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coffee, sugar and boys in love

von Victorei
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 Slash
Alex Standall Clay Jensen Hannah Baker Jessica Davis Justin Foley
20.08.2020
20.08.2020
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☕☕☕

Die Sache mit gutem Kaffee in einer Kleinstadt wie Evergreen war die, er war verdammt schwer zu finden. Was möglicherweise auch Alex' Auswahl Kriterien zuzuschreiben war.
Und der Tatsache, dass es hier insgesamt nur drei Cafés gab.

Das erste von ihnen hatte er sofort an dem Tag entdeckt als er mit seiner Familie hergezogen war und konnte es auch an diesem Tag bereits von seiner Liste streichen.
Es war völlig überfüllt - nicht nachvollziehbar, der Kaffee war schließlich unglaublich mies. Er hatte ihn später einfach Peter hingestellt.
Was sollte Alex auch mit Kaffee den er nicht mal trank?

Auf den zweiten Ort, an dem er möglicherweise guten Kaffee bekommen würde, stieß er einige Tage später. Oder sagen wir mal, er fiel beinahe durch die Tür.
Wortwörtlich und es war nicht einmal seine Schuld. Vielmehr die seiner Mutter.
Caroyln hatte, wie auch immer sie das hinbekommen haben mochte, einen Vegan-Bio-Cofffee-Shop aufgetan.
Klingt eklig? War es auch.

Und dann war da Monet's und Alex setzte somit seine letzte Hoffnung auf die Aussagen von zwei Menschen die er noch nicht mal wirklich kannte.
Aber er vertraute Jess und Hannah's Meinung was Kaffee anging und außerdem würde er es keinen Tag länger mit dem Zeug aushalten, dass sein Dad ihm daheim vorsetzte.
Vermutlich meinte Bill es wirklich nur gut, aber was auch immer es war was er da machte, es war kein Kaffee.

Jessica sagte ihm später er sei, Zitat "viel zu überdramatisch gewesen. Beim reigehen, beim Bestellen und beim probieren. Wenn du nicht der einzige dort wärst der den komischen Zucker Kram trinkt, dürftest du vermutlich nicht mal wiederkommen"
Alex war nicht der Meinung er sei überdramatisch gewesen. Es war schließlich um Kaffee gegangen.
Kaffee, heiße Schokolade und viel zu viel Zucker. Seine Mutter würde durchdrehen.
Und der Kaffee war genial.
Also wirklich genial.

Es war also für niemanden eine Überraschung, dass er später an diesem Tag kaum noch aus dem Laden herauskam und nur die dreifache Erinnerung seitens Hannah, dass er spätestens um sieben zuhause sein musste oder seine Eltern würden ihm den Hals umdrehen. Oder ihm zumindest Hausarrest verpassen, wenn er zu spät zu diesem 'ach so wichtigen' Familienessen kommen würde.
Und das konnte er gerade echt nicht ab, nicht nachdem er endlich das perfekte Café gefunden hatte.

In welches er trotzdem erst drei Tage später wieder gehen können würde. Verflucht war seine Großmutter und ihre Liebe zu ihren Enkel. Oder eher zu Peter.

Denn statt die nächsten drei Tage, damit zu verbringen den perfekten Tisch zu finden und von seinen zwei besten Freundinnen dafür ausgelacht zu werden, was er bestellte, durfte er jetzt jeden Tag nach der Schule damit zubringen sich anzuhören, wie toll und verantwortungsbewusst sein älterer Bruder doch war und wie grauenhaft er doch war.
Korrektur, das hatte sie nicht so gesagt. Sie meinte lediglich seine Haare wären furchtbar, sich die Nase durchstechen zu lassen ging gar nicht und dass er mit sechzehn noch immer keine Freundin hatte war dann ja auch kein Wunder.

Der warnende Blick den Carolyn ihm auf letzteres zugeworfen hatte, war seiner Grandma wohl gar nicht aufgefallen. Alex war trotzdem still gewesen, die Antwort hätte ihr sowieso nicht gefallen.

Man konnte ihm ja wohl kaum vorwerfen, dass er die Eltern seines Vaters eindeutig lieber mochte oder? Oder auch, dass er wirklich froh war als Mallory, Freitagnachmittag endlich wieder zu sich nach Hause fuhr, statt wie ursprünglich geplant das ganze Wochenende zu bleiben.
Ein großes Danke an ihre komische Katze, die es geschafft hatte ihren Kopf in die Heizung ihrer Nachbarin zu stecken und jetzt dringend Pflege bedarf.
Ganz ehrlich, Alex empfand in dem Moment als er es erfuhr, große Liebe für dieses Tier.

"Ich muss dann auch los, Hannah und Jess warten schon auf mich"
Das stimmte so nicht ganz. Es war Freitag Nachmittag. Was erstens hieß, dass Jessica noch in der Schule festsaß - irgendwas mit Cheerlading oder so - und auch, dass Hannah bereits dabei war sich für ihre Schicht im Crestmont fertig zu machen. Aber seine Eltern würden nicht wollen, dass er zu spät kam.
Und Alex wollte nicht bleiben, denn das würde nur in einem Gespräch enden, dass er nicht führen wollte.

Bill und Carolyn würden sich, so wie jedes Mal, dafür entschuldigen, dass seine Großmutter war wie sie war und das wolle er erst recht nicht hören.
Schließlich hatten seine Eltern keinen Grund sich zu entschuldigen.

☕☕☕

Keine zwanzig Minuten später, saß er schließlich endlich in einem überraschend leeren Monet's, hatte bei Skye - wenigstens einen Namen hier kannte er- sein "überzuckertes irgendwas" wie Hannah sagen würde bestellt und tat jetzt einfach so ziemlich gar nichts.
Außer vielleicht sich per Nachricht bei seinen besten Freundinnen per Nachricht über seine Großmutter zu beschweren.

FML a.k.a most iconic gc ever

Alex: Sie ist schrecklich

Alex: Der pure Horror und ich kann mich nicht mal wirklich bei euch beschweren weil ihr nicht hier seid

Jess: sorry, hab noch training

Jess: Armes Ale....

Hannah: ich muss in 20 minuten los, aber wir könnten uns nachher im crestmont treffen

Hannah: sofern ihr mir heiße Schokolade mitbringt. Ich brauche Zucker☕

Alex: du arbeitest in einem Kino, du bist umgeben von Zucker

Jess: klingt nach einem Plan. Bis nachher <3

"Nur als Warnung, wenn du das trinkst könnte dir eventuell schlecht werden"

Mit diesen Worten und dem Abstellen eine, wirklich ungesund aussehenden Tasse vor seiner Nase, wurde Alex so aus seinen Gedanken gerissen, dass er für einen kurzen Moment zusammenzuckte, bevor er seinen Blick von seinem Handy hob.
Wer auch immer da vor ihm stand, war definitiv nicht Skye, als ob ihm das nicht durch die eindeutig männliche Stimme klar gewesen sein sollte.

"Du bist nicht Skye" erklärte er dann schließlich und wow, als ob das seinem Gegenüber nicht selbst klar war.
Mit viel Liebe konnte man seine etwas merkwürdige Aussage wohl darauf schieben, dass er gedanklich noch immer bei seinen Nachrichten war. Bestellt hatte er nunmal bei Skye und der Tatsache geschuldet, dass er nun erst das zweite Mal hier war, konnte man wohl auch zuschreiben, dass er nicht alle Mitarbeiter hier kannte.

Denn der Junge der gerade vor ihm stand, war ihm bisher erst ein oder zwei Mal über den Weg gelaufen und das nicht hier, sondern an seiner neuen Schule. Wo er, von Jessica und Hannah abgesehen, zugegebenermaßen niemanden wirklich kannte. Dass er sich also tatsächlich noch an den Namen seines Gegenübers erinnerte war etwas verwunderlich, aber lag wohl auch mit daran, dass Justin Foley prinzipiell Gesprächsthema Nummer eins war, wenn es um irgendwelche Typen an der Schule ging - Manchmal wunderte Alex sich wirklich wie zwei Mädchen mit jeweils fester Freundin so viel Interesse an irgendwelchen Jungs an ihrer Schule haben konnten.

"Nope bin ich nicht. Ich bin der Typ der dir Kaffee bringt. Aber ich werde Skye erzählen, dass man uns scheinbar leicht verwechseln kann, das wird sie sicher freuen. Oder sie wird was nach mir werfen, wir werden sehen" und mit diesen Worten war 'der Typ der ihm Kaffee brachte' auch schon wieder hinter seinem Tresen verschwunden.

☕☕☕

ngl, i was kinda excited to post that. now i am not completely sure about it, but i still kinda like it. idk....
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