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Linkin Park´s Numb

GeschichteAllgemein / P12
Chester Bennington Joseph "Joe" Hahn Mike Shinoda OC (Own Character)
29.08.2020
29.08.2020
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29.08.2020 2.186
 
Ein neues Schuljahr beginnt und somit auch ein neues Jahr auf einer neuen Schule.
Mein Name ist Taira, 20 Jahre alt und ich besuche die 13. Klasse der High School in Californien.
Mein Leben verlief bisher nicht gerade schön.
Gewalt und Verstoßung waren die Hauptthemen in meinem bisherigen Leben und Freunde?
Was ist das?
Freunde habe ich leider auch keine.
Ich bin eine Einzelgängerin, die wie ein Blatt hin und her geweht wird oder ich finde mich über einem Blatt Papier wieder und zeichne.
Aber nun zur eigentlichen Geschichte.

Es war der 14.05.2003.
Mit Bauchschmerzen stand ich morgens schon auf.
Die Blicke der anderen hatte ich schon vor Augen.
Am Frühstückstisch meckerte meine Mutter wieder rum, wie ich doch nur angezogen sei und das ich ja gut aufpassen sollte.
Unnötiger Stress am frühen Morgen.
Der Weg war beschwerlich.
Bestückt mit Blättern und Stiften kam ich dort an.
Jeder schaute, wie ich es morgens schon geahnt hatte.
Mein Selbstbewusstsein fiel auf 0 und ich machte mich nur noch auf die Suche nach einem ruhigen Plätzchen.
Nachdem ich eins gefunden hatte, setze ich mich hin, nahm Blatt und Stift zur Hand und zeichnete eine Statur die man von dort aus sah.

Im Unterricht wurde ich nur ausgelacht, von den Lehrern gehasst und beschimpft und in den Pausen saß ich immer alleine irgendwo und dachte über die Gott und die Welt nach.
Wieder zu Hause, ging ich in mein Zimmer, schlug auf meine Leinwand ein und riss meine Bilder von der Wand.

So eine Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit , dass war nicht normal.
Irgendwas musste ich doch falsch machen, sonst wären doch alle nicht so gemein zu mir.
Die Frage stellte ich mir mehrfach an diesem Tag.

Am nächsten Tag war in der Schule das richtige Choas.
Am schwarzen Brett hing eine Ausschreibung auf der stand, dass eine Band namens Linkin Park eine Hauptdarstellerin für ihr neues Video Numb suchen.
Der Tag der Auswahl wäre schon morgen.
Nach kurzem zögern trug ich mich in die Liste ein.
Mein Gefühl sagte mir, dass ich es nie schaffen würde.

Der Tag der Auswahl stand an und alle waren total hysterisch.
Viele fühlten sich sehr sicher, dass sie es geschafft haben.
Ich hingegen stand dem mit Gleichgültigkeit entgegen.
Mit meinen Sachen auf dem Rücken schlich ich mich in den Theaterraum und blieb still in einer der hinteren Reihen sitzen.
Kurze Zeit darauf ging es los.
Viele gingen von der Bühne mit Tränen in den Augen.
Mein Name fiel, doch ich ging nicht hin, rührte mich keinen Millimeter vom Fleck.

Meine Gedanken schwebten dahin und ich begann wieder zu zeichnen.
Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass jemand vor mir stand.
Starr vor Schreck schaute ich den Sänger an.
Es war Chester Bennington.
Er fragte mich, wie mein Name sei und ich sagte ihm, wie ich heiße.

Wir schauten uns an und niemand wusste, was er sagen sollte.
Chester streckte mit seine Hand entgegen und sagte, dass ich mit ihm kommen soll, da er mich seinen Bandkollegen vorstellen wollte.
Langsam stand ich auf.
Mein Herz schlug mir bis zum Hals, meine Beine zitterten und der Angstschweiß stand mir auf der Stirn.

Bei seinen Kollegen angekommen, schwankte mein Blick sofort auf den Boden.
Nervös stand ich vor ihnen.
Der einzige Gedanke, der mir blieb war der, wie ich am schnellsten aus dieser Situation wieder herauskomme.
Mike, der MC der Band fragte mich, wieso ich nicht auf die Bühne gekommen bin.
Meine Antwort war, dass ich eh keine Chance hätte die Hauptrolle für das Video zu bekommen.

Sie schickten mich weg, um sich beratschlagen.
Während meine Hoffnung mehr und mehr sank, hörte ich einen der Jungs sagen, dass ich perfekt für das Video sei.
Ich wurde wieder hinzugerufen.
Alle schauten sie mich an und Joe, der mit für die Videos verantwortlich ist begann zu sprechen.
Seine Worte waren Musik in meinen Ohren, als ich hörte, dass sie mir die Rolle geben.
Mit Tränen in den Augen fiel ich jedem um den Hals.
Die Freude war riesig, doch kaum aus dem Theatersaal raus, verfiel ich wieder in das alte Verhalten.
Ein schüchternes Mädchen, dass von allen gehasst wird.

Eine Woche später hing ein Plakat am schwarzen Brett, um das sich jeder versammelte.
Als ich näher treten wollte, um nachzuschauen gingen all die, die mich Tag für Tag schikanieren  auf Seite.
Nun stand ich vor dem Plakat und konnte es nicht glauben.
Darauf zu sehen war die Band, die Daten wann und wo gedreht wird und zu allem erstaunen auch ein Bild von mir.
Der Videodreh fängt am 2. Juni 2003 an und gedreht wird in Prag und Los Angeles.

Ein Lächeln kam mir aufs Gesicht bis über beide Ohren.
Jeder versuchte sich jetzt mit mir anzufreunden, doch ich ignorierte es, da ich wusste, dass es nur wegen der Videogeschichte war.
Alleine saß ich in den Pausen da und versuchte mit auszumalen, wie der Dreh wohl wird und wie und was ich alles tun und machen muss.

Der Schlussgong ertönte.
So schnell es ging rannte ich nach Hause, wo ich meiner Mutter von der freudigen Nachricht erzählte.
Sie stellte sich auf sturr, zeigte kein Interesse und meckerte wieder rum.
Traurig ging ich in mein Zimmer und stand einfach nur da.
Ich verschloss meine Augen und versank in meiner Traumwelt.
Stundenlang blieb ich wie festgewachsen stehen, nicht an Gedanken in mir, nur eine Leere.

Die Ferien begannen, die Taschen schon gepackt zu Hause und weit, weit weg der Realität versuchte ich mir einen Teil des Videos im Kopf schon abzuspielen.
Doch wie wird es wohl in Wirklichkeit sein?
Was muss ich dort tun?
Eine Frage löste die nächste aus.
Zu Hause stand meine Mutter an der Tür, schon sehnsüchtig darauf wartend mich wieder anzuschreien.
Ihre einzige Frage war, was das mit den gepackten Taschen sein soll und was ich damit vorhabe.
Erneut versuchte ich ihr alles wieder zu erklären, doch von Zuhören war bei meiner Mutter nie die Rede.
Jeder Versuch scheiterte.

Mit den Taschen unter dem Arm ging es ab zum Flughafen.
Am Terminal angekommen sah ich die Jungs schon da stehen.
Wieder zitterte ich am ganzen Körper.
Der Weg zum Flughafen kam mir sehr schwer vor.
Wir saßen im Flugzeug, kurz darauf folgte auch schon der Start und genüsslich lagen wir in den Sitzen.
Neben mir saß Chester und meine Gedanken waren nicht frei.
Ich konnte sie nicht abstellen, es ging einfach nicht.
Nur an ihn musste ich denken.
Ohwei, bin ich verliebt?
Verliebt in Chester Bennington?
Glauben wollte ich das nicht und erklärte mich innerlich für verrückt.
Zwischen unseren Sitzen stand eine Schüssel mit Popcorn.
Gerade als ich hingriff, berührten sich unsere Hände.
Ich wurde ganz rot und mein Bauch fing an zu kribbeln.
Aber nicht nur ich wurde rot, Chester´s Verhalten veränderte sich auch.
Unsere Blicken trafen sich.
Sekunden lang schauten wir uns an.
Mike störte die Idylle und fing an den Pausenclown zu spielen.
Er sang die ganze Zeit herum und tobte wie ein kleiner Junge und dass den ganzen Flug über.

Unsere erste Station war Prag.
Ein Taxi brachte uns zum Drehort.
Eine alte Kirche war der Drehort, dort sollte alles geschehen.
Versteinert blieb ich stehen und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, doch Chester holte mich in die Realität zurück.

Alles war schon aufgebaut.
Die Instrumente, die Mikros ... es ... es waren so viele Dinge die mich zum staunen brachten.
Unglaublich und der Dreh begann.

Chester stellte sich ans Mikro, Mike ging ans Keyboard und die anderen Jungs waren auch auf ihrer Position.
Die Melodie begann und mich überkam eine Gänsehaut.
Doch als Chester anfing zu singen, war es ganz aus.
Ich musste mich einen Moment hinsetzen, da ich nicht mehr wusste was los war.
Der erste Versuch in der Kirche war perfekt und auch schon im Kasten.
Joe, der DJ besproch das Video mit den Jungs.
Nach der Besprechung kam Chester zu mir und fragte, ob wir eine Runde spazieren gehen könnten und ich stimmte zu.
Im Park unterwegs blieb Chester auf einmal stehen.
Ich drehte mich um und fragte ihn was los sei.
Er kam zu mir, nahm meine Hände, bekam jedoch kein Wort heraus.

Nach einer Weile fragte er mich, ob es mir gefallen würde mit dem Videodreh und dem, was dazu gehöre.
Rot wurde ich, schaute ihm in seine wundervollen Augen und antwortete, dass es mir sehr gut gefalle.
Wir gingen nach einer Weile zurück in die Kirche und von dort aus ins Hotel.
Im Hotel angekommen, schmiss ich mich auf mein Bett und schlief langsam ein.
Doch ich war nicht alleine.
Am nächsten Morgen wachte ich auf und lag in Chester´s Armen.
Es war so schön zu spüren, dass jemand an mich glaubt und mich lieb hat.
Er wachte auf und rückte mich ganz fest an sich.
Schüchtern sagte ich etwas, um mich aus dieser Lage zu befreien.
Ich rannte ins Bad, sperrte mich ein, sank zu Boden und fragte mich, ob das sein kann.
Die Frage, ob Chester in mich verliebt sei ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
Ich wollte es nicht wahr haben, da ich es nur kenne gehasst zu werden.
Wir saßen wieder im Flugzeug, auf dem Weg nach Los Angeles.

Diesmal saß ich neben Mike und schaute traurig zu Boden.
Er fragte, was mit mir los sei und sofort erzählte ich ihm, was mir auf der Seele brannte.
Ich erzählte ihm, dass ich den Eindruck habe in Chester verliebt zu sein und er schaute mich erstaunt an.
Kein Ton sprach er.
In Los Angeles angekommen fuhren wir zum nächsten Drehort.
Es war eine Schule und dies war der Part in dem ich ins Spiel komme.
Wir fingen an zu drehen.
Meine Rolle war die, die ich am besten konnte.
Das schüchterne Mädchen, von allen verstoßen und alleine auf der Suche nach sich selbst.

Der Tag war vorbei, das Video im Kasten und eine letzte Analyse wurde durchgeführt.
Wieder im Hotel, tot müde und auf der Suche nach Schlaf klopfte es an der Tür meines Zimmers.
Chester stand da und fragte, ob er eintreten dürfte.
Schüchtern ließ ich ihn herein.
Er wollte mit mir reden.
Panik machte sich breit und erneut suchte ich einen Weg, der Situation zu entgehen.
Doch das klappte nicht.
Chester fackelte nicht lange und sagte mir, was er mir sagen wollte.
Doch nicht mit Worten, sondern mit einem Kuss.
Wir schauten uns an und ließen unsere Blicke sprechen.

Wieder zu Hause ging der typische Alltag los.

Eine Woche später war die Videopremiere.
Mit den Jungs zusammen stand ich da, während sich die Presse mit einem Blitzlichtgewitter über uns her machte.
Natürlich war meine Mutter auch, aber glücklich sah die nicht aus.
Eher ziemlich sauer, da ich nicht mehr das Mädchen bin, dass sie unter Kontrolle hat.

Da wo Chester hin ging, nahm er mich mit und einer der Reporter fragte ihn, wie es mit dem Thema Liebe bei ihm aussieht.
Er schaute mich an und sagte, dass es steil bergauf ginge und er verliebt sei.
Mein Blick sank zu Boden, weil ich dachte, es sei eine andere.
Plötzlich spürte ich, wie seine Hand mein Gesicht berührte und meinen Kopf nach oben drückte.
Er sah mir in die Augen, ich bekam keinen Gedanken mehr zustande und im nächsten Moment küsste er mich.
Ich genoss es, fragte mich aber insgeheim doch, ob ich das verdient hätte.
Fühlte sich so glücklich sein und Rückhalt an?

Mein Mutter konnte es nicht glauben.
Ich küsste in ihren Augen einen fremden Mann und das wollte sie nie.
Ich sollte für immer ihr sein.
Wütend kam sie auf uns zugestürmt, riss mich von Chester weg und fing an wie wild herum zu schreien.
In dem Moment machte ich etwas, was ich nie für möglich hielt.
Ich verpasst ihr einen Stoß von mir weg und sagte ihr all das, was schon längst gesagt werden musste.

Nach einigen Minuten war alles vorbei, meine Mutter ging und ich fiel Chester heulend in die Arme.
Sie gaben mir den Halt, den ich jetzt brauchte.
Nach der Premiere fuhr ich nach Hause, wo meine Taschen schon vor der Tür standen.
Ohne ein Wort zu sagen oder das Gespräch zu suchen nahm ich sie und fuhr mit den Jungs ins Bandhaus.
Von meiner Mutter habe ich nie wieder was gehört und wer will es glauben, ich stehe auf eigenen Beinen.

Chester und ich sind immer noch glücklich, Mike ist immer noch so durchgeknallt und die anderen Jungs sind halbwegs normal geblieben.

Das wäre das Ende der Geschichte.

Eure Taira.




Zum Schluss habe ich noch was zu sagen als die Geschichtenschreiberin.

Diesen Cut den Taira mit ihrer Mutter machte, habe ich im Alter von 19 Jahren bei meiner Familie gemacht.
Die Handlung, wie sie sich verliebt, habe ich mit 18 durchgemacht, als mich in einen Jungen aus meiner damaligen Clique verliebte.
Immer wenn ich diese Geschichte lese, kommt es mir vor, als hätte ich einen Teil meines Lebens vorgeschrieben.

Die Gedanken mit 12 Jahren, als diese Geschichte entstand waren ein Fluchtort, heute flüchte ich mich ins Zeichnen.
Heute wundere ich mich mit 29 Jahren, wie ich so denken konnte, wie es soweit kommen konnte.
Erklärt mich bitte nicht für verrückt .
 
 
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