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Dennis Silberstein 4 - Das gefallene Königreich

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Gen
Engel & Dämonen Fabeltiere & mythologische Geschöpfe Kobolde & Feen Ritter & Krieger Zauberer & Hexen
22.08.2020
06.03.2021
30
40.962
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31.10.2020 1.565
 
Dennis wurde nach der öffentlichen Demütigung Vektors in eine Kammer gebracht in der er etwas zu essen und zu trinken bekam. Meditierend wartete er darauf das sein neuer Herr nach ihm rief. Die Tür öffnete sich und Magnus stand vor ihm. >>Der Herrscher möchte dich sehen!<< Dennis erhob sich und der General brachte ihn in einen prachtvollen Thronsaal. Dieser war mindestens 10 Meter hoch und wurde von gigantischen Säulen getragen, die alle verschiedene Motive besaßen. Einige zeigten die Titanen, wie sie ihren Vater, den Gott Uranus, entmachteten. Der Titan der Zeit, Kronos, der seine Kinder verschlang. Prometheus, der den Menschen das Feuer schenkte. Herkules oder eher Herakles, da Herkules sein römischer Name war, besiegte in einem Bild den nemeischen Löwen und das waren noch lang nicht alle Motive. Ein kräftiger roter Teppich führte geradewegs zu einem prachtvollen Thron aus Gold, während es links und rechts nichts als schneeweißen Marmor gab. Die Sonne schien herein und schenkte dem Raum eine Art himmlische Atmosphäre. Dennis wandte den Blick von den Säulen und sah nach oben. Eine riesige Statue stand vor ihm. Ein Mann, der in der einen Hand eine Sense trug und in der anderen Hand Sanduhr. Eine Statue des Kronos. Zu Füßen des Kronos stand der goldene Thron, auf dem der Herr dieser Stadt saß: Saturn. Also an sich Kronos, da Saturn sein römischer Name war. >>Ah hervorragend. Euer Timing ist nahezu perfekt! <<, lobte der Herrscher seinen General. Magnus verbeugte sich vor Saturn, genau wie seine Soldaten. Dennis wollte sich ihnen anschließen, doch sein neuer Herr seufzte. >>Du enttäuschst mich Silberstein.<<, sagte er traurig. >>Warum verbeugst du dich vor mir?<< Hatte er diese Frage ironisch gemeint oder war sie ernst gemeint? >>Meinem Vater gegenüber hast du Rückgrat gezeigt. Hast du dich immer wieder, widersetzt und ihm nie den Respekt deiner Väter erwiesen? Weshalb also verneigst du dich vor mir, den bescheidenen Saturn, aber nicht vor dem allmächtigen Uranus?<<
>>Gegen Uranus hatte ich Verbündete, hier bin ich eindeutig in der Unterzahl, großer Herrscher.<<, sagte Dennis wahrheitsgemäß und Saturn lachte. >>Keine Sorge, mein Freund, ich habe nicht vor dich zu töten! Du bist mein Versuchsobjekt! Ein Versuchskaninchen und genau jetzt kommt es zu einem Testlauf! Einige Kilometer entfernt von hier gibt es ein Dorf voller Hexen. Sie sind mit ihren Zahlungen weit hinterher. Ihr sollt losziehen und mir das bringen, was mir zusteht. Du Silberstein sollst kämpfen! Kämpfe einfach in Ordnung und dann berichtest du mir von allen Besonderheiten, die dir auffallen!<<

Dennis begleitete nun Magnus und ein Bataillon zum Hexendorf. Sie hatten ihm ein Schwert gegeben und auf einen Esel gesetzt. Das Tier war deutlich anzumerken, das es schon seine besten Tage hinter sich hatte. Die Soldaten, die an ihm vorbei marschierten glucksten und lachten ein wenig. Dennis kümmerte sich nicht darum. Sein linker Arm machte ihm viel mehr Sorgen. Neben den Schmerzen kam nun ein unangenehmes Pochen dazu. Als er keine Lust mehr hatte, nahm Dennis dem armen Tier das Gepäck ab und entließ es in die Freiheit. Nun kam er wesentlich schneller voran! Vor dem Dorf hielten sie an. >>Wir haben schon alle auf dich gewartet!<<, sagte Magnus gehässig, als er vorne an kam. >>Dir wird die Ehre zuteil mit dem Angriff, ich meine mit der Steuereintreibung, zu beginnen!<< Dennis warf sein Gepäck irgendeinem Soldaten zu, zog sein Schwert und stürmte missmutig in das Dorf der Hexen. Diese scheinen mit einem Angriff gerechnet zu haben, denn schon flogen ihm Pfeile aus Licht und Feuerbälle entgegen. Instinktiv wich der Halbelde den Zaubern aus. Mit Lichtbringer hätte er sie einfach zerschnitten, aber wer weiß, was für ein Ding, von Schwert, sie ihm da gegeben haben. Hinter ihm griffen nun auch die Soldaten des Saturns in den Kampf ein. Dennis stand nun vor den Hexen. Mit der flachen Seite seines Schwertes, mit Schlägen und Tritten schlug er so viele von ihnen bewusstlos wie möglich. Die Soldaten hingegen schlachten alle ab, die ihnen in die Quere kamen. Ein Feuerball flog genau auf Dennis zu. Der Halbelde drückte mit der linken Hand gegen die Luft doch statt den von ihm erwarteten Blitzen kam nur schwarzer Rauch. Mit seinem Schwert durchschnitt er den Feuerball in letzter Sekunde. Seine Kleidung fing stellenweise Feuer. Dennis warf sich auf den Boden und drehte sich hin und her, um das Feuer zu ersticken. >>Sklave, geh nach Norden und suche dort nach weiteren Bewohnern!<<, sagte Magnus, der gemächlich an ihm vorbeiging. Dennis erwiderte nichts darauf und ging wie befohlen nach Norden. Fünf Soldaten liefen seelenruhig hinter ihm her, als ob das ein entspannter Spaziergang wäre.
Die Häuser hier, wurden bereits von ihren Bewohnern verlassen. Nur ein Mann war zu sehen. Er saß auf seinen Knien seelenruhig vor Dennis. Vor ihm lag ein stumpfes Schwert, das schon lange nicht benutzt wurde. Ein Wunder das es nicht auseinanderfiel. Als der Halbelde näher trat erhob sich der Mann und nahm sein Schwert in die Hand, bereit zum Kampf. Dennis sprang nach vorn und die Klingen schlugen gegeneinander. Die Bewegungen des Mannes waren unsicher und ungenau. Seine Schläge waren roh und verbrauchten zu viel Kraft. Dennis Gegner sprang zurück warf einen Feuerball auf ihn. Der Halbelde hob seinen den Zeigefinger und den Mittelfinger seines linken Armes und versuchte mit einer Windklinge zu kontern. Statt der gewünschten Windklinge schoss ein langes schwarzes Seil aus seinen Fingern, die den Feuerball zerstörte. Eine Schattenpeitsche! Das sollte eigentlich unmöglich sein, da er keine elementarische Schattenenergie besaß, doch darum musste er sich später kümmern! Dennis wechselte schnell seine Klinge von der rechte in die linke Hand und drückte mit der freien Hand gegen die Luft. Ein Luftstoß erfasste den Mann und warf ihn zu Boden. Dennis schritt langsam auf seinen Gegner zu, hadernd, was er als nächstes tun sollte. Wenn er ihn tötete, wäre er nicht besser als diese Monster, wenn er es nicht tat, würden die Soldaten ihn töten, etwas was er auch nicht unbedingt möchte.
>>Vater!<<, schrie eine Stimme und ein Junge im Alter von schätzungsweise 12 Jahre stellte sich ihm in den Weg.  >>Aus dem Weg, du Missgeburt!<<, sagte einer der Soldaten und stieß Dennis hart zu Boden. Der Halbelde stand auf und sah zu wie die Soldaten mit ihren Pfeilen auf den Jungen und seinem Vater zielten. Dennis fasste einen Entschluss und griff an. Seine Klinge schnitt sich mit Leichtigkeit durch die Körper der Soldaten. Ihre leblosen Hüllen fielen stumpf zu Boden. Dem letzten Soldaten rammte Dennis sein Schwert mitten ins Herz. Der Halbelde starrte voller Abscheu auf seine blutverschmierte Waffe. Was ist gerade geschehen? Er hatte es gerade genossen. Ein Gefühl, das ihm nicht gefiel. Das Töten hatte sich befreiend angefühlt. >>Verschwindet!<<, sagte Dennis zu Vater und Sohn. >>Verschwindet, bevor ich es mir anders überlege!<<, brüllte er nun. Die beiden standen hastig auf und sie rannten hastig in den Wald. Dennis ging mit schweren Schritten hinter einigen Büsche und übergab sich erstmal. In diesem Moment hasste er sich für alles, was er getan hatte!
Jemand griff ihn plötzlich von hinten und zog ihn hoch. Ein Tiermensch mit der Gestalt eines Bären sah ihn wütend an. Der Bär brachte ihn zu einem Wagen und sperrte ihn dort ein. Der Tiermensch brachte ihn zurück zum Palast des Saturns. Sie betraten den Thronsaal des Herrschers und der Bär warf den Halbelde direkt vor die Füße seines Herrn. >>Die Missgeburt hat eine Handvoll eurer Soldaten getötet Hoheit!<<, knurrte der Bär und starrte Dennis wütend. >>Ja vielen Dank, Rhodos. Kehre zurück zu Claudius Magnus.<<, sagte Saturn und Rhodos verließ den Thronsaal. Dennis wagte es nicht aufzustehen, sondern blieb einfach liegen. Es mag in diesem Augenblick banal klingen, aber Teppich ist unglaublich gemütlich! >>Erhebe dich!<< Langsam stand Dennis auf, wagte es aber nicht Saturn anzusehen! >>Wie viele meiner Soldaten hast du getötet?<<, fragte Saturn gelangweilt und ging um Dennis herum. >>Fünf, mein Herr!<<
Saturn nickte nachdenklich. >>Ist etwas Ungewöhnliches vorgefallen? Erzähle mir davon! Ganz gleich, ob es dir unbedeutend erscheint.<<
>>Ich… Ich war auf einmal in der Lage Schatten zu kontrollieren, obwohl ich es gar nicht tun sollte.<< Dennis fühlte sich gar nicht wohl in seiner Haut. Er hatte bei dieser Sache kein gutes Gefühl.
Saturn ging zurück zu seinem Thron und lächelte ihn zufrieden an, wie ein stolzer Vater. >>Wie fühlt sich dein Arm an?<<, fragte der Herrscher begierig.
>>Er schmerzt immer noch und vor Beginn eures Auftrags pochte er sehr. Wie haben sie es angestellt, dass ich nun Schatten kontrollieren kann?<<
>>Alles zu seiner Zeit, mein Freund. Zuerst musst du lernen mit deinen neuen Fähigkeiten umzugehen.<<
Die Türen öffneten sich und der Mann mit dem weißen Pelzmantel trat ein. Es begleitete ihn ein Mann mit weißem Vollbart und Glatze. Als Gehhilfe besaß er einen Krückstock. >>Dennis Silberstein, darf ich dir Edmund Fürst vorstellen? Den Sohn des größten Schattenmeister den das deutsche Volk jemals hatte und ein Nachkomme der größten Eldenfürsten der Geschichte!<<
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