Wie viel kannst du noch ertragen? Wie viel mehr?

von Semi89
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
Die Strohhut-Bande Lorenor Zorro OC (Own Character)
19.08.2020
24.10.2020
18
29.423
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19.08.2020 926
 
Kapitel 1: Ein schönes Leben?

Die Sonne stand noch nicht sehr hoch, als sie erwachte. Gähnend erhob sich die junge Frau mit den hüftlangen, roten Haaren aus der Koje und streckte sich. Nach einer kühlen Dusche zog sie sich die lange, schwarze Hose, Schuhe, ein grünes langärmeliges Oberteil, schwarze Handschuhe und ihren schwarzen Hut mit der breiten Krempe an und begab sich nach oben in Kombüse.
Dort stand schon Horky, der Smutje des Schiffes und bereitete ein lecker aussehendes Frühstück vor.
„Morgen, Charlie. Wie geht’s?“
Die junge Frau lächelte und nickte ihm zu.
„Danke. Gut.“
Er strahlte sie an und reichte ihr einen Teller mit Eiern und Speck. Es folgte noch eine Tasse Kaffee und damit ausstaffiert ging Charlie in den Raum nebenan. Nicht viele saßen hier. Gorgo, Kató und Hina waren da, allerdings nur körperlich, so wie sie aussahen. Was musste diese Idioten auch bis in die Morgenstunden feiern? Charlie schüttelte den Kopf und setzte sich etwas abseits.
„Hey, Charlie. Ich hab n Kater, kannste den wegmachen?“
Die anderen lachten über Katós Worte, Charlie verzog keine Miene, sondern sah den Vizekapitän gelangweilt an.
„Pech für dich, musst du das nächste Mal weniger so tun, als ob du Alkohol vertragen könntest.“
Die anderen machten sich noch über den etwas sauer aussehenden Vize lustig, da war Charlie auch schon fertig mit Essen und brachte ihre Sachen zurück in die Kombüse.
„Danke, Horky. War lecker.“
Der Koch strahlte sie an und pfiff fröhlich weiter. Seufzend holte Charlie ihr Schwert aus der Kajüte und fing am Deck an zu trainieren.

„Land in Sicht!“
Lunte, der Mann oben im Krähennest, rief laut mit dem Fernrohr am Auge. Sofort stürmte die gesamte Mannschaft (es war mittlerweile Nachmittag und sie hatten ihren Rausch halbwegs ausgeschlafen) aufs Deck und sah in die angedeutete Richtung. Charlie ließ sich nicht stören und da sich keiner der Mannschaftskameraden in ihre Nähe traute, konnte sie in Ruhe weiter trainieren. Die Insel hatte sie auch schon gesehen.
„Was sagst du, Käpt´n? Anlegen oder nicht?“
Kató sah zu Jake, der neben ihm stand und zu der Insel sah. Dieser überlegte eine Weile, dann sagte er:
„Wir brauchen neue Vorräte, außerdem will ich wissen, ob mein Kopfgeld schon wieder gestiegen ist. Nachdem wir in letzter Zeit die ganzen Marineschiffe platt gemacht haben.“
Er lachte laut und lange und die Mannschaft fiel heuchelnd mit ein.
>Was für Idioten!< Charlie würde sich niemals so herablassen auf deren Niveau. >Jake, der Große Jake, der gefürchtete Pirat der Grandline, das ich nicht lache! Dabei beläuft sich sein Kopfgeld gerade mal auf 20.000 Berry.<
Also war das letzte Wort gesprochen und nach einer Stunde fuhr die Dusty Rainbow, wie das Schiff von Jake´s Piratenbande hieß, in den Hafen einer größeren Stadt ein. Charlie unterbrach ihr Training und schnallte sich ihr geliebtes Schwert auf den Rücken. Sie würde auf jeden Fall mitgehen müssen, immerhin brauchte Jake sie. Und schon wehte seine Stimme zu ihr hinüber:
„Charlie! Du kommst mit, falls es irgendwo Ärger gibt.“
Ein paar Umstehenden lachten.
>Ja, lacht nur. Ihr wisst nicht, wozu ich fähig bin!<
Sie hasste es, die Männer und auch die zwei Frauen an Bord dachten immer noch, dass Charlie nur dafür da war, den Käpt´n zu beschützen und nicht, dass sie in der körperlichen Verfassung war, selber zu kämpfen.
Aber sie sagte nichts.
>Sollen sie sich nur sonst was denken, ist mir doch egal. Solange mir der Käpt´n in der Sache vertraut und ich somit ein Dach über den Kopf hab, ist das schon okay.<
Bisher war immerhin noch nichts allzu schlimmes passiert, auch wenn Charlie in den drei Jahren, in denen sie nun schon mit der Piratenbande über die Grandline segelte, öfters im Krankenflügel gelegen hatte wie alle anderen Crewmitglieder zusammen.
Das war nun mal ihr Schicksal und sie musste es ertragen.
Sie stiegen zu siebt die Planke hinab und gingen durch den kleinen Hafen. Horky musste neue Lebensmittel kaufen und trennte sich somit von den anderen. Charlie musste wohl oder übel mit Jake gehen, dabei wäre sie gerne mal allein oder wenigstens mit Horky herum gelaufen.
Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als sie Jake laut rufen hörte.
„Da ist ein schwarzes Brett. Lasst uns direkt mal sehen.“
Genervt rollte Charlie mit den Augen und trottete hinter ihrem Käpt´n her. Auf dem schwarzen Brett waren viele Steckbriefe aufgepinnt und während sich Jake darüber aufregte, dass sich seines nicht geändert hatte, schaute sie sich lieber die anderen an. Sie stockte. Sah noch einmal hin. Konnte das tatsächlich sein? Da waren auf einen gewissen Monkey D. Ruffy doch tatsächlich 300.000.000 Berry ausgesetzt! Und auf den Piratenjäger Lorenor Zorro 120.000.000. Das war ja unglaublich!
„Ähm… Boss?“
Jake ließ sich nur ungern aus seiner Schimpftirade locken und sah deshalb mit vernichtendem zu Kató, der entgeistert in die entgegen gesetzte Richtung starrte.
„Was?“
Kató hatte weit aufgerissene Augen und zeigte mit zitterndem Finger auf einen Punkt hinter Jake. Charlie hatte sofort gesehen, was er meinte und ihr stockte der Atem. Ihnen kamen mehrere Personen entgegen, allen voran ein junger Mann mit einem gelben Strohhut und rotem Oberteil. Hinter ihm ging ein finster drein blickender Mann mit grünen Haaren, der seine linke Hand auf den Griffen seiner drei Schwerter ruhen ließ.
„Da… da… das… sind dieser Strohhut-Ruffy und seine Truppe.“



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Hallo zusammen,

hier eine kleine Geschichte über meinen OC Charlie, die es nicht leicht hat in der Piratenwelt. Erstes Kapitel recht kurz, ich weiß. Überarbeitete Version. Kapitel immer Mittwochs und Samstags.

Viel Spaß
Liebe Grüße
Semi
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