Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Black and Ginger

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Het
Patricia Rakepick Severus Snape
20.08.2020
31.12.2020
23
52.570
3
Alle Kapitel
54 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
03.12.2020 2.762
 
Hallo ihr Lieben,

nach dem fiesen Cliffhanger vom letzten Mal geht es nun endlich weiter.
Dieses Kapitels liegt mir besonders am Herzen, da ich mich sehr ausführlich mit der Beziehung zwischen unseren beiden Protagonisten beschäftige und es darin auch einige Fortschritte geben wird. Ich bin gespannt, was ihr davon haltet und auch, ob ich nicht etwas zu weit gegangen bin.

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Lesen und würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen!

Liebe Grüße
RedQueen0010


~~~♕~~~


Kapitel 17: Zweisamkeit



Dienstag, 02. März 1976
Hogwarts, Slughorns Büro


In dem gesamten Raum herrschte eine unangenehme Stille und die Anspannung war zum Greifen nahe.
Severus versuchte zu verstehen, was geschehen war und musterte demnach die rothaarige Hexe, die im Zentrum aller Aufmerksamkeit stand, mit einem scharfen Blick. Rakepicks Gesicht war wutverzerrt und hatte die Farbe ihrer Haare angenommen.
Mit einem schnell gehenden Atmen und einem sich schüttelnden Körper, hatte sie den Blick auf die Scherben zu ihren Füßen gerichtet. Slughorn war der erste, der reagierte und langsam auf die Hexe zuging.

„Miss Rakepick, vielleicht sollten Sie etwas frische Luft schnappen. Das wird Ihnen sicher guttun.“

Daraufhin brach die Angesprochene in ein hysterisches Lachen aus, was Severus einen Schauer durch den Körper jagte.

„Sie.“

Rakepick deutete mit einem Finger auf Slughorn, als beschuldigte sie ihn des Mordes. Doch es war sie selbst, die den Eindruck erweckte, im nächsten Moment jemanden töten zu wollen.

„Sie habeeen keineee Ahnung… was mit gudtun würde… Keeine Ahnung haben Sie.“

Severus runzelte die Stirn, als er Rakepick sprechen hörte und er bemerkte, dass sich ihre Stimmlage dabei ständig änderte. Sie lallte und begann nun gefährlich zu schwanken.

„Beim Barte des Merlin, Sie sind betrunken!“, rief Slughorn aus, als hätte Rakepick einen Unverzeihlichen Fluch ausgesprochen.

Severus war kurz davor, sich mit der flachen Hand auf die Stirn zu schlagen. Was hatte sich die Hexe nur dabei gedacht?
Erst in dem Moment fiel ihm die rubinfarbene Umhängetasche auf, die Rakepick bei sich trug und der er anfangs keine Beachtung geschenkt hatte. Sicherlich hatte sie auf diesem Weg den Alkohol in die Party geschmuggelt, was ihr nun zum Verhängnis wurde.

„Bitte Mr. Snape.“

Severus hob eine Augenbraue in die Höhe, als Slughorn ihn ansprach und somit alle Augen auf ihn gerichtet waren. Auch Rakepick blickte ihn mit müden und leicht geröteten Augen an.
Er fragte sich, ob sie geweint hatte, doch in dem Moment berührte Slughorn die Hexe am Arm und löste somit einen weiteren Gefühlsausbruch aus.

Sie schlug seine Hand weg und schrie mit klaren Worten: „FASSEN SIE MICH NICHT AN!“

Slughorn, der komplett mit der Situation überfordert war, wich zwei Schritte von ihr zurück und sah sich hilfesuchend nach Severus um.

„Bitte Mr. Snape. Bringen Sie Ihre Begleitung unverzüglich in ihren Gemeinschaftsraum.“

Severus biss sich auf die Lippe, atmete tief ein und nickte schließlich. Als er auf Rakepick zuging, sah diese ihn mit erwartungsvollen Augen an. Doch anstatt ihr wie Slughorn zu nahe zu kommen, stellte er sich lediglich neben sie und wartete einen Augenblick, bis sie sich von alleine in Bewegung setzte.
Rakepick machte einige Schritte in die Richtung des Ausgangs und Severus folgte ihr mit unsicheren Schritten. Doch die Hexe drehte sich noch einmal um und rief in den Raum hinein: „Das Hauus Slytherin. Eine Schaande für diee magissche Welt!“

Unruhiges Gemurmel breitete sich unter den Gästen aus und Severus glaubte sogar zu sehen, dass einige nach ihren Zauberstäben griffen. Sie mussten sich wohl alle vor Rakepick fürchten und sie für eine Bedrohung halten. Besonders nachdem, was sie zuvor gesagt hatte.

„Komm, es reicht!“, flüsterte Severus mit einer strengen Stimme und schubste die Hexe in Richtung Tür.

Als sie die Party verlassen hatten und hinaus in den Gang traten, wäre Rakepick fast über ihre eigenen Füße gefallen, hätte Severus sie nicht im richtigen Moment aufgefangen.
Sie sahen sich für einen Augenblick überrascht an, ehe Rakepick sich von seinem Griff befreite und wieder einen Abstand zwischen sich und den Slytherin brachte.

„Was ist nur in dich gefahren?“, fuhr Severus sie an. „Wolltest du die ganze Party ruinieren?“

Auf Rakepicks Gesicht bildete sich ein dümmlich aussehendes Lächeln.

„Und wenn schoon. Das haaben ssie verdint.“

Severus schüttelte seufzend den Kopf. Rakepick hatte tatsächlich alles ruiniert. Nicht nur die Party, sondern auch seinen Versuch, sich wieder mit Lily zu versöhnen.
Besonders nachdem Lily sich auf der Terrasse zu ihm gesellt hatte, war er sich sicher gewesen, dass er hätte erfolgreich sein können. Doch Rakepick hatte es ruiniert.

„Ich bringe dich jetzt in deinen Gemeinschaftsraum.“

Murrend und nur widerwillig ging die Hexe mit ihm mit. Das einzige Geräusch, das in den Kerkern zu hören war, waren ihre Schritte, die in den Gängen widerhallten. Severus war sich sicher, dass die anderen Schüler bereits alle in ihren Gemeinschaftsräumen waren.
Was würde wohl passieren, wenn die Gryffindors ihre beliebte Mitschülerin in diesem Zustand sahen? Wie würden wohl die Rumtreiber reagieren?
Severus versuchte sich darüber keine Sorgen zu machen, denn dies war Rakepicks Problem gewesen. Hätte sie nicht eine solche Dummheit gemacht, wären sie nun nicht in dieser Lage. Sie hatte sich das alles also selbst zuzuschreiben.

Als sie die Kerker verlassen hatten und auf dem Weg zu dem Großen Treppenaufgang waren, blieb Rakepick plötzlich stehen. Severus bemerkte es erst wenige Sekunden später und blickte daraufhin die Hexe fragend an.

„Was?“

Doch Rakepick reagierte nicht und drehte sich lediglich zu der Wand zu ihrer Rechten. Es war ein kahler Wandabschnitt, der von zwei leuchtenden Fackeln eingrenzet war.
Rakepick vor dieser Wand stehen zu sehen, erinnerte Severus an die Szene aus der Verbotenen Abteilung, als sie das erste Mal die Verwunschenen Verliese erwähnt hatte. Hatte das also auch etwas mit den Verliesen zu tun?
Als er Rakepicks Blick folgte und ebenfalls stumm die Wand anstarrte, geschah jedoch etwas, das er nicht für möglich gehalten hätte.

Auf der Wand bildeten sich schwarze Muster und Formen, die immer größer wurden und sich auszubreiten schienen. Severus blinzelte zweimal und sah sich kurz im Gang um, ob noch irgendjemand dieses Geschehen beobachtete, doch er und Rakepick waren allein. Er blickte zu der Hexe, die allerdings völlig unbeeindruckt die Bewegungen der Muster beobachtete.
Schließlich war das große Gebilde einer Tür erschienen. Severus wusste nicht, ob dies eine echte Tür war, die man passieren konnte und noch weniger, was sich dahinter befand.

„Rakepick, was ist das?“, fragte er die Hexe.

Er sah zu, wie ihre Mundwinkel sich hoben und er ein triumphierendes Lächeln auf ihrem Gesicht ausmachen konnte.

„Das, mein lieber Severus, ist der Raum der Wünsche.“

Der Slytherin hob eine Augenbraue, doch langsam kam ihm die Erleuchtung. Er hatte schon einmal etwas von dem Raum der Wünsche gehört, doch er hatte es für eine Legende gehalten. Rakepick drehte ihren Kopf zu ihm und sah ihn mit leuchtenden Augen an.

„Sehen wir doch einmal, was wir vorfinden werden“, sagte sie voller Vorfreude und näherte sich der Tür.

Severus sah ihr anfänglich etwas misstrauisch dabei zu, wie sie sie öffnete. Doch er war zu neugierig und wollte unbedingt wissen, was sich in diesem Raum befand.
Nach dem, was er gelesen hatte, passte sich dieser Raum den Bedürfnissen des Eintretenden an. Was würden sie also vorfinden?

Severus folgte Rakepick in den Raum und nachdem er eingetreten war, schloss sich die Tür wie von selbst. Mit einem lauten Krach fiel sie ins Schloss und Severus musste beim Anblick des Raumes schlucken.
Sie befanden sich in einem gemütlichen Schlafzimmer, das dem der Schlafsäle in Hogwarts nicht unähnlich, jedoch viel größer war. Sowohl die Tapete, der Stoff des Sofas, als auch das Bezug des großen Himmelbettes, das nahe an den fußbodenlangen Fenstern stand, hatten ein elegantes Muster in den Farben des Hauses Gryffindors. Rot und Gold. Die Decke schmückte ein prächtiger Kronleuchter und hinter den Fenstern war eine breite Terrasse zu sehen, die einen herrlichen Blick auf eine sternenklare Nacht freigab.
Severus war von dem Zauber dieses Raumes, als auch von dessen Schönheit sprachlos. Nachdem er sich den Raum gründlich angesehen hatte, erblickte er Rakepick, die sich auf dem Sofa niedergelassen hatte und mit einem ausdruckslosen Blick in die Flammen des ihr gegenüberliegenden Kamins sah. Das Knistern des Feuers war das einzige, das die leere Stille des Raumes durchbrach.

Severus zögerte in seinem Vorhaben, sich zu Rakepick zu setzen, denn er glaubte, dass sich dieser Raum für sie geöffnet und diese Gestalt angenommen hatte. Doch andererseits hatte er sich selbst versprochen, dass er für sie da sein wollte und er ihr helfen wollte, mit ihren Gefühlen umzugehen, da sie das augenscheinlich noch nie gelernt hatte.
Er nahm also all seinen Mut zusammen und bewegte sich auf Rakepick zu. Diese schien ihn gar nicht zu bemerken, als er sich links von ihr auf das Sofa setzte. Eine Weile sagte keiner von ihnen ein Wort, doch für Severus war diese Stille auf irgendeine Weise beruhigend und für diesen Moment notwendig. Er wusste nicht, wann er sich das letzte Mal an einen Kamin gesetzt und einfach nichts getan hatte.
Er bemerkte, wie sich sein Körper entspannte und auch der Sturm in seinen Gedanken, den er normalerweise zu bändigen versuchte, sich für einen Augenblick legte. Er schloss die Augen und seufzte zufrieden.

„Dieser Raum der Wünsche wirkt besser als jeder Friedenstrank oder Trank der Erträglichkeit“, murmelte er.

Er hörte, wie sich Rakepick neben ihm bewegte und dabei der Stoff ihres Kleides, sowie der des Sofas unter ihnen, raschelte. Er öffnete sein rechtes Auge einen Spalt breit, um zu überprüfen, ob Rakepick ihn ansah oder weiterhin ins Feuer starrte und tatsächlich hatte er ihre Aufmerksamkeit erregt und sie hatte sich zu ihm umgedreht.
Nun öffnete auch er seine Augen wieder und drehte sich zu der Hexe, um ihrem Blick direkt zu begegnen. Sie wirkte auf einmal nicht mehr so betrunken wie noch zuvor, was ihn annehmen ließ, dass sie nicht allzu starken Alkohol getrunken oder sie tatsächlich eine kleine Show abgezogen hatte.

„Bitte vergleiche meinen Trank nicht mit diesem Raum“, entgegnete sie mit einer leisen, fast schon verletzlich klingenden Stimme. „Der Trank lässt mich in eine Art Trance verfallen, in der ich mich immer weiter verlieren kann, wenn ich nicht aufpasse. Sie kann mich einnehmen…“

Rakepick machte eine Pause, als wollte sie über die Worte nachdenken, die sie da sprach.

„Eine Zutat ist ein getrockneter Billywig-Stachel.“

Severus riss die Augen auf.

„Billywig-Stachel?“

Rakepick nickte zaghaft, als schämte sie sich für das, was sie gesagt hatte. Severus kannte die Wirkung dieses Stachels nur zu gut.
Es war eine berauschende Droge, die bei einer Überdosis überaus gefährlich werden konnte. Manche Teenager stachen sich absichtlich mit diesem Stachel, um eine Mutprobe zu bestehen oder es einfach einmal auszuprobieren. Doch getrocknet konnte dieser Stachel auch als Zaubertrankzutat fungieren.

„Warum?“, flüsterte Severus mit einem flehenden Unterton.

Rakepick hatte bereits den Blick gesenkt und konzentrierte sich nun auf ihre Hände, die sie auf dem Schoß nervös zu kneten begann. Ihr Gesichtsausdruck verriet ihm, dass ihr dieses Gespräch nicht leicht fiel und sie sich fast schon zwingen musste, es am Laufen zu halten.

„Du musst wissen…“, begann sie mit einer zitternden Stimme. „Ich versetze mich absichtlich in diesen Zustand, um meine Ängste für einen Moment vergessen zu können… Ich habe Angst, Severus.“

Sie machte eine Pause und atmete tief ein. Severus sah sie mitfühlend an, doch als er die Tränen in ihren Augen erblickte, wollte er nichts lieber, als sie in den Arm zu nehmen oder zumindest ihre Hand zu halten. Doch er traute sich nicht. Das war seine Angst.
Rakepick wischte sich ihre Tränen weg, konnte jedoch nicht verhindern, dass die ein oder andere sich ihren Weg über ihre Wange bahnte.

„Ich werde in den Ferien nach Hause gehen müssen und da… Mein Vater, er hat seine Arbeit verloren und ist ständig betrunken… Nach dem Tod meiner Mutter… Es ist einfach nichts, wie es einmal war.“

Severus musste schwer schlucken, als er diese Worte hörte. Rakepick musste gar nicht weitersprechen, damit er verstand, was sie ihm sagen wollte. Ihr Vater war dem Alkohol verfallen und – er wagte es kaum diesen Gedankengang zu Ende zu führen – er behandelte seine Tochter nicht so, wie er es sollte.
Rakepick atmete erneut tief ein, wobei sich ihr ganzer Körper schüttelte.

„Wenn ich eine Prüfung verhaue oder selbst Quidditch… Er sagt mir immer, ich sei eine Enttäuschung. Ich sei eine Schande für das Andenken meiner Mutter.“

Obwohl Severus‘ Herz sich in diesem Moment fast überschlug, hatte er das Gefühl, dass ihm der Sauerstoff ausging. Quidditch. Was hatte er nur getan?
Wenn Rakepick davon sprach, dass ihr Vater ihr gegenüber handgreiflich wurde, wenn sie mit einer schlechten Prüfung oder einem verlorenen Quidditch-Spiel nach Hause kam, bedeutete das, dass er dieses Mal dafür verantwortlich sein würde.
Er hatte das Spiel so manipuliert, dass Slytherin gegen Gryffindor gewann und somit die Slug-Party stattfinden konnte. Doch er hätte niemals gedacht, dass er Rakepick damit in eine solche Lage brachte.
Er hatte gehofft, dass sich die Schuldgefühle in ihm nie wieder so in den Vordergrund drängen würden, doch in diesem Moment waren sie so stark und präsent, dass er das Gefühl hatte zu ersticken, wenn er Rakepick nicht gestand, was er getan hatte.

„Weißt du…“

Rakepick hob ihren Kopf und blickte Severus nun wieder direkt in die Augen. Sie schaffte es sogar, ein schwaches Lächeln zustande zu bringen.

„Ich habe gedacht, ich würde das niemals irgendwem erzählen können, aber als ich dich besser kennengelernt habe…“

Severus blieb die Luft im Hals stecken. Er konnte es Rakepick nicht erzählen. Er konnte diese Beziehung, die sie aufgebaut hatten nicht einfach so zerstören.
Er redete sich ein, dass es Rakepick nun auch nichts mehr bringen würde, wenn er ihr die Wahrheit über das Spiel erzählte. Und für einen Augenblick glaubte er sogar daran.

Obwohl es nicht das erste Mal war, dass sie sich lange in die Augen sahen, hatte Severus nun das erste Mal das Gefühl, sich in Rakepicks wunderschönen, aber gleichzeitig so traurig und verzweifelt aussehenden Augen zu verlieren. Er wollte für immer in ihrem Blick gefangen sein und sich gleichzeitig darin treiben lassen.
Severus war so auf ihre Augen konzentriert, dass er kaum bemerkte, wie sie ihre Hand auf die seine legte. Doch sofort ging von ihrer Hand eine angenehme Wärme aus, die sich in seinem ganzen Körper ausbreitete und ihm eine Gänsehaut verschaffte.
Er wusste, dass seine Wangen in diesem Moment erröteten, was allerdings Rakepick ein nur noch größeres Lächeln auf die Lippen zauberte. Ihm schossen in diesem Moment so viele Gedanken durch den Kopf, die er in dieser Zeit gar nicht alle ordnen konnte.
Doch da war ein Gedanke, der unter all den anderen hervorstach und so laut wurde, dass er schon glaubte, Rakepick müsste ihn hören. Ob sie es hörte oder nicht, als sie sich langsam zu ihm vorbeibeuge, wusste er, dass sie den gleichen Gedankengang hatte.

Severus spürte, wie sich die zarten Lippen der Gryffindor sanft und vorsichtig auf seine legten.
In seinem Körper entbrannte ein Meer von Gefühlen und er bemerkte, dass sein Verstand komplett aussetzte. Das Einzige, worauf er nun hören wollte, war sein Herz, das in seiner Brust immer schneller schlug und drohte, herauszuspringen.
Als Rakepick sich vorsichtig an ihn schmiegte, um den Kuss zu vertiefen, stieg ihm der rosige Duft ihrer Haare in die Nase, die ihn an der Wange leicht kitzelten. Er konnte nicht anders, als seine Arme um ihre Hüfte zu schlingen und sie noch enger an sich zu ziehen, sodass sie schon fast auf seinem Schoß saß.
Rakepick hatte ihre Hände um seinen Nacken gelegt, wanderte damit aber nun langsam zu seinem Oberkörper hinab. Severus, der wusste, was als Nächstes kam, sich aber nicht sicher war, ob sie das wirklich tun sollten, löste sich für einen kurzen Augenblick aus dem Kuss und blickte Rakepick direkt in die Augen.
Die Lust und die Leidenschaft waren nicht zu übersehen, doch bevor er sich selbst von seinen Begierden einnehmen ließ, fragte er sie mit erstickter Stimme: „Ist das okay für dich?“

Rakepick lächelte leicht und gab ihm einen leichten Kuss. Sie wanderte mit ihren Lippen hinunter zu seinem Hals, bis ihr Atem schließlich sein Ohr streifte.
Diese Situation kam ihm nur allzu bekannt vor, doch dieses Mal konnte er sich ganz seine Leidenschaft hingeben.

„Natürlich.“

Die Hexe umfasste sein Gesicht mit ihren Händen und nach einer weiteren Begegnung ihrer Blicke verfielen sie in einen tiefen und leidenschaftlichen Kuss.

Und sie liebten sich die ganze Nacht, um die Augenblicke ihrer Zweisamkeit zu genießen und in ihrer Leidenschaft, all ihren Sorgen und Ängsten zu entfliehen.
Ein tobender Sturm begann über das Land herzuziehen und nur der Regen, der angefangen hatte, gegen die Fensterscheiben zu prasseln, war ihr Zeuge und würde ihr Geheimnis für immer bewahren können.

Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast