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Dennis Silberstein 4 - Das gefallene Königreich

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Gen
Engel & Dämonen Fabeltiere & mythologische Geschöpfe Kobolde & Feen Ritter & Krieger Zauberer & Hexen
22.08.2020
06.03.2021
30
40.962
1
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
22.08.2020 1.573
 
Diese Geschichte möchte ich jeder Person widmen, die an der Entstehung eines Kunstwerkes beteiligt war. Es ist vollkommen egal ob ihr Maler, Komponisten, Regisseure, Synchronsprecher, Schauspieler Videospielentwickler oder Autoren seid. Es ist egal ob ihr erfolgreich, berühmt, unbekannt, Profis oder Amateure seid. Es ist egal ob ihr die Hauptfigur verkörpert, der Kameramann seid oder einfach nur sauber macht. Ohne euch alle wären viele große Werke einfach nicht dieselben oder gar nicht erst entstanden oder Werke entstanden die andere inspiriert haben zu ihrer Kunst.

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Dennis spürte einen warmen Luftzug, der sein Gesicht streifte. Der Duft von Blumen stieg ihm in die Nase. Langsam öffnete er die Augen. Das erste was er sah waren bunte Tücher, die von der Decke hingen. Die Farben sind kräftig und äußerst dezent. Weder zu matt noch zu grell. Sonnenlicht schien durch ein Fenster am Ende des Raumes und wärmte ihn auf. Erst jetzt fiel ihm auf, wie sehr sein Körper schmerzte. Vorsichtig setzte er sich auf. Sein ganzer Oberkörper ist mit Bandagen verbunden. Was ist überhaupt geschehen? Das Letzte, woran er sich erinnerte, war das helle, weiße Licht, in das er hineingefallen war. Neben ihm lag sein Anzug, der komplett schwarz war. Ein großes Loch befindet sich in der Brust. Die Stelle in die Ares Todbringer gerammt hatte. Die Tür öffnete sich und ein junges Mädchen mit blonden langen Haaren und himmelblauen Augen betrat das Zimmer. Sie trug ein weißes Gewand, auf dem sich eine Menge Schlamm befand. >> Oh du bist wach! <<, begrüßte sie ihn. >>Als du vom Himmel gefallen bist hielten wir dich anfangs für tot, doch du hast noch gelebt. Ein Wunder, wenn du mich fragst! Das Wasser des Sees, indem du gelandet bist, war rot von deinem Blut. Oh entschuldige ich rede manchmal einfach viel zu viel.<<
Dennis erwiderte nichts darauf. Er musste diese ganzen Informationen erst einmal verarbeiten. >>Danke, dass ihr mir geholfen habt.<<
>> Gern geschehen<<, erwiderte das Mädchen. >> Mein Name ist Celes und wie lautet dein Name?<<
>>Dennis<<, antwortete er zögerlich. Er wusste ob er ihnen so einfach trauen sollte. Immerhin kannte er sie nicht. Warum nur hatte er nicht seinen zweiten Vornamen benutzt?
Dennis wollte gerade aus dem Bett steigen, doch Celes drückte ihn sanft, aber bestimmt, wieder rein. >> Du bist noch viel zu schwach um aufstehen zu können.<<
Dennis gehorchte und unternahm keinen weiteren Versuch. >> Ich komme bald wieder. Du hast doch bestimmt Hunger!<< Mit diesen Worten ging sie aus dem Zimmer. Gelangweilt sah Dennis aus dem Fenster. Dort oben am Himmel schwebten kleine Inseln! Was für ein eigenartiger Ort. Doch scheint er sehr ruhig zu sein. Die Vögel sangen. Der Wind wehte und spielte mit den Bäumen und saftig grünen Gräsern. Ob er hierbleiben darf? Wohl kaum. Er ist ein Fremder! Und außerdem werden sie ihn fast alle Zuhause vermissen.
Wie es ihnen wohl geht?
Die Tür öffnete sich ein weiteres Mal. Celes war wieder da und hielt eine kleine Schale mit Brot und Käse. Hinter ihr stand eine Frau, die schon etwas älter war. Ihr Haar hatte graue Strähnen, welche zwischen den braunen Haaren hervorschauten und das Gesicht der Frau wies einige Falten auf. Was aber nicht bedeuten soll, dass sie hässlich sei. Im Gegenteil. Die Frau sah recht gut aus. >> Dennis, das ist die Priesterin unseres Ordens, Inferia. Ich lasse euch nun allein<<, und somit verließ Celes erneut den Raum. Dennis verspürte irgendwie das Bedürfnis aufzustehen und sich zu verneigen, was irgendwie schwachsinnig war. Aber liegen zu bleiben erschien ihm sehr unhöflich, weswegen er sich aufsetzte. >> Vielen Dank, dass sie mir helfen, obwohl sie mich überhaupt nicht kennen<<, sagte Dennis. >> Unser Glaube schreibt es uns vor jenen zu helfen, die in Not sind<<, erwiderte die Priesterin und musterte ihn mit ihren rotbraunen Augen. >> Du scheinst eine Art Soldat zu sein. Das würde zumindest diese schwarzen Panzerhandschuhe erklären.<<
Dennis begutachtet die Kleider neben seinem Bett nun etwas genauer. Tatsächlich! Dort liegen seine zwei schwarze Panzerhandschuhe, die schon einige Kratzer aufweisen. Zeugnisse seiner starken Gegner. Sein Kopf schmerzte plötzlich. Es ist, als ob etwas versuchen würde durchzubrechen. Jetzt wo er sich umsah, fiel ihm auf, das etwas fehlte. >>Verehrte Priesterin erlaubt ihr mir eine Frage? <<, sagte Dennis. Die Frau nickte. >>Befand sich noch ein Silberschwert an der Stelle, an der ihr mich gefunden habt? << Inferia schüttelte mit dem Kopf. >> Dies war alles, was wir gefunden haben! Wie dem auch sei. Da du verletzt bist ist es dir gestattet hier zu bleiben und hier in unserem Tempel zu leben, wenn du es denn möchtest. Doch sei gewarnt: solltest du irgendeine Form des Unglücks zu uns bringen, wird dich etwas viel schlimmeres erwarten als der Tod!<<, antwortet die Priesterin.
>> Schreibt das auch ihr Glauben vor?<<, fragte Dennis provozierend.
>> Selbstverständlich! Ich sage Celes Bescheid, dass sie dir etwas Neues zum Anziehen geben soll. Sie wird dir dann auch deine Aufgaben zeigen. << Und mit diesen Worten verließ die Priesterin Inferia den Raum.

Kurze Zeit später trägt Dennis neue Kleidung und Celes führt ihn durch ihr Zuhause. Die Gemeinschaft, so nennt er sie erstmal, lebt in einem alten Palast, aus weißem Marmor, dessen goldene Jahre sichtlich vorbei sind. Trotz alledem haben diese Leute einen sehr schönen Ort geschaffen. Es gibt einen riesigen Garten in dem sie ihr Getreide, Obst und Gemüse anbauen und einen Stall für Nutztiere wie Hühner, Schweine, Rinder und Schafe. Sie gehen gerade durch das riesige Eingangstor und Dennis konnte nun den riesigen See sehen, in dem ihn Celes gestern fand. Bäume stehen am Ufer und tanzen mit dem Wind. Die Vögel fliegen umher und singen ihre Lieder. Dieser Ort scheint eine Art Paradies zu sein. So ruhig. So friedlich. Celes ging voraus und Dennis folgte ihr. Sie führte ihn zu einem Hügel, von dem man aus einen hervorragenden Blick auf den Sonnenuntergang hat. >> Das ist mein Lieblingsort<<, erklärt sie ihm. >> Hier kann ich die letzten Strahlen der Sonne genießen bevor sie verschwindet.<<
>>Fürchtest du dich etwa vor der Dunkelheit?<<
Celes nickte. >> Sag das aber bitte nicht der Priesterin. Ihrer Meinung nach gehört die Dunkelheit in unsere Welt, genau wie das Licht.<<
>>Ich wusste doch, dass ich dich hier finde<<, ertönte eine Stimme hinter ihnen. Ein junger Mann mit dunklen Haaren und goldenen Augen kam auf sie zu. In seiner Hand hielt er eine Axt und auf seinem Rücken ist ein Korb, der voller Früchte ist.
>> Dennis, das ist mein Bruder Vektor<< stellt Celes den Neuankömmling vor. >> Vektor, das ist Dennis. Den Mann den wir gestern Abend aus dem Wasser gezogen haben.<<
Vektor lächelt Dennis freundlich an, doch irgendwie wirkt es aufgesetzt. Vielleicht ist er aber auch etwas zu sehr misstrauisch, was durchaus möglich sein kann. >> Es wird Zeit, dass ihr wieder zurückgeht zum Tempel. Der Körper braucht Ruhe sonst kann er am nächsten Tag nicht richtig arbeiten<< sagte Vektor und so gehen sie zurück zum Tempel. Dort angekommen ging Celes sofort zu ihrem Zimmer und wünschte den beiden Männern eine gute Nacht. Als Celes weit genug weg war, verschwand das Lächeln auf Vektors Gesicht. >> Ich habe etwas dagegen, das du hier bleibst<<, sagte Vektor ohne Umschweife. >> Du stellst eine Gefahr für unsere Gemeinschaft dar.<<
>> Keine Sorge, eure Priesterin hat mich bereits davor gewarnt euch Unglück zu bescheren.<< Dennis wollte gerade gehen als Vektor ihn am Arm festhielt. >> Und halte dich von Celes fern. Ich will nicht, dass sie irgendeinem Narren auf einen törichten Kreuzzug folgt, wie einst unser Vater.<< Damit ließ Vektor ihn los und ging fort. Dennis ging in aller Seelenruhe auf sein Zimmer, legte sich müde in sein Bett und schlief sofort ein.

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Dennis stand in einer Kammer, in der es drei Türen gab. Es war dort sehr dunkel. Einzig und allein an den drei Türen gab es Fackeln, die den Raum ein wenig beleuchteten. Als Dennis näher kam erkannte er eine Art Wappen, welches sich über der mittleren Tür befand. Es handelte sich hierbei um einen Adler, der auf einer Waage stand. Das Wappen der Familie Großberg. Seine Familie. Die linke Tür öffnete sich und gab den Weg frei. Vorsichtig trat er hinein. Er fand sich in einem äußerst langen Gang. Auf dem Boden lag ein leuchtend roter Teppich, der viele Löcher aufwies. An den Wänden hingen leere Porträts mit schweren, goldenen Bilderrahmen. Die Tapete an den Wänden war zerfetzt worden. Was ist das für ein Ort?
Dennis ging weiter und erreichte nach einer Weile das Ende des Ganges, wo ein Spiegel hing. Sein Spiegelbild sah ihn emotionslos an. Plötzlich holte es aus und schlug in den Spiegel.
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