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Dennis Silberstein 4 - Das gefallene Königreich

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Gen
Engel & Dämonen Fabeltiere & mythologische Geschöpfe Kobolde & Feen Ritter & Krieger Zauberer & Hexen
22.08.2020
06.03.2021
30
40.962
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10.10.2020 1.093
 
>>Also versteh ich das richtig? Deine Familie hat sich aus dem Staub gemacht, als sie erfahren haben, wer hinter der ganzen Geschichte steckt? <<, fragte Kaeldori ungläubig, während sie durch die Lande Richtung Südosten zogen. Sie sind nun seit fünf Tagen unterwegs und Lucina hatte ihren neuen Freunden stückweise Geschichten aus ihrem Leben erzählt. >>So ziemlich.<<, erwiderte Lucina nur. >>Und dieser Dennis gab dir also eine der beiden Waffen, bevor er starb?<<, hackte Kaeldori nach. Lucina nickte erneut. Tora Korshak hatte den gesamten Weg bis dahin nichts gesagt, sondern es vorgezogen Lucinas Geschichte einfach nur zuzuhören. Sie gelangten auf eine weite Ebene auf der hohe, saftig grüne Gräser wuchsen. Mit einem Mal stolperte Lucina über etwas und fiel in das weiche Gras. Sie untersuchte den Gegenstand genauer. Er fühlte sich irgendwie metallisch an. Was es auch war, es ist eins mit der Wiese geworden. >>Sie mal einer an. Es gibt also immer noch Kampfroboter aus dem alten Krieg.<<, sagte Korshak und seine Hände strichen sanft über den Boden. >>Es gab während des großen Krieges Kampfroboter?<<, rief Kaeldori erstaunt machte große Augen. >>Oh ja.<<, erwiderte der Tiermensch und sein Blick sah in die Ferne. Er wirkte irgendwie traurig. >>Während des Krieges wurden tatsächlich Roboter für den Krieg eingesetzt. Alte Bilder und Tagebücher erzählen davon, wie sie in einer Nacht eine Stadt dem Erdboden gleichmachten.<< Kaeldoris anfängliche Begeisterung für die Roboter verschwand genauso schnell, wie sie gekommen war. Sie setzten ihren Weg fort und Lucina fielen auf ihrem Weg die vielen Krater auf, die die Ebene eine Art Mondtouch gaben. Vielleicht hatte hier ja einst eine Schlacht stattgefunden? Bis zum Abend sagte niemand von ihnen ein Wort. Tora zeigte den beiden wie man ein Feuer machte und Lucina lehrten sie dann im Anschluss, wie man einen Hasen richtig zerschnitt, um ihn essen zu können. An einem kleinen Teich füllten sie ihre Wasserflaschen auf und legten sich dann auf den Boden zum Schlafen. Verträumt sah Lucina hoch zum nächtlichen Himmel, der voller Sterne war. Wann hatte sie so etwas in ihrer Welt zum letzten Mal gesehen? Lucina streckte sich noch einmal und schloss dann ihre Augen.


Um sie herum gab es nichts Dunkelheit. Lucina hatte keine Ahnung, wo sie sich befand, doch dort hinten in der Ferne ist ein Licht erschienen. >>Hallo?<<, rief Lucina und hoffte auf eine Antwort. >>Hallo, ist dort hinten jemand?<<
>>Ich bin hier!<<, antwortete . >>Dennis Silberstein!<<
>>Wer ist da?<<, erwiderte Lucina, doch es gab keine Antwort mehr. Das Licht erlosch und Lucina war wieder von Dunkelheit umgeben.


Als sie wiedererwachte, war die Sonne noch nicht aufgegangen und ihre Freunde schliefen noch in aller Seelenruhe. Lucina sah auf ihre Armbanduhr. Vier Uhr morgens, wenn sie dieser glauben wollte. Noch etwas verschlafen griff sie nach Königsklinge und wollte die Waffe untersuchen, als das Schwert anfing zu zittern. Was zum Teufel geht hier vor? Lucina konnte es sich nicht erklären, doch auf einmal hatte sie den Wunsch ihre Freunde zu wecken und ganz schnell von hier zu verschwinden. Es schien fast so, als hätte ihr das Schwert dies gesagt. Etwas kam auf sie zu. Etwas Gefährliches. Blitzschnell sprang sie zu ihren Freunden und rüttelte sie wach. >>Wacht auf! Schnell wacht auf!<<, sagte Lucina und packte ihre Sachen zusammen.
>>Was ist los?<<, fragte Kaeldori herzhaft gähnend.
>>Irgendetwas kommt hierher! Irgendetwas kommt auf uns zu!<<, sagte Lucina eindringlich.
Nun waren die beiden hellwach und sahen sich um. >>Vorsicht ist besser als Nachsicht.<<, sagte Korshak und stand auf. Kaeldori erhob sich nun ebenfalls und zusammen rannten sie so schnell sie konnte. Sie gelangten an den Rand eines Waldes und gingen hinein. Nun konnte man schon das Traben von Hufen in der Ferne hören. >>Da rein! <<, rief der Tiger und deutet auf einen hohlen Baum. Sie schlüpften hinein. Erst Kaeldori, dann Lucina und zum Schluss Korshak. Der Tiger war aber leider etwas zu groß, weswegen er in dem Loch stecken blieb. Die beiden Frauen zogen heftig an ihnen und der Tiermensch versuchte sich mit seinen Füßen reinzudrücken. Mit ach und krach schaffte er es auch. schnell gingen sie in Deckung und warteten. Das Traben der Hufe war nun ganz und eines der Pferde wieherte. Lucina schaute leicht aus ihrem Versteck raus. Draußen standen vier Reiter in glänzenden Rüstungen. Jeder von ihnen sah anders aus.
Der erste Reiter besaß eine Rüstung mit goldenen Verzierungen. Auf seinem Helm war ein goldener Lorbeerkranz eingearbeitet. Zudem hatte er einen goldenen Umhang mit schwarzen Muster drauf, das Lucina nicht kannte. In seiner Hand hielt er einen Bogen aus Eichenholz. Sein Pferd war weiß wie Schnee und trug ebenfalls eine Rüstung aus Silber und Gold. An dem Sattel hing ein großer Köcher voller Pfeilen.
Die anderen drei Reiter besaßen alle eine Rüstung aus Eisen. Der zweite Reiter saß auf einem roten Pferd. Er trug ein Schwert bei sich und ein Schild auf dem sich zwei gekreuzte Schwerter befanden. Der dritte Reiter ritt auf einem schwarzen Pferd. Seine Waffe war eine Streitaxt. Auf seinem Schild war eine Waage abgebildet.
Der letzte Reiter saß auf einem Pferd, das innerlich zu verwesen schien. Fliegen flogen um es umher. Ein fauliger Gestank drang an Lucinas Nase. Dieser Reiter trug eine Lanze. Einen römischen Pilum, wenn sich Lucina nicht irrte.
Die Krieger ritten kurz im Kreis und unterhielten sich in einer eigenartigen Sprache, die Lucina nicht verstand. Kaeldori hingegen sah ihre Freunde fragend an. Sie schien die Sprache dieser Reiter verstehen zu können. Die eigenartigen Wesen schienen sich einig geworden zu sein, denn sie ritten nun davon.
Lucina, Kaeldori und Korshak warteten kurz bis sie etwas sagten. >>Wer war das?<<, fragte Lucina leise aus Angst die Reiter könnten sie hören.
>>Die vier apokalyptischen Reiter!<<, sagte Korshak mit Angst in seiner Stimme.
>>Sie suchen jemanden. Eine Waffe, die das heilige Licht in sich trägt. Es hat eine Art Verbindung gegeben.<<, berichtete Kaeldori.
>> Und was bedeutet das für uns?<<
>> Das bedeutet, dass wir nun einen Zahn zulegen müssen, wenn wir die Kobolde retten wollen. Die apokalyptischen Reiter sind nur auf eine Sache aus. Tod und Leid in all seinen Formen. Sie wollen Krieg!<<
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