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Dennis Silberstein 4 und das gefallene Königreich

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Gen
Engel & Dämonen Fabeltiere & mythologische Geschöpfe Kobolde & Feen Ritter & Krieger Zauberer & Hexen
22.08.2020
06.03.2021
30
40.962
1
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Dieses Kapitel
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12.09.2020 1.128
 
Die Geisterwesen schwebten verspielt vor Lucina umher, während sie sie zu den Menschen am Rand des Waldes führten. Diese Welt war so rein und klar. Unberührt! Das beschrieb es besser. Diese Welt war unberührt von den Menschen. Egal an welchen Gewässern Lucina vorbei ging, das Wasser war klar und rein. Die Pflanzen knallig grün und gesund. Einfach herrlich! >>Wir sind ganz in der Nähe!<<, verkündete eines der Geisterwesen und sie führten Lucina zu einem alten Tempel aus grauen Steinen. Mit seinen Säulen und seinem flachen, dreieckigen Dach erinnerte dieser Lucina an einen griechischen Tempel, der zu Ehren einer Gottheit gebaut wurde. Lucina fiel auf, dass irgendetwas hier nicht in Ordnung war. Laut den Naturgeistern müssten hier Menschen sein, doch hier war niemand. Auch die Naturgeister sahen sich verwirrt um. >>Eigenartig. Die Menschen müssten sich hier befinden.<<, sagte eine von ihnen verwirrt.
Lucina betrat den Tempel und fand eine Menge umgestoßener und zerbrochener Tontöpfe vor. >>Brr<<, sagte eines der Geisterwesen und blieb in Lucinas Nähe. >> Hier drinnen ist der Tod anwesend. Hier drinnen wurde Menschen vor gar nicht allzu langer Zeit getötet.<<
>> Kannst du sagen, wie lange es her ist?<<, fragte Lucina und zog ihr Schwert.
Der Naturgeist flog hin und her. >> Vielleicht ein oder zwei Tage?<<, sagte der Geist und schwebte wieder hinaus. Lucina folgte ihm und trat hinaus ins wärmende Licht der Sonne. Vor dem Tempel befanden sich alle Naturgeister. Aufgeregt flogen sie hin und her. Offensichtlich machte sie etwas nervös. >> Es beschämt uns, aber wir möchten dich um einen weiteren Gefallen bitten.<<, sagte eine von ihnen und sah sehr beschämt aus. >> Hier in der Nähe befindet sich neben dem Tempel ein Dorf von Kobolden. Wir wollen wissen, ob es ihnen gut geht.<<
>> Natürlich, kein Problem.<<, sagte Lucina und die Naturgeister gingen mit ihr weiter. Auf einer Lichtung im Wald standen einige kleine Hütten, die allesamt schwere Schäden besaßen. Die Naturgeister versteckten sich zwischen den Bäumen während Lucina zwischen den Häusern hin und her schlich. Zaghaft öffnete sie eine Tür, als sie plötzlich von einer kleinen Gestalt in einem weißen Mantel angesprungen wurde, die sie zu Boden warf. Das kleine Männchen stellte sich auf sie, doch Lucina schlug ihr hart in das Gesicht. Ein Messer blitzte auf und das Männchen griff an. Die Agentin versuchte nun fieberhaft das Männchen auf Abstand zu halten. Die Klingen kreuzten sich. Das kleine Wesen sprang nach vorn und rammte Lucina seinen Kopf in ihren Magen. Die junge Frau fiel zu Boden. Das Männchen wollte gerade sein Messer in ihre Brust versenken, als die Naturgeister ihr zur Hilfe eilten. >>Kaeldori, Nein!<<, schrie eine von ihnen. >> Sie gehört zu uns!<< Das Wesen namens Kaeldori hielt kurz inne und ging von ihr runter. >>Kaeldori, was ist hier geschehen?<<, fragte einer der Naturgeister bestürzt.
>> Das waren die Crutier! Sie scheinen in der Nacht gekommen zu sein und haben so viele mitgenommen, wie es ging. Ich habe einen kleinen Trupp gefunden und es geschafft. Ihnen einige Informationen zu entlocken.<<, Kaeldori nahm die Kapuze ab und nun erkannte Lucina, das es sich bei ihr um eine Koboldin handelte. Sie hatte kleine kurze, rotbraune, lockige Haare und kastanienbraune Augen. Ihr Blick war hart und misstrauisch. Sie musterte Lucina kurz und steckte dann ihr Messer weg. >> Kommt rein. Es gibt jetzt Mittagessen und währenddessen erzähle ich euch alles, was ich weiß.<<
Kaeldoris Hütte war notdürftig zusammengeflickt, damit sie ihr Schutz vor dem Wetter bot. Im Innern gab es ein kleines Bett aus Stroh mit einem Laken drauf. Ein kleiner Tisch mit passenden Stühlen und einem Kamin, über dem ein Kochtopf mit einer Suppe kochte. Lucina setzte sich auf den Boden und Kaeldori gab ihr eine Schale mit Suppe. >> Danke sehr<<, sagte sie und lächelte Kaeldori an. Diese nickte nur und setzte sich mit ihrer Schale an den Tisch. >> Als die Crutier mein Dorf überfielen war ich auf der Jagd. Es schien vor einen oder zwei Tagen her zu sein. <<, sagte Kaeldori nahm einen kräftigen Schluck. >> Jedenfalls bin ich dann auf diesen Suchtrupp gestoßen. Von denen habe ich erfahren, dass sie gerade auf der Suche nach Sklaven sind. Ihr Kaiser Saturn, sucht etwas bestimmtes. Er schickt abertausende in die Minen, in irgendwelche Höhlen oder in die Katakomben von längst zerstörten Städten. Einige wenige kommen in die Arena für seine Spiele oder werden an reiche Adelige verkauft. Manche Frauen enden im schlimmsten Fall als Spielzeug seiner Soldaten.<<
>> Gibt es denn nichts, was man dagegen tun kann?<<, fragte Lucina und sah sie erwartungsvoll an.
>> Wenn ich könnte, würde ich sie befreien, aber ganz allein ist das unmöglich. <<
>> Dann hast du ja Glück, das du nicht alleine bist.<<, erwiderte Lucina aufmunternd.
Kaeldori sah sie an, als ob sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte. >> Du würdest mir helfen mein Volk zu befreien?<<
Lucina nickte entschlossen. >> Ich suche aktuell nur einen Weg nach Hause, doch leider weiß ich nicht, wie das geht und unter den Crutier könnte mir jemand helfen.<<
>> Unwahrscheinlich, dass dir ein Crutier helfen wird, aber na gut.<<, Kaeldori stand auf und holte eine Karte aus einer Tasche, die in der Ecke stand. Wenn Lucina nicht wüsste, dass sie in einer anderen Welt wäre, könnte sie glatt denken, dass sie Zuhause wäre. Es war nämlich eine Karte des europäischen Kontinents. >> Gut, Crutus liegt hier!<<, sagte die Koboldin und deutete auf den Süden Italiens. Genauer gesagt auf Sizilien. >> Und wir befinden uns hier!<< Der Finger deutete nun auf die Nordsee. Augenscheinlich könnte sie ungefähr an der südwestlichen Grenze der Niederlande und Deutschland sein. >> Der schnellste Weg um nach Crutus zu kommen ist ein Luftschiff und glücklicherweise weiß, wo wir so etwas herbekommen.<< Ihr Finger wanderte nach Süden. Die Crutier bringen ihre Gefangenen nach Süden zu einem Sammelplatz. Wenn wir es schaffen das letzte Schiff zu kapern, haben wir eine schnelle Möglichkeit um nach Crutus zu gelangen und eine nahezu sichere noch dazu!<<
>> Warum nahezu sicher?<<, fragte Lucina leicht argwöhnisch.
>> Es kann passieren, dass uns fliegende Wesen angreifen aber keine Sorge. Ich bin eine exzellente Pilotin und Schützin!<<, sagte Kaeldori stolz.
>> Wann brechen wir auf?<<, fragte Lucina grinsend.
>> Zu Sonnenaufgang! <<
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