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Ein Mädchen, zwei Leben

von Bibale
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
24.08.2020
31.03.2021
9
12.688
 
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24.08.2020 1.097
 
Hey, da bei meiner anderen Geschichte nur noch ein Kapitel fehlt und mir diese Idee schon länger im Kopf rum geisterte, dachte ich mir ich lade schonmal das erste Kapitel hoch. Linja wird in dieser Geschichte ebenfalls vorkommen, allerdings mit einer komplett anderen Vorgeschichte. Es werden hier Zeiten vermischt, doch ich fand, dass es einfach passte und es so besser zu schreiben ist.

Es wird keine regelmäßige Uploads geben, da ich noch nichts vorgeschrieben habe. Ich versuche aber, nicht zu lange Wartezeiten zu verursachen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass es euch gefällt.

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Kapitel 1: Das erste Treffen

Hicks und die Drachenreiter, eine Gruppe von sechs Jugendlichen, die fernab von ihrer Heimatinsel einen Stützpunkt errichtet haben, um Drachen zu erforschen und vor Drachenjägern, die es hier zu genüge gab, zu retten, saßen auf einem Schiff, eben jener Jäger, in einem Käfig und warteten. Der Anführer der Drachenjäger, ein cleverer Stratege, hatte es immer wieder auf sie abgesehen, da sie etwas besaßen, was für ihn überaus wichtig war.

Das Drachenauge.

° ° °

Das Drachenauge, von den Reitern auf der Thanatoss, einem  altem Drachenjäger Schiff aus den Legenden, auf einem alten Schiffsfriedhof,  gefunden, gab, mit Hilfe der dazugehörigen Linsen, die im gesamten Archipel verstreut zu finden sind, sämtliche Informationen über die Drachenklassen und den entsprechenden Drachen preis.

Die sechs, für die das Drachenauge ebenso wichtig war, taten, zusammen mit ihren Freunden und verbündeten, alles, um dem Anführer, Viggo Grimmborn und seinen Bruder Reiker, von der Wissensquellen fernzuhalten. Immer wieder lieferten sie sich schlachten mit den Drachenjägern und das Auge wechselte desöfteren den Besitzer.

Doch beide Seiten ließen sich davon nicht abbringen und holten sich das Drachenauge immer wieder zurück.

° ° °

Die sechs saßen nebeneinander, an die Wand gelehnt und warteten, dass Viggo sie zu sich rief oder sie eine Chance zum fliehen hatten. Auf einmal ertönten Schritte. Kurz darauf erschienen einige Jäger, schlossen die Tür auf und holten sie raus. Sie wollten, nachdem alle draußen waren, gerade zu Viggos Kajüte laufen, als deren Tür aufknallte und ein Mädchen rausgerannt kam. Sie trug ein einfaches, dunkelblaues Oberteil aus Leder, einen braunen Rock, der aus einzelnen Stoffstreifen bestand, um die Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken, eine schwarze Leggings und Fellstiefel. Ihre Handgelenke schütze sie mit verstärktem Leder und an den Schultern trug sie Schützer aus Metall, die vorne mit einem Lederband befestigt waren, an dem auch eine Kapuze mit Maske befestigt war. Ihre Blonden Haare, hatte sie zu einem seitlichen Zopf geflochten.
Sie hatte die Drachenreiter fast erreicht, als sich eine Bola um ihren Oberkörper und eine um ihre Beine wickelte, wodurch sie nicht mehr laufen konnte und umfiel. Als sie sich umdrehte sah sie Reiker, den großen Bruder von Viggo, ein großer, kräftig gebauter Mann,  noch eine weitere Bola wurfbereit in der Hand haltend, auf sich zu kommen. Die anderen neben sich ignorierte sie vorerst und konzentrierte sich ganz darauf, sich von den Seilen zu befreien, denn ansonsten würde Reiker sie erwischen und was dann mit ihr passierte, mochte sie sich gar nicht vorstellen.

Die Drachenreiter sahen verwirrt zu dem  Mädchen neben sich. Auch die Drachenjäger sahen fast alle zu ihr, weshalb Astrid die Chance nutzte und die Wache, die ihr am nächsten Stand weg trat, ihre Freunde taten es ihr gleich und befreiten sich ebenfalls von ihren Wachen. Dann rannten sie ohne viele Worte zu den Käfigen ihrer Drachen. Zusammen mit ihnen hielten sie die Drachenjäger fern. Hicks sprang von Ohnezahn, zerschnitt die Fesseln der am Boden liegenden und rief seine Freunde zum Rückzug auf.

“Komm mit wir bringen dich hieraus.”

“ Das ist nett, aber zuerst muss ich meinem Drachen helfen. Fliegt ihr schon Mal raus ich komme nach”, rief die Fremde ihm zu und rannte, nicht ohne weitere Drachenjäger weg zu schubsen und zu entwaffnen, ohne ein weiteres Wort davon.

“Komm Hicks wir können ihr später immer noch helfen zu erst müssen wir selber hieraus.”

Astrid war neben ihm aufgetaucht und versuchte ihren Freund davon ab zuhalten, der Unbekannten zu folgen. Wie immer gelang es ihr und er machte sich mit Ohnezahn auf den Weg, nach draußen. Zuletzt verließen Raffnuss und Taffnuss mit Kotz und Würg das Schiff und hinterließen eine Gas Wolke.

Kurz danach, tauchte das Mädchen auf einem Nadder wieder auf und kaum war sie außer Reichweite, entzündete der Zipper das Gas und das Schiff explodierte.

Die sieben flogen zu einem nahe gelegenen Felsen und landeten darauf.

“Danke für eure Hilfe. Ohne euch hätte Reiker mich erwischt. Ich bin übrigens Linja” stellte das Mädchen sich vor und wies auf ihren Drachen. “ Und das ist Sturmwind”

“Kein Problem. Ich bin Hicks und das ist Ohnezahn.”
Während Hicks auch die anderen und ihre Drachen vorstellte, sah Linja sie alle aufmerksam an.

Hicks, offenbar der Anführer der Truppe, trug ein dünnes Oberteil mit einem Lederhemd und Schulterschonern darüber. Auffällig war, dass er an seinem linken Bein ab dem Knie eine Prothese trug. Sein Nachtschatten Ohnezahn, trug eine künstliche linke Schwanzfinne.

Das Mädchen mit den Blonden Haaren und ähnlichem Outfit wie ihres, hieß Astrid. Sie ritt auf einer Nadderdame namens Sturmpfeil.

Auf der Gronckeldame Fleischklops, ritt Fischbein ein etwas rundlicher Junge. Er trug einfache Lederkleidung, genauso wie die Zwillinge Raffnuss und Taffnuss, die sich dem Zipper teilten und Rotzbacke, der der  Reiter des Alptraums Hakenzahn war.

Auch wenn sie nicht viel über die Gruppe wusste, mochte sie die sechs. Zwar ging es etwas Chaotisch zu, was vorallem an den Streitigkeiten der Zwillinge lag, doch trotzdem pflegten sie ein freundliches, fast familiäres Miteinander. So etwas kannte sie von Zuhause nicht. Ihre Eltern hatten kaum Zeit für sie und andere Verwandte hatte sie nicht.

Gerne wäre sie noch länger geblieben und hätte mehr über sie erfahren, aber sie wurde zu Hause erwartet. Also verabschiedete sie sich und stieg auf Sturmwind. Sie winkte ihnen noch einmal zu und verschwand dann in den Wolken, um sicherzugehen, dass ihr niemand folgte.

° ° °

“Irgendwie mag ich Linja, auch wenn ich kaum was über sie weiß. Ich bin gespannt, ob wir sie nochmal wieder sehen. Sie hatte es gerade ja sehr eilig zu verschwinden.”, meinte Astrid zu ihren Freunden, die sie überrascht an sahen. Normalerweise dauerte es ewig, bis Astrid jemanden vertraute und sogar mochte. Seit sie vor ein paar Jahren von Heidrun ausgetrickst wurde, ist sie fremden gegenüber immer sehr misstrauisch.

“Ich mochte sie auch und ich bin  mir sicher, dass wir sie wieder sehen werden. Aber jetzt würde ich vorschlagen, dass wir erstmal zur Drachenklippe zurück fliegen”

Die anderen stimmten Fischbein zu und sie machten sich auf den Weg zur Drachenklippe.
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