Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

2020 08 25: Frieden, um des Captains Willen [by ladyfangirl]

OneshotHumor, Freundschaft / P12 / Gen
James T. Kirk Leonard McCoy
25.08.2020
25.08.2020
1
1.441
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
25.08.2020 1.441
 
Tag der Veröffentlichung: 25.08.2020
Zitat: "Nein! Nicht gut! Nicht gut!" aus dem Kinofilm "Fluch der Karibik"
Autor: ladyfangirl
Titel der Geschichte: Frieden, um des Captains Willen
Hauptcharaktere: James T. Kirk, Leonard McCoy
Nebencharaktere: Spock, Hikaru Sulu
Pairings: -
Kommentar des Autors: ich wollte schon immer mal was zu den Reisenden in dem All schreiben und weil mir die Dynamik so gefällt, nehme ich die Besatzung aus der Kelvin-Timeline, während ihrer 5-Jahres-Mission. Viel Spaß

*****


"Brücke an Doctor McCoy!"
"Ich höre, Sulu!" Leonard verdreht die Augen, da hat es das Erkundungsteam aber mal wieder richtig lang auf dem neuen Planeten ausgehalten. Muss Kirks neuer Rekord sein, mal nicht innerhalb von einer Stunde in solchen Schwierigkeiten zu stecken, dass man einen Arzt belästigen muss. Das PADD mit dem interessanten Artikel über regenerative Zellerneuerung mit einem neugefundenen natürlichen Mineral landet unsanft auf dem Schreibtisch in seinem Büro. Dafür hat er sicher später noch Zeit, sein Patient (Sulu wird ihm eine Flasche guten Scotch schulden, wenn es Jim ist) wird da sicher nicht so lange warten können.
"Mr Spock bringt den Captain wieder an Bord, Sie sollten sich zum Transporterraum bemühen, Doctor. Wir haben aber keinerlei Informationen, was genau vorgefallen ist."
"Danke, Sulu. Bin unterwegs. McCoy Ende." Grummelnd und brummend schnappt sich der Arzt die Notfalltasche und winkt noch zwei Pfleger mit einer Trage ran. Die Aussicht auf eine Flasche ordentlichen Whiskey hebt seine Laune aber nicht so wirklich. Wenn es nicht verdammt wichtig und notwendig ist, wird er Jim so zurechtstutzen, dass er nie wieder seinen Fuß von der Enterprise bewegt, außer sie sind wieder auf der Erde und erstatten den Sesselwärmern in der Admiralität Bericht. Traurigerweise kennt Leonard den Weg von der Krankenstation bis in den Haupttransporterraum auswendig und könnte ihn auch mitten in der Nachtruhe mit einer Schlafmaske auf den Augen finden. Viel zu oft ist er schon hier lang gehastet, um den Arsch vom Captain zu retten. Nur selten, eher sporadisch, war es der von Spock, der Vulkanier ist nicht ganz so lebensmüde auf fremden Planeten wie es Jim offenbar ist. Wie hatte es Sulu nochmal angekündigt? Das Spitzohr bringt den Draufgänger ... die Idee von der Niederlassung als Landarzt irgendwo weit weg vom Sternenkommando rückt in Pilles Gedanken wieder in greifbare Nähe. Da würden die grauen Haare, die Jim ja regelrecht herausfordern will, sicher noch etwas auf sich warten lassen, als wenn er weiter dem Captain vor welchen Krankheiten auch immer retten muss.
Und wie er es in Erinnerung hat, der Weg hat sich so eingebrannt, er könnte derweilen auch vulkanisch lernen, er würde trotzdem im Transporterraum ankommen. Aber mit dem Schritt in Scottys Reich stellt der Doctor seine persönlichen Gefühle hintenan und überlässt dem Arzt in sich das Kommando.

Jim wird von Spock gestützt, wobei es auch sein könnte, dass der Vulkanier der einzige Grund ist, warum der Captain nicht auf dem Boden liegt. Während Spock selber seine übliche Ruhe ausstrahlt und die Hektik im Raum nicht nachvollziehen kann, sieht Jim aus, als hätte man ihm mit Helium aufgeblasen und zu lange an einer Sonne schweben lassen. Die Uniform schnitt unnatürlich in die Haut ein, das rote Gesicht wirft auch schon fast Blasen und ein wirkliches Bewusstsein schien auch nicht mehr vorhanden, zumindest reagiert der Mann nicht, als Leonard ihn von Spock löst und auf den Boden gleiten lässt.
"Oh, Jim, was hast du nur wieder angestellt?" Auch wenn Pille seinen Freund am liebsten etwas gepfeffertes um die Ohren hauen würde, die Sorge lässt sich nicht einfach runterschlucken.
"Wir waren auf dem Weg zurück zum vereinbarten Sammelpunkt, um zurück auf die Enterprise zu beamen. Unsere Erkundung trug nicht die zu erwarteten Früchte und die einsetzende Dämmerung erschwerte die Sicht. Captain Kirk äußerte sein Missfallen über die verschwendete Zeit, als er von etwas gestochen wurde, was sich als Insekt klassifizieren lässt." Spock übernimmt bereitwillig und ungefragt die Informationsweitergabe, da von Jim kein Ton kommt. "Die ersten Symptome zeigten sich nach einigen Metern, die Haut quoll auf und erschwerte dem Captain das weiterkommen. Die Schmerzen stiegen sekündlich und so war es meine Pflicht ihm unter die Arme zu greifen. Die Rötung der Haut kam erst kurz vor dem Beamen hinzu. Auf der Planetenoberfläche konnte keine Strahlung nachgewiesen werden. Woher diese Reaktion kommt, erschließt sich mir nicht."
"Danke, Spock. Wir werden sicher noch dahinter kommen, jetzt sollte Jim so schnell wie möglich auf die Krankenstation, ich muss mir das ansehen."
Alle packen mit an und nur wenige Minuten später verfrachtet Leonard seinen Freund auch schon auf eines der Biobetten. Die Anzeigen springen sofort an und zeigen Werte, die dem Doctor so gar nicht gefallen.
"Nein! Nicht gut! Nicht gut!" Pille weiß, Hektik ist in so einem Moment absolut falsch, und doch kann er sie nicht aus seiner Handlung verbannen, als er wie wild auf den Anzeigen rum tippt und den Computer schon nach Verweisen auf gleiche oder ähnliche Fälle suchen lässt. "Christine." Er schreit es fast schon durch die ganze Station und nur einen Sekundenbruchteil später steht die gute Seele der Abteilung auch schon hinter ihrem Chef. "Verfrachten wir ihn in eines der Intensivbetten, die Körpertemperatur ist viel zu hoch und die Atmung gefällt mir auch nicht." Der Patient bekommt die ersten Injektionen und stillschweigend schaffen sie den Captain in eines der separaten Zimmer.
Hand in Hand arbeiten sie zusammen und nach einer gefühlten Stunde verlassen sie das Zimmer auch wieder. Der Captain schläft ruhig und Leonard hofft, dass es auch so bleibt.
Vor seinem Büro steht Spock und scheint auf den Doctor zu warten.
"Was treibt Sie freiwillig in mein Reich, Spock?" Pille ist viel zu erledigt, um eine gewisse Grundfeindseeligkeit mitschwingen zu lassen, also belässt er es bei einem für seine Verhältnisse sehr neutralen Ton.
"Ich wollte mich nach dem Befinden des Captains erkundigen und benötige für das Logbuch eine Angabe, wie lange er seinen Dienst nicht antreten kann."
"Oh, wenn es nach mir geht, nie wieder." Pille brummt es in seinen nicht vorhandenen Bart und das führt dazu, dass Spock die Augenbraue hebt. "Keine Sorge, er wird wieder."
"Das ist schön zu hören. Aber nicht die von mir gewünschte Auskunft, Doctor."
"Was daran liegt, dass ich es noch nicht sagen kann, Commander. Der Captain hatte einen schweren anaphylaktischen Schock, deren Ursache ich noch rausfinden muss. Im Moment ist er stabil, aber nicht ansprechbar und ich weiß nicht, wann sich dieser Zustand ändert. Wenn Sie unbedingt was angeben müssen, dann nehmen Sie zwei Wochen, ändern können Sie es ja dann immer noch. Ich muss jetzt noch ein bisschen was tun, wenn Ihnen also nichts fehlt?" Fragend und doch kampfesmutig starrt der Doctor das vulkanische Besatzungsmitglied an. Doch Spock schüttelt leicht den Kopf und geht zur Tür. Er bleibt aber noch einmal kurz stehen.
"Ich mache mir trotzdem etwas ... Sorgen, wie Sie es nennen. Er ist schließlich der Captain und da erwartet man es doch vom Kommandostab, richtig? Dennoch würde ich es sehr begrüßen, wenn ..."
"Wenn sich an Jims Zustand irgendwas ändert, erfahren Sie es als Zweiter, versprochen." Spock kann sagen, was er will, aber die menschlichen Eigenschaften färben sich doch langsam auf sein grünes Blut ab.
"Ich verstehe nicht. Warum erst als Zweiter?" Da, wieder geht die Augenbraue nach oben und Leonard muss sich auf die Zunge beißen, um nicht zu lachen.
"Ich wäre ein schlechter Arzt, wenn ich es nicht als Erster mitbekommen sollte, oder?"
"Ich verstehe." Spock neigt leicht den Kopf und zeigt wieder die ausdruckslose Miene wie sonst. "Es wäre in der Tat unpassend, wäre es nicht so. Sollten Sie bei der Analyse der Blutproben Hilfe benötigen, Sie finden mich auf der Brücke."
"Danke, Spock. Ich werde vielleicht darauf zurück kommen." Wird er natürlich nicht, lieber macht er drei Tage durch, als das Spitzohr um Hilfe zu bitten. Aber das muss Pille ja nicht laut aussprechen. Und vielleicht findet er den Auslöser für den Schock auch allein, wenn er sich endlich mal an die Arbeit macht.
Ein letztes Nicken zu dem vorläufigen Kommandanten über die Enterprise und ihre Wege trennen sich für den Moment. Jeder mit einem Job beschäftigt, der erledigt werden muss.

*****





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Mal wieder ein Fandom, das ich nicht wirklich kenne.
Das Zitat wurde hier sehr gut umgesetzt. Ich mag dieses Ernste gemischt mit Humor.

Eure lula-chan
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast