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Behind a Smile

von TaniSuwa
GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / Het
Alastor Charlie Magne
16.08.2020
10.05.2021
17
73.638
7
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Dieses Kapitel
1 Review
 
31.03.2021 3.429
 
Entschuldigt dass ich euch gleich so ins geschehen werfe. Aber es musste leider!
Viel Spaß^^


***

Januar 1927



Schnee knirschte unter Alastors Jagdschuhen, während sein Atem Dunstwolken warf. Die Hand am Gurt seines Gewehrs, wanderte sein Blick über den weißen Boden und suchte nach frischen Spuren von Wild, während sich mehr und mehr Schnee auf seiner Schiebermütze bildete. Schon bald entdeckte er Hufabdrücke, die noch gut sichtbar waren. Größe und Form verrieten ihn, dass es sich bei diesen um die eines Rehs handelte. Der Braunhaarige setzte sich in Bewegung, sah auf seinem Weg frisch angeknabberte Grashalme, welche aus der weißen Decke ragten, und blieb hinter einem Baum vor einer Lichtung stehen. Da sah er es, den langen Hals gen Boden gerichtet, auf der Suche nach Nahrung. Mit den Zähnen zog er sich den gefütterten Lederhandschuh von deinen Fingern, während er sein Gewehr vom Rücken nahm. Er brachte sich in den Anschlag und richtete seine Waffe nun auf des Tier. Ruhig atmen, Kimme und Korn auf das Herz gerichtet. Atem angehalten viel der Schuss und traf das Tier, welches kurz auf schrie und dann zu Boden ging. Der Mann richtete sich wieder auf, ging zu seiner Beute. Jagen...eines der wenigen nützlichen Dinge die ihm sein Vater gelehrt hatte über die er froh war. Fleisch war teures Gut und was gab es schöneres als einen frischen Wildbraten mit einer köstlichen Rotweinsoße, Kartoffeln und leckerem Gemüse? In Zeiten von Prohibition war es zwar schwer an Wein zu kommen, aber dank Husk stellte dies für ihn kein Problem dar.
Mit einem angestrengten Keuchen hievte er das Tier auf seine Schulter, spürte wie die Masse ihn tiefer in den Schnee drückte. Auch wenn er nicht danach aus sah, hatte Alastor ordentlich Kraft und so war es für ihn kein Problem das Reh nach Hause zu bringen, wo es in dem kleinen Schuppen neben seinem Haus ausbluten konnte, ehe er es weiter verarbeitete. Vielleicht machte er auch einfach mal ein Wildgumbo oder Jambalaya! Genug war ja dar. Auch wenn Charlie das tote Tier nicht sehen wollte, so freute sie sich ebenso über eine solche Mahlzeit, denn auch wenn ihre Kochkünste gering waren, verschmähte sein blonder Engel so ein Festmahl nicht. Eine wahre Feinschmeckerin. Da verzeih er ihr auch ihre Vorliebe für Süßes und die Tatsache das es zu einem Ritual geworden war, dass er sonntags zum Kaffee Beignets zubereiten musste. Am liebsten hatte sie diese mit einer Apfelzimt Füllung!
Ein lächeln huschte über seine Lippen bei dem Gedanken an ihr hübsches Gesicht, wie es strahlte wenn die warmen Gebäckstücke vor ihr lagen.
Es war für ihn jeden Tag aufs neue erstaunlich, wie schnell er, als eigentlicher Einzelgänger, sich an das Leben mit einer Frau im Haus doch gewöhnt hat. Jede einzelne Eigenart an Charlie vergötterte er einfach nur. Ihre naive, manchmal etwas sture, und freundliche Art, die Leichtigkeit die sie in sein   Leben brachte. Alastor wusste genau was Charlie nun tat. Sie war wahrscheinlich wach geworden, nachdem er gegangen war und es dadurch kälter im Bett wurde und war aufgestanden um sich für den Tag frisch zu machen und das Frühstück vor zu bereiten. Dies tat sie ausnahmslos immer.
Doch eine Sache beunruhigte ihn.
Charlie fing an hinter seine Fassaden zu Blicken, kitzelte immer mehr aus ihm heraus und langsam wusste er nicht mehr wie er dem ganzen entkommen sollte.
Ganz in seine Gedanken, stapfte er mit dem Reh durch den Schnee, bis er ein seltsames vertrautes Geräusch hörte. Eines, welches ihn ein Schauer über den Rücken jagte. So drehte sich der Braunhaarige um, suchte den Ursprung des Geräusches und sah sie dann. Auf einem Baumstumpf saß, untypisch für diese Tageszeit, eine Kreischeule. Sie drehte ihrem Weiß-Grau-Schwarz gefiederten Kopf und betrachtete den Mann vor sich, welcher im selben Moment sämtliche Farbe aus seinem Gesicht verlor und dessen Lächeln sich senkte.
„Marinette...“
Flüsterte er, spürend wie sich ein unwohles Gefühl in seiner Magengegend breit machte und ihm heiß und kalt zu gleich wurde. Was wollte sie? Er hatte ihr doch vor kurzem Opfer gebracht. Die Drei Nudniks, die Charlies Vater angeheuert hatte und einen im Wald verirrten Cajun.
Eine weile sah das Tier ihn noch an, flog aber davon und lies ihn zurück, ohne sich noch einmal um zu sehen. Marinette wollte ihn also sprechen. Dies war ein eindeutiges Zeichen, wenn sie schon ihr Symboltier zu ihm schickte.
„Scheiße...“
Murmelte der Braunhaarige, setzte sich wieder in Bewegung und seufzte schwer, während sein Herz gegen seine Brust hämmerte. Alastor war niemand der schnell in Panik geriet... Aber Marinette war der meist gefürchtetste Loa. Sie war mächtig und grausam und man sollte sich mit ihr nicht anlegen. Er hatte sie einst gewählt weil sie genau das war, welche er zu dieser Zeit brauchte, sie hatte ihm geholfen aus seinem Käfig heraus zu kommen und die gesamten vierzehn Jahre, die er ihr diente, war sie zufrieden gewesen mit dem was er tat. Seine Schritte wurden schneller und noch immer lag ihm ein unangenehmes Gefühl im Magen.
Als Alastor an seinem Haus ankam, brachte er das Reh in den schuppen. Er hing es gedankenversunken an einen Fleischerhaken auf, stellte einen sehr großen Eimer unter dies und schnitt im die Kehle durch. Sofort lief Blut aus der Wunde, plätscherte in den Eimer. Alastor seufzte und verließ den Schuppen, zog bereits auf dem weh zur Haustür seine Blutverschmierte Jacke aus, welcher er gleich in kaltes Wasser legen wurde um die Flecken wieder heraus zu bekommen, doch ein blick auf die Veranda und er erstarrte erneut. Wieder eine Kreischeule, die ihn anstarrten  lies als sie ihren ruf von sich gab. Doch dann kam ihm etwas in den Sinn. Wollte Marinette ihn sprechen weil er letztes Jahr bei weitem nicht die Anzahl an Opfer ihr gebracht hatte wie zuvor?
Die Eule flog von dem Stuhl, der draußen stand, an das Fenster und sah hinein.
Was versuchte sie da?
Sie Kratze an den Fenster, pickte sachte gegen das Glas. Wollte sie rein? Zu Charlie? Was wollte sie von ihr?
Alastor kam ein Gedankenblitz und so stürmte er in das Haus. Erschrocken flog das Tier weg und der Mann riss die Tür auf.
„Charlie?!“
Rief er und hörte etwas in der Küche. Sofort ging er in diese und sah seine liebste dort stehen, wie sie grade die Frühstückseier abschreckte. Fragend drehte sie sich zu ihm um.
„Charlie? Geht es dir gut?“
fragte er und warf seine Jacke zu Boden um zu ihr zu gehen.
„Ja, Natürlich. Aber du siehst blass aus, ist alles gut bei dir?“
fragte sie während er die Handschuhe aus zog und seine Finger ihre Wangen berührten.
„Es ist alles gut, Schatz.“
Charlie legte dem Kopf schief, beobachtete wie Alastors Gesicht eine Mischung aus Erleichterung und Stress ausstrahlte. Er lies von ihr ab, griff nach seinen Zigaretten, welche auf dem Tisch lagen und zündete sich einen Gasper an.
„Alastor? Wirklich alles gut?“
„Ja,ja.“
Die Blonde ging auf ihn zu, hob ihre Hand und strich im sachte über die Wange.
„Du siehst so blass aus...nicht dass du mir noch krank wirst.“
Nun zauberte sie ihm doch noch ein Lächeln auf die Lippen. Der Braunhaarige legte seine Hand auf die ihre.
„Mach dir keine sorgen, Schatz. Ich hatte nur ein sehr ungutes Gefühl grade.“
Erleichtert nahm Charlie ihm die Zigarette aus der Hand. Legte sie in den Aschenbecher auf dem Tisch und gab ihm einen sachten Kuss.
„Komm, lass uns frühstücken und nach einem leckeren Brot und heißen Kaffee, sieht die Welt auch schon wieder besser aus! Du bist ja ganz durch gefroren.“
Ein nicken kam von dem Mann, doch eines war klar! Wen Charlie nachher zur Arbeit ging, musste er mit Marinette reden!

Charlie nippte an ihrem Wasser, sah dabei nachdenklich durch die Flüsterkneipe. Es war nicht viel los, nur drei Tische besetzt und Anthony. Daher saß sie mit diesem an der Bar, während er sich mit Husk unterhielt.
Alastor war heute Morgen so komisch gewesen, auch nach dem Frühstück schien er sich über irgendetwas den Kopf zu zerbrechen und anstelle mit ihr zu reden, spielte er es herunter, versuchte einem Gespräch aus zu weichen.
Doch dann riss die junge Frau ein Eiswürfel aus ihren Gedanken, der gegen ihre Stirn prallte und verwundern sah sie zu Anthony, welcher diesen nach ihr geworfen hatte.
„Was guckt du so verbittert, Püppchen? Streit im Paradies?“
Fragte der Blonde und lehnte sich entspannt an die Theke.
„Nein, dass nicht. Es ist nur...Alastor hat sich heute morgen so komisch verhalten. Als wenn ihm etwas Angst gemacht hat.“
Fing Charlie zu erzählen an und strich sich eine Strähne hinter ihr Ohr.
„Er hat gemeint dass er nur ein seltsames Gefühl gehabt hatte, aber ich glaube ihm dass nicht. So hab ich ihn noch nie gesehen. Er war blass, nervös und unruhig. Selbst lächeln tat er nicht mehr.“
Kurz sahen Husk und Anthony sahen sich kurz fragend an, dachten dabei Beide an dass Gespräch welches sie mit Alastor an dessen Verlobungsfeier führten, und blickten dann kurz zu der jungen Frau zurück, welche seufzte.
„Wisst ihr... Ich liebe Alastor, auch wenn ich weiß dass er mir viele Dinge die ihn betreffen nicht sagt oder mich anlügt. Doch er versteht nicht dass ich merke wenn er nicht die Wahrheit sagt. Ich kann ihn mittlerweile sehr gut lesen. Merke wann er die Wahrheit so eindreht wie er es für richtig hält und sein lächeln nicht ehrlich ist.“
ein seufzen entwich ihr.
„Ob er jemals ehrlich mit mir sein wird?“
„nun...“
Angel stellte sein Glas ab und rutschte etwas auf seinem Sitz hin und her bis die Position bequem genug war.
„Vielleicht bekommt er ja einfach kalte Füße! Immerhin wollt ihr doch am vierzehnten Mai heiraten. Dass ist nicht mehr lange bis dahin.“
„Das bezweifle ich. Alastor ist niemand der einfach so kalte Füße bekommt. Es gibt nicht vieles was ihm angst macht, dass weiß ich, und er steht immer zu seinem Wort.“
Husk biss sich auf die Unterlippe. Er ahnte was passiert war, konnte aber nicht mit Charlie darüber reden, dass war teil seines und Anthonys Packs. Sie konnten nur mit Personen reden, die von Alastors kleinen Nebenverdienst wussten. Es war nur eine frage der zeit bis Charlie ungeduldig wurde und Alastor hatte das Pech gehabt, dass sie bei weiten nicht so naiv war, wie man annehmen könnte, zusätzlich war sie ein schlaues Mädchen und lernte sehr schnell. Alastor war ihr einige Antworten schuldig und es war überraschend das sie so geduldig mit ihrem Verlobten war. Der Schwarzhaarige nahm einen Zug von seiner Zigarette und atmete den Rauch nachdenklich aus.
„Mach dir keine sorgen, Kind. Alastor liebt dich genau so wie du ihn. Du bist die erste und einzige Frau für die das Herz dieses Vollidioten schlägt und hast ihn bereits zu einem besseren Menschen gemacht.“
„Eigentlich will ich ihn doch gar nicht ändern.“
Gestand Charlie den Anwesenden.
„Ich möchte nur dass er ehrlicher zu mir ist.“
Überrascht sahen die Männer die junge Frau an.
„Und was wenn er es nicht wird?“
Fragte der Älteste.
„Dann muss ich alles alleine heraus finden. Ich werde ihn für nicht in der Welt verlassen, Husks.“
„Rein gar nichts?“
„Rein gar nichts. Aber dieses Detektivspiel ist antragend. Für Alastor würde ich alles tun und irgendwie fang ich an, ich selbst zu verändern. Ich tue Dinge, die ich normal nie tun würde und das wirft in mir die frage auf: Ist unsere Beziehung gesund für uns?“
Sie dachte dabei an dass was sie Vaggie beinahe angetan hatte. Es tat ihr leid, doch entschuldigen wollte sie sich nicht.
„Ich will mich darin nicht verlieren aber ich kann und will ihn auch nicht aufgeben.“
„Sieh es wie Schokolade!“
Warf Anthony nun ein und die anderen Beiden sahen ihn fragend an.
„Nun guckt nicht so! Schokolade ist auch ungesund, aber sie macht glücklich. Du überlegst ob deine Beziehung ungesund ist? Macht sie sich den glücklich?“
„Ja, sehr.“
„Dann ist es doch egal ob es ungesund ist oder nicht. Außerdem Magst du Schokolade.“
Für eine weile wusste die junge Frau nicht was sie sagen sollte, doch dann musste sie einfach lachen. Sie liebte Angel für solche vergleiche und seine manchmal etwas peinliche und direkte Art so sehr.
„Ja, vielleicht hast du recht damit. Ich werde mich definitiv nicht unterkriegen lassen, ha!“
„Das ist mein Püppchen!“
Feuerte der Blonde sie an. Charlie seufzte erleichtern. Anthony, Husk, Rosie und Alastor waren ihre zweite Familie geworden. Egal was war, sie konnte immer zu einem von ihnen gehen und wusste dass sie Hilfe bekam. Irgendwann würde sie heraus finden was Alastor ihr verschwieg, wobei sie auch Vaggies Worte im Ohr hatte, welche sie bei ihrem Auszug sagte. Es war nicht der Fall dass sie diese ignoriert hatte, jedoch änderte es nichts an der Tatsache, dass sie mit Alastor zusammen sein wollte und es lag nicht in Vaggies Aufgabenbereich sie zu schützen oder ihr Dinge über den Mann zu erzählen, den Charlie so sehr liebte. Sie wollte es aus seinem Munde hören!

Alastor sah auf den Kreidebogen, schluckte einmal. Wie oft stand er bereits vor diesem und war dabei Marinette zu rufen? Viele Male. Sie hatte ihm geholfen, er brachte ihr Seelen und ihr Verhältnis zueinander war entspannt. Der Braunhaarige war so etwas wie ihr Liebling geworden, hatte ihr bereits weit aus mehr Opfer gebracht, als Andere, die ihr dienten und doch spürte er dieses Mal ein sehr ungutes Gefühl sie zu rufen. Das erste mal seit ihrer zusammenarbeite, verspürte er angst und wie er dieses Gefühl doch hasste! Der Mann schloss für einen Augenblick die Augen, doch wieder geöffnet, lies er mit einem Fingerschnippen die Kerzen entzünden und sah ein letztes mal auf dem gepfählten Hahn, den er unterwegs geklaut hatte und sprach er die Worte, die sie hören wollte.
„Oh, Marinette, die du zu den Nachon der Petro gehörst, erhöre mich, Alastor Morgan, denn ich gebe dir diesen Hahn als Geschenk und möchte dir Dienen.“
Rief der Braunhaarige aus. Der Kreidebogen, den er auf die Wand gemalt hatte, fing an zu leuchten, tauchte den Keller in ein grünes Licht, während ein leichter Wind ihm durch das Gesicht fuhr.
Aus dem Portal kam die aus Licht bestehende Kreischeule, welche Marinette dar stellte, und setzte sich auf dem gepfählten Hahn.
„ALASTOR.“
„Marinette. Du hast nach mir verlangt?“
„DURCHAUS, DENN ICH BIN ETWAS ENTTÄUSCHT ÜBER DEINE DERZEITIGE ARBEIT. DU HAST MIR LETZTES JAHR NICHT EINMAL DIE HÄLFTE DER EIGENTLICHEN SEELEN GEBRACHT, DIE DU MIR SONST BESCHERST. WIE KOMMT DIES?“
Der Braunhaarige sah sie genau an.
„Ja, ich bin letztes Jahr nicht zu mehr gekommen. Es hat sich etwas in meinem Leben geändert und ich muss erst einmal alles ins Gleichgewicht bringen bevor ich dies mit meiner Arbeit für dich verbinden kann.“
„DIESER BLONDE ROCK, NICHT WAHR?“
Die Eule gluckste amüsiert und sah wie ihr Diener zusammen zuckte.
„OH, ALASTOR. ALL DIE JAHRE HABE ICH GEDACHT DASS DU ÜBER SOLCHEN DINGEN STEHEN WÜRDEST, BESSER BIST ALS DIE ANDEREN. ICH HABE MICH GETÄUSCHT. SO EINE SCHANDE.“
„Marinette. All die Jahre habe ich nur dafür gelebt dir zu dienen. Habe dir alles gegeben was du wolltest. Das letzte Jahr war wirklich nur eine Ausnahme. Charlie ändert nichts an meiner Treue zu dir.“
„ICH GEBE NICHTS VIEL AUF DIE WORTE EINES VERLIEBTEN NARREN.“
Schweigen herrschte und Alastor spürte wie ihm der schweiß die Schläfe herunter lief während er sich mit Marinette ein Blickduell lieferte.
„DU HAST GLÜCK, DENN ICH MAG DICH. DAHER GEBE ICH DIR  WEGE DIE DU GEHEN KANNST UM MICH WIEDER ZUFRIEDEN ZU STELLEN.“
Sie musterte den Braunhaarigen genau, sah wie es in seinem Kopf arbeitete.
„ENTWEDER DU BRINGST MIR IN DEN NÄCHSTEN DREI MONATEN 10 SEELEN ODER DU TRENNST DICH VON DIESEM MÄDCHEN UM WIEDER GANZ FÜR MICH DA ZU SEIN. SOLLTEST DU MIR KEINE 10 SEELEN BRINGEN UND DAS MÄDCHEN IST WEITERHIN AN DEINER SEITE, WERDE ICH MIT IHRE SEELE HOLEN. ICH WERDE IN DEINEN GEIST EINDRINGEN UND DICH DAZU BRINGEN IHR DAS HERZ HERAUS ZU REIßEN, IHR DEM HÜBSCHEN KOPF ABTRENNT UND MIR AUF EINEM SILBERTABLETT SERVIERT.“
Alastors Augen weiteten sich.
„Aber, Marinette! Wie soll ich das schaffen?“
„DU BIST DOCH SONST AUCH IMMER SEHR FLEIßIG GEWESEN. AB MORGEN DREI MONATE.“
Ohne ein weiteres Wort, nahm sie sich den Hahn und flog durch das Portal, lies einen blassen Alastor zurück, der mit offenem Mund an die nun kahle Wand starrte, während die Kerzen ausgingen.
Er saß wirklich in der Tinte und hatte Charlie mit hinein gezogen. Mit schweren Schritten ging er die Treppe hinauf, seine Augen weiterhin weit aufgerissen, schloss die Tür hinter sich schon angestrengt das Regal wieder vor die Tür, lehnte sich an dieses und fuhr sich durch das Gesicht. Wie sollte er in drei Monaten zehn Seelen sammeln und das während er dabei war eine Hochzeit zu Planen? Aber er musste. Er wollte Charlie nicht verlassen, aber wenn er es nicht schaffte musste er es um sie zu schützen. Verzweifelt Schlug er mit der Faust gegen das Regal, merkte nicht einmal wie die Tür aufging.
„Alastor?“
Der Braunhaarige zuckte zusammen und blickte verwirrt in die Richtung der Stimme. Sofort sah er Charlie welche ihre Tasche fest umklammerte.
Schweigend löste er sich von dem Regal, ging auf sie zu und legte seine Arme um sie, wobei er seine Liebste an sich drückte.
„Ich dachte du hättest bis Eins.“
Vorsichtig ließ Charlie ihre Tasche fallen um ihre Hände auf seinen Rücken legte.
„Es war nicht viel los, daher durfte ich früher gehen.“
Flüsterte sie.
„Erzählst du mit was passiert ist?“
„Ich kann noch nicht. Verzeih mir.“
Die junge Frau schwieg, sah an die Decke des Wohnbereiches und drückte ihm fester an sich.
„Schon gut. Ich werde warten bis du es mir sagst.“
„Danke.“
Vorsichtig löste er sich von  ihr, lies sie ihre Jacke ausziehen, ehe sie seine Hand nahm, ihn zum Sofa führte und dich lang mit dem rücken voran auf dieses legte, wobei ihr Kopf auf der Armlehne legte. Sachte zog sie ihn über sich und er legte sich zwischen ihre angewinkelten Beine und lies seinen Kopf auf ihrem Schlüsselbein ruhen. Er spürte wie ihre Finger durch sein Haar stricken, seine Kopfhaut sachte kraulten. Charlie merkte, wie sich die Anspannung in ihm löste, als er seine arme unser ihren Rücken schob und die Augen schloss.
Leise fing die Blonde an zu summen, kraulte ihm weiter durch das Haar und flüsterte singend den letzten Teil des Liedes, welches sie an dem Abend sang, als sie zusammen gekommen waren.

Dear lord, when I get to heaven
Please let me bring my man
When he comes tell me that you'll let him in
Father tell me if you can
Oh that grace, oh that body
Oh that face makes me wanna party
He's my sun, he makes me shine like diamonds

Will you still love me
When I'm no longer young and beautiful?
Will you still love me
When I got nothing but my aching soul?

Alastor lauschte ihrem Gesang, dachte über die Worte nach, welche von ihrem wunderschönen rot bemalten Lippen kam. Nein, jemand wie er würde niemals in den Himmel kommen. Ein solcher Platz war für sie reserviert, aber nicht für ihn und oh, sie würde der schönste Engel von allen sein!

You know i will, You know i will
You know that i will
I will love You when you not longer young and beautiful

Sang er umgewandelt die Fersen und seufzte. Es bestand für ihm kein zweifel, dass er dies tun würde, nur würde sie ihn noch lieben, wenn sie die Wahrheit erfuhr? Würde sie bei ihm bleiben? Ihn so nehmen können? Sicherlich nicht und er musste ihr dennoch alles erzählen, bevor sie heirateten, denn er wollte ihr die Wahl lassen. Doch erst einmal musste er sich um seine Schulden bei Marinette kümmern.
Schwermütig richtete er sich auf, sah in ihre dunklen Augen, wie diese das Licht des Kamins reflektierten und an ihm hafteten. Bei diesen Anblick konnte er nicht anders als sich mehr über sie zu ziehen und seine Lippen auf die ihren zu legen, dabei ihren Lippenstift verwischend während der Kuss Leidenschaftlicher wurde und er spürte wie sie sich etwas aufrichtete und seine Fliege löste, während er selbst den Reißverschluss ihres Kleides öffnete.

***  
Ich möchte euch vorwarnen dass ich nicht genau weiß, wenn das nächste Kapitel kommt.
Denn ich denke ich werde aufgrund eines Trauerfalles nicht wirklich in der Lage zu sein zu schreiben und auch wenn ich mich etwas zum schreiben der letzten Zeilen zwingen musste, hoffe ich doch dass euch dieses Kapitel gefallen hat.
Ich danke jedem Einzelnen Leser dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt um diese Geschichte zu lesen. Tausend Dank!
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