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Im Schatten des Feuers

von DodoVugl
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16
Aang Katara OC (Own Character) Sokka Toph Zuko
15.08.2020
11.12.2020
6
13.154
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15.08.2020 605
 
Prolog:


„Manchmal ist das Leben wie ein dunkler, dunkler Tunnel.
Man hat ständig das Gefühl, nie wieder ein Licht am Ende zu erblicken,
aber wenn man immer schön weitergeht,
dann wird man vielleicht an einen schöneren Ort gelangen.“


Zaara schreckte hoch. Ihr Atem ging schnell. Sie hatte schon fast das Gefühl, ihr blieb die Luft weg. Ihr Körper war so nass vom Schweiß, als hätte sie sich gerade kopfüber in die Fluten gestürzt. Es war dunkel um sie herum, ihre Augen brauchten etwas, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
Immer wieder hallten die Worte Irohs in ihrem Kopf. Die Worte, die er an Aang richtete. Nur Augenblicke, bevor sich alles änderte. Dramatisch änderte.
Sie hatte ein schlechtes Gewissen. Eigentlich sollte sie froh sein, dass Aang noch lebte. Die einzige Hoffnung dieser Welt. Die Person, die alles wieder in Ordnung bringen würde. Und doch fühlte sie sich innerlich so leer. Als wäre ihr das Herz aus der Brust gerissen worden. Zaara lachte verbittert in sich hinein. Es war ihr ja auch raus gerissen worden. Und auch, wenn es für die Welt nichts war, was ihr passiert war, war Zaaras Welt in tausend Teile zerbrochen. Die Person, für die sie alles aufgegeben hatte, für die sie jederzeit bis in den Tod gegangen wäre, hatte sie verraten. Verraten und wie einen alten Fetzen weggeworfen.
Alle um sie herum schliefen, die Decken hoben und senkten sich sanft und gleichmäßig im Takt der Atemzüge. Nur der Fleck, an dem Katara liegen sollte, war leer. Sie war bestimmt bei Aang. Sie kümmerte sich so aufopferungsvoll um ihn. Das war wahre Liebe. Sie tat alles für ihn. Sie liebte ihn abgöttisch und würde alles für ihn tun. Wahrscheinlich wusste sie es nicht einmal selbst. Aber jemand, der selbst so stark geliebt hatte, merkte sowas sofort.
Die Höhle, in der sie sich niedergelassen hatten, nahm langsam Gestalt an. Die rauen Steinwände wirkten so kühl. Zaara hätte sich am liebsten einfach nur gegen sie geworfen, so heiß war ihr.
Ein beklemmendes Gefühl machte sich in ihrer Brust breit, so, als würde sie ein Seil umschlingen und sich immer fester um sich legen. Die Luft blieb ihr weg. Sie warf die Decke weg, sprang auf und rannte hinaus. Dort empfing sie die laue Nachtluft, sie umschmeichelte ihren feuchten Körper. Zaara presste die Luft, die ihr quasi im Hals stecken geblieben war, aus ihrem Körper. Sie atmete ein und endlich hatte sie nicht mehr das Gefühl zu ersticken.
Neben dem Eingang schlief Appa, sein Atem ging genauso ruhig, wie der der anderen Schlafenden in der Höhle. Der Vollmond erleuchtete die Nacht, es war um so viel heller, als in der Höhle. Sie konnte von dem Plateau, auf dem sie sich befanden, weit über die vielen Bäume des Waldes sehen. Es erschien alles so friedlich. So, als hätte die Welt noch nicht verstanden, dass Ba Sing Se gefallen war. Das die Feuernation gesiegt hatte. Sie würde es schon noch merken.
„Zaara, kannst du wieder nicht schlafen?“
Die junge Frau zuckte zusammen, als die Stimme ihre Gedankengänge unterbracht. Sanft legte sich ein Arm auf ihre Schultern und Katara erschien neben ihr. Ihre blauen Augen blickten Zaara besorgt an. Diese schüttelte nur den Kopf. Sie vermochte nichts zu sagen. Die Tränen schossen ihr, wie so oft in den letzten Tagen, in die Augen. Sie konnte diese Fluten nicht mehr zurück halten – sie flossen ihr in Strömen über die Wangen. Katara zog sie in ihre Arme, legte sanft ihre Hand auf ihren Hinterkopf.
„Auch, wenn es jetzt nicht so scheint, am Ende wird alles gut werden. Wir müssen einfach weiter gehen.“, flüsterte sie Zaare beruhigend ins Ohr.
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