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Schuldgefühle

OneshotAllgemein / P12 / MaleSlash
Christian Mann Oliver Sabel
22.08.2020
22.08.2020
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Hey, Leute. Ich melde mich auch mal wieder mit einem kleinen Oneshot.


Kapitel 1


Christian saß auf seinem Bett und blätterte durch eine Zeitschrift, als sein Blick zu seinen Boxhandschuhen wanderte. Er legte die Zeitschrift zur Seite und nahm die Boxhandschuhe in seine Hand, strich über das weiche Material. Ein leises Seufzen verließ seine Lippen. Er hatte es geschafft. Er war NRW-Meister. Sein Vater wäre bestimmt stolz auf ihn gewesen. Aber was brachte ihn das jetzt, wenn Olli darunter leiden musste?

Erneut kamen die Bilder jener Nacht in sein Gedächtnis. Wie Olli zusammen gekauert und blutenden auf dem Boden vom No Limits lag. Wie Olli ihm mit schwacher Stimme sagte, dass es Axels Gruß an ihn ist. Wütend über sich selbst, dass er seinen Freund in eine solche Situation gebracht hatte, warf er die Boxhandschuhe auf den Boden und fuhr sich durch die Haare. Nicht zum ersten Mal stellte sich Christian die Frage, ob er das Ganze hätte verhindern können. Das alles wäre sicherlich nicht passiert, wenn er sich nicht geoutete hätte.

Aber andererseits hat Olli so glücklich ausgesehen, als Christian ihn im Ring geküsst hatte. Endlich konnte er offen zu seiner Beziehung mit Olli stehen. Olli war in diesem Moment so stolz auf ihn gewesen, das hatte er deutlich gesehen.  

Christian wurde aus seinen Gedanken gerissen, als die Tür geöffnet wurde und Olli das Zimmer betrat.

Olli kam auf das Bett zu und küsste Christian zur Begrüßung.

„Hey, wie war dein Tag?“, fragte Christian, als sich sein Freund neben ihm aufs Bett setzte.

„Ganz gut. Alles okay bei dir?“, fragte Olli leicht besorgt. Er kannte Christian jetzt schon eine ganze Weile und konnte an seiner Körpersprache erkennen, wenn es seinen Freund nicht gut ging.

„Olli, ich weiß, du hast gesagt, dass ich mir keinen Kopf machen soll. Aber ich kann einfach nicht aufhören an den Überfall auf dich zu denken. Immer noch sehe ich es deutlich vor meinen Augen, wie du blutenden auf den Boden vom No Limits liegst.“

Olli rutschte näher an Christian heran und legte diesem einen Arm um die Schultern.

„Christian, bitte hör auf dir Vorwürfe zu machen. Du kannst nichts dafür“, beruhigend versuchte Olli auf Christian einzureden. Es machte ihn fertig zu sehen, wie sein Freund sich die Schuld dafür gab, dass Axel ihn verprügelt hatte.

„Du hast ja recht. Trotzdem wäre das alles nicht passiert, wenn ich mich nicht geoutete hätte.“

„Fang jetzt nicht damit wieder an. Ich hab es dir schon mal gesagt, ich bin total stolz auf dich, dass du das durchgezogen hast.“

„Du bist jetzt derjenige der darunter leiden muss“, meinte Christian, als er seinen Blick zu Olli wandte. Über Ollis Auge klebte ein Pflaster, da wo Alex Olli mit dem Schlagstock verletzte hatte.

„Christian dieses Gespräch hatten wir doch schon mal. Es spielt für mich keine Rolle, weil ich dich liebe. Also könntest du bitte das Thema ruhen lassen.“

„Es tut mir leid“, meinte Christian, als er seinen Kopf an Ollis Schulter lehnte und tief durchatmete. Olli hatte ja recht. Er sollte endlich aufhören sich Vorwürfe zu machen.

„Ist schon okay.“

Eine Weile saßen sie einfach so da und genossen die Nähe zueinander.

„Außerdem gibt es etwas viel schöneres, was ich jetzt mit dir machen möchte“, unterbrach Olli die Stille zwischen ihnen.

Christian löste sich etwas von Olli, damit er diesen ansehen konnte.

„Und was?“, fragte Christian neugierig. Obwohl er es sich schon denken konnte, wenn er Ollis Blick richtig deutete.  

„Küss mich.“

Ein Lächeln legte sich auf Christians Lippen, als er diese Worte vernahm. Nur zu gerne kam er dieser Aufforderung nach. Er beugte sich nach vorn und verschloss seine Lippen mit Ollis. Der Kuss war sanft und zärtlich, als Christian seine Hand in Ollis Nacken gleiten ließ und diesen näher an sich heran zog. Sanft strich Olli mit seiner Zunge über Christians Lippen, welche er nur zu gern öffnete. Sanft umspielten sich ihre Zungen. In diesem Moment gab es nur sie beide und das war das wichtigste.

Als sie sich wieder voneinander gelöst hatten, sahen sie sich in die Augen.

„Ich liebe dich, Christian.“

„Ich liebe dich auch, Olli.“
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