»»————- Say so ————-««

OneshotHumor, Romanze / P16 Slash
Clyde Donovan Craig Tucker Kyle Broflovski Leopold "Butters" Stoch Tweek Tweak
15.08.2020
15.08.2020
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Day to night to morning, keep with me in the moment
I'd let you had I known it, why don't you say so?
Didn't even notice, no punches left to roll with
You got to keep me focused; you want it? Say so




Craigs Gang befand sich in seinem Zimmer. Es war ein recht warmer Sommernachmittag und die fünf Jungs, Clyde, Token, Jimmy, Tweek und Craig, hingen über ihren Schulbüchern. „I-I-Ich ha-hasse diese blö-blö-b-b-blöde Aufgabe. Sch-Scheiß Spasti Lehrer.“ Sprach Jimmy auf und die anderen stimmten zu. „Wer hat schon Lust all diesen blöden Müll zu lesen. Geschichte ist scheiße. Ich will viel lieber Football spielen.“ Clyde schlug sein Buch zu und begann weiter zu meckern. Auch Tweek sah nun von dem ewig lang scheinenden Text auf und blickte in die frustrieten Gesichter seiner Arbeitsgruppe. Er war mehr als froh, dass seine Gruppe tatsächlich arbeitete und nicht wie in Stans Gruppe, Kyle alles machte und am Präsentationstag den anderen schnell einen Zettel gab, damit sie was sagen konnten. Tweeks Augen wanderten zu Craig, welcher sein Meerschweinchen Stripe in seinem Schoß hatte und es liebevoll streichelte. Als ihre Blicke sich trafen blickten sie sich intensiv an, bis Tweek schließlich wieder in sein Buch schaute. Er stöhnte genervt auf. „Alles gut?“ fragte Token, welcher auf dem Boden neben Craigs Bett saß, worauf sich die Beiden anderen befanden. „J-Ja, alles Bestes!“ Tweek kritzelte mit seinem Stift auf die Seite und malte Craigs Mütze unter den Text. Er war genervt. Er mochte Craig und er war sich zweihundert Prozent sicher, das Craig ihn auch mochte, immerhin sagten dies Clyde, Token, Jimmy, Bebe, so ziemlich jeder halt. Außer Craig selbst. „Anderes Thema als die scheiß Texte über Antikes Griechenland… Tweek!“ „GAH!“ Der angesprochene schreckte kurz auf. „Wie siehts denn aus mit deinem großen Auftritt für die Theater-AG?“ Clyde grinste doof bei der Frage und Tweek wurde nervös. „J-Ja, ich hab a-a-auch davon ge-gehö-gehört.“ Craigs Interesse wurde geweckt und er setzte Stripe zurück in den Käfig auf seinem Nachttisch, in dem er hauste. „Wie Auftritt?“ fragte er und sah nun, wie die anderen Tweek eindringlich an. „Tweek und die anderen zwei Jungs aus der Theater-AG sollen was spezielles Aufführen, vor dem großen Auftritt der Mädels, die ein Stück geschrieben haben.“ „Ja, wir performen e-einen Song. Zu-Zusammen mit Kyle und Butters.“ Sagte er und hoffte inständig, dass die anderen ihn endlich in Ruhe lassen würden. „Cartman läuft schon überall rum und sagt es wäre eine Performance von drei Schwuchteln. Er nennt es den Schwuchtelvorfick.“ Alle verdrehten die Augen, nicht glaubend, wie dumm Cartman sein konnte. „Das klingt dümmer als alles, was er je im Unterricht gesagt hat.“ Bemerkte Token ungläubig, wie dumm der Junge scheinbar geworden war. „Wir gucken uns das an, oder?“ fragte Clyde in die Runde. „NEIN! GRAH! Bloß nicht! Bitte nicht!“ bat Tweek, aber er stieß auf taube Ohren. „Ach komm, wir haben dich doch noch nie was spielen gesehen.“ „Token, nein!“ „A-Ach komm. Me-meine Co-co-co-comedyperformance habt ihr j-ja auch gesehen.“ „ABER DU BIST GUT! I-Ich bin gr-grauenvoll!“ „So schlimm wirst du schon nicht sein. Wann ist das?“ fragte Craig nun auch und wartete auf eine Antwort. Tweek stöhnte genervt auf. Er konnte nicht glauben, dass seine Freunde tatsächlich seinen Auftritt sehen wollten. „Ende des Monats.“ Sagte er geschlagen. „Dann ist es beschlossene Sache. Wir schauen uns das an.“ Sagte Craig zufrieden und widmete sich wieder Stripe. „Hurra!“ „NEIN!“



Day to night to morning, keep with me in the moment
I'd let you had I known it, why don't you say so?
Didn't even notice, no punches left to roll with
You got to keep me focused; you want it? Say so




“Dann werde ich wohl das Beste daraus machen müssen.” Dachte Tweek sich und begab sich wieder auf Position hinter Kyle und Butters. Theater-AG-Leiter Mister Mackey, sprach mit den Mädchen. Er hatte den Jungs komplett freigestellt, was sie aufführen wollten und kümmerte sich eher um die Mädchen, damit ihr selbstgeschriebenes Stück wirklich gut wurde. Er hatte volles Vertrauen, das Kyle, als stellvertretender Leiter, dafür sorgte das der Auftritt der Jungs gut wird. Tatsächlich gab es nur Tweek, Kyle und Butters in der AG. Alle anderen waren Mädchen. Das störte die drei aber nicht, da sie viel Spaß zusammen hatten und gerne auch mal Impro übten, wenn sie Zeit während der AG-Zeit hatten. Tweek war so in Gedanken versunken, dass er gar nicht gemerkte hatte, dass die anderen Beiden sich bereits hingesetzt hatten und ihn verwirrt ansahen, da er immer noch tanzte. „Eh, Tweek?“ „Oh! Argh! Sorry!“ sagte er und setzte sich schnell zu den anderen. „Also Butters und ich finden das Lied doch nicht so gut. Uns gefällt nicht, dass unsere Stimmen nicht passen und die Choreografie sieht auch komisch aus.“ Begann Kyle zu erklären und Butters stimmte zu; „Genau. Wir suchen nach einem neuen Song, der einfach dazu passt und auch zeigt, was für eine Gute Laune in dieser AG herrscht!“ Die drei holten ihre Handys raus und schauten durch ihre ITunes und Spotify Playlists. Einige Minuten verstrichen in denen sie immer mal wieder einen Song anhörten und ihn dann doch ausschlossen. Schließlich zeigte Tweek sein Handy dem Rothaarigen. „Doja Cat, Say so. Mhm, dann lass mal hören Tweek.“ Der Blonde tat wie gesagt und die drei hörten sich das Lied an. Beim zweiten Mal stimmte Kyle zu, dass der Song gut passen würde. „Dazu können wir was machen. Ich habe schon voll gute Ideen!“ Butters sprang freudig auf und begann bereits einige Tanzschritte zu probieren. „Ist da wohl irgendein Hintergedanke bei?“ fragte Kyle und stieß dem Blonden in die Rippen.
„W-Was?! Nein! Argh! Wer behauptet denn sowas?!“ „Deine Reaktion.“ Erwiderte der rothaarige Jude nüchtern und begann zusammen mit Butters zu lachen. „Als ob Craig und du immer noch nichts am Laufen habt!“ Tweek stieg die Röte ins Gesicht. War das alles so offensichtlich, dass sogar Butters ihn ärgern konnte. „Ich glaube wir müssen aber erstmal den Text aufteilen, wer was singt.“ „Stimmt. Also den Chorus sollten wir alle zusammen singen, wie im Lied. Und dann den ersten Vers sollte…“ Die drei stürzten sich in die Arbeit und waren so motiviert wie noch nie. Sie bekamen gar nicht mit, wie Craig die schweren Türen zum Auditorium aufstieß und sich in die Mitte der vielen Sitze setzte, bis Mister Mackey aufsprach. „Mhm, Hallo Craig, mkay. Willst du an der AG teilnehmen?“ fragte er und Tweek blickte schockiert zu den Sitzen, wo der Schwarzhaarige lässig saß und ihn anzustarren schien. „Nein, bin nur hier aus persönlichen Gründen.“ Sagte er und Mackey ließ ihn einfach machen. Tweek hingegen hätte ihn gerne ausgeschmissen. „Ist ja sowas von nicht offensichtlich.“ Flüsterte Kyle Tweek zu und grinste dabei. „S-Sei leise!“ flüsterte er und die drei arbeiteten weiter an ihren Tanzschritten. Tweeks Gedanken waren aber nicht wie sonst zu einhundert Prozent bei seinen Kollegen und seiner Aufgabe, sondern bei dem Schwarzhaarigem mit den dunkelblauen Augen, die ihn so intensiv anstarrten. Gegen Ende der Stunde sprach Kyle die Beiden nochmal an; „Wir sollten in die Gruppe schreiben, für alles weitere. Grade was die Outfits angeht.“ Tweek sah an sich runter und wusste er könnte nicht mit seinem falsch geknöpften Hemd auftreten. Dann würde er sich erstrecht zum Idioten machen. Also mehr als ohnehin schon. „So Kinder, Zeit nach Hause zu gehen, Mkay!“ kündigte Mackey an und alle machten sich daran ihre Sachen zu packen. Tweek tat dies auch und als er auf den Schulflur trat wartete dort ein fast zwei Meter großer, schwarzhaariger Craig Tucker, der ihn emotionslos, wie er meist aussah, anschaute. „W-Was machst du hier?“ fragte Tweek und umklammerte die Gurte seines Rucksacks. Sonst lief Craig immer nur montags und freitags mit ihm. „Musste noch was erledigen und habe dann halt beschlossen bei dir vorbeizuschauen.“ Die Beiden begannen zum Ausgang zu laufen, während Tweek noch einige der Mädchen hören konnte, die über Craig sprachen und wie sehr sie auf ein Date mit ihm hofften. Wenn die nur wüssten, wie sehr er dies auch wollte. „I-Ich muss aber arbeiten heute, okay?“ Craig zuckte nur mit den Schultern und sagte ihm, dass dies kein Problem sei, er wollte sowieso die neuen Iced Coffees von Tweek Bros. probieren.
Tweek verdrehte die Augen. Wie viel Glück konnte eine Person haben, fragte er sich und fragte sich auch, ob Craig wusste, wie sehr er ihn manchmal quälte. Er mochte es schon generell nicht, wenn seine Freunde in den Laden kamen, wenn er grade arbeiten musste, da sie ihn extra nervten, aufgrund seiner Arbeitskleidung, oder sie bestellten absichtlich falsch, um sich dann zu beschweren. Auch wenn letzteres eigentlich nur Cartman machte, um ihn richtig zu nerven. Im Laden angekommen grüßte er seine Eltern, Craig tat es ihm gleich, und verschwand ins Lager, um seine Schürze anzuziehen. Er musste nun solch eine Schürze wie seine Mutter tragen, da sein Vater dachte es wäre schick. Kaum war er fertig schnappte er sich seinen Notizblock samt Stift und begann Bestellungen aufzunehmen. Er kam schließlich bei Craig an, welcher sich ganz entspannt ganz hinten im Laden hingesetzt hatte und dort scheinbar Hausaufgaben erledigte. „W-Was willst du?“ „Hey, das ist nicht die Standard Ansprache.“ Grinste Craig dreckig und Tweek stöhnte genervt auf. „W-Willkommen bei Tweek Bros., darf ich ihre Bestellung aufnehmen?“ Beim Arbeiten und in der AG hatte Tweek nicht mehr so viele Probleme mit dem Nervös sein, er fühlte sich dann wohl genug und konzentrierte sich, damit er nicht komisch auf die Gäste wirkte. „Mhm. Zwei Iced Coffee. Einer bitte mit einem extra Schuss Karamell.“ Verwirrt notierte Tweek dies und gab die Bestellung an seine Eltern weiter. Diese bereiteten die Getränke zu und er brachte diese mit seinem Tablet an die Tische. Nach ein paar Minuten konnte er auch Craig seine bringen und stellte die zwei kalten Becher vor das Buch, welches der junge Mann vor sich liegen hatte. „Hier bitte.“ „Danke. Der eine ist für dich. Trink den einfach, wenn du grade nichts zu tun hast. Geht auf mich.“ Tweek grinste und bedankte sich. Im Verlauf der nächsten paar Stunden unterhielten sie sich immer mal wieder, wenn Tweek nichts zu tun hatte, was seine Eltern entzückt beobachteten. „Sie sind so süß, Schatz.“ „Und so schwul.“ Fügte Richard Tweek hinzu und tat so, als würde er sich eine Träne aus dem Auge wischen.



It's been a long time since you fell in love
You ain't coming out your shell, you ain't really been yourself
Tell me, what must I do? (Do tell, my love)
'Cause luckily I'm good at reading
I wouldn't bug him, but he won't stop cheesin'




Abends, als er in seinem Zimmer war, dachte Tweek nach. Craig verhielt sich ein wenig seltsam in letzter Zeit. Tweek war sich dreihundertprozentig sicher, dass Craig ihn mochte. Einfach jeder sagte ihm dies und sein Verhalten war doch auch eindeutig, oder? Er atmete genervt aus und drehte sich auf den Rücken und ließ seinen Kopf vom Bett hängen. Natürlich gab es immer diese kleine Möglichkeit, dass alle Craigs Verhalten falsch interpretierten, aber war das wirklich der Fall? Er wollte nicht zu viele Gedanken daran verschwenden, da er der Meinung war, wenn Craig etwas von ihm wollte, dann würde er das schon sagen. Tat er doch sonst auch immer, wenn er zum Beispiel Hausaufgaben oder sowas brauchte. Entschlossen nicht mehr weiter an Craig denken zu wollen, stand er auf und setzte sich an seinen Schreibtisch. Dort malte er weiter an einem Bild, an dem er schon länger arbeitete. Der Blonde vertiefte sich in seine Arbeit und war froh mit dem simplen Bleistift eine Landschaft zu skizzieren. Dabei hörte er den Song, den er in wenigen Wochen vor der Schule vorführen würde. Nervös legte er den Stift nieder und blickte aus dem Fenster über seinem Tisch. Was wohl all diese Leute denken würden. Immerhin sind dann dort ja auch Eltern. Und all seine Mitschüler. Darunter auch Craig und seine anderen Freunde. Er atmete zittrig aus und fuhr sich durch die blonden Haare. Er dachte über all die Beleidigungen nach, die sie ihm an den Kopf werfen könnten, an all die Hänseleien, die ganzen Sprüche, alles Mögliche. „Fuuuuck…“ Er atmete nochmal tief ein und aus. Sein Handy gab ein Geräusch von sich, was den Blonden kurz aus seinen Gedanken riss. Neugierig öffnete er seine Messenger Dienst und sah die neuen Nachrichten in der Theatergruppe von ihm und den anderen beiden Jungs.

Kyle: Hey, habe mir ungefähr ausgemalt, was wir tragen könnten. Vielleicht sollten wir uns dann vorher einmal Treffen in der Mall und uns Klamotten besorgen.

Butters: Klingt supi! Ich freu mich. Was hast du dir den Vorgestellt?


Kyle schickte daraufhin einige Bilder in die Gruppe von Boybands. In den meisten Fällen waren es simple Styles die einfach nur Skinny Jeans und verschiedene Oberteile beinhielten. Tweek fand das nicht schlecht.

Kyle: Also, jeder trägt schwarze Skinny Jeans, ob mit Löchern oder nicht ist mir egal, müsst ihr entscheiden. Für die Oberteile sollten wir jedem eine Farbe zuordnen und dann nehmen wir ins in dieser Farbe.

Tweek: Klingt super, welche Farben für wen?


Butters: Also ich würde hellblau nehmen. Das trage ich ja eh meistens :)

Kyle: Ich wollte Orange nehmen und für dich hätte ich ein dunkles Grün gedacht. So wie die Hemden die du sonst trägst.

Butters: Dann lass uns am Samstag in die Mall und was aussuchen. Hoffentlich wird das so eine „Girls just wanna have fun“ Sache!


Tweek verstand nicht hundertprozentig was Butters meinte, aber es war ihm egal. Der junge Stotch schlug dann noch vor eine Art Flyer zu machen, damit Leute auch wirklich von ihrem Auftritt vor den Mädels erfuhren, da das Stück natürlich mehr Aufmerksamkeit bekam in Form von Postern, Aufrufen zum Kartenkauf und so weiter. Kyle bat Tweek um ein Design, da er von Tweeks künstlerischer Ader gehört hatte und glaubte, dass er das perfekt hinbekommen könnte. „ARGH! Wieso denn ich?!“ stöhnte er, aber stimmte zu. Also legte er seine Landschaft beiseite und setzte sich an das leere Blatt Papier. Er überlegte lange und hart. Sein Kopf schien nun wie leergefegt und er beschloss einfach den Song erneut anzumachen und hoffte das die Inspiration ihn dann finden würde. Er dachte nach und nach und der Song lief auf Dauerschleife. Ein Vorteil hatte er dadurch, immerhin konnte er so seinen Vers lernen. Sein Bleistift tippte unaufhörlich auf das Holz seines Schreibtisches, während der Rest seines Körpers zum Lied sich bewegte. Tweek fragte sich ob seine Eltern wohl sauer sein würden, wenn er weiter laut Musik spielte und nur doof seinen Bleistift auf das Holz prallen ließ. Er blickte auf seine langen Finger, welchen den Stift hielten und ihm kam eine Idee. Der Blonde skizzierte grob drei Figuren, die Kyle, Butters und ihn darstellten und darüber schrieb er „If you want it…“. Unter die Figuren schrieb er in dicken Buchstaben „Say so!“. Danach arbeitete er seine Skizze aus, bis man die drei auf einem pinken Hintergrund erkennen konnte, wobei Tweek ihnen eher simple, aber niedliche Gesichter gab. Jeder von ihnen nahm eine andere Pose ein, wobei aber alle Blicke und ein Zeigefinger von jedem auf den Betrachter des Flyers gerichtet waren. Er fügte auch einige Glanzeffekte und Sterne ein. Als er selbst zufrieden mit seinem Werk war schickte er den ersten Entwurf in die Gruppe und fragte nach Meinungen. Kyle und Butters sprachen sofort ihre Begeisterung aus. Kyle schrieb auch, dass wenn Tweek ihm den fertigen Entwurf bald gab, so könne er die schon bald zum Kopieren und Drucken den Lehrern geben könnte. Tweek versprach ihm das fertige Bild morgen und Englisch zu geben, wofür der Rothaarige sich bedankte. Der Blonde machte sich also weiter an die Arbeit, konzentriert darauf dieses Projekt perfekt auszuführen.
Als er endlich mit dem Werk fertig war zeigte sein Handy zwei Uhr morgens an und der junge Künstler beschloss es war wirklich Zeit ins Bett zu gehen. Er schloss sein Handy an sein Ladekabel an, zog sich um und lag noch eine kurze Weile wach, während er über seinen bevorstehenden Auftritt nachdachte.



And we can dance all day around it
If you frontin', I'll be bouncing
If you want it, scream it, shout it, babe
Before I leave you dry




Kyle, Butters und Tweek standen nervös vor dem Lehrerzimmer, wo sie darauf warteten, dass Mister Mackey ihnen ihre Flyer gab. Tweek bis sich auf seiner Lippe rum, eine Angewohnheit die er sich vor ein paar Jahren angelacht hatte. „Also, heute die Flyer und morgen die Mall?“ fragte Kyle in die kleine Runde und Tweek nickte. „Vielleicht sollten wir heute nochmal den Song proben. Also den Gesang. Ich habe geübt, aber ich würde gerne von euch hören, wie ich klinge.“ Fragte Butters nervös und fummelte an seinem Hemd rum. Kyle und Tweek stimmten zu und sprachen ihm Mut zu, dass er eine gute Stimme hatte und wahrscheinlich am Besten klang. Kyle hatte keinen eigenen Vers, den hatten sie Tweek zugeteilt, auch wenn dieser nur widerwillig zugestimmt hatte. Jener übte natürlich auch akribisch und seine Eltern hatten ihm gesagt er klingt gut, aber das sagten seine Eltern eigentlich bei allem. Schließlich öffnete sich die Tür des Lehrerzimmers und Mister Mackey trat wieder zu den dreien, die ihm ihren wichtigen Auftrag gegeben haben. „So, hier sind eure Flyer, Mkay. Ist ein schönes Design Tweek, wirklich schön. Wird sicher einige Leute anlocken.“ „Das soll es ja.“ Sagte Kyle und alle musste kurz lachen. „Vielen Dank für ihre Hilfe!“ Butters nahm ihm die Flyer aus Mackeys Armen und schaute fast schon verliebt auf sie runter. „J-Ja. Vielen D-Da-Dank!“ „Kein Problem Jungs. Schönen Rest vom Tag euch noch, Mkay!“ Die drei verabschiedeten sich von dem Lehrer und Butters gab den anderen Beiden einen Teil der Papiere. „Na dann! Frohes Verteilen. Wir treffen uns nachher im Auditorium!“ rief Kyle und sprintete fast schon den Gang runter. „Frohes Verteilen Tweek. Hey! Hey Heidi, ich hab hier was für dich!“ Zu sehen, wie seine Kollegen so viel Arbeit in ihr kleines Projekt steckten erfüllte den Blonden mit Zuversicht und Motivation, also machte er sich auch daran Flyer zu verteilen und an den Pinnwänden aus Kork, welche immer mal wieder an den Wänden zu finden waren, welche zu Pinnen. Nachdem er schon die Hälfte seiner Flyer verteilt hatte, erblickte er seine Freunde im Gang in der Nähe ihrer Spinde. „H-Hey T-T-Tweek. Wi-Wir haben d-d-di…dich beim L-Lunch vermi-misst.“ Grüßte ihn Jimmy und auch die anderen sahen nun zu ihm. „S-Sorry. Ha-Hatte was zu erledigen.“ Sagte er und gab nun auch seinen Freunden einen Flyer. Die Vier steckten ihre Köpfe zusammen und inspizierten das Blatt haargenau. „WOW. Tweek das sieht toll aus. Das hast du gemalt?“ fragte Clyde und sein Blick wechselte ungläubig von Tweek zu seinem Bild. „J-Ja…“ gab er nervös zu und ihm stieg eine Röte ins Gesicht. „Sieht klasse aus. Gib uns ein paar, dann verteilen wir die auch. Man, die sehen Klasse aus!“ Tweek gab Token ein paar Flyer und auch Jimmy nahm einige, um sie bei den Kindern mit besonderen Bedürfnissen später zu verteilen. „D-Danke Leute! Ich muss a-aber weiter. Mehr verteilen.“ Clyde, Token und Jimmy nickten zufrieden, und Tweek wollte schon weiter, bis Craig endlich was sagte; „Wann hast du heute Frei und wo?“ Tweek antwortete ihm, während er weiterlief und rief durch den Gang: „S-Sorry. H-Heute is Probe!“ und war dann bereits verschwunden.
„Ohhh…Du wurdest abserviert!“ lachte Clyde und erntete dafür einen Mittelfinger von Craig. „Nein? Ich habe nur gefragt. Wie Freunde das so machen, ich laufe ja immer mit ihm freitags.“ Craig schaute auf seine Uhr und sah, dass er sich langsam auf den Weg zu seiner letzten Stunde für heute machen musste. „Siiicher. Du verarschst hier niemanden.“ Auch Token bekam nun einen Mittelfinger und Craig wollte schon loslaufen, aber er schnappte sich schnell einen der Flyer, bevor er sich auf den Weg machte. „Das nehme ich.“ Sagte er und lief los. „Hey warte, ich muss mit dir zu Sport. Craig!“ Clyde sprintete verzweifelt hinter ihm her und klang als würde er fast heulen. Als er endlich Craig eingeholt hatte, schaute dieser sich den Flyer an. „Du solltest ihm vielleicht sagen, dass du ihn magst, wenn du nicht willst, dass er das Interesse verliert. Oder schlimmer noch, bevor er wen anderes findet.“ Der Schwarzhaarige verdrehte die Augen und steckte das Blatt Papier in seinen Rucksack. „Kein Plan was du meinst.“ Nun verdrehte Clyde die Augen. „So offensichtlich. Meine Güte, Craig, er wird nicht ewig dieses dumme Spiel mit dir spielen.“ Die beiden betraten die Kabinen der Männer, um sich für Sport umzuziehen. „Welches Spiel?“ „Ach komm. Ihr starrt euch an, das wird dann komisch, ihr sitzt IMMER zusammen, wenn es geht.“ Craig zuckte mit den Schultern und zog sich sein Hemd über den Kopf. „Du machst jedes Projekt mit ihm zusammen, du läufst immer mit ihm nach Hause, du hängst immer im Tweek Bros. rum und du lehnst jede Date Anfrage von jeder Süßen hier an der Schule. Also bitte. Du machst dich lächerlich, wenn du es nicht mal vor deinen Freunden zugibst. Wir haben dich alle durchschaut.“ Der Schwarzhaarige hielt kurz inne, drehte sich zu Clyde und verzog das Gesicht. „Dude. Vielleicht solltet ihr euch nicht so viele Gedanken darum machen, was ich mache, wenn es euch so stört das die Mädels mich fragen. Seid ihr Eifersüchtig, ist es das?“ „Nein! Also vielleicht. Ein bisschen. Aber ernsthaft…“ Die Beiden schlossen ihre Spinde und liefen raus aufs Feld, um dort anzufangen zu rennen für das Aufwärmtraining. „Spiele nicht so viel mit ihm. Irgendwann wird er nicht mehr mitspielen. Und dann ist deine Chance vorbei.“ Craig dachte kurz nach und sah Clyde etwas freundlicher an. „Wie du meinst, Clyde.“ So liefen die Beiden weiter ihre Runden, bis sie schließlich spielen mussten. Craig hätte Tweek heute gar nicht begleiten können, denn Clyde hatte sich erstmal während des Footballspiels verletzte und Craig musste ihn nach Hause fahren. Nicht das es ihn störte, schließlich war der Braunhaarige sein bester Freund und er half ihm gerne.
Zur selben Zeit, in einem anderen Teil der Schule, standen Tweek, Butters und Kyle auf der Bühne und übten ihren Gesang. Tweek tat sich sehr schwer mit einigen der Lyrics und Kyle merkte dies. „Hey, du musst vertrauen in dich haben. Sonst bist du doch auch selbstbewusster?“ stellte er in Frage und sah den Blonden irritiert an. „Naja. D-Das ist die erste Aufführung die sich mei-meine Freunde anschauen. Das macht mich nervös!“ gestand dieser und stellte sich seine Freunde in den leeren Sitzreihen vor ihm vor. „Echt? Überrascht mich. Ich habe Craig schon öfter Karten kaufen sehen.“ gab Butters dazu, der ein paar Dehnübungen machte, während Tweek übte.
„WAS?!“ Tweeks Kopf schnellte nach hinten, um in unschuldig dreinblickende, babyblaue Augen zu blicken. „Ist doch egal. Cartman kommt zu jeder einzelnen Aufführung, nur um sich darüber lustig zu machen. Kenny und Stan kommen auch immer. Genauso meine Eltern. Soll ich dir sagen was mir hilft?“ Tweek nickte und schaute Kyle gespannt an. „Ich nehme mir vor perfekt zu performen, nur um sie alle zu beeindrucken. Ich stelle mir vor ich würde Cartman besiegen, wenn ich alles perfekt vorführe. Das ich sein fettes Schweinegesicht unter meinen Schuhen zerquetsche mit jedem Schritt, den ich tue.“ Kyles Hand wurde zu einer Faust und er sah wirklich entschlossen aus, was den Blonden doch sehr beeindruckte. „Stell dir einfach vor, was du erreichen willst und das die Aufführung dir dies ermöglichen kann.“ Ergänzte Butters und legte gekonnt einen Spagat hin. Tweek war schon immer beeindruckt wie gelenkig Butters war. Er war ein unglaublicher Tänzer Tweeks Meinung nach. „Das wird wohl zu machen sein.“ Antwortete er auch schließlich verträumt. „Willst du etwa das Craig dich endlich um dein Date bittet?“ „WAS?!“ „Kyle, schau wie rot er wird.“ „W-Werde ich nicht!“ Tweeks Hände schossen zu seinem Gesicht, um die Röte darin zu verstecken. „Ach na komm. Ich habe ein paar Ideen wie du deinen Vers vielleicht besser hinbekommst.“ Tweek ließ sich von Kyle leiten und bemerkte tatsächlich, wie er sich etwas selbstbewusster und minimal weniger nervös fühlte.



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Samstagmorgen. Etwas unbehaglich saß Tweek am Frühstückstisch mit seinen Eltern und überlegte, wie er fragen sollte. Er blickte dabei immer wieder auf seine Handyuhr und er wusste, er könnte nicht ewig hier sitzen. „Dad. Kann ich mein Geld früher haben? Ich gehe heute in die Mall mit ein paar Freunden, um K-Klamotten für die Aufführung zu kaufen.“ Richard Tweek, der grade einen Schluck seines Kaffees nahm, blicke über den Rand der Tasse zu seinem Sohn hin. Auch seine Frau schaute den Blonden eindringlich an. „Na klar. Mein kleiner homosexueller Sohn soll doch wie ein Stern auf der Bühne funkeln!“ In diesem Moment bereute Tweek wieder, dass er seinen Eltern von seinen Schwärmereien erzählt hatte. Seither waren sie immer besonders freundlich zu Craig, wenn sie bei Tweek lernten, weshalb er auch niemanden mehr mit hier hernahm, und ärgerten ihn damit. „Weißt du, vielleicht sollten wir ihm mehr geben…“ flüsterte seine Mutter seinem Vater zu und dieser Stimmte mit der Aussage, „Vortreffliche Idee.“, zu. Er zückte seine Brieftasche und gab Tweek seine Kreditkarte. „Hol dir was Schönes, du kleiner Star!“ sagte er und Tweek konnte es nicht glauben. Er dachte er würde nur sein Gehalt bekommen und vielleicht etwas Taschengeld. „W-Wieso?“ fragte er und war sich sicher… Die Unterhosenwichtel mussten seine Eltern ausgetauscht haben. „Na weißt du… Wir haben mittlerweile recht viel Geld. Unser Laden läuft super, und du hilfst immer mit. Und gleichzeitig hast du eine Leidenschaft. Das Theater!“ Sein Vater stand auf und lief zu seiner Mutter, welche er seine Hände auf die Schultern legte. „Als ich jung war, hatte ich auch eine Leidenschaft. Den Sport. Deine Mutter war eine schöne Cheerleaderin und ich hätte damals alles gegeben, damit  mein Vater mir ein schickes Jersey kauft, um sie zu beeindrucken. Und weißt du… wirklich wichtig bei all dem ist…“ Er setzte sich wieder und begann wieder zu Frühstücken. Tweek erkannte das dies wieder eine dieser Geschichten war, die seine Eltern nicht beenden würde. In all den Jahren, die sie dies schon taten, war das bereits gewöhnt. Er blickte wieder auf die Uhr und bemerkte, dass er sich auf den Weg machen sollte. „Ich muss los. Ich will die anderen nicht warten lassen. Danke für das Geld und euer Vertrauen.“ Sagte Tweek, während er die Karte seines Vaters in sein Portemonnaie steckte und seinen Rucksack aufsetzte. Er küsste seiner Mutter noch auf die Wange, wie er es oft tat und verschwand aus der Tür. Draußen schnappte er sich sein Fahrrad und machte sich auf den Weg zur Mall. Leise summte er den Song und radelte quer durch South Park, um schließlich bei der Mall anzukommen. An den Fahrradständen standen bereits die anderen Beiden und unterhielten sich. „Hey Tweek!“ grüßte Butters und die Beiden winkten ihm zu, während er sein Rad abstellte und abschloss. Der Blonde begrüßte die Beiden und sie begaben sich zusammen in die Mall. Nicht lange und Kyle beschloss Tweek in Butters und sein Gespräch vom vorherigen Abend einzuweihen. „Tweek… Das ist nicht böse gemeint oder so, aber Butters und ich haben viel gesprochen gestern Abend und dachten, vielleicht sollten wir dir helfen deinen Stil zu finden. Dein jetziger ist…irgendwie…“ Kyle verlor seinen Faden und suchte verzweifelt nach den passenden Worten. „Wir dachten, dass du vielleicht mit neuen Klamotten Craig beeindrucken kannst. Also…was sagst du?“ sprang Butters dann ein und Tweek überlegte. Er sah an sich runter und er empfand schon länger das die Hemden ihm nicht halfen. Er hatte manchmal Probleme sie richtig zu knöpfen, was ihn dann seltsam aussehen ließ und seine Jeans, waren auch nicht unbedingt das wahre. „Gerne. Ich glaube ihr könntet mir ne Style Beratung geben.“ Sagte er nervös und hoffte auf das Beste. Butters grinste breit und rief: „Yippie! Du bekommst ein Makeover!“ Kyle und Tweek sahen ihn verwirrt an. „Na ein Makeover, wie in den…Ach egal! Lasst uns einfach Spaß haben!“ proklamierte er dann und die Beiden anderen ließen sich von ihm mitreißen. Die Drei besuchten Laden um Laden und suchten Kleiderstange für Kleiderstange ab. Kyle und Butters schickten Tweek viel anprobieren und vieles gefiel den Beiden auch, aber Tweek kaufte nicht alles. Er wollte nicht übertreiben. Wenn jedoch etwas im Angebot war, konnte er nicht widerstehen. Auch nicht einer Lederjacke, die er eigentlich sonst nie anprobiert hätte, hätten seine Kollegen ihn nicht ermutigt. Als er sie anprobierte, liebte er jedoch das Gefühl und wie sie an ihm aussah. Etwas Zeit verstrich und die Drei suchten noch einige Zeit, bis jeder ein Oberteil für ihren Auftritt gefunden hatte. Tweek war sehr nervös was seines Betraf, aber Kyle und Butters sprachen ihm gut zu. Zum Abschluss ihrer Shoppingtour, wobei alle drei einige Tüten angesammelt hatten, beschlossen sie sich bei einem Getränkestand in der Mall etwas zu holen. Geduldig standen sie an und unterhielten sich angeregt. Tweek hatte noch nie gemerkt wie viel Spaß er auch mit den Beiden außerhalb der Arbeitsgemeinschaft haben konnte. Er fragte sich, warum er noch nie vorher mit den Beiden richtig was unternommen hatte, denn er hatte wirklich viel Spaß, erstrecht, da sie Theaterinsider hatten. Als die drei endlich ihre bestellten Köstlichkeiten bekamen, liefen sie weiter und bald schon, erinnerte sich Tweek, warum er so wenig Zeit hatte. Er arbeitete im Laden und... Hatte ja noch andere Freunde. Welche grade zufällig an einem Tisch im Food Court saßen. Craig saß dort mit Clyde und Token. „Willst du Hi sagen?“ fragte Kyle, als er auch die drei erblickte. „Ne, hab grade nicht so Lust. Ich bin mit euch hier unterwegs.“ Sagte er. Er war gespannt wie die anderen darauf reagieren würden, Wenn der Außenseiter schlecht hin, Tweek Tweak, mal mit wem anderes rumhängen würde als Craigs Gang. Nervös lief er weiter mit Kyle und Butters an seiner Seite, sich unterhalten und Schlücke von ihren Getränken nehmend. Als sie an dem Tisch vorbeikamen, winkte Tweek ihnen nur zu und lächelte freundlich, während er weiter Butters Erzählung über sein Sommercampjob zuhörte. Für einen kurzen Moment trafen die dunkelblauen Augen des schwarzhaarigen Anführers seine eigenen und ihn durchfuhr ein kurzer Schauer. Tweek lächelte trotzdem weiter und wand sich von ihnen ab, um mit den anderen weiterlaufen zu können.
„EISKALT!“ brüllte Clyde und tat geschockt. Token musste Lachen und äffte dann Craig nach, welcher grade noch mit absoluter Sicherheit gesagt hatte, das Tweek sich sicher zu ihnen setzen würde. „Man hatte Tweek viele Tüten. Der war mal fett shoppen!“ bemerkte Clyde dann und nahm einige Pommes, welche dann in seinem Mund verschwanden. Er hatte sich von der Trainingsverletzung einen verstauchten Knöchel zugezogen und hatte Craig gebeten ihn heute in die Mall für Snacks und Spaß zu fahren. Jener verdrehte genervt die Augen, aufgrund des Verhaltens seiner Kumpanen. „Ja, dann hängt er halt mit wem anderes rum. Ist doch okay. Er ist seine eigene Person.“ „Awwww, ist da jemand eifersüchtig?“ „Nein. Ganz sicher nicht, Clyde!“ giftete Craig zurück. Er stand auf und nahm seine Schlüssel. „Ich gehe. Einem wird hier immer nur komischer Scheiß unterstellt.“ Token und Clyde lachten darüber für einige Zeit und machten sich über den Eifersüchtigen Schwarzhaarige lustig, bis… „Moment mal. Wer fährt mich denn jetzt nach Hause?“ fragte Clyde und sah Token an, der sich nun ärgerte, nicht daran gedacht zu haben. „Ist ja gut. Ich fahre dich.“
Craig selber saß frustriert in seinem Auto. Hatten die anderen recht und Tweek würde bald das Interesse an ihnen verlieren? Dieser Gedanke machte ihm Angst. Eine Menga Angst sogar.



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Didn't even notice, no punches left to roll with
You got to keep me focused; you want it? Say so (Yeah)




Am Montag regnete es und Tweeks Mutter beschloss ihn zur Schule zu fahren, da sie sowieso zum Laden fuhr und das nur ein kleiner Umweg war. So saßen sie im Auto und lauschten dem Radio, bis seine Mutter die Stille unterbrach; „Deine neuen Klamotten sehen toll aus, Spätzchen. Du wirst sicher jemanden damit beeindrucken!“ sprach sie und lächelte breit, wie sie es oft tat. Nervös strich Tweek sich eine seiner blonden Haarsträhnen hinter sein Ohr und bedankte sich schüchtern für ihre aufmunternden Worte. „Magst du für deine Eltern auch Karten für die Aufführung kaufen? Wir würden gerne deinen Auftritt sehen und auch das Stück von deinen Mitschülern.“ „S-Sicher. Ich schau gleich nach der e-ersten Stunde vorbei und hole euch we-welche.“ Dafür bedankte sich seine Mutter und in der Ferne sah Tweek bereits das Schulgebäude. Seine Mutter hielt in der Haltebucht für Eltern und ließ Tweek raus. Die Beiden verabschiedeten sich und Tweek machte sich daran ins Gebäude zu sprinten, damit er nicht zu nass wurde. Kaum war er im Gang fühlte er sich, als würden alle Blicke auf ihm ruhen. Er beschloss einfach weiter zu gehen, zu seinem Spind, und alle anderen zu ignorieren. Er trug heute seine eine seiner neuen Skinny Jeans, neue Vans, seine Lederjacke und ein einfaches dunkelgrünes T-Shirt darunter. Tweek wurde nervös von den Blicken, die auf ihm zu ruhen schienen und dem Getuschel. Er war sich sicher, er hatte sogar jemand „Ist das nicht Tweek Tweak?“ sagen hören. Noch ein paar Schritte und er kam endlich bei seinem Spind an. Er drehte die Kombination und öffnete ihn, um die passenden Bücher für die nächsten paar Stunden raus zu nehmen. Aus dem Augenwinkel sah er Craig und Clyde. Clydes Spind war in der Nähe von seinem, weshalb sie wahrscheinlich herkamen. Als die braunen Augen von Clyde jedoch den veränderten Tweek sahen, stürmte, soweit es die Krücken zuließen, er auf den Blonden zu. „Alter! Du siehst ja mal mega verändert aus. Ich liebe es!“ „D-Danke!“ bedankte sich Tweek und lächelte. Er hätte nicht gedacht, das sogar Clyde so beeindruckt sein würde. Sein Blick wich von dem Footballspieler zu seinem besten Freund, der sich nun auch an Clydes Seite stellte. Er trug beide Rucksäcke, vermutlich, damit Clyde einfacher durch die Schule kam. „Sieht nett aus. Man erkennt dich fast gar nicht. Zumindest siehst du nicht mehr wie ein Freak aus.“ „Kann ja nicht jeder wie ein Fuckboy aussehen…“ gab Tweek zurück und Clyde musste lachen. „OOOOOOOO! Voll erwischt.“ Sagte er und sah zwischen den Beiden hin und her. „Touché.“ Antwortete Craig schließlich und ließ seinen Blick noch einmal über Tweek wandern, welche grade seine Bücher austauschte. Auf Tweeks olivgrauem Rucksack hatten sie alle mal unterschrieben, als sie High-School angefangen haben. Clyde hatte ihm sogar einen doofen Spruch draufgeschrieben und Craig hatte einen Mittelfinger und ein Meerschweinchen gemalt. „Bist du heute Nachmittag beschäftigt?“ „D-Du meinst wegen Laufen?“ fragte Tweek und konnte nun seinen Spind schließen. Craig nickte und sah den Blonden eindringlich an. „Mhm…Ich glaube die Jungs und ich wollten heute nicht proben. I-Ich schreibe dir wenn ich es weiß. Okay?“ Craig nickte wieder, auch wenn ihm die Antwort nicht gefiehl. „Tweek!“ Butters kam auf einmal um die Ecke geschossen und lief zu dem Blonden. „Wir haben ne Freistunde. Unser Mathelehrer ist krank. Willst du zusammen die Freistunde verbringen?“ Craig würde jetzt verdammt gerne schwänzen, aber er durfte sich das nicht mehr unbedingt erlauben, also atmete er nur schlechtgelaunt aus und begann mit Clyde loszulaufen. Er hörte noch, wie Tweek Butters Vorschlag freudig zustimmte und die Beiden in die Cafeteria wollten. Sein Bester Freund neben ihm ärgerte ihn wieder. „Ohhh… Craig wird verlassen.“ „Sei leise.“ Der Braunhaarige beschloss Craig genug geärgert zu haben und hörte auf. Fürs Erste. Er war sich sicher, die Laune des Schwarzhaarigen sollte nach der dritten Stunde besser sein. Auch wenn sie das nie war.
In der Cafeteria saßen die beiden Blondschöpfe der Theaterjungs zusammen und schauten sich verschiedene Videos auf YouTube an. „Sag mal, wollten wir heute nochmal Proben oder wie s-siehts aus?“ fragte Tweek und schielte zu Butters aus dem Augenwinkel. Dieser schien kurz zu überlegen, bis er antwortet; „Nein. Kyle gibt heute Nachhilfe und kann nicht und ich muss noch ein Projekt machen. Zeit is knapp momentan.“ Lachte er steckte sein Handy weg. Tweek nickte diese Aussage ab und nahm sein Handy, um Craig zu schreiben, dass er Zeit diesen Nachmittag hatte. „i-Ich verstehe dich. Ich habe auch noch Ge-Geschichte zu machen.“ Sagte Tweek dann zu Butters und die Beiden kamen auf die Idee ihre Projekte jetzt zu erledigen. Tweeks Geschichtsprojekt, war zwar immer noch ein Gruppenprojekt, aber er wollte seinen Teil zumindest erledigt haben. Die Beiden halfen sich nach Möglichkeit gegenseitig bei den Aufgaben und hatten trotzdem immer mal wieder kurz Zeit, um Spaß zu haben. Am Ende der Stunde verabschiedeten sich die Beiden und machten sich auf den Weg zu ihren jeweiligen Kursen. Tweek würde nun Chemie, zusammen mit Token haben. Jener war auch beeindruckt von der Style Veränderung des Blonden. Der Rest des Schultages zog nur so an dem Jungen vorbei. Nach Chemie hatte er noch Kunst, in diesem Kurs war er allein, ohne seine Freunde, und nach Kunst stand er draußen an der Mauer und wartete auf Craig. Der Regen von heute Morgen hatte aufgehört, jedoch war der Himmel immer noch tief Grau und sah aus, als könnte es jeden Moment wieder regnen. Tweek wartete geduldig, bis der Schwarzhaarige endlich ankam und die Beiden loslaufen konnten. Zuerst sprachen sie über ihr Projekt und Tweek erwähnte wie viel er heute Morgen noch fertig stellen könnte. Die Beiden liefen ein ganzes Stück, bis Craig beschloss Tweek auf die Sachen anzusprechen, die die ganze Zeit schon in seinem Kopf herumgeisterte. „Du verbringst sehr viel Zeit mit Kyle und Butters.“ Überrascht und etwas irritiert schaute Tweek kurz zu Craig hoch und dann wieder geradeaus auf den Weg vor ihnen. „Ja, sie sind meine Freunde und meine Partner für den Auftritt. Ich verbringe gerne Zeit mit ihnen. Sie sind auch mit mir Einkaufen gegangen.“ Sagte er gelassen und merkte gar nicht, wie sauer Craig eigentlich war. „Und dafür schiebst du deine eigentlichen Freunde ab?“ „Was?“ „Du bist immer weg, bist nur noch bei deinen “Proben“.“ Craig sprach das Wort “Proben“ besonders sarkastisch aus uns setzte es in Anführungszeichen, was Tweek langsam sauer werden ließ. „Du gehst mit denen weg, sagst uns, deinen Freunden ab!“ Nun wurde es dem Blonden aber zu bunt. „Und? Kyle und Butters sind auch meine Freunde. D-Du hängst auch immer mit Clyde ab, ohne uns und jetzt hast du ein Problem? Ich kann mich treffen mit wem i-ich will!“ „Das mit Clyde ist was anderes.“ Die Beiden standen still und sahen sich wütend an. „W-Wie ist das was anderes?“ Craig hatte darauf keine Antwort und als er auch mit nichts kam, selbst wenn Tweek ihn fordernd ansah, wurde es ihm zu viel. „Also ich darf keine F-Freunde haben, nur weil dir es nicht passt, dass ich nicht j-jede Stunde des Tages verfügbar bin?“ Auch darauf hatte Craig keine Antwort und noch bevor er etwas antworten konnte, begann Tweek weiter zu reden. „Du bist ein Arschloch Craig Tucker. Ein richtiges Arschloch.“ Sagte er und lief weiter. Als Craig hinter ihm herwollte und seinen Namen rief, rief dieser nur, „Lass mich.“, Zurück. Frustriert kickte Craig einen Stein weg und macht sich auf den Weg nach Hause. Dort angekommen ignorierte er seine Familie und begab sich direkt in sein Zimmer, wo er sich laut Musik anmachte und begann Clyde zu schreiben. Dieser riet ihm sich zu entschuldigen, was er auch tat, nur ohne Antwort. Tweek hatte die Nachricht gesehen, dies sagte zumindest die Lesebestätigung, aber er antwortete nicht. Und dies zog sich weiter.
Bis zur Aufführung zeigte Tweek eine Seite, die Craig noch nicht kannte. Er zeigte ihm und nur ihm die kalte Schulter. Das einzige was er noch mit Craig besprach war alles für die Präsentation des Projektes, welche sie sehr gut am Ende hinbekamen. Beim Essen setzte Tweek sich an den Tisch von Kyle, Butters, Stan, Kenny und Cartman, an welchem er sehr viel Spaß zu haben schien. Sehr zum Missfallen von Craig, welcher dies alles nur angefressen betrachtete.  



Let me check my chest, my breath right quick (Ha)
He ain't ever seen it in a dress like this (Ah)
He ain't ever even been impressed like this
Prolly why I got him quiet on the set like zip
Like it, love it, need it, bad
Take it, own it, steal it, fast
Boy, stop playing, grab my ass
Why you actin' like you shy? (Hot)
Shut it, save it, keep it pushin'
Why you beating 'round the bush?
Knowin' you want all this woman
Never knock it 'til you try (Yah, yah)
All of them bitches hating I have you with me
All of my niggas sayin' you mad committed
Realer than anybody you had, and pretty
All of the body-ody, the ass and titties




Nervös lugte Tweek immer wieder durch den Vorhang und beobachtete mit Angst wie viele Zuschauer ihre Plätze einnahmen. Er spürte eine Hand auf seiner Schulter und drehte sich um zu Kyle. Dieser hatte seine Haare gestylt und sah wirklich gut aus in dem orangen Hemd mit weißem T-Shirt darunter. Tweek selbst war unschlüssig über sein Outfit. Wie besprochen trugen alle von ihnen schwarze Skinny Jeans. Nur hatte Tweeks, wie Butters auch, große Löcher und er trug Fischnetzstrumpfhosen darunter, die hoch bis zu seinen Rippen ging, und ein weitgeschnittenes grünes Croptop. Butters hatte auch ein Croptop, nur war seines Schwarz und die Jeansjacke darüber war hellblau. „Wir sehen alle top aus und liefern heute ne gute Show!“ sprach Butters allen zu und grinste breit. „H-Habt i-i-ihr kein Lampenfieber?“ fragte Tweek und blickte sich nervös um. Er drohte zu Hyperventilieren und die Beiden Jungs setzten ihn hin vorsichtig hin und gaben ihm etwas Wasser zu trinken. „Ganz ruhig. Wir tanzen einfach so wie immer und singen was wir geprobt haben. Stell dir einfach vor, es ist so, wie sonst auch. Wir sind alleine hier und machen alles. Sei ganz du selbst, du schaffst das.“ Sprach Kyle ihm gut zu und bekam von Mackey das Zeichen, das sie gleich dran sind. „Du schaffst das!“ „Ich schaff das!“ sprach Tweek sich selbst zu und stellte sich mit den anderen auf. Sie lauschten der Ansprachen von Mister Mackey, der sich für das zahlreiche Kommen bedankte und dann die Jungs ankündigte. „Vor dem großen selbstgeschriebenem Stück der Mädchen, werden die Jungs in unserer kleinen Arbeitsgemeinschaft einen Song performen, mkay. Ich bitte um einen kräftigen Applaus für Leopold Stotch, Kyle Broflovski und Tweek Tweak!“ Der Leiter räumte die Bühne und die Drei liefen durch den roten Vorhang hinaus. Der Applaus verstummte und man hörte nur kurz ein gehässiges Lachen, welches offensichtlich Cartman gehört. Dann hörte man einen kurzen Schmerzlaut, weshalb Tweek vermutete, dass Stan ihn geschlagen hatte. Nervös nahm er an Kyles linker Seite seinen Platz ein und verharrte in seiner Startposition. Die ersten Töne waren zu vernehmen und Tweek nahm noch einmal tief Luft, bevor er loslegte. Alle drei trugen kleine Headset-Mikrofone, über welche sie nun die ersten Lyrics anstimmten und dabei die ersten Tanzschritte ausführten. Dadurch, das nur die Bühne selbst beleuchtet wurde, konnte Tweek nichts wirklich im Publikum erkennen, was ihn sehr glücklich machte, da ihn dies weniger unbehaglich fühlen ließ. Er konzentrierte sich aber nun genau auf seine Schrittabfolge und sang dabei den Chorus zusammen mit Kyle und Butters. Schließlich war Butters Solopart dran, den er antrat, indem die Drei sich in eine Reihe drehten, wobei Butters natürlich dann vorne stand. Kyle und Tweek drehte sich dann auf die gegenüberliegende Seite und stemmten dort ihre Hände in die Hüften und bewegten sich leicht hin und her, während sie den Hintergrundgesang sangen. Der Hauptfokus lag aber auf Butters und Tweek war beeindruckt, wie selbstsicher er auftrat und wie großartig seine Choreografie aussah. Als der Vers des jungen Stotch beendet war tanzten sie wieder die Tanzschritte des Chorus. Der Blonde wusste, das nun er gleich nach vorne musste und sein Teil des Songs dran war. Es war wieder Zeit die Reihe zu bilden, nur diesmal mit Tweek ganz vorne und dies taten sie auch. Nun war Tweeks großer Auftritt und er war mehr als entschlossen diesen perfekt hinzulegen. Für den Anfang legte er seine Hände auf die Brust und begann zu singen. „Let me check my chest, my breath right quick. He ain't ever seen it in a dress like this!“ Seine linke Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger zeigte auf seinen Kopf und fuhr dann runter zu seiner Hüfte, während er diese hin und her bewegte. Als er „got him quiet on the set like zip“ sang, tat er so, als würde er seinen Mund wie einen Reisverschluss schließen. Danach bewegte er sich zum Beat des Songs. Schließlich drehte er sich, ging dann in die Knie und bewegte nur sein Hinterteil hoch, also beugte er sich ein wenig über, während seine Beine an den Knien immer mal wieder abwechselnd kurz nach vorne bewegten. Dabei sang er „Boy, stop playing, grab my ass.“ Butters und Kyle sangen dann in hohen Stimmen die nächste Line, bis Tweek wieder einsetzte und dabei seine Hüfte immer wieder vor bewegte. „Why you beating 'round the bush? Knowin' you want all this man.“ Sie hatten an einigen Stellen den Song etwas angepasst, damit es einfach besser klang. Wieder sangen seine Kollegen die nächste Line und Tweek atmete einmal tief ein für sein Finale. Er streckte seine Arme aus und bewegte weiter seine Hüfte.  „All of them bitches hating I have you with me.“ Er musste kurz daran denken, wie wahr dies eigentlich war. Alle Mädchen waren neidisch, das Craig so viel Zeit mit ihm verbrachte, denn in den Augen der meisten war er ein komischer Freak, der den Schwarzhaarigen nur schadete, was Popularität anging. „ All of my friends sayin' you mad committed.“ Auch dies war ironisch. Clyde, Token, Jimmy, Kyle, Butters. Einfach alle sagten ihm das Craig ihn mehr als freundschaftlich mochte, aber er sagte nie etwas. Er war ein Arsch, so empfand Tweek zumindest. Nichts zugeben können, aber dann Ansprüche auf ihn stellen. „Realer than anybody you had, and pretty.“ Seine Arme umschlossen nun sich selbst, seine Hüfte sich hin und her bewegend als er den finalen Vers anstimmte. „All of the body-ody, the ass and titties“ Den letzten Vers hatten sie nicht geändert, da sie keine Idee hatten wie. Das war jetzt aber egal, Tweek war so stolz auf sich. Er hatte seinen großen Part geschafft und konnte nun wieder links neben Kyle Position einnehmen. Sie führten den letzten Chorus zum Ende und als dann die letzten Töne spielten, begann Kyle seine Ansprache. „Ich hoffe euch hat unsere Vorstellung gefallen. Ihr dürft euch jetzt auf ein wirklich gutes Stück freuen, vorgetragen von den liebevollen Mädchen aus unserer AG. Wir hoffen euch gefällt dieses Stück und bitte gebt ihnen einen kräftigen Applaus, falls es euch gefallen haben sollte!“ Damit liefen die Drei hinter den Vorhang zurück, wo sie die Headsets ausschalteten und sie den Mädchen übergaben. Jeder von ihnen atmete erstmal tief ein und aus und begaben sich Backstage, wo sie in Jubel ausbrachen. „Das war super. Sogar noch besser als bei den Proben!“ freute sich Butters und alle fielen sich in die Arme. „JA! Aber oh man, ich glaube meine Ansprache war nicht so gut. Daran hätte ich mal lieber arbeiten sollen!“ lachte Kyle und nahm kurz einen Schluck Wasser aus seiner Flasche. „I-Ich fand die war gut. Ich hätte das selber nicht besser hinbekommen.“ Tweek legte den Rothaarigen seine Hand auf die Schulter und die Beiden sahen sich glücklich an. Die drei gaben sich nochmal eine Gruppen Umarmung und freuten sich ungemein. „Haben sich deine Eltern jetzt eigentlich sich das angeschaut?“ fragte Butters und Tweek schüttelte den Kopf. „Nein. Da kam ein Vorfall dazwischen. Ich kaufe aber die DVD die immer von den Aufführungen gemacht werden und dann können sie sich das ansehen.“ Kyle bekundete sein Mitleid, erzählte aber auch, das dies vielleicht ein Segen war, da seine Mutter immer irgendeinen Kritikpunkt hatte. „Heute hat sie bestimmt auch wieder einen. Mal schauen was es diesmal ist.“ Er verdrehte seine grünen Augen, lächelte aber dabei. „Meine Mutter kommt immer und ist sehr stolz auf mich.“ Sagte Butters und blickte freudig drein. „Vielleicht gehen wird dann auch morgen zu Bennigans!“ Tweek freute sich für die Beiden und fragte, was sie nun tun sollten. Kyle sagte er würde mit Butters gleich ins Auditorium gehen und sich dort hinten auf den Boden setzen, um das Stück zu sehen. Tweek überlegte kurz, ob er sich den Beiden anschließen würde, aber nun, so ohne das ganze Adrenalin, bemerkte er wie miserabel er sich fühlte. „Ich glaube ich gehe nach Hause, mir geht’s nicht so gut.“ Kyle und Butters verstanden dies und wünschten ihm gute Besserung und die Drei verabschiedeten sich auf dem Gang. Tweek begleitete sie noch bis zu den Türen des Auditoriums und stand dann allein im Flur. Sein Streit mit Craig schlug ihm nun auf den Magen. Immerhin hatte der Song den er grade performt hatte so unglaublich viele Referenzen zu ihrer momentan komplizierten Situation. “Ich sollte nach Hause, dort kann ich mich hinlegen und Tee trinken.“ Dachte er sich und begab sich Richtung Ausgang.
Auf dem Weg dorthin machte er jedoch einen kurzen Abstecher Richtung Jungstoiletten. Dort drin stellte er seinen Rucksack ab und stellte den Wasserhahn an. Er spritzte sich etwas von dem Wasser in sein Gesicht und fühlte sich gleich ein wenig besser als das kalte Wasser, das nun auf seine Haut traf, es tat ihm gut. Er blickte sich selbst im Spiegel an und seine braun grünen Augen inspizierten das gespiegelte Abbild von sich selbst. Erst jetzt bemerkte Tweek die Geräusche, die aus einer der Kabinen kamen. Es war noch jemand hier. Unschlüssig, was er tun sollte nahm Tweek wieder seinen Rucksack und wollte gehen, bis sie Kabinentür öffnete und bekannte blaue Augen anstarrten. „Was machst du denn hier?“ fragte er und begab sich zum Waschbecken, um seine Hände zu waschen. „D-das sollte ich ja wohl eher dich fragen!“ Craig seufzte genervt und sah Tweek im Spiegel an, während er weiter seine Hände wusch. „Na was wohl. Ich habe mir deinen Auftritt angesehen, zusammen mit den anderen. Und dann musste ich halt auf Klo. Ist das ein Verbrechen?“ „Nein. Ist egal. W-Warum würdest du dir meinen Auftritt anschauen?“   Craig drehte sich zu dem Blonden und sah in Ungläubig an. „Na weil du mein Freund bist. Und es war so abgemacht. Und seit wann redet der große, erhabene Tweek eigentlich wieder mit mir?“ fragte er sarkastisch und Tweek schaute ihn genervt an. „E-Ernsthaft?“ fragte er ungläubig und umklammerte seinen Rucksack. „Ich habe nicht mit dir geredet, we-weil du dich wie ein Arsch aufgeführt hast!“ Tweeks Hände ballten sich zu Fäusten. „Damit alles so glatt und gut läuft, wie es heute Abend der Fall war, braucht es halt Übung und Zeit. Und a-auch Willenskraft! Wieso bist du so angepisst? Ich habe einfach Zeit mit Leuten verbracht, di-die…Halt mit mir was ausgearbeitet haben. Ein Projekt ist doch nicht großartig was anderes!“ sprach Tweek aufgebracht und gestikulierte etwas wild. „Man, es tut mir leid, okay? Ich habe mich entschuldigt und du hast nicht weiter ignoriert!“ „Weil ich mich nicht weiter so behandeln lassen wollte. Hä-…Hätte ich dir sofort wieder verziehen, hättest du nichts gelernt.“ Sagte Tweek und Craig konnte deutlich hören, wie sauer Tweek war. Er dachte an Clydes Worte zurück, “Er wird dieses Spiel nicht ewig spielen.“ Und er dachte auch speziell an den Song, den Tweek performt hatte. „Magst du vielleicht mit mir nach Hause laufen?“ fragte Craig hoffnungsvoll und Tweek überlegte. Er sah deutlich genervt und angepisst aus, so kannte der Schwarzhaarige ihn gar nicht. „Na schön.“ Sagte er schließlich und beide verließen das kleine Zimmer der Schule. Die Beiden sprachen kein Wort und blickten auch nur stur grade aus. Vor Tweeks Haus fasste Craig sich ein Herz und bat Tweek stehen zu bleiben. Der Blonde weigerte sich weiterhin den schwarzhaarigen Riesen überhaupt anzuschauen. „Es tut mir wirklich leid, Tweekers, okay? Es war scheiße von mir eifersüchtig zu sein.“ Craig fuhr durch sein Rabenschwarzes Haar und schaute Tweek mitleidig an. Dieser brachte sich selbst nun dazu seinen Freund anzuschauen. Tweek wusste das Craig es ernst meinte, aber etwas störte ihn noch. „Sag es. Sprich es aus Craig.“ „Es tut mir leid?“ fragte dieser verwirrt und Tweek stöhnte genervt. „Ich habe diesen blöden Song nicht so gut p-performt, nur damit du jetzt f-f-fucking so tun kannst, als hättest du es immer noch nicht verstanden hast!“ Craig schaute ihn weiter an, wie ein Reh im Scheinwerfer, bis es endlich Klick machte und ihm ein Licht aufging. „Tweek…du bist mein Bester Freund.“ Sagte er und lächelte schief, offensichtlich unwohl lügen zu müssen, weil er sich nicht traute, seine wahren Gefühle zu offenbaren. „Du bist ein Idiot.“ Sagte Tweek und lief zu seiner Haustür. „H-Hey!“ reif Craig ihm hinterher, aber Tweek schloss bereits die Haustür. „Was für ne Dramaqueen.“ Lachte Craig hohl auf und machte sich auf den Weg zur Tucker Residenz.



Day to night to morning, keep with me in the moment
I'd let you had I known it, why don't you say so?
Didn't even notice, no punches left to roll with
You got to keep me focused; you want it? Say so




Am nächsten Tag, ein schöner entspannter Samstagmorgen, lag Craig wie immer faul auf seinem Sofa im Wohnzimmer, um dort den Cartoon Marathon zu schauen. Er gähnte und antwortete immer mal wieder Clyde, welcher ihm immer mal wieder Memes schickte. Müde watschelte Craig in die Küche während der Werbepause, um sich Cola aus dem Kühlschrank zu holen. Grade als er die Flasche aus dem Schrank nahm, klingelte es. Nicht groß nachdenkend, begab er sich zu der Haustür, er war sich sicher es war der Postbote. Seine Familie war nicht da, da Ruby heute einen Reitwettbewerb hatte und seine Eltern mit ihr in Denver waren. Der Schwarzhaarige öffnete die Tür in seinen weitgeschnittenen Space-Boxershorts mit Astronauten drauf und T-Shirt. Nur stand da nicht der Postbote, sondern sein kleiner, blonder Freund Tweek. Er sah nicht viel anders als gestern Abend aus, Skinny Jeans, kurzgeschnittenes Shirt, seine selbstbemalten Vans. „K-kann ich reinkommen?“ fragte dieser, woraufhin Craig nur mit den Schultern zuckte. Er trat zur Seite, damit der Blonde eintreten konnte, wobei der frech „Nettes Outfit.“ kommentierte und doof grinste. „Ha. Ha. Hätte ich gewusst, dass du kommst hätte ich mir auch was angezogen.“ Craig schloss etwas griesgrämig die Tür, aber er war auch froh, das Tweek hier war. Er dachte der Blonde würde wieder nicht mit ihm reden. Unschlüssig saßen die Beiden sich aufs Sofa. Ihre Blicke wanderten immer mal wieder zueinander, sobald aber sich ihre Blicke trafen, wurde stur auf den Fernseher gestarrt. Sich witzig fühlen fragte Craig; „Willst du was sagen? Sprich es aus Tweek.“ Er wollte ihn für gestern Abend ärgern, weil der Schwarzhaarige glaubte der Blonde wollte sich über ihn lustig machen oder ähnliches, jedoch konnte er nicht mit Tweeks Reaktion rechnen. „Ich habe mehr als genug gesagt.“ Sagte dieser, was jedoch kaum verständlich war, da Tweek sehr leise sprach. Er drehte sich nun zu seinem schwarzhaarigen Freund und sah ihm tief in die Augen. Fast wie in Zeitlupe kam Tweek ihm immer näher und sah ihn durch halbgeschlossene Augen an. „S-sag es Craig.“ Flüsterte Tweek erneut und Craig biss sich auf die Lippe. Er spürte bereits Tweeks Atem auf seinen Lippen, als er endlich den Satz aussprach, auf den der Blonde schon so lange gewartet hatte. „Ich bin verliebt in dich Tweek Tweak.“ Zufrieden mit der Antwort lächelte Tweek kurz, bevor er ihre Lippen vereinte und Craig innig küsste. Tweeks Hände wanderten von seinen Armen hoch zu seinen Schultern, wo sie nun ruhten, während sie weiter ihren innigen Kuss teilten. Craigs Hände hingegen lagen zuerst auf seinen Knien und wanderten dann hoch zu seiner Hüfte, so er die freiliegende Haut dort liebkoste. Sie küssten sich weiter und verharrten in dieser Position für einige Zeit, bis Craig ihn auf sich zog, und so den Kuss vertiefte. Er strich mit seiner Zunge über Tweeks Unterlippe, um Einlass bittend, welchen der Blonde ihm dann auch gewährte. Ihre Zungen tanzten förmlich umeinander und Beiden waren überwältigt davon, dass ihre Vorstellungen nun endlich wahr wurden. Craig zog schließlich seinen Kopf zurück und Beiden brauchten einen Moment, um auf die Situation klarzukommen. Ihre Gefühle, Hormone und Gedanken waren komplett durcheinander. „Übrigens…“ setzte der Schwarzhaarige dann an. „Du sahst bei deinem Auftritt heiß aus. Ich hoffe du ziehst sowas öfter an und bleibst so selbstbewusst.“ Craig grinste breit und Tweek tippte ihm auf die Nase. „Haha.“ Erwiderte er trocken und machte es sich etwas gemütlicher in Craigs Schoß. „Sind wir dann jetzt…Sowas wie zusammen?“ fragte Craig und zog eine Augenbraue hoch. Tweek tat so, als würde er überlegen und stimmte schließlich freudig zu. „Dann bin ich jetzt ja mit dem heißesten Jungen der Schule zusammen.“ Craig grinste immer breiter. Tweek stöhnte genervt auf. „I-Ich bin de-definitiv nicht der… h-heißeste Junge der Schule!“ protestierte dieser. „Find ich schon.“ Erwiderte Craig nur und vereinte ihre Lippen wieder.
Den Rest des Tages verbrachten die beiden mit Knutschen und damit den Cartoon Marathon zu schauen. Später holten sie auch Stripe dazu und lagen einfach entspannt auf dem Sofa. Spät am Abend lagen sie aufeinander, Tweek auf Craig und schauten irgendeine Show, obwohl sie eigentlich viel mehr miteinander beschäftigt waren. Ihre Lippen verließen kaum einander. Als sie dann die Haustür hörten, schreckten sie hoch. Dort stand der Rest der Tuckers, die grade wiedergekommen waren. Schockiert blickten sich alle beteiligten an. „I-Ich sollte w-wohl gehen. ARGH! B-B-Bis Monatg Craig!“ Tweek schnappte schnell seinen Rucksack und lief schnell aus dem Haus und die Straße runter. Etwas genervt das seine Zweisamkeit unterbrochen wurde stand Craig auf, was ihm ein lauten „IHHHH!“-Schrei seiner Schwester erntete. Er hatte vollkommen vergessen, dass er in Boxershorts vor ihnen stand. „Reg dich ab. Ist alles Jugendfrei.“ Sagte er und zeigte seiner Schwester den Mittelfinger, welche dasselbe tat. Genervt seufzte Craig, denn er wusste das nun ein komisches und dummes Gespräch mit seinen Eltern anstand. Thomas Tucker räusperte sich und bat Craig in die Küche, wo seine Eltern ihm einen seltsamen Sex-Talk gaben, welchem der Schwarzhaarige aber kaum zuhörte.
Tweek hingegen kam immer noch lächelnd zuhause an. Er war glücklich, auch wenn Craigs Eltern natürlich alles etwas seltsam gemacht hatten. Dies war ihm egal, nichts konnte ihm seine schlechte Laune nehmen. Nach dem gemeinsamen Abendessen mit seinen Eltern, welche ohne Probleme erahnen konnten, weshalb ihr Sohn so glücklich war, schrieb er seinen Theaterfreunden die guten Neuigkeiten. Butters und Kyle gratulierten ihm freudig und die Drei schrieben munter weiter über alle möglichen Themen. Auch sein Freund schrieb ihm schließlich, ob er morgen zu ihm kommen könnte. Dem stimmte er natürlich zu und freute sich bereits auf Morgen.

Selbst nach ein paar Monaten waren die Schmetterlinge in Tweeks Magen munter. Er freute sich immer sehr Zeit mit seinen Freunden und Craig verbringen zu können, wenn er nicht grade arbeitete. Trotz alldem hatte er auch genug Zeit für seine AG und bekam sogar eine kleine Hauptrolle im kommenden Stück, zusammen mit Kyle. Wenn Craig Zeit hatte, saß er im Auditorium und beobachtete die Proben, beobachtete seinen Freund, welcher sein Bestes gab, um jeden Satz perfekt zu spielen. Er wurde zum gern gesehenen Gast, auch wenn einige Mädchen sauer auf Tweek waren, dafür das er sich Craig geschnappt hatte. Tweek war noch nie so froh wie jetzt. Er hatte viel zu tun, was ihn stresste, aber solange er Craig an seiner Seite hatte, konnte er sich zumindest ein wenig entspannen. Seine Freunde waren auch schwer beeindruckt, wie gut Tweek schauspielern konnte und versprachen ihm nun öfter zu den Theater Veranstaltungen zu kommen.
An einem Freitag holte Craig Tweek wie immer ab und lief mit ihm nach Hause. „Denkst du ich kann heute Abend bei dir schlafen?“ fragte der Schwarzhaarige und nahm die Hand des Kleineren in seine eigene. „Bestimmt. Meine Eltern lieben dich, also denke ich nicht, das s-sie was dagegen haben.“ Craig nickte und die Beiden liefen fröhlich weiter. „I-ich glaube ich muss dir was sagen…“ sprach Craig nach einigen Schritten und neugierig blickte Tweek zu ihm hoch. „I-Ich liebe dich.“ Sagte Craig etwas nervös. Er hatte diese Worte noch nie vorher ausgesprochen und dies wusste Tweek auch. Er drückte Craigs Hand fester und stellte sich auf Zehenspitzen um ihm einen Kuss zu geben. „Ich dich auch.“ Sagte er lächelnd.



Day to night to morning, keep with me in the moment
I'd let you had I known it, why don't you say so?
Didn't even notice, no punches left to roll with
You got to keep me focused; you want it? Say so




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Ich hoffe sehr euch hat dieser spontane Oneshot, den ich eigentlich noch nicht vor dem Ende meiner anderen FF veröffentlichen wollte, gefallen. Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben und falls es euch gefallen haben sollte, so hinterlass gerne ein Review, Favo oder eine Emphelung.
Vielen Dank fürs Lesen!
Juli<3
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