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Fields of gold

von Xadia
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / FemSlash
Dina Ellie
28.08.2020
11.09.2020
3
6.777
6
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28.08.2020 2.646
 
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„Mein Name ist Ellie Williams.
Ich lebe in Jackson seit ich vierzehn Jahre alt bin.
Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der ein Virus die halbe Menschheit ausradiert hat.
Es gibt kein Gegenmittel gegen diese Krankheit.“

Die Stimmbänder der mittlerweile Zwanzigjährigen schienen zu Rasierklingen zu mutieren, denn mit jedem Wort schnitten sie tiefer in ihr Fleisch.

„Joel hat mich hierhergebracht.
Joel ist tot. Jesse ist tot.
Sie kommen nicht mehr zurück.“

Alles verschwamm vor ihren Augen. Sie konnte die Ärztin nicht mehr erkennen. Die Stimme bebte, ihr Herzschlag raste und das Gefühl der Bewusstlosigkeit legte sich wie ein Schleier um den erschöpften Körper.
Ein Kribbeln bereitet sich in ihren Fingerspitzen aus. Ihre Ohren nahmen die Geräusche des Raums kaum wahr.
Gerade als sie aufgeben wollte, spürte sie eine Hand auf der Schulter.
Sie war warm, also fuhr sie fort.

„Ich bin vor drei Monaten zurück nach Jackson gekommen.
JJ kann fast laufen.
Dina geht es gut, aber ich sehe sie nicht mehr.
Tommy hat den Kontakt zu mir abgebrochen.
Ich darf nicht arbeiten.
Meiner Hand geht es besser und ich habe mich an die Umstände gewöhnt.“

Die Gedanken kreisten wie Krähen über ihr.
Ihre Schreie waren unerträglich und schienen sie zu zerreißen.

Müde Augen trafen auf den Arm der Ärztin, die diesen dann vorsichtig zurück in ihren Schoß legte.
„Ich glaube das reicht fürs Erste“, vorsichtig löste sie die obere Schnalle des Gurts.

Blut schoss durch die Adern der geschundenen Frau und der unangenehme Druck in ihrem Oberarm, sowie das Kribbeln in den Fingern verschwand.

Die Ärztin notierte mit einem Bleistift die Werte, die das Blutdruckgerät ausgespuckt hatte.
„Deine Werte haben sich verbessert. Wie sieht es mit deinem Schlaf aus?“

„Unverändert“, murmelten fahlen Lippen und Ellie schlug die Hände vors Gesicht.
Seit Monaten fand sie keine Ruhe in den Nächten. Sobald die Sonne untergegangen war, quälte sie ihr Unterbewusstsein.
Immer wieder wurde sie damit konfrontiert, was sie verloren hatte.
Nichts half dabei zu vergessen, außer…
„Können wir die Dosis erhöhen?“

Der Stift der Ärztin ruhte in ihrer Hand. Sie sagte einen Moment lang nichts.
„Ellie, ich weiß das du viel durchgemacht hast, aber… Ich kann die Dosis nicht weiter erhöhen. Es tut mir leid. Es… Es wäre nicht gut das jetzt zu tun.“

Sie stand auf und ging einen Schritt auf die blasse Frau zu.
Mit einem kalten metallischen Haken strich sie über das Narbengewebe wo einst zwei Finger waren.
„Spürst du das?“, fragte sie ruhig und strich über die abgetrennten Fingerkuppen.

Die Verletzte nickte nur und nahm schnell die verstümmelte Hand in die gesunde, um weiteren Berührungen zu entgehen.
Zwar sah das Narbengewebe gut verheilt aus, dennoch fühlte es sich komisch an, wenn es berührt wurde.
Blinzelnd versuchte sie den Schmerz zu verstecken und zu verstehen, was die Ärztin mit ihrer vorherigen Aussage gemeint hatte.

„Okay. Trotzdem danke, Doc.“
Quietschend zog sie den Stuhl über die Fließen, als sie anstand machte zu gehen.
Mit großen Schritten stand sie vor der Glastür, an der ein Vorhang hing, damit die Patienten im Raum ihre Privatsphäre wahren konnten.
Die gesunde Hand drückte die Türklinke nach unten und das Eigengewicht der jungen Frau regelte den Rest.

„Ellie, deine nächste Stunde ist Morgen um dreizehn Uhr. Ich freu mich dich wieder zu sehen“, rief Schwester Cassandra ihr hinterher, bevor die Schwungtür wieder ins Schloss fiel.

Langsam schleppten ihre müden Beine sie nach vorne.
Der Korridor schien ins Unendliche zu reichen.
Die runtergerissenen Tapeten und die Graffitis säumten den Gang bis nach draußen.
Die meisten Gebäude in Jackson sind nicht so heruntergekommen wie dieses hier, aber die Krankenstation wurde ganz zu Beginn gesäubert und dann zum Mittelpunkt von der Stadt auserwählt.  
Ihre Schritte hallten widerlich von den Wänden zurück.
Der Regen, der auf das Wellblechdach krachte, erzeugte ein unangenehmes metallisches Geräusch, welches sie zu verschlingen drohte.
Versucht alles um sie herum auszublenden, schritt sie weiter durch den endlosen Gang.
Die Geräuschkulisse schlängelte sich um ihren Verstand wie eine Viper um ihre Beute, bereit sie erst zu zerquetschen, um dann ihre Giftzähne in ihren Körper zu jagen.
Schnell setzte sich dieser in Bewegung und entfloh dem Korridor der Krankenstation hinaus ins Freie.  

Die frische Regenluft und die ersten Tropfen, die die blasse Haut streiften, holten Ellie endgültig aus dem Chaos ihres Kopfes und entließ sie in die Realität.
Es roch nach Regen. Keine Vögel waren am Himmel zu sehen.
Auch die Einwohner Jacksons haben sich in ihre Häuser verkrochen oder Unterschlupf in Bars gesucht.
Ihr Zuhause war nicht weit entfernt.
Geradeaus an den Gemüseplantagen und den Gewächshäusern vorbei und dann nach links.
Das kühle Nass durchdrang schon nach wenigen Metern ihre Klamotten und schenkte ihr eine eisige Umarmung.
Schützend vor der Kälte steckte sie die Hände in die Bauchtasche des Pullovers und beschleunigte ihre Schritte.

Jackson hatte sich in all den Monaten nicht verändert.
Es war immer noch dieselbe behütete Kleinstadt wie vor einem Jahr.
Die Kinder spielten noch immer auf den Spielplätzen und jagten sich durch die Straßen.
Maria schaute jeden Tag, dass alle Familien genügend Verpflegungspakete für den Winter hatten.
Die Patrouillen wurden normal fortgeführt, aber Marie hielt es für keine gute Idee sie wiedereinzusetzen.
Dina war nicht mehr Teil der Patrouille. Sie wohnte bei Jesses Familie und kümmerte sich liebevoll um JJ.
Tommy war jeden Tag draußen und erledigte die Mistviecher, die zu nah an Jackson herangekommen waren.
Es ist fast so als wären sie nie fortgewesen… Als wäre er nie fortgegangen…

Die Pferde, die sie passierten, erinnerten sie immer an Shimmer.
Das treuste Pferd, dass man sich vorstellen konnte.
Vor der ganzen Zeit haben Shimmer und sie immer ein paar Äpfel von den Lieferwägen mitgehen lassen.
Er liebte es die Äpfel von den Wägen der Bauern zu stibitzen.
Jedoch waren sie damals nicht die einzigen die verliebt waren in den frischen Fruchtzucker.
Einmal hatten Cat und Ellie einen Waschbären und einer Opossum Familie dabei zugesehen, wie sie mehrere Äpfel stahlen und mit ihrer Beute davonrannten.

Einen Arm vors Gesicht haltend, eilte die Zwanzigjährige zu ihrer Wohnung, denn der Regen fraß sich durch ihre Klamotten wie ein Pilz durch morsches Holz.

Ihr Blick fiel auf die Garagentür.
Der weiße Lack war an manchen Stellen bereits abgeplatzt.
Einen Winter musste sie noch durchhalten bis eine neue Tür eingebaut werden konnte.

Mit der verletzten Hand zog sie den Schlüssel aus der Hosentasche, steckte ihn in das Schloss, drehte und betrat die Wohnung.
Schwester Cassandra beharrte darauf die Hand trotz der Verletzung nicht zu vernachlässigen, da es wichtig war die Nerven zu stimulieren.

Alles war noch genauso wie es verlassen wurde.
Überall lagen alte und frische Klamotten herum.
Teller stapelten sich auf dem Wohnzimmertisch.
Über dem Schreibtisch leuchtete noch immer die Lichterkette die er ihr vor ein paar Jahren geschenkt hatte.
Das Bild aus seiner Wohnung und der in Holz geschnitzte Shimmer hatten ihren festen Platz auf dem Nachtisch.

Gekonnt schlupfte die durchnässte Frau aus ihren Stiefeln und stellte sie zum Trocknen an die Heizung.
Nasskalt war die Luft im Raum und sie rieb sich die Hände, damit diese nicht einfroren.
Langsam trat sie ans Fenster, welches sie offengelassen hatte.

Eine Krähe erschrak aus dem Gebüsch und flog krächzend davon.
„Wow, sorry. Ich wollte nicht stören.“
Murmelnd schloss sie das Fenster und ließ sich auf das Bett sinken.

Der Wecker zeigte 16:34 Uhr an. Die sonst so kräftigen roten Ziffern waren im Laufe der Zeit blass geworden. Bald müsste wieder eine neue Batterie aufgetrieben werden.

„Verdammt…“, seufzend strich sie über ihre kalten Unterarme.

Ich hatte es nicht mehr unter Kontrolle, wenn ich überhaupt jemals unter Kontrolle hatte.
Und er war nicht mehr da, um mich sanft nach vorne zu schupsen.


„Schon gut,“ sprach sie sich selbst zu, „Wir werden das wieder hinkriegen.“
Die leeren Worte wussten nicht einmal was genau damit gemeint war.

Alles schien sinnlos zu sein.
Die Menschen, die sie liebte, hatte sie verloren und die die noch lebten, hatten ihr den Rücken gekehrt.
Maria war die Einzige die neutral ihr gegenüber eingestellt war, aber da die Bindung der zwei sturen Frauen nie weiter ging als Befehle zu befolgen oder bewusst zu ignorieren, fühlte sie sich schlussendlich allein.

Das Zeichnen half ihr viele Dinge zu verarbeiten. Auch wenn die Pinselstriche immer verworrener und verschwommener wurden, da sie die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte.  
Das Tagebuch lag seit der Ankunft in Jackson unberührt auf dem Wohnzimmertisch.

Langsam setzte sie sich auf und griff nach dem Glas Wasser, das auf dem Nachtisch stand.
Das eisige Wasser berührte ihre Lippen und löschte den Durst, der schon während der Therapiestunde in ihr aufkam.

Der Gedanke Jackson zu verlassen wurde mit jedem Tag größer.
Was sollte sie noch hier? Sie gehörte nicht mehr hier her.
Boston war einst ihr Zuhause gewesen.
Marlene hatte sie dort versteckt, bevor sie zu ihm gebracht hatte.
Die Fireflies waren eine Gruppierung von Rebellen, die der gewaltsamen und totalitären Handlungen des Militärs die Stirn boten und für ihre Freiheit kämpften.
Marlene war ihre Anführerin.
Tess und Joel hatten die Aufgabe Ellie zu den Fireflies zu bringen, damit diese ihre Mutation für einen Impfstoff nutzen konnten.

"Ich hätte sterben sollen", Tränen stiegen in ihren Augen auf und nahmen ihr das Sichtfeld.
„WARUM HAST DU MICH NICHT STERBEN LASSEN!!!“, schreiend warf sie ein Kissen auf den Bilderrahmen, der neben ihr stand.
Dieser fiel mit einem Klirren zu Boden.
Die Scheibe in der Mitte war gesprungen.

Langsam versuchte sie ihren Körper zu beruhigen, doch ihr Atem stockte und die Luft wurde knapper.
Ihr Geist rang nach Sauerstoff, doch es kam keiner.
Die Tränen traten über ihre roten Wangen wie kleine Wasserfälle und sie kauerte sich in dem dunklen Raum zusammen.
Sie spürte das ihre Augen geöffnet waren und versuchte panischen einen Punkt im Raum zu fixieren. Doch sie fand keinen.
In ihrem Kopf drehte sich alles. Ihr Bewusstsein entglitt ihren Händen.

„Joel,“ ihre Stimme brach und ihr wimmern wurde ruhiger.
„Hilf mir, bitte.“  

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Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger umschlossen den Knauf des Wasserhahns.
Die Muskeln in ihrer linken Hand zuckten und brannten vor Anstrengung.
Der Wecker zeigte 18:11 Uhr an.  Der Anfall hielt gut eine Stunde an.

Vorsichtig bewegte Ellie den Knauf und das Wasser begann aus dem metallenem Rohr zu fließen.
Monoton nahm sie sich einen Teller nach dem anderen und spülte die vertrockneten Essenreste ab.
Die kleinen Seifenblasen, die bis zu ihren Handgelenken reichten, kitzelten sie, als sie platzen.

Ellies Hände waren vom Abwasch schon ganz aufgequollen und das Narbengewebe fühlte sich absurd an, als würde es nicht zu ihrem Körper gehören.
Sie drehte den Wasserhahn mit der gesunden Hand zu und trocknete sich die Hände am Shirt ab.
Gekonnte zog sie sich dieses über den Kopf und warf es auf den Stapel Dreckwäsche.

Erschöpfte Augen sahen sie aus dem Spiegel, der im Wohnzimmer stand, an.
Die Wunde, die sie sich in Santa Barbara zugezogen hatte, sah mittlerweile aus wie eine Rose, die zwischen ihren zwei Rippenbögen herausgewachsen war.
Einige blaue Flecken hatten sich bereits in unscheinbare grüne und gelbe Schlieren verwandelt.

Behutsam strich sie mit dem Zeigefinger ihrer linken Hand über die Narbenrose und hielt kurz Inne.
Ihr kastanienbraunes Haar hing in mehreren Strähnen über ihre Stirn.
Behutsam zog sie das lockere Band aus ihren Haaren und band sich den Zopf von neuem.
Die müden grünen Augen verfolgten ihr Gegenüber im Spiegel, wie eine Raubkatze ihre Beute.
Ich verliere weiter Gewicht, dachte Ellie und musterte ihre langsam herausragenden Rippenknochen.
Schwester Cassandra meinte zwar, dass das Gewicht in einem gesunden Rahmen liegen würde, doch Ellie war sich nicht sicher ob sie sie damit nur beruhigen wollte.
Im Spiegel stand eine kranke Frau.
Geplagt von den Ereignissen und verstümmelt von den Erlebnissen der Vergangenheit. Verlassen von der eigenen Willenskraft.

Schnell hob sie ein frisches dunkelblaues Langarmshirt vom Boden auf und warf es sich über.
Der kühle Stoff schmiegte sich wie eine zweite Haut um sie und nach weniger Zeit wurde ihr wieder warm.

Der Regen war vorübergezogen. Nur die kleinen Pfützen auf den Straßen und die Tropfen an der Fensterscheibe verrieten, dass er dagewesen war.
Jackson war auch wieder zum Leben erwacht.
Die Bewohner waren auf der Straße und die Kinder spielten in den Überbleibsel des Regens.
In den Gemüsefeldern wurde die Arbeit wieder aufgenommen.

Ellie drehte sich in ihrer Wohnung um und stellte zufrieden fest, dass das Chaos weitestgehend beseitigt war.
Die schmutzige Wäsche hatte sie auf einem Haufen gesammelt, die dreckigen Teller gespült.
Sogar das Bett hatte sie nach dem Verlassen gerichtet.

Ihr Blick schweifte noch ein paar Mal über den Bilderrahmen, der wieder neben Shimmer stand, aber einen deutlichen Bruch im Glas hatte.
Das schlechte Gewissen traf sie unangenehm in die Magengrube, weshalb die Brünette den Blick mit einer stillen Entschuldigung abwand.

Die Vögel vor dem Fenster zwitscherten und sangen ihre Lieder der untergehenden Sonne entgegen.
Ein paar letzte Sonnenstrahlen kitzelten auf Ellies Haut und ein sanftes Lächeln umspielte ihre spröden Lippen.
Voller Genuss schloss sie die Augen und spürte wie ihre bleiche Haut die warmen Strahlen zu absorbieren versuchte.
Tief atmete Ellie in ihren Bauch ein und öffnete die Augen.
Das matte Grün musterte ihre linke Hand oder das was noch davon übrig war.

Kleiner Finger und Ringfinger waren abgetrennt.
Schmunzelnd dachte Ellie darüber nach, ob sie mit den drei übrig gebliebenen Fingern vor mehreren hundert Millionen Jahren von einem Tyrannosaurus-Rex aufgenommen worden wäre.

Die Sonne stimulierte die Narben anders als das umliegende Gewebe, weshalb Ellie die Finger hin und herbewegte.
Immer wieder fanden die Sonnenstrahlen einen Weg auf Ellies Shirt, bevor sie im nächsten Moment von dem Mittelfinger oder Zeigefinger verdeckt wurden.

„So langsam verstehe ich warum Sonnenblumen immer in Richtung Sonne schauen“, murmelte sie und schloss nochmals die Augen.
Anstatt von dem gewohnten Schwarz eingeschlossen zu werden, umarmte sie ein helles Rot.

Auch die Sommersprossen in ihrem Gesicht dankten ihr für die goldene Wärme, denn seit sie in Jackson angekommen war, hatte sie selten eine Fuß für die Tür gesetzt, weshalb diese kaum sichtbar waren.
Wenn Ellie das Haus verlassen hatte, dann nur um zur Krankenstation zu kommen oder Essenrationen abzuholen, wobei sie darauf achtete kurz vor knapp einzuschneien, sodass sie nur wenigen Menschen begegnete.
Denn auch wenn niemand etwas sagte, spürte sie die Blicke der Leute im Rücken.

Das Sonnenbad wurde beendet als die Sonne hinter den Berggipfeln verschwand.
Seufzend blickte Ellie auf die Fensterbank und bemerkte einen Zettel, der zwischen dem geschlossen Fenster eingeklemmt war.
Der Regen hatte die Tinte zwar verwischt doch man konnte deutlich Ellie darauf lesen.

Sofort schoss Leben in die Zwanzigjährige die, ohne groß nachzudenken das Fenster aufriss, wodurch der Brief in die Hecken segelte.
Noch bevor er auf dem matschigen Grund aufkam, hatte Ellie ihn aus der Luft gefischt.

Hatte Dina ihr geschrieben?
Hatte sie ihr endlich verziehen?
Würde sie JJ bald wieder auf dem Arm halten können?
Würde sie sie bald wieder in den Armen halten können?

Nervös riss Ellie den Brief seitlich auf und zog das grüne Papier heraus.
Ihre Vorfreude wurde im Keim erstickt, als sie die Schrift erkannt.

10.August 2039
Hallo Ellie,        
ich mache mir Sorgen um dich.
Ich weiß nicht mal, ob du Zuhause bist, dennoch wünsche ich mir das dieser Brief dich erreicht.
Es tut mir leid, was du in den letzten Monaten mitmachen musstest und ich kann mir nicht ausmalen wie schwer dir die Tage fallen müssen.
Ich habe mit Denver über einen Job für dich auf der Plantage gesprochen.
Wenn du möchtest könntest du bei ihm arbeiten.
Es hilft dir vielleicht, damit dir die Decke nicht auf den Kopf kracht.
Es würde mich freuen dich mal wieder zu sehen.
Bis dahin.
Maria.  



Ellies Augen wanderten auf das Datum und dann auf ihren Kalender, der an der Wand hing.
Entsetzt stockte ihr Atem.
Heute war der 19. August 2039.

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Ich hoffe es hat dir gefallen, wenn ja lass es mich doch gerne wissen! ;)
Nächstes Kapitel  wird  bald folgen.
~ Xadia.
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