Herzschlag

OneshotRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Newt Thomas
29.08.2020
29.08.2020
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Herzschlag – Newtmas

Pov Newt:
Ich war aufgeregt. Heute war mein erster Tag an der neuen Schule. Ich stand um 6:00 Uhr auf, machte mich fertig und stand an der Bushaltestelle. Ich stieg in den Bus, setzte mich auf irgendeinen freien Platz und fuhr zur Highschool. Ich war vor kurzem hierher gezogen, vorher hatte ich mit meiner Familie in England gelebt. Ich stand nun vor meinem Klassenzimmer und wartete darauf, dass mein Lehrer kam und mir die Tür aufsperrte. Ich warf einen Blick auf meine Armbanduhr: 7:47 Uhr. Ich war viel zu früh. Ich wusste nicht einmal, warum ich den früheren Bus genommen hatte, wahrscheinlich einfach, weil ich Angst hatte, an meinem ersten Schultag auf der neuen Schule zu spät zu kommen. Nach einiger Zeit kam ein asiatisch aussehender Junge auf mich zu. Er lächelte freundlich und wirkte vertrauensvoll. „Hey, ich bin Minho. Du musst der Neue sein.“ „ Newt“, lächelnd schüttelte er mir die Hand. Es dauerte nicht lange, bis ein Lehrer kam, der meiner Meinung nach ziemlich freundlich aussah. Er schloss den Raum auf und ließ uns herein.  Wir warteten und immer mehr Leute betraten den Raum. Erstaunlicherweise war diese Klasse relativ klein. Es fiel mir nicht wirklich schwer, mir alle Namen zu merken. Alby, Gally, Teresa, Brenda, Aris, Winston, Ben, Bratpfanne, Jeff, Clint und Zart. Ich war überrascht von mir selbst. Eigentlich war ich nicht sonderlich gut darin, mir Namen zu merken. Ich fragte mich schon, ob das die ganze Klasse war, bis es an der Tür klopfte. Ein dunkelhaariger Junge mit braunen Augen in Lederjacke und Jeans betrat den Raum. „Das ist Thomas. Gefühlt jedes Mädchen an der Schule rennt ihm hinterher“, flüsterte Minho mir zu. Ich schaute an ihm herab und konnte sofort verstehen, warum ihm die Mädchen förmlich hinterher rannten. Er hatte wirklich schöne Augen, wuschelige braune Haare und um ehrlich zu sein einen ziemlich gut gebauten Körper. Dass ich schwul war, wusste ich schon seit einiger Zeit, allerdings hatte ich nicht vor, es meiner neuen Klasse anzuvertrauen, da ich in meiner alten Klasse dafür gemobbt wurde.

Pov Thomas:
Ich betrat den Klassenraum und sofort fiel mir ein neues Gesicht auf. Es war ein dünner Junge mit verwuschelten blonden Haaren und tiefbraunen Augen. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich stehen geblieben war, während ich ihn betrachtete. Irritiert von mir selbst ging ich zu meinem Platz. Den Gedanken daran, bisexuell zu sein hatte ich schon längst vergessen. Er war der erste Junge, der diese Theorie zu bestätigen schien. Ich hatte schon einige Male darüber nachgedacht, ob ich vielleicht bisexuell sein könnte, hatte aber immer Angst gehabt, es irgendjemandem zu erzählen. Ich beschloss, mich ihm vorzustellen, also ging ich an seinen Tisch. „Hi, ich bin Thomas.“ „Newt, hey“. Newt, meiner Meinung nach ein wirklich schöner Name. Es klingelte und alle setzten sich auf ihre Plätze.

Pov Newt:
„Kommst du bitte an die Tafel und stellst dich vor?“, fragte der Lehrer und winkte mich nach vorn. Ich stand auf und stellte mich vor die Klasse. „ Hi, ich bin Newt. Ich bin 17 und bin mit meiner Familie von London hierher gezogen“. „Sehr schön“, sagte der Lehrer, „ Ich bin Mr. Smith, dein Klassenlehrer. Du kannst dich dort hinten hinsetzen“. Er deutete auf den Platz, auf dem ich bis vor kurzem bereits gesessen hatte. Ich nickte und setze mich hin. Es folgte eine eigentlich sehr interessante Mathe Stunde, doch wirklich konzentrieren konnte ich mich trotzdem nicht. Seltsamerweise schweiften meine Gedanken immer und immer wieder zu dem dunkelhaarigen Jungen am anderen Ende des Raumes ab.
In der Pause wirbelte quasi die ganze Klasse um mich herum und stellte Fragen. „Ich finde deinen Akzent so schön“, von Teresa und „Warum bist du eigentlich umgezogen“, von Alby. In der nächsten Stunde hatten wir Biologie. Ich betrat den Raum und wusste nicht, wo ich mich hin setzen sollte, bis ich eine vertraute Stimme aus der Ecke hörte. „Du kannst dich hierhin setzen“, rief Thomas. Ich drehte meinen Kopf in seine Richtung und setzte mich neben ihn. Der Lehrer war noch nicht da und Thomas nutzte die Gelegenheit, um sich mit mir zu unterhalten. „Warum bist du eigentlich umgezogen?“, fragte er. Ich wusste nicht, ob ich ihm das schon erzählen sollte aber auf irgendeine Weise vertraute ich ihm. „Mein Vater hat ein Angebot für einen besseren Job hier bekommen und hat mich dann gefragt, ob das für mich in Ordnung wäre“ „Vermisst du deine Freunde nicht?“. Bei diesem Thema zog sich alles in mir zusammen. „Ich…also..“, ich schluckte, „ich hatte nicht wirklich Freunde in England. Ich wurde.. na ja.. gemobbt“. Ich senkte meinen Blick. Thomas sah mich mitleidig an. „Wieso das? Ich meine, ich wüsste nicht, wofür ich dich mobben könnte“, ich lächelte, „Na ja, Thomas, ich bin…anders“, er sah mich verwundert an. „Ich bin schwul Thomas..“, ich wusste nicht, ob es eine gute Idee war, es ihm zu erzählen, doch er lächelte mich nur an und sagte: „Newt, ich bin bi, ich würde niemals etwas dagegen sagen“. Ich lächelte nur dankbar, bis wir uns auf die Experimente konzentrieren mussten, die wir in Partnerarbeit erledigen mussten. Es machte mir Spaß, mit Thomas an den Aufgaben zu arbeiten. „In zwei Wochen haltet ihr bitte zusammen ein Referat über ein menschliches Organ eurer Wahl. Ihr bleibt in den zweier Gruppen, in denen ihr schon sitzt“. Thomas und ich wählten das Herz und verabredeten uns fürs Wochenende. Ich wusste nicht wieso, aber irgendwie freute ich mich aufs Wochenende.
Vier anstrengende und lange Tage später war es schließlich soweit. Ich packte meine Sachen und machte mich auf den Weg zu Tommy’s Haus. Tommy? Wie kam ich bitte auf Tommy? Wie auch immer ich musste los. Der Weg war nicht weit. Thomas hatte ihn mir beschrieben und nach ungefähr 5 Minuten laufen war ich da. Ich klingelte und Thomas öffnete die Tür. Seine Eltern waren übers Wochenende bei Freunden eingeladen und so hatten Thomas und ich beschlossen von Samstag auf Sonntag bei ihm zu übernachten. Wir setzten uns an den Küchentisch und begannen zu recherchieren und ein Plakat anzufertigen. Wir machten eine kurze Pause um etwas zu essen und zu trinken. Außerdem nutzten wir die Zeit um meinen Schlafplatz vorzubereiten. Thomas hatte weder ein Gästebett, noch eine Matratze also waren wir gezwungen zusammen in seinem großen Bett zu schlafen, was mir aber nicht wirklich etwas ausmachte. Thomas schien es auch nicht großartig zu stören, also holten wir noch ein paar Kissen und Decken und machten es uns bequem. Thomas hatte einen Fernseher in seinem Zimmer. Wir wollten Netflix gucken und entschieden uns für Stranger Things. Tommy hatte noch eine Schüssel mit Chips und eine mit Popcorn geholt. Ich kuschelte mich in die Decke und wartete darauf, dass Tommy zu mir kam. Thomas setzte sich ebenfalls eingewickelt in eine Decke neben mich. In der nächsten Sekunde bereute ich es, eine etwas gruseligere Serie ausgesucht zu haben. Ich war in einer besonders angsteinflößenden Szene unbewusst näher an Tommy herangerückt, was diesen allerdings wenig zu stören schien, im Gegenteil. Er legte einen Arm um mich, sah mich an „Hast du Angst, Newtie?“, fragte er in einem ruhigen, niedlichen Ton. Ich lächelte belustigt und kuschelte mich näher an in heran, was Tommy mit einem zuckersüßen Lächeln beantwortete. Nach einiger Zeit, wurde ich müde und schlief in Tommy’s Armen ein.

Pov Thomas:
Mittlerweile war es spät geworden. Ich schaltete den Fernseher aus und lauschte Newts gleichmäßigem Atmen. Er war tatsächlich in meinen Armen eingeschlafen. Er sah so niedlich aus, wenn er schlief. Ich versuchte, mich so wenig wie möglich zu bewegen, um ihn nicht aufzuwecken. Natürlich konnte ich mich jetzt nicht mehr umziehen, also beschloss ich, meine Jeans und mein Shirt einfach anzulassen. Seine Nähe gab mir eine gewisse Sicherheit und in mir kribbelte alles. Mittlerweile war ich mir ziemlich sicher, dass ich mich in ihn verliebt hatte und das nur nach nicht einmal einer Woche. Ich wünschte mir, dass dieser Moment niemals endete, doch auch ich schlief bald ein.

Pov Newt:
Ich wachte auf und erschrak mich. Ich lag immer noch in Tommy’s Arm. Er schlief noch. Er sah so süß aus, wenn er schlief. Offensichtlich hatte ich mich etwas zu viel bewegt, denn Thomas war wach geworden. „Guten Morgen, Newtie. Alles in Ordnung?“ „Guten Morgen, ja alles gut. Ich.. ich sollte jetzt gehen“. Ich wollte schon aufstehen und mich fertig machen, als ich am Handgelenk gepackt und zurück aufs Bett gezogen wurde. „Bevor du gehst wollte ich dir noch etwas sagen. Ich… hab mich in dich verliebt, Newt“.

Pov Thomas:
Ich wusste nicht, ob es eine gute Idee gewesen war, ihm jetzt schon von meinen Gefühlen für ihn zu erzählen. „Newt, ich..“, doch weiter kam ich nicht, denn ich wurde von einem weichen Paar Lippen unterbrochen. In mir kribbelte alles, ich war so glücklich. Ich spürte, wie Newt in den Kuss hinein lächelte, was mich noch glücklicher machte. Als wir uns wieder voneinander lösten, waren unsere Gesichter immer noch so nah aneinander, dass sich unsere Nasenspitzen beinahe berührten. „Ich hab mich auch in dich verliebt, Tommy“. Wir küssten uns noch einmal, diesmal etwas fordernder. Newt lehnte sich über mich, seine rechte Hand neben meinen Kopf gestützt. Langsam wanderte seine linke Hand unter mein Shirt und schob es hoch. Seine Hand hinterließ eine Gänsehaut auf meinem Körper, was ihm zu gefallen schien. Schnell zog er sein eigenes Shirt über seinen Kopf und warf es quer durch den Raum. Jetzt widmete er sich wieder meinem Oberteil und zog es mir über den Kopf. Auch dieses Hemd landete irgendwo in meinem Zimmer. Seine Hand glitt über meinen Oberkörper bis hinunter zu meinem Hosenbund. Dort verweilte sie viel zu lang, bis sie meinen Hosenknopf geschickt öffnete. Ich streifte meine Hose ab, sie landete direkt neben Newts Hemd auf dem Boden. Ein paar geschickte Handgriffe von Newt später war der Klamottenhaufen um eine Jeans und zwei Boxershorts gewachsen. Mir war meine Erregung deutlich anzusehen. Der Blonde küsste sich an meinem Oberkörper herunter. Ungeduldig biss ich mir auf die Unterlippe. Vorwarnend küsste er meine Hüftknochen und strich mit seinen Fingernägeln über die empfindliche Haut, bevor er ihn komplett in den Mund nahm, was mich nahezu in den positiven Wahnsinn trieb. Ich krümmte meinen Rücken unter der Stimulation. Mein Puls beschleunigte sich und ich atmete schwer. Es war nicht leicht, ein lautes Stöhnen zu unterdrücken. Kurz vor dem Höhepunkt hörte Newt auf„Newt...bitte“, hauchte ich „Keine Sorge, Tommy“, sagte er mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen. Er packte mich an der Hüfte und drehte mich auf alle Viere. „Newt..“, ich wurde unterbrochen. Der Blonde war einfach so in mich eingedrungen, ohne jegliche Vorwarnung.

Pov Newt:
Ich konnte sein Gesicht zwar nicht komplett sehen, doch ich konnte einen schmerzverzerrten Gesichtsausdruck erkennen, langsam schien er sich an das Gefühl zu gewöhnen und ich fing an, mich in ihm zu bewegen. Tommy stöhnte rau auf und auch ich konnte mich nur schwer zusammenreißen. Ich wurde immer schneller in meinen Bewegungen, bis wir beide nahezu gleichzeitig zum Höhepunkt kamen. Tommy ließ sich auf die Seite fallen und zog mich auf seine Brust. Ich spürte die Atembewegung seines Brustkorbs und lauschte seinem immer ruhiger werdenden Atem, während ich seinen Arm mit meinen Fingernägeln kraulte. „Ich hoffe, du kannst nochmal“, sagte Tommy immer noch etwas außer Atem. „Klar doch“, gab ich zurück, „Aber diesmal bist du bottom“ „Nein, nein, nein. Bloß nicht, ich war noch nie…“ weiter kam ich nicht denn Thomas hatte mich bereits hochgezogen und sich mit dem selben Mangel an Vorwarnung an mir gerächt. Ich zwang mich, wegen der Schmerzen keine Miene zu ziehen, war mir aber nicht sicher, ob es mir gelang. Tommy strich ganz langsam mit seinen Fingern über meinen Rücken, um mich zu beruhigen. Scheinbar sah man mir meine Nervosität an. Es half, ich beruhigte mich etwas, jedenfalls bis er anfing, sich zu bewegen. Es fiel mir wirklich schwer, keine Miene zu verziehen, um ihm zu bewiesen, dass ich kein Bottom war. Mein Herz schlug immer schneller und schneller, meine Atmung beschleunigte sich ebenfalls. „Tommy…“. Er stöhnte auf und wieder beinahe gleichzeitig hatten wir beide den Höhepunkt erreicht.
Ich lag wieder schwer atmend auf Tommy’s Brust. Ich konnte seinen Herzschlag hören. Herzschlag? „Tommy, das Referat“ „Dann müssen wir uns wohl nächstes Wochenende noch Mal treffen“, schlug Tommy vor. „Diesmal aber bei mir“, antwortete ich grinsend.