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Dschungelnächte

von Babs87
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
Böse Königin / Regina Mills Emma Swan
26.08.2020
23.11.2020
9
26.565
10
Alle Kapitel
39 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
26.08.2020 2.197
 
Dschungelnächte


written by


Babs87





Disclaimer:      Once upon a time ist eine US-amerikanische Fantasyserie, die von den ABC Studios für den US-Sender ABC produziert wurde. Diese FanFiction dient nur zum Lesen für Fans von Fans und soll keinen Profit erlangen.

Warning:           Diese Story handelt um 2 Frauen, die zueinander finden und detaillierte Intimitäten miteinander austauschen. Sollte dich das stören, werter Leser, dann suche dir eine andere Story.


Kapitel 1

Dschungel




Vögel, so farbenfroh, wie ein Regenbogen, flogen durch die Luft und sangen nebenher ihr Lied. Ihr Gesang schien scheinbar gleichzeitig überall zu sein: in der Luft, in den Bäumen, sogar auf dem Boden, aber jeden Gesang zu lokalisieren, war unmöglich.
Irgendein süßlicher-fruchtiger Duft lag in der feuchtheißen Luft. Ein Duft, den man nicht genau bestimmen konnte, aber der dennoch angenehm war.

Auch andere Tiere waren zu hören, von allen Seiten hörte man es surren, knistern, rascheln und knarzen. Es war egal, wo man hinsah: links, rechts, oben, sowie unten…überall sah man dichtes Blätterwerk, Farne, Sträucher und auch moosbedeckte Bäume, die wie aus Silber zu schimmern schienen, durch den wahrscheinlich gerade frisch gefallenen Regen. Ein paar vereinzelte Lichtstrahlen der Sonne bahnten sich den Weg zum schattigen feuchten Waldboden. Die Luft war unerträglich feuchtheiß und nun wurde auch Regina klar, wo sie sich gerade befand, als ihre Augen vollends geöffnet waren und in das Dickicht starrten. Etwas benommen stand sie vom feuchten Boden auf und zupfte sich ihr Outfit zurecht. Schon jetzt rann ihr, durch die hohe Luftfeuchtigkeit und der Hitze, der Schweiß an den Schläfen herunter, was ihre Laune nicht gerade verbesserte und das nicht nur, weil ihre teuren Klamotten mit Dreck besudelt waren.

Alles, woran sie sich noch erinnerte war, dass sie mit Emma Swan eine hitzige Diskussion hatte. Eigentlich ging es, wie üblich, nur um eine ganz banale Sache, die sie, wenn sie gewollt hätte, mit Leichtigkeit weglächeln hätte können. Aber alles, was mit dieser blonden Frau zu tun hatte, führte unweigerlich früher oder später immer zu einer Diskussion. Na jedenfalls wusste Regina noch, dass sie wieder einmal diskutiert und dass sie sich beide mit ihrer jeweiligen Magie duelliert hatten. Eigentlich nicht gerade Reginas Stil, aber wie gesagt, wenn es um Emma ging, konnte es leicht passieren, dass die einstige böse Königin die Fassung verlor. Ab diesem Zeitpunkt aber verschwammen allerdings ihre Erinnerungen. Da „Miss Swan“ noch nicht viel Übung in ihrer Magie besaß, ließ es keinen Zweifel für Regina, wem sie dieses Desaster zu verdanken hatte
„SWAAAAAAAN, verdammt nochmal! Was haben Sie mit uns angestellt?!“ Donnerte es so laut aus Reginas Kehle, dass sogar einige Vögel durch das dichte Blätterdach des Dschungels hochschreckten. Ja ganz genau. Sie befand sich in einem Dschungel!

Emma lag noch immer bewusstlos auf dem feuchten Boden.
In einem Mords Tempo schritt Regina auf die blonde Frau zu, riss sie mit gewaltiger Wucht vom Boden hoch, presste sie aufrechtstehend gegen einen Baum und klatschte ihr mit einer Hand links und rechts ins Gesicht. „Wachen Sie auf verdammt und sehen Sie sich dieses Desaster an!“ Schrie Regina sie an und klatschte der Retterin fröhlich weiter ins Gesicht. Sie klatschte so fest, dass Emmas Wangen bereits knall rot waren. Dieses brennende Gefühl unter ihrer Haut war für Regina wie ein kleines Ventil und verschaffte ihr eine gewisse Genugtuung, für das, was Emma ihr offensichtlich angetan hatte.  

Nach keiner Ahnung wieviel Klatschern erwachte Emma mit einem heftigen „Au!“ und stieß Regina von sich weg. Diese taumelte ein paar Schritte nach hinten, stolperte aber über eine Wurzel und fiel rücklings auf den feuchten, dreckigen Waldboden. „Sind Sie noch ganz bei Trost mir so heftig ins Gesicht zu schlagen?!“ Motzte Emma wie wild los und rieb sich ihre Wangen. „Ich wette, ich kann noch ihre Handabdrücke sehen.“
„Sie werden noch einiges mehr von mir sehen, wenn Sie mir nicht augenblicklich erklären, was Sie mir angetan haben.“ Konterte Regina beim Versuch, aufzustehen. Der Versuch misslang, denn mit ihren schmalen, spitzen Stiefeln im matschigen Boden Halt zu finden, war keine leichte Aufgabe, somit klatschte Regina immer wieder auf den Boden zurück und versaute sich nur noch mehr ihr Outfit. „Ihnen angetan? Wovon reden Sie denn, zum Teufel?!“ Erwiderte Emma wütend und realisierte nicht wirklich, wo sie sich gerade befand. Sie war noch viel zu benommen und ihre Wangen taten weh. „Sind Sie blind geworden, oder was? Schauen Sie sich doch um. Wir sind im Dschungel verdammt. Sie und ihre Magie…“
„Was soll das heißen, Regina? Wer von uns hat denn dunkle Magie und wurde die böse Königin genannt? Mit Sicherheit nicht ich.“

Oh, oh.

„Sehr elegant Miss Swan. Aber da liegen Sie falsch. Das Böse sieht nicht immer böse aus. Manchmal schaut es uns gehässig ins Gesicht und wir bemerken es nicht einmal. Alles war friedlich, bis Sie in Storybrooke aufgetaucht sind.“

„Ach und damit soll ich jetzt schuld sein, dass wir hier gelandet sind, oder wie?!“ Protestierte die Retterin, die so langsam aber sicher checkte, dass sie wirklich im Dschungel gelandet waren. Sie rieb sich ihre Augen und musste sicherheitshalber noch einmal die Umgebung begutachten, ehe sie glauben konnte, was sie sah. Aber es war Wirklichkeit und kein Traum. Sie befanden sich wirklich im Dschungel.

„Ganz Recht Miss Swan, Sie sind hier das Böse und nicht ich. Wenn Sie nicht gewesen wären, dann wäre alles noch in Ordnung und ich würde jetzt nicht im schlammigen Schluff sitzen!“ Das letzte war eher eine Anspielung darauf, dass Emma ihr aufhelfen sollte, doch diese konnte oder wollte diese Aufforderung nicht verstehen.

Emmas brennende Wangen beruhigten sich endlich etwas, auch ihre Benommenheit war so gut wie verschwunden. Ohne Regina aufzuhelfen, lief die Retterin ein paar Schritte und schaute sich um. Aber sie sah nichts anderes, außer riesige Bäume (bestimmt an die 8-10 Meter hoch), Farne, Sträucher, vereinzelt ein paar Lianen, die von den Bäumen herunterhingen und alte vermoderte Baumstämme. Sie stemmte eine Hand auf ihre Hüfte, mit der anderen rieb sie sich die Stirn und überlegte. ‚Wie zum Teufel sind wir hierhergekommen?‘ Wieder lief sie ein paar Schritte, während Regina vor Wut überkochte, da Emma nicht im Geringsten daran dachte, ihr aufzuhelfen bzw. es überhaupt nicht registrierte, dass die wehrte Bürgermeisterin Hilfe benötigte.

Nach Versuch sieben aufzustehen und nach dem fünften Vorbeilaufen von Emma, platzte Regina nun schier der Kragen. „Wir sollten weitergehen und schauen, wie wir hier rauskommen.“ Meinte Emma und wurde zugleich gehörig angefahren: „Ooooh natürlich Miss Swan und gleich danach suchen Sie am besten eine Lichtung auf und fangen Glühwürmchen, wenn Sie denken, dass Sie dieser Aufgabe gewachsen sind, ABER ZUERST HELFEN SIE MIR ENDLICH AUF, SIE IDIOT!!!“

Sofort schnellte Emma herum und schaute zu Regina. Doch vor ihr stand keine Regina. Ein kurzer Blick nach unten und HUCH…da lag sie ja – mitten auf dem dreckigen, feuchten Boden. Ihre schwarze Stoffhose war vollgesogen von Wasser, außerdem schien das gesamte Erdreich an ihr zu kleben. Reginas dunkelblaue Bluse, sowie der lila Blazer strotzten auch nicht gerade vor Sauberkeit. So hatte man Regina Mills noch nie gesehen und genau dieser Anblick sollte es sein, der Emma zum Lachen bringen sollte. Regina sah aus, wie ein Dreckspatz, besser gesagt als ein schimpfender Rohrdreckspatz. „Swan ich schwöre Ihnen, wenn Sie nicht augenblicklich…dann werde ich…“ Mit geringer Willenskraft, unterdrückte Emma ihr Lachen, reichte Regina eine Hand und zog sie hoch. Leichter gesagt als getan, da Regina immer wieder wegrutschte und keinen Halt fand. Schlussendlich rutschte Emma nun auch noch aus und so landeten beide mit einem harten Rumms auf dem Boden. Der Fall war für die Retterin unerwartet und nun waren auch ihre Klamotten mit Dreck besudelt.
„Tja Swan, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu Sorgen.“
„Ach hören Sie doch auf, Regina….“ Giftete Emma zurück. „…wir sollten hier endlich weg und wir brauchen etwas, wo wir schlafen können.“ „Ach bauen Sie doch gleich noch ein Zelt auf, soll ich noch Marshmallows besorgen? Ich will hier Gott verdammt weg, Swan.“

„Nichts lieber als das, Frau Bürgermeisterin. Dann gönnen Sie mir doch eine Vorstellung ihrer herrlichen magischen Kräfte und zaubern uns hier weg, verdammt nochmal.“ Spottete Emma.
Ja genau. Warum ist Regina da nicht selber draufgekommen. Magie sollte helfen.

Denkste!

Mit einer arroganten Selbstverständlichkeit, schüttelte Regina nun ihre Hände und war im Begriff mit ihrer Magie auszuholen. „Jetzt werden Sie sehen, wozu ich fähig bin.“ Sprach sie und streckte ihre Hände. Gebannt schaute Emma auf Reginas Hände. Doch nicht einmal ein kleines Fünkchen Magie wollte aus denen hervorkommen. Regina versuchte es noch einmal und wieder nichts. Wie sie also sahen – so sahen sie nichts!!! Keine Magie, kein Portal was sich vor ihnen auftat, kein NICHTS!!!!

„Autsch! Und wie wir sehen, sehen wir nichts. Soviel zum Thema, wozu Sie fähig sind. Wohlmöglich wollen Sie mir jetzt noch weiß machen, dass es an meiner Anwesenheit liegt, dass Ihre Magie nicht funktioniert.“ „Halten Sie doch einfach mal Ihre Kauleiste Swan. Versuchen Sie es doch. Schließlich haben Sie uns hierhergebracht.“

Emma wollte schon wieder protestieren, denn sie hatte sie beide niemals in den Dschungel geschickt. Sie hätte alles tun können, aber freiwillig NUR mit dieser Bürgermeisterin Zicke, hätte sie sich nirgends hingezaubert. Naja, schließlich versuchte es Emma auch und was sollte man sagen…auch bei ihr kam nicht ein Fünkchen Magie aus den Händen.

„Toll. Gaaaaanz großes Kino Swan. Nicht nur, dass ich NUR mit Ihnen im dreckigen, ekligen Dschungel festsitze, nein…Sie haben uns auch noch in einen Dschungel ohne Magie geschickt. Großes Kino. Warum werde ich nur so bestraft? Warum, warum?!“

„JETZT HALTEN SIE ENDLICH DEN MUND!!!“ Brüllte Emma sie an und siehe da…in ihrer Wut war sie aufgesprungen, hatte festen Halt und hatte auch zusätzlich Regina auf die Beine gebracht. Was Wut doch an Berge versetzen konnte.

„Na wenigstens stehen wir jetzt…ich sollte Sie öfter…“ „Regina…noch ein Wort und ich binde Sie mit einer Liane hier fest an einen Baum. Es reicht!“ Obwohl Regina noch lange nicht fertig war mit Emma, schwieg sie. „Sehr schön. Da das geklärt ist…wir sollten gehen und uns ein Lager suchen bzw. bauen. Überlegen wie wir hier wegkommen.“

Auch wenn sie sich etwas Besseres vorstellen konnte, so wusste Regina, dass Emma recht hatte. Allerdings würde sie auch keine fünf Meter weit mit ihren Stiefeln kommen. Die einzige Lösung die ihr blieb, war auch die bitterste. Die Schuhe, besser gesagt die teuren Stiefel, mussten mal eben ein paar Zentimeter schrumpfen und das ging leider nur, wenn Regina die Absätze entfernte. ‚Ich schwöre, wenn ich wieder in Storybrooke bin, mach ich diese Frau fertig wegen dem, wozu sie mich gerade zwingt.‘ Schoss es Regina durch den Kopf. Mit zwei großen Schritten, die einem Storchengang glich, schritt die Bürgermeisterin zu dem Baum, an dem sie noch vor wenigen Momenten Emma festgenagelt hatte. Irritiert starrte Emma sie an, was natürlich nicht unbemerkt von Regina blieb. „Was denn? Mit diesen Absätzen komm ich nicht weit.“ „In der Tat. Das einzige Vernünftige, was bis jetzt aus Ihrem Mund kommt.“

Schweren Herzens brach Regina also die Absätze ihrer heißgeliebten, teuren Stiefel ab, wenn auch gleich ihr bewusst war, dass sie noch mehr Dreck unter ihren Füßen haben würde, da sie nun dem Erdboden noch näher war, als zuvor. Es wäre auch von Vorteil gewesen, ihren Blazer zu kürzen, ihn umzubinden oder gar ganz zu entfernen, aber soweit konnte Regina moralisch noch nicht gehen. Das wäre ihr auf keinen Fall tragbar gewesen. Zumindest noch nicht.

Emma dagegen war was den Kleidungsstil betraf, zumindest etwas im Vorteil. In Storybrooke war gerade Sommer eingekehrt, da hatte sie nur einen BH, ein weißes lässiges, weites, weißes Strandshirt, eine blaue Jeans und schwarze, flache Stiefel an. Und genau mit diesem Outfit befand sich Emma nun im Dschungel. Wenn man es also genau betrachtet, war Emma besser gekleidet. Allerdings war das weiße Shirt nach ihrem Fall auch nicht mehr weiß, sondern eher fleckig, dunkelbraun vom Erdboden gefärbt. Egal…irgendwo ließ sich bestimmt etwas finden, wo man das Shirt auswaschen konnte. So zuversichtlich war Emma dann doch.

Nachdem die Absätze sich nicht mehr unter Reginas Füßen befanden, stapften sie beide nun los, ohne zu wissen, in welche Richtung sie gehen mussten, geschweige überhaupt zu wissen, wo sie hingingen. Sie kamen aber nur spärlich voran. Der dichte Wald machte es ihnen sehr schwer, einen Weg zu finden. Sie waren nun mal nicht für den Dschungel ausgerüstet. Alles, was Emma noch mit sich trug, war ihre Pistole. Aber damit ließen sich die Sträucher auch nicht gerade kürzen. Ein Messer, oder eine Machete wären jetzt nicht schlecht. Aber wer trug sowas schon in Storybrooke mit sich rum? Niemand! Emma schwor sich, dass sie eines der zwei Sachen ab sofort immer bei sich tragen würde, wenn sie wieder zurück in ihrer Stadt wären. Reine Vorsichtsmaße deklarierte es Emma gedanklich, denn wer weiß schon, wo Regina sie das nächste Mal hinzaubern würde. Ja in Emmas Augen war Regina die Schuldige.

Während sie so durch den Dschungel liefen und die Situation nicht noch schlimmer sein konnte, fiel der Retterin aber ein guter Titel für eine Geschichte ein, die sie Henry erzählen konnte. Je mehr sie darüber nachdachte, umso amüsanter war es auch.

Sie hörte sich schon zu Henry sagen:  „Es war einmal im Dschungel….“
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