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Die Wärme des Herzens

von Sunny 78
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Sophie Brown Titus Kralle
23.08.2020
20.12.2020
7
13.354
2
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
23.08.2020 1.317
 
Hallo, liebe Leser. Bei meinem Stöbern in verschiedenen Fanfictionportalen kam ich zu der Erkenntnis, dass es in meinen Augen zu wenige Sophie x Titus Sickfictions gibt. Daher folgt ein kleiner Beitrag meinerseits.
Reviews sind gerne erwünscht! Ich bin für Lob, Kritik und Anmerkungen aller Art offen:)

~In Dr. Kralles Schloss~

,,Titus! Wo bleibst du nur, du Nichtsnutz?!" Die Geduld des Dr. Kralle ging langsam ihrem Ende entgegen, da sein Neffe heute verhältnismäßig lange brauchte, um zu erscheinen. Wenige Minuten später stand er schließlich im Türrahmen. ,,Ich komm ja schon, ich komm ja schon. Du musst nicht so schreien!" Seufzend betrat der junge Schurke den Raum, hielt jedoch kurzzeitig inne, da die Welt um ihn herum zu verschwimmen begann. Titus bereute schon jetzt, überhaupt aufgestanden zu sein. Dem sonst so unerschütterlichem M.A.D. Agenten fehlte jegliche Motivation. Sein Kopf dröhnte seit gestern unaufhörlich. Dazu kamen heute noch Schwindelattacken gepaart mit verstopften Nebenhöhlen sowie heftigen Halsschmerzen. Er war erkältet, dass stand außer Frage. Er selbst vermutete, dass er sich bei seiner letzten Mission im Schneegebirge unterkühlt hatte, da er sich weigerte vernünftige Winterklamotten zu tragen. Sie würden sein cooles Image zerstören und seine perfekt gestylte Frisur ebenso. Heute bereute er es und wünschte sich, er hätte seinen Stolz beiseite geschoben. Dr. Kralle stieß seine berühmte Krallenhand grob gegen seine Stuhllehne. ,,Da bist du ja endlich! Was fällt dir ein, mich solange warten zu lassen?!" Kurz spielte Titus mit dem Gedanken seinen Onkel über seinen Gesundheitszustand aufzuklären, allerdings konnte er sich bereits denken, dass er wohl kaum Rücksicht darauf nehmen würde, ihn zurück in sein warmes Bett schickte und eine schöne Hühnersuppe zubereiten täte. Dies war es nämlich, was Titus sich im Moment am meisten wünschte. ,,Sorry, Onkel Kralle, ich war beschäftigt. Was gibt's?" Er hoffte inständig, dass sein Onkel von selbst das Räuspern in seiner Stimme oder die Augenringe unter seinen Lidern bemerken möge. Ihm war ganz und gar nicht nach einer Mission zumute, weshalb er bangte, dass sein Onkel ihn diesmal mit einer anderen Belange als einen neuen Plan konfrontierte. Doch dem war nicht so. ,,Hör zu, du musst noch einmal zurück ins Schneegebirge. Ich habe meinen Plan perfektioniert. Du wirst den riesigen Heizkörper diesmal ganz oben auf dem Gipfel aufstellen. Von dort aus wird er den gesamten Schnee schmelzen und ich werde nie wieder dafür gehänselt werden, nicht Ski fahren zu können, denn von da an wird niemand mehr Ski fahren können, guahaha!" Nachdem Dr. Kralle seinen Plan zuende erklärte, schlug sich Titus die Hand ins Gesicht. Bereits letzte Woche sollte er diesen Plan ausführen, wurde allerdings von Gadget und seiner Nichte Sophie gestoppt und aufgehalten. Er würde seine Gesundheit nun vollends wegwerfen und das alles nur dafür, dass sein idiotischer Onkel nicht mehr als Versager dastehen müsse, der nicht Ski fahren kann! Schon der Gedanke daran, in jenes Gebiet, dem er seinen momentanen Zustand verdankte, zurückzukehren ließ Titus frösteln. Zögerlich beichtete er seine Bedenken. ,,Onkel Kralle, ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das so eine gute Idee ist." Besagter drehte sich neugierig zu seinem Neffen. ,,Und warum sollte es dass nicht sein?" Erneut machte seine Krallenhand Bekanntschaft mit dem Stuhl, diesmal jedoch mit solch einer Härte, dass die spitzen Stacheln hervorstießen. ,,Zweifelst du etwa meinen Plan an!?" Eilig winkte Titus kopfschüttelnd ab. ,,Nein, das ist es nicht." ,Der geht sowieso schief, fügte Titus gedanklich bei. ,,Es ist nur so, dass ich mich heute irgendwie nicht wohl fühle." Kralle winkelte seine Arme an, bettete seinen Kopf auf seinen Händen und musterte seinen Neffen sowie Handlanger nachdenklich. ,,Achso. Na wenn das so ist, leg dich zurück in dein Bett und deck dich schön zu, während ich dir eine heiße Suppe mache." Für einen kurzen Moment funkelte ein Hauch Hoffnung in Titus Augen. ,,Wirklich!?" ,,Nein! Spar dir dein Gejammer und mach dich endlich auf den Weg. Wenn du die Mission erfüllt hast, kannst du meinetwegen zurück ins Bett!" Griesgrämig setzte Titus dazu an, den Raum zu verlassen, jedoch nicht, ohne dass er einen letzten Blick auf seinen Onkel riskierte, der sorglos begann MAD-Katze zu streicheln. Die Kaltherzigkeit und das eindeutige Desinteresse seines Onkels verletzte Titus in seinem Inneren, selbst wenn er es sich nicht eingestehte. Mit räuspriger Stimme warf er in den Raum: ,,Na schön. Aber wenn ich umkippe und erfriere ist es deine Schuld!" Doch auch dieser Satz ließ seinen Onkel vollkommen kalt.

~In Sophie, Finos und Gadgets Wohnung~

Sophie machte es sich gerade mit einer heißen Schokolade neben ihrem treuen Begleiter Fino auf dem Sofa bequem. Draußen war es außerordentlich kalt geworden und der heftige Wind dröhnte einem nur so um die Ohren. Daher entschied die Blondine, dass es das Beste wäre einen gemütlichen Tag zuhause mit einem guten Buch und einer warmen Decke zu verbringen. Sie nippte gerade an ihrer heißen Tasse als sie die Präsenz ihres Onkels hinter sich wahrnahm. ,,Oh, Onkel Gadget." Der neugierige Blick ihres Onkels ruhte auf ihrem Buchumschlag. ,,Sophie, was liest du denn da schönes?" ,,Einen Kriminalroman um einen gestohlenen Diamanten." Gadget wurde augenblicklich hellhörig. ,,Das war sicherlich M.A.D's Werk!" Kichernd klärte Sophie ihren Onkel auf. ,,Onkel Gadget, das ist doch nur eine fiktive Geschichte. M.A.D. hat damit nichts zu tun." Dieser deutet mit einer großen Geste auf ihren Roman. ,,Hah, vielleicht wollen sie nur, dass du genau das denkst! Ich werde die Sache untersuchen." Kopfschüttelnd wendete sich Sophie wieder ihrer Lektüre zu. Ihr Onkel war wirklich einzigartig. Die Blondine genoss die Ruhe, doch gleichzeitig wusste sie, dass sie nicht lange andauern würde. Seit dem gestrigen Vorfall, bei dem sie Titus erfolgreich in den Hintern getreten und MAD gestoppt hatte, war es still und friedlich. Beinahe schon zu still und friedlich. Als hätte sie ihn damit heraufbeschworen, erschien Chef Gontier in ihrem Kamin, mit einer Wintermütze auf dem Kopf. Wissend und auch recht glücklich, dass es mit der Ruhe vorbei war, legte Sophie ihr Buch und ihre Decke beiseite. Gadget musterte derweil mit kritischen Blick den Chef. ,,Der Weihnachtsmann? Aber es ist doch noch gar nicht Weihnachten!" ,,Nicht ganz Gadget.", erwiderte Gontier ehe er seine Mütze entfernte. Gadgets Augen weiteten sich. ,,Donnerlittchen, Chef Gontier! Sind sie etwa der geheimnisvolle Weihnachtsmann?" Seufzend kramte der Chef seine Telenachricht hervor und warf sie zu Gadget, der sie reflexartig auffing und öffnete. Derweil berichtete Gontier von der aktuellen Mission. ,,M.A.D setzt sich wieder in Bewegung. Wie es aussieht plant Dr. Kralle mithilfe eines riesigen Heizkörpers den gesamten Schnee im Schneegebirge zum Schmelzen zu bringen. Wir wissen nicht genau wieso er das tut, doch es kann nur böses dahinterstecken. Außerdem gefährdet dieses Vorhaben meinen geplanten Ski-Urlaub. Ihre Mission ist es ihn umgehend aufzuhalten! Diese Nachricht wird sich selbst zerstören." ,,Donnerlittchen, sie wollen die Heimat der Tiere und Yetis zerstören!" Diesmal war es Fino, der sich die Pfote knurrend ins Gesicht schlug. Unsicher, wie sie es ihm beibringen soll, wendete sich Sophie an ihren Onkel. ,,Ähm, ich denke nicht, dass dort Yetis leben." Gadget schloss die Nachricht. ,,Das werden wir überprüfen, wenn wir M.A.D. aufhalten, Sophie. Verlassen Sie sich auf uns, Chef Gontier! Auf zum Gadgetmobil!" Nickend folgten Sophie und Fino Gadget aus dem Raum. In letzter Sekunde kehrte dieser jedoch zurück, um die inzwischen piepende Nachricht seinem Chef zu übergeben, der sie panisch in seinen Händen schwenkte bevor er sie fallen ließ und hastig den Kamin hochkrabbelte. Just in dem Moment explodierte die Nachricht und ließ den Chef unsanft zurück auf den Boden plumpsen. Er stieß stöhnend eine Rauchwolke aus.

So, das war's mit dem ersten Kapitel. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Anfänglich war die Geschichte als Oneshot geplant aber ich habe mich schlussendlich doch dazu entschieden, sie in Kapiteln zu staffeln. Im nächsten treffen die Rivalen aufeinander. Seid gespannt;)
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