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Einfach nur Harry

von Cat85
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Harry Potter Severus Snape
29.08.2020
22.11.2020
15
36.306
31
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
22.11.2020 3.463
 
Hi ihr Lieben,
ich hoffe, dass sich trotz der langen Pause wieder ein paar Leser anfinden. Es sind besondere Zeiten und ich bin sicher nicht die Einzige, die vieles gerade als sehr belastend empfindet. Um so mehr freue ich mich, euch heute ein neues Kapitel präsentieren zu dürfen.

Mein Dank gilt den letzten Revieweschreibern. Ihr motiviert mich wirklich, auch wenn es in letzter Zeit nicht so aussah. Vielen Dank an nataliatena, TammTamm, Kaete, mia2082, BlackMystery, Yumorell, ReyKenobi und Grimswolf.

Viel Spaß!
LG, Cat
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Severus stand vor der Haustür und wartete auf Harry, der schon nach kurzer Zeit mit einer kleinen Sporttasche wieder neben ihm auftauchte. Sie schwiegen, als sie den Weg zum Tor gingen und dann nach links abbogen. Ein paar Schritte weiter atmete Harry einmal tief ein und aus aus. Fragend sah der Tränkemeister ihn an. Die grünen Augen trafen kurz seinen Blick und senkten sich danach auf den Weg vor ihnen.
„Es tut mir leid… ich konnte mich mal wieder nicht zurück halten… Die Frage meines Vaters hat mich aufgebracht...“ Wieder atmete der Gryffindor deutlich hörbar.
Severus dachte an das Gespräch zurück, an das warme Gefühl, welches sich in ihm ausbreitete, als Harry so deutlich zu ihrer Beziehung gestanden hatte. War er wütend oder sauer wegen des Kommentars von Harry? Er fand keines dieser Gefühle in seinem Inneren. Zugegeben, diese direkte Aussage über den Zustand ihrer Beziehung hatte ihn kurz geschockt. Aber Potters Gesichtsausdruck zu sehen war es allemal wert gewesen.
Seine Magie schloss sich sanft um Harrys, beruhigte ihn.
„Dein Vater und du, ihr nehmt euch nicht viel was unüberlegte Aussagen angeht.“
Harry's Blickt traf ihn, erst unsicher, dann leicht verschämt mit einer Prise Übermut, als er Severus wohlwollenden Blick sah.

Sie sahen beide wieder nach vorn und schwiegen, bis Harry leise flüsterte: „Wir könnten dafür sorgen, dass es wahr wird.“
Der Slytherin spürte, was die Aussagen in seinem Inneren anstellte, doch ließ er sich nichts anmerken. Betont lässig sah er den Gryffindor an und zog eine Augenbraue hoch: „Ist das ein unmoralisches Angebot, Mister Potter?“
Harry grinste frech zurück: „Davon gehe ich aus, Professor.“
Severus gab ein unartikuliertes Geräusch von sich und sie gingen Schweigend weiter.
„Wo gehen wir eigentlich hin?“, fragte Harry unschuldig.
„Wo wolltest du denn mit mir hin?“
Der Jüngere wurde leicht rot.
„Ich weiß nicht… ich wollte einfach nur bei dir sein.“ Wieder sahen ihn die grünen Augen unschuldig an.
„Bist du über Weihnachten nicht in Hogwarts?“
„Nein“, sagte Severus einfach nur, packte Harrys Hand und zog ihn in den dunklen Hauseingang, an dem sie gerade vorbei liefen. Mit einem leisen Plopp waren die beiden verschwunden.

**********

Die plötzliche Apparation löste Übelkeit in Harry aus und er benötigte einige Augenblicke, in denen er sich an Severus fest hielt, bis er sich traute die Augen zu öffnen. Sie standen im Garten eines kleines Häuschens. Schon auf dem ersten Blick erkannte Harry, das im Garten hauptsächlich magische Pflanzen wuchsen.
Seine Magie tastete die Umgebung ab und spürte starke Schutzschilde, welche den Garten und das Haus umgaben.
Wahrscheinlich sahen die Muggel nur normale Pflanzen, wenn sie vorbei liefen. Der Garten war nicht groß, aber wunderschön. Ein kleines Gartentor führte auf ein ungenutztes Feld. Das Haus hatte eine kleine Grundfläche, aber zwei Stockwerke und einen Keller.
„Oh… wow!“ Harry kam aus dem Staunen nicht raus. Auch wenn sie auf der Rückseite des Hauses standen, war er vollkommen beeindruckt. Es wirkte romantisch und geheimnisvoll. Der Garten reizte ihn sich die Pflanzen genauer anzuschauen. Er vermutete, dass sich im Keller ein Labor befand.
„Das ist dein Haus?“ Blöde Frage, dachte sich Harry, aber es rutsche ihm so raus.
„Ja.“
Harry bemerkte nicht, dass Severus ihn angespannt beobachtete.
„Es ist großartig… und dieser Garten erst.“ Harry drehte sich mehrfach im Kreis und schaute seinen Gegenüber dann an.
„Ist das dein Elternhaus?“
Ein Schatten zog kurz durch die schwarzen Augen.
„Nein… das ursprüngliche Haus… es stand an der gleichen Stelle, doch ich habe alles neu aufgebaut, als ich das Grundstück erbte.“
Irgendwie war Harry klar was Severus damit meinte. Er hatte das alte Haus dem Erdboden gleich gemacht und neu angefangen. Er konnte es verstehen.
„Darf ich rein gehen?“
„Deshalb sind wir hier.“
Der große Mann ging voran, öffnete mit einem kurzen Schwenk seines Zauberstabes die Terrassentür und trat ein.

Das Erdgeschoss war ein großer Raum, der Wohnzimmer und Küche enthielt. Harry konnte es nicht glaube, doch sogar ein Fernseher stand hier. Eine Treppe führte sowohl nach oben, als auch nach unten. Eine weitere Tür ging nach vorn.
Severus deutete darauf und erklärte: „Dahinter ist der Haupteingang und ein kleines WC. Oben sind zwei Schlafzimmer und ein großes Bad. Unten Vorratsräume und das Labor.“
„Kann ich es sehen?“
Ein Nicken und sie stiegen die Treppe hinab. Das Labor nahm die Hälfte der Grundfläche ein. Drei Arbeitstische, eine weitere Tür, die sicher in einen Vorratsraum führte und viele Regale und Schränke. Die Apparaturen waren hochwertig, auch wenn es durchaus noch Platz für weitere Apparate gab. Harry wusste, wie teuer diese Dinge waren. Er konnte seine Begeisterung kaum verbergen.
„Wahnsinn… wann arbeitest du hier?“
„In den Ferien.“
Harry stutze. Nun fühlte er Severus Anspannung. Er trat nah zu ihm, fasste um seine Taille. Die schwarzen undurchdringlichen Spiegel sahen ihn an. Harry lehnte sich vor und küsste Severus sanft.
„Was ist mit dir?“
Severus Arme schlossen sich um ihn und zogen ihn näher.
„Es ist ungewohnt jemanden hier zu haben.“
Harry lächelte ihn an.
„Gewöhn dich lieber dran“, und er setzte zum nächsten Kuss an.

**********

Severus beendete den Kuss und zog Harry wieder nach oben. Unschlüssig standen die beiden kurz im Wohnzimmer.
Tonlos fragte der Professor: „Möchtest du einen Tee?“
Harry zuckte die Schultern und schien wenig begeistert. Er schaute forschend in die grünen Augen und sah Unschlüssigkeit.
Wenn es nach ihm ginge…
Entschlossen ging er eine weitere Treppe nach oben, Harry weiterhin an der Hand. Oben angekommen bogen sie sofort nach rechts und standen in einem Schlafzimmer, welches in Ausstattung und Farbtönen dem in den Kerkern nachempfunden war.
Severus schloss die Tür und drückte Harry dagegen. Als er dicht vor dem Jüngeren stand, weiteten sich die Pupillen in den so vertrauten Augen. Augenblicklich beschleunigte sich Harrys Atmung. Severus legte seine rechte Hand an Harrys Wange, mit der linken auf seiner Taille. Für Sekunden verharrten sie so, ihre Blicke ineinander verschränkt, bis Harry unsicher fragte: „Was ist los?“
Severus schluckte. Er konnte nicht in Worte fassen, was in ihm vorging. Eben noch wollte er Harry schnellstmöglich seiner Kleidung entledigen. Doch dann, im geschützen Bereich seinen Schlafzimmers, fiel die Anspannung des Nachmittages von ihm ab. Er wurde sich bewusst, wie offiziell ihre Beziehung nun war.
Und im Gegensatz zu seiner sonstigen Reaktion, fand er es nicht schlimm. Ganz im Gegenteil.
Die grünen Augen, nun etwas dunkler als sonst, schauten ihn voller Vertrauen und … war es Liebe? … an.
In Servus Magen bildete sich erst ein dicker Knoten, welcher dann in tausend winzige Ameisen zerfiel, die sich durch seine Adern in seinem ganzen Körper ausbreiteten.
Liebe… konnte es das sein? Wusste er, Severus Snape, überhaupt was Liebe war? War es das, was er hier gerade mit Harry erlebte?

Harry blinzelte. Unsicherheit stand in seinen Augen, welche dann von Wärme abgelöst wurde. Er beugte sich vor und küsste Severus. Sanft, zärtlich und mit unendlicher Geduld. Die Ameisen in Severus Adern wanderten weiter, erwärmten ihn. Der Kuss wurde beendet und automatisch folgte er dem jüngeren zum Bett.
Harry streifte sich die Schuhe ab und krabbelte in die Mitte der Matratze. Dort gab er Severus mit einer Handbewegung zu verstehen, es ihm gleich zu tun. Als er neben Harry zu liegen kam, schmiegte dieser sich an ihn.
Unschuldige Küsse streiften Severus Hals, bevor Harry den Kopf ganz auf seiner Schulter ablegte.
„Wir müssen nichts sagen… oder tun. Lass uns einfach hier sein, okay?“
Der Professor nickte nur. Seine Stimme war gerade nicht aufzufinden.  Entspannt von den Ameisen in seinem Inneren und der Körperwärme neben ihm, glitt Severus Snapes Bewusstsein in einen angenehmen Zustand zwischen Wach und Traum.
Ihre Magie verwob sich ineinander, wie ein schützender Kokon.

**********

Als Harry erwachte, fühlte er sich Zufrieden und geborgen. Der vertraute Geruch neben ihm, das gleichmäßige Atmen und die Wärme ließen ihn noch kurze Zeit in dieser Position verharren.
Dann drang etwas an sein Bewusstsein. Eine Information, ein Gedanke, den er nicht denken wollte. Das Essen… Harry riss die Augen auf. Unwillig richtete sich der Gryffindor auf und schaute hinab auf die dunklen Augen, die sofort ein Kribbeln in seinem Magen auslösten. Er angelte nach seinem Zauberstab und führte einen Tempuszauber aus. Halb fünf… sie mussten sich beeilen. Unwillig rollte er sich auf Severus und küsste ihn drängend. Dieser erwiderte zaghaft und schob Harry dann etwas von sich.
Mit rauer Stimme sagte er: „Wir müssen gleich los. Komm.“ Sie erhoben sich, Harry grummelnd. In Rekordzeit standen beide Männer (allein und nacheinander) unter der Dusche. Fasziniert beobachtete Snape, wie Harrys kompletter Arm in seiner Tasche verschwand und frische Sachen raus holte. Harry grinste. „Ausdehnungszauber. Unaufspürbar. Hat Hermine mir gezeigt. Wirklich praktisch.“
Frisch angezogen sah der Tränkemeister fast aus wie immer. Die obligatorischen Lederstiefel, schwarze Hose, weißes Hemd. Doch statt der Lehrerrobe trug er ein schwarzes Sakko und darüber seinen Wintermantel.
Als Harry angezogen aus dem Bad kam, sah er, wie sich Severus Augen kurz weiteten. Natürlich, er kannte ihn quasi nur in Schuluniform oder Quidditchkleidung.
Harry trug schwarze Lederschuhe, eine graue Stoffhose mit schwarzem Gürtel und ein Hemd in der Farbe seiner Augen. Er grinste schief und erklärte: „Dieses Weihnachtsessen ist immer wie Schaulauf. Selbst Remus trägt an diesem Tag neue Kleidung. Ist so eine Art Tradition.“
Stumm nickte der Slytherin. Harry schwang sich seine Jacke über und beide apparierten zusammen.

Später würde Harry das Gefühl haben, den Rest des Abends als Zuschauer sich und die anderen beobachtet zu haben. Es war so sureal.
Sie kam fünf Minuten zu spät.
Und zu seiner größten Überraschung waren alle schon da. Sogar Sirius und seine Sophie. Sein Vater war bemüht um Höflichkeit gegenüber Snape, doch Harry spürte seine Anspannung und wieder flackerte sein Wunsch auf, Severus zu beschützen.
Ganz offensichtlich waren auch die anderen schon eingeweiht, inklusive seiner Schwester.

Noch vor dem Essen zog Rose ihn beiseite.
„Dein Ernst? Snape?“ Ihr Blick zeugte von Entsetzen und Unglauben.
„Und?“ war Harrys knappe Gegenfrage.
„Ich mein… Snape? Ich muss noch über ein Jahr Zaubertränke überleben Harry! Und du bist mit ihm zusammen?“
„Keine Sorge, er wird dich weiterhin genauso streng bewerten wie sonst“, Harrys Ton klang fast giftig.
Verwirrung spiegelte sich in den Augen seiner Schwester wieder. Dann schüttelte sie leicht den Kopf und erwiderte versöhnlich: „Ich hab doch nichts gegen ihn, Harry. Auch nichts gegen eure Beziehung. Ist mir ehrlich gesagt auch egal, mit wem du rum machst. Es ist nur, weil er mein Lehrer ist. Das ist sooo schräg!“
Den letzten Satz betonte sie besonders und ging dabei fast in die Knie um ihre Meinung zu unterstreichen. Harry verstand. Klar war es merkwürdig.
„Ich verspreche dir, es wird nichts ändern okay?“
„Wenn doch, beschwere ich mich bei dir, Ehrenwort.“
Sie grinsten sich an und Harry umarmte seine Schwester kurz, bevor sie zu den anderen gingen.

Remus Begrüßung war freundlich wie immer, sein Blick viel zu wissen, aber gütig. Sirius umarmte Harry und gab Snape die Hand. Auch hier war die Spannung greifbar, doch sein Pate hielt sich zurück.
Sophie schien die ganze Anspannung nicht zu verstehen und trat schon während der Vorspeise in das Fettnäpfchen.
„Und ihr beide seid nun ein Paar?“
Die Frage war so unschuldig gestellt, das Harry fast laut auflachen musste.
Doch er tat es nicht und erwiderte nur trocken: „So ist es.“
Nun schien auch die Französin zu begreifen, dass es ein heikles Thema war. Wieder Schweigen.
Rose sah Harry an und verdrehte die Augen. Er grinste zurück und blickte dann zu Severus, der ihren Austausch bemerkt hatte. Seine Mimik blieb unbeweglich, doch etwas Amüsiertes durchzog die dunklen Augen.

**********

Nach der Vorspeise halfen Rose und Harry ihrer Mutter abzuräumen und die Hauptspeise anzurichten. Als Harry den Raum verlassen hatte, fühlte sich Severus viel zu einsam, obwohl er das nie zugeben würde.
Nach kurzer Zeit stand auch Sophie auf, mit der Begründung helfen zu wollen.

Nun mit den Rumtreibern allein, fragte Severus gerade heraus: „Gibt es irgendwas zu klären oder wollt ihr mich gleich verhexen?“
Auffordernd und stur blickte er die anderen an.
Remus hob beschwichtigend die Hände: „Ich habe nichts zu klären. Es kommt nicht überraschend für mich, um genau zu sein.“
Ungläubige Blicke trafen den Werwolf.
„Was meinst du damit?“, fragte James streng.

„An dem Tag, als die Lehrer von der vorgezogenen Prüfung erfuhren, da sprach ich mit Harry. Er muss vorher bei Snape gewesen sein, ich nahm seinen Geruch an Harry wahr.“
Da die anderen ihn ungläubig anschauten fügte er hinzu: „Es war kurz vor Vollmond.“
Wütend drehte sich James zu Severus.
„Ich dachte, da wäre vor der Prüfung nichts gewesen?“ Seine Stimme klang drohend.
Auch in Severus wuchs die Anspannung, doch er ließ sich nichts anmerken und erwiderte kühl: „Es war ein Kuss Potter, nicht mehr. Frag Dumbledore wenn du mir nichts glaubst. Er hat mich ausreichend überprüft.“
Das letzte Wort zog er mit starker Betonung etwas in die Länge.
„Legilimentik?“, fragte Lupin forsch nach, um den Sachverhalt offen klar zu stellen.
Snape nickte, seine Mimik war hart.
„Und das gründlich“, fügte er an.
Dieses Argument schien James Potter gleichermaßen zu schokieren und zu beruhigen.
Alle wussten, wie stark Dumbledores Kräfte waren. Niemand könnte ihm etwas verheimlichen, wenn sich der Schuldirektor in dessen Geist umsah.

„Ich sage dir eins, Snape“, Sirius Stimme klang fast knurrend, „wir behalten dich und Harry im Auge. Wir sind keine Freunde und wenn du ihm nur ein Haar krümmst, werden wir dich finden.“
Die Drohung dahinter war nichtmal im Ansatz subtil.
„Wir müssen keine Freunde werden Black, darauf lege ich genauso wenig Wert wie du. Doch vielleicht bekommst du es ja hin, in Harrys Gegenwart irgendwie normal zu sein. Auch wenn ich es nicht verstehen kann, bist du ihm wichtig. Ihr alle seid ihm wichtig. Reißt euch zusammen.“
Es tat ihm gut seine Feinde zu belehren. In dem sicheren Wissen im Recht zu sein und am längeren Hebel zu sitzen. Sie alle vier, die hier erzwungen in einem Raum saßen, hatten nur eine wirkliche Gemeinsamkeit: Harry.
Potter und Black halten sich für Harry zurück und Severus wollte genau diesen Umstand ausnutzen und ihr Gewissen dahingehend so beeinflussen, dass sich die beiden vielleicht tatsächlich irgendwann fügten.

Lupin wahr, ironischerweise, der zahmste von allen. Ihre Dasein als Kollegen und der Wolfsbanntrank hatte eine Verbindung geschaffen, die es irgendwie leichter machte. Der Syltherin rechnete es dem anderen Professor hoch an, dass dieser sich neutral verhielt und sich damit fast schon auf ihre Seite stellte.

Snape lieferte sich noch einige Sekunden ein Blickduell mit Black, als die anderen in den Raum traten und der Geruch von Essen die Luft erfüllte.

**********

Harrys Magie suchte sofort nach Severus, als er den Raum betrat. Er spürte die Anspannung, aber auch Severus Zufriedenheit und Stärke. Ganz offensichtlich war er mit dem Verlauf zufrieden, auch wenn sich Harry das anhand der angespannten Atmosphäre nun gar nicht erklären konnte.

Zum Hauptgang gab es Rotwein und der Braten war so köstlich, dass sich die Stimmung merklich lockerte.
Als Rose und Harry dann noch anfingen, sich über Gryffindors letzen Sieg im Quidditch zu unterhalten, konnte man fast meinen alles wäre wie immer. Auch James gab nun Geschichten von seinen Spielen zum Besten, immer wieder ausgeschmückt durch Sirius Ergänzungen.
Severus sagte nichts, doch Harry vergewisserte sich durch Blicke und die Verbindung ihrer Magie immer wieder das es ihm gut ging. Und das war der Fall. Es erstaunte ihn, welches Selbstbewusstsein der Mann neben ihm ausstrahlte in dieser Situation. Doch er freute sich.

Nach dem Dessert zogen sie sich ins Wohnzimmer zurück, tranken und redeten. Harry bereitete es zunehmend fast körperliche Schmerzen, Severus nicht zu berühren, doch er wollte seinem Vater und Sirius keinen Anlass geben, sich aufzuregen. Er sah die zum Großteil ungezwungenen Gespräche als gutes Zeichen und hoffte einfach, dass es werden würde. Irgendwann.

Gegen 22 Uhr wurde Harry unruhig. Er war erschöpft vom Tag und er wollte mit Severus allein sein. Und zwar nicht hier im Haus seiner Eltern.
Er stand auf um ins Bad zu gehen und danach unauffällig in sein Zimmer zu schleichen, wo er weitere Klamotten und Hygieneartikel in seine Sporttasche stopfte.
Es klopfte und schon öffnete sich zart die Tür.
„Harry? Darf ich rein kommen?“, fragte seine Mutter leise.
„Klar Mom“, er packte weiter. Sie beobachtete sein Tun und als Harry fertig war, stand er unschlüssig da.
„Du willst mit ihm gehen?“ Harry hörte das Verständnis und gleichzeitig ihren Schmerz in der Stimme.
„Ich komme zurück Mom. Es ist alles gut. Doch ich will… ich brauche einfach ein paar Tage mit Severus allein, okay? Die Prüfungen liegen erst wenige Tage zurück.“
Lilly nickte. „Ich versteh das Schatz. Es ist nur einfach so, dass es jeder Mutter das Herz schmerzt ihr Kind gehen zu lassen.“
Sie trat auf ihn zu und Harry schlang die Arme um sie.
„Ich liebe dich Mom“, flüsterte Harry leise.
„Und ich liebe dich, Harry“, kam es so selbstverständlich und ehrlich. Lilly löste sich von ihm und sah ihn an.
„Sehen wir uns Silvester bei Sirius?“
„Ich denke schon… also ich muss noch mit Severus reden, keine Ahnung was er für Pläne hat. Ich schreibe dir ja?“
„Okay. Nimmst du Hedwig mit?“
„Sie wird mir folgen wenn sie möchte.“
Damit gingen die beiden nach unten.

Mutiger als er sich fühlte betrat er das Wohnzimmer. Sein Blick begegnete Severus, welcher offenbar sofort Harrys Stimmung erfasste und aufstand.
James Blick glitt irritiert vom Tränkemeister zu Harry.
„Du gehst?“, fragte ihn sein Vater dann direkt.
„Ja, Dad. Ich gehen mit Severus. Wir sehen uns Silvester, okay?“
Es war eigentlich nicht verhandelbar, doch Harry wollte dem Ganzen die Schärfe nehmen. Er ging auf seinen Vater zu und umarmte ihn. Danach verabschiedete er sich von seinem Paten und Lupin. Sophie gab ihm Küsschen links und rechts und seiner Schwester, die sich nun ebenfalls in ihr Zimmer zurück ziehen wollte, klopfte er im Vorbeigehen auf die Schulter. Als Gegenzug bekam er ihre Faust auf den Arm.
Harry bemühte sich, nicht ständig zu Severus zu schauen, der sich ebenfalls höflich verabschiedete.
Dann verließen die beiden das Haus und Harry fielen Wagenladungen Steine vom Herzen. Er fühlte sich frei, als er mit Severus zu dessen Haus apparierte.

Harry hielt nichts mehr auf den Beinen. Er zog sich aus, ging in Boxershorts ins Bad um sich die Zähne zu putzen und fiel, ganz selbstverständlich, in Severus Bett.
Es dauerte nicht lang und der andere lag neben ihm. Sofort kroch Harry auf ihn zu und kuschelte sich an. Severus legte ihm einen Arm um die Taille und streichelte ihn sanft. Sie sagten nichts, hingen ihren Gedanken vom Tag nach.

Dann wurde Harry bewusst, dass er sich quasi ohne zu fragen einfach zu Severus eingeladen hatte. Unsicher räusperte er sich und hob den Kopf, um den anderen anzusehen. Im leichten Schein des Kamins sah er in Severus dunkle Augen.
„Ich hab dich gar nicht gefragt, ob ich mit herkommen darf“, sagte er etwas beschämt.
Der Slytherin zog die Augenbraue nach oben und lächelte spöttisch.
„Du hast mich auch nicht gefragt, ob du dich einfach in mein Leben schleichen darfst.“
Harry brauchte kurz einen Augenblick um diese Aussage zu verstehen. Dann grinste er.
„Wenn man fragt, bekommt man nur Antworten, die man vielleicht nicht will.“
„Sehr slytherin von dir“, kam es dunkel zurück.
„Ich mache es wieder gut“, bot Harry an.
„Und wie?“

Als Antwort tauchte Harry ab und ehe Severus etwas dagegen tun konnte, saugte und leckte er mit voller Hingabe an dessen notdürftig ausgepacktem Glied.
Ein dunkles Stöhnen belohnte Harry und animierte ihn nur weiter zu machen. Mit vollem Einsatz seiner Zunge, seiner Lippen und seiner Hände fing sein Professor an sich unter ihm zu winden.
Als sein Glied schon leicht zuckte hörte Harry ein leises: „Harry … ich komme gleich...“
Um zu verdeutlichen, dass er nicht aufhören würde, intensivierte er sein Tun, packte mit einer Hand fest Severus Hintern und unterstütze mit der anderen seinen Mund.
Ein tiefes Stöhnen drang an sein Ohr und er spürte die warme Flüssigkeit am Gaumen, während der Körper unter ihm sich windete und zuckte.
Vollkommen zufrieden sorgte Harry mit etwas magischer Hilfe für Sauberkeit, zog Severus Shorts wieder in die korrekte Position und tauchte an der Seite des anderen auf. Er kuschelte sich wie vorher an und grinste dabei in die Dunkelheit.
Severus umarmte ihn wieder und Harry lauschte auf den noch schnelleren Herzschlag und die etwas heftigere Atmung.
Ein Kuss traf seinen Scheitel und er hörte ein leises: „Danke.“
Schon fast am Schlafen nuschelte er: „Du kannst dich Morgen revangieren.“
Ein leises Lachen erbebte unter ihm und damit schlief Harry ein.
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