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Behind a Smile

von TaniSuwa
GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / Het
Alastor Charlie Magne
16.08.2020
17.04.2021
16
70.829
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
16.08.2020 5.589
 
Achtung!
Behind a Smile wird stellenweise sehr brutal werden, wenn ihr dies nicht vertragt, lest es bitte nicht. Auch wird es die eine oder andere sexuelle Handlung geben.

Anmerkung:
Mein erster Fanfic den ich öffentlich mache!
Ich bin etwas aufgeregt und hoffe, dass euch dieser gefällt. Updates kommen unregelmäßig, aber ich werde mein bestes geben euch nicht zu lange warten zu lassen. Der Slang der 20er ist mit eingebaut und wenn ihr wünscht, werde die Bedeutungen am Ende dran hängen.
Falls jemand Interesse hat, suche ich noch einen Korrekturleser.
Updates und Infos werden auf Twitter gepostet unter @TaniSuwa.
Genug gelabert und viel Spaß!
Kapitel
1



Entspannt lehnte der Braunhaarige sich zurück und blickte über die Gäste, die sich in der Bar befanden. Die Leute tranken heiter den schwarzgebrannten Fusel und lachten, während einige zur Musik mit sangen. Vorsichtig nahm er einen Zug von seiner Zigarette und atmete in einem langen, langsamen Strahl den Rauch aus, welcher sich zu dem restlichen Qualm unter der Decke gesellte. Seine Augen suchten. Diese dummen Geschöpfe. Jeder von ihnen fühlte sich sicher und geborgen. Sie amüsierten sich, gaben sich den irdischen Gelüsten hin, sorglos, frei, ungezwungen. Oh, wenn sie nur wüssten dass einer von ihnen diesen Abend nicht überleben würde! Die einzige Frage die auf kam war: Wer?
War es die junge Dame mit den roten Haaren, die grade herzhaft lachte, während ihre Zigarettenspitze munter vor sich her glühte? Der Herr am Fenster, der sich grade die zweite Flasche Rum gönnte oder doch eher die ältere Frau an der Tür, die wie er selber sich dieses Spektakel an sah während sie mit dem Schrank von Türsteher tratschte.
Der junge Mann griff hinter sich nach seinem Getränk, doch als er es ansetzten wollte, merkte er das dies leer war. So drehte sich der junge Mann um.
„Husker, mein Bester! Wärst du so freundlich mir noch ein Gläschen ein zu schenken?“
Der Barmann, ein schwarzhaariger, großer Mann mit Koteletten, breiten Kreuz und einem grimmigen Blick, sah zu ihm und holte die Flasche unter der Theke hervor.
„Du säufst wie ein Loch, Alastor!“
Husk öffnete die Flasche Gin und goss diese dem Braunhaarigen ein.
„Nun, zumindest liege ich nicht nach Feierabend betrunken hinter der Theke.“
Konterte Alastor mir seinem üblichen Lächeln auf den Lippen.
Der Schwarzhaarige hob eine Augenbraue.
„Hast du ein Problem damit? Immerhin ist das hier meine scheiß Bar.“
„Nicht im geringsten, alter Knabe. Aber sei froh das deine Gäste sich betrinken. Immerhin ist das doch Sinn eines solchen Établissement.“
Husk verdrehte die Augen.
„Hör zu, ich weiß genau wonach du suchst und ich warne dich, wehe es lässt sich auf meine Bar zurück führen.“
Alastor rückte seine Brille zurecht und grinste böse, wodurch seine Wangen auf der gebräunten Haut Grübchen warfen.
„Wenn die falschen Leute von deiner Bar wissen, wirst du sie eh dicht machen müssen und lange Zeit hinter Gittern verweilen. Denk an die Prohibition, alter Freund. Eine Flüsterkneipe ist alles andere als Legal.“
„Ich weiß. Mir wissen schon zu viele Leute von diesem Ort.“
„In wie fern?“
„'ne halbe Stunde vor dir tauchte eine Puppe hier auf und hat nach einen Job gefragt.“
„Oh, dann spricht sich das ja doch schnell herum. Hast du sie weg geschickt?“
„Nein. Ich könnte wirklich etwas Hilfe gebrauchen. Morgen kommt sie hier her um alles wichtige zu besprechen.“
„Ob das so gut war? Etwas naiv. Von einem ehemaligen Soldaten hätte ich mehr erwartet, Husker. Sehr ernüchternd“
„Pff. Was Interessiert es dich?“
„Nun, ich schätze diesen Ort hier sehr und hoffe doch, dass ihm kein Schaden zu gefügt wird.“
Alastor drückte seine Zigarette aus und hob sein Glas.
„Immerhin dient er mir nicht nur zum amusez-vous. Sondern finde ich hier auch ein paar besondere, nun, 'Zutaten' wie du weißt.“
Mit seinem üblichen Lächeln prostete er dem Barmann zu und wandte sich wieder den anderen Gästen hin.
„Und unseren kleinen Deal habe ich sicher nicht vergessen, alter Freund.“
Husk musterte den jungen Mann eine weile. Er kannte Alastor schon lange genug um zu wissen was er tat und lange genug um den Fehler gemacht zu haben, einen Deal mit ihm ein zu gehen. Entgegen seinem besseren Wissen solchen Leuten aus dem Wege zu gehen. Doch Alastor wusste wie man andere bezirzte. Er war jemand der Menschen Wünsche erfüllen konnte, doch der Preis war hoch.
Der Schwarzhaarige beobachtete Alastor, wie er zu einer jungen Frau mit braunem Pixicut und Sommersprossen ging. Sofort sah, wie sie begeistert kicherte, dieses dumme Ding, als er sich vor stellte und ihr einen Kuss auf die Knöchel gab, nicht wissend dass sie sich in Gefahr begab und ein Monster hinter einem hübschen Gesicht vor sich hatte.
Alastor setzte sich zu der Dame und fing an mit ihr zu plaudern. Höflich und charmant flüsterte er ihr süße Dinge ins Ohr. Ein schweres Seufzen kam von Husk und er nahm einen großen Schluck aus seinem Glas. Dieses arme Mädchen würde gnadenlos in die Falle des Anderen laufen und nie wieder gefunden werden. Hoffentlich genoss sie ihre letzten Stunden.
Irgendwann standen sie auf und Alastor zog sich seinen Mantel an. Der Braunhaarige legte Husk ein paar Münzen auf den Tisch und sah ihn mit selbstgefälligen Blick an.
„Mein Guter, ich verabschiede mich für heute. Die Drinks der Dame zahle ich gerne. Wir sehen uns dann Morgen in aller Frische wieder!“
Gab er kund. Husk hob eine Augenbraue und sah zum Schatten des anderen, der sich mit einem löchrigen Lächeln die schwarzen Hände zu reiben schien. Gentleman wie Alastor nun mal war, hielt er dem Mädchen die Tür auf und verließ die Bar mit ihr. Eine weile sah Husk die Tür schweigend an. Nie hätte er diesen dummen Deal mit Alastor eingehen dürfen.


Sachte strich er über ihren schönen, langsam erkaltenden Bauch. Die roten Schnitte leuchteten förmlich auf ihrer hellen Haut, verzierten sie wie ein Kunstwerk.
Er hob seine Hand zu ihrem Gesicht, strich ihr einige der braunen Strähnen aus diesem und lächelte.
„Arme Miss Jones. So jung und naiv. Sie hatten sich etwas anderes vorgestellt als ich Sie ansprach, nicht wahr? Zu schade das Ihre und meine Definition von Spaß so verscheiden sind.“
Er ging zum Tisch und nahm sich ein Messer.
„Ich danke Ihnen vom Herzen. Zum einen für den netten Abend und zum anderen für ein paar Zutaten.“
Langsam drang die Klinge seines Messers in die linke Brust der jungen Frau. Schnitt vorsichtig das Fleisch von ihrem Brustkorb. Stück für Stück. Legte immer mehr das Weiß der schön gebogenen Rippen frei. Kurz blickte er in ihre toten Augen, wie sie leer und starr zur Decke hinauf sahen.
Diese dumme Dora hatte sich so gefreut, als er sie ansprach und fing an zu strahlen, nachdem er ihr gesagt hatte wer er war. Ohne Widerstand war Miss Jones mit ihm gegangen, hatte sich auf ein bisschen nookie gefreut um ihren Freundinnen zu erzählen dass sie eine Nacht mit New Orleans bekanntesten Radiomoderator hatte, Achterball.
Er war nicht Interessiert an diesen primitiven Gelüsten, welche die gesamte Menschheit kontrollierten und nichts weiter als einer der animalischsten, niedrigsten Instinkte waren, die einem Mensch nicht von einem Tier unterschieden.
Alastor stand über diesem. Kein Rock trübte seine Sinne, lies ihn schwach, unsicher oder gar nachlässig werden. Doch er wusste wie er dieses Verlangen der Anderen nutzen konnte um an seine Ziele zu gelangen .
Der junge Mann war ein echter Gucker mit seiner von Natur aus gebräunten Haut, den dunkelbraunem Haar, welches im Sonnenlicht leicht rot schimmerte. Seine braunen Augen wirkten verführerisch und mysteriös, selbst die dezente Brille auf seiner geraden Nase entstellte sein hübsches Gesicht nicht, welches bei seinem stetigen Lächeln Grübchen auf den Wangen warf. Seine Schultern waren einladend und seine große Gestalt schlank ohne schlaksig zu wirken.
Ein Liedchen summend nahm er eine Knochensäge, legte bald das nicht mehr schlagende Herz frei, nahm es aus seinem fleischigen, roten Verlies und legte es in ein Gefäß mit Formaldehyd. Die perfekte Aufbewahrung zum späteren verwanden! Wieder nahm er das Messer zur Hand, Schnitt langsam das Fleisch ihres Bauches auf und entfernte dort die Organe. Nach und nach legte Alastor alles in weitere Gefäße, wandte sich am Ende ihrem Gesicht zu. Mit leichter Gewalt öffnete der Braunhaarige den Mund der jungen Miss Jones, lies die Klinge seines Messers hinein gleiten, während seine andere Hand ihre Zunge heraus zog und schnitt sie mit einigen kräftigen Bewegungen ab. Er legte den Muskelkörper dieses mal in eine Schale, da er ihn sehr bald verarbeiten musste. Sachte strich er über ihre Tasse hin zu ihren Augen und sah sich diese lange an.
Augen waren der Spiegel der Seele, hieß es. Doch wer war in der Lage zu deuten was sich wirklich hinter ihnen verbarg?
Alastor nahm von dem Tisch ein Skalpell und hielt es etwas in das Licht, worauf die Spitze leicht aufblitzte. Er spreizte ihre Augenlider mit Daumen und Mittelfinger auseinander und drehte den Augapfel mit seinem Zeigefinger etwas wobei er versuchte so wenig Druck wie möglich auf die empfindliche Kugel aus zu üben. Mit dem Skalpell schnitt er nun die Bindehaut durch. Er drehte das Auge mehr bis Augenmuskel und Sehnerv zu sehen waren, welche Alastor auch gleich durchtrennte. Selbiges tat er bei ihrem anderen und entfernte beide mit einem Löffel um sie ebenso in Formaldehyd einzulegen.  
Der junge Mann sah auf den ausgeweideten Körper und wischte sich mit seinem Ärmel den Schweiß von der Stirn. Sein Schatten flackerte im Licht, machte auf sich Aufmerksam. Alastor lächelte.
„Keine Sorge, alter Freund. Wir haben nun alles was wir brauchen. Der Vorrat wird aufgefüllt sein, die Geister sind erst einmal befriedigt und wir beide haben uns köstlich amüsiert, oder nicht?“
Die schwarze Gestalt nickte mit einem löchrigen Grinsen.
„Nun...um die Überreste kümmern wir uns später.“
Der Braunhaarige nahm die Schale mit der Zunge und stieg die Treppe zum Rest des Hauses hinauf. Mit einem Schnipsen war sämtliches Blut von seiner Haut und Kleidung verschwunden. Sein Weg führte in die Küche, wo er sich einen kleinen Topf nahm und diesen mit Wasser fühlte. Er stellte ihn auf den Herd, schaltete ihn an und setzte sich an den Esstisch um darauf zu warten, dass das Wasser kochte. Alastor zündete sich eine Zigarette an und lehnte sich entspannt zurück. Nur noch dieser Trank, und dann konnte er morgen alle bestellten Sachen abliefern. Aqua de Belleza, ein Aphrodisiaka, Gelee - Royale waren bereits in seiner Tasche verstaut und konnten so mit bald zu ihren Käufern. Er schloss für einen Moment die Augen und atmete den zuvor eingesogenen Rauch aus. Nun würde es wohl wieder eine ganze weile langweilig werden und er musste sich eine andere Beschäftigung suchen.
Als Alastor das blubbern des Wasser vernahm stand er auf, legte den Dincher in seinen Aschenbecher und warf die Zunge hinein. Es Folgten Efeu, Knoblauch und Pestwurz. Alles zusammen musste nun fünf Stunden kochen was für ihn die perfekte Zeit war, sich ein wenig hin zu legen. Der junge Mann war ein schlechter Schläfer und kam mit drei bis vier Stunden gut aus. So rauchte er seine Zigarette auf, stellte den Herd auf eine niedrige Stufe, duschte noch einmal und ging ins Bett um zumindest ein wenig Endspannung zu bekommen.
Doch lange hielt es nicht, da pünktlich der Wecker klingelte. Schlaftrunken stand er auf um sich frisch zu machen und anschließend in der Küche Kaffee zu kochen. Er sah in den Topf, der noch auf leichter Flamme köchelte und stellte ihn beiseite zum auskühlen während er ausgiebig frühstückte.
Nach der Stärkung filterte er Zunge und Kräuter aus der Flüssigkeit und füllte letztere in einer Flasche.
„Nun, Mimzi, sieht so aus als könntest du heute Abend doch auftraten.“
Flüsterte er grinsend und packte den Trank in seine Tasche.


~Vierundzwanzig Stunden zuvor~


Mit einem ohrenbetäubenden Kreischen hielt der Zug im Bahnhof von New Orleans an. Nervös griff Charlie nach ihrem Koffer und verließ das eiserne Gefährt. Die junge Frau atmete tief ein und aus. Sie hatte es wirklich getan! Sie hatte allen Mut aufgebracht, ihre nötigsten Sachen zusammen Gesucht und war mit ein bisschen Startguthaben aus dem Tresor ihrer Eltern von zuhause weg gelaufen. Nun war sie hier in dieser Stadt von der sie schon so viel gehört hatte. New Orleans, die Sichelstadt und Wiege des Jazz! Der für sie perfekte Ort für einen Neuanfang. Das blonde Mädchen spürte wie ihr Herz aufgeregt gegen ihre Brust schlug, ja fast hüpfte.
Charlie nahm einen Zettel aus ihrer Jackentasche, entfaltete das Papier und sah sich noch einmal die darauf befindliche Adresse an.
Vagatha Hernandez
Maple Street 8

Sachte drückte sie den Zettel an ihre Brust.
„Du schaffst das, Charlie.“
Flüsterte sie sich selber zu und verließ den Bahnhof. Schnell fand die junge Frau eine Haltestelle für die Straßenbahn, wo bereits einige Menschen standen und warteten. Sie Fragte sich einfach durch, wo sie aussteigen musste. Die Menschen hier waren jetzt schon freundlicher als in ihrer Heimat, denn sie bekam eine genaue Beschreibung wo sie nach dem Ausstieg hin musste. Heiter und glücklich stieg sie ihn die Bahn, als diese eintraf und setzte sich.
Charlie umklammerte ihren Koffer lächelnd und sah aus dem Fenster. Sie fuhren an bunten Häusern und Geschäften vorbei. Eine Straßenband spielte an einer Ecke und einige Passanten blieben stehen und lauschten ihrer Musik. Es war alles so Aufregend und Spannend. Hier war nun ihre neue Heimat. So frisch und anders.
Als sie an der Haltestelle, nahe der Maple Street ausstieg und den Weg zu der Adresse einschlug, hatte sie das Gefühl die Stadt würde vibrieren. Aus offenen Fenstern hörte man Plattenspieler und in den Restaurants spielten Lieder aus dem Radio. Die Menschen schienen gut gelaunt, egal aus welcher Schicht sie stammten und die Luft war angenehm warm. Sie hörte Lachen, aufgeregte Unterhaltungen und spielende Kinder. Überwältigt von alle dem musste sie sich erst einmal auf die Terrasse eines kleinen Cafés setzten und nach Luft schnappen. Eine Kellnerin kam freundlich auf sie zu und bat ihr einen Kaffee an, welchen Charlie gerne an nahm. Die junge Frau schloss die Augen und lauschte dem Lied im Radio. Die Kellnerin kam schnell wieder und stellte Charlie den Kaffee mit einem Kännchen Milch und einer kleinen Dose Zucker hin. Nachdem Charlie sich bedankt hatte goss sie etwas der Milch in die Tasse und versüßte das braune Getränk mit drei Löffeln Zucker. Als sie grade einen Schluck trinken wollte, hörte sie eine Stimme im Radio.

„Das war After You've Gone von Marion Harris, Ladys und Gentleman!
Ist das nicht ein herrlicher Tag heute in unserem wunderschönen New Orleans? Ganz Fantastisch. Dabei sah es heute Morgen noch sehr nach Regen aus, nicht wahr? Haha! Nutzen Sie das schöne Wetter gut aus, wer weiß wie lange es noch so bleibt, meine Lieben. Ich verabschiede mich dann für heute und Wünsche ihnen ein wunderschönes Wochenende. Wir sehen uns Montag in alter Frische wieder. Zum Schluss gibt es noch den guten Benny Godman. Bleibt dran, Ihr Alastor Morgan!“

Fasziniert lauschte sie dieser angenehmen Männerstimme, doch als er sich verabschiedete kam sie wieder zu sich und trank ihren Kaffee weiter. Je mehr sie sah und hörte, je mehr verliebte Charlie sich in diese bunte, schillernde Stadt. Sie war voller Bewegung und doch so entspannt, laut und leise zu gleich und so unglaublich herzlich. Ganz anders als ihre alte Heimat. Als sie den letzten Schluck ihres Getränks genommen hatte, legte die blonde Frau das Geld auf den Tisch und stand auf um sich auf die Suche nach dem Haus zu machen. Wie diese Vagatha wohl war? Charlie wusste nur das sie die Nichte eines der Dienstmädchen ihrer Eltern war und derzeit für ihre Wohnung einen Untermieter suchte, da ihre vorige Mitbewohnerin ausgezogen war und auf Dauer es alleine zu teuer wurde.
Schon bald erreichte Charlie das Haus und musste allen Mut zusammen nehmen um zu klingeln. Etwas nervös spielte sie mit ihren Fingern bis endlich die Tür aufging. Vor ihr stand eine junge Frau, die in ihrem Alter zu sein schien, mit einem schwarzen Bob der ihr rechtes Auge verbarg. Ihre Haut sah aus wie Karamell und das freie braune Auge musterte Charlie skeptisch worauf die blonde Frau schluckte.
„H-hallo. Mein Name ist Charlotte. Ich sollte mich hier melden?“
Nun weiteten sich die Augen der anderen Frau.
„Charlotte Magne? Ah! Das Mädchen von dem meine Tante sprach, nicht wahr?“
Charlie nickte.
„Ich dachte du würdest erst morgen ankommen, ich hätte dich doch von Bahnhof abholen können.“
„A-alles gut. Ich bin einfach früher gefahren. Hoffentlich störe ich nicht.“
„Keines Wegs. Komm ruhig rein. Ich bin übrigens Vagatha aber nenne mich ruhig Vaggie.“
„Oh, ja, gerne! Dann bin ich Charlie.“
Vaggie lächelte und nickte. So kamen sie in die Wohnung und die Schwarzhaarige zeigte Charlie ihr Zimmer. Dies war klein, reichte aber vollkommen. Es beinhaltete ein kleines Bett, einen Schrank und einen Nachttisch, so wie einen Spiegel.
„Ruh dich ruhig etwas aus, Charlie. Du bist sicher müde von der Fahrt.“
Kam es von der jungen Frau. Sie reichte Charlie ihre Schlüssel und verließ den Raum um sie in ruhe zu lassen.
Die Blonde stellte ihren Koffer ab und ging zum Fenster. Schnell öffnete sie dieses, so dass die davor stehenden Tauben davon flogen. Mit einem breiten Lächeln sah Charlie ihnen nach und sofort füllte ein Duft von frischem Gebäck und Blumen den Raum. Sie konnte nicht anders als ein freudiges Quietschen von sich zu geben. Die junge Frau war viel zu aufgeregt um sich aus zu ruhen. Sie wandte sich vom Fenster ab, öffnete ihren Koffer und zog sich ein frisches Kleid an. Charlie  setzte sich ihren Glockenhut auf, schnappte ihre Tasche und stürmte aus dem Zimmer.
„Vaggie! Ich bin ein wenig draußen! Bis später!“
Verwirrt sah Vaggie von der Küche aus in ihre Richtung.
„Charlie, warte doch. Ich-“
Doch schon viel die Tür und Charlie rannte auf die Straße. Überall Musik und dieser wunderbare Duft! Sie wollte sich umsehen und vor alledem brauchte sie Arbeit. Natürlich wäre es vielleicht schlauer gewesen mit Vaggie zu gehen, immerhin kannte sie diese Stadt ein bisschen besser, aber Charlie wollte selber entdecken. Das hier war ihr Abenteuer. So ging Charlie an Bäckereien und Kleidungsgeschäften vorbei und beobachtete etwas die Menschen um sich herum. Die angenehme Frühlingssonne wärmte ihr Gesicht und eine leichte Brise wehte durch ihre goldblonden Locken. Immer wieder ging sie in Geschäfte und fragte nach Arbeit, leider erfolglos, und so führte ihr Weg sie zum Harfen.
Möwen kreischten über ihren Kopf und der Blick der jungen Frau schweifte über die Schiffe.
Es war alles so herrlich und neu!
„Sucht du etwas, Puppe?“
Riss sie nun eine männliche Stimme aus den Gedanken. Charlie drehte sich um und sah hinter sich einen Blonden, etwas feminin wirkender, jungen Mann. Er war sehr schlank, hatte ein blaues und ein braunes Auge und war groß.
„J-ja. Um ehrlich zu sein suche ich einen Job.“
„Ah, kein Problem! Du birst recht hübsch. Wenn du den Hafen etwas weiter runter gehst ist da ein Bordell was immer wieder nette Mä-“
„Nein! Oh, ich-ich meine nicht solche Arbeit!“
Rief Charlie erschrocken aus und wedelte panisch mit den Händen hin und her. Der Mann hob eine Augenbraue.
„Herrje! Bist du prüde! Dabei kannst du dort so gut verdienen. Nun, wäre Kellnerin eine alternative?“
Skeptisch sah sie ihn an, doch dann nickte die junge Frau.
„In der nähe des Jackson Square befindet sich ein rotes Backsteinhaus mit gelben Gardinen. Neben diesem ist eine kleine Gasse. Wenn du dieser Folgst ist am Ende eine Metalltür. Klopfe an dieser, das Passwort ist „Betrunkene Katze“ und du kommst in eine Bar. Der Besitzer ist Husk Williams und soweit ich weiß kann der derzeit etwas Hilfe gebrauchen.“
„Eine Bar? Aber sind die nicht verboten?“
„Ja, aber sieh es doch als kleines Abenteuer und so lange du niemanden davon etwas erzählst, sollte alles gut gehen.“
Eine weile überlegte Charlie. Das könnte ihr liegen und der Mann hatte recht, es war ein Abenteuer!
„Da haben Sie recht.“
„Ach Bitte! Lass das Sie mal stecken. Anthony mein Name! Nenn mich aber ruhig Angel.“
Er reichte ihr die Hand, Charlie lächelte und schüttelte diese.
„Ich bin Charlie! Freut mich sehr!“
Sie war immer begeisterter von New Orleans! Die Menschen hier waren so wunderbar.
„Ich danke dir vielmals, Angel. Du hast bei mir etwas Gut.“
„Ach, dafür nicht, Mädel. Dann sehen wir uns wohl die Tage in der Bar.“
„Bestimmt!“
Anthony erklärte ihr wie sie zum besagten Platz kommen konnte. Frohen Mutes machte sich die junge Frau auf den Weg und fuhr mit der Straßenbahn an den Jackson Square.
In der Gasse angekommen, schluckte sie. Es sah doch etwas gruselig aus. Hoffentlich war überhaupt jemand da. Schweren Schrittes ging sie voran und stand vor der Metalltür. Sie klopfte und ein kleiner Schlitz an der Tür öffnete sich. Zwei Grüne Augen sahen sie durch den Spion an.
„Betrunkene Katze!“
Gab sie von sich und schon öffnete sich die Tür. Nervös trat Charlie ein, kurz blickte sie den Türsteher an und nickte ihm zu. An der Bar stand der schwarzhaarige Husk und hob eine Augenbraue.
„Was willst du hier, Mädchen? Ich hab dich noch nie gesehen.“
Kam es skeptisch von ihm. Er war mehr als misstrauisch wenn er ein fremdes Gesicht um diese Uhrzeit sah.
„I-Ich, also-
Nervös rieb sich Charlie den Arm.
„Ich suche einen Job! Man hatte mir gesagt dass Sie vielleicht Hilfe gebrauchen könnten.“
Der Mann musterte sie ganz genau.
„Nun, das ist wahr. Es ist gut besucht hier.“
„Dann, also dann würde ich ihnen gerne Helfen! Ich werde auch niemanden von der Bar erzählen.“
Husk fuhr sich über den Nacken und seufzte schwer.
„Wer hat dir von der Bar erzählt, Puppe?“
„Ähm, ich glaube sein Name war Anthony?“
„Ah! Dieser verdammte Strichjunge! Ich bring ihn um.“
Fauchte der Riese und haute mit der Faust auf die Theke. Kurz zuckte Charlie erschrocken zusammen, hatte aber schnell wieder Husks Blick auf sich.
„Ach verdamme mich! Komm morgen Siebzehn Uhr hier her. Dann klären wir alles. Also den ganzen Blödsinn wie Bezahlung, Aufgaben und den ganzen beschissenen Schrott.“
Kam es genervt von ihm. Charlie fiepte heiter auf.
„Oh, Gott! Ich danke Ihnen vielmals!“
Aus einem Impuls heraus umarmte das junge Mädchen Husk, welcher überrascht zu ihr runter sah.
„Äh, ja, ja schon gut! Wie heißt du eigentlich?“
„Charlotte! Aber nennen Sie mich ruhig Charlie.“
„Freut mich, Ich bin Husk.“


~~


So betrat Alastor das Bordell von seiner alten Freundin Mimzi. Sofort gierten die anwesenden Damen nach ihm, wurden aber Ignoriert. Ein blonder Mann kam auf ihn zu.
„Ah! Mister Grinsebacke! Haben Sie das Zeug dabei?“
Alastor legte seine Hände hinter seinen Rücken.
„Einen wunderschönen Tag, Mister Anthony. Natürlich hab ich Ihre Bestellung dabei.“
Er nahm aus seiner Taschen eine Flasche heraus.
„Ihr Aphrodisiaka. Ein kleiner Schluck reicht und die Person die Sie verführen wollen gehört ganz Ihnen für diesen Abend.“
Anthony riss ihm förmlich die Flasche aus der Hand.
„Ha! Sehr gut.“
Dann nahm der Blonde aus seiner Hosentasche Geld und reichte es Alastor.
„Sagen Sie, würde das Zeug auch bei Ihnen wirken? Ich frag für einen Freund.“
„Gewiss doch. Nur weil ich es herstelle, heißt es nicht, dass ich dagegen Immun bin.“
Alastor hob eine Braue bei Anthonys gierigen Blick.
„Gut zu wissen. Wir sollten mal zusammen trinken, Mister. Vielleicht bring ich Sie noch dazu das Ufer zu wechseln. Ein paar geschickte Berührungen haben schon den treust Mann dazu gebracht seine Alte zu betrügen!“
Der Blonde zwinkerte dem Mann zu vorauf Alastor nur dezent angewidert das Gesicht verzog und schnell dem anderen das Geld abnahm.
„Kein Bedarf.“
„Schade aber auch! Naja, Ihr Pech. Danke für den Fusel.“
„Beehren Sie mich bald wieder. Wo ist den die Chefin?“
„Bestimmt in ihrem Büro.“
Alastor verabschiedete sich von dem Blonden und klopfte an der Tür zu Mimzis Büro. Er hörte ein heiseres „Herein“
Der Braunhaarige drückte den Knauf und trat ein.
„Mimzi, Liebes! Du hörst dich ja furchtbar an, Haha! Wie gut das ich die Heilung da habe.“
Sagte er mit einer überschwänglichen Gäste.
Die blonde, pummelige Frau zog kurz die Augenbrauen zusammen, lächelte aber.
„Du bist meine Rettung, Al-Schatz! Ich hab einen wichtigen Auftritt.“
Krächste sie mit erstickender Stimme.
„Immer doch, Schatz.“
So nahm er aus seiner Tasche die Flasche mit dem Trank, der aus der Zunge von Miss Jones gemacht wurde.
„Wenn du das trinkst, wird innerhalb einer Stunde deine Stimme besser. Jeden Uhrenschlag ein Glas und heute Abend kannst du wieder fröhlich vor dich hin trällern.“
Alastor reichte ihr den Trunk. Nun holte er noch das Aqua de Belleza, eine Schönheitscreme, welches sich in einem kleinen Gefäß befand heraus und stellte es ihr auf den Schreibtisch.
„Deine Lieblingscreme hab ich dir auch mit gebracht.“
„Oh, was würde ich nur ohne dich tun, Liebling! Ich hab dir übrigens bei deiner Sendung heute Morgen Zugehört. Du warst wieder einmal Großartig.“
„Danke, Schatz. Es war mir ein Vergnügen dich zu Unterhalten.“
Der junge Mann setzte sich zu ihr an den Schreibtisch.
Die Beiden unterhielten sich entspannt. Mimzi bot ihm noch eine Tasse Tee an, aber Alastor lehnte ab, da er Nudelwasser nicht mochte.
Nach einigen Stunden verließ er das Gebäude um wieder in die Bar von Husk zu gehen. Er klopfte an der Tür, brauchte nicht einmal mehr das Passwort sagen, da der Türsteher ihn erkannte und lies ihn hinein. Husk sah zu ihm und verdrehte die Augen, goss Alastor aber gleich etwas zu trinken ein.
„Husker, mein guter alter Freund!“
Dankend nahm er den Drink entgegen.
„Du hast deinen Pop gestern gemacht?“
Fragte der Barmann und gönnte sich auch einen Drink.
Alastors Grinsen wurde breiter und sofort kannte Husk die Antwort. Der Schwarzhaarige murmelte etwas unverständliches und nahm einen kräftigen Schluck von seinem Getränk.
„Heute fängt doch deine kleine Kellnerin an, nicht wahr, Husker?“
„Nein, heute kommt sie nur zum besprechen. Aber die ist für dich trotzdem Tabu.“
Ein fragendes summen kam von Alastor und seine Augen verengten sich.
„Du hast richtig gehört! Sie ist hier angestellt. Somit gehört sie zur Bar und zu unserem Deal gehört nun mal das du die Bar in Ruhe lässt. Such dir von mir aus immer mal einen Gast raus und mach mit dem was du willst, aber mein Personal ist für dich verboten.“
Eine weile war stille, da nur sie beide und der Türsteher in der Bar waren.
„Nun, Husker. Da hast du recht.“
Stimmte er zu und der Blick das älteren strahlte Überraschung aus. Husk kannte Alastor schon seit Jahren, sie hatten sich damals kurz vor Ende des Krieges kennen gelernt und nie hatte Alastor ihm bei irgendetwas recht gegeben.
„Gut, da sind wir uns ja einig.“
Verwirrt nahm er ein Glas und fing an es zu polieren. Nach und nach wurde die Bar voller.
Der Braunhaarige sah sich entspannt um, unterhielt sich ab und an mit einigen Gästen.
Um kurz vor siebzehn Uhr ging die Tür auf. Alastor sah zu dieser und in dem Moment wo der Türsteher ein junges Mädchen rein lies, weiteten sich seine Augen und sein Herz setzte einen Schlag aus.
Das Mädchen hatte Kinnlange, blonde, leicht gelockte Haare. Ihre Haut sah aus wie Porzellan, so rein und unschuldig. Ihr hübsches rundes Gesicht hatte apfelrote Wangen und ihre Figur war zierlich. Ihre obsidianfarbenen, großen, mit langen Wimpern verzierten Augen trafen seine und das Mädchen lächelte ihn lieb an.
Husk blickte zu Alastor und er könnte schwören das sein stetiges Lächeln sich für eine Sekunde verringerte. Doch dann Begrüßte der Schwarzhaarige den neuen Gast.
„Miss Charlie. Setz dich zu mir, dann können wir alles wichtige für wegen des Job besprechen.“
Sie nickte und kam auf die Männer zu.
„Darf ich mich zu Ihnen setzten?“
Fragte die Blonde Alastor. Er sah sie weiter sprachlos an, und brauchte eine weile bis er wieder zu sich kam. Ihre sanfte Stimme hallte in seinem Ohr wieder.
„Oh! Ja, ja, sicher doch.“
Mit einem bezaubernden Lächeln bedankte sie sich und setzte sich neben Alastor, der nun auch seinen Blick abwendete.
Was war das? Was löste dieses Mädchen in ihm aus? Er hatte sie vorher noch nie gesehen. Der Braunhaarige nippte an seinem Glas und sah wieder zu Husk der ihr ein Glas Wasser eingoss während er der jungen Frau erklärte wie es in seiner Bar ablief. Alastor blendete alles um sich herum aus. Lediglich ihre Stimme vernahm der Braunhaarige. Wie sie immer wieder kicherte und mit ihren schlanken Fingern spielte.
„Und wie heißen Sie?“
Fragte die Blonde Alastor nach einer weile. Aus seinen Gedanken gerissen und überrascht, richtete er sich etwas auf.
„Oh, hab ich mich noch gar nicht vorgestellt? Wie unhöflich von mir.“
Sagte er und griff einfach nach ihrer Hand.
„Mein Name ist Alastor Morgan. Es ist mir eine Ehre Sie kennen zu lernen.“
Sachte platzierte er einen Kuss auf ihre Knöchel. Ihre Augen wurden größer und ihr Gesicht lief etwas rot an. Herrje! So jemanden Charmanten hatte sie schon lange nicht mehr erlebt.
„Freut-freut mich auch. Mein Name ist Charlie.“
„Sehr angenehm, Schatz, Wirklich sehr angenehm.“
Charlie lächelte doch dann viel ihr etwas auf.
„Warte Sie! Alastor Morgan? Sind-sind Sie nicht der Radiomoderator der morgens immer das Programm machte?“
„Richtig, Liebes.“
Nun bildete sich auf ihren Lippen ein breites Lächeln.
„Ich hab Ihre Show gestern das erste mal gehört! Sie sind wirklich gut.“
„Oh, das erste mal?“
„J-ja. Ich bin erst seit gestern hier.“
Er beobachtete sie ganz genau. Woher sie wohl kam? Nun, dass würde er sicher noch heraus finden.
„Da haben Sie sich eine exquisite neue Heimat gesucht, Liebes. New Orleans hat viel zu bieten.“
Sie nickte heiter und musterte den Mann nun genauer. Er sah wirklich gut aus und schien ein heiterer Geselle zu sein! Zumindest lächelte er die gesamte Zeit über.
„Ignoriere den dummen Bastard einfach! Der lungert hier jeden Abend herum.“
Sagte Husk genervt zu der jungen Frau. Alastors Grinsen wurde breiter.
„Na, redet man so über einen alten Freund, Husker?“
„Pff.“
Der Schwarzhaarige wandte sich lieber seinen Gläsern zu. Von Charlie kam ein kichern und Alastor drückte seine auf gerauchte Zigarette aus.
„Nun, Miss Charlie, haben Sie sich schon eingelebt?“
Etwas schüchtern strich sie sich ein paar Strähnen hinter das Ohr und spielte mit dem Rand ihres Glases. Eines musste der Mann zugeben: Sie war nicht nur wunderschön, sondern von ihrer ganzen Art, Gestik und Mimik wirklich süß.
Gut dass sie nun öfter hier sein würde, perfekt um sie etwas auszuspionieren! Auch wenn das eigentlich nicht sein Stil war.
„Ja, schon. Vor alledem nun mit Job! Aber ich denke es wird lange dauern, bis ich mich nicht mehr verlaufe und alle interessanten Orte kenne.“
„Oh, das glaube ich gerne. Es gibt viele schöne Orte hier, einige davon etwas versteckt.“
„Ich bin echt gespannt.“
Doch dann kam dem Mädchen eine Idee.
„Sie wohnen doch sicher schon lange hier, oder, Mister Morgan?“
„Ja, ich bin hier geborgen und Aufgewachsen.
„Also kenne Sie jede Ecke?“
„Vom Eingang bis hin zur letzten Ecke das Bayou.“
Sie klatschte begeistert in die Hände. Alastor hob eine Augenbraue.
„Hervorragend! Sagen Sie, hätten Sie morgen etwas Zeit mir vielleicht ein paar Ecken zu zeigen? Meine Mitbewohnerin kennt leider auch noch nicht alles, da sie erst seit einem Jahr hier wohnt, und kann mir daher nicht viel zeigen.“
Überrascht weiteten sich seine Augen und er spürte Husks giftige Blicke, ignorierte diese jedoch.
„Ist es nicht etwas gefährlich für eine so junge, hübsche Dame sich mit einem fremden Mann zu treffen, der sie sonst wohin führt?“
„Ja, schon, aber wir sind ja in der Stadt unterwegs, und dort gibt es viele Menschen. Also wenn etwas passieren sollte, kann ich einfach nach Hilfe rufen.“
Alastor lachte nun. Da hatte sie recht.
„Haha! Nicht übel, Miss Charlie, nicht übel.“
Er lehnte sich etwas mehr zurück und sah sie eine weile an, während er an seinem Drink nippte.
„Nun, meine Liebe, Ich würde mich geehrt fühlen Ihnen unsere schöne Stadt zu zeigen.“
Sie quietschte heiter auf und war kurz davor ihn zu umarmen, konnte sich aber grade noch bremsen.
„Vielen, vielen Dank, Mister Morgan!“
„Sehr gerne, Schatz! Aber nennen Sie mich ruhig Alastor. Lassen Sie uns doch am Jackson Square treffen.“
„Liebend gerne!“
Kam es gut gelaunt von ihr. Oh, wie sie sich freute! Was der Mann ihr wohl alles zeigen würde?
Charlie war so aufgeregt und konnte kaum noch still sitzen. Sie würde ein paar schöne Ecken von New Orleans sehen und hatte auch noch einen charmanten, gutaussehenden Fremdenführer.
Doch dann stand die Blonde auf.
„So, ich werde dann mal nach Hause um fit für Morgen zu sein. Welche Uhrzeit denn?“
„Gegen elf?“
„Gerne!“
Charlie verabschiedete sich auch noch von Husk und verließ nun die Bar. Als sie weg war sah der Schwarzhaarige zu Alastor.
„Was hast du vor, Al?“
Zischte der Barmann und packte den anderen am Kragen, worauf Alastor überrascht drein sah.
„Wenn du weißt was gut für dich ist, lässt du los, Husker.“
Seine Augen wurden dunkler und verengten sich scharf, während sein Lächeln sich zu einer fiesen, zahnigen Grimasse verzog. Nun bemerkte Husk seinen Fehler und lies von ihm ab. Er hatte vergessen dass der andere es hasste angefasst zu werden.
Alastor richtete seine Fliege und dann seine Brille.
„Ich werde ihr nichts tun, alter Knabe. Das habe ich dir versprochen und daran halte ich mich auch. Immerhin haben wir doch einen Deal, nicht wahr? Das einzige was ich möchte, ist sie ein bisschen kennen zu lernen und als Gentleman zeig ich ihr gerne die Stadt.“
Verwirrt sah Husk zu Alastors Schatten der mit den Schultern zu zucken schien. Sonst interessierte ihn doch sonst kein Mädchen. Was war anders als sonst?“
„Weißt du, mein Bester, ich hatte schon die Befürchtung das es nach meinem fang gestern langweilig wird. Zum Glück hat sich das nun Erledigt.“
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