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Legend Of Minseo Avatar AU

von Bohne
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 Slash
Bangtan Boys Black Pink Monsta X OC (Own Character)
17.08.2020
18.09.2020
2
3.407
 
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17.08.2020 1.811
 
Vor langer Zeit herrschte ein hundertjähriger Krieg zwischen den vier Nationen. Avatar Aang und seine Freunde beendeten diesen Krieg und bauten eine Stadt auf, in der Menschen aller Nationen, ob Bändiger oder Nichtbändiger in Frieden miteinander leben konnten. Zu der Zeit des darauffolgenden Avatars, einer jungen Dame namens Korra, erhoben sich erstmals die Nichtbändiger gegen die, die die Elemente beherrschten. Korra rettete die Welt auch davor. Um die folgenden Avatare wurde es ruhig. Es bildeten sich neue Städte und ganze Länder, und mit dem rasenden technischen Fortschritt erhielten die Nichtbänder mehr und mehr Macht in der Gesellschaft. Jahrhunderte nach dem hundertjährigen Krieg, nachdem der letzte Avatar, der russischer Luftbändiger Nikolai, starb, wurde in Südkorea ein kleines Mädchen mit Namen Minseo geboren. Sie wuchs in einer Zeit von Hass und Diskriminierung auf. Die Bändiger wurden unterdrückt und einer nach dem anderen exekutiert. Die Nichtbändiger hielten sich an vergangenen Verbrechen der Bändiger fest und deklarierten, dass jeder von ihnen gefährlich sei. Die wenigen paar-tausend Überlebenden waren verteilt über die Welt versteckt. Viele der Alten hatten das Bändigen schon verlernt und den Jungen wurde es nicht mehr beigebracht. Manche wussten nicht einmal davon.
Minseos Eltern, die Parks, taten sich mit drei befreundeten Bändigerfamilien, den Lees, den Kims und den Kwongs, zusammen und verließen die große Stadt. Sie lebten etwas außerhalb eines kleinen Fischerdorfes am Meer. Ihren Kindern erlaubten sie zwar das Bändigen, doch war äußerste Vorsicht geboten, dass sie nicht gesehen wurden. Von ihrem Wissen brachten sie ihnen allerdings auch nichts bei.
Die Kwongs waren die ersten von den vier Paaren, die ein Kind zur Welt brachten. Einen Jungen namens Jiyong. Er war ein Feuerbändiger, genau wie seine Mutter und passte später gut auf seine jüngeren Freunde auf. Drei Jahre später kam die Erdbändigerin Lee Chaelin auf die Welt. Weitere fünf Jahre später wurde schließlich unsere Protagonistin Minseo geboren und nur zwei Tage danach Kim Jennie. Die beiden Wasserbändigerinnen wuchsen beinahe wie Zwillinge auf. Die vier Kinder hatten sehr gute Verhältnisse miteinander und waren wie Geschwister. Sie tobten und spielten viel, aber übten auch ihre Bändigungskräfte. Jiyong das Feuer, Chaelin die Erde und Minseo und Jennie das Wasser. Aber weil die beiden jüngeren so voller Energie waren, stellten sie sich oft zu den anderen Beiden und machten aus Spaß an der Freude, ihre Übungen nach.
Eines warmen Frühlingstages, als Jennie und Minseo gerade zarte acht Jahre jung waren, geschah jedoch etwas, womit keiner von ihnen gerechnet hätte. Chaelin hatte sich gerade auf der breiten Wiese hinter den Häusern, von der man einen sehr guten Blick auf das Meer hatte, platziert und war bereit ihr tägliches Training zu absolvieren. Links und rechts von ihr standen Jennie und Minseo. Jiyong saß auf dem Dach und hielt Ausschau, wie er es so oft machte, wenn seine Mädels gerade trainierten.
Alles verlief wie sonst immer, bis sich auf dem Boden vor Minseo auf einmal ein paar Steinchen zu bewegen begannen. Staunend hielt sie in ihrer Bewegung inne und sah auf die Stelle, auf denen sie die kleinen Bröckchen eben bewegt hatten. Sie schüttelte leicht den Kopf und sah zu Chaelin. Diese aber stand gerade nicht einmal in einer festen Position und hatte beide Arme an ihren Seiten hängen. Sie sah mindestens  genauso erstaunt aus und wechselte einen Blick mit Jiyong, der die Augen weit aufgerissen hatte. Augenblicklich sprang er von dem Dach und kam zu den Mädchen gelaufen. Jennie schickte er nun auf den Überwachungsposten.
"Mach mir das mal nach.", sagte er zu Minseo und zeigte ihr eine einfache Feuerbändigungsübung. Das junge Mädchen tat, wie ihr geheißen und- tatsächlich tat sich etwas. Es war zwar keine Flamme, wie bei Jiyong, aber ein wenig Rauch kam aus ihrer Faust heraus. Erneut wechselten Chaelin und Jiyong einen erstaunten Blick. Dieser wurde aber schnell zu einem besorgten Blick. Die beiden nickten sich kurz zu, dann verschwand Chaelin ohne ein Wort zu sagen in einem der Häuser. "Was hat das zu bedeuten?", fragte Minseo unsicher, während Jennie wieder zu ihnen kam. "Du hast gerade Erde und Feuer gebändigt.", sagte sie begeistert, "Das ist total cool." "Ja.. aber das geht doch gar nicht.", murmelte die schwarzhaarige, "Man kann doch nur ein Elemtent bändigen.. oder?"
Jiyong jedoch sagte kein Wort. Der sechzehnjährige hatte noch immer einen sehr besorgten Blick und bedeutete den Mädchen erst einmal geduldig zu sein und auf Chaelin zu warten.
Diese kam nach wenigen Minuten wieder. Etwas traurig schüttelte sie den Kopf. "Wir sollen sie im Dunkeln lassen.", sagte sie an Jiyong gewandt. "Ich finde, das ist Mist. Sie hat ein Recht darauf, zu erfahren, wer sie ist.", fügte sie leise hinzu. Jiyong nickte. "Das seh ich genau so."
Minseo, um die es die ganze Zeit ging, verstand kein Wort. "Wollt ihr mir nicht mal verraten, was hier los ist?", zischte sie etwas gereizt.
Anstatt zu antworten, führten die beiden älteren, die Mädchen in die nahgelegene Scheune, um ungestört zu bleiben. Als sie alle auf den Heuballen saßen, begann Jiyong zu erzählen, was er in der Schule gelernt hatte. Dass es eine Person gab, die alle vier Elemente meistern konnte und immer wieder geboren wurde. Dass sie 'Avatar' genannt wurde und unter den Nichtbändigern, als der gefährlichste Bändiger von allen galt. Er erzählte von den vorherigen Avataren und deren guten Taten, dass die Bändiger all ihre Hoffnung in den neuen Avatar steckten und dass vor acht Jahren der letzte Avatar, ein Luftbändiger starb. "Demnach muss der neue Avatar ein achtjähriger Wasserbändiger sein.", schloss er und sah Minseo vielsagend an. Chaelin fügte noch warnend hinzu: "Deine Eltern wollen nicht, dass du das weißt, also lass dir vor den Erwachsenen lieber nichts anmerken."
Minseo brauchte erst einmal etwas Zeit, um das alles zu verarbeiten. Sie sollte also die Möglichkeit haben, alle Elemente zu erlernen. Nur sie allein. Niemand anderes hatte diese Möglichkeit, bis sie starb. So ein Geschenk musste man doch nutzen. Aber wie sollte sie das überhaupt schaffen? Nicht einmal Jiyong und Chaelin hatten richtige Lehrer und Luftbändiger waren generell kaum noch aufzufinden.
All ihre Fragen hielten sie die Nacht über wach.  Doch wurde sie nicht lange von Schlaflosigkeit gequält, denn nach wenigen Stunden des Grübelns im Bett, öffnete sich leise knarzend die Tür und Chaelin trat herein. Auf Zehenspitzen kam sie ans Bett geschlichen. Als sie sah, dass Minseo wach war, legte sie einen Finger an die Lippen und zog die Jüngere aus dem Haus, wo Jiyong sie schon erwartete. "Was ist mit Jennie?", fragte sie leise. "Lass sie schlafen.", flüsterte die Erdbändigerin. Minseo gefiel es nicht, ihrer beste Freundin einfach nichts zu sagen. "Sie wird wütend auf uns sein, dass wir sie nicht mitgenommen haben.", sagte sie etwas aufgebracht. "Sie muss es ja nicht erfahren.", zischte nun Jiyong.  Schweigend zogen sie Minseo an den Waldrand, der rund einen Kilometer von dem Fischerdorf entfernt war. Jiyong erzeugte eine kleine Flamme, sodass sie etwas sehen konnten. Auf die Frage, was sie denn überhaupt vor hatten, antwortete Chaelin: "Du bist der Avatar. Eines Tages wirst du uns alle vor der Unterdrückung retten, aber dazu musst du erst einmal alle Elemente meistern. Dazu brauchst du richtige Lehrer. Das sind wir zwar nicht, aber wir wollen den Anfang schaffen und dir beibringen, was wir wissen." Das taten sie auch. Von da an, trafen sie sich jede Nacht und trainierten bis zum Umfallen.
Das mit der Erde klappte schon ganz gut, aber mit dem Feuer tat sich Minseo schwer, da Feuer und Wasser nun mal gegensätzliche Elemente waren. Aber sie machte Fortschritte.
Durch diese nächtlichen Trainingseinheiten wuchsen die drei näher zusammen, Jennie jedoch zog sich immer mehr zurück. Minseo erwischte sie sehr oft dabei, wie sie einfach auf das Meer hinaus starrte oder am Ufer saß und kleine Figürchen aus dem Wasser zauberte. Anfangs setzte sie sich dazu und beobachtete ihre beste Freundin dabei. Aber die Jahre verstrichen, Jiyong war bereits in die naheliegende Stadt, Sikanda, gezogen, und Minseo war mehr und mehr damit beschäftigt zu trainieren oder ihre Eltern beim Fischen zu begleiten, denn eigentlich war ihr Plan gewesen, einmal die Fischerei zu übernehmen.
Eines verregneten Sommertages, etwa ein halbes Jahr nachdem die beiden Wasserbändigerinnen ihren fünfzehnten Geburtstag feierten, wachte Minseo erst gegen Mittag auf, weil sie in der Nacht wieder viel trainiert hatte. Als sie ihr Zimmer verließ, war das ganze Dorf in Aufruhr. Ihre Mutter war die erste die ihr über den Weg lief. Sie sah gestresst aus. "Was ist hier los?", fragte Minseo neugierig, auch wenn sie etwas Angst vor der Antwort hatte. "Schätzchen..", begann ihre Mutter einfühlsam. "Bitte dreh jetzt nicht durch.." Sie machte eine Pause und sah ihre Tochter eindringlich an. "Jennie ist verschwunden."
Minseo lief jegliche Farbe aus dem Gesicht. Es wurde dunkel um sie und sie musste sich setzen, damit sie nicht umkippte. Die Stimmen der suchenden Leute, der weinenden Kims und die ihrer Mutter, die sie zu beruhigen versuchte, nahm sie nur noch gedämpft war. Sie wusste, dass sie Jennie in den letzten Wochen- nein, Monaten- nein, Jahren vernachlässigt hatte. Noch gestern hatte sie sie auf das Meer starren sehen und statt zu ihr zu gehen, hielt sie es für wichtiger das Feuerbändigen zu üben. Erst an dem gewaltigen Kloß in ihrem Hals merkte sie, dass sie weinte. Wie konnte sie zulassen, dass das Mädchen, das wie eine Zwillingsschwester für sie war, einfach verschwand. War sie noch in der Nähe oder schon lange über alle Berge? War sie weggelaufen oder entführt? Gab es einen Abschiedsbrief? Oder irgendwelche Hinweise?
Langsam lichtete sich die Dunkelheit und sie konnte wieder sehen. Mit zitternder Stimme fragte sie ihre Mutter, ob es einen Abschiedsbrief gegeben habe, doch diese schüttelte nur traurig den Kopf. Auf wackligen Beinen ging Minseo in das Zimmer ihrer besten Freundin und setzte sich auf ihr Bett. Früher war es hier deutlich unaufgeräumter. Damals hatten sie hier immer gespielt und dann zusammen in Minseos Bett geschlafen. Vorsichtig legte sie sich auf das gemachte Bett. Wie konnte das nur passieren? Vielleicht hatte Jennie auch einfach nur starkes Fernweh. Sie waren ja nie wirklich aus diesem Dorf gekommen. Sie lag lange so in Gedanken versunken da. Alle ihre schönen Erinnerungen mit Jennie gingen ihr durch den Kopf und einzelne Tränen bannten sich den Weg über ihre Wangen.




Hellow :3
Ich danke vielmals, dass ihr euch erbarmt habt bis hier zu lesen. Die Idee zu dieser Geschichte schwebte mir schon seit einer Weile vor und ich komme endlich dazu sie aufzuschreiben.
Ich bin noch unsicher beim schreiben, also wäre ich über Verbesserungsvorschläge sehr dankbar.
Wünsche und Ideen zur Story werden auch gern entgegen genommen. ;)
Ich hoffe der Prolog hat euch gefallen und das Interesse geweckt.
Wir sehen uns im nächsten Kapitel,
euer Böhnchen :)
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