihrer braunhaarigen Freundin, deren Haare ihr leicht lockig über die Schultern fielen.
„Aber er war irgendwie süß!“ fügte sie dann noch verträumt hinzu, sah sie so doch nicht den erstaunten Ausdruck im Gesicht der 17 Jährigen.
„Süß? Ayumi du spinnst doch! Hast du nicht gehört wie der sich aufgeführt hat?“ erwiderte sie auch prompt darauf, wobei sie ihre drei Freundinnen wissend ansahen.
„Du bist ihn aber auch ganz schön hart angegangen!“ kam es dann kleinlaut wieder von Ayumi, die sich dann aber schnell abwand und nach vorne stürmte.
Was wohl auch besser war, denn sie kannte ihre Freundin zu gut und wusste, dass man sie nicht noch reizen sollte, wenn sie eh schon in Rage war.
Yuka und Eri kicherten nur vor sich hin, bei dem Bild, was sich ihnen bot, Ayumi die schon zehn Meter vor lief und Kagome direkt vor ihnen, die ihre Hände zu Fäusten geballt hatte und vor Wut schnaubte.

Nach dem Zwischenfall, wobei er fast dieses Mädchen überfahren hätte, kam InuYasha jetzt natürlich nicht mehr pünktlich zur Vorlesung, weshalb er leise die Tür des Saals öffnete und auf seinen Platz schlich, der sich neben seinem besten Freund Miroku befand, der natürlich schon da war.
„Na, mal wieder ne lange Nacht gehabt?“ fragte der Schwarzhaarig, der seine Haare zu einem kleinen Zopf gebunden hatte gleich neugierig nach und zog die Augenbrauen vielsagend hoch, wusste er doch genau, dass der Hanyou letzte Nacht nicht alleine verbracht hatte.
„Du Idiot hättest mich ja wenigstens wecken können heute Morgen!“ knurrte der Hanyou seinen Kumpel an, mit dem er in einer WG wohnte und funkelte den gleichaltrigen aus zusammen gekniffenen Augen an.
„Ne, ne mein Freund, nachher ist die junge Dame noch da und ich störe!“ meinte der Angesprochene dann nur gelassen darauf und zuckte mit den Schultern.
„Du weißt doch ganz genau, dass Keine über Nacht bleibt!“ zischte nun InuYasha angepisst, wusste doch sein Freund, dass er nie jemanden bei sich übernachten ließ.
„Hättest du mich geweckt, dann hätte ich vorhin nicht so rasen müssen und hätte nicht fast dieses zickige kleine Mädchen überfahren!“ knurrte der Hanyou weiter und die Augen seines Kumpels wurden größer.
„Du hättest fast ein Kind überfahren? Du sollst doch in der Stadt nicht so rasen, selbst du als Hanyou kannst nicht immer sofort reagieren, irgendwann passiert mal etwas!“ fing der junge Mann mit den blauen Augen nun an ihn zu Recht zu weisen, hob tadelnd seinen Finger und sein Freund sah ihn wenig beeindruckt an.
„Kind trifft es sehr gut, diese kleine Göre ist ganz schön frech geworden, aber niedlich war sie trotzdem irgendwie!“ grinste nun der Silberhaarige wieder, wobei sich die Augen seines Freundes schock weiteten.
„Wirst du jetzt pervers oder was? Willst du dich nun an Kindern vergehen? Reichen dir die ganzen Studentinnen hier nicht mehr?“ fragte dieser nun perplex und starrte noch immer den Hanyou neben sich an, der noch immer grinste.
„Spinn jetzt nicht rum Alter, das Mädchen war 16 oder so, trug die Uniform der Tokyo High und außerdem habe ich kein Interesse an kleinen Mädchen!“ erklärte der junge Mann nun gelassen und auch sein Sitznachbar entspannte sich wieder sichtbar.
„Naja, 16 wäre doch auch noch ok, schönes junges, knackiges Fleisch und vielleicht noch Jungfrau!“ nun fing der gleichaltrige an zu schwärmen und InuYasha hatte das Gefühl er würde gleich auch noch anfangen zu sabbern, weshalb er mit dem Kopf schüttelte.
„Jetzt wirst du pervers, Alter!“ lachte er nun auf und schlug seinem Kumpel auf den Kopf, worauf auch dieser lachte.

Die Schule verlief schleppend für die Schwarzhaarige, ihre Müdigkeit holte sie wieder ein und die Tatsache, dass den ganzen Tag nur über die Praktiken geredet wurde, machte es auch nicht besser.
Schließlich wusste sie ja genau was sie machen wollte und da würde sie sich weder von ihren Freundinnen, noch von ihren Lehrern reinreden lassen, die es ebenfalls für zu gefährlich hielten und meinten, das dieser Beruf nix für eine junge Freu wie sie es war, sei.
`Was denken die sich eigentlich, es ist doch meine Sache, was ich mache!´ dachte sich die 17 Jährige aufgebracht, als sie zusammen mit ihren Freundinnen auf dem Heimweg war,
„So Leute, ich muss jetzt hier lang. Das Musashi Zentrum liegt in die andere Richtung!“ sagte sie dann aber mit einen Lächeln auf den Lippen und wand sich schon in die andere Richtung, um zu gehen doch hielt Eri sie nun am Arm fest.
„Kagome, komm doch lieber mit uns zum Krankenhaus, auch da kannst du Leuten helfen, vielleicht kannst du da ja auf die Kinder Station!“ versuchte sie ihre Freundin noch mal davon zu überzeugen, mit ihnen mit zu gehen, doch diese schnaubte nur.
„Wollt ihr es wirklich nicht verstehen? Ich möchte nicht mit euch ins Krankenhaus! Ich möchte Jugendlichen helfen, wieder auf die richtige Bahn zu finden und ich möchte sehen wo mein Vater gearbeitet hat!“ beim letzten Teil fing Kagome an leicht zu schluchzen, vermisste sie ihren Vater doch und wollte sich ihm auch dadurch näher fühlen.
Eri ließ ergeben ihre Hand los und sah sie mitleidig an, wusste sie doch genau was sie damit meinet.
„Doch das wissen wir doch, aber wir machen uns trotzdem Sorgen, es ist nicht ohne und das weißt du genau so gut wie wir!“ kam es dann fast schon flüsternd von Yuka, die nun das Wort ergriff und ihre Freundin dabei sanft ansah.
„Ich  weiß, aber ihr müsst euch doch keine Sorgen machen, ich mache da nur ein Praktikum, ich werde da schon nicht alleine rumlaufen und irgendwelche Fälle bearbeiten, da wird immer jemand bei mir sein!“ versuchte die Schwarzhaarige nun ihre Freundinnen zu beruhigen, was nur mäßig funktionierte, doch sie nickten ihr verstehend zu und so trennten sich dann ihre Wege.

Kagome lief voller Vorfreude auf das etwas herunter gekommen aussehende Gebäude zu, gleich würde sie zum ersten mal sehen wo ihr Vater gearbeitet hatte, sie freute sich unheimlich darauf,
Über der etwas demolierten Tür hing ein großes, altes Schild, auf dem in gut leserlicher Schrift „Musashi Jugendzentrum“ draufstand.
Vorsichtig klopfte sie an die Tür, die ihr nur kurz darauf von einem kleinen Jungen mit rotem Haar und einem Fuchsschwanz geöffnet wurde, der sie fragend aus seinen großen grünen Augen ansah.
„Hey, ich bin Kagome und ich habe einen Termin mit dem Leiter des Zentrums, kannst du mich vielleicht zu ihm bringen?“ stellte sie sich höflich vor und ging in die Hocke um mit dem Jungen auf Augenhöhe zu sein, der sie eingeschüchtert ansah, dann aber leicht lächelte.
„Hallo Kagome, ich bin Shippou, du bist wirklich hübsch!“ meinte der kleine Kitsune zu ihr, worauf sie leicht errötete und ihm dann aber die Hand hinstreckte.
„Freut mich Shippou!“ sagte sie etwas verlegen, als er ihre Hand ergriff und sie dann auch gleich durch die Flure zog.
Überall sah sie Jugendliche, die sie skeptisch beäugten, passte sie in ihrer fast schwarzen Schuluniform hier doch absolut nicht rein.
An einer alten Eichentür, die auch schon ein paar Macken aufwies, blieb der kleine Fuchs stehen und deutete auf das Schild neben der Tür, auf dem „Miss Kaede“ stand.
„Das ist das Zimmer von Miss Kaede, sie ist die Leiterin hier und fast wie eine Mutter für uns!“ erzählte der kleine Yokai, bevor er dann auch davon stürmte, bestimmt wollte er nun etwas essen, war es doch schließlich Mittagszeit,
Wieder klopfte das 17 jährige Mädchen, sachte an der Tür, dann vernahm sie eine etwas ältere, weibliche Stimme „Herein“ sagen und so öffnete sie so leise wie möglich die quietschende Tür.
Sie betrat langsam den kleinen Raum, der genau so runter gekommen aussah, wie auch der Rest dieses Hauses.
Er war auch eher spärlich eingerichtet, in der Mitte stand ein großer, alter aus Eiche geschnitzter Schreibtisch, an dem auch die ältere, recht klein wirkende, grauhaarige Frau saß, die wohl Miss Kaede sein musste, an der Wand rechts von ihr, stand ein großes Bücherregal, welches schon eingestaubt war, hinter ihr war ein bodentiefes Fenster, mit Tür, die in den Garten führte und an der Wand links von ihr hingen einige Bilder, die schon älter wirkten und ebenfalls eingestaubt waren.
„Entschuldige mein Kind, ich kann nicht mehr so gut wie früher, ich schaffe es nicht mal mehr diese schönen Bilder zu entstauben, dabei zeigen sie noch so viel bessere Zeiten unserer Einrichtung!“ erklang die müde klingende Stimme der Frau am Schreibtisch und bei Kagome im Gesicht bildete sich ein lächeln, was ihr diese alte Frau doch auf Anhieb sympathisch.
„Hallo ich bin Kagome, ich hatte Ihnen eine E-Mail geschrieben, wegen des Praktikums was ich bei Ihnen machen wollte!“ stellte sich Kagome höflich vor und streckte der Frau ihr offene Hand entgegen, welche sie gleich ergriff.
„Wie kommt es dass ein junges Mädchen, wie du es bist, ausgerechnet hier ein  Praktikum machen möchte?“ fragte die Grauhaarige sichtlich interessiert nach und beäugte das Mädchen vor sich genau.
„Ganz einfach, ich möchte Kindern und Jugendlichen, die auf die schiefe Bahn geraten sind helfen wieder auf ihre eigenen Beine zu kommen!“ ihre klaren, hellen, braunen Augen leuchteten, als sie die Frage der Leiterin beantwortete, welche die Leidenschaft in den Augen des Mädchens genau sah und darüber schmunzelte.
„So eine Leidenschaft in den Augen habe ich schon mal irgendwo gesehen, deine Augen kommen mir so bekannt vor, als hätte ich sie schon einmal irgendwo gesehen!“ überlegte Kaede laut, aber eher nur für sich bestimmt, doch das Mädchen schluckte schwer, hatte sie doch mit Absicht, nicht ihren Nachnamen erwähnt.
„Ich weiß es nicht!“ antwortete sie daher nur etwas zittrig darauf und wand den Blick ab, zu den Bildern an der Wand.
Wie magisch angezogen, schritt sie dann auf eins der Bilder zu, von dem sie sacht den Staub wischte und ihre Finger ganz automatisch über den Mann fuhren, der darauf abgebildet war, der dort einem weiteren Jungen mit schwarzen Haaren, die zu einem breitem Zopf geflochten wurden, der ihm locker bis zur Mitte seines Rückens ging.
„Das war Kenshin, einer unser engagiertesten Mitarbeiter, die wir jemals hatten, neben ihm ist Bankotsu, beide haben uns leider viel zu früh verlassen!“ erklang nun wieder die Stimme der alten Frau, welche nun genau neben Kagome stand und genau wie sie, dieses Foto betrachtete.
„Ich weiß wer dieser Mann war!“ kam es wie in Trance über ihre Lippen und eine einzelne Träne entwich ihr aus ihren Augen, sie konnte es nicht verhindern.
„Gott, du bist seine Tochter, du bist Kagome Higurashi! Ich wusste ich kenne diese Augen!“ wisperte die Grauhaarige fast bedächtig neben ihr und sah sie aus großen Augen an.
Das junge Mädchen neben ihr nickte nur zurückhaltend, leugnen wäre auch sinnlos gewesen, hatte sie sich doch selbst verraten.
„Was die anderen wohl sagen werden? Sie werden sich so sehr freuen die Tochter von Kenshin kennen zu lernen!“ sprudelte es nun aus der alten Frau raus und als hätte sie neue Lebensgeister getankt lief sie auf die Tür zu.
„Bitte sagen Sie es niemanden, ich möchte hier arbeiten und für meine Leistungen anerkannt werden und nicht, weil ich die Tochter meines Vaters bin! Wenn die Leute das wissen, werden sie mich von Anfang an anderes behandeln und das möchte ich nicht! Ich möchte meinetwegen akzeptiert werden!“ schoss es nun aus der Schwarzhaarigen raus, in ihren Augen erschien der gleiche Glanz wie vorhin, als sie erklärte warum sie hier arbeiten wollte.
„Ok mein Kind, ich werde es niemanden sagen, ich verspreche es, auch wenn es mir schwer fällt!“ meinte Kaede nun wieder etwas weniger euphorisch und ging zu dem jungen Mädchen zurück, die ihrem Vater so ähnlich sah, wenn man es nun wusste.
„Also darf ich hier mein drei monatiges Praktikum machen?“ fragte diese nun wieder freudig und das funkeln ihrer Augen kam wieder zum Vorschein.
„Wie könnte ich dir diese Bitte nun noch abschlagen!“ lächelte nun auch die alte Frau und nahm das Mädchen mütterlich in den Arm, welche etwas erschrocken über diese Handlung war, doch sie erwiderte sie.
„Na dann komm, ich zeige dir alles und stelle dich den Leuten vor!“ sagte die Frau dann wieder mit fester, klarer Stimme und verließ mit Kagome im Schlepptau ihr Zimmer.

Kaede führte das schwarzhaarige Mädchen durchs ganze Haus, zeigte ihr die Zimmer in denen die Jugendlichen und Kinder schliefen, die alle mehr als mager eingerichtet waren, dann gingen sie zurück ins Erdgeschoss,
Sie Zeigte ihr das Esszimmer, in dem nicht mehr als ein riesiger Tisch stand, an denen mehrere Stühle standen, ob hier alle Platz hatten, konnte das Mädchen nicht sagen, doch sie sah das alles schon mehr als nur alt war.
Als letztes zeigte die Grauhaarige ihr die Küche, in der eine junge Frau grade den Abwasch zusammen, mit einigen Kindern machte.
Die Küche war an sich sauber, doch hatten die Schränke und auch die Küchengeräte wohl ihre besten Jahre bereits hinter sich, die 17 Jährige seufzte leise, ihr tat das alles hier in der Seele weh.
Nachdem sie drinnen alles gesehen hatte, führte Kaede sie durch die quietschende Tür in den Garten, der auch etwas verwildert aussah, doch noch lange nicht so schlimm wie das Innere des Hauses.
„Ah da haben wir ja auch zwei meiner Lieblingsehrenamtlichen, darf ich dir Vorstellen das sind Sango und InuYasha!“ stellte die Ältere die beiden Studenten vor, die grade mit einigen Jugendlichen Holz zusammen suchten, wahrscheinlich für ein Lagerfeuer.
Die junge Frau mit den brauen Haaren, die zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden waren drehte sich lächelnd zu ihnen, als sie Kaedes Stimme hörte.
Doch als der angesprochene junge Mann sich umdrehte, riss die Schwarzhaarige ihre Augen auf und ihr Mund klappte ihr auf, er fing an sie spöttisch an zu grinsen.
„Du?“ war alles was sie über ihre Lippen brachte, sofort kochte die Wut von heute morgen wieder in ihr hoch.
„Ah schau an! Was hast du denn ausgefressen? Bist du bei Rot über die Ampel, oder bist du hier weil du mitten auf der Straße fremde Männer anschreist?“ fragte der Silberhaarige provozierend grinsend.
„Ich schreie nur fremde Idioten auf der Straße an, die mich fast überfahren und so tun als wäre nix passiert!“ fuhr sie ihn direkt an, ihre Augen blitzen auf und unbewusst bewegte sie sich gleich auf ihn zu.
Mit den Händen in die Hüften gestemmt blieb sie direkt vor ihm stehen und funkelte ihn wütend an.
„Es ist ja auch nix passiert, schließlich lebst du ja noch!“ gab der Hanyou nur cool von sich und erwiderte ihren angriffslustigen Blick.
„Oh wie ich sehe kennt ihr beiden euch schon! Schön, schön!“ lachte Kaede auf und beäugte die beiden genau.
`Das könnte spannend werden!´ schoss es ihr durch den Kopf und ihr Lächeln wurde noch breiter.
„Also Sango und InuYasha helfen hier so gut wie jeden Tag nach der Uni, sie beschäftigen sich mit den Kindern. Ab nächster Woche fangen die Semesterferien der beiden an und dann sind sie immer hier, dass passt also perfekt. Wenn du dann nächste Woche hier anfängst, wird InuYasha dir alles zeigen und du wirst dann mit ihm zusammen arbeiten und ihr werdet zusammen Projekte entwickeln!“ die alte Frau war sichtlich stolz auf ihre eigene Idee, sah sie doch jetzt schon, dass dieses Mädchen, dem dickköpfigen Hanyou die Stirn bieten würde und nicht allem zustimmen würde, so wie es die anderen taten und es gab noch einen Grund, nur den konnte sie ihnen noch nicht sagen.
„Was?“ kam es synchron von den beiden Streitenden, die Kaede jetzt fassungslos ansahen.
„Mit Dem kann ich nicht zusammen arbeiten Miss Kaede, das können Sie nicht machen!“ kam es geschockt von dem jungen Mädchen, welche die alte Frau nun entgeistert ansah.
„Kindchen, bitte nenn mich Kaede, lass das Sie weg und doch du kannst mit ihm zusammen arbeiten. InuYasha hat eine harte Schale, ist oft stur und dickköpfig, doch er hat das Herz am rechten Fleck! Und er ist einer meiner besten Männer hier, du kannst viel von ihm lernen, aber er auch von dir denke ich!“ damit endete die Grauhaarige ihr Reden, drehte sich wieder um und ging einfach zurück ins Haus, ließ die Anwesenden einfach so da stehen, wo ihr zwei von drein missbilligend hinterher sahen.
„Du fängst also ab Montag hier an?“ fragte nun die Brünette, die Kagome freundlich anlächelte und sie damit aus ihrer Schockstarre befreite.
„Ehm ja, ich bin Kagome, freut mich! Ich fange ab Montag hier mein drei monatiges Praktikum hier an!“  antwortete die Angesprochene, noch leicht perplex, doch lächelte sie Sango ebenfalls an, die ihr auf Anhieb sympathisch war.
„So aber jetzt muss ich nach Hause, irgendwie muss ich das noch meiner Mutter beibringen, die wird nicht sonderlich begeistert sein! Bis Montag dann Sango!“ verabschiedete sich das Mädchen Sango anlächelnd und den Hanyou ignorierend, mit dem müsste sie ab Montag doch noch zu viel Zeit verbringen, was ihr nun wiederum gar nicht passte.
   
   
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So das war es dann auch für Heute!
Was meint ihr?
Die ersten Begegnungen waren ja nun nicht so prickelnd oder?
Was wird wohl noch kommen?

Bitte lasst mir eure Meinung da!
Ich bin gespannt was ihr sagen werdet!

lg Dragongirl
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