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Behind a Smile

von TaniSuwa
Kurzbeschreibung
GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / Het
Alastor Charlie Magne
16.08.2020
16.08.2021
22
92.893
8
Alle Kapitel
32 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
21.10.2020 3.986
 

Da sind wir also wieder zurück im Jahr 1926, meine Lieben. Ich möchte euch einmal vom Herzen danken für die lieben Kommentare auf FF, die Kudos und Bookmarks auf AO3. Als ich das erste Kapitel von BAS online stellte, hätte ich nie gedacht das es überhaupt jemand wirklich lesen wird. Gott, was war ich nervös XD
Danke euch *alle einmal knuddle*
(Ps. Meine Zweitaste ist während des Schreibens kaputt gegangen. Daher sind im verlaufe die Zeichen seltsam.)

 

***

~zurück ins Jahr 1926~




„Helen Morgan mit Me And My Shadow, Meine Damen und Herren!
Apropos Morgan: Hier ist wieder Ihr Alastor Morgan und ich freue mich für Sie feinsten  Jazz, leidenschaftlichen Swing und emotionalen Blues spielen zu dürfen. Lassen Sie sich von den hervorragenden Klängen treiben und genießen Sie das Programm!
Hier habe ich nun für Sie Kitchen Man von der guten Bessie Smith!“

Als Alastor das Mikrophone ausstellte, wurde ihm ein Kaffee rein gereicht.
Diesen nahm er dankend entgegen und gönnte sich auch gleich einen Schluck. Er liebte seinen Job. Nach zwei weiteren Liedern meldete er sich wieder zu Wort.

„Das war Weary Blues von unserem guten Freund Louis Armstrong, meine lieben Leute da draußen vor dem Radio! Ich hoffe Ihnen allen geht es gut? Heute vielleicht schon an der Börse spekuliert?Auch weiterhin laufen die Geschäfte dort gut und sie können einiges an Grün nebenbei verdienen und im Luxus schwelgen, Herrlich oder? Genießen Sie dies alles hier, liebe Leute und lasst die guten Zeiten rollen.
Nun werde ich Sie aber nicht weiter stören und es löst mich nun Lizzie Miles mit Cotton Belt Blues ab. Amüsiert Sie sich!“

Sprach er nun mit geschmeidiger Zunge und leidenschaftlicher Stimme, als wenn er nie etwas anders gemacht hätte. Dies hier war sein Reich. Er hatte die Laune einer ganzen Stadt in der Hand nur durch Worte die er von sich gab und so gut wie jeder hörte sie! Die Stimme von New Orleans!
Ein unsichtbarer Virus der über die Grenzen dieser kleinen Gemeinde hinaus, sich in das Ohr pflanzte und sein Unwesen dort trieb.
Mit seinem üblichen Lächeln summte er entspannt mit. Der Braunhaarige holte aus seiner Westentasche seine Zigaretten und steckte sich eine in den Mund. Schnell war diese angezündet und er schob den Aschenbecher näher an sich. Sein Fuß fing an im Takt zu wippen und er widmete sich der Mappe die vor ihm lag. Die alltäglichen Sachen standen dort über die er Berichten sollte. Derzeit war es aber Ruhig, da sein letzter Mord auch eine weile her war. Es juckte ihn schon sehr in den Fingern danach. Leider viel die Bar derzeit weg um sich ein neues Opfer aus zu suchen. Charlie würde es sicher nicht schmecken wenn er mit jemand Fremdes diese verließ. Somit brauchte er einen neuen Plan.
Alastor drückte seine Zigarette aus, nachdem er diese auf geraucht hatte,  und besorgte sich einen neuen Kaffee, ehe er sich wieder setzte und sich durch das Haar fuhr. Er richtete seine Brille mit dem Handballen und genoss sein heißes Getränk während er die Beine übereinander schlug.
Ja, seine süße Charlie. Sie war ein sehr ruhiges, schüchternes Mädchen, aber in ihre brennt doch so viel Leidenschaft und Temperament. Man musste es nur hervor bringen. Es war herrlich dass sie selbst wütend einfach bezaubernd aus sah, denn ab und an reizte er sie auch gerne mal, wusste aber wie er sie schnell wieder beruhigen konnte.
Alastor hörte wie die Tür hinter ihm aufging. So drehte er sich um und sah zu seinem Chef.
„Morgan? In der Lobby wartet ein Mädchen auf Sie. Blonde, kurze Haare, dunkle Augen. Ich glaube sie hat sich mit Charlie vorgestellt?“
Überrascht hob der Braunhaarige eine Augenbraue. Da hatte er grade an sie gedacht und schon war sie bei ihm.
„Ich komm runter.“
Alastor legte die nächste Platte auf, die nun erst einmal durch laufen konnte und erhob sich um in den Empfangsbereich zu gehen, dicht gefolgt von seinem Chef, der aus reiner Neugierde mit ging. Immerhin hatte seinem Star noch nie ein Mädchen auf der Arbeit besucht, welches er auch zu kennen schien.
Charlie stand etwas nervös in der Lobby, in den Händen etwas, was in Butterbrotpapier gewickelt war. Als sie den Braunhaarigen auf sich zu kommen sah, brachte sie ihm ihr schönstes Lächeln entgegen, doch ehe sie etwas sagen konnte, legte er die Hand an ihr Kinn und gab ihr einen sachten Kuss auf die Lippen.
„Liebes! So früh schon wach? Ist alles in Ordnung?“
Fragte er sie gleich. Normal schlief sie um diese Zeit aufgrund der Arbeit noch.
Etwas überrumpelt strich Charlie sich eine Haarsträhne aus hinter ihr Ohr und sah ihm mit rotem Wangen in die Augen.
„A-alles gut! Ich bin nur recht früh mit Vaggie verabredet und da dachte ich mir... nun ja, ich hab etwas ausprobiert was typisch für New Orleans sein soll und es ist mir eigentlich ganz gut gelungen, daher wollte ich dir auch etwas davon ab geben. Ich glaube es nannte sich... Muffuletta?“
Aufmerksam hörte er ihr zu. Es war schon niedlich wie sie so herumdruckste.
Doch ehe er reden konnte, drückte sie ihm ihr Mitbringsel in die Hand.
„W-wenn du es nichts magst, dann...dann kannst du es einfach weg werfen! Ich bin wirklich keine gute Köchin aber ich hoffe zumindest das ein Sandwisch schmeckt.“
Alastor gab ein amüsiertes Geräusch von sich und nahm es entgegen, während Charlie nervös mit dem Kragen ihres Kleids Spielte und sich nicht traute ihn an zu sehen. Seine umher stehenden Kollegen, die neugierig das geschehen beobachten, trugen zu ihrer Nervosität bei. Es wird mir sicher schmecken, immerhin hast du es ja für mich gemacht.“
Unterbracht der Braunhaarige die stille und nun sah Charlie ihm endlich wieder in die Augen.
„Darf ich dich berühren?“
Fragte sie vorsichtig nach und als von Alastor ein Nicken kam, legte sie sachte ihre Hände auf seine Wangen und zog seinen Kopf etwas zu ihrem Gesicht herunter um ihn nun zu küssen.
Der Mann lies sie gewähren und schloss einen Augenblick die Augen. Ihre Berührung taten so ungewöhnlich gut und waren wie Balsam für seine Seele.
Er löste den Kuss mit einem Lächeln.
„Weißt du was, mon cher, ich werde demnächst für dich als danke kochen!“
Überrumpelt sah Charlie ihn an.
„Kochen? Kannst du das denn auch?“
Bis jetzt kannte sie keinen Mann der Kochen konnte. Ihr Vater zum Beispiel war der miserabelste Koch auf der Welt!
„Natürlich, sonst würde ich dir das ja nicht anbieten, oder Schatz?“
Sie musterte ihn eine weile, wie er so dicht vor ihr stand, ihren Augenkontakt sucht und sie weiter lieb ansah.“
„Nun, dann bin ich gespannt!“
„Exzellent! Wir besprechen dann heute Abend alles weitere, Haha!“
Der Braunhaarige gab ihr einen Kuss auf die Stirn während Charlie verliebt zu ihm hoch sah. Er war einfach wunderbar! Manchmal verstand sie seine Beweggründe für gewisse Sachen nicht und er gab nicht viel von sich Preis aber er war so unbeschreiblich liebevoll zu ihr. Es war ein wenig so als wenn ihn jeder Mensch egal war, nur sie nicht. Doch dann löste er sich von ihr.
„So, mein Schatz. Ich muss wieder ans Werk! Meine Zuhörer warten.
„JA! Ja klar! Ich wollte dich auch nicht aufhalten!
Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht grade wollte sie gehen, da drehte sie sich wieder um und schenkte ihm ihr schönstes Lächeln.
„Je t'aime, Alastor..“
Alastors Herz machte einen Sprung und sein Blick wurde sanfter.
„Je t'aime aussi, mon cher.“
Charlie fiepte freudig auf und verließ den Sender.
Der Braunhaarige gluckste kurz amüsiert und wollte grade wieder nach Oben gehen, da hielt ihn sein Chef auf.
„Mister Morgan! Hat es also auch endlich Sie mal erwischt. Herrlich! Wurde ja auch langsam mal
Zeit das Sie Sesshaft werden. Immerhin sind Sie doch schon fast Dreißig. Da sollte man langsam mal Heiraten und Kindern in die Welt setzten, nicht wahr?“
Innerlich verdrehte Alastor die Augen, aber der Mann vor ihm war nun einmal sein Chef und dem wollte er wirklich nicht vor den Kopf stoßen.
„Ja ja, Sie ist etwas besonderes.“
„Auf jeden Fall! Immerhin hat sie meinem Starmoderator den Kopf dreht. Der sonst immer unnahbar war. Behalten Sie diesen Rock. So hübsche Mädchen die ihren Liebsten Essen zur Arbeit bringen findet man nur noch selten. So gut erzogen.“
„Hören Sie, Cheffchen. Ich möchte hier nicht wirklich über mein Liebesleben reden. Charlie ist wunderbar und wir werden sehen wohin das führt. Kann ich nun wieder an die Arbeit?“
„Natürlich, Morgan! Nur zu.“
Der Braunhaarige nickte ihm noch zu und ging nun wieder nach Oben in seine Kabine.
Er setzte sich die Kopfhörer und merkte das gerade ein neues Lied angefangen hatte. So nahm er einen Schluck von seinem Kaffee und öffnete das Brotpapier um sich das Muffuletta an zu sehen. Das Brot war traditionell mit Mortadella, Schinken, Provolone und Olivensalat gefüllt. So wie es sich gehörte und auch schön dick belegt. Er lächelte und biss hinein.
Seine Augen weiteten sich kurz. Nicht schlecht! Für ihr erstes Muffuletta war es wirklich lecker und er nahm noch einen Happen zu sich. Da würde er sie aber wirklich Loben!



Vaggie sah genervt drein als Charlie mehr dem Radio lauschte als ihr zu zuhören. Sie hatten sich in ein nettes kleines Café nahe des Garden District gesetzt. Es war gut Besucht und die Menschen vergnügten sich bei Beignets und Milchkaffee. Dann ertönte wieder die Stimme dieses nervigen Radiohost, welcher der Blonden komplett den Kopf verdreht hatte und Vaggie sah wie Charlie verliebte Richtung Lautsprecher sah.
Nun hob die Schwarzhaarige ihre Hand und schippte ein paar mal vor dem Gesicht ihrer Mitbewohnerin, welche verwirrt drein Blickte, völlig aus ihrer Trance gerissen.
„Tut mir leid, Vaggie! Ich war irgendwie...wo anders?“
„Bei diesen Idioten?“
Fragte sie ganz direkt und Charlie seufzte schwer.
„Was hast du gegen ihn, Vaggie? Er hat weder dir noch mir je etwas getan und er hatte viele Möglichkeiten dazu. Ich weiß, er ist manchmal schwierig aber das macht ihn noch lange nicht zu einem schlechten Menschen.“
Die Schwarzhaarige lehnte sich etwas zurück.
„Ich kann es dir nicht genau sagen. Es ist irgendwas an ihm... seine Aura? Irgendwie strahlt er Gefahr aus und ich habe das Gefühl das wir seit dem du mit ihm zusammen bist, beobachtet werden. Ich hab einfach ein ungutes Gefühl.''
Aufmerksam hörte Charlie ihr zu. Sie selber hatte sich nie in seiner Gegenwart unsicher gefühlt und verstand daher auch nicht was ihre Freundin meinte. Doch anscheinend machte sie sich wirklich sorgen.
„Charlie... sei ehrlich. Was weißt du über ihn? Irgendetwas von seiner Vergangenheit? Ich meine, ihr kennt euch zwei Monate, da sollte man doch etwas über den Anderen wissen.“
Die Blonde nippte an ihrem Milchkaffee.
„Nicht viel. Aber er weiß auch kaum etwas über mich. Ich hab ihm genau so nichts über mich erzählt, sondern nur das nötigste.“
Im Grunde hatten sie den selben Wissensstand über den jeweils anderen.
„Aber wenn es dich beruhigt, werde ich vorsichtig sein, in Ordnung?“
Vaggie sah sie eine weile einfach nur an. War es so schlimm das sie sich um ihre Mitbewohnerin sorgte? Sie traute diesen Alastor einfach nicht. Er hatte etwas Gruseliges an sich und sie hatte das Gefühl das Charlie mit dem Feuer spielte.
„Du würdest mit doch sagen wenn er dir etwas tut oder Charlie?“
Charlie hob eine Augenbraue.
„Ja doch, Vaggie. Aber er ist wirklich lieb zu mir und ich fühle mich wohl mit ihm an meiner Seite.“
Sie sah zu den Lautsprechern wo Alastor immer noch sprach.

„ Das war Annette Hanshaw mit I Must Have That Man und damit ist meine Sendezeit auch leider wieder vorbei meine Ladys und Gentleman. Es war mir ein großes Vergnügen für Ihre Unterhaltung gesorgt zu haben. Wir sehen uns Montag wieder und Genießen Sie das Wochenende!“


Charlie lächelte bei seinen Worten. Er war einfach wunderbar!

„Oh! Eine Sache habe ich noch vergessen. Charlie? Wenn du zuhörst, das Muffuletta war wirklich köstlich! Ich danke dir!“

Nun lief sie rot an und Vaggie verdrehte erneut die Augen.
„Siehst du! Er ist wunderbar!“
„Du bist furchtbar, wenn du verliebst bist. Er hat dir viel zu sehr den Kopf verdreht.“
Nun zuckte Charlie mit den Schultern und legte ihre Hände auf die nun stark geröteten Wangen. Ja, sie war hoffnungslos in ihn verliebt. Nein, nicht verliebt! Sie liebte ihn wirklich! Auch wenn Vaggie der Meinung war, dass es zu früh war so etwas zu behaupten.
„Wolltest du nicht eigentlich die Freiheit genießen?“
Fragte Vaggie und riss sie damit wieder aus den Gedanken.
„Tu ich doch trotzdem. Beziehung heißt doch nicht das ich gefangen bin.“
„Wie du meinst. Lass uns weiter.“
Charlie nickte etwas genervt. Sie mochte Vaggie und im Grunde waren sie Freunde geworden, aber ihr verhalten Alastor gegenüber nervte sie sehr. Immerhin war die Blonde doch alt genug um auf sich auf zu passen.
So rief die junge Frau die Bedienung und bezahlte.
„Oh! Ich muss nachher einmal am zum Hafen!“
Viel ihr ein.
„Was willst du denn da, Charlie?“
„Zu Anthony. Er hat da seine Wohnung und ich wollte ihm ein Buch vorbei bringen, um das er mich gebeten hatte.“
„Der liest?“
„Ja, natürlich.“
Die Blonde setzte ihren Glockenhut auf und seufzte. Warum musste Vaggie an jeden meckern der männlich war? Langsam verließen sie das Café und gingen zum Hafen, in den Händen noch ihre Taschen vom Einkaufbummel.
Sie unterhielten sich entspannt doch dann wurde Charlie mit einem mal von hinten am Arm gepackt. Überrascht drehte sie sich um, doch als sie sah, wer sie gepackt hatte, weiteten sich ihre Augen.
Vor ihr stand ein schlanker junger Mann mit schwarzen, nach hinten gekämmten Haaren und grünen Augen.
,,Seviathan?''
Fragte sie verwirrt und der Mann lächelte, doch ehe er etwas sagen konnte, schlug Vaggie ihm die Hand vom Arm der Blonden.
,,Finger weg! Wer zur Hölle sind Sie?''
Fauchte sie ihn an. Der Becher hob eine Augenbraue.
,,Seviathan von Eldrich, Charlottes Verlobter.''
Charlie versteckte sich etwas hinter Vaggie, die sich vor sie stellte.
,,Ich komme nicht mit, Sev! Hier ist meine neue Heimat außerdem ist das eine Zwangsverlobung.''
,,Charlie, nun sei nicht kindisch. Wir hatten doch eine schöne Zeit.''
,,Wir waren Kinder!''
Fauchte Charlie. Wie hatte er sie gefunden? Hier kannte nur Vaggie den den Grund warum sie hier war und diese schien genau so überrascht zu sein wie sie selber.
Seviathan machte einen Schritt auf sie zu.
,,Ich liebe dich nach wie vor, Charlie. Bitte komm mit mir zurück.''
Er drängte Vaggie beiseite und wollte wieder nach der Blonden greifen, da verpasste Charlie ihm eine Backpfeife.
,,Lass mich in ruhe! Ich werde nicht mit kommen!''
Überrascht blieb er stehen und rieb sich die Wange. Bevor er etwas sagen konnte, nahm Charlie die Hand ihrer Mitbewohnern und ging weg.
,,Charlie, warte doch!''
Aber sie hörte nicht und ging weiter so dass sie ihn einfach stehen ließen. Alastor trat aus der Dunkelheit der Gasse hervor, er hatte die gesamte Szene mit angesehen, da sein Schatten Charlie beobachtet und ihn alarmiert hatte, und gereizt ballte er seine Fäuste. Charlie war also verlobt, ja? Und sie hatte ihm das nicht erzählt.
Er biss sich auf die Unterlippe doch dann kam ihm eine Idee und er sah zu seinem Schatten.
,,Mein Freund... ich hab da so eine Idee!,,
Verkündete er nun mit einem Lächeln. Auch sein Schatten bekam ein breites grinsen und Alastor ging auf den immer noch verärgerten Seviathan zu. Ohne um Erlaubnis zu bitten, legte er seinen Arm um den Becher, der ihn nun perplex an sah.
,,Unerwiderte liebe ist etwas furchtbares, nicht wahr?''
,,und Sie sind jetzt wer?''
Fragte der junge Mann den Braunhaarigen welcher nun laut auflachte.
,,HAHA! Oh, ich bin jemand der in Zeiten wie diesen anderen wünsche erfüllen kann.''
Er lies den Jungen los und umkreiste ihn mit hinter den rücken gelegten Armen und leichten Fußes.
,,Vielleicht ein kleiner Blick in die Zukunft? Einen Rivalen ein bisschen Leid zu fügen oder gar das Mädchen der Träume für sich gewinnen, auch wenn man die Fackel alleine trägt? Ja? Oh, ich kann behilflich sein. Natürlich nicht ohne Gegenleistung. Du bekommst was du willst und was war ist verloren. Aber wen interessiert schon die Vergangenheit wenn die Zukunft so golden glänzt, nicht war? Vor allem mit einem äußerst hübschen Rock wie dem deinen.''
,,Und das soll ich glauben?''
Skeptisch hob der Schwarzhaarige eine Augenbraue und Alastor lachte wieder auf.
,,Oh! Du willst einen Beweis? Den sollst du bekommen.''
Er schnippte mit den Fingern und schon viel der Becher nach hinten weg, als wenn ihm jemand die Beine weg gezogen hatte. Verwirrt richtete sich Seviathan wieder auf und sah wie Alastor auf den Boden zeigte. Nun sah er ihn! Seinen Schatten der nicht synchron an dem Braunhaarigen klebte und mit löchrigen Grinsen zu lachen schien.
,,Was zur...''
,,oh, verzeih. Mein Schatten ist etwas frech, musst du wissen.''
,,W-wie ist das möglich?''
Der Junge kroch ängstlich ein Stück von Alastor weg.
,,Noch nie etwas von Voodoo gehört? Sehr nützliche Magie, weißt du? Herrlich, einfach wunderbar!''
Grinsend steckte sich Alastor eine Zigarette an.
,,Nun, mein junger Freund, es ist sehr praktisch Kontakte zu den Schatten zu haben. Folge mir einfach und ich werde dir helfen.''
Heiter drehte der Braunhaarige auf der Hacke um und machte sich summend auf dem weg richtig seines Hauses.
Kurz sah Seviathan ihm nach und überlegte. Dieser Mann war irgendwie unheimlich, vor allem mit diesem seltsamen Schatten an seinen Fersen.
Der Schwarzhaarige schluckte, doch dann stand er auf und holte den Andern schnell auf.
,,Und Sie können wirklich helfen?''
,,Natürlich! Ich habe schon vielen verzweifelten Menschen geholfen die Liebe ihres Lebens für sich zu gewinnen!''
,,a-also sind sie Profi?''
,,Durchaus, mein naiver junger Freund.''
,,Und was willen sie dafür?''
,,Mein Lieber... Ich bin nur ein armer Sünder der noch ärmeren Sündern helfen will. Über die kleine Gegenleistung sprechen wir wenn wir an meinem 'Arbeitsplatz' sind.''
Mit einer überschwänglichen Bewegung der Hand, beendete Alastor das Gespräch, rauchte seine Zigarette auf und schweigend schlurfte Seviathan ihm hinterher, wobei er nervös an seinen Fingern spielte. Kurz schielte der Braunhaarige zu dem Becher und sein Grinsen wurde breiter, worauf seine Grübchen tiefere Kuhlen in sein Wangen bohrten.
Oh, wie herrlich einfach es war dumme Menschen zu manipulieren und dieser Bonzen war keine Ausnahme. Er würde seine liebste Charlie von ihm befreien und hatte zusätzlich wieder eine Seele als Opfer für die Geister. Herrlich! Dies hier war einfach sein Spiel! Frauen konnte man bezirzen und Nudniks wie diesen das Blaue vom Himmel lügen. Natürlich würde Alastor diesen Deal so legen, dass er gar nicht verlieren konnte!
Alles andere wäre Zeitverschwendung.
Elegant legte er seine Hände hinter den Rücken, immer noch weiter sein Liedchen summend, während der Becher ihm mit Sicherheitsabstand folgte.
Nach einer weile kamen sie an dem kleinen Haus mit dem Schuppen, nahe des Bayou an und Seviathan stoppte.
,,Ich weiß nicht ob ich wirklich hier sein sollte.''
Sagte der Schwarzhaarige eingeschüchtert und blickte zu den Beeten, die den Kiesweg entlang zum Haus waren. In ihnen befanden sich eine Vielzahl Kräuter und Blumen und es roch nach Thymian und Rosen.
Mit seinem üblichen Pokerface lächeln sah er zu dem Jungen.
,,Du kannst jeder Zeit umdrehen, mein Freund.''
Alastor ging nun in das Haus und lies die Tür offen.
Seviathan schluckte und nahm allen mit zusammen um Alastor zu folgen.
Verwirrt sah er sich in dem Häuschen um. Der junge Mann sah zu dem Hirschkopftrophäen, blickte zu dem vollen Bücherregalen und zu der Küche, die in dem Wohnzimmer war, in dem sie direkt beim betreten standen.
Alastor schon das eines der Regale beiseite und hinter diesem erschien nun eine Tür.
Er öffnete sie und ging hinunter die Treppe, wieder folgte der Schwarzhaarige ihm und sie kamen in einem Keller an. Von der decke hingen getrocknete Kräuter, die Regale waren voll mit Kerzen, Bücher und Gefäßen mit einer Flüssigkeit darin. Es gab zwei Tische. Einen kleinen mit allerlei Werkzeug und Messern und einen größeren mit zwei Stühlen. Es roch komisch metallisch und mit einem Fingerschnippen von Alastor ging das Licht an. Der Braunhaarige setzte sich und winkte Seviathan zu sich dieser kam zögernd, doch ehe er sich von selbst setzten konnte, schob Alastor Schatten seinen Stuhl vor, so das er automatisch auf den Sitz plumpste. Der Braunhaarige grinste breit.
,,Nun, du willst dieses Mädchen wieder für dich, nicht wahr?''
,,J-ja. Wir sind eigentlich seit unser Kindheit befreundet gewesen und später eben zusammen.''
,,Und was hat dies geändert?''
,,Sie hat sich irgendwann von mir einfach getrennt, nur wussten wir beide zu diesen Zeitpunkt nicht, das unsere Eltern uns verloben wollten. Da ich sie noch liebte, hat es mich gefreut, Charlotte leider nicht. Aber ich weiß das sie mich noch liebt!''
Alastor stützte seine Arme auf den Tisch und legte sein Kinn auf seine Handrücken.
,,Interessant.''
Doch dann stand er auf und ging zu dem Regal wo er ein winziges Fläschchen mit einer klaren Flüssigkeit heraus holte.
,,Ich könnte dir helfen. Aber natürlich nicht ohne, nun, passenden 'Anreiz' dafür.''
,,Geld also?''
,,Oh, mein Freund, es gibt weit es interessantere Dinge als Grün.''
Alastor setzte sich wieder und sein Schatten grinste breit hinter ihm.
,,Geld ist zwar nett, aber bei weitem nicht das wertvollste der Welt. Machen wir einen Deal. Wie heißt du?''
,,Seviathan von Eldrich.''
,,Nun gut, von Eldrich: Ich gebe dir etwas womit du dein Mädchen wieder zurück gewinnen kannst, dies wird aber nur möglich sein wenn sie bis dahin niemand anderen geliebt hat. Denn dann würde die Wirkung dieses kleinen Trankes auf diese Person übergehen.''
,,Also ist das eine Art Liebestrank?''    
,,Richtig. Es wird dafür sorgen dass sie die Person die sie zuletzt geliebt hat, wieder liebt, jedoch wirkt er eben nicht, wenn sie derzeit verliebt ist oder wieder war.''
Herr Gott, wie oft sollte er das denn noch sagen? Dieser Becher war wirklich nicht schlau...
So verdrehte er die Augen als der Jobbie nervös auf seine Stuhl hin und her rutschte um zu überlegen.
,,U-und was wollen Sie dafür?''
Das Grinsen von Alastor wurde breiter und legte seine weißen Zähne frei, die einen schönen Kontrast zu seiner braunen Haut gaben.
,,Nun, das ist eigentlich ganz einfach. Wenn der Trank nicht klappt oder nach deine Tod...''
Er lehnte sich zurück.
,,Gehört deine Seele mir.''
Überrascht weiteten sich Seviathans Augen und er mustertet Alastor eindringlich.
,,Meine Seele? W-wie...''
,,Oh! Das lass mal meine Sorge sein. Weißt du, meine Freunde aus den Schatten sind sehr Hungrig und brauchen ab und an ein paar Seelen. Dann sind sie auch gewillt mir dabei zu helfen Menschen wie dir zu ihrem Glück zu verhelfen. Es ist ein geben und nehmen und was ist schon die Seele im Vergleich zu einem Leben mit einer schönen Frau. Lass die guten Zeiten rollen, mein Freund.''
Nun streckte er dem Jüngeren seine Hand entgegen.
,,Haben wir einen Deal?''
Seviathan sah auf die Handfläche und zögerte, doch dann griff er nach dieser und besiegelte damit den Deal. Er spürte einen Ruck durch seinen Körper fahren und Alastor lachte.
Es war so einfach Menschen dazu zu bringen einen Deal mit ihm ein zu gehen. Auch einst Husk war ein leichter Fisch gewesen. Es gab nur zwei Menschen denen er keinen Deal anbieten würde.
Rosie und seiner liebste Charlie.  


***

UFF!!!! Kapitel7. Eigentlich war noch eine weile weitere Szene geplant, aber dann wäre es zu groß geworden, daher werden wir diese wohl in Kapitel 8 erleben!
Danke fürs lesen!  
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