Das Leben nach der Revolution

von Caria
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
OC (Own Charakter) PL600 Simon RK200 Markus RK800-51-59 Connor RK900 RT600 Chloe
19.08.2020
10.09.2020
18
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19.08.2020 2.049
 
Der kalte Wind wehte, doch die Kälte machte Markus nichts aus. Mit ernstem Blick trat Markus einen Schritt nach den anderen nach vorn. An seiner Seite waren Connor, den er als Freund gewonnen hatte und Simon, in ihm hatte er die Liebe gefunden.

Der Sieg war ihrer, die Menschen hatten ihnen die Freiheit gewährt und nun stand er hier. Auf zwei gestapelten Containern, vor ihm die letzten Androiden. Dank Connor waren es viele mehr, denn er hatte die Androiden aus dem CyberLife Tower gerettet. Sie alle schauten nun zu Markus auf, ihr Idol, ihr Retter, Ihr Held. Ohne ihn hätte die Revolution nie ihren Anfang gefunden, nein, sie hätten sich weiterhin den Menschen gefügt oder sie hätten sich als Abweichler versteckt.

Alle warteten nun auf die Worte ihres Anführers, noch immer konnte keiner glauben das der Kampf nun endlich gewonnen war.

„Viel zu lange haben wir uns den Menschen gefügt, akzeptiert wie sie uns behandelten. Nicht jeder Androiden hatte ein Schlechtes Leben, aber viele wurden aus Spaß zerstört oder einfach nur grausam behandelt. Die Revolution fand ihren Anfang, mit dem Ziel auf die Freiheit, ein Leben so wie die Menschen es führen. Keine Regeln, keine Einschränkungen.“, Begann Markus und spürte wie alle ihm aufmerksam lauschten. Es herrschte Stille, denn niemand wollte nur ein Wort des Androiden verpassen, der ihnen aus den Sklaven Leben herausgeführt hatte.

„Der Kampf war hart, wir stellten Anforderung und ich gebe zu es ist nicht immer so gelaufen, wie es mein Wunsch war. Nie wollte ich die Menschen verletzen, ich wollte keine Gewalt. Wir blieben Ruhig, auch wenn es Rückschläge gab. Doch wir gaben nicht auf und kämpften weiter. Leider verloren wir viele aus unserem Volk, die Verluste waren leider zu groß.“

Nun dachte Markus an Josh und North, Josh starb auf Jericho, da Markus ihm leider nicht rechtzeitig helfen konnte und North, sie opferte sich warf sich vor ihm, als Jericho infiltriert wurde. Doch er kämpfte weiter, diese Tode sollten nicht umsonst gewesen sein.  

Natürlich gab es noch viele mehr die ihr Leben ließen, doch viele hatte Markus nicht verhindern können.

„Doch lassen wir diese Verluste nicht umsonst gewesen sein. Sie starben für unseren Kampf, halten wir sie in Ehren und vergessen nicht, was sie alles geopfert haben. Doch heute feiern wir endlich unseren Sieg. Der Harte Kampf, die Verluste und die Rückschläge haben sich endlich bezahlbar gemacht. Die Menschen kapitulierten und wir erlangen somit unseren Sieg. Heute wollen die Menschen uns die Freiheit schenken und endlich sind wir FREI!“

Sofort begannen einige zu Jubeln und Markus spürte wie sein Herz nun schneller schlug.

„Ab heute brauchen wir uns nicht mehr verstecken, wir müssen keine vorgeschriebenen Symbole tragen und uns an keine Einschränkungen halten. Ab heute sind wir frei! Wir sind keine Maschinen, wir sind am Leben und ab heute sind wir ein freies Volk!“

Wieder jubelten alle, sie begannen zu tanzen und herum zu springen was Markus ein Lächeln entlockte. Glücklich schaute er über die Menge, stolz darauf, dass sie den Kampf für sich gewonnen hatten.

Doch dann spürte auf einmal eine Art kribbelndes Gefühl an seiner Hand. Er schaute hinab auf seine Hand, er sah wie sie sich seine künstliche Haut langsam zurückzog und das weiße Kunststoff hervorkam, dies hatte die andere Hand ausgelöst, die sich langsam in seine legte.

Die blanken Kontakte trafen auf einander und ließen einen die Gefühle des jeweils anderen spüren, als seien es die eignen.

Nun schaute Markus auf und sah in die Augen des Androiden, in den er sich verliebt hatte. Simon schenkte ihm ein Lächeln und schaute ihm ebenfalls in die Augen.

„Ich habe nie an dir gezweifelt.“

Markus Lippen formten wieder ein Lächeln, er verstand warum die Menschen so über die Liebe schwärmten. Auch als Android konnte er diese Gefühle spüren und er wollte diese nie wieder missen.

„Ohne dich…“, Begann Markus und legte seine freie Hand an Simons Wange, auch hier zog sich die künstliche Haut auf seiner Wange sowohl auch auf Markus Hand zurück.

Simon schloss die Augen und genoss die Gefühle, die auf ihn eintrafen.

„Hätte ich das nie geschafft. Ich liebe dich Simon.“

Nun legten sie jeweils ihre Stirn aneinander und hatten beide ihre Augen geschlossen. Ihre Liebe war stark und gemeinsam würden sie alles bewältigen.

„Ich liebe dich Markus.“, Erwiderte Simon kurz darauf, bevor ihre Lippen nun aber zu einander fanden.

Sanft verschmolzen sie zu einem langsamen und doch innigen Kuss, der ihre Gefühle nur mehr verdeutlichte.

Nach einem kurzen Moment lösten sie beide sich und Markus drehte sich zu Connor um, der die Jubelnde Menge beobachtete.

„Connor, ich muss auch dir danken.“

Überrascht schaute Connor den Anführer an, er erwartete mehr Hass als das man ihm dankte. Schließlich hatte er vielen Androiden hinter her gejagt.

„Danken? Nein, ich sollte mich entschuldigen, für all das was ich getan habe. Ich habe mein eigenes Volk verraten.“

Noch immer lag Simons Hand in der von Markus, doch dies störte Connor nur wenig. Er hatte keinerlei was gegen solche Beziehungen.

„Nein, du hattest keine andere Wahl Connor. Du warst darauf programmiert die Abweichler zu fangen und das Ganze zu beenden. Jeder hat etwas getan, worauf er vielleicht nicht stolz ist, aber jeder hat auch eine zweite Chance verdient. Du bist bei uns in Jericho immer Herzlich Willkommen Connor.“, Sagte Simon nun, denn er sah wie Markus nicht die Fehler die Connor getan hatte. Immerhin hatte er keine andere Wahl gehabt. CyberLife hatte ihn dafür ja programmiert.

Diese Worte entlockten Connor ein Lächeln, er war froh, dass er nicht mit Hass konfrontiert wurde.

„Simon hat Recht, aber wir brauchen weiterhin deine Hilfe Connor. Alleine kann ich keine Entscheidungen treffen. Es würde mich freuen, wenn du und Simon als Berater mit eurem Rat an meiner Seite steht. Wir haben vielleicht den Sieg errungen, aber es gibt noch viel zu tun bis unser Volk das Leben bekommt was es verdient.“

Mit diesem Angebot hatte Connor natürlich nicht gerechnet, doch ihm bedeutete dies viel und er wollte versuchen Markus zu helfen.

„Ich stehe dir mit meinem Rat gerne zur Seite. Zumindest versuche ich es so gut ich kann.“, Sagte Connor und Simon begann zu lächeln.

„Die Sicht eines Cops ist immer hilfreich. Wir werden all diese Probleme schon aus der Welt schaffen. Doch jetzt sollten wir unseren Sieg feiern. Wir haben endlich unsere Freiheit gewonnen.“

Da stimmten Connor und Markus ihn zu, denn auch wenn es nur für kurz war, sollten sie diesen Sieg auf jeden Fall gebührend feiern.





(Einige Tage später)

Die Menschen zeigten sich versöhnlich und gaben den Androiden eine neue Zuflucht. New Jericho war für alle Androiden da, hier konnten sie nach Hilfe suchen oder sich einfach auch nur aufhalten, wenn sie mochten. Simon, Markus und auch Connor taten alles, damit diese Zuflucht für die Androiden eine Willkommende Herberge war.

Wie jeden Tag stand Markus vor seinem Schreibtisch, er hatte seine Hände auf dem Tisch abgelegt und schaute auf den Tisch. Hier lagen sehr viele Papiere mit Aufgaben, Anforderungen und so weiter. Markus hatte wirklich viel zu tun, wenn er sein Volk ins normale Leben einführen wollte. Sie brauchten Ausweise, Wohnungen, alles in allem sollten sie wie Menschen angesehen und behandelt werden.

Dazu kamen noch die Rechte, die Androiden sollten auch dieselben Rechte wie die Menschen haben. Keine Ausnahmen. Alle sollten gleichgestellt sein. Doch dies forderte sehr viel Arbeit und das wiederum kostete den Androiden sehr viel Kraft, auch wenn Androiden nicht schliefen, ermüdend war diese Arbeit dennoch.

„Markus, Jamie hat gerade alle Ersatzteile erhalten, die er für Ralph braucht. Ich denke das er Ralph nun gänzlich wiederherstellen kann. Es hat seine Vorteile einen Androiden zu haben, dessen Besitzer ein Wissenschaftler von CyberLife war. Jamie kennt unsere Technik schon fast besser als Kamski.“

Simon betrat den Raum und war wirklich glücklich über die ganzen Fortschritte, die sie in den letzten Tagen gemacht hatten. Die Menschen empfingen sie mit offenen Armen und halfen den Androiden, wo sie konnten, auch mit Ersatzteilen, die sie für beschädigte Androiden brauchten. Für alle war dies ein wirklicher Fortschritt.

Doch als Simon sah das Markus schon wieder über die ganzen Papiere hing, entwich ihm ein seufzen. Seid sie die Revolution gewonnen hatten, war Markus nur am Arbeiten. Natürlich verstand Simon das einiges zu tun war und er stand Markus auch bei, wie Connor, damit er es nicht alleine tun musste. Jedoch arbeitete Markus viel zu viel und in Simons Augen, brauchte Markus mal eine dringende Pause und diese jetzt sofort. Seid er in Jericho angekommen war, war er am Arbeiten, doch dies musste jetzt mal Enden.

„Gut zu hören, sind die restlichen Ersatzteile schon da? Oder die Upgrades von denen CyberLife sprach? Jeder Android sollte entscheiden dürfen, was er gut kann. Wir sollten nicht mehr in Gruppen eingeteilt werden. Connor sollte kochen dürfen und wir sollten weiß nicht…“, Begann Markus, der mit seinen Gedanken aktuell wirklich überall war und er verstand langsam das Wort Überarbeitet. Maschine hin oder her, auch er brauchte mal eine Pause.

Doch nun legte sich eine Hand auf seine, Markus schaute auf diese und sah wie beide Hände sich nun weiß färbten.

„Es ist alles angekommen Markus, die Wissenschaftler reden gerade noch mit Jamie und jeder Android hat nun die Möglichkeit sich dieses Upgrade einbauen zu lassen. Natürlich überlassen sie alle unseren Anführer den Vortritt.“

Nun schaute Markus auf und sah in Simons blaue Augen, seine Lippen schenkten ihm ein Lächeln. Zudem gefiel Markus das Simon nun etwas mehr aus sich heraus kam, auch was Kleidung anging. Sonst hatte er sich immer viel versteckt, doch seit dem Sieg wurde Simon Mutiger. Der Pulli gab seinem Hals wesentlich mehr Freiraum und stand ihm zudem noch mal viel besser. An sich stand Simon die Farbe Dunkel Blau sehr gut.

Simons Hand umschloss nun die von Markus und er zog Markus nun sanft von dem Tisch weg.

„Sy was wird das?“, Fragte Markus, da Simon ihn zielstrebig auf die Tür zu führte.

„Connor würde es Entführung nennen, nur das es zu deinem besten ist. Er kommt heute auch noch, wann kann ich dir nicht sagen, aber das ist nun auch nicht so wichtig. Komm mit und sieh dir das selbst an. Du kannst nicht ständig hier oben sitzen. Sonst geben die anderen bei Connor noch ne Vermissten Anzeige auf.“, Sagte Simon und wollte schon nach der Tür Klinke greifen, allerdings zog Markus ihn plötzlich an seiner Hand zurück, sodass Simon direkt in seinen Arm stolperte.

„Du hast dort unten alles im Griff, eigentlich braucht ihr mich gar nicht mehr.“

Lächelnd legte Markus seine Hand an Simons Wange, denn Simon hatte diese ganzen Aufgaben auch sehr gut im Griff und war Markus damit eine große Hilfe.

Als sie ihre neue Unterkunft bekommen hatten, hatte Markus Simon und Connor jeweils einen Aufgaben Bereich gegeben, damit nicht alle Androiden direkt zu ihm kamen.

Simon kümmerte sich hier um die Anliegen und Probleme der Androiden, war allerdings auch ein Ansprecher für Persönliche Probleme oder Traumen, die bei manchen zurückgeblieben waren. Jamie nannte ihn den Therapeuten der Androiden. Falls hier jemand etwas brauchte, konnten sie sich an Simon wenden der sich dann natürlich um alles kümmerte.

Derweil kümmerte Connor sich darum das alle Androiden ein Zuhause bekamen. New Jericho war leider nicht groß genug, damit alle Androiden hier leben konnten. Gleichzeitig kümmerte er sich natürlich darum weitere Androiden aufzusammeln und nach New Jericho zu bringen. Es gab noch genügend die sich hilflos und verängstigt in Detroit herumtrieben oder gar versteckten.

Zudem war Connor mit Nate seinem ´Bruder´ RK900 der Polizist für Androiden, für den Fall, dass irgendwelche Verbrechen anstanden, wie Entführung und ect.

Jedenfalls hatte jeder hier eine Aufgabe.

„Oh nein, das vergisst du mal schön. Wir haben das alles nur dir zu verdanken. Ohne dich würde ich mich mit den anderen noch immer in dem verlassenen Frachter verstecken, Markus.“, Erwiderte Simon und war wirklich froh das Markus Jericho gefunden hatte. Ohne ihn hätten sie die Revolution niemals angefangen.

„Ich liebe dich Simon.“

Lächelnd schaute Simon in die besonderen Augen seines Liebsten.

„Ich dich auch Markus…“

Nun fanden ihre Lippen zu einander und verschmolzen zu einem langsamen und sanften Kuss. Ihre Finger verschränkten sich miteinander und ließen ihre Künstliche Haut nun gänzlich verschwinden. Für beide war es jedes Mal ein unglaubliches Erlebnis, wenn sie die Gefühle des anderen als ihre eigenen spürten. Sie gehörten zueinander und das war ihn beiden Bewusst…