Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Hope is the light in the darkness

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Alby Minho Newt OC (Own Character) Thomas
20.08.2020
17.09.2020
6
7.402
1
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.08.2020 2.100
 
Das erste was ich merke, als ich erwache, ist das mein Kopf unangenehm dröhnt. Vorsichtig öffne ich die Augen, doch ich bin trotzdem weiterhin von der Dunkelheit umgeben. Wo bin ich? Wer bin ich? Und was zum Teufel tu ich hier? Plötzlich nehme ich ein quietschendes Geräusch wahr und bemerke, dass ich mich bewege. Was ist das hier oder besser gesagt wo bin ich hier? Ich versuche mich daran zu erinnern wie ich hierhergekommen bin oder was als Letztes passiert ist aber nein, da ist rein Garnichts in meinem Kopf. Keine einzige Erinnerung, kein Bild aus der Vergangenheit, nichts. Je mehr ich nachdenke, desto panischer werde ich. Ich habe keinerlei Erinnerungen in meinem Kopf! Ich weiß noch nicht mal meinem Namen. Ich spüre das meine Hände taub werden und mir der kalte Schweiß ausbricht. Mein Herz ist dabei mir aus der Brust zu springen, so sehr klopft es.
Ich schiebe meine Gedanken beiseite und rufe um Hilfe aber wie erwartet erhalte ich keine Antwort, wie auch? Ich bin ja augenscheinlich alleine. Als ich langsam Halsschmerzen vom vielen schreien bekomme höre ich ergeben auf. Voller Angst rutsche ich soweit zurück, bis ich mit dem Rücken an eine Wand, besser gesagt an die Ecke der Box stoße. Ich ziehe meine Knie an meinen Körper und umklammere diese, meinen Kopf lege ich darauf und versuche mich so klein wie möglich zu machen. Wohin bringt mich dieses Ding hier? Wie ein Häufchen Elend sitze ich nun, ohne Erinnerungen, verzweifelt in einer Ecke. Mein Gefängnis, welches seine Geschwindigkeit nicht verlangsamt, schießt weiterhin mit einem enormen Tempo nach oben. Ich will nur noch hier raus! Ich spüre wie mir die Tränen über die Wange laufen aber da es mir sinnlos erscheint sie wegzuwischen, da ich eh Mutterseelen alleine bin, lasse ich sie einfach weiter über meine Wangen laufen. In meinem Kopf spielen sich lauter Schreckensszenarien ab, je mehr ich Nachdenke desto mehr Panik bekomme ich. Zudem bemerke ich das ich immer schlechter Luft bekomme, nur nicht Hyperventilieren, denke ich mir. Doch bevor ich komplett die Kontrolle verlieren kann, taucht über mir auf einmal ein rotes Licht auf. War das das Ende? Oh Gott, der Aufzug bremst einfach nicht ab, sondern fährt mit unveränderter Geschwindigkeit auf die Decke zu. Panisch kralle ich meine Finger in die Gitter und schließe die Augen, bereit für den Aufprall. Ist das mein Ende? In diesem Moment bin ich mir sicher, ich werde jetzt und hier sterben. Doch auch nach ewig langen Sekunden bleibt der Aufprall aus. Mit einem starken Ruck kommt die Box plötzlich zum stehen und es umgibt mich Stille.
Langsam öffne ich meine Augen, in diesem Moment öffnet sich über mir eine Luke und ich muss meine Augen zusammenkneifen, da ich vom hereinfallenden Sonnenlicht geblendet werde. Von oben höre ich Stimmen, eindeutig ein Anzeichen das ich nicht alleine bin. Jetzt stellt sich mir nur die Frage ob die Besitzer, der zu hörenden Stimmen, mir Wohlgesonnen sind oder eine Gefahr bedeuten. Schnell gewöhnen sich meine Augen an das grelle Licht und so blicke ich ängstlich nach oben. Dort sehe ich jede Menge Jungen stehen, die neugierig zu mir herunterschauen. Zum Glück sitze ich so, dass mich noch keiner entdeckt hat. Ich höre wie jemand in die Box springt und in meine Richtung läuft, jetzt überkommt mich definitiv Panik. Ich drücke mich noch enger in meine Ecke und hoffe das mich diese Person, die gerade mit mir in der Box ist, einfach übersieht.
Die Stimmen murmeln: „Was siehst du?“, „Wo ist der Frischling?“ oder „Lebt der Frischling noch?“. Ich bemerke das die Stimmen eindeutig Jungs zuzuordnen sind, auch die Person die in der Box ist, ist nach einem Blick hinter dem Fass hervor, hinter welchem ich mich verstecke, ein Junge. „Oh Gott, wo bin ich hier?“, frage ich mich verwirrt und zugleich verzweifelt. In diesem Moment hat mich der Junge anscheinend bemerkt und schaut mich verwirrt an. „Hey Gally, alles okay da unten?“, höre ich eine Stimme von oben rufen und natürlich klingt diese auch nach einem Jungen. „Der Frischling ist ein Mädchen!“, ruft der Junge, anscheinend mit dem Namen Gally, nach oben aber ohne mich aus den Augen zu lassen. Gally ist ein großer Junge mit blonden Haaren, ziemlich muskulös und mit merkwürdigen Augenbrauen. Die Stimmen von oben fangen nun an laut und durcheinander zureden, sodass ich nur Wortfetzen verstehe aber eins ist sicher: Die da oben sind zunehmend verwirrt das ein Mädchen in der Box ist.
„Jetzt haltet mal alle eure beklonkten Klappen! Das halte ich ja nicht aus hier. Und du Gally, bring sie hoch!“, schreit eine tiefe autoritäre Stimme. Besagter Gally reicht mir seine Hand mit dem Kommentar ich soll doch endlich mal meinen Hintern bewegen und aufstehen, er hätte heute noch was Besseres vor als auf mich zu warten. Nun ja freundlich klingt das nicht und wenn ich ehrlich bin verstärkt das meine Angst zunehmend. Aber trotzdem nehme ich seine große Hand zitternd an und lasse mich von ihm auf die Beine ziehen. Ein Raunen geht durch die Jungs, die oben stehen und ich meine sogar zu hören das einer sogar sagt: „Da ist ja wirklich ein Mädchen in der Box.“.
Dieser Gally schiebt mich in die Richtung einer Wand, legt seine Hände an meine Hüfte und bevor ich reagieren kann, hebt er mich nach oben. Von oben hält mir ein blonder Junge ebenfalls seine Hand hin, die ich schließlich auch ohne zu zögern ergreife. Er zieht mich dann auch noch das letzte Stück nach oben. Endlich stehe ich wieder auf meinen eigenen Beinen und schaue mich ängstlich um. Mein erster Gedanke ist: „Shit, hier sind tatsächlich nur Jungs!“. Das zweite was ich mir denke: „Warum starren mich alle so an?“. Mir wird ganz unwohl unter den ganzen Blicken und der Junge, dem die Autoritäre Stimme von eben zuzuordnen ist, sagt streng: „Jungs, habt ihr nichts mehr zu tun oder was? Los an die Arbeit, es ist nur ein neuer Frischling angekommen!“. Seine Worte dulden keinen Widerspruch und so drehen sich alle um und laufen in verschiedene Richtungen davon. Aber nichts desto trotz drehen sich einige beim Weggehen immer wieder um und murmeln etwas, was ich aber durch die Entfernung nicht verstehen kann.
Als ich mich wieder dem dunkelhäutigen Anführer zuwende merke ich, dass auch der blonde Junge, der mir gerade die Hand gereicht hat, neben ihm steht. „Also gut,“, beginnt der Anführer seufzend, „ich bin Alby und das neben mir ist Newt. Ich bin hier sozusagen der Anführer und falls ich mal nicht da bin hat mein Freund Newt hier das sagen.“ „Wo bin ich hier und warum bin ich hier?“, platze ich dazwischen. „Also erst einmal, weißt du wie du heißt?“, frägt er mich. Ich beginne wieder zu überlegen aber nein da war nichts und bisher herrscht in meinem Kopf gähnende Leere. Wieder bin ich den Tränen nahe aber bevor ich hier auch noch zu heulen anfange, schüttle ich nur meinen gesenkten Kopf. „Keine Sorge, dein Name fällt dir in ein bis zwei Tagen wieder ein. Nun zu deinen Fragen. Ich kann dir nicht sagen warum du beziehungsweise wir hier sind, wir alle kommen ohne Erinnerungen, wie du, in der Box dort an. Das einzige an was wir uns Erinnern können sind unsere Namen. Wo wir genau sind kann ich dir nicht sagen aber hier sind wir auf der Lichtung.“, bei seinem letzten Satz macht er eine ausladende Handbewegung, welcher ich mit meinen Augen folge. Und ich sehe in der Tat eine grüne Wiese, ein paar provisorische Gebäude, einen Wald und hohe Mauern die das alles umschließen und nur von vier Öffnungen, in jeder Himmelsrichtung eine, unterbrochen werden. „Newt bereitest du bitte alles weitere vor, wir lassen uns den Spaß nicht durch diese unvorhergesehene Sache verderben. Und du Frischling, kommst mit mir. Wir machen eine Tour, ich zeige und erkläre dir alles.“, sagt Alby erst an Newt dann an mich gewandt. „Alles klar Alby, mach ich. Und Frischling, Willkommen auf der Lichtung.“, sagt Newt mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Schüchtern lächle ich zurück und laufe Alby hinterher, welcher schon in Richtung eines Holzturms los gelaufen ist. „Ich hoffe du bist schwindelfrei!“, sagt er mit einem Blick nach oben, als wir an seinem Ziel angekommen sind. „Um ehrlich zu sein, keine Ahnung.“, antworte ich ihm mit einem Schulterzucken. Also fängt der Junge vor mir an die nicht sehr vertrauenswürdige Leiter hoch zu klettern und ich folge ihm. Zum Glück stelle ich fest das ich anscheinend doch keine Probleme mit der Höhe habe, nichts desto trotz bin ich froh oben angekommen zu sein und stelle mich an das Geländer neben Alby, welcher auch sofort mit dem sprechen beginnt: „Nun gut, wie du sicherlich schon bemerkt hast, sorgst du ziemlich für Aufregung hier auf der Lichtung. Du bist das erste Mädchen, welches hier auf die Lichtung gekommen ist. Ich hoffe das macht uns keine Probleme, manche von uns haben Angst vor Veränderungen. Aber sehen wir einfach mal wie es sich entwickelt. Also Frischling, wir haben hier drei Regeln. Die erste Regel lautet: Leiste deinen Beitrag! Wir können hier keine Schmarotzer oder Faulpelze gebrauchen. Ab morgen wirst du bei den verschiedenen Hütern arbeiten und wenn du alles ausprobiert hast werden wir sehen wo du am besten hinpasst. Da gibt es zu einem die Baumeister, dank ihnen haben wir beispielsweise die Hütten oder der Turm, wo wir gerade stehen. Dann gibt es noch die Sanis, sie versorgen die Verletzten. In den meisten Fällen die Jungs von den Schlitzern, wo wir auch schon bei der nächsten Gruppe sind. Die Schlitzer schlachten unser Vieh, damit wir Fleisch zum essen haben. Unsere Köche kümmern sich um das Essen. Die Schwapper halten die Lichtung sauber, dort kommen diejenigen hin die sonst nirgendwo hineinpassen. Die Hackehauer sind die Gärtner hier, sie Pflanzen beispielsweise unser Gemüse an. Und dann gibt es noch die Eintüter, sie kümmern sich um unsere Toten.“ Alby schweigt für einen Moment, mit traurigen Augen fährt er dann Sekunden später fort. „Und zu guter Letzt gibt es noch die Läufer, sie erkunden das was außerhalb der Mauern ist. Aber zu den Läufern gehst du nicht! Dort dürfen nur Auserwählte arbeiten, die sich bewiesen haben. Dann komme ich zur nächsten Regel: Niemand, außer die Läufer, geht durch die Mauer! Die letzte Regel ist zwar selbstverständlich aber trotzdem sage ich es dir: Keiner verletzt einen anderen hier. Ohne den Zusammenhalt wären wir nicht dort wo wir jetzt stehen.“, mit diesen Worten endet Alby seine Erklärung. Ziemlich überrannt von den vielen Informationen kann ich nur nicken. Also zusammengefasst bin ich mit ungefähr 40/50 Jungs auf einer Lichtung eingesperrt. Wer denkt sich denn bitte so einen schei* aus? Denke ich mir und ich merke wie ich langsam richtig wütend auf diejenigen werde die uns hier hingebracht haben. „Wie lange seid ihr schon hier?“, frage ich den Jungen der immer noch unverändert neben mir steht. Dieser seufzt und antwortet mir, dass manche schon 3 Jahre hier sind ohne einen Ausweg gefunden zu haben. Niederschmetternd, ich denke mir 3 Jahre hier fest zu sitzen muss echt schrecklich sein. Ich meine ich bin gerade erst ein paar Stunden hier und könnte heulen vor Verzweiflung. Was ist das hier für ein Leben? Aber so wie ich das hier sehe ist an der aktuellen Situation nichts zu ändern. So beschließe ich jetzt einfach das Beste daraus zu machen.
Nachdem Alby einem Jungen der gerade an uns vorbei läuft, ich schätze ihn auf ungefähr 12 Jahre, gesagt hat er soll mir die Küche, den Waschraum und die Schlafmöglichkeit zeigen ist er mit den Worten gegangen dass er noch was erledigen muss.  Der Junge mit den wuscheligen Haaren stellt sich mir als Chuck vor, ich mag ihn auf Anhieb. Die Jugendliche Naivität und das er so viel redet wirkt ablenkend auf mich, trotzdem sehe ich Chuck an das er reifer ist als er es eigentlich in dem Alter sein sollte. Nachdem er mir die Küche und den Waschraum gezeigt hat gehen wir in die Richtung eines überdachten Gebäudes. Dort hängt eine Vielzahl von Hängematten. „So, hier schlafen wir, nun ja alle außer die Hüter, Newt und Alby. Da sie eine tragende Funktion hier haben, haben sie alle ein eigenes Zimmer im Gehöf. Dort ist auch der Versammlungsraum und falls du dich mal verletzt, findest du dort auch die Sanis.“, erzählt mir der Kleine und zeigt in Richtung eines großen Gebäudes. „Danke Chuck, es ist wirklich super lieb von dir mir hier alles zu zeigen.“, sage ich ihm mit einem Lächeln. Angesprochener wird leicht rot und fängt an meine Hängematte neben seiner aufzuhängen, ich helfe ihm natürlich dabei und lasse mir von ihm erzählen wie der Alltag hier so abläuft.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast