Es tut mir Leid

OneshotAllgemein / P16
OC (Own Character) Weiss Schnee Whitley Schnee
27.08.2020
27.08.2020
1
1.446
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
27.08.2020 1.446
 
(Whitley)


„Herr Whitley?“

Ich drehte mich ein bisschen zu der Dienerin. Eine frau vielleicht um die Zwanziger mit zusammengebunden dunkelroten Haaren und eine Brille vor ihre Grüne Augen, ihr Name ist Laura. An ihre Hände war eine Kiste. Ich nickte und begann meine Weste sowie Krawatte und Hemd auszuziehen.

Ich saß mich langsam auf mein Bett und sie ging näher, bevor sie die Kiste aufmachte.

X


(Weiss)


Ich seufzte leise frustriert. Ich muss ein weg finden, hier zu verschwinden, aber wie?

„Hm!“

Das Geräusch vor Whitleys Tür ließ mich stoppen. Die Tür war ein bisschen offen, also konnte ich hören, über was sie Sprachen.

„Tut mir leid!“

„Schon gut… Wie sieht es aus?“

„Es… Es wird Narben hinterlassen…“

„Verstehe…“

X


(Whitley)


„Herr Whitley“, begann Laura und wäscht langsam mein Rücken. „Wenn ich fragen darf… Warum machen sie das?“

„Was meinst du?“ Ich sah aus dem Augenwinkel an. Ihre Augen zeigten deutlich eine Mischung aus Schmerz und vieles, dass ich nicht erkenne.

„Du lässt deine Schwester dich Hassen und wirfst deine Würde wegen Jacques weg und trotz alle-.“

„Es ist besser so“, unterbrach ich sie und zuckte ein wenig zusammen. „Solange sie und Winter denken, ich bin wie mein Vater, desto einfacher kann ich unseren Vater unter Druck setzen und desto weniger sind sie an diesem Höllenloch gebunden.“ Ich saß mich langsam hin und ließ sie die Verbände um meinen Körper legen.

„Aber was ist mit dir?“, fragte sie. Ich lächelte sie leicht an, bevor ich meinen Kopf an ihre Schulter lehnte. Sie umarmte leicht meinen Kopf und streichelte so sanft wie es geht meinen Rücken.

„…Whitley?“

Die Zeit stoppte bei der Stimme, genau wie mein Atem. Mein Blut gefror und mein Herz hörte aufzuschlagen.

Ich hob meinen Kopf von Lauras Schulter und sah dort Weiss. Ihre Augen waren groß vor entsetzten und ihr Mund wurde von ihren Händen bedeckt.

X


(Weiss)


Ich… Wusste nicht, was ich Sagen konnte. Was ich sagen sollte. Das war nicht Whitley. Es konnte nicht sein…

„…Laura, lass uns beide bitte Alleine“, sprach Whitley… Mit viel Freundlichkeit und Wärme von dem ich nicht wusste, dass er sie hatte. „Und schließe die Tür bitte ab.“

Es fühlte sich wie eine Ewigkeit, bis sich die Tür schloss.

X


(Whitley)


Ich holte tief Luft, bevor ich fragte:

„Warum bist du nicht in dein Zimmer?“

„Das ist jetzt egal!“, platze sie heraus und ging näher zu mir. „Wer hat dir das angetan? Warum sehe ich das erst jetzt?! Was ist passiert?!“

Ich fühlte, wie meine Brust schmerzte, aber es war nicht wegen der Verletzungen.

Es war schuld.

Ich ließ meine Fassade komplett fallen. Ich trug nicht mit Jacques grinsen, oder Haltung. Ich sah in ihre Augen, bevor ich schnappte:

„Was interessiert dich das?!“

Sie sah geschockt aus, dass ich schnappte, aber erholte sich schnell.

„Was es mich interessiert? Du bist mein Bruder!“

„Bruder?“, spuckte ich giftig aus. Gott tat es mir weh so mit ihr zu reden. „Ich habe dich seit Langem nicht mehr als meine Schwester gesehen.“ Es tut mir leid Weiss.

„W-.“

„Du und Winter waren nicht die einzige, die wegen ihn litten!“, unterbrach ich sie und machte ein Schritt nach vorne. Ich konnte sehen, dass ich sie verletzte, aber ich musste es tun. „Aber im Gegensatz zu dir, hatte ich niemanden! Winter hat nur dich von unserem beschützt und ich? Unsere Mutter wurde wegen ihn nicht nur eine Alkoholikerin, sondern auch brutaler! Weder du noch Winter habt mich jemals verteidigt! Nachdem du entschieden hast eine Jägerin zu werden, wurde er aggressiver und ließ seine ganze Wut auf mich aus und unsere Mutter? Ich habe vergessen, wie oft sie mich schon mit einer Flasche bewarf!“ Noch ein Schritt und sie macht jetzt einem nach hinten. „Laura war die einzige, die sich um meine Wunden kümmerte. Sie war die Einzige, die mir eine Schulter gab um zu Weinen. Sie bat jedes Mal um Vergebung, dass sie nichts tun konnte!“

Mehr und mehr sah Weiss Schuldig aus und das schmerzte mir mehr als jeder von Jacques mir jemals geben konnte.

„Als du gegangen warst, gab Winter mir nicht mal einem falschen blick. Sie sah nicht, wie ich versuchte nicht bei den Schmerzen zu zucken. Wie meine Lippen zitterten, wenn ich höre, dass sie dich und nie mich ein einziges Mal verteidigte…“ Ich holte tief Luft und bereit mich auf die größte Welle von Schuld vor:

„Ich war nie eifersüchtig auf euch. Ich hasse euch zu viel, um ansatzweise Eifersüchtig zu sein! Ihr habt eure Träume verfolgt und mich gezwungen meine zu Töten.“

Lügen. Meinen Worten sind nicht weiter als eine große Lüge.

„Wir haben vielleicht den gleichen Namen. Wir haben vielleicht das Gleiche Blut… Aber für mich sind du und Winter als meinen Schwestern gestorben.“

Lügen. Wieder nichts weiter als eine große Lüge.

„Und weißt du was?“, fragte ich und ging noch ein Schritt, vor sie einem nach hinten machte. „Ich werde unseren Firma-Erben und wenn das alles vorbei ist, werde ich alles tun, damit dieser Mann hinter Gittern ist. Weder du, noch Winter oder unsere Mutter werden mich davon abhalten. Deswegen… Wenn du einmal in deinem Leben mir etwas Gutes tun willst, sage niemanden davon. Und damit meine ich niemand.“

Ich ging von ihr und drehte mich um, damit sie nicht sah, wie ich mich fühlte.

„… Kannst mir wenigstens sagen, was du planst?“

Ihre Stimme war brüchig. Traurig und ich könnte ihre Schuld hören. Ich sorgte dafür, dass man meine eigene Schuld sich nicht zeigte. Also ging ich zu meinem Bett und saß mich wieder hin.

„Unserem Vater wollte in Wahrheit nie, dass ich der Erbe werde. Er dachte, dass ich zu sehr unsere Mutter ähnelte.“ Ich sah sie an. Ihre Augen waren auf den Boden gerichtet und zitterte. „Warum glaubst du wohl, hat nur dich nur JETZT enterbt? Warum hat er es nicht vorher gemacht?“ Ich seufzte leise und bemerkte, wie sie Langsam zu mir aufsah. „Ich musste mich praktisch wie ein Jacques 2.0 verhalten. Selbst nachdem er mich Schlug, selbst Nachdem er mich komplett missbrauchte. Ich musste weiter so tun, als mochte ich ihn.“ Ich konnte das Gift nicht zurückhalten. „Ich habe praktisch mein ganzer Stolz weggeworfen, nur damit ich der Erbe werde.“ Ich legte meine Hände auf mein Gesicht. „Ich habe dir sogar eine Chance gegeben zu fliehen und du hast es nicht genommen!“ Wirklich, wie konnte sie das nicht sehen?

„Was?“, sagte sie und sah mich jetzt verwirrt an.

„Ich habe dir Gesagt, dass er und ich auf eine Geschäftsreise gehen! Ich weiß, du musst trainieren, aber bei Renmant, warum konntest nicht die Erst beste Gelegenheit nehmen und verschwinden?!“

Ich konnte sehen, wie die Zahnräder an ihren Kopf anfingen sich zu drehen. Ihre Augen wurden groß, bevor sie leise fragte:

„Du… Hast mich unterstützt?“

Scheiße. Ich dachte nicht, dass sie denkt, dass ich sie unterstütze, obwohl ich es mache.

„Ohne dich, wäre ich – Der Hund der am besten trainierte – der einzige, den er die Firma Erben konnte. Ich würde müsste dann noch ein paar Jahre warte-.“

„Hörst du dir selbst zu?!“, schnitt sie mich ab und ging zu mir. Sie legte sanft eine Hand auf meine Schulter und sah meine Augen an. „Du musst das alles nicht machen!“

„Ich muss!“, sagte ich zurück und schlug ihre Hände weg. Ich stählte mich und ballte meine Fäuste. „Das ist der einzige Weg, wie unsere Familie endlich das wird, was er immer war! Das ist der einzige Weg, wie unsere Mutter endlich richtig erholen kann! Ich werde mich immer Tun, was es auch immer nötig ist!“

Ich stand auf und nahm meine Bandagen ab. Ich konnte das Entsetzen und Horror auf ihr Gesicht sehen. Ihre Finger gingen auf die Narben in meinen Körper. Ich packte ihre Hand und sprach:

„Hör bitte auf.“

„… Wann hat unseren Vater damit angefangen?“, fragte Weiss und ließ ihre Haare ihre Augen bedecken.

„Ich war um die 5 oder 6. Zuerst schlug und trat mich nur… Dann hatte er plötzlich die Idee eine Peitsche zu Benutzen.“

Ich konnte fühlen, wie sie anfing zu zittern. Ich ließ sie los und schubste sie weg, als sie mich umarmen wollte. Tränen fielen von ihr Gesicht. Mein Mund zitterte, aber ich dürfte jetzt nicht aufhören.

„Bitte… Geh einfach weg. Und sage Laura, dass sie hereinkommen kann.“

„Es tut mir leid…“, Krätze sie leise, bevor sie wegrannte.

Ich wartete, bis Laura hereinkam und die Tür schloss bevor ich mich auf den Boden saß und mein Bett als Wand benutzte.

Weiss… Winter… Egal was passiert. Ich werde euch immer unterstützen und immer auf eure Seite sein.

Deswegen…

„Tut mir leid…“, weinte ich leise und ließ meine Tränen fallen.

„Tut mir leid, dass ich so ein Fehlschlag als Bruder bin. Bitte vergib mir.“
Review schreiben