Die Hoffnung stirbt zuletzt (Teil 2)—Bad Bank

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
Andrea Schäfer Ben Jäger Kim Krüger OC (Own Character) Semir Gerkhan Sunsanna von Landitz
24.08.2020
28.09.2020
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16.09.2020 747
 
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„Nein Ben, wenn du jetzt nicht mit ihr redest.....“. Vorsichtig schlüpfte er aus der Umarmung und erkundigte sich nach ihrem Tag. Sogleich plapperte sie los und erzählte von einem neuen Stationsarzt, der die Pfleger und Schwestern behandelte wie den letzten Dreck. Nachdem sie sich ihren Frust von der Seele geredet und sich etwas Bequemeres angezogen hatte, wollte sie wissen wie die Therapiesitzung heute gelaufen war. Sie wusste wie wichtig diese Stunde für Ben war, da er nun endlich wieder mit Semir über die Autobahn ziehen wollte.
Jetzt war der Moment gekommen, wo Ben sie zuerst einmal um Verzeihung bitten wollte.

„Wollen wir uns einen Moment setzten, ich wollte mit dir reden.“ Begann er etwas unsicher.
„Ich wollte dir zuerst einmal sagen, dass ich dich über alles liebe und ich so glücklich bin dich getroffen zu haben. Die Umstände wie wir uns damals wieder getroffen haben waren jedoch nicht die Besten, wie du selber weißt und bevor ich jetzt ganz wirres Zeug daher rede, möchte ich dich erst einmal um Verzeihung bitten“. Er fühlte sich nun bereit ihr alles zu erzählen.
„Ben, es gibt rein gar nichts für was du dich entschuldigen müsstest. Du hast die Hölle auf Erden durchlebt und auch ich konnte dir nicht helfen, du warst auf dich ganz alleine gestellt.“ Stellte Sammy sofort klar.
„Doch, ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich dich im Stich gelassen habe. Weißt du mein Engel, die Entscheidung mir selbst das Leben zu nehmen war maßlos egoistisch und ich habe nicht an dich gedacht. Ich war zu schwach um weiterzukämpfen und wollte nicht, dass Sascha mich zu tote foltert, ich wollte das selber entscheiden. Habe aber nicht an die Konsequenzen gedacht.“
Sammy war sehr erleichtert, dass Ben nun endlich mit der Sprache rausrückte. Wobei sie immer wusste, warum er es getan hatte, sie wollte aber, dass er darüber sprach und ihr endlich bedingungslos vertraute.
Ganz langsam begann er über seine Nahtot-Erfahrung zu sprechen und über seine Ängste sie zu verlieren, weil er sich nicht öffnen konnte. Es sprudelte förmlich alles aus ihm heraus, seine Gefühle bevor er sich die Pulsadern aufschnitt und was dann geschah, als er zwischen den Welten festhing. Sammy unterbrach ihn nicht und merkte von Satz zu Satz welche Last Ben sich gerade von der Seele redete.
Als Ben fix und fertig und den Tränen nahe seine Erzählungen beendete, nahm Sammy ihn einfach nur in ihre Arme und tröstet ihn.
„Danke Ben, danke dafür, dass du mir vertraust. Ich wusste, dass dich etwas sehr belastet und es tat mir in der Seele weh dich so unglücklich zu sehen. Jetzt steht absolut nichts mehr zwischen uns und ich liebe dich so sehr. Bitte lass mich in Zukunft an deinem Leid und nicht nur an deinem Glück teilhaben.“ Jetzt war es auch um Sammy geschehen, die Tränen flossen in Strömen und jetzt war es Ben der seinen Engel tröstend in die Arme schloss bis sie sich wieder beruhigt hatte.

Er hatte es tatsächlich geschafft, Ben fühlte sich wie berauscht als morgens um 6 Uhr sein Wecker läutete. Er hatte seit langem mal wieder eine Nacht ohne Alpträume durchgeschlafen. Nachdem Ben gestern Abend Sammy alles gebeichtet hatten konnten sich beide nicht mehr zurückhalten. Das gemeinsame Kochen wich einer wilden und erotischen Liebesnacht. Ben hatte sich schon lange nicht mehr so zu einer Frau hingezogen gefühlt wie zu Sammy. Nachdem sich beide etwas beruhigt hatten verfielen sie in einen innigen Kuss, welcher schnell zu mehr wurde. Keiner konnte mehr seine Hände bei sich behalten und der Weg zum Schlafzimmer zierte eine Spur von Klamotten, welche sie sich förmlich von den Leibern gerissen hatten. Ihre Berührungen waren wie elektrisierend, sein ganzer Körper geriet dermaßen in Wallung und sein Puls kletterte in ungeahnte Höhen.
Er wollte sie so sehr und er wollte sie in diesem Augenblick nie wieder los lassen. Ihre blonden Locken standen wild von ihrem Kopf ab und ihre Lippen lechzten nach seinen Berührungen. Zärtlich und zugleich fordernd wanderten ihre Hände über seinen verschwitzten Körper. Ihr leises Stöhnen ließ ihn noch mehr erregen und er konnte sich nicht mehr zurück halten. Sanft drang er in sie ein und ihre erregten Körper fanden sich in einem unbeschreiblichen Höhepunkt.
Als er sie am nächsten Morgen betrachtete, musste er an die vergangenen Wochen zurückdenken. Er könnte sich Ohrfeigen, dass er diesem Wesen so unendlich weh getan hatte. Sein Schweigen stand immer zwischen ihnen, aber jetzt hatte er ein gutes Gefühl. Er würde sie glücklich machen und nie wieder etwas verschweigen.
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